Einträge mit dem Tag ‘Fußball’


Vorbilder, der NSU Untersuchungsausschuss und überall bewertete Körper – Die Blogschau

4. Juli 2015 von Charlott
Dieser Text ist Teil 278 von 280 der Serie Die Blogschau

Seit dem 18. Juni bis noch zum 16. Juli ist Ramadan. Hengameh schreibt bei tea-riffic über Erfahrungen mit Fasten, (internalisierter) anti-muslimischen Rassismus und dem Ausloten eigener spiritueller/ religiöser Umgänge.

An diesem Wochenende läuft noch das Finale der aktuellen Fußball-Weltmeister_innenschaft. kein naturtalent hat einige grundlegende Bitten an Fußballkommentator_innen.

Juli ist auch der Internationale Zine Monat. Aus diesem Anlass habe ich beim Heavy Mental Zine Distro über zehn Gründe, warum Zines eine tolle Sache sind, geschrieben.

„Ich kann gut melancholisch. Ich kann gut diese leise Sehnsucht. Manchmal glaube ich, ich BIN diese leise Sehnsucht, sie ist ein wesentlicher Teil von mir.“ – wurzelfrau denkt über das Songschreiben und thematische Zugänge wie Spiritualität oder Auseinandersetzungen mit Heteronormativität nach und teilt dazu gleich noch zwölf ihrer Songs.

Aktuelles von Women in Exile & Friends: An ihrer ersten bundesweiten Flüchtlingsfrauen*Aktionskonferenz nahmen 70 Frauen* teil und außerdem gibt einen kurzen Bericht eines Flüchtlingsfrauen-Workshops in Pankow.

Im aktuellen #Fettcast reden Ragni und Magda über Dicke Schwangerschaft (als lesbischer Single mit PCOS).

Diaspora Reflektionen schreibt über den Hessischen NSU Untersuchungsausschuss, wo sie am 11. Mai der Anhörung des ehemaligen V-Mann Führers beim Verfassungsschutz Andreas Temme beiwohnte. Sie berichtet von dem offenbar geringem Interesse wirklich aufdeckend zu arbeiten und fragt darüberhinaus, wo denn die kritisch begleitenden Stimmen sind.

Mein Körper gehört mir nicht„, heißt ein Spoken Word Beitrag zu Übergriffen auf ihren Körper (und was diese auch mit Verknüpfungen von Rassismus, Sexismus und Dickenfeindlichkeit zu tun haben) von Schwarz Rund, den es auf dem Blog zum Nachlesen und als Video zum Nachschauen gibt.

Bei roleUP! gibt es einen neuen Film. Als Vorbild vorgestellt wird dort die großartige Bloggerin Katrin von Reizende Rundungen.

Eine Petition, die Bundesjugendspiele abzuschaffen, hat ziemlich viele Gemüter erhitzt. Ninia LaGrande schreibt gegen Argumente wie „Wettbewerb gehört beim Sport dazu“ und „Dann können wir auch Mathe abschaffen“ an und erläutert was Bundesjugendspiele oftmals auch mit Körpershaming und Erniedrigung zu tun haben.

Auf Medienelite schreibt Nadine über den Umgang mit Diskriminierung und Identität: „Mir hilft es in solchen Momenten […] mich öfter als Person zu begreifen, die dennoch sehr viele Wahlmöglichkeiten in ihrem Leben hat und mit vielem gar nicht und niemals umgehen muss. Daraus Verantwortung und solidarische Handlungen abzuleiten. Die Perspektive auf mich als „Betroffene, die jederzeit achtsam sein muss“ hin zu anderen, ihren Geschichten, ihren Politiken zu lenken. Ich erlebe das als sehr befreiend, empowernd und liebevoll.“

Unter der Überschrift „Das Paarprivilegien-Projekt: Fast wie richtige Menschen“ denkt der zaunfink darüber nach, was der Fokus auf die Öffnung der Ehe bedeutet, welche Narrative damit gestärkt werden und welche Personen und Thematiken verdrängt werden.

Und ihr wollt selbst gern (mehr) bloggen? Ihr interessiert euch für geekige Themen aus feministischer Perspektive und Feminismus mit geekigem Blick? Femgeeks sucht jedenfalls Nachfolger_innen, die das Blog übernehmen und mit neuem Leben füllen wollen.


