Einträge mit dem Tag ‘feministische Studien’


Straßenumbenennungen, (nb)-Transfeindlichkeit und Arbeitskämpfe von Reinigungskräften – kurz verlinkt

1. Juni 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 350 von 351 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

KlasseGegenKlasse hat zwei Reinigungskräfte interviewt, die am Streik am Krankenhaus Charité in Berlin, beteiligt sind. Sie sprechen über desaströse Arbeitsbedingungen, Rassismuserfahrungen und ihre Forderungen.

Morgen ist Internationaler Hurentag. Hydra e.V. lädt zu einer Pressekonferenz, auf welcher die Kampagne „Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!“ vorgestellt wird und einer soäteren Diskussionsveranstaltung ein. (FB-Link)

In Berlin-Mitte sollen nun endlich einige Straßen, die immer noch die Namen von Mitbegründern der deutschen Kolonien tragen, umbenannt werden. In der Pressemitteilung von ISD e.V. und Berlin Postkolonial e.V. heißt es zu den erarbeiteten Vorschlägen: „Mit Ana Nzinga (1583-1663), Yaa Asantewaa (ca.1840-1921) und Martin Dibobe (1876-ca.1921) sind dabei drei herausragende Persönlichkeiten des afrikanischen Widerstandes gegen die koloniale Unrechtsherrschaft Portugals in Angola, Groß Britanniens in Ghana bzw. Deutschlands in Kamerun in die erste Wahl genommen worden.“

Das neue an.schläge Magazin steht ganz unter dem Thema „Feminismus& Behinderung„. Online lässt sich bereits Katharina Payks Text Behinderung als queeres Anliegen und Brigitte Theißls Vorstellung einiger deutschsprachigen behinderten Blogger_innen.

„Im NSU-Umfeld waren mehr als 40 V-Leute der Sicherheitsbehörden aktiv. Doch der Verfassungsschutz behauptet, erst mit der Selbstenttarnung des NSU 2011 von dessen Existenz erfahren zu haben.“, schreibt die Frankfurter Rundschau zum NSU-Komplex.

Im Artikel „Deserteur_innen im Geschlechterkampf“ schreibt Brrrte auf Medium über (nb-)Transfeindlichkeit in feministischen Räumen/ Diskussionen.

Interview mit Berliner Kulturanthropolog_in Francis Seeck über ordnungsbehördliche Bestattungen und ein Recht auf Trauer: „Tote ohne Angehörige werden vom Staat entsorgt.“ Francis Seecks Buch „Recht auf Trauer“ erscheint voraussichtlich im Juli 2017.

Das kollektiv getragenes Seminarhaus „QUECKE! in Brandenburg wird von Menschen aus mehrheitlich queerfeministischen Zusammenhängen selbstorganisiert und ist ein Ort an dem Gruppen sich politisch & kulturell organisieren/ausruhen können. Derzeitig wird es renoviert und es wird noch Geld benötigt!

Ab sofort sind alle Ausgaben der feministischen studien von 1982 bis einschließlich 2015 frei beim Verlag de Gruyter verfügbar.

Vom 14./15. Mai 2018 findet in Heilbronn im Rahmen des Projekts „Gender. Wissen. Informatik. Netzwerk zum Forschungstransfer des interdisziplinären Wissens zu Gender und Informatik (GEWINN)“ eine Konferenz zum Thema Gender & IT statt. Frist der Einreichungen für Artikel und Poster ist der 31. Oktober.

Debora Antmann ist neue Kolumnistin beim Missy Magazine. Ihre Kolumn trägt den super Titel „Not Your Goy*Toy“ und in der ersten Auflage dreht sich alles um wc-deutschen Feminismus.

Bei einem bundesweiten Netzwerktreffen hat der Careleaver e.V. eine Stellungnahme zum Regierungsentwurf für das „Kinder‐ und Jugendstärkungsgesetz“ (KJSG) verfasst.

LSBTTIQ* werden in Brasilien zu Feinden erklärt.“ Caren Miesenberger interviewt für die Heinrich-Böll-Stiftung Indianara Siqueira zu Rechten von trans Menschen, den Rechtsruck in der Regierung, den kleiner werdenden Handlungsspielräumen der Zivilgesellschaft sowie alltägliche und strukturelle Diskriminierung von LSBTTIQ* in Brasilien.

Eine Vielzahl an Anti-Diskriminierungsverbänden, wie zum Beispiel TransInterQueer e.V., die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland oder die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung e.V., planen in Vorbereitung auf die Bundestagswahl im September eine Bündelung der Wahlprüfsteine zum Thema Diskriminierungsschutz. Einen ersten Überblick bekommt ihr auf die-wahlpruefsteine.de.

Termine in Berlin, Kiel, Leipzig, Hannover, Heidelberg

Den ganzen Juni über finden Veranstaltungen in Berlin im Rahmen des Black Lives Matter Monats statt. Das gesamte Programm findet ihr auf der Webseite von Black Lives Matter Berlin.

