Einträge mit dem Tag ‘Fernsehen’


MTVs Serienhit „Faking it“ – sometimes nailing it, sometimes failing it

13. Oktober 2015 von Nadine
Dieser Text ist Teil 23 von 26 der Serie Die Feministische Videothek

Neulich schrieb ich noch, dass ich mir am liebsten Hetenserien gebe, weil ich darin unbeteiligte Zuschauerin bin. Und bis auf wenige Ausnahmen keine Serien mit hohem Anteil queerer Perspektiven und Figuren schaue, weil der Fokus oft auf Gewalt und Diskriminierung liegt. Trotz meiner anfänglichen Skepsis gegenüber dem Hauptplot von Faking it, folgte ich der Empfehlung einer Freundin, die die Serie aus dem Hause MTV mit einer Schüler_innen AG schaut.

Amy und Karma, zwei Teenager aus Austin, Texas besuchen die Highschool. Aber nicht irgendeine, sondern Hester High, eine Schule, an der Normabweichung gefeiert wird, statt mit Mobbing und Stalking darauf zu reagieren. Diskriminierung existiert an der Schule nicht, alle sozialen Gruppen sind vertreten, die Schüler_innen supporten sich gegenseitig. Klar, dass Amy und Karma, zwei weiße normschöne Heten da nicht viel zu melden haben. Während Amy mit ihrer unbedeutenden Position kein Problem hat, quälen Karma Selbstwertprobleme. Sie will dazu gehören und beliebt sein. Als die beiden versehentlich für ein lesbisches Paar gehalten werden und die Schule sie als Prom Queen Pärchen sehen will, lässt Karma sich nicht zwei Mal bitten. Sie überredet Amy das Ganze noch ein bisschen länger zu faken. Schließlich steht nun Liam, der Hottie der Schule auf sie. Und wir wissen ja, wie „interessant“ straighte Typen Lesben finden, die für Frauen vorgesehene Schönheitsnormen erfüllen.

Als Lauren, Amys Stiefschwester, die beiden als hetero outen will, verhindert Amy Laurens Plan, indem sie Karma vor der gesamten Schule küsst. Ein sehr folgenreicher, wie sich bald herausstellt, denn für Amy wird es nicht beim „Faking it“ bleiben. Und so spinnen sich herzzerreißende, selbstironische und empowernde Geschichten um Sex_ualität, Liebe, Beziehungen, Identität, Freund_innenschaft, Begehren und Gender, eingebettet in ein völlig unrealistisches diskriminierungskritisches Setting. Unrealistisch ist hier tatsächlich liebevoll gemeint, denn Faking it schafft es, eine Utopie zu kreieren, die Jugendlichen die Möglichkeit gibt, sich mit positiven Bildern zu identifizieren statt mit Trauma, Mobbing und Gewalt, ohne Diskriminierung als Fakt und die eigene Realität darin unter den Teppich zu kehren.

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Hetenserien, „queere“ Serien und das widerständige Potenzial von Tumblr.

8. September 2015 von Nadine
Dieser Text ist Teil 22 von 26 der Serie Die Feministische Videothek

Ich liebe Serien. Vor allem straighte. Heten, die sich durch erfundene Geschichten wurschteln und bei der es die meiste Zeit um Typen, Sex/Beziehungen mit Typen, Attraktivitätslevel und male gaze geht, obwohl das eigentlich gar nicht im Vordergrund stehen soll, sondern übernatürliche Phänomene, nicht-menschliche Figuren, Highschool/Coming of Age Geschichten, Luxusprobleme weißer, hetiger, middle- und upper class Leute. Ich liebe diese Serien aus hauptsächlich zwei Gründen: 1.) sie bieten perfektes Studienmaterial über eine privilegierte Parallelgesellschaft und ihre fragilen psychosozialen Dynamiken. 2.) Ich bin Außenstehende, die Hetenserien für ihre eigenen Konsumbedürfnisse nutzt. Weil ich nicht als Zuschauerin gedacht werde, meine Lebenswelt darin (fast) nicht vorkommt, kann ich mit diesen Serien ziemlich gut abschalten, wenn es mir körperlich und mental schlecht geht. Angstzustände lösen sich auf, Verzweiflungsmomente schieben sich in den Hintergrund und mein rebellierender Körper hat für kurze Zeit weniger Priorität. In Hetenserien suche ich häufig Zuflucht, wenn der einzige Impuls in mir ist, die Augen zu schließen und alles wegzuschlafen, was auf mich einprasselt an Erfahrungen und Erwartungen.

