Einträge mit dem Tag ‘Feministen’


Kurz und knackig notiert

14. April 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 101 von 138 der Serie Kurz notiert

Die Mädchenmannschaft tummelt sich in diesen Tagen auf der Blogger_innen-Konferenz re:publica und ist mit eigenen Panels gut vertreten. Die Linkliste fällt daher etwas kurz aus, kann aber gerne in den Kommentaren ergänzt werden!

Kaum ein Kind kommt heute noch ohne medizinische Eingriffe zur Welt. Notwendig sind längst nicht alle, aber sie verhelfen den Krankenhäusern zu höheren Einnahmen. Die ZEIT über einen Trend, dessen Auswirkungen auf Mütter und Kinder noch lange nicht klar sind.

Eine Soziologiestudentin aus Wien sucht für ihre Master-Arbeit über “Eingetragene Partnerschaften in Österreich” Interview-Partner_innen, die in eingetragener Partnerschaft leben.

Kurt Cobain war Feminist!

Das Burkaverbot in Frankreich ist erst seit Montag in Kraft und schon gab es einen ersten Übergriff: In einem Einkaufszentrum riss eine Anwältin einer Konvertitin den Schleier vom Kopf, so der Telegraph.

Für Podcast-Fans: “Femme! radikal queer feminin“.

Das multikulturelle Frauenmagazin Gazelle freut sich immer noch über neue Abonnent_innen.

Doing Gender gibt es auch beim Essen – für DRadio Wissen haben Christina Wolf und Ralph Glander den Selbstversuch gewagt und für einen Tag ihre Essensgewohnheiten getauscht.

Queer/feministische Termine für diesen Monat findet ihr in unserer Übersicht für April.


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Können Männer Feministen sein?

21. Oktober 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 11 von 18 der Serie Grundsatzfragen

Diese Frage stellt heute der österreichische Standard und lässt sie in einem Pro- und einem Contra-Text beantworten. Der Pro-Text gefällt mir gut, denn da steht:

Einmal abgesehen von der Sex-Gender-Debatte, die die strenge Unterteilung von Männern und Frauen in sozialer, biologischer und sexueller Hinsicht verwischt hat, sind es zunehmend auch dezitierte “Männlichkeitsentwürfe”, die ehemals weibliche Eigenschaften und Rollenmuster, wie zum Bespiel die Bereitschaft zur Übernahme von Betreuungspflichten, integrieren.

Genauso wenig wie Frauen einem Anforderungskatalog entsprechen müssen, um sich selbst Feministinnen nennen zu können, sollte es einen für Männer geben. Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung sind Erfahrungen, die auch Männer machen können und vieles deutet darauf hin, dass diese sich zunehmend an der Achse arm-reich auftun. Warum sollte sich der Feminismus, der Gleichberechtigung für die Geschlechter aber auch eine bessere Welt für alle fordert, einer potentiellen Mitglieder-Vermehrung verwehren?

Der Contra-Text dagegen macht mich dagegen recht wütend, weil ich das Gefühl habe, dass die Haltung, die da rübergebracht wird, eines der zentralen Probleme des Feminismus war und leider an vielen Ecken immer noch ist.

Kennen Sie einen Mann, der freien Willens seiner “Verweichlichung” zustimmt? In diesem Sinne wurde nämlich bis in die 1970er-Jahre der Begriff “Feminismus” in deutschen Wörterbüchern übersetzt: als “Verweichlichung oder Verweiblichung des Mannes”! Ein Zustand,  den die Männer – als Gegenteil ihres Mannseins – gemeinhin auf das Härteste zu vermeiden trachten. Und so ein möglicher Feminist wäre dann ja sofort auf die andere Seite katapultiert. Ins feindliche Lager geschleudert. Entmannt. Eine Be-Drohung seines Geschlechts ersten Ranges also.

Und darum, wenn auch nicht nur deshalb, erscheint mir nichts suspekter als die Spezies der selbst ernannten Feministen. Jene Sorte Männer, die mit treuem, ja nahezu flehentlichem Blick bekennt, wie gut sie es mit uns Frauen meinen. (…) Denn auch wenn diese Männer theoretisches Wissen über Feminismus, Frauenbewegung & Co angehäuft haben, eines werden sie nie erfahren (müssen): wie es ist, Frausein an Leib und Seele zu merken, zu denken und zu fühlen.

