Einträge mit dem Tag ‘Frankreich’


600. Geburtstag von Jeanne d’Arc

6. Januar 2012 von Nadia
Dieser Text ist Teil 27 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

Ein bis heute ungebrochener Mythos, allerdings auch angereichert mit ordentlich Pathos: Die “Retterin Frankreichs”, die auf dem Scheiterhaufen landete und 450 Jahre später vom Vatikan heilig gesprochen wurde, feiert heute ihren 600. Geburtstag – auf die Rezeption ihres Lebens blickend findet man auch ein Allerlei aus Jungfrauenwahn, Nationalmythos und der Faszination für Frömmigkeit. In vielen Texten zum Phänomen wird latent verklärt der Rückblick auf ein sagenumwobenes Leben gewagt:

“Auf Befehl unseres Herrn” trägt sie bereits Männerkleidung und Waffen und zieht schließlich mit zehntausend Mann gen Orléans, das sie am 7. Mai, im weißen Harnisch, mit einer kleinen Streitaxt bewaffnet und auf einem schwarzen Kampfross sitzend, von den Engländern befreit. Am 17. Juli wird Karl VII. in Reims in der Kathedrale von Notre Dame gekrönt. Die wundersame, unwahrscheinliche und steile Karriere der Jeanne d’Arc hat ihren Höhepunkt erreicht. (Quelle: fembio)

Mit ordentlich Schmalz zwischen den Buchstaben verfasste auch der Historiker Jules Michelet in seiner “Großen Geschichte Frankreichs” seinen Johanna-Lobgesang: “Der Retter Frankreichs konnte nur eine Frau sein. Frankreich selbst war Frau, es hatte die Wendigkeit und auch die liebenswerte Zartheit, das anrührende Mitgefühl einer Frau ( … ) Jene, die widerständig sind und so bis zum Ende ihr Ziel verfolgen, sie sind die wahrhaft Auserwählten.”

Zwischenzeitlich vergessen, wurde die Erinnerung an Jeanne d’Arc vor allem literarisch unter anderem durch Voltaire und Schiller wieder ins öffentliche Bewusstsein gerufen – im 19. Jahrhundert schließlich wurde Johanna zum französischen Nationalmythos erklärt. Bis heute reißen sich verschiedene Strömungen und Institutionen um erfolgreiche Instrumentalisierungen: Die Kirche schätzte  ihre Frömmigkeit, die liberalen Republikaner strichen ihren Mut gegenüber dem Herschaftssystem vor, im Zweiten Weltkrieg war sie die Symbolfigur für den Widerstand gegen die deutsche Besatzung und für die extreme Rechte in Frankreich ist Jeanne d’Arc heute eine Ikone. Interessant bleibt also nicht nur ihr Leben und Wirken, sondern auch die Art und Entfaltung der öffentlichen Bewunderung für Jeanne d’Arc.


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Weg mit der “Mademoiselle”

6. Oktober 2011 von Magda

Wer in Frankreich auf eine Behörde geht oder eine Be­werbungs ausfüllt, muss als Frau zwischen “Madame” und “Mademoiselle” wählen. “Mademoiselle” entspricht dem deutschen “Fräulein” (das bereits vor Jahrzehnten von den Behörden ab­ge­schafft wurde) oder dem spanischen “Señorita” (welches auf offiziellen Formularen auch nicht mehr auftaucht) und be­schreibt den Status einer unver­heirateten Frau. Wenn ich also ein Bank­konto in Frankreich eröffne, muss ich die oder den Sachbe­arbeiter_in erst einmal davon in Kenntnis setzen, ob ich nun in einer (Hetero-)Ehe lebe oder nicht.

Julie Muret von der Organisation Osez le féminisme (“Wagt den Feminismus”) ruft Frauen laut taz nun dazu auf,

die Anrede “Mademoiselle” zu boykottieren – sie beispielsweise im Internet oder auf Formularen einfach durch­zu­streichen oder nicht mehr an­zu­kreuzen. Die Anrede zwinge Frauen dazu, Aus­kunft über ihre persönliche und familiäre Situation zu geben.

