Einträge mit dem Tag ‘Fußball’


Aktivistische Selbstfürsorge und ein Jahr #aufschrei – die Blogschau

25. Januar 2014 von Nadia

Ein Jahr #aufschrei: Nicole blickt zurück und erzählt vom Beginn des Hashtags.

Auf dem Virtual Retreat Center könnt Ihr ein sehr lesenswertes Interview über Selbstfürsorge und Aktivismus lesen.

Im Rahmen der internationalen Julia Engelmann-Woche hat auch Nadine über das “One Day/Reckoning”-Video geschrieben: “Sie wollen uns erzählen”.

Über Homophobie in der Verwandtschaft hat sich identitätskritik Gedanken gemacht.

Dann lief noch die Dokumentation “Henners Welt” über einen Bürgermeister in Hofgeismar auf der Suche nach einer Millionen-Investition im Fernsehen – die eigentlich eine Männlichkeitsstudie war.

Wer pfeift denn eigentlich so als Schiedsrichter_in beim Fußball? Ninia LaGrande hat sich damit mal beschäftigt: “In der DFB-Schiedsrichterkommission sitzen siebzehn Menschen – davon sechzehn Männer.”

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Selbstpositionierung, Selbstfürsorge und Erinnerungen an einen Bruder – die Blogschau

25. November 2013 von Nadia
Dieser Text ist Teil 225 von 243 der Serie Die Blogschau

Jennifer hat einen Blog für weibliche Fußballfans gestartet.

Richtungen, Ausrichtungen und Räume: Überlegungen der Erreichbarkeit aus dem Virtual Retreat Center.

Salma schrieb einen Text über die Last der Selbstpositionierung.

Auf Zehenspitzen beschäftigte sich mit Baby-Weinen aus dem Off als klassistisches Stilmittel im Film.

Naekubi widmet ihrem großen Bruder Anh Hung einen sehr berührenden Text.

Zwischenärgern über den NSU-Prozess: bei Nadia.

Wie Selbstfürsorge und Arztbesuche ganz oft nicht zusammengehen: Darüber schrieb Don’t degrade debs darling.

Die Liste geplanter regelmentierender SGB-II-Neuerungen wird länger: Nachzulesen bei Somlu.

Das Mädchenblog sucht queere Streetart.

hauptsacheanti rezipiert die Diskussion um den Party-Mahnmal-Text, die einen hohen antisemitischen Part aufwies.

Tea-Riffic schrieb nochmal darüber, warum Holocaust-Analogien absolut gar nicht gehen.

“Scheiße! Jetzt hat’s auch Sie erwischt! Jemand hat Sie mit Rassismus in Verbindung gebracht.” Und nun? Die Antworten gibt es hier.

Sanczny war so nett und hat Knorkators Stellungnahme zur rassistischen Werbeaktion übersetzt.

Sehr guter Text über das “Cistem”: Den gibt es aktuell bei candytechno.


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Die Fussball-EM 2013 beginnt (und ohne Sexismus geht’s leider nicht)

10. Juli 2013 von Magda

Ich hab ja wirklich keine Ahnung von Fussball, wenn auch Interesse an dem Spiel. Und ich mag diesen nationalis­tischen Mist, der bei Europa- und Welt­meister­schaften zelebriert wird, gar nicht. Aber ich finde es bewundern­swert, wenn sich Mädchen und Frauen in männlich-dominierten Bereichen ihren Platz erkämpfen. Fussball ist so eine krasse Männlichkeits-Show, dass die aktuelle Fussball-EM nicht einfach so heißen kann, sondern mit dem Wort “Frauen” einge­leitet wird. Deswegen funktioniert die Über­schrift für diesen Blog­eintrag eigent­lich auch gar nicht. “Wieso, die Fussball-EM findet doch erst 2016 statt…?” haben vielleicht sogar einige gedacht. Männer­fuss­ball wird in den meisten Fällen nämlich nicht mit dem Wort “Männer” eingeleitet.

