Einträge mit dem Tag ‘Fotografie’


Wegweisende Journalistinnen, Flucht aus Eritrea und feministische Vernetzung – Kurz verlinkt

4. Dezember 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 215 von 231 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Hooray, ein neues Musik-Projekt in Berlin für junge Musikerinnen oder welche, die es werden wollen: Lauter Mädchen. Den nächsten Workshop (Body-Percussion - Facebook-Link) gibt’s voraussichtlich im Januar.

Mädchenmannschafts-Autorin Sabine Mohamed hat bei der NZZ eine wichtige Reportage über flüchtende Menschen aus Eritrea geschrieben.

Das Feministische Netzwerk Heidelberg hat nun eine Facebook-Seite.

Die polnische Menschenrechtsaktivistin Elżbieta Szczęsna setzt sich gegen Homophobie ein. Jetzt erhielt sie den Respektpreis des Berliner Bündnisses gegen Homophobie. neues deutschland berichtet und weist ebenfalls daraufhin, dass Homophobie auch weiterhin in Deutschland ein tiefgreifendes Problem ist. (Hinweis: Gewalt, die von der Polizei ausgeht, wird in dem Artikel leider bagatellisiert.)

Ebenfalls bei neues deutschland: “Hinweise auf noch mehr Morde durch Neonazis“.

Englischsprachige Beiträge

Michelle Obama sei ein feministischer Albtraum, schrieb Michelle Cottle in der vorletzten Woche. Bei Salon.com antwortet Brittney Cooper und zeigt auf, welche historischen/politischen Realitäten in dieser Kritik (durch weiße Feminist_innen) unsichtbar gemacht werden und schließt: “I do think black feminists can wish for more from this first lady, while still being attentive to the minefield of historical and contemporary ideas that she is being forced to navigate.”

Melissa Harris-Perry hat eine Leseliste zu Schwarzem (us-amerikanischen) Feminismus zusammengestellt.

Stand-Up Comedian Aamer Rahman erklärt nochmal das Problematische an der Idee von “umgekehrtem Rassismus” (“reverse racism”):

Bei iVillage fasst Ragen Chastain all die kleinen Aussagen zusammen, die viele Menschen täglich treffen und mit denen sie zum body shaming beitragen.

Lisa Wade schreibt bei Sociological Images über die die ikonischen Bilder des Fotographs Lennart Nilsson, die er von (abgetriebenen) Föten machte und wie diese Bilder genutzt wurden und werden.

“First, there is no naturalized gendered body.”, beginnt dieser kurze Text, der in wenigen Sätzen aufzeigt, wie alle Körper immer modifiziert, verändert und dabei vergeschlechtlicht werden.

Die International Women’s Media Foundation verlieh in diesem Jahr ihren Preis für Courage im Journalismus an Nour Kelze, Edna Machirori, Bopha Phorn und Najiba Ayubi. Ms. Magazine hat die drei letzteren getroffen und zu ihren Erfahrungen interviewt.

Nach dem Klick: Termine in Basel und Berlin:

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Lesben und Schwule in Ostberlin, Rassismus zu Halloween, Klage gegen Karl Lagerfeld – kurz verlinkt

30. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft

Beiträge auf Deutsch

Jeder sechste Mensch in Deutschland ist armutsgefährdet. Besonders betroffen sind Frauen und Alleinerziehende.

Filiz Demirova, eine Romni, berichtet bei radioeins über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus.

Auch ein Leben mit einer schweren Erkrankung kann glücklich, lebenswert sein. Ein besonderes Beispiel hierfür ist Hannelore Setter gewesen, die am 10. Oktober im Alter von 79 Jahren in ihrem Krankenhausbett gestorben ist. 60 Jahre hatte sie dort verbracht.

Wie viel zählt das Leben eines geflüchteten Kindes in einem Asylbewerber*innenheim in Deutschland? Für viele anscheinend erschütternd wenig, wie Familie Petrovic auf bittere weise feststellen musste. Ihr Sohn Leonardo wäre vor zwei Jahren aufgrund der unterlassenen Hilfeleistung mehrerer Personen beinahe gestorben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage eingereicht.