Gewiss gäbe es in Frankreich “wichtigere Probleme zu bewältigen wie Lohn­unter­schiede und Gewalt”, sagt die Schriftstellerin Brigitte Grésy. Aber: “Die Sprache gibt die Realität wieder”.

Im Kontext der Proteste um Dominique Strauss-Kahn hatte die feministische Bewegung in Frankreich massen­mediale Präsenz bekommen. Doch obwohl einige Soziolog_innen, Schrift­steller_innen und Philosoph_innen die Initiative unter­stützen, scheint das Thema laut NPR kaum gesamt­gesell­schaftliche Be­achtung zu finden.


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Burkaverbote verhindern Emanzipation

13. September 2011 von Magda

Im Zuge der so genannten “Burka-Verbote” in Frankreich, Belgien und in Teilen Spaniens im letzten Jahr führten wir auf der Mädchenmannschaft heiße Diskussionen über den Sinn und Unsinn solcher gesetzlichen Vorstöße. In der Diskussion um das Ver­mummungs­verbot in Belgien fragte ich mich, wer eigent­lich von diesen Gesetzen profitiert: Sind es die Niqab- und Burkaträgerinnen, die sich nach dem Ab­legen der angeblich so unliebsamen Ganz­körper­verhüllung plötzlich in einer ach-so-emanzipierten Gesell­schaft befinden oder ist es nicht viel mehr die Mehr­heits­ge­sell­schaft, die sich eines un­liebsamen Kleidungs­stückes entledigt, das ihrer Meinung nach für den “gefährlichen” Islam und Frauenverachtung steht – ohne, dass die Trägerinnen selbst dazu befragt werden.

Kriker_innen der Verbote waren und sind sich einig: Gesetz­liche Maß­nahmen in Form von Verboten führen nicht zu Emanzipation, sondern zu erhöhter Stigmatisierung der Burka- und Niqabträgerinnen und nähren die bereits existierenden gesamt­gesell­schaft­lichen anti-islamischen Ressentiments. Nicht nur die Verbote, sondern bereits die Debatten um “den Islam”, “die verschleierten Frauen” oder “die unter­drückten Muslima” führen zu einer Verschärfung der klischee­beladenen und ein­dimensionalen Zu­schreibungen an Muslima und/oder Frauen mit (Voll-)Verschleierung, die teils zu skurrilen Koalitionen von zum Beispiel Rechts­populist_innen und diversen Frauen­rechtler_innen führt.

Eine vor einigen Monaten veröffentlichte Studie mit 32 Burka- und Niqab­trägerinnen in Frankreich be­stätigt die An­nahmen der Kritiker_innen: Die unter der Lei­tung von Naima Bouteldja und von der Open Society Foundation durch­ge­führte Studie beschreibt die zum Teil entwürdigenden Erlebnisse der Teil­nehmerinnen nach dem In­kraft­treten des Ver­bots in Frankreich. Fast alle Studien­teil­nehmerinnen berichten von sexistischen und rassistischen Be­leidi­gungen, wenn sie in der Öffent­lich­keit unterwegs sind – teils auch von anderen Muslim_innen. Einige erlebten gar körperliche Angriffe, z.B. das Herunter­reißen der Schleier. Durch die medial an­ge­heizte Diskussion und das Verbot werden Mitmenschen auf der Straße also plötzlich zu Hüter_innen von Recht und Ordnung. Die mögliche Konsequenz: Jene Frauen, die vom Gesetz betroffen sind, meiden öffentliche Ein­richtungen und Plätze, um den An­feindungen aus dem Weg zu gehen. Die Möglichkeiten zur Aus­übung eines Berufes oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit sind dadurch enorm ein­ge­schränkt: Voll­verschleiert fallen diese Optionen weg.

