Einträge mit dem Tag ‘Frauen und Technik’


“Für mehr Frauen in IT und Technik” – die Blogschau

12. Mai 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 157 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Eine werdende Mutter schreibt auf fuckermothers einen offenen Brief an “die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung”: “Deutschland und meine Brüste.”

Anlässlich des Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung schrieb Jule über die Begegnung mit einer jungen Frau, die auf Grund einer Hirnschädigung im elektrischen Rollstuhl sitzt.

„Ich bin die Böse“ stellt Anne Schüssler anläßlich der Urheberrechtsdebatte fest und fordert, endlich einen Dialog über Vorschläge zur Reform zu beginnen. Autorin Petra van Cronenburg schämt sich angesichts von „Wir sind die Urheber“ und fordert ebenfalls andere Ansätze.

Antje Schrupp hat diese Woche über Reichweite und Relevanz gebloggt. Außerdem kommentiert sie Udo Vetters abstruse Analyse des Ariana Friedrich-Falls.

Katrin bloggt auf Reizende Rundungen und ärgert sich über die “Über”größen-Kollektion von Tchibo.

Seit den letzten Monaten sind die Medien voll von Berichten über sexueller Missbrauch und Vergewaltigung – Angry Young Woman fasst zusammen.

Frau mit Bart schreibt über das Buch: “Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“.

Geschlecht und Sexualität in Schulbüchern werden weiterhin heteronormativ dargestellt, so DasEndeDesSex.

Der Lesben- und Schwulenverband Niedersachen und Bremen informiert: “Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Niedersächsische Landtag heute die Ergänzung von Art.3 Abs. 3 der Landesverfassung um das Merkmal der sexuellen Identität abgelehnt. Die Regierungsparteien sprechen damit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender den Schutz vor Diskriminierung ab.”

Anders Deutsch kommentiert es kritisch, wenn marginalisierte Gruppen ihre Unterdrückung als “besonders ausgeblendet darstellen und behaupten, dass bei anderen Machtverhältnissen viel mehr getan wird”: “Wozu immer wieder Opferhierarchien?

Auf Wir lieben Konsens wurde eine schöne Unterhaltung von Kindern mitgehört.

Naekubi von Danger! Bananas ist für mehr Frauen in IT und Technik und weniger plumpen Sexismus.

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Frauen und Schuhe, äh, Technik

13. September 2011 von Anna-Sarah

In unserem Postfach fand sich kürzlich der Hinweis auf das österreichische Blog des Elektronikhandels Conrad. Unter der verheißungsvollen Überschrift “10 gute Gründe, warum Frauen bei Conrad einkaufen sollen” finden sich dort super Tipps für “alle Frauen dieser Welt” – die anscheinend vordringlich daran interessiert sind, mittels eigenartiger Techniken (“Einfach den hilflosen Blick aufsetzen, ihn um seine Meinung fragen”) Männer kennen zu lernen, wo sie gehen und stehen. Das “riesige Conrad Sortiment” wird deshalb auch erst an dritter Stelle angepriesen: nach dem “Flirtfaktor männliche Conrad Kunden” und dem “Flirtfaktor männliche Conrad Verkaufsberater”. Auch sonst wimmelt es in dem sicherlich mal wieder total witzig-augenzwinkernd gemeinten Artikel von Klischees, wie z.B. der Rat, im Zweifelsfall doch einfach Schuhe kaufen zu gehen… Besonders Spaß macht deshalb auch Grund Nr. 8:

Auch im 21. Jahrhundert ist es noch immer so, dass Frauen nicht ernst genommen werden – insbesondere auch im technischen Bereich. Anders bei Conrad: Hier sind technikaffine Kundinnen stets willkommen!

Kleiner Tipp: Wenn “weibliche Technik-Freaks bei Conrad erwünscht” sind, wäre es vielleicht ganz clever, ein bisschen sparsamer mit solchem Klischeequatsch zu hantieren und sich tatsächlich lieber auf “den technischen Bereich” zu konzentrieren… Im allerbesten Fall muss ich über diese Art der Werbung jedenfalls nicht schmunzeln, sondern einfach nur herzhaft gähnen. Ernst genommen werden fühlt sich irgendwie anders an.


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Es geht nicht ohne pink

17. Juni 2011 von Helga

Aus der Reihe „Pinkifizierung“ heute ein weiteres Schmuckstück. Leser_in Christian wies uns auf die neuesten Audiointerfaces der Firma RME hin. Die Geräte der Reihe „Babyface“ sind besonders klein und neben silber und blau nun auch in pink erhältlich.