Lange Rede, ganz viel Sinn: Heute beginnt die Fussball­europa­meisterschaft in Schweden. Das weiß ich erst seit zwei Wochen, während die Männer­fussball-EM immer schon Monate vorher gefeiert wird und ganz Deutschland in ein ätzendes schwarz-rot-gelbes Flaggen­meer ein­wickelt. Warum weiß ich das erst seit kurzem? Es schreiben wenige Leute darüber. Das mediale Interesse ist zurück­haltend. Denn Sexismus zeigt sich auch dann, wenn etwas tot­geschwiegen wird.

Es gibt immerhin einen Werbespot für die Fussball-EM. Der ist aber so platt, dass mir fast die Worte fehlen. Auf Spielfeldschnitte gibt es dazu eine kurze Kritik, auch die Sueddeutsche fragt: “Welches Klischee hätten’s denn gern?“. Hier könnt ihr euch beschweren.

Screenshot zdf.de

Screenshot zdf.de

Für Menschen, die Interesse an den Spielen haben, gibt es auf framba.de eine Liste, wann und wo die Spiele gesendet werden. Die Denkwerkstatt hat für Wien Termine gesammelt, in Berlin gibt es Live-Über­tragungen in geselliger Runde in der Begine. Ihr kennt weitere Orte, wo Live-Über­tragungen statt­finden? Oder ihr habt einen Link zum Online Live-Stream? Einfach in die Kommentare schreiben! Ihr habt selbst Lust auf Fussball­spielen oder kennt Mädchen und Frauen, die gerne spielen würden? Checkt Discover Football.


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Fat Empowerment und internationale LGBT-News – kurz verlinkt

28. Juni 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 195 von 231 der Serie Kurz notiert

Wortwörtlich rape culture wie sie im Buche steht, powered by Kickstarter (Contentwarnung) – nach massiven Protesten gegen ein dort finanziertes “Pick-Up”-Buch hat die Crowdfunding-Platform sich entschuldigt und Maßnahmen der Wiedergutmachung angekündigt (verlinkte Texte auf Englisch).

Die American Medical Association hat “Übergewicht” (sic) zur Krankheit erklärt. Fat Aktivist_innen wie Fat Heffalump und Virgie Tovar stellen klar, dass dick_fett nicht gleich auch krank bedeutet und befürchten, dass solche Pathologisierungen in der Praxis zu noch mehr Fat Shaming und Stigmatisierung von dicken_fetten Menschen führt. Es gibt eine Petition, die ihr unterschreiben könnt (englischsprachig). Und auf La Respuesta gibt es ein hinreißenedes empowerndes E-Zine: “A Resource Guide To Fatphobia”

“Sprache ordnet die Welt, konstruiert und kategorisiert. Deshalb ist die Auseinandersetzung um abwertende Begriffe wichtig”, stellt Hadija Haruna in der taz klar.

Am 7. Juni 2013 fand in Österreich die 3. Frauenenquete der Frauenministerin in Kooperation mit der Plattform 20000frauen statt. Die Keynote sprach Elisabeth Klaus: “Zwischen Antifeminismus und Elitefeminismus: Der Geschlechterdiskurs im medialen Mainstream”.

Die European Women’s Lobby (EWL), größte Dachorganisation für Frauenvereinigungen in den Europäischen Union, stellt sich hier online vor (Englisch).

Spektakulär: Die christlich-konservative Organisation Exodus, die u.a. “Konversionstherapien gegen Schwulsein” durchgeführt hat, hat sich bei der LGBT-Community für ihr “unbliblisches und unehrerbietiges Weltbild” entschuldigt (Englisch).

Die NGO Pink Armenia berichtet über die Menschenrechtssituation für LGBT in Armenien (Englisch).

In der Türkei endet an diesem Wochenende die Istanbul Pride Week – Thema dieses Jahr: “Widerstand” (Englisch).

Wie Engagement für das Recht auf lesbische und schwule Ehen aus wertkonservativer Perspektive aussieht, lässt sich bei queer.de nachlesen.