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Männerfußball, Welfare Queens und Islamfeindlichkeit – kurz verlinkt

4. Juni 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 1 von 288 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

In Dresden soll eine Installation der Künstlerin Nezaket Ekici an die Ermordung von Marwa El-Sherbini erinnern. Nachdem sie mit islamfeindlichen Sprüchen beschmiert wurde, baute die Feuerwehr sie erstmal ganz schnell ab: „Nun löscht die Feuerwehr für gewöhnlich Brände. Hier wohl sollte sie ein schlechtes Gewissen auslöschen. Oder Scham.“ Der Freitag berichtet über den Fall und ordnet ihn ein.

„Worauf beruht die Assoziation von Fußball und Männlichkeit?“ Bei Spunk untersucht Jamila Schaefer „die Zusammenhänge zwischen den Werten der Fankultur und Männlichkeitsidealen und Möglichkeiten, diese zu dekonstruieren“.

Das Onlinemagazin Lizzynet veranstaltet gemeinsam mit dem Wissenschaftsjahr 2015 –  Zukunftsstadt  einen Schreib- und Kreativwettbewerb für Mädchen und Frauen zum Thema „2050 – Stadt meiner Träume“. Der Wettbewerb will die Perspektive von Mädchen und Frauen auf lebenswerte Städte der Zukunft sichtbar machen. Einsendeschluss ist der 5. Oktober.

Nadia hat Magda zu ihrer „(Mein) Fett ist politisch“-Tour für das weird Magazin interviewt.

Mindestens 277 Frauen wurden im vergangenen Jahr in Argentinien ermordet. Zur Protestbewegung gegen Gewalt gegen Frauen berichtet die Tagesschau.

Die Journalistin Ok-Hee Jeong schrieb, dass sie vor ihrer journalistischen Tätigkeit „lange Jahre Präventionstheaterstück gegen sexuellen Missbrauch an Kindern gespielt und auch ein eigenes Theaterstück dazu geschrieben“ hat, das bundesweit aufgeführt wurde. Das Theaterstück „What’s the price of the star filled sky?“ (deutsch, englische Untertitel) ist nun auf youtube verfügbar [Inhaltshinweis: Graphische Beschreibung sexualisierter Gewalt].

englischsprachige Links

„In the 19th century, the Canadian government developed a policy of „aggressive assimilation“ calling for aboriginal children to be taught at church-run, government-funded residential schools.“ Eine Komission arbeitet nun die Geschichte dieser Schulen, von denen die letzten erst im Jahr 1996 schlossen, auf. Dabei geht es auch um die Kinder, die in diesem System starben. Die aktuelle (und wahrscheinlich immer noch am unteren Ende angelegte) Schätzung beläuft sich auf über 6000 Tote, berichtet CBC.

Sandra Lawson ist eine der ersten Schwarzen, lesbischen Rabbiner_innen.

In einem Interview mit Cristan Williams spricht Judith Butler über TERFs (Trans-Exclusionary Radical Feminists).

Wie die Intersektion von Rassismus, Sexismus und Klassismus Schwarze Frauen in den USA zu „Welfare Queens“ abstempelt, erklärt For Harriet.

Der Supreme Court der USA hat geurteilt, dass Abercrombie & Fitch gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Civil Rights Act 1964 verstieß, als die Kleidungs-Kette Samantha Elauf eine Anstellung aufgrund ihres Kopftuchs verweigerte, berichtet Color Lines.

Janet Mock hat sich Gedanken zum Coming-Out von Caitlyn Jenner (wir berichteten) gemacht und zeigt anhand der Bereiche Medien, Privilegien, Zugang zu Gesundheitsversorgung und Glamour, wie unterschiedlich Sichtbarkeit, Anerkennung, Sicherheit und Ressourcen im Kontext von Trans* verteilt sind.

Ein Mädchen wird in der Schule sexuell belästigt und geht entschlossen dagegen vor. Sehr zum Missfallen der Schulleitung. Die Reaktion ihrer Mutter auf die Situation ist grandios.

Termine in Berlin und Wuppertal

Für Kurzentschlossene: Heute in BerlinSoLiDaRiDaNcE #8 – early summer dance – Soli for medical support (Facebook-Event).

5. Juni in Berlin: Die Künstlerin Deborah Schmidt stellt in der Alpha Nova Kulturwerkstatt bis Mitte Juli ihre Malereien zum Thema „Material Matters. Bewegte und widerspenstige Körper“ aus.