Schwarzer Hintergrund mit rosa Audiointerface mit angeschlossenen Kopfhörern

Symbolbild ohne Beauty Bag (Kopfhörer sind nämlich nicht inklusive)

Um es ganz deutlich zu sagen: Ich habe nichts gegen pink oder pinke Produkte. Ich kenne Frauen, die gerne pinke Sachen kaufen. Aber: Ich kenne auch Männer, die pinke Dinge mögen. Daher muss es wirklich nicht sein, dass das neue pinke Audiointerface auch einen neuen Namen bekommen hat: Ladyface. Denn es ist „auf die Kundenbedürfnisse von Künstlerinnen“ zugeschnitten. Die Ausstattung ist übrigens die gleiche wie vorher, man kriegt aber statt der normalen Tragetasche eine Beauty Bag(?) und ein weißes(!) Kabel.

Wir lernen mal wieder: Pink ist nur für Frauen und Schönheit ist für Frauen alles. Ne danke!


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‘Frauen’ oder Themen sichtbar machen im Netz?

11. März 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 32 von 48 der Serie Meine Meinung

Liebe Leser_innen,

wahrscheinlich langweile ich Sie, wenn ich dieses leidige Thema wieder aufgreife, zu dem es sogar schon Studien und Diplomarbeiten gibt. Warum ‘Frauen’ so wenig wahrgenommen werden in der deutschsprachigen Blogosphäre. Vielleicht, weil sie einfach über andere Sachen schreiben, diese ‘Frauen’. Vielleicht, weil sie neben Erwerbsarbeit auch noch Reproduktionsarbeit leisten und einfach nicht so häufig im Netz unterwegs sind wie die ‘Männer’. Vielleicht, weil ‘Männer’ zu lautstark sind. Der männliche Habitus, hegemoniale Männlichkeit, Sexismus im Netz, Troll-Gedöns, Morddrohungen, blablabla. Sie kennen das schon. Wenn nicht, googlen Sie es.

Dass sich Herrschaftsverhältnisse der “Offline-Welt” im Netz reproduzieren und genau dieser Fakt nicht mit “Ist doch nur das Internet, alles halb so wild” wegzuschieben ist, sollte für uns alle keine Neuigkeit sein. Wenn doch, dann empfehle ich, mit offenen Augen und einer Portion (Selbst)Kritik mal durch die Blogs zu surfen (und überhaupt: Welche Blogs lesen Sie und warum keine anderen?), gern auch ein paar Kommentare unter Postings zu lesen. Vieles wird Ihnen bekannt vorkommen. Bekannt aus diesem Reallife.

Auch Sascha Lobo weiß das alles und dachte sich zum 100. Jubiläum des Frauenkampf- und Feminist_innentages, dass er dieser Ungerechtigkeit Abhilfe verschaffen will. Indem er in seiner Blogroll eine Frauenquote einführt. Vorschläge dafür sollten von den Leser_innen selbst kommen. Frauen sichtbar machen. Eine feine Sache. Fanden auch viele Leser_innen, verlinkten eifrig und freuten sich riesig.

Nun ja. Ich redete dagegen, gewohnt nicht immer sehr freundlich. Sascha kommentierte seinerseits etwas fragwürdig (für meine Begriffe). Dennoch macht es Sinn, sich mal mit dem Sichtbarkeitsargument auseinander zu setzen.

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Burka- und Sexverbote: Die Woche im Rückblick

9. Februar 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 93 von 153 der Serie Kurz notiert

Laut jetzt.de plant Hessen, die Vollverschleierung im öffentlichen Dienst zu untersagen. Auslöser dafür ist eine Angestellte der Stadt Frankfurt, die mit Vollverschleierung im Bürgeramt arbeiten wollte, mittlerweile aufgrund der Restriktionen das Arbeitsverhältnis beendet hat.

Die pakistanische Schauspielerin Veena Malik kämpft unterdessen für das Recht muslimischer Frauen, die Kleidung zu tragen, die sie tragen wollen – ob Burka oder Jeans. Sie selbst wurde schon beschimpft, nachdem sie sich in Shorts öffentlich zeigte, so die Daily Mail.

Jessica Valenti, eine der Gründerinnen von feministing.com, verabschiedet sich von Feministing und wird sich in Zukunft um andere Projekte kümmern.

