Einträge mit dem Tag ‘FGM’


Internationale Perspektiven und Musik – kurz verlinkt

21. August 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 199 von 243 der Serie Kurz notiert

In den vergangenen Tagen haben sich allerhand spannende Linktipps angesammelt – daher gibt es diese Woche “Kurz verlinkt” gleich zweimal. Hier Teil 1.

Die Musikerin Almut Klotz, u.a. Mitberünderin der legendären Lassie Singers, ist gestorben. Im Missy Magazine gibt es einen Nachruf.

Die Initiatorin des Hashtags #SolidarityIsForWhiteWomen, Mikki Kendall, erklärt im Guardian nochmal, warum die Aktion so wichtig war und ist. Auch bei Ebony schreibt sie über die Aktion und über Solidarität und Gemeinschaft zwischen Feministinnen of Color und weißen Feministinnen [beide Texte auf Englisch].

Großes Gelächter, aber auch berechtigter Ärger in der feministischen US-Medienwelt: Typ zeigt mal, wie eine feministische Website geht, dafür werden 6,5 Millionen Dollar  lockergemacht [auf Englisch] .

Und die 14jährige kanadische Aktivistin Rachel Parent zeigt der Welt, wie mit überheblichen, herablassenden TV-Interviewern fertig zu werden ist [Text und Video auf Englisch].

Über die Finanzierung eines Fonds für betroffene von sexualisierter Gewalt in der Familie gibt es weiterhin Streit, so Die Welt, weil die Länder nicht wie vereinbart zahlen wollen.

Powerful: Bei Body Love Wellness gibt es eine Auswahl körperpositiver Spoken-Word-Performances [Text und Videos auf Englisch].

Am 25. Juli demonstrierten Zehntausende in Chiles Hauptstadt Santiago für das Recht auf weibliche Selbstbestimmung und Abtreibung. Die Jungle World sprach mit den Feministinnen Lelya Troncoso Pérez und Hillary Hiner über die Proteste und die Abtreibungsdebatte in Chile.

FEMEN – wer steckt dahinter, wer finanziert sie? Bei Marie Rioux gibt es Hintergrundinfos [auf Englisch].

Eine neue Studie zeigt, dass Bildung und Einkommen einen großen Einfluss auf die Frage hat, ob einer Frau aus medizinischen Gründen die Gebärmutter entfernt wird, so DieStandard.

Ebenfalls bei DieStandard ein Interview mit der Anti-FGM-Aktivistin Bogaletch Gebre: “Unser Elend ist zum Geschäft geworden”.

Außerdem schreibt DieStandard über eine fundamentale Gesetzesänderung in Deutschland: Das neue Personenstandsrecht gesteht intersexuellen Babys erstmals ein unbestimmtes Geschlecht vor dem Gesetz zu. Warum damit allerdings längst nicht alles in Butter ist, ist bei OII-Deutschland nachzulesen.

Großartige Ressource: die Oberlin Alumni Association hat eine Liste von Büchern, darunter viele “Klassiker_innen”, über ‘Race’, Gender, Sexualität, Klasse und Kultur zusammen gestellt, die als Gratis-PDFs im Netz verfügbar sind [auf Englisch].

440hz – bald auch in deiner Stadt! Lad sie jetzt ein!

 

Termine in Berlin und Frankfurt/Main (mehr …)


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Heute ist der internationale Tag gegen Genitalverstümmelung

6. Februar 2012 von Anna

Am heutigen 6. Februar findet zum neunten Mal der “Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung” statt. DieStandard.at schreibt:

Laut dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF werden etwa drei Millionen weibliche Personen jährlich einer Genitalverstümmelung unterzogen.
[...]
Mädchenbeschneidungen sind vor allem in Afrika kulturell tief verwurzelt, auch wenn sie von keiner Religion vorgeschrieben sind. [...] Immer wieder sterben Mädchen an den Folgen, häufig kommt es zu Infektionen und chronischen Entzündungen. Viele beschnittene Frauen leiden ihr Leben lang an Depressionen und Angstzuständen; auch bei Geburten sind sie vermehrten Risiken ausgesetzt.

Genitalverstümmelung ist jedoch kein Problem einzelner afrikanischer Länder, auch Frauen und Mädchen in anderen Staaten sind davon bedroht, wie zum Beispiel diese Reportage des Deutschlandfunks eindrucksvoll darstellt. Integra, das deutsche Netzwerk gegen Genitalverstümmelung, fordert daher einen nationalen Aktionsplan zum Schutz vor weiblicher Genitalverstümmelung. Solche Aktionspläne gibt es bereits in anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich oder den Niederlanden.

