Einträge mit dem Tag ‘Fußball’


Abtreibung, Alltag in Saudi-Arabien und Rassismus bei Anne Will – die Blogschau

31. März 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 151 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Ein relativ neuer Blog in der feministischen Blogosphäre: virueletta. In einem aktuellen Beitrag schreibt viruletta über Privilegien, Verantwortung und neuen politischen Vorsätzen.

KARaNo, eine rassismuskritische Gruppe aus Hamburg, hat einen offenen Brief geschrieben veröffentlicht, der von einer Gruppe von Women und People of Color geschrieben wurde: “Weshalb auch ‘Nazigegner’ sich mit Rassismus auseinandersetzen müssen – Ein offener Brief an die Veranstalter von ‘Dresden Nazifrei’“.

Danger! Bananas stellt klar, dass sie die Deutungshoheit über ihr eigenes Leben zurück haben möchte: “Ich will nicht ängstlich darauf warten, bis wieder jemand fragt, sondern sagen: Ich bin deutsch und vietnamesisch, asiatisch und europäisch, lokal und global – Problem damit?”

Die West-Östliche Diva erinnert: Die Deutschen leben auch in einem Gottesstaat!

Vom 18. bis 24. März war die internationale Woche gegen Street Harassment. Aktivist_innen von Pro Change haben in Dortmund antisexistische Bierdeckel und über 2.000 Karten gegen Sexismus und Homophobie und für Courage verteilt.

Antje Schrupp hat einen lesenswerten Text geschrieben, in dem sie erklärt, warum sie nicht mit dem Konstrukt des “Rechts” argumentiert, wenn es um Abtreibungen geht – denn damit ließen sich im Extremfall auch Kindstötungen legitimieren.

Aktuelle Informationen zu den Wahlen im Senegal und dem Staatsstreich in Mali hat die kleine Ethnologin zusammengetragen.

Katharina Mühlbeyer war in Saudi-Arabien und bericht von ihrer Reise über alltägliche Situationen und Frauensolidarität.

Fehrnseher Kaputt berichtet über die eigenartigen Empfehlungen des ORF zur Nutzung von Social Media: Den Jorunalist_innen rät man von gesellschaftlichem Engagement und politischen Äußerungen ab, auch um dem ORF nicht zu schaden. Wie bitte?!

Die erfolgreichste Fußballerin der Welt hat sich von der Fußball-Bühne verabschiedet. Nachdem Alexandra Kraft Birgit Prinz auf stern.de einen offenen Brief schrieb, erwiderte Niveau ist keine Creme mit einer tollen Würdigung der Fußballspielerin, die sich nicht alle dummen Fragen gefallen lässt.

Barbara Scheel, die Frau des Ex-Bundespräsidenten Walter Scheel, war zu Gast in der Anne Will Sendung und ließ rassistischen Mist vom Stapel – Ada Blitzkrieg hat die ganze traurige Story und die Reaktionen zusammengefasst. Ekelhaft.

Die Opalkatze spielt Erklärbärin: “Wann ist ein Blog gewerblich – und damit laut Leistungsschutzrecht abgabenpflichtig?

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Die radikalfeministische Grundschule und Weiße Integrationsverweigerung – kurz notiert

1. Dezember 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 131 von 153 der Serie Kurz notiert

Eine Online-Umfrage der Frauenseiten Bremen hat ergeben, dass “fast 50 Prozent aller befragten Frauen und Mädchen negative Erfahrungen im Internet gemacht und Belästigungen, Anmache und Sexismus erlebt” haben.

In Kairo wurde die äygyptisch-amerikanische Journalistin Mona Eltahawy von der Polizei misshandelt und sexuell belästigt, berichtet derStandard. Sie war während der neuen Proteste gegen das Militärregime auf dem Tahrirplatz gewesen.

In den 1990ern gab es eine radikalfeministische Grundschule für Mädchen in Wien. DieStandard führte ebenfalls ein Interview mit einer ehemaligen Schülerin.

Wenn über Musik von Frauen* geredet wird, fällt immer auch der Begriff “Riot Grrrl” im gleichen Atemzug. Ganz so, als gäbe es EIN Label für Musik von Frauen*, während für die selbstgemachte Musik von Männern* stets viele Labels zur Hand sind. Kritik an dieser Vereinnahmung gibt es bei Pitchfork zu lesen.