Auf ichschwoersdir findet ihr ein interessantes Video zum ökonomischen Ist-Zustand von Frauen weltweit.

Queer.de berichtet von einem menschenverachtenden Gerichtsurteil in Großbritannien, welches einem 41-Jährigen aufgrund eines “zu niedrigen” Intelligenzquotienten Sex verbietet. Daraufhin musste er eine Beziehung zu einem anderen Mann beenden. Das Gericht erlaubte dem Verurteilten in zwei Zimmern seiner Sozialwohnung zu onanieren.

Das Bitch Magazine ließ uns in der vergangenen Woche unsere Vorstellungen über Porno und Körper überdenken und ermutigt, sich einen sogenannten Fat Porn anzusehen. Warum? Weil dicke Menschen selten mit den Attributen erotisch und sexy assoziiert werden.

Amira El Ahl beleuchtet für die Welt die Arbeit der ägyptischen Frauen während der Proteste gegen das Mubarak-Regime: “An den Zugängen zum Tahrir-Platz lässt sich die resolute Art der ägyptischen Frau wunderbar beobachten. Angst scheinen die Frauen hier nicht zu kennen. Hausfrauen, Studentinnen und Intellektuelle, Verschleierte und Unverschleierte stehen Wache und schrecken vor keiner Handgreiflichkeit und lautstarken Auseinandersetzung zurück, um für Ordnung und Sicherheit auf dem Platz zu sorgen.”

Auf prospect.org wird eine neue Initiative vorgestellt, die erstmalig Zahlen zusammenträgt, in welchem Umfang sich Transgender Diskriminierung ausgesetzt sehen.

Ebenfalls auf prospect.org stellt Autorin Ann Friedmann die Frage, warum wir rechtliche Abstufungen im Hinblick auf Vergewaltigungen nicht akzeptieren, die im Bereich von Abtreibungen hingegen schon.

Sonia Sotomayor, die erste Latina im US-amerikanischen Supreme Court (wir berichteten), sprach auf einer Veranstaltung in der University of Chicago über ihre Arbeit gegen Diskriminierung und ihre Rolle als Repräsentantin der sogenannten Triple Oppression von Race, Class und Gender.

News.at berichtet vom Fall einer 27-Jährigen aus Nigeria, die nach jahrelanger Zwangsprostitution in Österreich in ihr Heimatland abgeschoben wurde. Die Täter sind weiterhin auf freiem Fuß.

Geschlechtersegregation im Internet: “Der digitale Graben verläuft auch zwischen Männern und Frauen, viele Kommentarbereiche im Netz sind in Männerhand. Für Projekte zur Mitbestimmung ist das ein Problem”, konstatiert die ZEIT.

Das Satire-Magazin Extra 3 hat sich in die Niederungen des Frankfurter Bankenviertels begeben und Banker zur Frauenquote befragt.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für Februar, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.


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“Mit Feminismus erwachsen werden” – die Blogschau

20. November 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 68 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Kathrin Ganz hat auf ihrem Blog I Heart Digital Life eine Liste von Podcasts von/mit Frauen* zusammengestellt. Davon inspiriert veröffentlichte auch Antje Schrupp einen Podcast zum Thema “Feminismus vs. Islam?”.

Die Informatikstudentin Melanie von Sideglance macht sich Gedanken darüber, ob sie überhaupt verallgemeinernd von Frauen in der Informatik sprechen sollte.

Schätzungsweise 90% der Fabrikarbeiter_innen in der chinesischen Elektronikindustrie, wo ein Viertel der heute weltweit verkauften Computer hergestellt werden, sind Frauen. Diese Industrie sorgt dafür, dass wir mit einer Vielzahl technischer Möglichkeiten ausgestattet und so feministische Debatten im Netz möglich werden. Angesichts dieser Realitäten wünscht sich das Missy Magazin feministische Debatten und Kampagnen zu den Arbeitsbedingungen in der Elektroindustrie. Denn: “Wir hängen alle mit drin – wir IT- und Kulturarbeiterinnen an diesem, die Fließbandarbeiterinnen am anderen Ende.”

Auf Sina’s Blog findet ihr einen Link zu einer “ehrlichen und realistischen Doku über drei Sexarbeiterinnen im mittleren Alter“.