In der Schweiz wird gerade ein diskriminierender Rückschritt diskutiert: ein explizites Ehe-Verbot für homosexuelle Paare.

Ein Mann zeigt Angestellten der Deutschen Bahn gegenüber Zivilcourage – und wird dafür von ihnen rassistisch beleidigt, weil er Schwarz ist. Später stellt sich heraus: Der Mann ist der Landtagsabgeordnete Daniel Mack. Und plötzlich tut der DB alles furchtbar leid.

“Out in Eastberlin” – ein neuer Kinofilm berichtet über das Leben homosexueller Personen in der DDR. Hier findet ihr den Trailer.

Ein blondes Kind lebt bei einer Roma-Familie – und sofort schreiben große europäische Medien von Kindesraub. Keno Verseck berichtet auf SPON von der Geschichte dieses antiromaistischen Ressentiments (siehe auch die englischsprachigen Links weiter unten).

Karl Lagerfeld äußerte sich mal wieder diskriminierend über dicke Menschen und insbesondere dicke Models und hat dafür nun – yeah! – eine Klage am Hals.

Hier könnt ihr für die Kampagne “Dritte Option” spenden.

Beiträge auf Englisch

Eine vermeintliche Kindesentführung durch ein Roma-Paar fand medial große Beachtung und Anteilnahme – anders als die  Fälle, in denen Kinder aus rassistischen Gründen gewaltsam von ihren Familien getrennt werden. Discipline and Anarchy schreibt über den rassistischen Bias in Entführungsdiskursen (siehe auch die deutschsprachigen Links weiter oben).

Sexualisierte Ausbeutung und Gewalt stellten einen Grundpfeiler des Systems der Sklaverei in den Staaten der heutigen USA (und sicher genauso anderswo) dar. Akiba Solomon bespricht für Colorlines, in wiefern der Film “12 Years A Slave”  einen wichtigen, oftmals vernachlässigten Teil der Geschichte der  rape culture offen legt.

Wäre es nicht so ernst im echten Leben, könnte man inzwischen von einem regelrechten Krimi sprechen:  Ein Gericht hat das geradezu gewaltsam durchgesetze Anti-Abtreibungsrechte-Gesetz in Texas für verfassungswidrig erklärt.

Vitamin W berichtet über das Fotoprojekt “Alone Time” von JJ Levine: Indem gezeigt wird, dass ein und derselbe Körper jegliches Geschlecht überzeugend verkörpern kann,  sollen herrschende Normvorstellungen über die zweigeschlechtliche Rollenverteilung in Frage gestellt werden.

Halloween steht vor der Tür und damit leider auch immer wieder Leute in Blackface oder Redface – wer nach wie vor nicht mitbekommen hat, das sowas rassistische Kackscheiße ist, geht ziemlich ignorant durchs Leben, hält Awesomely Luvvy fest. Inklusive praktischer Entscheidungsgrafik!

Queer-Gerechtigkeit bedeutet mehr als schwule weiße Männer, die mit ihren Beziehungen an die Öffentlichkeit gehen, erklärt Audrey bei Autostraddle.

Termine in Berlin, Mülheim an der Ruhr, Bochum und Bielefeld (mehr …)


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Das legendäre “Kissing Sailor”-Foto bildet Gewalt ab, keine Romanze

12. Oktober 2012 von Anna-Sarah

Dieser Text ist eine – um einige  Anmerkungen und Links erweiterte – Übersetzung eines Beitrags, der vor einigen Tagen auf feministing.com erschien. Für den Beitrag gilt eine Content-Warnung für sexualisierte Gewalt, ebenfalls für die verlinkten Texte, in denen auch das genannte Foto abgebildet ist.

Wir alle haben dieses Bild wohl schon gesehen. Seitdem es 1945 aufgenommen wurde, ist es in zahllosen Magazinen und Zeitungen abgebildet gewesen. Als ein Zeugnis seiner Allgegenwärtigkeit listete Buzzfeed es vor ein paar Wochen an der Spitze seiner “50 romantischsten Fotos aller Zeiten” auf.

