Einträge mit dem Tag ‘Feministinnen’


Für das revolutionäre Herz

28. Juli 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 5 von 13 der Serie Wanna Disco? Listen Up!

In unserer neuen Serie “Wanna Disco? Listen Up!” (Le Tigre meets Gossip) stellen wir euch (feministische) Musiker_innen vor, die euren Player zum Grooven bringen. Bereits interviewt haben wir djane mithras (Djane Kurse für Mädchen und Frauen), Sookee (HipHop), The Stattmatratzen (Punk) und Zorro Zensur (New Wave/Punk). Heute sprechen die drei Musikerinnen Mel, Inna und Eve von Monsterbeat and the Immigrant neuerdings Stereowoolf (auch auf twitter und facebook) über weibliche Vorbilder, Sexismus in der Musikszene und warum sie nicht auf allen Konzerten spielen. 

Monsterbeat and the Immigrant

In einer Welt voll Elektro und Indie haben Monsterbeat and the Immigrant ein neues Genre erschaffen – 21st century riot grrrl rock! Erst Oktober 2010 in Marburg formiert, treffen sie das revolutionäre Herz mit Texten über Themen, über die sich nur wenige Leute zu singen trauen, mal offensiv, mal subtiler – untermalt durch Klänge mit Ohrwurmgarantie! Und das alles D.I.Y!

Ihr kommt aus Marburg. Gibt es dort eine feministische (Musik-)Szene?

Eve: Eine feministische Szene gibt es sehr wohl! Und aus genau der kommen wir auch. Das heißt, sie hat uns den letzten Anstoß gegeben, uns als Band zu formieren.

Inna: Eine Musikszene hat aber erst kürzlich angefangen, sich zu entwickeln. Es gab z.B. im Mai den ersten Schlagzeug- und Gitarren-Workshop für Frauen. Außerdem organisieren wir eine Open Stage, zu der jetzt auch immer mehr Frauen kommen und mitspielen.

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“Yes – we are!” – Lesbische Aktivistinnen in Polen

10. Mai 2011 von Magda

Yes, we are“ ist eine Dokumentation über feministisch-lesbische Aktivistinnen in Polen und deren Kampf um An­erkennung und Rechte. Die Filme­macherin Magda Wystub be­gleitete und inter­viewte die Aktivistinnen im Rah­men ihres Filmprojekts, das ab dem 15. Mai in mehreren Städten Deutschlands und der Schweiz bestaunt werden kann. In der Presse­mit­teilung heißt es:

Der Film richtet die Aufmerksamkeit be­wusst auf emanzipa­torisch denkende Les­ben und die Viel­falt ihrer Strategien, sich in einer homo­phoben Um­gebung zu behaupten. Die viel­schichtigen Empfin­dungen und Analysen sowie der hetero­gene Alltag der Protagonistinnen ver­mitteln dabei gleich­zeitig einen breiten Ein­blick in das all­gemeine politische Kli­ma sowie die gesell­schaftlichen Um­brüche in Polen.

Yes, we are” on Tour (Angaben ohne Gewähr):

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Jaclyn Friedman im Interview

2. Mai 2011 von Verena

Eine auch von der Mädchenmannschaft mit Spannung erwartete Speakerin bei der diesjährigen re:publica war die us-amerikanische Media-Aktivistin Jaclyn Friedman. Anne Wizorek, eine der Organisatorinnen der re:publica, traf Friedman zum Interview:

Jaclyn Friedman ist Gründerin und Geschäftsführerin von Women, Action & the Media, einer Organisation, die sich für Geschlechtergerechtigkeit in den Medien einsetzt und diese fördert. Ferner engagiert sich Friedman bereits seit ihrer Studienzeit aktiv für eine Schärfung des Sicherheits- als auch Rechtsbewusstseins im Kontext sexueller Übergriffe und hat hierzu unter anderem auch die Anthologie “Yes Means Yes: Visions of Female Sexual Power and a World Without Rape” mitherausgegeben.