Annina von Girls Can Blog stellt diese Woche Cathrin vor, eine Geschichtsstudentin, die von ihren Erlebnissen in Hanoi schreibt. Außerdem berichtet Annina über die Bloggerin und Journalistin Asmaa Alghoul aus Gaza, die eine Morddrohung erhalten halt – weil sie sich für die Rechte palästinensischer Frauen einsetzt (eine deutsche Version gibt es auf Ruhrbarone).

Marianna erinnert auf ihrem Blog Frau mit Bart an den heutigen Gedenktag für Transgender, die im letzten Jahr aus dem Leben gerissen wurden.

Leoni vom Mädchenblog hat ein gruseliges Stück Publikation ausgegraben: “How to cure a feminist”. Bäh!

Unsere Nadine schreibt auf ihrem Blog Medienelite vom “schönen Gefühl mit Feminismus erwachsen zu werden“.

Die Opalkatze verweist auf eine Rede der gerade frisch ernannten Verfassungsrichterin Susanne Baer auf dem Netzpolitischen Kongress der Grünen zum Thema: “Braucht das Grundgesetz ein Update? – Bürgerrechte im Internetzeitalter”.

Silke Meyer von 404 – Not Found macht auf ein Interview über Geschlechterverhältnisse im Internet und feministisches Bloggen aufmerksam, das Analyse und Kritik mit ihr durchführte.

Svenja von Svenja and the City ärgert sich über einen Arbeitskollegen, der sie noch immer mit “er” anspricht – obwohl sie seit fünf Jahren als Frau lebt.

Nele Tabler fragt auf ihrem Blog Karnele: “Frauen in Männerberufen und ganz besonders Lesben in Männerberufen – habt Ihr Erfahrung mit Mobbing? Wenn ja, welche? Und wie habt Ihr darauf reagiert?”


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Do it yourself: Feminist_innen teilen ihr Wissen

4. November 2010 von Magda

Annina von Girls Can Blog hat sich eine neue Serie ausgedacht, “OH, REALLY?”, in der sie Grundbegriffe des Bloggens erläutern möchte (und zwar auf Englisch und Deutsch). Wie sie auf die Idee gekommen ist, erklärt sie selbst:

“Oh, wirklich, das geht?” ist die Standardantwort, die ich erhalte, wenn ich befreundeten Bloggerinnen von meinem Lieblings-RSS-Reader, Twitterfeed oder geplanten Blogposts erzähle. Viel lieber würde ich “Na klar, ich weiß, und noch viel besser ist…” hören. Daher habe ich mir eine neue Serie ausgedacht, in deren Rahmen ich einige Grundbegriffe des Bloggens erläutern möchte: OH, REALLY?

Mal davon abgesehen, dass ich erstauntes Nachfragen zu Web 2.0-Grundbegriffen geschlechtsübergreifend erlebe, finde ich es toll, das Annina ihr Wissen weitergeben möchte und so Licht in den Web 2.0 Dschungel bringt. Vorschläge könnt ihr im Kommentarfeld des Blogposts oder auch per E-Mail einreichen.

Ich bin gespannt!


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Von reichen Chinesinnen und Alltagsbelästigungen

15. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 50 von 153 der Serie Kurz notiert

Keine Lust auf Informatik? Einer Umfrage zufolge sind das Elternhaus und fehlende Rollenbilder verantwortlich am Frauenmangel in den IT-Fächern.

Meldung aus der Sprachwissenschaft: Magnus Pettersson analysiert in seiner Dissertation die Verwendung geschlechtsspezifischer Personenbezeichnungen (englischsprachiges Abstract).

Chloe von Feministing ärgert sich darüber, dass sie ungefragt von fremden Männern auf der Straße in New York betatscht wird.

Eine Studie im Auftrag von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin kommt zu dem Schluss, dass die Workplace Policy ein wirksames Instrument gegen häusliche Gewalt ist: Wissenschaftliche Studie zur Evaluation der Implementierung des Workplace Policy Konzeptes in Berlin (PDF).

Elf der zwanzig reichsten Frauen der Welt sind Chinesinnen. Ein Erklärungsansatz könnte die traditionelle Akzeptanz arbeitender Frauen sein, wie dieStandard.at berichtet.

Queernews.at berichtet, dass die amerikanische Bundesrichterin, die im September Don’t Ask, Don’t Tell (DADT) – jene Bestimmung, nach der Schwule und Lesben aus dem Militärdienst entlassen werden können, wenn ihre sexuelle Orientierung bekannt wird, für verfassungswidrig erkannte, erließ gestern eine Verfügung zur sofortigen Aussetzung der Durchführung von DADT.