Das Fazit der Studie: Durch das französische Ver­bot sind Niqab- und Burkaträgerinnen einer erhöhten Stigmatisierung ausgesetzt, hören vermehrt diskriminierende Äußerungen, sind teilweise von körper­lichen Über­griffen und von (räumlicher) Isolation betroffen. Emanzipation? Sieht wohl nicht so aus.

Links und Beiträge zum Thema:


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Remember Samira Bellil

7. September 2011 von Nadia
Dieser Text ist Teil 28 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

Ein Plakat mit dem Foto einer jungen Frau mit dunklen Haaren und einer roten Mariannenmütze, darunter die Schrift: Pour moi Marianne, c'est une insoumise ouvrant le cheminSamira Bellil: Die junge Streetworkerin aus einem Pariser Vorort, Gewaltopfer, Autorin und Anfang des Jahrtausends für einige Jahre Symbolfigur der französischen Frauenbewegung. Heute jährt sich ihr Todestag zum siebten Mal.

Ein bisschen zu-guttenberge ich mich heute selbst, weil ich im letzten Jahr bereits an anderer Stelle einen kurzen Bellil-Nachruf verfasst habe. Und aktuell scheint es mir jedoch, dass es nicht schaden kann, auch immer wieder an die Personen zu erinnern, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Kampf gegen sexuelle Gewalt aufgenommen haben. Und Samira Bellil gehörte definitiv dazu.

Die Geschichte von Samira ist die eines kurzen Lebens, geprägt von Freudlosigkeit und Gewalt: 1973 wird sie in Algier geboren, ihre Kindheit und Jugend verbringt sie in einem Pariser Vorort. 14 Jahre alt ist sie, als sie von drei jungen Männern vergewaltigt wird:

“Hier beginnt nun eine Geschichte, die für das Opfer Samira ein unendlich scheinender Leidensweg, für die Täter hingegen nur ein Alltagsdelikt ist. Die Täter bleiben jahrelang ungestraft auf freiem Fuß, für Bellil hingegen beginnt eine Lebensphase, in der sich ihre Gewalterfahrung vervielfacht: Im Viertel als Freiwild abgestempelt und von der eigenen Familie als schändliches Subjekt verstoßen, richtet sie fortan die selbst erlebt Gewalt gegen andere und sich selbst. Erst Jahre später gelingt es ihr, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen: Sie gewinnt mit Mitte zwanzig einen Schadensersatzprozess. Im Bewusstsein, dass ihre innere Zerstörung nicht bezahlt werden kann, schreibt sie ihr Buch [Anm.: „Dans l`Enfer des Tournantes"]. Sie widmet es allen Frauen, die ähnliches erlebt haben: „Für meine Leidensgenossinnen im Elend. Damit sie wissen, dass man herauskommen kann.”

„Dans l`Enfer des Tournantes” (übers.: „Durch die Hölle der Gewalt“) bricht dabei radikal mit dem Lebensbericht als Opfererzählung: Bellil schrieb vielmehr einer Ankageschrift, in der sie eine Gesellschaft, die Täter deckt und Opfer nicht ernst nimmt, anprangert. Ihr Engagement gegen sexuelle Gewalt war dabei konsequent: Sie wurde Mitgründerin und prominente Unterstützerin der bekannten Bewegung „Ni putes ni soumises“, stellte sich in Interviews immer wieder den leidigen Fragen nach ihrer Lebensgeschichte um auf die Folgen sexueller Gewalt aufmerksam zu machen und war darauf bedacht, gerade auch gemeinsam mit Männern gegen sexuelle Gewalt zu kämpfen.

In Talkshows und bei öffentlichen Debatten nutzte sie jedwede Gelegenheit, ihre Gesprächspartner_innen souverän zu korrigieren: Ich erinnere mich, dass sie in einer Sendung mal von einem jungen Gast gefragt wurde, was denn nun “falsch an Gang Bangs” sei. Ohne mit der Wimper zu zucken entgegnete sie: “Als erstes, Junge, kriegst du das jetzt mal auf die Reihe. Ich wurde Gang-vergewaltigt. Okay?”