Auf der re:publica 2011 beschrieb die begeisterte Twitter-Nutzerin in ihrem Vortrag “How Feminist Digital Activism Is Like the Clitoris” am Beispiel von Twitter-Kampagnen wie #mooreandme, #prataomdet oder #dearjohn, inwieweit sich digitale Medien auch erfolgreich im Rahmen des feministischen Aktivismus nutzen lassen und gleichzeitig dazu dienen können, eine aktive Community aufzubauen.

Im Interview mit ihr sprachen wir außerdem darüber, wie sie Klischeevorwürfen gegenüber Feministinnen begegnet, ob sich der amerikanische vom europäischen Feminismus unterscheidet und welche Rolle digitale Medien spielen können, um gegen die Sexualisierung in Standard-Medien anzugehen.

Im Herbst wird außerdem das neue Buch von Jaclyn Friedman mit dem Titel „What You Really Really Want: The Smart Girl’s Shame-Free Guide to Sex and Safety“ erscheinen. Dieses ist ein Ratgeber, der insbesondere jungen Frauen im Umgang mit der eigenen Sexualität unterstützt und dabei hilft, widersprüchliche, scheinheilige und hypersexualisierte Medien-Botschaften korrekt zu entschlüsseln, um entgegen dieser Stereotype, die eigene sexuelle Identität selbstbewusst und -bestimmt entfalten zu lassen.

Kamera: Gunnar Weber, Interview: Anne Wizorek, Schnitt: Nico Roicke

(Dieser Artikel erschien ursprünglich bei spreeblick)

 


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Feminismus Around The Clock

25. April 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 102 von 152 der Serie Kurz notiert

Drei Jahre Missy Magazine! Im Neuen Deutschland gaben die Herausgeberinnen schon vor einiger Zeit ein Interview über Feminismus und Modestrecken, Rebellion und Elternratgeber.

Die Arbeit der queeren Rapperin und Deutschlehrerin Sookee wird in der Berliner Zeitung vorgestellt.

Die ZEIT interviewte die ägyptischen Bloggerin und Aktivistin Noha Atef und unsere Kolumnistin Kübra Gümüsay auf der re:publica 2011 zu politischen Aktivismus und zum Bloggen.

In Wien geht der Ärger weiter: Zum 100. Weltfrauentag hatten die Strickistinnen die Route der Wiener Demo mit urbaner Kunst verkleidet. Trotz einer ausdrücklichen Genehmigung und finanzieller Unterstützung der Stadt entfernte die Straßenreinigung bereits am nächsten Tag wieder alles. Nun sollen die Aktivistinnen dafür auch noch die Kosten tragen, so der Augustin.

muslimahmediawatch zeigt ein Poster der deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, auf dem eine verschleierte Muslima neben Müllsäcken sitzt. Untertitel des Posters: Unterdrückte Frauen werden leicht übersehen.

Ina Freudenschuss hat für dieStandard.at die amerikanische Netzaktivistin Jaclyn Friedman interviewt.

Die feministing.com Autorin Courtney Martin spricht über ihre Arbeit und feministischen Aktivismus.

(via Anne Roth)

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für April.


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rp11 – Reden wir drüber

15. April 2011 von Verena

hellblauer Hintergrund auf dem oben 'Meet me @' (das letzte Zeichen ist eine Mischung aus @ und ♀, dem Frauenzeichen) steht, darunter bunte Stickereien, darunter re:publica XI 13. - 15. April 2011, Berlin

re:publica 11 im Endspurt. Nach Shitstorm, Pluralismus, Flittern und und und drängen wir uns heute zum letzten Tag des diesjährigen Blogosphärentreffens. Aber nicht ohne uns noch auf ein paar spannende Panels zu freuen. Die letzte lady@re:publica für dieses Jahr ist Anne Roth und hier stellt sie ihr, erst vor knapp einer Woche ins Leben gerufene, Panel vor, das heute um 15 Uhr stattfindet!!!

 

 

Wie bist du im Netz unterwegs?
Mein Blog heißt annalist, mehr über mich hier und auf Twitter.