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Programmieren ist Frauensache

9. März 2010 von Helga

Welche Hürden genau die neue Frauenministerin Kristina Köhler den Studentinnen technischer Fächer aus dem Weg räumen will, hat sie nicht gesagt. Dass die 50%-Frauenanteil immer so utopisch klingen hängt sicher noch am alten Vorurteil „Frauen und Technik”. Dass es sich dabei um ein Vorurteil handelt, beweist ein ums andere Mal der Blick in andere Länder.

In Malaysia etwa hält man Programmieren für Frauensache – „ richtige Männer” dort arbeiten im Freien und nicht vor einem Bildschirm. Frauen dagegen sollten möglichst in Gebäuden arbeiten. Bereits der Umgang mit Elektronik war in Frauenhänden, so dass die heutigen Informatik-Studentinnen weibliche Vorbilder haben. Inzwischen stellen sie über die Hälfte der Beschäftigten und auch in den höheren Managementstufen sind sie immer häufiger zu finden. Mehr dazu in den Gender News der Standford University.

Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten sieht man die Möglichkeit „in sauberen Bürogebäuden als Frau zu arbeiten” als einen Grund, warum Informatik besonders für Frauen geeignet sei. Besonders in der Verwaltung und in Banken sind IT-Projektleiterinnen auf dem Vormarsch und bereits an den Universitäten schreiben sich mehr Frauen für entsprechende Studiengänge ein, so ITP.net.


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The Bobs, not the Boobs

5. Juni 2009 von Barbara

Alle haben einen BOB Award 2008 gewonnen! Foto: Deutsche Welle

Diese Woche fand in Bonn das Global Media Forum der Deutschen Welle statt. Im Rahmen dieser Konferenz nahm ich gestern den BOB Award für die Mädchenmannschaft entgegen – diesen Preis haben wir 2008 in der Kategorie „Best Weblog German“ gewonnen. Die Preisverleihung war sehr beeindruckend, besonders deswegen, weil da wirklich großartige internationale Blogs und die Leute, die sie machen, ausgezeichnet wurden.

Da war etwa die Iranerin Naazli Farokhi, die mit ihrem persischsprachigen Blog über die Frauenrechtsprobleme (die Probleme haben wir auch hier und hier geschildert) im Iran berichtet. Und dabei natürlich Gefahr läuft, verhaftet zu werden. Bei der Verleihung sprach sie von vier ihrer Mitbloggerinnen, die bereits eingesperrt wurden. Auf ihrem Blog findet sich auch eine Petition unter www.we-change.org, über die Stimmen gesammelt werden, um die schwierige Situation für Frauen im Iran zu verbessern.

Aufgrund der politischen Situation in China konnten Liu Xiaoyuan, Anwalt, und Zeng Jinyan, deren Mann aufgrund seines Kampfes für die Menschenrechte im Gefängnis sitzt, nicht kommen. Trotz der internationalen Auszeichnung ihrer Blogs bekamen beide keine Ausreiseerlaubnis und schickten deshalb Videobotschaften. Ebenso Yoani Sanchez aus Kuba. Ihr Weblog ist das „Best Weblog 2008“. Ein einzigartiger Bericht über das Leben ihrer Generation auf Kuba. In ihrer Preisrede wurde übrigens erwähnt, dass online sein auf Kuba gar nicht leicht ist. Es gibt kaum Verbindungen, und eine Stunde im Internetcafé zu surfen kostet etwa ein Drittel eines Monatseinkommens. Yoani Sanchez selbst ist also eine Blogqueen ohne eigenen Internetzugang. Informationen über alle Gewinnerblogs und die Leute dahinter plus ausführliche Informationen finden sich auf der Website der Deutschen Welle.

Ein BOB Award für die Mädchenmannschaft. Foto: Deutsche Welle

Toll sind aber auch alle anderen Blogs, der brasilianische “Dear Reader” von Rosana Herman (von ihr kommt der Schwank, dass sie stolz über die Auszeichnung der Bobs voller Unglauben gefragt wurde, “wieso, deine Brüste – Boobs – sind doch gar nicht so groß”), der US-amerikanische “Party Time” von Nancy Watzman, der spanische, der ägyptische, der indonesische, der russische Podcast, und und und. Ich bin sehr stolz darauf, dass unser Blog einen BOB Award gewonnen hat!


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