Bis auf L-Word und Orange Is the New Black konnte ich mich bisher weniger für queere (in den verschiedenen historischen und ahistorischen Bezugnahmen und Bedeutungen des Begriffs) Serien begeistern, weil die Darstellung von Identität, Begehren, Sexualität und Beziehungen in diesen oft klischeebehaftet und für ein hetiges und anderweitig privilegiertes Publikum gemacht ist. Ja, auch L-Word zählt mitunter dazu, aber als die Serie vor genau zehn Jahren auf Pro7 in deutscher Synchronisation anlief, war es genau das, was mein von Homophobie und Kleinstadt-Mief und ausschließlich von Heten geprägtes Herz begehrte: Das Gefühl von Identifikation. Dennoch müssen sich Begehren, Sexualität und Beziehungen in Serien mit „LGBT-Fokus“ in ein hetiges, zweigenderkonformes, rassifiziertes, ableisiertes, klassenprivilegiertes Körper- und Performancebild einpassen, weil die „Masse“ der Zuschauer_innen in der Film- und Fernsehwelt als eine solche definiert wird. Umfassend privilegierte Menschen scheinen die Mehrheit der Weltbevölkerung und damit Zuschauer_innen zu stellen, obwohl das Gegenteil der Fall ist. Außerdem geht es häufig um ökonomische Ausbeutung und Verwertbarkeit queerer/widerständiger Körper und Geschichten für ein umfassend privilegiertes Publikum und je höher die angenommene oder tatsächliche Kaufkraft des antizipierten „Masse“-Publikums, desto vermarktbarer und diskriminierender die Figuren und Erzählungen.



Quelle: fyeahcarolineforbes.tumblr.com

Manche queeren Serien sind so konzipiert, dass sie den hetigen ZuschauerInnen das Gefühl geben, modern, edgy und tolerant zu sein, „transparent“ nehme ich z.B. so wahr. Obwohl ich den Plot an sich spannend finde, möchte ich einfach nicht permanent mit transdiskriminierenden, cis_hetero_sexistischen Familienaufstellungen konfrontiert werden, in denen die ständige Arbeit der diskriminierten Personen, das soziale Umfeld um Anerkennung zu bitten oder Anerkennung innerhalb sozialer Gefüge für die eigene Identität und Lebensverhältnisse her(zu)stellen (zu wollen) als Normalität inszeniert wird. In denen diese Überlebens- und Carearbeit nicht als solche benannt wird geschweige denn der Umstand an sich kritisiert wird, dass es immer die Betroffenen selbst sind, die unter erschwerten Bedingungen noch für Harmonie zu sorgen haben (respectability politics is showing). Gefühle und Perspektiven nicht-betroffener, z.T. nicht diskriminierungssensibler Figuren nehmen für mich zu viel Raum ein. Wenn diese Serien so konzipiert sind, geben sie mir kein gutes Gefühl, auch wenn sie „realistisch“ in der Erzählung sein mögen, weil es nun mal so ist, dass Verwandtschaft oft keinen Support bietet oder Gewalt ausübt und privilegierte Gefühlswelten umsorgt werden wollen.

Ich finde es trotzdem wichtig, dass Diskriminierung thematisiert wird, wenn marginalisierte Identitäten verhandelt werden. Allerdings wird häufig nur ein Teil der Diskriminierung gespiegelt, die z.B. Trans*Personen täglich erfahren (und das zum Teil immer wieder extrem grafisch – also für ein Publikum, dem die unterschiedlichen Formen, die Gewalt annehmen kann, nicht bekannt zu sein scheint). Und es gelingt nur einem kleinen Teil von kommerziell erfolgreichen Serien, Lebensrealitäten differenziert hinsichtlich Gewalt darzustellen und trotzdem ausreichend Empowerment, Utopien, gelebte alternative Communitys, Räume, Politiken bereit zu stellen, die nicht wie in L-Word zu einem Abziehbild eines white cis homonationalist pride rainbow gaga Universums verkommen. Auch hier scheint das Mantra zu sein, dass Empowerment für Betroffene von Diskriminierung konsumierbar, nachvollziehbar und wünschenswert für die umfassend privilegierten ZuschauerInnen sein muss. Befreiung und Emanzipation nach Regeln, die nicht Betroffene aufstellen.

Das ist für mich schmerzhafter, ärgerlicher und aufwühlender, als super Privilegierten in ihrer Parallelgesellschaft beim Leben, Erfolg haben und Scheitern zuzuschauen, in der Diskriminierung höchstens auf der Ebene von schnöder neoliberaler Diversity verhandelt wird. Ich stelle keine Erwartungen an diese Serien, habe nicht den Wunsch, Identifikationspotenzial darin zu finden. Ich kann Performances und Darstellungen finden (von Femininität und Solidarität unter Frauen z.B.) die widerspruchbehaftet und komplex und (deshalb) ziemlich cool sind. In klassischen Hetenserien wie Vampire Diaries, O.C. California, Gossip Girl und Downton Abbey finden sich Frauen-Figuren, deren Charaktere liebevoll und differenziert ausgearbeitet sind, die sich verändern innerhalb der Staffeln, die unterschiedliche Rollen einnehmen, die supportend mit- und untereinander agieren und für mich diese Serien maßgeblich prägen.