Wie ist der Name deiner Veranstaltung?
Cyberfeministinnen und Girls on Web – ein Generationengespräch

Was passiert da?
Vier Frauen, die alle als Feministinnen im Netz unterwegs sind, aber zu ganz verschiedenen Zeitpunkten damit angefangen haben, unterhalten sich über Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten. Zwei Frauen – Diana McCarty und Valie Djordjevic – haben den ersten Cyberfeminismus in den 90ern miterlebt und auch mitgestaltet. Seitdem hat sich im Netz viel getan und seit einigen Jahren können wir einen ständig wachsenden neuen Feminismus im Netz beobachten, unter anderem im Blog der Mädchenmannschaft, aber auch in vielen anderen. Für die “Zweite Welle”, wenn das als Begriff überhaupt passt, werden Katrin Rönicke und Teresa Bücker auf der Bühne sitzen.

Wieso liegt dir das Thema am Herzen?
Mein Eindruck ist, dass die verschiedenen Feministinnen im Netz weiter sehr aktiv sind, aber wenig übereinander wissen. Ich stehe mit je einem Fuss in beiden Richtungen, und finde das sehr schade, denn wir können bestimmt viel voneinander lernen und hoffentlich auch von den Erfahrungen der anderen profitieren. Dazu soll das Podium ein Anstoß sein.

Wo und wann findet euer Vortrag statt?
Am Freitag um 15 Uhr im Blauen Saal. Weil das Podium ganz kurzfristig zustande kam, steht es nicht im gedruckten Programm, also am besten selber reinschreiben, damit es nicht untergeht!

Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit der re:publica?
Ich war vor zwei Jahren das erste Mal da und fühlte mich sehr unwohl, weil es mir wie ein sehr selbstbezogenenes Ingroup-Treffen vorkam. Das dominante Gefühl war “Wir sind toll!”. Das wird von den Medien, die enorm viel berichten, auch stark transportiert. Mir kam die re:publica langweilig homogen vor: viele smarte Männer zwischen 30 und 40. Auch das Programm habe ich so in Erinnerung.
Mein Eindruck ist, dass sich das in den letzten zwei Jahren geändert hat und das Programm viel vielfältiger ist. Wobei ich von den MacherInnen inzwischen auch gehört habe, dass die re:publica immer auch als politischer Kongress gedacht war und bestimmte Veranstaltungen, die die deutsche Blog-Bauchnabelschau nicht gut treffen, leider einfach weniger angenommen werden. Aber auch das, scheint mir, ändert sich. Dieses Jahr ist das Programm auch von den Leuten her, die es gestalten, viel vielfältiger geworden und damit gefällt mir die re:publica inzwischen viel besser.

Hast du das Gefühl, dass Frauen auf Panels und in Workshops aktiv präsent sind?
Es wird langsam, würde ich sagen. Letztes Jahr war zumindest das Problembewusstsein schon vorhanden, aber das Zahlenverhältnis leider unverändert schlecht. In diesem Jahr sind immerhin 30 Prozent Frauen im Programm, und damit ist das Glas immerhin zu einem Drittel gefüllt.

Was sind beziehungsweise waren deine Erwartungen an die re:publica in diesem Jahr?
Ich freue mich, viele Leute wiederzutreffen, die ich sonst im ‘wirklichen Leben’ wenig oder nie sehe, freue mich auf viele wirklich interessante Programmpunkte und bin gespannt, ob und welche neuen Projekte angestoßen werden.


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Der lange Weg der polnischen FeministInnen

12. April 2011 von Silviu
Dieser Text ist Teil 8 von 19 der Serie Im Osten nichts Neues?

Sieben Jahre nach Polens EU-Beitritt darf sich die dortige feministische Bewegung über einige Erfolge freuen. Das alte Klischee vom Feminismus als lächerliche, aus dem Westen importierte Ideologie gilt nicht mehr als selbstverständlich, schreibt Autorin Agnieszka Graff, eine der Hauptfiguren der Bewegung. Die rechtsliberale Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk hat neulich eine gesetzliche Frauenquote von 35 Prozent für die Parlamentswahlen eingeführt und das staatliche Angebot an Betreuungsplätzen für Kleinkinder verbessert. Die Medienresonanz einiger feministischer Veranstaltungen wächst durch die Teilnahme von Gesellschaftsprominenten wie Danuta Walesa, der Ehegattin des ersten polnischen Präsidenten und ehemaligen antikommunistischen Dissidenten Lech Walesa.