Eine in Schweden asylsuchende Trans*frau und LGBT-Aktivistin soll nach Russland abgeschoben werden. Eine Petition wendet sich dagegen (Englisch).

Auf Jezebel erklärt Dodai Stewart anhand des neuen Videos von Miley Cyrus, wo Inspiration zu kultureller Aneignung wird und was daran problematisch ist (Englisch).

Es hat sich immer noch nicht zu allen durchgesprochen: Seriöser Journalismus kommt nicht nur aus der Feder von weißen Männern – xojane erinnert daran (Englisch).

Die 17jährige Jinan Younis wollte an ihrer Schule eine feministische Gruppe gründen – was dann passierte, berichtet sie im Guardian (Englisch).

Der FOCUS berichtet über die massiv hohen Zahlen von Gewalt gegen Frauen – die WHO hat die Zahlen nun veröffentlicht, nachdem sie bereits bei anderen UN-Organisationen/Abteilungen und NGOs zu erfahren waren und  u.a. die Aktion One Billion Rising im Februar ageregt hatten.

Die in den USA sehr populäre Fernsehköchin Paula Deen steht  wegen wiederholter rassistischer Handlungen in der Kritik. Daraus ging nun das Hashtag #paulasbestdishes (Paulas beste Rezepte) hervor, welches satirisch auf Deens aktuelle Ausfälle Bezug nimmt (Englisch).

In der Münchner Innenstadt ist eine Gruppe Geflüchteter in den Hungerstreik getreten. Mit einer Erklärung zu ihren Forderungen wenden sie sich an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichtes.

In Berlin läuft derzeit und noch bis zum 18. August die Veranstaltung re.act.feminism #2, die sich um feministische Performancekunst dreht – unter anderem mit Ausstellungen, Workshops, Performances und Vorträgen.

Heute Abend in Wien, als Startveranstaltung zur Frauen-Fußball-EM: Diskussion und Party bei Frauen. Fussball. Medien.


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Feministische Netzpolitik, #occupygezi und ungefragte Diättipps – Kurz Notiert

19. Juni 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 194 von 231 der Serie Kurz notiert

Die Wissenschaftlerinnen Sabine Hark und Paula-Irene Villa haben in der taz eine Antwort auf den ZEIT-Text von Harald Martenstein geschrieben, welcher in seinem Artikel – mal wieder – Erkenntnisse aus den Gender Studies diskreditierte.

Beim Missy Magazine gibt es eine neue Serie zu #occupygezi von Didem Ozan. Folgende Fragen werden in nächster Zeit diskutiert: Warum sind türkische Frauen so wütend auf Erdoğan? Welche Rolle spielen Feministinnen? Und welche Frauen unterstützen das autoritäre Auftreten des Regierungschefs?

Passend dazu: GLADT e.V. sammelt Spenden für den LSBT-Block, der die Widerstands­bewegung im Gezi Park mitorganisiert. Auf Facebook findet ihr den Aufruf.

In der 3-Sat-Mediathek findet ihr einen Beitrag zu Sexismus: “Bei Sexismus geht es um Hierachien und Macht.”

Offenbar hat in von der Firma Haasenburg betriebenen Kinderheimen krasse Gewalt gegen Kinder stattgefunden - eine Petition tritt nun für deren sofortige Schließung ein. 20.000 Unterstützer_innen müssen in den nächsten 60 Tagen gefunden werden, damit sich der Brandenburger Landtag mit der Petition beschäftigt, berichtet die taz.

Auf Dances with Fat gibt es einen sehr lesens­werten englisch­sprachigen Artikel über die “gut-gemeinten” aber leider einfach nur respektlosen Tipps, die dicke_fette Menschen andauernd ungefragt hören.

Dürfen Journalistinnen für eine Frauenquote in Medien werben? Die Kommunikations­wissen­schaftlerin Elisabeth Klaus meint im Interview mit dieStandard.at: Na klar!

Im Mai fand die vom Missy Magazine initiierte Diskussions­runde zu #Aufschrei statt. Einige Autorinnen der Mädchenmannschaft waren damals dabei und berichteten. Nun ist eine Aufnahme der Veranstaltung online verfügbar.