Quelle: meine unerschöpfliche Blair Waldorf Gif-Sammlung

Es gibt Momente und Darstellungen von Charakteren in Hetenserien, die für verschiedene feministische Themen, Kämpfe und Insider stehen, auch wenn ich weiß, dass dies in der Regel ungewollte Effekte sind, die vielleicht nur für mich Sinn ergeben. Die Tumblrs über einzelne Serienfiguren, die gefüllt sind mit bewegten Bildern (GIFs), sagen mir jedoch, dass auch andere diese Momente, Charaktere und Darstellungen lieben. Wir mögen vielleicht unterschiedliche Beweggründe für unsere Wertschätzung und Affirmation haben, aber letztlich finden wir dieselben Szenen und Darstellungen toll. Hinzu kommt, dass die meistgeklickten Appreciation&Worshipping Gif-Tumblr über hetige Frauenfiguren aus hetigen Serien fast ausschließlich von Frauen, Lesben und Trans* initiiert und befüllt werden. Logisch, werden sich viele nun denken, sollen die meisten Hetenserien in erster Linie ein „weibliches“ (sic!) Publikum ansprechen. Dennoch finde ich es ziemlich cool, wenn Leute ihre Photoshop- und Social-Media Skills nutzen, um sich gegen (internalisierte[n]) Hetero_Cis_Sexismus und Femininitätsfeindlichkeit zu positionieren (und ab und zu ein bisschen Misandrie zu droppen). Keine bitchy comments über die „dumme Schlampe“, „wie konnte sie ihn nur betrügen?“ oder „in dem Outfit sieht sie [insert fat-/slutshaming here] aus“.

Während sich die Serien häufig um Hetenpaare und hetige Beziehung(sdynamik)en in ihrer primitivsten_privilegiertesten Form (und damit auch immer um privilegierte Typen) drehen, finden Frauen, Lesben und Trans* Zuschauer_innen Frauen-Figuren faszinierend und wenden sich ihnen zu, ehren sie über die Dauer vieler oder aller Staffeln hinweg mit aufwendig kuratierten Gif-Ausstellungen, Fotos, Zitaten (auch von_über die Darstellerinnen). Es entspinnen sich liebevolle queere Beziehungen und Bezugnahmen ausgehend von einer Hetenserie. Absurd. Aber schön.


Quelle: knopetastic.tumblr.com

PS: Wer das Gif-Meme in diesem Beitrag erkennt, ist mein_e Freund_in.


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Typenparaden, Identitätspolitiken und queer-feministische Jugendarbeit – Die Blogschau

1. August 2015 von Charlott
Dieser Text ist Teil 283 von 295 der Serie Die Blogschau

Naekubi schreibt bei Danger Bananas über Rassismus (und auch sonst fast allen denkbaren *ismen) in Oliver Kalkofes Sendung „SchleFaZ – die schlechtesten Filme aller Zeiten“: „Satire, die nach unten tritt, ist vor allem eins: systemkonformes Mobbing.“.

Auf Stop! Talking. widmet sich accalmie Identitätspolitiken, situativen Priviliegien, Aneignungen und (fehlenden) Macht- und Strukturanalysen. (Englisch)

Das Underdog Fanzine hat die Wissenschaftlerin Melanie Groß zu ihren Forschungen und praktischen Interventionen, zu feministischem Aktivismus und Dekonstruktion, sowie queer-feministischer Jugendarbeit befragt.

Es interessiert mich nicht mit wem Du schläfst…„, Don’t degrade Debs, Darling! fasst zwanzig Punkt zu Biphobie zusammen.

Mein Körper Mit Mir ist ein Blog zum Leben mit Epilepsie, Alopecia Areata und Neurodermitis.

Das Blog no218nofundis berichtet von der Salzburger Demo unter dem Motto „Pro Choice is ois!“, die am 25. Juli stattgefunden hatte.

Bei Carmilla DeWinter gibt es eine Zusammenstellung typischer konservativer rhetorischer Mittel und Manipulationstechniken (aufgehangen an den Debatten rund um den Bildungsplan in Baden-Württemberg) und Vorschlägen, wie diesen begegnet werden kann. (Auch wenn dabei leider beispielsweise das Prinzip „Rationalität“ ziemlich wenig hinterfragt wird.)

Auf classless.org erklärt Kulla, dass Rassismus kein Problem mangelnder Bildung ist: „Umgekehrt geht Rassismus nicht weg, weil Menschen zum Gymnasium gehen – die dort ausgebrütete deutsche “Mittelschicht” ist ein Hort jeglichen Ressentiments gegen Arme, Schwache, Faule, Kranke, Verrückte (…)“.