9. Juni in Berlin: „Wie Lesben weltweit sichtbar werden. Vorbild Masakhane Projekt“: Ein internationales Gespräch über lesbische Präsenz in politischen Netzwerken und Kampagnen: mit Dawn Cavanagh (Coalition of African Lesbians), Uta Schwenke (LSVD), Manuela Kay (L-Mag) und Birgit Bosold (Schwules Museum) in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32.

11. Juni in Wuppertal: Aus der Vortragsreihe „Geschlecht in Szene“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung:  Nadia Shehadeh diskutiert zum Thema „Feminismus im Netz an der Universität Wuppertal. Weitere Informationen findet ihr hier.

11. Juni in Berlin: Aus der Reihe „Widerstandsbewegungen von geflüchteten Frauen* in Berlin und Deutschland“: LSBT*I*Q Perspektiven im Kontext der Asyl- und Flüchtlingspolitik Deutschlands. (Facebook-Event)

13. Juni in BerlinBerlin Postkolonial veranstaltet einen Stadtrundgang zum Thema „Frauen im Kolonialismus.“ (Facebook-Event) Eine Übersicht über weitere Veranstaltungen findet ihr hier.

21. Juni in BerlinLesMigras-Workshop mit Dark Matter: „Protect me from what I want / Bewahre mich vor dem was ich will“. (Facebook-Event)

26. Juni in Berlin: Frauenkreise-Workshop: „Wo hört Solidarität auf und wo fängt Paternalismus an?“

Juni in Berlin: Eine Übersicht zu den Veranstaltungen des Interkulturellen Frauenzentrums S.U.S.I., mit Workshops, Buchpräsentationen und Vorträgen, findet ihr hier.

12. Juli in Berlin: „Die Widerständigen“: Ein Film über die letzten noch lebenden Zeitzeug_innen aus der Widerstandsbewegung der Weißen Rose.


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Özgecan Aslan, Trans*Frauen of Color und dickes Sexappeal – kurz verlinkt

18. Februar 2015 von der Mädchenmannschaft

Deutschsprachige Artikel

Im Missy Magazine stellen sechs Schwarze Feministinnen anlässlich des Black History Month ihre Vorbilder vor – von Yaa Asantewaa bis Nina Simone.

Beim Feministischen Institut Hamburg schreibt Joke Jansen über queere Kinderbücher, denn „Erzählungen sind überproportional aus der Perspektive weißer Jungen geschrieben, zentrieren ein Zwei-Eltern-Kernfamilienmodell oder sind beiläufig fett- oder femininitätsfeindlich.“.

Hier findet ihr Freizeitangebote für trans*, queere, lesbische, schwule, bisexuelle und andere Jugendliche, unter anderem in Hannover und München.

Am 20. Februar wird der Purple Velvet Souvenir Sampler veröffentlicht, auf dem ihr 24 Tracks von internationalen weiblichen und queeren HipHop-Künstler_innen findet.

Die Rosa Luxemburg Stiftung hat unter Mitwirkung vieler Autor_innen vor einiger Zeit ein Dossier zu Antirassismus und Empowerment erstellt, das ständig weiter befüllt wird.

Englischsprachige Artikel

[Inhaltshinweis: Sexualisierte Gewalt, Mord] Die 20-jährige Studentin Özgecan Aslan wurde vergangene Woche durch den Fahrer des Busses, in dem sie auf ihrem Nachhauseweg saß, attackiert und ermordet. Unter dem Hashtag berichten (insbesondere) türkische Frauen auf Twitter über ihre Erfahrungen mit und Kampf gegen sexualisierte Gewalt und religiös-fundamentalistische Misogynie.

Dicke Menschen können nicht sexy sein? „WTF?!“ dachte sich Hartbeat und lieferte die beste getanzte Antwort.

Das kenianische Künstler_innen-Kollektiv The Nest sammelt im Projekt „Stories of Our Lives“ Geschichten von LGBTIQ-Personen in Kenia. Fünf dieser Geschichten haben sie fiktionalisiert und zum gleichnamigen Film verarbeitet, der letzte Woche auf der Berlinale den Special Jury Award der Teddy-Jury gewann. Bei Design Indaba erzählt das Kollektiv von dem Projekt, der Verhaftung ihres Produzenten und ihren kollaborativen, nicht hierarchischen Arbeitsweisen.

