Einträge mit dem Tag ‘Fettcast’


Ein gutes Leben, ein würdiges Sterben und ganz viel dazwischen – unsere Links der Woche

6. September 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 326 von 351 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Herzlichen Glückwunsch an Saraya Gomis! Sie ist Studienrätin und unterrichtet Französisch, Geschichte und Darstellendes Spiel an der Ernst-Reuter-Schule in Wedding. Sie ist nun Antidiskriminierungsbeauftragte für Schulen in der Senatsbildungsverwaltung in Berlin.

„Ich kann die Meinung anderer nicht ändern (…), aber ich weigere mich zu glauben, dass mein Körper das Problem ist.“ schreibt frenziskaa auf der Webseite von Arge Dicke Weiber über Dickenhass online.

Let’s get medical: „Wer hat Angst vor Hormonen?“ fragt Tove beim Missy Magazine.

bluespunk schreibt über Mobbingerfahrungen in der Schule und den impliziten Druck auf feministischen Veranstaltungen, dass sich alle wohlfühlen sollen: „Wohlfühlen will gelernt sein, ich hab es nicht gelernt.

Magda und Ragni haben einen aktuellen Fettcast aufgenommen – ein Podcast, der sich mit dicker Politik und Alltag beschäftigt. Dieses Mal geht es um „Sommer, Sonne, Bauch raus?

Der Blog justdisabled ist nun schon über sechs Monate jung – herzlichen Glückwunsch!

Schon eine Weile her, aber immer noch lesenswert: „Absage ans Jobcenter Pankow – Warum ich bei der feierlichen Eröffnung der Jugendberufsagentur keinen „künstlerischen Beitrag“ leisten werde.“ von Franz Brötchen.

Hatice Ince schrieb auf bento.de über den Tod ihres Vaters und ihren Umgang damit.

Francis Seeck schreibt beim Care Revolution Netzwerk darüber, dass neben dem Kampf für ein gutes Leben „auch die Bedingungen unter denen Menschen sterben und trauern“ Thema einer Care Revolution sein sollten.

Am 17. September marschieren wieder rechte Abtreibungsgegner/innen durch Berlin. Macht euch bereit für die Gegenproteste!

„Marsch für das Leben“? What the fuck! from bes domni on Vimeo.

Englischsprachige Links

Vor wenigen Wochen hat das Afropunk Festival in Brooklyn stattgefunden, auf wearyourvoicemag.com gibt es tolle fett-positive Bilder.

Die US-amerikanische Schauspielerin Laverne Cox würdigt ihre Idole Tina Turner und Beyoncé mit einer wirklich schönen Aktion.

Termine in Berlin, Frankfurt/Main und Karlsruhe 

10. September in Berlin: Ab 19 Uhr startet die One World Poetry Night (facebook-Link) moderiert und gehostet durch Stefanie-Lahya Aukongo.

16. September in Frankfurt/Main: „Voll Fett!“ Sensibilisierungsworkshop und Ideenwerkstatt für Fachkräfte der sozialen Arbeit von Magda Albrecht

17. September in Berlin: behindert und verrückt feiern.

17. September in Berlin: queerfeministische und antifaschistische Demo gegen den so genannten „Marsch für das Leben“. Auch in diesem Jahr rufen das What The Fuck Bündnis sowie das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung zu Demonstrationen auf.

23. bis 25. September in Karlsruhe: Lady*fest Karlsruhe.

01.10. in Berlin: „Voll Fett!“ Sensibilisierungsworkshop und Ideenwerkstatt für Fachkräfte der sozialen Arbeit von Magda Albrecht

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


Facebook | |


Fettcast #2: Fettenfeindliche Sprache und politische Selbstbezeichnungen

4. Juni 2014 von Magda
Dieser Text ist Teil 26 von 43 der Serie (Mein) Fett ist politisch

artworks-000052602688-ciit89-t200x200Knapp ein Jahr ist es her, dass Ragni und ich unseren ersten Fettcast veröffentlicht haben, ein Podcast über dickes_fettes Leben und dicke_fette Politik. Damals unterhielten wir uns darüber, was Fat Shaming (Fettenfeindlichkeit) ist, erzählten von persön­lichen Erfahrungen im Schwimmbad und im Fitness­studio und diskutierten, wie Fat Empowerment (fette Selbstermächtigung) ausgehen kann. Ideen- und Namens­geberin für diesen Fettcast ist übrigens der englisch­sprachige Fatcast von Lesley Kinzel und Marianne Kirby.