Doch was zeigt und verkörpert es wirklich?

Wie wir nun erfahren, zeigt das Bild mitnichten einen romantischen Moment zwischen Liebenden, sondern eindeutig einen Akt sexualisierter Gewalt.

Eine Londoner Feministin hat mit dieser Beobachtung allerhand Aufruhr auf Facebook und in der Blogsphere verursacht. Die als Leopard bekannte Bloggerin zitiert aus dem Bericht der auf dem Foto abgebildete Frau, Greta Zimmer Friedman, über ihr Erlebnis und schreibt:

“Die meisten von uns sind vertraut mit diesem Bild. Aufgenommen am Times Square am V-J Day 1945 wurde es zu einem derjenigen Bilder mit dem stärksten Symbolcharakter in der amerikanischen Geschichte, denn es symbolisiert den Jubel und Überschwang, die am Ende des zweiten Weltkrieges im ganzen Land spürbar waren.

Habt ihr auch das Gefühl, dass irgendetwas nicht so ganz stimmt?

Ganz anders als bei einem Kuss eines liebenden Paares waren George und Greta völlig Fremde füreinander. Wie erfahren, dass George betrunken war und Greta nichts von seiner Anwesenheit ahnte, bis sie sich in seinen Armen befand, mit seinen Lippen auf ihren… Es liegt eigentlich auf der Hand, dass das, was George getan hatte, ein sexueller Übergriff war.”  [Hervorhebungen von feministing.com übernommen]

Ein näherer Blick auf das betreffenden Bild zeigt bekräftigende Details, die eine_r_m bei genauerer Betrachtung den Magen umdrehen: das Grinsen auf den Gesichtern der Matrosen im Hintergrund; der feste Griff in dem er die körperlich kleinere Frau festhält, so dass sie nicht entkommen könnte, selbst wenn sie es versuchen würde; die geballte Faust der Frau und ihr steifer Körper.

Wenn es ein besseres Symbol dafür geben sollte, wie verkorkst unsere Vorstellungen von Sex und Romantik sind,  so fällt es mir jedenfalls nicht ein.

Einerseits zeigt es, dass wir weit gekommen sind – zumindest hoffe ich inständig, dass in der heutigen Welt zumindest der ein oder andere Alarm ausgelöst würde, wenn man auf der Straße eine_n Fremde_n ohne deren_dessen Einverständnis küssen würde, wenn es nicht sogar die strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen würde, die es verdient (meine Hoffnungen werden genährt durch das Vorhandensein so mancher Stimmen und großartiger Organisationen, die gegen die Kultur des street harassment anarbeiten). Andererseits leben wir nach wie vor in einer Welt, in der, wie Leopard klarmacht, “die Tatsache, dass dieses allseits beliebte Foto eine Abbildung sexualisierter Gewalt  und nicht von Leidenschaft ist, eine unbequeme Wahrheit darstellt, und diese zu benennen, eine als pedantische Miesmacherin dastehen lässt.”

Großartig übrigens auch der Nachfolgebeitrag von Leopard auf Crates and Ribbons, in welchem sie die häufigsten Einwände, die ihr in der Masse an Kommentaren zu ihrem Artikel begegnet sind, aufgreift und die darin enthaltenen Missverständnisse und Fehlschlüsse aufzeigt. Außerdem hat sie noch zwei weitere Fotos gefunden, die in der genannten Situation entstanden sind.

Eine weitere Einordnung der Ikonographie gibt es bei Sociological Images.

 


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„Das Leben finden, bevor es dich einholt“

27. Februar 2012 von Helga
Dieser Text ist Teil 94 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

A Wonderful Dream

Wie heißt du?
Raika

Seit wann bloggst du?
Eigentlich noch gar nicht so lange – seit März 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Um meinen Kopf frei zu kriegen. Oft sind mir Dinge sehr lange durch den Kopf geschwirrt und ich konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Manche gehen in solchen Situationen joggen, für mich hat es nur geholfen es aufzuschreiben. So kam es dazu, dass ich es einfach ins Internet schrieb. Anfangs war’s kaum öffentlich, zumindest hatte ich nicht herum erzählt, dass ich blogge.