“Wann hat es das schon einmal gegeben in unserer nach wie vor verklemmten Vereinbarkeitsrepublik? Eine Frau bekommt einen Führungsjob, nicht obwohl, sondern weil sie Kinder hat!”, schreibt die Berliner Zeitung.

Mutlu Ergün berichtet bei Philibuster über die Ergebnisse neuester Studien: Millionen Weiße Deutsche verweigern die Integration!

In der neuen Ausgabe der feministischen Zeitschrift Anschläge, hat Autorin Leonie einen Kommentar zu konsensualem Sex geschrieben. Lesenswert!

Radio Corax Halle interviewte Gesa Mayer und Robin Bauer zu Monogamie als gesellschaftlicher Norm, nachzuhören bei Freie Radios. Die beiden halten heute im Rahmen der Ringvorlesung “que(e)r_einsteigen” einen Vortrag zum gleichen Thema.

Das Männer-Fußballteam von Amerikanisch-Samoa gewinnt sein erstes offizielles Länderspiel – 2:1 gegen Tonga. Nach dem Sportlichen zur Geschlechterpolitik: Auf dem Platz stand mit Johnny Saelua eine Fa’afafine, die in der Kultur Polynesiens “als Mann geboren … als Frau aufgezogen” werden, wie queer.de berichtet.

Eine aktuelle Kampagne gegen institutionalisierten Rassismus seht ihr hier:

Mann hat nette Ratschläge an Frauen, dieses Mal in der Süddeutschen: Um im Job voranzukommen und sich männlicher Raumnahme zu entziehen, sollen sie einfach die gleichen Verhaltensweisen an den Tag legen. Tipp 1: Nicht mehr lächeln!

Terminhinweise nach dem Klick

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Fanshopkatalog des Grauens

2. September 2011 von Nicole


Als Frau und Fußballfan ist das Leben – unabhängig vom Tabellenstand – nicht immer ganz einfach. Zum Beispiel wenn zu Beginn einer neuen Saison Fanshopkataloge herauskommen. Die sind, ebenso wie die allermeisten dort abgebildeten Fanartikel, in den jeweiligen Vereinsfarben gehalten: knalliges schwarz-gelb, rot-weiß oder zur Not königsblau. Bis auf Fanartikel für weibliche Fans allerdings, bei denen Vereinsfarben auch gerne mal durch „weibliches“ Rosa oder Hellblau ersetzt und mit allerlei Glitter versehen werden.

Einen anderen Weg geht allerdings der österreichische Bundesligist FK Austria Wien in seinem aktuellen Fanshopkatalog (danke für den Hinweis nach Wien!). Auf dem Cover ist neben einem Spieler im Trikot, dessen obere Kopfhälfte nicht zu sehen ist, eine nackte Frau abgebildet. Sie legt ihm eine Hand auf die Brust, ihre Nägel sind violett lackiert – das ist die Farbe der Austria. Mir fällt dazu eigentlich nichts mehr ein. Außer vielleicht: WAS ZUM TEUFEL SOLL DAS? Findet das irgendjemand sexy, erotisch, witzig oder interessant? Öffentlichkeitsarbeit, das ließ sich schon bei anderen Gelegenheiten feststellen, ist offenbar nicht so ganz das Ding der Vereinsverantwortlichen von Austria Wien. Immerhin ein Motiv des letztjährigen Katalogs war diesmal nicht wieder zu sehen: ein kleines Mädchen in einem violetten Jeanskleid mit der Aufschrift „Spielerfrau“.


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Tante Emma-Laden von @patschbella

22. August 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 78 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Patsch/Bella/Blog
(@patschbella)

Wie heißt du?
Weil Namen im Netz gerade so ein heißes Thema sind: Nennt mich Bella, so ist das für alle am Besten. Ich blogge als Netzgemisch Patschbella, habe mir den Zunamen Donnerhall redlich verdient und aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen ruft meine Schwester mich Peeeps.

Seit wann bloggst du?
Ins Internet schreibe ich seit 2001, einen richtigen Blog seit 2005 und den Blog auf Patschpatsch.com gibt es seit September 2007.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Das war ein fließender Übergang von Seiten wo ich traurige Jungmädchenpoesie verwaltet habe, zu einem richtigen Blog. Irgendwann fängt es an Spaß zu machen so ein bisschen aus dem eigenen Leben zu erzählen und alles zu kommentieren, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Ein bisschen ist mein Blog auch ein persönliches Wut-Tagebuch. Je zorniger ich bin, desto eher schreibe ich darüber. Das ist besser als jeder Therapeut.