Im aktuellen Podcast wagen wir uns an das Thema politische Selbst­bezeichnungen. Diskussionen um Dicken­diskriminierung, fetten­feindliche Strukturen und ausschließende Körper­normen bekommen immer mehr Aufmerk­samkeit in queer-feministischen Communities. Doch wie sprechen wir und andere über uns und unsere Körper? Welche Begriffe gibt es und welche davon können empowernde Selbst­bezeichnungen sein (oder auch nicht)? Wir unterhalten uns auch über diskriminierende Bezeichnungen und inwiefern es für uns möglich ist, diese Begriffe positiv anzueignen (oder auch nicht).

Wir nähren uns dem Thema mit drei großen Hauptfragen:

  • Warum sind Selbstbezeichnungen wichtig?
  • Welche (diskriminierenden) Bezeichnungen gibt es, die Menschen mit einem Körpergewicht beschreiben, das höher ist als die Norm?
  • Welche Selbstbezeichnungen verwenden wir, womit fühlen wir uns wohl?

Dazu haben wir uns im Vornherein auf Twitter umgehört und gefragt, ob bzw. wie von fat shaming betroffene Menschen sich selbst benennen, welche Begriffe für sie empowernd sind – oder auch nicht. Wir lernten schnell: Die Antworten sind unter­schiedlich, es gibt nicht die eine Selbst­bezeichnung, mit der sich alle gleich wohl fühlen. Die Antworten haben wir in einem storify gesammelt. Wir haben uns über jeden eurer Gedanken gefreut, vielen Dank!

Wir wünschen euch viel Hörspaß mit dem Fettcast 002, den ihr auf unserer neuen Webseite fettcast.org findet und freuen uns über Feedback in Form von Kommentaren auf unserem Blog fettcast.org oder auf twitter (gerne mit dem Hashtag #fettcast).


Facebook | |


Fettcast #1: Ein Podcast über dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag

15. Juli 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 19 von 43 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Konfetti! Es gibt einen neuen Podcast! Ragni und ich sprechen im FettCast über ein dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag. Dabei wollen wir nur über unsere Erfahrungen sprechen, aber gleichzeitig unsere Sichtweisen teilen, um uns mit anderen austauschen zu können. Wir sind auch sehr neugierig auf eure dicken und fetten Gedanken und Erfahrungen. Auf Soundcloud findet ihr eine ausführliche Beschreibung zu dem Podcast und warum wir die politischen Begriffe ‚dick‘ und ‚fett‘ (als Selbstbezeichnungen) nutzen.

Episode 1

Vorstellung & Erfahrungen mit Fat Shaming
Wer sind wir und wann haben wir angefangen, Körpernormierungen und Diäten in Frage zu stellen? Wir sprechen über Anziehsachen kaufen und tragen, Erfahrungen in der Kindheit mit Fat Shaming, Sport (z.B. im Schwimmbad und im Fitnessstudio) und diskutieren dann, was Fat Empowerment für uns bedeutet.

Fat Empowerment
Fat positive Aktionen oder Tätigkeiten, die eine Alternative zu einer Gesellschaft anbieten, in der Dicke_Fette stigmatisiert werden und in der Fat Shaming normalisiert und unhinterfragt ist. Fat Empowerment bezieht sich also auf alle Aktionen, die diskriminierende Logiken in Frage stellen und unterwandern. Dabei verwenden wir bewusst einen weiten Aktivismus-Begriff: fat positive Bücher lesen, Modeblogs schreiben und lesen, essen, sich was gutes tun („self-care“), Kleidertausch, Dinge selber machen (nähen), Kleiderkreisel und „fette Banden bilden“ (dies ist ein Zitat aus dem Spoken Word von Maxi*: „Kotzen: Ein Blick über den Fettrand der Gesellschaft – Challenging Thin Privileges from a Fat Perspective“)

Wir arbeiten gegen die irrtümliche Annahme, dass „Dick“- oder „Fett“-sein etwas Schlechtes ist, und dulden deshalb auch keine diskriminierenden Kommentare.


Facebook | |



Anzeige