Worüber schreibst du?
Über vieles was mich beschäftigt. Es sind immer noch die Dinge, die nicht aus meinem Kopf wollen. Trotzdem ist sehr viel Musik dazu gekommen, besonders isländische. Wenn ich die Zeit habe, mache ich Fotos und stelle diese dann auf mein Blog. Gerade erst zum Jahresanfang habe ich mit dem Project 365 begonnen, bei dem ich jeden Tag ein Foto mit einer Geschichte oder Zeilen poste, die am besten dazu passen. Ein genaues Thema habe ich nicht – der gemeinsame Nenner bin ich und ist meine Sicht auf die Welt.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Bei unserem Hochschulradio hatte ich eine Zeit lang viele Sendungen gemacht – ohne das Internet würde ich wohl heute immer noch in die Region um Mittweida senden ohne zu wissen, wie es überhaupt bei anderen ankommt. Nicht nur von Freunden habe ich Rückmeldungen bekommen, sogar neue Leute habe ich kennen gelernt, die mir schon oft geholfen haben. Die müssen eigentlich keine Rücksicht nehmen, wenn sie mich kritisieren, sie können es einfach alles frei raus sagen. Das ist schön – hoch lebe das Internet für diesen hervorragenden Backchannel!

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Kleider machen Leute

12. Dezember 2011 von Helga

Switcheroo” ist ein cooles Fotoprojekt von Hana Pesut, in dem Paare (aber auch Freund_innen und Eltern und Kinder) ihre Kleidung tauschen.

Zwei Bilder eines Paares. Im ersten Bild trägt eine junge Frau ein blaues loses Oberteil und eine eng schwarze Hose und ein junger Mann Jeans mit schwarzem Shirt und Tarnjacke. Im zweiten Bild haben sie die Kleidung getauscht.

Garret und Judy

Zwei Bilder eines eines Paares. Im ersten Bild trägt eine ältere Frau ein lila Somerkleid und rote Blumen und ein älterer Mann eine kurze dunkle Hose, ein grünes Shirt, Sonnenbrille und Strohhut. Im zweiten Bild haben sie die Kleidung getauscht.

Susan und Randy


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Arschloch-Arzt, Schamhaar-Fotografie und tolle Comics – die Blogschau

29. Oktober 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 132 von 243 der Serie Die Blogschau

Auf unregelmäßige Gedankensplitter könnt ihr ein Interview mit der Fotografin Saja Seus lesen, die ihr Projekt “Der Scheitel” vorstellt: witzige, schöne und interessante Schamhaarvariationen.

Auf dem empfehlenswerten Blog baum der glückseligkeit könnt ihr von der türkischen Wahl-Kindheit der Autorin lesen.

Die denkwerkstatt besuchte die Männertagung in der Steiermark, bei der auch die bekannte Männlichkeitsforscherin Raewyn Connell zu Gast war.

Julia Seeliger berichtet, wann sie zur Feministin wurde – in der Kindheit: “Ich sag euch mal was, Netzfeministinnen!

Kathrin von drüberleben schreibt über ihr Begegnung mit einem Arschloch-Arzt.

Queernews hat gute Neigkeiten: Die dänische Regierung kündigt die Öffnung der Ehe an.

Henrike von discipline and anarchy war auch auf dem Barcamp Frauen und berichtet von ihren Eindrücken.

Ste­pha­nie May­field hat ein neues Blog: Feministische Generationen und schreibt über die Diskussion auf Luise F. Pusch’s Blog zum Gender Gap. Sie stellt fest, dass die Diskutierenden “unfreiwillige Demonstrationsobjekte” für die Konflikte zwischen Feminist_innen unterschiedlichen Alters seien.