Die Menschenrechtsgruppe Zwischengeschlecht.org weist anlässlich des heutigen Tages darauf hin, dass jeden Tag “in Deutschland in einer Kinderklinik mindestens ein wehrloses Kind irreversibel genitalverstümmelt” werde. Sie betrachtet die so genannten “korrigierenden oprativen Eingriffe” bei angeblich “unklaren” Geschlechtsteilen der betroffenen Kinder als “westliche Form der weiblichen Genitalverstümmelung”. Mehr Informationen dazu gibt es im Blog von Zwischengeschlecht und auch in diesem Streitgespräch in der Zeit zwischen Lucy Veith (Leiterin des Vereins Intersexuelle Menschen) und Olaf Hirot (Professor für Kinderheilkunde mit dem Spezialgebiet Hormonstörungen und Sprecher des Netzwerks DSD/Intersexualität).


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Nach der Verstümmelung auch noch allein gelassen

18. Juni 2010 von Helga

Beschnittene Frauen haben in Deutschland ein großes Problem: Weibliche Genitalverstümmelung und daraus resultierende Folgen sind nicht im medizinischen Diagnoseschlüssel aufgenommen und tauchen auch im Abrechnungsverzeichnis der Krankenkassen nicht auf. Werden die Betroffenen krank, brauchen die Krankenkassen die Kosten für Behandlungen und Operationen nicht zu übernehmen. Auch ist bisher nicht klar, wieviele Frauen nun genau beschnitten sind, da ihre Zahl nicht erfasst wird – Terre des Femmes geht derzeit von rund 20.000 Frauen aus.

In diesem Jahr gibt es daher eine Unterschriftenaktion für die Aufnahme in den Diagnoseschlüssel, sowie die Einordnung in den einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Unterstützen kann man die Aktion online, die Unterschriftenliste (PDF) steht aber auch zum Ausdruck bereit.


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Boobquake, schwul-machende Hühner, International No Diet Day, Bacha Bazi & FGM

30. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 82 von 243 der Serie Kurz notiert

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: wenn sich Frauen nicht angemessen kleiden, also z.B. zu tiefe Ausschnitte tragen, erhöht das die Erdbebengefahr; das glaubt jedenfalls Hojatoleslam Kazem Sedighi – ein Geistlicher aus dem Iran. Als eher scherzhaft gemeinte Reaktion auf diese These startete die Bloggerin Jen McCreight die “Boobquake-Internetbewegung” auf Facebook. Weitere Infos und Kritik dazu gibt es auf salon.com und auf dem Blog von switchintoglide.

Wieder etwas Überflüssiges gelernt: industriell produziertes Hühnerfleisch kann Männer schwul machen, das behauptet zumindest Boliviens Präsident Morales. Warum das so ist, könnt ihr hier nachlesen.

Die einflussreichsten Frauen des Jahres in technischen Branchen stellt Fast Company vor – von der Professorin über die Computerspielentwicklerin zu Existenzgründerinnen zeigen sie zum zweiten Mal, dass Technik auch Frauensache ist.

Alle Informationen zum “International No Diet Day” am 06. Mai gibt es hier.

Auf dieStandard.at wird darüber diskutiert, inwieweit es verwerflich ist, wenn Männer nicht bei der Geburt ihres Kindes/ihrer Kinder anwesend sein möchten.

Die Huffington Post berichtet über einen verstörenden Brauch mit dem Namen “Bacha Bazi”, der in Afghanistan immer populärerer zu werden scheint. Es geht dabei um den Handel mit Jungs, die als Tänzer in Frauenkleidung für ein männliches Publikum auftreten müssen und Diesem anschließend als Sexualobjekte zur Verfügung stehen.

Im Guardian-Video spricht die ägyptische Feministin Nawal El Saadawi über Religion, Fundamentalist_innen und ihren schwierigen Kampf gegen die Genitalverstümmelung der Frauen. Natürlich eingeordnet in die Kategorie „Life & style”.


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Kurz erwähnt

26. Februar 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 46 von 243 der Serie Kurz notiert

Alice Schwarzer kommentiert auf Spiegel Online den Rücktritt von Margot Käßmann als “Falsch für uns Frauen, falsch für sie selbst”.

Das BitchMagazine berichtet über eine französische Kampagne mit dem Titel “Frankreich investiert in seine Zukunft”, welche den französischen BürgerInnen die 35 Milliarden Euro teure Verschuldung der Regierung näher bringen sollte. Diese sorgte für Aufsehen, da sie die Zukunft Frankreichs direkt an die Gebärfreudigkeit der Französinnen koppelte. Parodien folgten.

Ebenfalls gefunden auf BitchMagazine: Die Transphobie des so genannten Ökofeminismus.

Comic-Fans aufgepasst: Auf GenderAcrossBorders gibt es ein wunderbares Interview mit Alison Bechdel, u.a. bekannt für ihre Comic-Reihe Dykes to Watch Out For.

Gute Nachricht für SpanierInnen: Das neue spanische Abtreibungsgesetz erlaubt die straffreie Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche und bis zur 22. Woche im Falle schwerer gesundheitlicher Risiken für die Mutter oder von Missbildungen des Fötus.