Auf dem Missy Magazine Blog schreibt Hengameh über langweiligen Einheitsbrei: „Quoten auf Bühnen? Schön wär’s. Aber was ist eigentlich schlimmer, die Typenparaden auf den Bühnen oder die schlechten Ausreden der Organisator_innen?“

Die Bloggerin SchwarzRund arbeitet an ihrem ersten Roman. Zur Unterstützung hat sie eine Crowdfunding-Kampagne begonnen.

SchwarzRund Indiegogo from Melina Perez on Vimeo.

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Ein deutsches Drama

22. Mai 2015 von accalmie

Zehn Menschen hat der selbsternannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) ermordet. Beim NSU-Bombenanschlag in Köln wurden 2004 mehr als zwanzig Menschen zum Teil schwer verletzt. Der NSU war nicht nur das „Trio“ Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, sondern (wurde unterstützt durch) ein Netzwerk (extrem) rechter Organisationen und Personen in der gesamten Bundesrepublik. Sowohl Ver­fas­sungs­schutz als auch Po­li­zei ver­schlei­ern nach wie vor ihre da­ma­li­gen Ver­bin­dungen zu und Wis­sens­stän­de vom NSU – Akten­schredder und systema­tische Ge­dächt­nislü­cken sei Dank. Der Prozess gegen Beate Zschäpe ist nicht ab­ge­schlos­sen. Prozess-/Untersuchungsausschuss-Zeug_innen ha­ben ei­ne ge­häuft ver­kürz­te Le­bens­er­war­tung. All das ist so un­fas­sbar wie es fass­bar ist in die­sem Land; all das er­klärt die Not­wendig­keit be­sonderer medialer Sorg­falt, von Re­flek­tion, von Ge­denken.

Nicht für das erste deutsche Fernsehen, denn das meinte seine letztjährige Ankündigung tatsächlich Ernst. Die ARD initiierte einen Fernsehfilm-Dreiteiler über den NSU – die Dreharbeiten sind bereits im Gange, wie die Berliner Zeitung berichtet:

Anna Maria Mühe (29) ist für die ARD in die Rolle der Rechtsextremistin Beate Zschäpe geschlüpft. Eine Sprecherin der Münchner Programmdirektion bestätigte am Donnerstag einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach die Dreharbeiten für einen ARD-Dreiteiler mit Mühe in der Hauptrolle über die Terrorzelle NSU bereits im Gange seien. Die Ausstrahlung ist für 2016 vorgesehen. Die Rollen der beiden toten Rechtsextremisten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt haben Albrecht Schuch (29) und Sebastian Urzendowsky (29) übernommen.

Nochmal langsam: Man kann sich auf einen weiteren „Untergang“ freuen (und in der Tat ist auch noch ein Spielfilm in der Mache). Die ARD dramatisiert neonazistische Morde für das Sonntagabendkino der teutschen „Volks“-Seele. Vermutlich statt Tatort, vor Jauch (wo dann eine weiße männliche Innenminister-Runde darüber reden wird, wie man das alles nicht hätte wissen können, wie vereinzelt und isoliert „Rechtsextremismus“ sei, und dass man auch „Linksextremismus“ im Blick haben müsse, weil Autos.). Man muss ja auch mal die menschliche Seite extrem rechten Terrorismus‘ sehen, die Jugend, die Rebellion, die Suche nach („Volks“-)Gemeinschaft, die road trips. Vielleicht können sich Zuschauer_innen auch sicher wähnen, so nicht zu sein, sondern nur durch­schnitts­ras­sis­tisch.

Es scheint sich um ein Projekt aus und zur Täter_innenperspektive zu handeln – die Namen der eventuellen Darsteller_innen von NSU-Opfern werden erst gar nicht erwähnt. Ihnen und ihren Angehörigen wird die gleiche Individualität offenbar nicht zugestanden. Sie bleiben hier eine nicht näher benannte, entmenschlichte „Masse“, während wir die Menschen Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos kennenlernen sollen, statt eine Dokumentation über jene, die politischen Dimensionen, die Untätigkeit deutscher Behörden, die Hintergründe des NSU und der (extrem) rechten Szene in diesem Land oder gar eine Würdigung der Leben der vom NSU Ermordeten zu sehen.

Die Widerlichkeit des ganzen ist schwer zu überbieten – dabei traut man Öffentlich-Rechtlichen nach diversen Blackface-Intermezzos ja schon Einiges zu. Die NSU-Morde, die Unfähigkeit über bewusste Ignoranz bis Unterstützung deutscher Behörden, den politischen Unwille zur Aufklärung oder gar Thematisierung der Menschenfeindlichkeit sowohl (extrem) Rechter und ihrer Anschlussfähigkeit, gar direkten Verbindungen zur „Mitte“ nun aber zum  Krimi-Dreiteiler zu verarbeiten, war schon jenseits des „teutschen Unterhaltungs“-Erdenklichen (in den Grenzen von…).