Du liebst Fussball und findest es toll, wenn andere Mädchen und Frauen ihre spielerische Leidenschaft ausleben können? Dann unterstütze Discover Football mit einer kleinen Spende!

Auf The F-Bomb gibt es einen englisch­sprachigen Artikel: “What If I AM Like The Feminist Stereotype?”

Petition: “Bildung auf See braucht Schiffe in Fahrt! Für den Erhalt von Traditions­schiffen wie der Lovis“. Das Aus würde auch ein Ende für Frauen*Lesben*Trans*-Segeltouren bedeuten.

In der sogenannten Vereinbarkeitsdebatte fehlt oftmals der Blick auf jene, die dazu beitragen sollen, vor allem Müttern eine Berufstätigkeit zu ermöglichen: Erzieher_innen und Kinderpfleger_innen. Diese haben oftmals selbst Vereinbarkeitsprobleme, verdienen oft wenig und viele von ihnen sind im Alter von Armut bedroht.  Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, erläutert dies in einem Interview mit dem Portal ErzieherIn (irgendwie schade nur, dass am Ende des Interviews das Paradigma “Wir brauchen unbedingt mehr Männer in den KiTas”  unhinterfragt/kontextlos übernommen zu werden scheint).

Termine in Bad Malente, Berlin, Frankfurt am Main und Hildesheim nach dem Klick

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Spende statt Geschenke: Fußballerinnen unterstützen

13. Dezember 2012 von Magda

Discover Football engagiert sich für Gleich­berechtigung und Emanzipation und setzt Fuß­ball gezielt als Empowerment-Strategie ein. Mit einer aktuellen Weihnachts­aktion möchte Discover Football über 100 Frauen aus acht Ländern ein einmaliges Turnier für Frauen­fußball und Frauen­rechte in Berlin er­möglichen – und dafür könnt ihr spenden. Mehr Infos gibt es auf dem Flyer:

Discover Football freut sich über Spenden (für Großansicht: Klick!)


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Wie Spiegel Online Mädchen ignoriert

2. Juli 2012 von Anna

Es gibt viele theoretische Texte und Gedanken zu männlicher Ge­schichts­schreibung. Praktisch demonstriert wird diese Theorie gerade in einer Bildstrecke bei Spiegel Online mit dem Titel: „Spanischer Jubel: Kinderspielplatz in Kiew“. Nach dem Sieg des EM Fußballfinales der Männer gestern hatten einige Mitglieder der spanischen Mannschaft ihre Kinder auf den Rasen geholt, um dort mit ihnen zu feiern. Kleine Mädchen und Jungs liefen in Trikots der spanischen National­mannschaft über den Platz und … halt, schrieb ich „Mädchen“? Wen interessieren denn die Mädchen, wenn es um Fußball geht?

Spiegel Online zumindet schonmal nicht. In den Bildunterschriften besagter Klick­strecke, die sich hauptsächlich um die beiden Kinder von Fernando Torres dreht, wird dessen Tochter konsequent ausgeblendet. Genauso wie die anderen kleinen Mädchen auf dem Platz:

Dann betrat die nächste Generation das Spielfeld: Torres setzt seinen Sohn auf dem Rasen ab.

heißt es da und

Natürlich trägt Junior das Trikot der spanischen Nationalmannschaft.

Und ab ging’s zum Jubeln in den Strafraum. Der kleine Herr Torres kennt die Laufweg schon ganz genau. Zielsicher steuerte…

… er das Tor an. Ein künftiger Goalgetter?

Im Tor tollten später auch andere Jungs herum.

Auf den Bildern ist Torres’ Tochter genauso deutlich abgebildet wie sein Sohn.

„Die Frau ist nicht der Rede wert“, so betitelt Luise F. Pusch eines ihrer Bücher. Wie Recht sie doch hat.

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Update: Spiegel Online hat dann doch irgendwann reagiert:

Oha. Das war uns gar nicht aufgefallen… Jetzt haben wir es geändert. Danke für den Hinweis.