Freilich sind diese Erfolge auf eine pragmatische Neuorientierung eines Teils der feministischen Bewegung zurückzuführen, wie Graff zugibt. Denn der langjährige Kampf ums Abtreibungsrecht hat trotz aller Bemühungen nichts gebracht und die Chancen, dass dieses wichtige Ziel in absehbarer Zukunft verwirklicht wird, stehen weiterhin schlecht. Mit der Ausklammerung der Abtreibungsdebatte hoffen die eher liberal geprägten FeministInnen, den Widerstand des nach der Wende wiederentdeckten und seit Jahren dominanten Traditionalismus zu umgehen.

Tatsächlich könnte diese Rechnung aufgehen, denn sowohl der wirtschaftliche, als auch der politische Kontext scheinen günstig zu sein. Im Gegenteil zu allen anderen osteuropäischen Ländern hat Polen die Wirtschaftskrise gut überstanden und sieht sich dementsprechend weniger gezwungen, Kürzungen im Sozialetat vorzunehmen. Polnischen Frauen bleiben damit viele neue Probleme ihrer ungarischen oder rumänischen Geschlechtsgenossinnen zunächst erspart. Denn eine schwere Krise schwächt nicht nur die immerhin prekäre Wirtschaftsposition vieler Frauen, sondern stärkt in der Regel auch den Einfluss von neo­tra­di­tionalist­ischen und konservativen Diskursen, die dem Feminismus und der Modernisierung die Schuld für alles geben.

Umgekehrt verlieren die polnischen Rechtspopulisten um Jaroslaw Kaczynski an Wählerschaft, unter anderem gerade weil die Wirtschaftsbilanz der Regierung relativ gut ist. Und selbst die Erzkonservativen in der Katholischen Kirche sehen erstmals seit Jahren ihre Glaubwürdigkeit beschädigt, weil ihre politischen Spielchen von vielen BürgerInnen als übertrieben wahrgenommen werden.

Für die polnischen FeministInnen könnten diese Zusammenhänge eine Chance bieten, und zwar in zweierlei Hinsicht. Einerseits wäre es natürlich begrüßenswert, wenn auf Druck des liberalen Mainstream-Feminismus’ weitere Reformen durchgesetzt würden. Andererseits könnte gerade dieses Phänomen zu einer weiteren, erfrischenden Differenzierung innerhalb der feministischen Bewegung führen.

(Jeweils im März demonstrieren polnische FeministInnen in den Großstädten gegen das Abtreibungsverbot und für mehr Frauenbeteiligung. Rechtskonservative Gegendemos gelten allerdings immer noch als vorprogrammiert.)


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Zum 25. Todestag von Simone de Beauvoir

12. April 2011 von Magda

Simone de Beauvoir war eine französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin. Sie schrieb zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Memoiren und gilt als Vertreterin des Existentialismus. Beauvoir wurde mit der Veröffentlichung von “Das andere Geschlecht” (1949) zur Leitfigur der früheren Frauenbewegungen. Am 14. April 2011 hat Beauvoir ihren 25. Todestag.

Passend dazu haben wir für heute zwei kurzfristige Radiotipps:


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“Hey Baby” ist nicht mein Name!

6. April 2011 von Magda

Berlin Hollaback! ist eine recht junge Initiative zweier feministischer Aktivistinnen aus Berlin, die dummen Anmachen und Belästigungen den Kampf ansagen. Mit ihrer Platt­form möchten sie sexistische, sexuali­sierte, rassistische, homo­phobe, trans­phobe und/oder beHindernde Be­lästigungen öffent­lich machen, um sie aus der un­sichtbaren Ecke zu holen: Be­lästigung ist weder Einzel­fall noch das alleinige Problem des_r Belästigten. Mehr Infor­mationen gibt es auf der Homepage, auf Tumblr, auf Twitter oder Facebook.

Mit eurer Initiave Hollaback Berlin setzt ihr euch gegen street harassment (Belästigungen auf der Straße) ein. Wie seid ihr auf das Thema gekommen?