Die ARD freut sich sicherlich über Feedback: Melden kann man sich über das Kontaktformular, diese Kontaktadressen oder auf Twitter bei @DasErste.


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„Masters of Sex“ – oder wie Sex emanzipieren kann

16. April 2015 von Gastautor_in
Dieser Text ist Teil 18 von 26 der Serie Die Feministische Videothek

Inna studiert Philosophie und Soziologie in Rostock und versucht dabei Philosophinnen zu entdecken, anstatt sich von der Männerdominanz in beiden Fachrichtungen entmutigen zu lassen. Am liebsten schreibst sie über Serien, Filme und Menschen, die sie auf verschiedenste Weise bewegen. Der folgende Beitrag erscheint demnächst auch im Rostocker Studierendenmagazin Heuler.

„Frauen denken oft, dass Sex und Liebe dasselbe sind, aber das muss nicht so sein, das kann man auch voneinander trennen“, sagt die emanzipierte und selbstbewusste Virginia Johnson (Lizzy Caplan) zu Beginn der TV-Serie Masters of Sex. Als  Forschungsassistentin, die durch ihr besonders unkonventionelles Denken im Jahr 1956 für diesen Posten geeignet erscheint, erforscht sie mit dem renommierten Gynäkologen William Masters (Michael Sheen) das menschliche Sexualverhalten.

Basierend auf den realen Leben von William Masters und Virginia Johnson, spielen Michael Sheen und Lizzy Caplan die Geschichte zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch gemeinsam jegliche Erkenntnisse über  menschliches Sexualverhalten revolutionieren. Eine wichtige Feststellung dabei lautet, dass es keinen Unterschied gibt zwischen vaginalen und klitoralen Orgasmen. Es zeugt von einer gewissen Ironie und ist auch gleichzeitig paradox, dass es letzten Endes ein Mann ist, der den Frauen sagt, dass sie sich auch selbst befriedigen können.

Die Serie ist von gegensätzlichen Verhältnissen geprägt. William Masters, ein Mann, der beweisen will, dass Frauen sich auch ohne Männer gut und gerne befriedigen können, ist gleichzeitig ein frauenfeindlicher, ignoranter Kontrollfreak mit einem gigantischen Ego. Dabei ist der Gipfel der fragilen Verflechtungen von Paradoxien die Tatsache, dass er aus Stolz seiner Frau Libby (Caitlin Fitzgerald) nicht sagen kann, dass nicht sie der Grund ist, weshalb sie (bislang) kein Kind bekommen konnte, sondern er.

Virginia ist hingegen ihrer Zeit weit voraus. Den Höhepunkt stellt dabei ihr überaus erfülltes Sexleben dar, was in Kombination mit der Tatsache, dass sie eine zweifache, alleinerziehende, unverheiratete Mutter und Sexualforscherin in den 60er Jahren ist, nur skandalös sein kann. Es geht bei dieser Serie offensichtlich um mehr als nur Sex oder das Beobachten von Menschen beim Masturbieren oder Koitus, während sie mit Aufzeichnungsgeräten verkabelt sind. Rollenbilder werden hinterfragt, Vorreiter_innen geschaffen und Sex auf eine Art und Weise emanzipiert, auf die es auch tatsächlich allen Beteiligten Spaß machen darf und kann!

„Der Sex war immer eine Art Vehikel, um Diskussionen über wirklich schwierige Themen führen zu können“, sagt Produzentin Michelle Ashford in einem Interview. Es gibt in der Serie zwei weitere zentrale Themen: Die zu diesem Zeitpunkt in den USA vorherrschende Segregation zwischen Schwarzen und weißen Menschen und der Kampf dagegen, den Masters Frau Libby – bis dato unscheinbar und naiv – beginnt zu unterstützen. Zum anderen spielt das Thema Homosexualität beispielsweise für die ehemalige Prostituierte Betty DiMello (Annaleigh Ashford) eine Rolle, da sie sich mit einer Gesetzeslage konfrontiert sieht, die sog. Homosexualität bis 1962 in allen Staaten unter Strafe setzte. Auch danach wurden homosexuell lebende Personen in der Gesellschaft weder akzeptiert, noch gleichwertig behandelt.

2015 hat die Serie kaum an Aktualität verloren. In Zeiten von rassistischen Spaziergängen, sexueller Gewalt in Werbungen und Videos, die als witzig und harmlos empfunden wird, und homophoben Regierungen kann ich die Serie als kurzen Wink mit dem Zaunpfahl gar nicht genug empfehlen.

Die zweite Staffel ist gerade auf ZDF.neo angelaufen.


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Gesucht: Genießbare Abendunterhaltung

18. Dezember 2014 von Naekubi
Dieser Text ist Teil 4 von 7 der Serie Die Emanzipation der Banane

Naekubi bloggt bei Danger! Bananas über das Leben von Asiat_innen in Deutschland, Kultur und Alltag, Rassismus und Feminismus, Selbstbewusstsein und Selbstverständnis. Wir freuen uns sehr, dass sie nun auch eine Kolumne bei der Mädchenmannschaft schreibt.