Wie es passieren kann, dass so etwas „nicht auffällt“ wurde jedoch nicht erläutert.


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Abtreibung, Alltag in Saudi-Arabien und Rassismus bei Anne Will – die Blogschau

31. März 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 153 von 243 der Serie Die Blogschau

Ein relativ neuer Blog in der feministischen Blogosphäre: virueletta. In einem aktuellen Beitrag schreibt viruletta über Privilegien, Verantwortung und neuen politischen Vorsätzen.

KARaNo, eine rassismuskritische Gruppe aus Hamburg, hat einen offenen Brief geschrieben veröffentlicht, der von einer Gruppe von Women und People of Color geschrieben wurde: “Weshalb auch ‘Nazigegner’ sich mit Rassismus auseinandersetzen müssen – Ein offener Brief an die Veranstalter von ‘Dresden Nazifrei’“.

Danger! Bananas stellt klar, dass sie die Deutungshoheit über ihr eigenes Leben zurück haben möchte: “Ich will nicht ängstlich darauf warten, bis wieder jemand fragt, sondern sagen: Ich bin deutsch und vietnamesisch, asiatisch und europäisch, lokal und global – Problem damit?”

Die West-Östliche Diva erinnert: Die Deutschen leben auch in einem Gottesstaat!

Vom 18. bis 24. März war die internationale Woche gegen Street Harassment. Aktivist_innen von Pro Change haben in Dortmund antisexistische Bierdeckel und über 2.000 Karten gegen Sexismus und Homophobie und für Courage verteilt.

Antje Schrupp hat einen lesenswerten Text geschrieben, in dem sie erklärt, warum sie nicht mit dem Konstrukt des “Rechts” argumentiert, wenn es um Abtreibungen geht – denn damit ließen sich im Extremfall auch Kindstötungen legitimieren.

Aktuelle Informationen zu den Wahlen im Senegal und dem Staatsstreich in Mali hat die kleine Ethnologin zusammengetragen.

Katharina Mühlbeyer war in Saudi-Arabien und bericht von ihrer Reise über alltägliche Situationen und Frauensolidarität.

Fehrnseher Kaputt berichtet über die eigenartigen Empfehlungen des ORF zur Nutzung von Social Media: Den Jorunalist_innen rät man von gesellschaftlichem Engagement und politischen Äußerungen ab, auch um dem ORF nicht zu schaden. Wie bitte?!

Die erfolgreichste Fußballerin der Welt hat sich von der Fußball-Bühne verabschiedet. Nachdem Alexandra Kraft Birgit Prinz auf stern.de einen offenen Brief schrieb, erwiderte Niveau ist keine Creme mit einer tollen Würdigung der Fußballspielerin, die sich nicht alle dummen Fragen gefallen lässt.

Barbara Scheel, die Frau des Ex-Bundespräsidenten Walter Scheel, war zu Gast in der Anne Will Sendung und ließ rassistischen Mist vom Stapel – Ada Blitzkrieg hat die ganze traurige Story und die Reaktionen zusammengefasst. Ekelhaft.

Die Opalkatze spielt Erklärbärin: “Wann ist ein Blog gewerblich – und damit laut Leistungsschutzrecht abgabenpflichtig?

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Die radikalfeministische Grundschule und Weiße Integrationsverweigerung – kurz notiert

1. Dezember 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 132 von 231 der Serie Kurz notiert

Eine Online-Umfrage der Frauenseiten Bremen hat ergeben, dass “fast 50 Prozent aller befragten Frauen und Mädchen negative Erfahrungen im Internet gemacht und Belästigungen, Anmache und Sexismus erlebt” haben.

In Kairo wurde die äygyptisch-amerikanische Journalistin Mona Eltahawy von der Polizei misshandelt und sexuell belästigt, berichtet derStandard. Sie war während der neuen Proteste gegen das Militärregime auf dem Tahrirplatz gewesen.