[Inhaltshinweis: Cissexismus, Mord] Janet Mock schreibt über die mangelnde Sichtbarkeit von Trans*Frauen of Color, insbesondere im Hinblick auf die hohe Zahl an Mordfällen zu Beginn des Jahres in den USA.

Beim African Women in Cinema-Blog stellt Nassima Guessoum ihren Film „10949 Femmes“ (10949 Frauen) zur Algerischen Revolution vor.

Termine in Berlin, Leipzig, Münster und Potsdam

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Äußerungen zum Nahost-Konflikt ™ und Abschließendes zur Männer-Fußball-WM – Die Blogschau

19. Juli 2014 von Charlott
Dieser Text ist Teil 253 von 280 der Serie Die Blogschau

Die Aktionstour mit Women in Exile & Friends ist gestartet. Updates zu dieser und alle Termine gibt es auf einem Blog.

Über den Nahost-Konflikt ™ haben ja alle etwas zu sagen. Nadia hat bei Shehadistan gleich mal handliche Tipps veröffentlicht, wie diese Meinungsäußerungen besonders gelingen.

Abschließendes zur Männer-Fußball-WM gibt es bei Metalust: „Wenn Fussballdeuter Mythen nähren …„.

Es gibt so viele Gründe zu ranten findet Welcome to the Shoebox Castle! : Breitmachmacker, Anspruchshaltungen an Feministinnen, Unterrepräsentation von Wissenschaftlerinnen, allgemeiner Backlash, aber auch im Speziel „Sprachkritik“ (also nicht jene von Feminist_innen, sondere solche gegen feministische Interventionen).

Different Needs hat ein Riot Grrrls ABC als Zine erstellt. Dieses kann jetzt erworben werden.

Auf umstandslos beschreibt Ina detailliert, wie lokale Netzwerktreffen für feministische Sorgetragende organisiert werden könnte: Was ist bei der Raumsuche zu beachten? Welche Termine passen? Wie erreicht eine_r die „richtigen“ Leute?

Ich habe für Femgeeks ein tolles Comic gelesen und kann dies nur weiterempfehlen. Im Mittelpunkt stehen fünf Freundinnen, ein Sommercamp und allerhand Abenteuer – klingt nach einer altbekannten Mischung, wird bei Lumberjanes aber großartig als Ausgangspunkt für spannende Erzählungen jenseits der Norm genutzt.

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Diskussionen über Triggerwarnungen und Mansplaining-Belege – kurz verlinkt

16. Juli 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 247 von 288 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die russische Aktivistin und Publizistin Walerija Iljinitschna Nowodworskaja ist im Alter von 64 Jahren gestorben.

Englischsprachige Links

Der Us-amerikanische Profi-Fussballer Landon Donovan ist nicht derjenige, der in seiner Zeit als aktiver Spieler die meisten Tore schoss (wie viele Medien berichten), sondern die Fussball-Spielerin Abby Wambach. Männerfussball scheint in der Berichterstattung wohl wieder mal der Maßstab zu sein, wie die Huffington Post berichtet.

Wurde Eure Timeline auch von diesem Jack Halberstam-Text heimgesucht, der letzte Woch viral ging? Auf Teile des Ganzen gibt es einen Antworttext auf „You Are Triggering me! The Neo-Liberal Rhetoric of Harm, Danger and Trauma“, kurz und knapp: Snarking Back.

Andrea Smith kontextualisiert Triggerwarnungen und schreibt über deren Bedeutungen in einer größeren Befreiungs- und Anti-Gewalt-Bewegung. Dabei zeigt sie auf, wie wichtig es ist Bewegungen zu bauen, in denen traumatisierte Menschen Platz haben.

Für alle, die noch „Beweise“ benötigen: Bitch Magazine hat sieben Studien zusammengestellt, die zeigen, dass „mansplaining“ existiert und wie es funktioniert.

Eine Empfehlungsliste zu Werken die sich mit Themen rund um LGBT und Judentum/jüdische Identitäten/jüdische Erfahrungen drehen, bzw. von jüdischen LGBT-Autor_innen verfasst wurden.

Im Juni war eine studentische Gruppe unter Leitung der Professorin Heidi Reneé Lewis vom Colorado College in Berlin zu Gast und veranstaltete eine Reihe von tollen Diskussionsrunden zu den Themen Feminisimus_Anti-Rassismus. Mit dabei war u.a. Sharon Dodua Otoo mit ihrer Witnessed-Reihe und Magda zu fetten Aktivismus in Deutschland.