Worüber schreibst du?
Ich bin das Blogequivalent eines Tante Emma–Ladens. Ein wenig ich, ein wenig um mich herum, ein bisschen Fußball und in letzter Zeit immer öfter Frauen und Feminismus und das Netz, beziehungsweise, warum das manchmal alles sehr schwierig ist. (weiterlesen …)


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Homosexualität im Fußball, TV und Computerspielen – Kurz Notiert

14. Juli 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 112 von 153 der Serie Kurz notiert

Charaktere aus Fernsehserien dienen oft als Identifikationsfiguren für Jugendliche. Auf Serienjunkies gab es bereits im Juni anläßlich des 42. Jubiläums des Stonewall-Aufstands eine Übersicht über junge schwule und lesbische TV-Figuren. Dem Thema homosexuelle Charaktere in Computerspielen hat sich die Zeit gewidmet.

Yeah, feministing hat ein Exklusivinterview mit einem Twitter-Hero: Feminist Hulk@feministhulk.

Auf radio.wissen können alle, die sich für Philosophie interessieren, folgende Beiträge hören: “Große Philosophinnen – Die Weisheit ist weiblich” und “Das Frauenbild der Philosophen – Kleinste Momente großer Denker”.

Feminist Cupcake erklärt Judith Butlers Idee der Performativität und verlinkt auf eine tolle Dokumentation mit ihr.

Undispatch hat eine etwas andere Weltmeisterschaft ausgetragen: Die Gewinnerin des Geschlechtergerechtigkeits-Titels ist Schweden.

Addn.me stellt fest: “Während bundesweit fast jedes Bundesland die Gleichstellung der Ehe mit der eingetragenen Lebensgemeinschaft (ELP) gesetzlich verankert hat, ist Sachsen das einzige Bundesland, welches diese Anpassungen nicht vorgenommen hat.”

DieStandard schreibt über die traurige Tatsache, dass Vergewaltigung in der Ehe in 127 Ländern nicht bestraft wird.

Leck mich, fick Dich“ sind laut dem Sächsischen Landesarbeitsgericht übrigens sexuelle Belästigung, für eine fristlose Kündigung reicht es aber nicht aus, berichtete die Ärztezeitung.

Ein halbes Jahr nach dem tödlichen Unglück auf der Gorch Fock hat Telepolis die daraus enstandenen medialen Debatten untersucht und stellt fest: der Diskurs kommt von rechts außen.

In der taz gibt es einen Artikel zum Umgang der Fussball-Verbände mit Homosexualität im Rahmen der Frauenfußballweltmeisterschaft.

Termine:

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Fußball, Zickenkrieg und Vibratoren: Die Blogschau

25. Juni 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 114 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Das Gendercamp ist inzwischen schon ein bisschen her, die Rückblicke trudeln aber immer noch ein. Diesmal einer von ryuus hort.

Michaela von Erlebnisse und Gedanken hat Farah fotografiert und das Foto der Frauenzeitschift Freundin als Titelbild angeboten. Soweit nichts besonderes? Doch, das ist es, denn: “Sollte Farah ausgewählt werden, wäre sie die erste transidente Frau, die auf einem Cover einer großen deutschen Zeitschrift erscheinen würde.” Kritische wie postive Stimmen finden sich in den Kommentaren, wir sind gespannt, wie die Sache ausgeht.

Schaubild "Streit oder Zickenkrieg"

Der Graphitti-Blog enthüllt exklusiv ein Schaubild, das anscheinend jede_r deutsche Journalist_in über dem Schreibtisch hängen hat.

Für die tägliche Portion theoretisches Hirnfutter empfehlen wir: “Sehnsucht nach dem Grundeinkommen? Kritik an Sozialpolitik aus feministischen Perspektiven” von rechtundgeschlecht.

“Schulterschluss oder Augenwischerei” fragt sich Rheinsalon nach der Lektüre der Emma trifft Missys treffen eine Bloggerin Gesprächsrunde.

Konny schreibt auf ihren Lesbenseiten über ihren persönlichen Eindruck vom Lesbenfrühlingstreffen in Rostock.