1. Juni in Hannover: Simone Dede Ayivi bringt ihr Stück „First Black Woman in Space“ nach Hannover. Weitere Vorstellungen folgen direkt am 02. und 03. Juni.

2. – 5. Juni in Kiel: Lesbenfrühlingstreffen 2017.

8. Juni in Berlin: „Sexuelle Bildung und sexuelle Rechte: nicht behindern, sondern ermächtigen!“ – Das Podiusmgespräch beginnt um 19 Uhr.

9. – 11. Juni in Kiel: Save the Date! LaDIYfest Kiel.

13. Juni in Leipzig: Alle im Blick?! lgbtiq* Lebenswirklichkeiten in der Jugendhilfe. Der Fachtag richtet sich an interessierte Pädagog*innen, die in der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten und ein Klima vermitteln wollen, welches alle Jugendlichen anspricht und Diskriminierung vermeidet.

15. – 18. Juni in Heidelberg: Das Lady*fest Heidelberg findet statt!

14. bis 16. Juli in Berlin: Festival für ein offenes und solidarisches Neukölln. (Es werden noch Leute zum Mitmachen gesucht!)

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Zerbrechliche, programmierende, nackte Frauen – kurz verlinkt

29. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 260 von 351 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Lust auf Theater? In Berlin werden Afro-Deutsche/ Schwarze deutsche Jugendliche für ein Theaterprojekt gesucht!

Den Vortrag „Die zerbrechliche Frau – Kritik an der Psychopathologie in feministischen Räumen“ gibt’s zum Anhören auf freie-radios.net.

feministische studien haben nun einen Blog! Im zweimonatigen Wechsel werden Autor*innen-Duos „ihren Blick auf die Welt und was sich in ihr ereignet“ mit uns allen teilen. Den Anfang machen Gudrun Axeli Knapp und Maureen Maisha Eggers.

Chronik eines angekündigten Exzesses„. In der FAZ schreibt Olaf Sundermayer über die Nazi-Demonstration in Köln und wie die „Hoologans“ systematisch unterschätzt wurden.

Englischsprachige Links

Bis in die 80er Jahre war der Frauenanteil beim Programmieren wesentlich höher als jetzt. Doch was passierte dann? NPR zeigt auf wie die ersten Computer in private Haushalte zogen, diese ausschließlich für Jungs und Männer beworben wurden und sich eine Frauen ausschließende Geek-Kultur herausbildete.

Autostraddle stellt zwei junge trans Frauen vor. Eine von ihnen hat gerade ein Kinderbuch über ihre frühe Kindheit geschrieben: I am Jazz.

„If there is a lesson for white artists and the institutions that host their work from these recent imbroglios, it is that the intention behind a work is secondary to its impact. And that means they’re responsible for engaging with those who object on the grounds that a piece of work is racist, or bigoted in some other way.“, T. O. Molefe bei der New York Times über Kunst und Rassismus.

Im Essay „How many licks“ schreibt Janani Balasubramanian eine kurze Dekonstruktion des Blowjobs, nennt wichtige Akteur_innen (Monica Lewinsky, Linda Lovelace) und Künstler_innen (Nao Bustamante) und weist darauf hin, dass ein Blowjob von allen Körperteilen ausgeführt und entgegen genommen werden kann. [Ergänzung: Weitere Informationen zu Linda „Lovelace“ Boreman und der sexualisierten Gewalt, die unter anderem beim Dreh von „Deep Throat“ gegen sie ausgeübt wurde, gibt es beim Guardian, der letztes Jahr einen Hintegrundbericht zum Spielfilm „Lovelace“ und der Involvierung von u.a. Gloria Steinem in jenem veröffentlichte. Es lohnt sich auch, dort auf die weiterführenden Links zu klicken. Danke für die Hinweise hierzu!].

Aleah Chapin fabriziert riesige Gemälde, auf denen nackte Frauen dargestellt sind. Im Telegraph erzählt sie, was sie bei ihrer Arbeit über Körper und Unsicherheiten lernte.

Termine in Berlin, Bielefeld und Bonn:

29.10. in Berlin: Solikonzert und Kundgebung für die besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule.

06.11. in Bonn: Wohn(t)räume – Junge Migrantinnen stellen aus.

13.11. in Berlin: Spoken Word mit Moona Moon, Azadê, Sarah Mouwani und Bahati. (Hier auch bei Facebook.)

14.11.-24.11. in Bielefeld: Aktionstage Gesellschaft_Macht_Geschlecht (Facebook-Link)

15.11. in Berlin: Ausstellungseröffnung „WIR SIND ALLE BERLINER: 1884-2014. A Commemoration of the Berlin Congo Conference“ (Facebook-Link)


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