Termine

Vom 11. bis 14. September findet in Hannover das Hip Hop-biggerthanfest statt. Infos findet Ihr hier.


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Essen, Fußball, Horrortussis – kurz verlinkt

25. Juni 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 244 von 288 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die behindert und verrückt feiern Pride Parade Berlin ist nicht parteien- oder institutionsgebunden. Wir benötigen daher Unterstützung finanzieller Art, um die Parade und die begleitende Kampagne durchzuführen.“ – so der Aufruf der Organisierenden.

Die politischen Dimensionen des Essens werden derzeit an der Uni Erfurt im Projekt „Das Essende Subjekt“ erforscht. Radio F.R.E.I. hat mit der Amerikanistin Nina Mackert über die politischen Dimensionen von Körper und Essen und den damit verbundenen gesellschaftlichen Vorstellungen gesprochen.

Der Deutschlandfunk sendete einen Beitrag über den zunehmenden Antisemitismus deutscher Intellektueller.

[Inhaltshinweis: Antisemitismus, Rassismus] Erst vor kurzem schrieb Charlott unter anderem über den Zusammenhang von Fussball und Nationalismus; beim WM-Spiel der deutschen gegen die ghanaische Mannschaft gab es dann kein Halten mehr: „Sixt“ schaltete eine rassistische Werbeanzeige, deutsche Fußballfans zeigten sich in Blackface, und auf Twitter gab es einige rassistische Äußerungen. Der DFB überklebte währenddessen lieber erneut ein Anti-Rassismus-Plakat in einem Stadion. Das Time Magazine kontextualisiert die Vorfälle (auf Englisch).

Die lesbische Künstlerin und visuelle Aktivistin Zanele Muholi aus Südafrika spricht im Interview mit dem Freitag über ihren Aktivismus, ihre Kunst und über rassistische und hetero_sexistische Gewalt.

Meredith Haaf analysiert in ihrem Essay sehr treffend die verfehlte Feminismusdebatte (TM) und die Erfindung der „Horrortussi„. Den feministischen Debatten in der Öffentlichkeit fehlt es an Radikalität.

Die aktuelle Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung Mittelweg 36 ist draussen – mit einem Schwerpunkt zu der 2012 verstorbenen Feministin Sulamith Firestone, inklusive eines Nachrufs von Susan Faludi.

Im Tagesspiegel wird Maria Wersigs Buch zum Ehegattensplitting besprochen, und einige der sich um eben jenes rankenden Mythen (wie beispielsweise, dass es bei der Einführung eben dem Zeitgeist entsprochen hätte) werden als eben solche entlarvt.

Die Frankfurter Rundschau berichtet über die Flüchtlingsfrauenkonferenz und die Probleme, vor die geflüchtete Frauen oftmals gestellt sind.

englischsprachige Links

Warum die Darstellung unterschiedlicher Körper(formen) in den Medien wichtig ist – und Orange Is The New Black vorbildlich voran geht, wird in der Huffington Post besprochen.

Lindsey Dennis ärgert sich bei Feminspire über die heteronormativ-androzentrisch verengte Perspektive, die sehr oft auf das Thema Safe(r) Sex gerichtet wird.

[Inhaltswarnung: Cis-Sexismus, Gewalt, Folter, Mord] Es gab wieder einen Mord an einer trans* Frau of Color.

„Hör auf mich zu unterbrechen.“ „Das habe ich gerade gesagt.“ „Das braucht keine Erklärung“: Diese drei Sätze sollten alle Frauen lernen, schreibt Role Reboot.

Eine Studie hat herausgefunden, dass Richter, die mindestens eine Tochter haben, häufiger dazu tendieren ihre Entscheidungen an Frauenrechten zu orientieren. Es gibt viele Erklärungsfaktoren für diese Wahl, aber am plausibelsten erscheint, das sich die Lebensrealitäten von Frauen, den eigenen Töchtern, und der gesellschaftlichen Ungleichbehandlung ihre Wahrnehmungen prägen.

Discover Football organisiert die international Kampagne Moving Perspectives zu Frauenfußball und Empowerment zur WM in Brasilien. Sie werden im Zeitraum vom 25. Juni- 13. Juli in Rio de Janeiro vor Ort sein und vom 3.Juli bis 7. Juli von Fußball- und Menschenrechtaktivistinnen, sowie Journalistinnen aus Argentinien, Brasilien, Ghana, Iran, Kamerun, Kanada, Mexiko, Nigeria und Uruguay unterstützt. Dazu gibt es auch ein Blog.