Gelobt wurde ihre Ehrlichkeit und ihre Bereitschaft, ungeschönigt über ihre Erlebnisse und ihren Umgang damit zu sprechen; Samira Bellil wehrte sich damit gegen den üblichen Opfer-Diskurs, gegen Scham, gegen Konventionen im Umgang mit sexuellen Viktimisierungen – fast schon bis zur Selbstaufgabe. “I cannot carry this violence forever”, sagte sie einmal – und doch legte sie in ihrem kurzen Leben vor allem die Priorität darauf, ihre Geschichte für die Frauen zu opfern, denen es nicht ähnlich ergehen sollte.

Ein Kampf gegen Windmühlen, für kurze Zeit. Ihr Bild hing eine zeitlang vor dem französischen Parlament – als eine der zwölf “Mariannen” ausgewählt, deren Gesichter Frankreich repräsentierten. Und, wenn man so will: Sie repräsentiert es auch noch heute.


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Samstagabendbeat mit Mensch

30. Juli 2011 von Magda

Das französische Duo Mensch aus Lyon hat Gitarre, Bass, Keyboard, eine Drum Machine und ein knackiges Motto im Gepäck: Dance and die!

Mehr Infos zu Mensch findet ihr auf ihrer Homepage, auf Facebook und auf Twitter. Live erleben könnt ihr sie beim diesjährigen Berliner LaDIYfest am 13. August im SO36.


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Slut Walks, Nico Rosberg und eine FIFA-Rüge für homophobe Äußerung – Kurz Notiert

30. Juni 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 110 von 153 der Serie Kurz notiert

Die Jungle World ist im Gespräch mit Kerstin und Sandra Grether, die in Berlin den SlutWalk mitorganisieren. Auch die taz sprach mit einer Organisatorin des SlutWalks, Diana Drechsel (wir berichteten).

Ein Grund zum Freuen: New York ist der nun sechste Bundesstaat in den USA, der die Homo-Ehe erlaubt, wie die Huffington Post berichtet. Ein Jubelvideo dazu gibt es auf YouTube.

Vor einiger Zeit berichteten wir über die Hollaback Berlin, eine Initiative, die dummen Anmachen und Belästigungen den Kampf ansagt - nun gibt es auch ein Hollaback Dortmund.

Das neue Buch “Generation XY“ von Mara Hvistendahl befasst sich mit den Konsequenzen der Ein-Kind-Politik Chinas, den fehlenden 160 Millionen Mädchen, der Rolle westlicher Länder und welche Konsequenzen sich aus der Überzahl der Jungen ergeben könnten.

Der Fußball-Weltverband FIFA hat Nigerias Nationaltrainerin Eucharia Uche nach deren homophoben Äußerungen zu lesbischen Fußballerinnen scharf kritisiert.

Im Spectator schreibt John R. Bradley zum Fall des Fake-Blogs der syrischen Bloggern Amina: “Arabs are more tolerant of homosexuality than the blogs would have you believe“. Der Blogger Tom McCaster, der sich als Amina ausgab, versucht jetzt noch, Kapital aus seiner Lügengeschichte zu schlagen.

The Grand Girls Anthology, das neue Projekt des Münchner Magnet Verlags, ist ein Almanach, in dem Frauen sich mit einem vorgegebenen Thema auseinandersetzen. Das Thema der nächsten Ausgabe: Revolution (via Missy Magazine)

Nico Rosberg nimmt Stellung zu seinem gruseligen Frauen-WM-Zitat und sagt: “Es gab eine gravierende Fehlinterpretation.”

Auf unique findet ihr einen Beitrag zum feministischen Twittern.

Im Mai hielt Juana Remus an der HU Berlin einen Vortrag zu “Das Zusammenspiel von Recht, Medizin und heternormativer Zweigeschlechtlichkeit an der Normierung und Regulierung von Intersexualität.” Nun gibt es im Netz eine Aufnahme des Vortrags zum Runterladen. Passend dazu hat auch DRadio Wissen einen Beitrag zu Intersexualität.