Letztes Jahr im September haben wir die Londoner Hollaback! Seite entdeckt. Weil wir die Idee so gut fanden, haben wir die Admins der Seite gleich kontaktiert und gefragt, ob es mö­glich wäre, das auch für Berlin zu machen. Wenig spä­ter hat sich dann die Direk­torin von HollaBack!, Emily May, bei uns gemeldet. Weil die Seite in den USA so erfolg­reich ist, haben sie und die anderen Gründer_innen entschieden, HollaBack! als NGO zu betreiben und weltweit neue Seiten auf­zubauen.

So eine Website hat uns gefehlt: eine, die erstens über street harassment (also jede Form sexualisierter Be­lästigung in öffent­lichen Räu­men) informiert und zweitens genau uns, die Leid­tragenden dieser Praxis ermutigt, das nicht länger einfach nur hin­zu­nehmen. Wir fanden, es war höchste Zeit, das auch für Deutsch­land in Angriff zu nehmen. Die Tat­sache zum Beispiel, dass keine wirklich an­gemessene Über­setzung für street harassment existiert, gibt schon Auskunft darüber, welchen Stellen­wert diese Form der Dis­kriminierung (immer noch) ein­nimmt. Das wollen wir ändern: dieses ewige Nach­gepfeife, angemacht werden, Grabschen, Glotzen und dann be­schimpft werden, weil der Kerl nicht zum Zug kommt, muss einfach pro­blematisiert und ins öffent­liche Be­wusstsein gerückt werden.

Was heißt “hollaback” und in welchem Kontext steht es zu Belästigung auf der Straße?

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Wer war… Fanny Lewald?

24. März 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 26 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

Fanny Lewald, geb. Markus, wurde heute vor 200 Jahren am 24. März 1811 in Königsberg als ältestes von neun Kindern geboren. Sie war eine deutsche Schriftstellerin und setzte sich für Frauenrechte ein.

Fanny Lewald (Wikimedia Commons)

Fanny Lewald (Wikimedia Commons)

Bis zum 14. Lebensjahr besuchte Fanny eine Privatschule, danach war ihre Ausbildung offiziell beendet – ein Universitätsstudium blieb ihr verwehrt. Fanny verließ die höhere Töchterschule, um sich mit Handarbeit, Hausarbeit und Klavierspielen auf das Leben einer Ehefrau und Mutter vorzubereiten – so wie ihr Vater es wünschte.

Schon als Kind spürte Fanny antisemitische Ressentiments; mit 19 Jahren trat sie formal zum protestantischen Glauben über. Ein Jahr später nahm die gesamte Familie den Namen Lewald an, wohl in der Annahme, dadurch nicht mehr sofort als “jüdisch” erkennbar zu sein.

Ab 1840 wurde Lewald schriftstellerisch tätig und veröffentlichte bis zu ihrem Tod Dutzende von Romanen, Märchen, Briefe und autobiographische Schriften, teils anonym, aus Rücksicht auf die Familie. Als 34jährige zog sie nach Berlin und versuchte durch das Schreiben ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

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Eine Tasche voller feministischer Geschichten

15. März 2011 von der Mädchenmannschaft

Am 100. Internationalen Frauen(kampf)tag fragten wir: “Wann habt ihr euch zum ersten mal mit Feminismus be­schäftigt? Wann wusstest ihr, dass ihr Feminist_in seid?”

Mit Freude lasen wir die vielen spannenden Geschichten, ließen den Zufall entscheiden und freuen uns mit pippi fein über ihre_seine Erinnerungen, die mit einer Tasche belohnt wird:

als tochter einer alleinerziehenden mutter musste ich bereits recht früh erfahren was es heißt, als frau sowohl im berufsleben als auch als alleinerzieherin diskriminiert zu werden. somit wurde ich bereits in kinderschuhen für benachteiligungen auf grund patriarchale strukturen sensibilisert und entwickelte sehr früh den frauenvernetzungsgedanken. ein richtiges “aha – erlebnis” war der brief vom jugendamt, der meine mutter darüber informierte, dass sie regelmäßige kontrollen bekommen wird, um zu überprüfen, ob sie als alleinstehende frau ohne männlichen familienvorstand und -ernährer überhaupt im stande ist, ein kind zu erziehen.

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