In den 1990ern gab es eine radikalfeministische Grundschule für Mädchen in Wien. DieStandard führte ebenfalls ein Interview mit einer ehemaligen Schülerin.

Wenn über Musik von Frauen* geredet wird, fällt immer auch der Begriff “Riot Grrrl” im gleichen Atemzug. Ganz so, als gäbe es EIN Label für Musik von Frauen*, während für die selbstgemachte Musik von Männern* stets viele Labels zur Hand sind. Kritik an dieser Vereinnahmung gibt es bei Pitchfork zu lesen.

“Wann hat es das schon einmal gegeben in unserer nach wie vor verklemmten Vereinbarkeitsrepublik? Eine Frau bekommt einen Führungsjob, nicht obwohl, sondern weil sie Kinder hat!”, schreibt die Berliner Zeitung.

Mutlu Ergün berichtet bei Philibuster über die Ergebnisse neuester Studien: Millionen Weiße Deutsche verweigern die Integration!

In der neuen Ausgabe der feministischen Zeitschrift Anschläge, hat Autorin Leonie einen Kommentar zu konsensualem Sex geschrieben. Lesenswert!

Radio Corax Halle interviewte Gesa Mayer und Robin Bauer zu Monogamie als gesellschaftlicher Norm, nachzuhören bei Freie Radios. Die beiden halten heute im Rahmen der Ringvorlesung “que(e)r_einsteigen” einen Vortrag zum gleichen Thema.

Das Männer-Fußballteam von Amerikanisch-Samoa gewinnt sein erstes offizielles Länderspiel – 2:1 gegen Tonga. Nach dem Sportlichen zur Geschlechterpolitik: Auf dem Platz stand mit Johnny Saelua eine Fa’afafine, die in der Kultur Polynesiens “als Mann geboren … als Frau aufgezogen” werden, wie queer.de berichtet.

Eine aktuelle Kampagne gegen institutionalisierten Rassismus seht ihr hier:

Mann hat nette Ratschläge an Frauen, dieses Mal in der Süddeutschen: Um im Job voranzukommen und sich männlicher Raumnahme zu entziehen, sollen sie einfach die gleichen Verhaltensweisen an den Tag legen. Tipp 1: Nicht mehr lächeln!

Terminhinweise nach dem Klick

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Fanshopkatalog des Grauens

2. September 2011 von Nicole


Als Frau und Fußballfan ist das Leben – unabhängig vom Tabellenstand – nicht immer ganz einfach. Zum Beispiel wenn zu Beginn einer neuen Saison Fanshopkataloge herauskommen. Die sind, ebenso wie die allermeisten dort abgebildeten Fanartikel, in den jeweiligen Vereinsfarben gehalten: knalliges schwarz-gelb, rot-weiß oder zur Not königsblau. Bis auf Fanartikel für weibliche Fans allerdings, bei denen Vereinsfarben auch gerne mal durch „weibliches“ Rosa oder Hellblau ersetzt und mit allerlei Glitter versehen werden.

Einen anderen Weg geht allerdings der österreichische Bundesligist FK Austria Wien in seinem aktuellen Fanshopkatalog (danke für den Hinweis nach Wien!). Auf dem Cover ist neben einem Spieler im Trikot, dessen obere Kopfhälfte nicht zu sehen ist, eine nackte Frau abgebildet. Sie legt ihm eine Hand auf die Brust, ihre Nägel sind violett lackiert – das ist die Farbe der Austria. Mir fällt dazu eigentlich nichts mehr ein. Außer vielleicht: WAS ZUM TEUFEL SOLL DAS? Findet das irgendjemand sexy, erotisch, witzig oder interessant? Öffentlichkeitsarbeit, das ließ sich schon bei anderen Gelegenheiten feststellen, ist offenbar nicht so ganz das Ding der Vereinsverantwortlichen von Austria Wien. Immerhin ein Motiv des letztjährigen Katalogs war diesmal nicht wieder zu sehen: ein kleines Mädchen in einem violetten Jeanskleid mit der Aufschrift „Spielerfrau“.


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