Die Autorin hält da krampfhaft an Klischees fest, die nicht nur überholt sind, sondern uns allen das Leben ein bisschen beschränkter machen: Wieso soll ein Mann “weich” sein, wenn er sich für die Probleme von Frauen interessiert? Wieso soll überhaupt noch eine Definition gelten, die vor der zweiten Frauenbewegung geschrieben wurde? Wieso soll die weibliche Denke so einzigartig, so leib- und seelenzentriert sein? Sind wir hier im Yoga-Kurs? Oder bin ich da zu empfindlich oder übersehe irgendetwas und die Contra-Autorin hat doch Recht?

Also: Können Männer denn nun Feministen sein oder nicht?

Wenn ihr Vorschläge für Grundsatzfragen habt, dann mailt sie an mannschaftspost(at)web.de.


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Feministische Hiphopper

20. April 2008 von Susanne

Die aktuelle Emma portraitiert die netteste Hiphop-Band Deutschlands: Fettes Brot. Und die entpuppen sich im Gespräch als Feministen:

„Wir freuen uns, wenn Frauen feministische Ansätze in unserer Musik entdecken. Wir wollen einen respektvollen Umgang zwischen Männern und Frauen propagieren. Alles andere finden wir ekelhaft“, sagt Boris Lauterbach alias König Boris.

In ihren besten Momenten vereinen die drei Bühnenakteure Ausgelassenheit, Sensibilität und Tiefe mit einem grundempathischen Gesellschaftsbild. Dafür mussten sie in ihren 15 Jahren Bandgeschichte trotz wiederholter Hitparadentauglichkeit immer wieder mal Prügel von der Rap-Polizei einstecken. Als „Pop-Schweine“, „Weicheier“, „Muttis Lieblinge“ und „Profeministen“ werden die Fetten Brote beschimpft.

Hiermit sei den Dreien ein deutliches “Feminist des Tages” ins Muttiheft gestempelt.

(Foto: Cover der neuen Platte “Strom und Drang”)


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How to be: Ein feministischer Freund

12. April 2008 von Susanne

Jill postete gestern in ihrem Blog feministe.us die Frage eines Lesers: Was das genau bedeutet, der männliche Part in einer feministischen Beziehung zu sein? Eine spannende Frage! Bisher sind bei feministe.us schon über 60 Kommentare eingegangen. Und jener Leser, der die Frage stellte, wünscht sich sogar, Jill würde ein Buch “How to be a feminist boyfriend?” schreiben. Gute Idee!


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Feminismus: Sieht so aus

4. April 2008 von Susanne

Ach, dieses Video macht mir so gute Laune. Vor allem hab ich mich gefreut, gleich drei Hauptdarsteller meiner Lieblingsserie “Ugly Betty” zu entdecken: America Ferrera, Ana Ortiz und Eric Mabius. Aber auch noch ein paar andere Prominente “outen” sich hier als Feministin oder Feminist:

Der Film gehört zur Kampagne “This is What A Feminist Looks Like” der Feminist Majority Foundation. (Die coolen T-Shirts kann man übrigens hier kaufen.)

Über Feministing


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Gute Frage

11. Februar 2008 von Susanne

Kann Feminist sein, wer nach eigenen Angaben schon mit 9.000 Frauen im Bett war?

Jack Nicholson sagt: Ja.


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Ganz genau

31. Januar 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 9 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Untertitel: “Feminists get all the chicks.” Righty-right, Boys!

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Chabrol, der alte Feminist

11. Januar 2008 von Susanne

Im Tagesspiegel ist heute ein schönes Interview mit dem Regisseur Claude Chabrol zu seinem neuen Film “Die zweigeteilte Frau”. Zum Beispiel sagt er da:

“Ich beobachte viele junge Frauen von heute, die wie Gabrielle unglaublich charmant und lebendig sind. Ihnen gelingt es, sich, auch ohne kultiviert zu sein, ein interessantes Leben aufzubauen. Und das, obwohl die französische Gesellschaft die weibliche Emanzipation immer ziemlich argwöhnisch betrachtet hat. Ich fühle mich seit langem als Feminist und halte es mit Louis Aragon: Die Frau ist die Zukunft des Mannes.”

Irgendwie ist das sehr beruhigend, wenn sich ein 67-jähriger als Feminist bezeichnet. Weil klar wird: Es muss kein Generationending sein, welche Rollen Mann und Frau zugeschrieben werden. Allerdings würde ich Louis Aragons Ausspruch lieber etwas abgewandelt sehen: Die Zukunft ist die von gleichberechtigten Frauen und Männern.


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