Wie dieStandard.at berichtet, macht eine Werbekampagne mit Paris Hilton einem brasilianischen Bierkonzern derzeit Schwierigkeiten. Das nationale Frauenrechts-Sekretariat und VerbraucherInnen reichten Klagen gegen den erotischen TV-Spot und die Internetseite ein.

Am 6. Februar 2010 startete „STOP FGM NOW!, eine gemeinsame Kampagne der Waris Dirie Foundation und führender Organisationen im Kampf gegen Genitalverstümmelung. Kritik kommt von Jezebel.com.


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Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung

6. Februar 2010 von Helga

Heute, am 6. Februar, ist der Internationale Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. Er wurde 2003 von der First Lady Nigerias, Stella Obasanjo, ins Leben gerufen. Genitalverstümmelung wird bis heute durchgeführt, wie dieStandard.at berichtet:

155 Millionen Frauen haben diesen grausamen Eingriff in ihrer Kindheit erleiden müssen und man geht davon aus, dass täglich weitere 7000 Mädchen – vor allem in west- und nordafrikanischen Ländern – Opfer dieses “Rituals” werden. Rund drei Millionen Mädchen sterben laut Schätzungen des internationalen Kinderhilfswerks UNICEF an den Folgen.

Terre des Femmes setzt sich in diesem Jahr dafür ein, dass Genitalverstümmelung in Deutschland in den medizinischen Diagnoseschlüssel aufgenommen wird, damit die Krankenkassen die Kosten für medizinische Behandlungen und umfassende Beratungsgespräche übernehmen.

(via mädchenblog)


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Ja meint nein oder nicht?

21. November 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 12 von 254 der Serie Die Blogschau

Zum Ende der Woche noch der Blick in die Blogosphäre und da war wirklich einiges los:

Auf Les petits Plaisirs macht Mademoiselle Nocturne sich Gedanken zur Verwirrung um “Nein sagen wenn man Ja meint” – und ruft auf, die Verantwortung auf alle Beteiligten zu übertragen.

Bei all der Verwirrung um Einvernehmlichkeit – ist Vergewaltigern eigentlich klar, was sie machen? Solange das böse Wort nicht fällt… Ja. Der mädchenblog über die gesellschaftliche Kultur, die Vergewaltiger immer noch in ihrer Mitte duldet. Und noch der Verweis auf die ursprüngliche Auseinandersetzung auf Yes means Yes! mit den Studien, in denen sich Männer zu Vergewaltigungen bekannten.

Verpackung des Frauenarzt-Sets für Anfänger komplett mit Gleit- und Reinigungsmittelproben

Einmal selbst Frauenarzt(ärztin) spielen… Foto über Pimpettes


Ein ausgefallenes Spielzeug haben die Pimpettes gefunden: Das Frauenarzt-Set für den Hausgebrauch. Ob die Welt das wirklich braucht?

Für mehr Vielfalt im Kioskregal: In nicht mal mehr zwei Wochen erscheint die erste Ausgabe der outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik mit dem Schwerpunktthema „Emanzipation“.

DieStandard.at zum Ersten: Gehörlosen und schwerhörigen Frauen wird in Österreich über Lautsprachförderung hinaus kaum Bildung vermittelt, der Einstieg in den Arbeitsmarkt fällt ihnen entsprechend schwer. Eine höhere Karriere als Hilfsarbeiterin ist selten möglich.

Und zum Zweiten der Hinweis auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Am 25. November wird es dazu (nicht nur in Österreich) zahlreiche Aktionen und Demonstrationen geben.

Der nächste Termin, zumindest für Berlinerinnen, ist gleich am 26. November: Ein Benefitkonzert, einen Film und eine Diskussion gibt es um 19 Uhr, Thema ist die Bekämpfung der Genitalverstümmelung von Frauen. Auftreten werden Sister Fa und Band, sowie als Gäste Maneko, Daveman, Louis Jean, Blow P und weitere, berichtet Nafisa. Die Erlöse gehen an die westafrikanischen NGO’s Tostan, Misereor und der Stiftung Umverteilen.

Über Vorurteile gegenüber Chancengleichheit gegenüber Kindern aus bildungsfernen Schichten und Gastarbeiterfamilien macht sich die Kaltmamsell, ihres Zeichens selbst Gastarbeiterkind, Gedanken. Mehr über Vorurteile und soziale Selektion gibt’s auf der Vorspeisenplatte.

Neue Regierung, neue Leitung der Antidiskriminierungsstelle. kopf und herz kommentiert die neue Leiterin. Vielversprechend klingt es leider nicht.

Nachdenklich geht es auch auf My-dentity zu. Die Konstruktion von Geschlecht, Klischees und Biologie – ist nicht der Mensch dahinter am wichtigsten?

Warum werden die Frauen nur immer so zickig – das Totschlagargument musste sich diese Woche „Emanze“ Lori anhören. In den Geschichten aus der honigsüßen Welt erzählt sie davon.

Last but not least: Der VÄTER Blog berichtet über ein Buch, das sich mit Erziehungszeiten für Väter beschäftigt.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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