Termine (nach dem Klick) (weiterlesen …)


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Frau wegen Autofahrens verhaftet – Kurz Notiert

26. Mai 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 105 von 153 der Serie Kurz notiert

Eine saudische Frau hat sich “erdreistet” Auto zu fahren, was in Saudi-Arabien immer noch verboten ist. Nachdem sie eine Facebook-Kampagne startete, die Frauen aufforderte, sich an einem bestimmten Tag selbst ans Steuer zu setzen, wurde sie verhaftet.

Die New York Times hat eine Serie über LGBT*-Jugendliche (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender) gestartet, die von ihrem “Coming Out” erzählen.

Französische Feministinnen protestieren gegen den grassierenden Sexismus im Land – und sind empört, dass sich so wenig geändert hat seit Simone de Beauvoir, berichtet der Freitag.

Ein kanadisches Paar zieht ihr Kind “gender-los” auf – welche Konsequenzen das haben könnte, wird im englischsprachigen Blog von Forbes diskutiert.

Vor 17 Jahren schrieb Ingeborg Stadelmann die „Hebammensprechstunde“. Inzwischen ist das Buch über eine halbe Million Mal gekauft worden. Im Magazin der Süddeutschen erklärt sie nun, welcher Druck auf Müttern heute lastet.

In einer US-amerikanischen Sendung wurde mit versteckter Kamera getestet, wie Menschen auf homophobe Kommentare reagieren, die in ihrem unmittelbaren Umfeld getätigt werden, z.B. wenn die Kellnerin das lesbische Paar und ihre Kinder öffentlich beschimpft. Die Ergebnisse sind zwar nicht repräsentativ, das Video allerdings sehenswert.


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Kurz und knackig notiert

14. April 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 101 von 153 der Serie Kurz notiert

Die Mädchenmannschaft tummelt sich in diesen Tagen auf der Blogger_innen-Konferenz re:publica und ist mit eigenen Panels gut vertreten. Die Linkliste fällt daher etwas kurz aus, kann aber gerne in den Kommentaren ergänzt werden!

Kaum ein Kind kommt heute noch ohne medizinische Eingriffe zur Welt. Notwendig sind längst nicht alle, aber sie verhelfen den Krankenhäusern zu höheren Einnahmen. Die ZEIT über einen Trend, dessen Auswirkungen auf Mütter und Kinder noch lange nicht klar sind.

Eine Soziologiestudentin aus Wien sucht für ihre Master-Arbeit über “Eingetragene Partnerschaften in Österreich” Interview-Partner_innen, die in eingetragener Partnerschaft leben.

Kurt Cobain war Feminist!

Das Burkaverbot in Frankreich ist erst seit Montag in Kraft und schon gab es einen ersten Übergriff: In einem Einkaufszentrum riss eine Anwältin einer Konvertitin den Schleier vom Kopf, so der Telegraph.

Für Podcast-Fans: “Femme! radikal queer feminin“.

Das multikulturelle Frauenmagazin Gazelle freut sich immer noch über neue Abonnent_innen.

Doing Gender gibt es auch beim Essen – für DRadio Wissen haben Christina Wolf und Ralph Glander den Selbstversuch gewagt und für einen Tag ihre Essensgewohnheiten getauscht.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für April.


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Von weiblichen Nerds und feministischen Ehefrauen

4. November 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 65 von 153 der Serie Kurz notiert

In der taz könnt ihr ein Interview mit der ugandischen Juristin Jane Adong Anywar lesen. Sie hat eine Initiative gegründet um Opfern von Vergewaltigung zu helfen, denn diese seien durch die UN-Resolution 1325 nicht ausreichend geschützt.

Spiegel Online beklatscht die Pariser Künstlerinnenschau im Centre Pompidou.

Fellowship of FSFE führte ein Interview mit Leena Simon über freie Software und Frauen in Nerdumgebungen.

Feminismus und Hochzeit gehen nicht zusammen? Anushay Hossain erzählt auf dem MsMagazineBlog eine andere Geschichte.