Volker Beck von Bündnis 90/Die Grünen hat zusammen mit anderen Abgeordneten im Bundestag eine so genannte kleine Anfrage zum Thema “Weichmachern in Dildos und anderen Sexspielzeugen” gestellt. Wiesoweshalbwarum könnt ihr hier genauer nachlesen.

“Wo sind die Lesben in den Medien?” fragt die Kommunikations­wissenschaftlerin Elke Ammberg und hat mehrere Zeitungsartikel dazu analysiert. watch-salon kündigt uns das Buch zur Studie an.

Mariam Lau hat für Die Zeit einen Artikel darüber geschrieben, warum sie Heidi Klum hasse und ihre Tochter trotzdem Germany’s Next Topmodel sehen dürfe. Die Journalistin Katrin Schuster hat sich über diesen Text sehr geärgert und auch gleich aufgeschrieben, warum.

“Ja, wo laufen sie denn?”: Bärbel Kerber bei Miss Tilly über die Frage, wie “normal” Frauenfußball denn inzwischen wirklich ist und was das mit Emanzipation zu tun hat.

Für alle Berliner_innen oder Berlin Besucher_innen hier noch ein besonderer Termin:
Vom 27.06. bis zum 03.07. findet im Willy Kressmann Stadion im Viktoriapark in Kreuzberg das Internationale FrauenFußballKultur-Festival “Discover Football” statt. Infos und Termine gibt es auf der Webseite discoverfootball.de


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Fußball, Heteronormativität und Maskulismus – Kurz Verlinkt

15. Juni 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 108 von 153 der Serie Kurz notiert

Seit zwei Jahren fungiert der Salon der indonesische Friseurin Mariyani auch einmal wöchentlich als islamische Schule – und bietet so einen sicheren Anlaufpunkt für Transgender und Homosexuelle in Yogyakarta, berichtet die Deutsche Welle.

Liz Seccuro hat für den Guardian ihre Vergewaltigungsgeschichte aufgeschrieben und erzählt, warum sie nach Jahren einen Brief von ihrem Peiniger erhielt. Eine deutsche Übersetzung hat der Freitag.

Ebenfalls im Freitag schreibt Andreas Kemper, “warum der Maskulismus nicht emanzipatorisch ist”.

Im neuen türkischen Parlament werden nun 78 statt zuvor 50 Frauen vertreten sein.

Zum Fall Amina (wir berichteten): The Rumpus hat einen exzellenten Post darüber, warum ein weißer Mann nicht die Identität einer lesbischen Bloggerin vortäuschen sollte.

Für Fußball-Fans: Das Deutschlandradio-Sportgespräch Feature von Ronny Blaschke zu Sexismus und Homophobie im Frauenfußball und ein Interview mit Fanforscher Gunter Pilz zu Gewalt und Fußball: ”Kein männliches Privileg”.

Noch mehr Radio: Das Muschiballett ist heute Abend von 19-19:50 Uhr im Live-Interview in der Sendung “Radia Obskura” des freien Radios Corax (UKW 95,9 Halle).

Am 18. Juni findet in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin eine Podiumsdiskussion zu “Homosexuell = schwul?” statt – “Wie Journalisten über Lesben und Schwule schreiben”. Anmeldung per E-Mail erforderlich.

Außerdem läuft noch bis zum 19. Juni die Befragung des Deutschen Ethikrates, der sich mit der Situation von Menschen mit Intersexualität. Betroffene werden gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen.

Ein kleiner Song zum Mitsummen: “Fuck Heteronormativity!” PS: Für das Recht auf den einen oder anderen schiefen Ton! :)

Songtext nach dem Sprung (weiterlesen …)


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Sexualisierte Gewalt, Männerrechtler und Riot Grrrls

8. Juni 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 107 von 153 der Serie Kurz notiert

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Studie herausgegeben: Unter der Leitung von Soziologin Nina Degele hat ein Forscher_innenteam untersucht, wie offen beziehungsweise ausschließend der Fußballsport in Deutschland ist. Ergebnis: Sexismus, Rassismus und Homophobie sind nach wie vor struktur­gebend und betreffen Geschlechter in ganz unterschiedlicher Weise.

Echo Online hat ein Interview mit Darmstädter Musikerinnen geführt. Die Frauen konstatieren: Um sich durchzusetzen, “muss man ein Macho sein”.