Das Thema „gute Unterhaltung“ lässt mich nicht los. Jetzt, wo es wieder kalt und dunkel ist, bewege ich mich noch weniger aus dem Haus. Stattdessen sitze ich abends zu Hause, eingemummelt in Decken, und stopfe mich voll. Nicht nur mit Keksen, Lebkuchen oder Plätzchen, sondern mit Medien. Bücher, Serien, Filme. Blöd nur: Es schmeckt mir nicht mehr so wie früher. Filme und Serien, die ich früher bedenkenlos zu mir nahm, finde ich heute eklig und bisweilen ungenießbar. Sind die Medien schlechter geworden? Das denke ich nicht. Aber meine Perspektive hat sich verändert – ich bin älter geworden, was mit gewissen Begleiterscheinungen einher geht: Zum Beispiel, dass ich nicht mehr alles unkommentiert konsumiere, was mir vorgesetzt wird.

Früher, ja früher, da war das anders. Als ich jünger war, störte es mich nicht, wenn alte Klischees aufgewärmt und billige Tropoi verwendet wurden. Etwa wenn bei den Schlümpfen oder anderen Zeichentrickserien im Stammensemble genau eine Frau oder ein Mädchen war. AsiatInnen kamen nur als böse Ninjas vor oder als BesitzerInnen von China-Restaurants. Damals machte mir nichts aus, es war schließlich immer schon so gewesen, das war der Normalzustand. Gleichzeitig fiel es mir nicht einmal auf, wenn ausnahmsweise doch ein Mädchen Protagonistin war, wie bei „Clarissa“. Hauptsache, die Serie war unterhaltsam und bunt. Als Kind und Jugendliche ist man noch leicht zu beeindrucken. Konsumieren bedeutet schließlich, alles zu schlucken – was ich sehr zuverlässig und bereitwillig tat.

Mit dem Alter verfeinert sich der Gaumen und man lässt sich von künstlich aufgebauschten Produkten voller Farbstoffe und billiger Zutaten nicht mehr beeindrucken. Und es wird einfach umso deutlicher, wie langweilig, formelhaft und mies die Rezeptur vieler Medien ist. Nehmen wir zum Beispiel Firefly – eine zum Bedauern vieler Geeks kurzlebige Science-Fiction-Serie von Joss Whedon, die in einem amerikanisch-chinesischen Universum in der Zukunft spielt. Damals fand ich die Serie gut und unterhaltsam. Heute, beim nochmaligen Besehen frage ich mich, wie um alles in der Welt es mir nicht auffallen konnte, dass es für ein amerikanisch-chinesisches Zeitalter kaum chinesisch oder asiatisch aussehende ProtagonistInnen und StatistInnen gab. Chinesisch ist reduziert auf Flüche, die die ziemlich weiße Crew hin und wieder äußert. Oder Sherlock: So sehr ich die BBC-Serie schätze, so bescheuert fand ich den Teil „The Blind Banker“, wo wieder mal die olle asiatische Drachenlady als Bösewichtin und eine zarte Lotusblume als Köder herhalten mussten. Gähn.

Die Kekse von früher schmecken nicht mehr so wie damals, weil sie nicht so gut waren wie ich immer gedacht hatte. Und nicht nur mir geht es so: Erst letztens unterhielt ich mich mit meinem Schwesterherz über genau dieses Thema. Wir stellten fest, dass uns unsere Freizeitbeschäftigung durch Sexismus vermiest wurde. Was ich bei Serien und Filmen erlebte, sah sie bei Manga und Anime. Seit Jahrzehnten wird sie mit denselben stereotypen Frauenfiguren genervt, zuletzt von einem Anime über Fahrradfans namens Yowamushi Pedal: „Ich hab mich auch gefragt, wieso es in diesem Road Racing Club keine Mädchen gibt… und wieso das einzige Mädchen, das totale Fahrradenthusiastin ist, NICHT SELBST FÄHRT!!!“ Auch in Manga und Anime sind Frauen gerade in gemischten Ensembles häufig nur Dekoration, das „Token-Mädchen“ oder Love Interest. Selbst ein großer Cast von weiblichen Figuren bringt nicht viel, wenn es sich um einen Harem-Anime handelt – wenn also alle Frauen hinter dem einzigen Kerl her sind. Großartig. Die guten Angebote muss man daher mit der Lupe suchen, und selbst dann ist nicht alles perfekt. Ich greife nach jedem Strohhalm, wenn es um Unterhaltung geht.