Auf Gleisbauarbeiten lest ihr eine Rezension von Marlene Streeruwitz Buch “Das wird mir nicht passieren…Wie bleibe ich Feministin”, die mit den schönen Worten endet: “Ich bleibe Feministin. Sowieso.”

Antje Schrupp mahnt an: “Hört bitte mal auf, von „Frauenrechten“ zu reden“.

Auf fuckermothers analysiert die Autorin einen Artikel aus der Welt, der kein gutes Haar an Krippen lässt: “Krippen scheinen gefährlicher als Zigaretten und Gewalt-Computerspiele zusammen.”

Comics, Comics, Comics – YEAH! Wir empfehlen: comic sport (u.a. zu Feminismus, Psychologie und Kunst) und eva & eva (eine Platform für Grrrls and Ladies)

Für alle Film-Fans: Die west-östliche Diva hat bewirbt das ALFILM Filmfestival in Berlin, das am 2. November beginnt. Eine Woche lange werden ca. 70 Filme aus allen Teilen der arabischen Welt gezeigt.


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„Inspiration, Motivation und Beistand“

21. Juli 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 74 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Bittersuesz
(auf Twitter: Bittersuesz)

Wie heißt du?
Ann

Seit wann bloggst du?
Zum ersten Mal habe ich 2005 gebloggt. Meinen jetzigen Blog führe ich seit Januar 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Weil ich das Bedürfnis verspürte, Erlebtes nicht nur für mich selbst aufzuschreiben.

Worüber schreibst du?
Ich schreibe sowohl über eigene Erlebnisse und Gefühle, mal als Momentaufnahme, mal als rückblickende, reflektierende Erzählung, mal als simple tagebuchartige Sequenz, als auch, seit kurzem, über gesellschaftliche, politische und andere Themen. Des Weiteren ist mein Blog eine Plattform, um meine Photographie und auch andere mehr oder weniger künstlerische Werke zu präsentieren, welche wiederum auch von Privatknipserei bis zum Pro-Choice-Statement rangieren.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ich hätte weder so viele beleidigende, belästigende und/oder bedrohende Nachrichten bekommen noch hätte ich mich immer so schön von Hausaufgaben etc. ablenken können, haha. Aber vor allem hätte ich nicht so viele wunderbare Menschen kennen gelernt, so viele wunderbare Bilder gesehen, so viele wunderbare Texte gelesen, so viele wunderbare Songs gehört und so viel Inspiration, Motivation und Beistand erhalten!!

Wovon braucht das Internet mehr:
Größtenteils genau von dem, wovon die Welt mehr braucht, z.B. Respekt.

Frauen im Web sind…
Sie sind nicht anders als offline, außer, wie die meisten Menschen im Internet, mutiger. Sie haben im Internet aber bessere Chancen, sich zu vernetzen als im Real Life, glaube ich.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Öhm, zuallererst meine Emails. Dann Facebook und Twitter und alle interessanten verlinkten Artikel. Außerdem einen Haufen Blogs.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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„In einer Welt tickender Uhren und grauer Männer ein eigener Platz“

30. Juni 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 72 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

another visual diary

Wie heißt du?
Manouk.

Seit wann bloggst du?
Ein wenig seit einem Jahr und regelmäßig seit Anfang 2011.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Die Idee für another visual diary ist aus einer Photoserie für mein Zine Momo entstanden.
Ich blogge um in einer Welt tickender Uhren und grauer Männer einen Platz zu haben, an dem ich Momente, Stimmungen und Ideen aufzubewahren kann und um Bilder, Gedanken, Musik und Kunst mit anderen zu teilen, weil ich, im Sinne der Riot Grrrls und des D.I.Y., denke: Wir alle haben etwas zu sagen und anderen Menschen zu geben. Ich will nicht immer nur Konsument*in sein, ich will selbst etwas machen. Außerdem möchte ich mich mit anderen austauschen und vernetzen.