In den USA fanden Dienstag die Kongresswahlen statt. Die Ergebnisse dürften die Anhänger_innen der demokratischen Partei nicht gerade glücklich stimmen: Obama verlor die Mehrheit im Repräsentantenhaus und hat nur noch eine knappe Mehrheit im Senat. Im Juni berichteten wir bereits über einige der konservativen Politikerinnen, die sich um einen Sitz als Gouverneurin oder Senatorin bewarben. Von den drei vorgestellten Frauen war lediglich Nikki Haley erfolgreich, die nun Gouverneurin von South Carolina ist. Gute Nachrichten trotzalledem: es gab einige Lichtblicke für LGBT, wie Queernews.at berichtet.

Wer die NEON liest, ärgert sich vielleicht genau wie Charly über den Artikel “Das Busenwundern” über so genannte “Modelesben” in der letzten NEON-Ausgabe.

Vergangenen Freitag verbrachten Magda, Verena und Nadine von der Mädchenmannschaft ihre Zeit auf dem Genderkongress der Bundeszentrale für politische Bildung mit spannenden Vorträgen und kontroversen Diskussionen zu Geschlechterpolitik, Körperwissen und Rassismus. Die Missy-Magazine-Crew übernahm die Konferenzdokumentation. Halfjill hat auf Afrika Wissen Schaft mit einer eigenen Nachlese begonnen. Wer mehr über die Referent_innen und ihre Themen, Theorien und Texte erfahren will, kann sich im Reader umschauen.

Aktuelle Termine zu feministischen Veranstaltungen, die ihr gerne in den Kommentaren aktualisieren oder ergänzen könnt, findet ihr hier.


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Punk, Kiana Ferouz, Burkinis&Bikinis, Eva Herman, Abtreibung, Geeks, Experimente und Niedriglöhne

28. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 53 von 153 der Serie Kurz notiert

The F-Word hat eine bisher 4-teilige Serie über Frauen in der Punkmusik.

Der Asylantrag der iranischen Schauspielerin Kiana Ferouz wurde nun doch angenommen. Obwohl Homosexualität im Iran verfolgt wird, bedurfte es erst einer Online-Petition, damit die britischen Behörden ihre Ablehnung überdachten (s.a. Artikel und Kommentar).

Mehr Burka-Neuigkeiten: Der Telegraph berichtet über den Rauswurf zweier Burkini tragenden Frauen aus einem französischen Schwimmbad. Und: In syrischen Schulen ist die Burka bzw. der Nikab nun auch verboten.

Frau Herman: Sie  nerven! Gnurpsnewoel kommentiert Hermans letzten Totalausfall mit den Worten: ”Ich will in Eva Hermans Welt nicht leben müssen.“ Auch auf Philibuster schreibt Nadia Shehadeh über den geistigen Absturz der Eva Herman.

Der Freitag über den Bikini, “Alptraum in zwei Teilen“: “Im Namen quasi atomar belastet, stand er zunächst für sexuelle Befreiung. Heute ist er Instrument weiblicher Selbstkontrolle.”

Sechs Frauen bekamen in Guanajuato in Mexiko 25 – 30jährige Haftstrafen, weil sie Abtreibungen vornehmen ließen. Schuldig gesprochen wurden sie wegen Totschlag, wie feministing berichtet.

Jamie Keiles ist eine High School Absolventin in Pennsylvania in den USA, die mit ihrem Blog TheSeventeenMagazineProject ein interessantes Experiment startete: Wie sieht das Leben aus, wenn frau nach den Regeln des Seventeen Magazine lebt?

DieStandard konstatiert, dass jede_r Fünfte in Deutschland im Niedriglohnsektor arbeitet: “Besonders stark von Niedriglöhnen betroffen sind junge Beschäftigte unter 25 Jahren, AusländerInnen, gering Qualifizierte, befristet Beschäftigte und Frauen.”

Geekfeminism hat einen interessanten Artikel über Computer Geeks und Privilegien: “If you were hacking since age 8, it means you were privileged.


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