Passend dazu hat die New York Times einen Rückblick auf die Riot Grrrl Bewegung in den USA gewagt und deren internationale Errungenschaften und Einflüsse bis heute nachgezeichnet.

Die Monsters of Göttingen interviewen die Initiator_innen des Antifee Festivals, das dieses Wochenende bereits zum fünften Mal stattfindet. Jedes Jahr trifft hier emanzipatorische Politik auf ein musikalisches Bühnen­programm und theoretische Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in Workshops.

Journalistinnen sind während ihrer Arbeit vermehrt sexualisierter Gewalt ausgesetzt, doch sie schweigen darüber, wie eine Studie herausgefunden hat. Jüngstes Opfer ist CBS-Reporertin Lara Logan, die in einem bewegenden Interview ihr Schweigen gebrochen hat (wir berichteten).

Soziologe Andreas Kemper, Autor des Buches “(r)echte Kerle – Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung”, spricht mit dieStandard.at über seine Einblicke in die deutschsprachige Bewegung. Ähnlich wie Thomas Gesterkamp, der 2010 für die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Expertise zum Thema heraus­ge­geben hatte, kommt er zu dem Ergebnis, dass die antifeministische und frauenfeindliche Männerechtsbewegung offen für Rechtsextremismus ist: “Dazu zähle ich die ideologischen Versatzstücke Nationalismus, Ethno­zentrismus, Rassismus, Sozialdarwinismus, Antisemitismus, Verharmlosung des Nationalsozialismus, Befürwortung einer rechts­autoritären Struktur, Chauvinismus und Sexismus.”

Auf Sociological Images kann nachverfolgt werden, wie das Geschlechter­verhältnis in den akademischen Disziplinen, aufgeschlüsselt nach Dis­ser­tationen, aussieht.

Ende Mai hatte die Beauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in Institutionen und Familien, Christine Bergmann, ihren Bericht abgeliefert. Dieser zeigte auf, dass die Strukturen für Missbrauchsopfer in Deutschland denkbar schlecht sind. Jetzt wurden die Betroffenen an einen runden Tisch geholt, wie die Taz berichtet.

Die Deutsche Welle rezensiert das Buch “Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene“. In der NPD bekleiden immer mehr Frauen Ämter, um der Partei ein geschlechterprogressives, bürgerliches Image zu geben.

Anke Domscheit-Berg, die Unternehmen in Sachen Quote, Aufstiegschancen von Frauen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf berät, wurde vom Fernsehsender MDR zu ihrer Arbeit interviewt.

Die österreichische Gruppe TransX, die sich für die Rechte von Transsexuellen und Transgender einsetzt, macht auf den Fall der türkischen Transsexuellen Yasar aufmerksam, die in ihr Herkunftsland abgeschoben werden soll.

Etwa eine Woche ist es her, dass Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen wurde (wir berichteten). Schon jetzt wird über sein TV-Comeback spekuliert: “vielleicht als Moderator einer Talkshow über persönliche Schicksalsschläge und große Dramen”.

Zum Schluss noch zwei Termine:

Die argentinisch-mexikanische Band Kumbia Queers tritt am 15. Juni im Münchener Kafe Marat auf. Los geht’s ab 20 Uhr, Eintritt sind schlappe vier Euro.

Am morgigen Donnerstag stellt Franziska Rauchhut in Berlin ihr neues Buch zur Geschichte der Lesbenbewegung in Deutschland vor. Beginn: 20 Uhr im Silverfuture.


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Fußballerinnen, Trendfrisuren und das Eva-Prinzip – die Blogschau

4. Juni 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 111 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Im mädchenblog berichtet Leonie vom ”Bund katholischer Ärzte”, die auf ihrer Webseite über “Therapiemöglichkeiten von Homosexualität” informieren. Ekelhaft.

Auf gluecklickscheitern findet ihr eine Rezension von Eva Hermans “Eva Prinzip”.

Einen Veranstaltungstipp hat Philipp Khabo Koepsell von Die Akte James Knopf : “Decolonizing The Social Sciences And The Humanities“ vom 16. bis 18. Juni in Frankfurt, auf der die US-amerikanische Soziologin Patricia Hill Collins, Autorin von ”Black Feminist Thought“, die Keynote halten wird.

Die Aktivistin für Barrierefreiheit Julia Probst von Mein Augen Schmaus reagiert auf die Aussage, dass sie “keifen” würde und “nicht tauglich” sei für die Öffentlichkeitsarbeit.