#BringBackOurGirls: Boko Haram entführte nun dutzende weitere junge Frauen – Al Jazeera berichtet.

Termine in Berlin, Freiburg, Münster, Wien

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Lego-Wissenschaftlerinnen und Feminismusdebatten – die Blogschau

14. Juni 2014 von Nadia
Dieser Text ist Teil 249 von 280 der Serie Die Blogschau

Es wird bald ein Lego-Set mit Wissenschaftlerinnen geben. Charlott hat über die angekündigte Reihe geschrieben.

Helga hat nochmal Meredith Haafs Text über verfehlte Feminismusdebatten ergänzt.

Denkwerkstatt stellt eine Arbeit vor, die sich mit Care-Migrantinnen aus der Slowakei, die in Österreich in der 24-Stunden-Pflege tätig sind, beschäftigt.

Hannah hat anlässlich des internationalen Tags gegen Kinderarbeit einen ausführlichen Text zum Thema geschrieben.

Über das umstritttene Exoskelett bei der Fußball-WM erschien ein Artikel auf Leidmedien.

safeblogging hat 109 Bloggerinnen zu ihren Erfahrungen mit dem Schreiben im Netz befragt. Daraus hat sie eine Reihe von Tipps entwickelt, die beim Einstieg in Blogaktivitäten helfen könnten. Sie geht dabei auch auf die Anfeindungen und Angriffe im Netz ein, von denen die Befragten berichteten. Ein sehr lesenswerter Beitrag und in einigen Punkten aber auch durchaus diskussionswürdig (z.B. was die kritische Rahmung betrifft).

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Codebabes, Fußballtrainerinnen und tolle Aktivist_innen – kurz verlinkt

8. Mai 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 239 von 288 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die Initiative #untragbar wendet sich gegen die menschenverachtenden und nicht selten tödlichen Zustände in der globalen Textilindustrie.

Ein Interview mit Renate Lasker-Harpprecht, die zwei Jahre in den Vernichtungslagern Auschwitz und Bergen-Belsen überlebte, hat Die Zeit geführt.

Über Menschenrechtsverbrechen an Intersex-Kindern in der Schweiz berichtet zwischengeschlecht.info.

Vor einem Jahr begann der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München – und der NSU-Skandal geht weiter.

In Berlin sind mehrere Geflüchtete in den Hungerstreik getreten. Die aktuelle Pressemeldung findet sich bei Asylum Rights Evolution. Unterstützung wird vor Ort dringend benötigt.

englischsprachige Links

„Gefängnisse sind für niemanden sicher“ – ein Gespräch zwischen den Aktivist_innen CeCe McDonald, Reina Gossett und Dean Spade in mehreren Videoclips gibt es  auf der Website des Barnard Center.

For Harriet veröffentlichte ein Interview mit der Juristin und Aktivistin Michelle Alexander über die (gesellschaftlichen) Konsequenzen der Gefängnisindustrie.

20 queere Personen of Color, die wir kennen sollten, listet das Outsmart Magazine.

Programieren lernen mit strippenden Frauen – Sarah Perez von TechCrunch findet’s eher uncool.

Feministing berichtet über die zunehmenden Proteste und Aktionen in Nigeria, um die entführten Schülerinnen zurück zu holen. Eine Zusammenfassung der Ereignisse, Hintergründe und Stellungnahmen nigerianischer Aktivist_innen veröffentlichte auch noch einmal der Guardian. Allerdings gibt es auch Repressionen gegen Protestierende, so Al Jazeera. Fungai Rufaro Machirori widmet den entführten Mädchen und dem Kontext, in dem diese Gewalttat steht, ein Gedicht. Spectra Speaks und Minna Salami erinnern daran, dass langfristig es nicht damit getan ist die Mädchen „zurückzubringen“, sondern auch die allgemeinen Lebenssituationen von Mädchen in Nigeria in den Fokus gerückt werden sollten.

Vergewaltigungsanklagen, die immer öfter aus hanebüchenen Gründen fallen gelassen werden, sind auch in den USA ein Problem, beschreibt The Independent.

Die Portugiesin Helena Costa wird als erste Trainerin eines europäischen Männer-Erstliga-Vereins das Team von Clermont, Frankreich, coachen.