Da wäre zum Beispiel die Serie Selfie mit John Cho und Karen Gillan, die ich trotz des fürchterlichen Titels unterhaltsam finde. Gillan spielt Eliza Dooley, eine (scheinbar) oberflächliche, Social-Media-abhängige junge Frau, die von Marketing-Guru Henry Higgs (Cho) bessere Manieren lernen und ein neues, besseres Image erhalten soll. Das klingt erst einmal nach „älterer Mann bringt dummer junger Frau etwas bei“, doch das legt sich sehr bald. Die beiden werden als vielschichtige Personen in einer Freundschaft gezeigt. Ich mag John Cho als „romantic interest“ in dieser romantischen Komödie, denn wo gab es das das letzte Mal? Eben. Bezeichnenderweise wurde die Serie nach einer Staffel abgesetzt und die Chancen stehen schlecht, dass sie von einer Online-Plattform gerettet werden könnte. Boo-fucking-hoo. Zumindest die verbleibenden Folgen werden online veröffentlicht.

Eine andere Serie, die ich persönlich gut gemacht und unterhaltsam finde, ist Black-ish – sie versucht, die Schwarze Familien-Sitcom wiederzubeleben. Doch anders als die früheren Formate widmet sich die Serie dezidiert Fragen und Lebenswirklichkeiten von Afro-AmerikanerInnen, ohne dass man sich als Nichtangehörige/r ausgeschlossen fühlt oder keinen Zugang erhält. Die MacherInnen im Hintergrund treffen den Ton meistens sehr gut, die Witze haben ein gutes Tempo und Niveau erreicht, was auch an der hervorragenden Auswahl der KinderdarstellerInnen liegt. Diese Serie scheint auch von der Quote her ein großer Erfolg zu sein und ich hoffe auf weitere Folgen, schließlich ist der Winter noch lang.

Das sind derzeit genau zwei für mich genießbare Serien von einem Buffet an Medienangeboten aus dem Jahr 2014, das anscheinend nur aus altem Weißbrot von vorvorgestern besteht. Was mich dabei auf die Palme bringt, ist die offensichtliche Faulheit und Ideenlosigkeit der sogenannten Kreativen. Ich habe es satt, wenn Kreative schlicht und ergreifend zu den immer selben Rezepten greifen. Niemand muss das Rad neu erfinden, aber ein wenig Mühe geben erwarte ich schon. Es braucht nicht die x-te Story von dem weißen, männlichen, heterosexuellen Helden, der die Welt rettet und am Ende das Mädchen kriegt.

Ich wünsche euch allen deshalb ein inklusiveres Jahr 2015, in dem es mehr Charaktere mit unterschiedlichsten Lebenswelten auf den Bildschirm schaffen und weniger von den ollen Kamellen.


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#YouAreWrong: Samstagabendbeat mit Amanda Seales

8. November 2014 von Anna-Sarah

In the mix: ein CNN-Clip, der in feministischen Foren schon allerhand Beachtung fand. Kontext: Es ging um Street Harrassment und das vieldiskutierte Hollaback!-Video – wer sich genauer informieren möchte, mag vielleicht als Ausgangspunkt zum Weiterlesen in unseren letzten Selbermachsonntag schauen.


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„Sicherheitskräfte“, Weltraum-Style, Pippi Langstrumpf – kurz verlinkt

1. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 256 von 337 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Die Zeit berichtet über nun offenkundig gewordene Gewalttaten gegen Einwohner (Hinweis: Artikel enthält Fotos) von Unterkünften für Geflüchtete – durch deren Wachpersonal. Die mediale Entrüstung, die vor allem auf Zuständigkeiten und Privatisierungsfragen abhebt, lässt allerdings bisher die Proteste und Kämpfe von Geflüchteten in Deutschland komplett außer Acht, welche sich seit Jahren gegen die ihnen zugemuteten Bedingungen und systematischen Repressionen richten.

Im schwedischen Fernsehen wurden rassistische Begriffe und Gesten in Pippi-Langstrumpf-Verfilmungen geändert bzw. daraus entfernt, berichtet die Welt (Hinweis: Begriffe im Artikel ausgeschrieben).

Jelena Serowa ist die erste Russin auf der International Space Station (ISS) und Journalist_innen fällt nichts besseres ein, als bei einer Pressekonferenz nach ihrem Styling zu fragen. Die passend Antwort hat die Kosmonautin parat.

Am 20. September fand in Berlin der so genannte „Marsch für das Leben“ statt, der sich gegen Abtreibungs- und Selbstbestimmungsrechte ausspricht. Jedes Jahr gibt es feministische Gegendemonstrationen (wir berichteten). Leftvision hat ein Video zu den Protesten gedreht.

englischsprachige Links

Feministing stellt das großartige Aktivismus_Kunst-Kollektiv Darkmatter vor.  Auf Twitter kann mensch an ihrer Arbeit teilhaben – absolute Follow-Empfehlung!