Worüber schreibst du?
Another visual diary sollte eigentlich ein reiner Photoblog werden, in dem ich einerseits Momente und Arbeiten der letzten Jahre sammeln und miteinander verbinden kann und andererseits einen Platz und einen Ansporn für neue Projekte habe und das alles mit anderen teilen kann.
Meine Bilder und ihre Titel sind persönlich, aber sie geben gleichzeitig viel Raum für eigene Assoziationen. Die Motive sind vielfältig von Street Art, Alltäglichkeiten und Körperlichkeiten bis hin zu Künstlerischen von mir.

Aber auch wenn Bilder sehr viel sagen können, gibt es noch mehr zu sagen und so schreibe ich über die verschiedensten Themen: über Musik und Kunst, die mich berühren, über Dinge die mich umtreiben im Alltag und im Herzkopf, über Reisen und über queer*feministische Themen, denn die brauchen mehr Platz, im Web und auch im alltäglichen Leben.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Immer wieder so viele Projekte, Kunst und Musik zu entdecken und stundenlang still sitzen.

Wovon braucht das Internet mehr:
Riot Grrrls, Kunst und Vernetzung.

Frauen im Web sind…
zu wenig, aber immer besser vernetzt. Interessant und bunt.

Deine tägliche Web-Lektüre:
-

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Riot Grrrls, demonstrierende Frauen und Mütter in Gefahrenzonen – die Blogschau

5. März 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 101 von 243 der Serie Die Blogschau

Anna von different needs ist die neue Gastbloggerin beim Missy Magazin, wo sie in ihrem aktuellen Posting den offenen Brief von Judith Holofernes an die BILD Zeitung thematisiert. Auf ihrem eigenen Blog hat sie kürzlich ein feines Riot Grrrrl-ABC zusammengestellt, in dem sie Bands, Zines und die Ideale der Riot Grrrl-Szene vorstellt.

Im Mama Blog des schweizerischen Tagesanzeigers beschäftigt sich die Autorin Michèle Binswanger im Kontext der Demonstrationen in Nordafrika mit “Müttern in Gefahrenzonen“. Anlass war die brutale Vergewaltigung der Reporterin und Mutter Lara Logan (Achtung: Trigger Warnung), die aus Ägypten berichtete und am Tag von Mubaraks Rücktritt während der nachfolgenden Freudenparty auf dem Tahrir Square von Schlägertrupps schwer misshandelt wurde. Die Reaktion der Medien war einfach nur ekelhaft: Sexistische Berichterstattung über die “schöne Reporterin”, die auch Mutter ist, und eine ordentliche Portion Victim Blaming (Schuldzuweisung an das Opfer). Auf dem Mama Blog wird nun die Frage verhandelt: “Wie viele Zugeständnisse verlangt die Elternrolle und wie viel persönliches Risiko verträgt sie?

Sandra sucht für ihr Fotoprojekt noch immer Menschen, die eine queere Beziehung führen (wir berichteten). Auf ihrem Blog erfahrt ihr, wo sie gerade unterwegs ist und fotografiert bzw. wie ihr mit Sandra Kontakt treten könnt.

Die Denkwerkstatt führte anlässlich des 100. Internationalen Frauentags zum Thema Frauenbewegung in Österreich ein Interview mit Maria Mesner, Historikerin und wissenschaftliche Leiterin des Bruno-Kreisky-Archivs – Teil eins und Teil zwei. Außerdem auf der Denkwerkstatt ein Beitrag in Bildern: In Wien machten ein paar Dutzend Frauen schon mal auf die große Demo “20.000 Frauen am 19. März aufmerksam

Auf Afrika Wissen Schaft stellt Charlott eine wissenschaftliche Arbeit von ihr zum Thema “Männlichkeitskonzeptionen und der Staat unter Idi Amin” (Uganda) zur Verfügung.

Tanja Gabler ärgert sich auf ihrem Blog über die 100% Männerquote auf der Online Marketing Rockstars in Hamburg.

Das Mädchenblog hat ein Update zu der Situation von afghanischen Frauenhäusern: So wie es aussieht, werden die afghanischen Frauenhäuser nun doch nicht, wie ursprünglich geplant, unter staatliche Kontrolle gestellt (wir berichteten).

