Einträge mit dem Tag ‘Frauen’


Küchengespräche und Soccer Queens

23. Februar 2010 von Helga

Am Donnerstag beginnen in Wien die FrauenFilmTage. Bis zum 4. März werden unter dem Motto „unsichtbare Rebellinnen” Dokumentar- und Spielfilme aus aller Welt gezeigt. In der Rubrik „Personale” wird die österreichische Regisseurin Karin Berger vorgestellt und verschiedene ihrer Filme vorgeführt. Der Eröffnungsfilm läuft im Filmcasino, die weiteren Filme werden im Filmhaus Kino am Spittelberg gezeigt, der Eintritt beträgt jeweils 7,50 Euro (Ermäßigungen für SchülerInnen und StudentInnen). Aktuelle Informationen gibt es auch über Facebook und Twitter.


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Mama, zwei Kinder, kein Geld

28. Dezember 2009 von Barbara

“Was läuft eigentlich schief in einem Land, in dem eine alleinerziehende Mutter (gebildet, nicht arm, früher erfolgreich im Beruf, nette Verwandte) kaum über die Runden kommt? Ein ganz normaler Fall aus München” – so beginnt die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern, kürzlich im SZ-Magazin (der Text ist leider online nicht mehr verfügbar) abgedruckt.

Nun ist die Vorweihnachtszeit ja nicht nur für Plätzchen, Glühwein und Mistelzweig-Küsse wie gemacht. Sondern auch, um das Gewissen all derjenigen zu belasten, denen es eher gut geht als schlecht, indem viel über diejenigen berichtet wird, denen es eher schlecht geht als gut. Unabhängig von diesem Mechanismus lohnt sich die Lektüre dieses Artikels – außerdem ist die Vorweihnachtszeit ja nun beendet:

Vielleicht ist die Geschichte meiner Nachbarin gar nicht besonders tragisch. Und vielleicht ist das das Schlimme daran. Auf dem Papier ist sie nicht arm, sie bezieht kein Hartz IV, und damit geht es ihr offiziell nicht so schlecht wie anderen alleinerziehenden Müttern am Ende des Jahres 2009: Denn Armut in Deutschland ist vor allem ein Problem von Alleinerziehenden und Migranten, bestätigt wieder und immer noch eine Studie, in diesem Jahr veröffentlicht vom Institut für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn.

Demnach leben vierzig Prozent aller alleinerziehenden Mütter von Hartz IV; und dies sei, sagt die Studie, »maßgeblich auf die überdurchschnittliche Zunahme einkommensschwacher Alleinerziehender zurückzuführen, deren Zahl von 1996 bis 2006 um 925 000« anstieg. Nur fünf Prozent der 2,2 Millionen Alleinerziehenden sind Väter, fast allen geht es finanziell besser. Wenn nun meine Nachbarin nicht zum großen Heer der Armen gehört, wie viel kann ich von ihrem Schicksal erzählen, bis sich der Erste denkt: Also bitte, da ist sie schließlich selbst dran schuld?

(…)

Noch nie, das sollte man festhalten an dieser Stelle, ist sie auch nur eine Minute in einer Talkshow gesessen und hat ihr Leid geklagt, auch wenn der Autor Henryk M. Broder das pauschal Alleinerziehenden vorwirft wie vor Kurzem in seiner Kolumne in der Schweizer Weltwoche; aber die Inderinnen lobt er in den Himmel, denen es viel schlechter gehe – die aber schwiegen und schufteten stumm. Nein, Alleinerziehende sind heute nicht mehr gesellschaftlich geächtet, die Gesetze, die sie und die Kinder schützen, werden besser. Und doch kann kaum einer sich tragen lassen von der Gewissheit, das Menschenmögliche ausgeschöpft zu haben, sie zu unterstützen.


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Vom Unglück der Frauen

30. Mai 2009 von Barbara

Das Ergebnis einer Studie über Glück und Unglück von Frauen wurde kürzlich verkündet: Frauen sind “erfolgreich aber unglücklich”. Zu diesem Ergebnis kamen Betsey Stevenson und Justin Wolvers von der Universität von Pennsylvania mit ihrer Studie “The Paradox of Declining Female Happiness”. In der Süddeutschen Zeitung heißt es dazu, dass

“Frauen zunehmend unglücklicher geworden sind, sowohl absolut als auch im Verhältnis zu Männern. Frauen haben traditionell stets einen höheren Grad an Zufriedenheit angegeben als Männer, jetzt jedoch geben sie Werte an, die ähnlich oder gar niedriger sind als die der Männer”

Die Gründe für das Unglück lägen wahrscheinlich in zwei Bereichen, so könnte man die Ergebnisse der Studie lesen, schreibt die SZ. Einerseits im Problemkomplex “Glasdecke”; andererseits im Problemkomplex “Eva Herman”, denn “die feministische Revolution habe zu einer Vermessenheit weiblichen Begehrens nach Anerkennung und Selbstbestimmtheit geführt; habe die Frauen in eine Rolle gedrängt, die wider ihr natürliches Empfinden stünde, ihre Sorge um den Nachwuchs, ums Wohl der Familie”.

Die Studie von der Uni Pennsylvania gibt auf die Frage nach den Ursachen übrigens keine Antwort, so bleibt also viel Platz für Spekulationen.Das macht auch dieser Artikel zum selben Thema im Guardian:

… as women and men have become more equal, their subjective experiences of life have become … more equal. Shocking! Well, not if you’re a feminist. The point of the movement has always been that women and men are more alike than they are different, and that it doesn’t make sense to assign limited roles or grant access to social power and status based on something as arbitrary as gender, rather than talent or intelligence or work ethic.

Aha. Auch Glück und Unglück sind strukturellen Gesetzen unterworfen. Deshalb:

“If women are less happy than men, maybe it’s just because they have more to work at than men, and therefore more chances to screw up. Which brings me to the main thing I learned from this study: we’re not done yet.”

Ja. We’re not done yet.


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Kurz zitiert

11. April 2009 von Barbara

Aus einem älteren Interview mit Albert Hammond Jr. (aus dem MusikExpress):

Warum spielen in Bands so wenige Frauen?

Ich habe meine Freundin gefragt, die in einer großartigen Band namens The Pierces ist, und sie sagte, dass Jungs Musik machen, um flachgelegt zu werden, und dass Mädels dieses Problem nicht haben.


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