In einem Videoclip zu sexualisierter Gewalt in der YouTube-Community werden vier Punkte beschrieben, die helfen könnten, das Problem zu lösen bzw. es zu verändern.


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Erschwerte Bedingungen

29. September 2014 von Gastautor_in
Dieser Text ist Teil 29 von 41 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Katrin bloggt bei Reizende Rundungen über Plus Size Fashion, Fat Acceptance und alltäglichen Flitterkram, und twittert auch unter @fresheima. Mit ihrer freundlichen Genehmigung dürfen wir ihren Blogpost hier zweit-veröffentlichen.

Ich habe den ganzen Tag überlegt, ob ich das jetzt wirklich zerreden will, oder es einfach ad acta lege, aber irgendwie lässt mich diese Mail, die heute in mein Postfach flatterte nicht los. Nicht, weil ich mich davon persönlich beleidigt fühle, sondern weil hinter der Annahme ein ganzer Rattenschwanz an Dingen steckt, die mir total quer gehen. Ich schaute also in mein Blog Postfach, und sah etwas mit dem Titel „Anfrage für Fernsehproduktion“, meine Erwartungen waren dank verfangender Erlebnisse recht tief, und ach was solls, ich kopiere es eins zu eins und versehe es gleich mal mit meinen Korrekturgedanken.

Liebe Katrin
ich schreibe Dich an, weil wir Dich gerne für eine Fernsehsendung gewinnen würden. Es geht um folgendes: wir produzieren für das Deutsche Fernsehen eine Real Live Reportage.  

Aha. Für welchen Sendern denn? Und Real Live Reportage, das klingt wie ein Wort, das gerne nach mehr klingen will als es ist… Mitten im Leben und so, das waren bestimmt auch Real Life Reportagen. oder?

Wir zeigen die Menschen so wie sie sind – ihre Ziele, ihre Schicksale, ihre Erfolge oder ihr Scheitern. Die Reportage eröffnet dem Zuschauer einen unverstellten Blick auf das Geschehen – intensiv und informativ. 

Ha, ich wusste es doch. Intensiv und informativ klingt definitiv nach RTL!

Für eine kommende Folge möchten wir Singles begleiten, die auf der Suche nach einem Partner sind. (aha?!) Hierbei geht um Singles mit erschwerten Bedingungen. So haben wir für die Folge z.B. bereits einen Mann aus dem Allgäu begleitet,…

… Moment mal eben. Erschwerte Was? Erschwerte Bedingungen? Ich gucke in diesem Moment irritiert von meinem Handy hoch und blickte kurz meine Mama an, weil ich mich frage, ob ich nicht versehentlich in irgendeine Paralellwelt abgedriftet war.

…der sehr abgeschieden lebt und für den es daher schwer ist jemand neues kennenzulernen. Nun möchten wir für diese Folge auch eine übergewichtige Frau begleiten, die Single ist. Unsere Reporterin wäre dabei an ihrer Seite.

Danach ging die Mail noch ein bisschen weiter. Dies das Ananas, wie toll mein Blog wäre, dass ich Mut mache, und bestimmt total ausgebucht bin, wenn ich keine Zeit hätte, wäre es toll „wenn Du (also ich) uns bei der Suche nach Protagonistinnen unterstützen könntest – Interesse anyone? Ich weiß immer noch nicht so genau, was ich sagen soll, weil so vieles an dieser Mail so un-fass-bar ist. Fangen wir mal damit an, dass ich die Produktionsfirma googlte und diese zwar auch für WDR oder NDR produziert, ich aber nicht glaube, dass dieses Format für die Öffentlich Rechtlichen, sondern eher für andere Kunden wie RTL oder Sat1 produziert wird. Ich meine, jede_r die_der schon mal „Schwiegertochter gesucht“ oder „Schwer verliebt“ geschaut hat, kann sich ein ungefähres Bild davon machen was einen bei dieser Produktion wohl erwartet. Und überhaupt, was ist das eigentlich für ein Thema? Schaut euch die Freaks an, auch sie brauchen Liebe? (mehr …)


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Nationalsozialismus im TV, Freiwilligkeit in Behörden – die Blogschau

5. Juli 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 254 von 295 der Serie Die Blogschau

In der vergangenen Woche waren viele von uns viel außerhalb des Internets beschäftigt, daher heute nur eine kleine Blogschau – falls ihr mehr Blogfundstücke habt, gern in die Kommentare!

Renée Winter befasst sich in ihrem Buch Geschichtspolitiken und Fernsehen mit der frühen Geschichte des ORF und untersucht, wie der Nationalsozialismus von 1955 bis 1970 in unterschiedlichen Fernsehformaten verhandelt wurde. Fernseher kaputt berichtet.

Christel T. schreibt bei Jobcenteraktivistin über „Freiwilligkeit“ im Kontext von Jobcenter, Ausländerbehörden und #ohlauer.

Habt ihr diese Woche was geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Jede Woche verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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