Für Lothar Matthäus zählt beim Frauenfußball nicht nur Taktik und Spielfähigkeit, sondern wohl auch das Aussehen, stellt Kulturindustrie genervt fest. Passend dazu: Das Symposium “Augen Auf: Frauen im Fußball“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Frauen am Ball?” am 10. Juni 2011 an der Humboldt Universität zu Berlin.

Bubi Zitrone fand ein abscheuliches Zitat, das mal wieder wunderbar zeigt: Vergewaltigung ist nicht gleich Vergewaltigung.

Petra van Cronenburg recherchierte im Internet zu “Kurzhaarschnitte” und “Trendfrisuren” und wurde mit den eigenartigsten Treffern konfrontiert.

Melanie, im Internet auch bekannt als Frl. Pfefferminz von side-glance schreibt über das Wort “Fräulein” und Selbstbezeichnungen.

Auf AG Queer Studies könnt ihr den Vortrag “MonoPoly: Monogamie-Norm und Polyamory auf dem Spielfeld der Besitzansprüche, Treue und des Bekanntgehens” von Gesa Mayer und Robin Bauer anhören.

Seit gestern sind erstmals Panini-Sammelalben zu einer Frauen-WM im Handel, berichtet der Genderblog.

fräuleinzucker hat ein schönes Bild gezeichnet “I’m not a regular Mom. I’m a cool Mom“.

Lori von Geschichten von der honigsüßen Welt bloggt ihre fünfte Zusammenfassung zu ihrem Seminar “Militär und Gender”: “Frauen in Kampftruppen – Ein Beispiel für Tokenisierung“.

Sexy Thoughts under Construction stolperte über eine Seite über schwule Mädchen.


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Irritierende Zweigeschlechtlichkeit, gruselige Post und Roboter – Kurz verlinkt

6. April 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 100 von 153 der Serie Kurz notiert

In der Türkei sollen Musliminnen künftig explizit ermuntert werden, Gottesdienste in den Moscheen zu besuchen. Laut der Süddeutschen sollen diese extra Platz für Besucherinnen einrichten. In den USA gibt es schon seit einiger Zeit Kampagnen für gleichberechtigten Zugang zu Moscheen.

Die Autor_innen von Feministing haben wieder einmal gruselige Post bekommen und nehmen es mit Humor.

Als erstes Mädchenteam haben fünf Schülerinnen aus Bonn den deutschen Meistertitel beim Roboterwettbewerb “Robocup German Open 2011″ geholt. Das Gewinnerinnenteam darf jetzt nach Istanbul zur Robocup Weltmeisterschaft (via Twitter).

Ist zwar schon älter, aber immer noch sehenswert: “meiblich, wännlich, other! Zweigeschlechtlichkeit als Irritation“.

Ein Workshop-Tipp für alle Fußball-Liebhaberinnen: ein Radioworkshop vom 15. Juli bis 17. Juli 2011 in Bad Urach (Baden-Württemberg) für junge Frauen ab 16 zum Thema “Frauen am Ball”.

In den USA geht es vielleicht bald Wal Mart an den Kragen: Weibliche Angestellte verklagen die Supermarktkette wegen Diskriminierung bei Bezahlung und Beförderung. Schon 2001 hatte eine Wal Mart-Mitarbeiterin stellvertretend für mehrere Hundertausend weibliche Angestellte geklagt. Zurzeit prüft der Supreme Court, ob die Sammelklage rechtmäßig ist.

Homoground ist ein Podcast, der ausschließlich queere und queerfreundliche Künstler_innen oder Musik spielt. (Danke an Annina von Girls Can Blog für den Tipp).

In Toronta hat am 3. April der Slut Walk stattgefunden (Fotostrecke), der sich formierte, nachdem ein Polizist Frauen den saudummen Tipp gab, sich nicht “nuttig zu kleiden”, um nicht vergewaltigt zu werden.

Die Campuszeitung Excalibur der York-Universität sprach mit Alumna Nina Arsenault über Transphobie und ihr Theaterstück „The Silicone Diaries“.

Das folgende Video ist Teil der irischen Kampagne BeLonG mit dem Motto: “Stand Up! – Don’t Stand for Homophobic Bullying” (zu deutsch: Steh’ auf! Und stehe nicht für homophobes Mobbing!).


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