Die Schauspielerin Gabourey Sidibe hat bei den Gloria Awards eine vielbeachtete Rede u.a. über Selbstbewusstsein und feministische Inspiration gehalten – ihr könnt sie hier, bei Vulture, nachlesen. Concern Trolling durch „besorgtes“ Publikum gab es gratis dazu, kritisiert Ragen Chastain bei Dances With Fat.

Außerdem verrät sie zehn Gründe, warum sie nie wieder eine Diät machen wird.

Termine in Annaberg-Buchholz, Berlin, Innsbruck, Passau:

Seit vorgestern und noch bis zum 10.5. in PassauAye Aye Soeur! – Kulturfestival zu Gender, Gleichstellung und Feminismus

Im gleichen Zeitraum in Innsbruck: Intersex-Aktivist_innen inititeren Info und Proteste gegen den 25. Jubiläums-Kongress der „Europäischen Gesellschaft für Kinderurologie (ESPU)“

Am 8. Mai in Berlin: Queerfeministischer Filmabend mit FAT UP mit Filmen rund um fette Diskriminierung und fette Selbstermächtigung.

Am 23. Mai in Berlin: Demo für die Abschaffung des im „Transsexuellengesetz“ vorgesehenen Gutachterverfahrens. Hier geht es zum Facebook-Event.

Am 26. Mai findet zum wiederholten Mal ein „Marsch für das Leben“ in Annaberg-Buchholz (Sachsen) statt. Es gibt erstmalig Gegenaktivitäten.


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Aktivistische Selbstfürsorge und ein Jahr #aufschrei – die Blogschau

25. Januar 2014 von Nadia

Ein Jahr #aufschrei: Nicole blickt zurück und erzählt vom Beginn des Hashtags.

Auf dem Virtual Retreat Center könnt Ihr ein sehr lesenswertes Interview über Selbstfürsorge und Aktivismus lesen.

Im Rahmen der internationalen Julia Engelmann-Woche hat auch Nadine über das „One Day/Reckoning“-Video geschrieben: „Sie wollen uns erzählen“.

Über Homophobie in der Verwandtschaft hat sich identitätskritik Gedanken gemacht.

Dann lief noch die Dokumentation „Henners Welt“ über einen Bürgermeister in Hofgeismar auf der Suche nach einer Millionen-Investition im Fernsehen – die eigentlich eine Männlichkeitsstudie war.

Wer pfeift denn eigentlich so als Schiedsrichter_in beim Fußball? Ninia LaGrande hat sich damit mal beschäftigt: „In der DFB-Schiedsrichterkommission sitzen siebzehn Menschen – davon sechzehn Männer.“

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Selbstpositionierung, Selbstfürsorge und Erinnerungen an einen Bruder – die Blogschau

25. November 2013 von Nadia
Dieser Text ist Teil 225 von 280 der Serie Die Blogschau

Jennifer hat einen Blog für weibliche Fußballfans gestartet.

Richtungen, Ausrichtungen und Räume: Überlegungen der Erreichbarkeit aus dem Virtual Retreat Center.

Salma schrieb einen Text über die Last der Selbstpositionierung.

Auf Zehenspitzen beschäftigte sich mit Baby-Weinen aus dem Off als klassistisches Stilmittel im Film.

Naekubi widmet ihrem großen Bruder Anh Hung einen sehr berührenden Text.

Zwischenärgern über den NSU-Prozess: bei Nadia.

Wie Selbstfürsorge und Arztbesuche ganz oft nicht zusammengehen: Darüber schrieb Don’t degrade debs darling.

Die Liste geplanter regelmentierender SGB-II-Neuerungen wird länger: Nachzulesen bei Somlu.

Das Mädchenblog sucht queere Streetart.

hauptsacheanti rezipiert die Diskussion um den Party-Mahnmal-Text, die einen hohen antisemitischen Part aufwies.

Tea-Riffic schrieb nochmal darüber, warum Holocaust-Analogien absolut gar nicht gehen.

„Scheiße! Jetzt hat’s auch Sie erwischt! Jemand hat Sie mit Rassismus in Verbindung gebracht.“ Und nun? Die Antworten gibt es hier.

Sanczny war so nett und hat Knorkators Stellungnahme zur rassistischen Werbeaktion übersetzt.

Sehr guter Text über das „Cistem“: Den gibt es aktuell bei candytechno.


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