Ebenfalls auf dem Mädchenblog ein Aufruf: Die nächste femalepressure Radiosendung des freien Wiener Radiosenders ORANGE fällt genau auf den 8. März. Anlässlich zum Internationalen Frauentag suchen die Macher_innen der Sendung Statements und Sounds, die sich um Feminismus und Emanzipation im Musikgeschäft drehen.

Antje Schrupp schreibt – passend zur Jahreszeit – über die Erfinderin des Karnevals: die brasilianische Komponistin Francesca (alias Chiquinha) Gonzaga.

Für eine bessere Vernetzung der (queer/feministischen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Twilight, Feminismus in Marokko und Comic-Ladys

3. Februar 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 93 von 231 der Serie Kurz notiert

Twilight-Fans und Nicht-Fans aufgepasst: GeekMom erklärt, wie man mit Hilfe von Twilight eine Diskussion über Beziehungen, Sex und Liebe initiieren kann.

Bereits im Oktober schrieben wir über die Massenvergewaltigungen im Kongo. DieStandard.at berichtet von erneuten Massenvergewaltigungen. Der mutmaßliche Auftraggeber war ein hochrangiger Armeeoffizier, der seinen Soldaten befohlen haben soll, den Tod eines Kameraden in dieser Weise zu „rächen“.

Schüler_innen der King City Public School in Toronto planten, am Opposite Gender Dayin Kleidung des jeweils anderen Geschlechts zu kommen. So sollte jede_r sich besser in das Leben der anderen einfühlen und sich mit Geschlechterrollen auseinandersetzen. Nachdem Eltern darüber aufgebracht reagierten, wurde die Aktion abgeblasen so milkboys. Unter Aktivist_innen sind solche Tage ebenfalls umstritten, hier lautet die Kritik aber, dass Transphobie verstärkt werden könnte.

Im Januar berichteten wir über die neue Frauenorganisation „UN Women”. Wie der Guardian nun schreibt, steht das Budget der Organisation allerdings noch in den Sternen und die Besetzung ist bisher noch sehr schmal. Die Verpflichtung der Vereinten Nationen, sich mehr um die Belange von Mädchen und Frauen zu kümmern, muss noch in die Tat umgesetzt werden.

Der Transmann TQ spricht auf Racialicious über Körper, Sex und Sexualität.

Jungle World: Marokkanische Feministinnen engagieren sich für die Gleichstellung von Frauen und gegen patriarchale Strukturen. Unter ihnen gibt es Frauenrechtlerinnen, die nach einem Weg suchen, der feministische Ansätze mit der Ethik des Islam vereinen soll.

Kopftücher sind so unterschiedlich wie ihre Trägerinnen. Eine 65jährige Tschetschenin erzählt auf daStandard.at, wie ihre Landsfrauen das Gebot der “Bedeckung” auslegen.

Das Blog 500 Photographers stellt jede fünf Fotograf_innen vor, darunter die iranische Künstlerin und Journalistin Newsha Tavakolian. Deutschen Leser_innen ist sie vielleicht aus dem Stern bekannt; Sie widmet sich besonders Frauenrechten.

Ladies Making Comics weist auf den Black History Month hin, besonders auf die Schwarzen Frauen in der Comic-Szene und bittet um Mithilfe: Bis zum Ende des Februar sollen alle im Women in Comics Wiki gelisteten Künstlerinnen einen eigenen Eintrag haben. Hier gibt’s noch mehr zum Black History Month.

Stellenagebot: LesMigraS, der Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Lesbenberatung Berlin, sucht zum 15. Mai 2011 eine_n Mitarbeiter_in für die Antidiskriminierungs- und Antigewaltarbeit.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für Februar, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen dürft. Wir suchen übrigens für den kommenden Monat wieder queer/feministische Partys, Proteste, Lesungen, Filme, Aktionen… Veranstaltungshinweise könnt ihr über unser Kontaktformular an uns senden, auf unsere Facebook-Wall posten oder per Twitter an @grrrls_team schicken.


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