Einträge mit dem Tag ‘Feminismus!’


Ne echte Feministin auf dem Titel

17. Mai 2010 von Verena

Titelbild der Middy 02/10: Porträtfoto von Kate Nash mit Pagenschnitt und rot geschminkten Lippen, die nach rechts oben schautGuten Morgen! Euer erster Ausflug heute sollte euch zum Kiosk oder zur Bahnhofsbuchhandlung führen. Denn dort gibt es die aktuelle Ausgabe des Missy Magazines. Auf dem Titel: Popstar Kate Nash, die sich ganz souverän Feministin nennt.

Außerdem ein spannendes Dossier über D.I.Y., Menstruations-Apps fürs I-Phone und die erste Girl-Rock-Band der Welt.

+++ Popkultur, Politik, Mode, Geek-Gedöns und Feminismus!!!

[Hinweis: Autorinnen der Mädchenmannschaft
waren an dieser Ausgabe des Missy
Magazines redaktionell beteiligt.]

Drucken Drucken |


Gendercamp!

10. Mai 2010 von Nadine

Gendercamp Seit gestern Abend bin ich zurück vom Gendercamp in Hüll bei Hamburg und noch total neben der Spur. Das Gendercamp war nicht nur inspirierend, sondern schlicht und ergreifend: großartig.

Kurz noch einmal zur Erklärung: das Gendercamp ist ein Barcamp, das gender- und/oder (queer-)femistisch Interessierte für drei Tage in die norddeutsche Provinz einlud, um sich kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, bereits laufende Projekte im Web weiter auszubauen bzw. voranzubringen, neue Projekte zu starten, über alle Themen zu sprechen, die die Besucher_innen interessieren, etc. etc. Es gibt im Vornherein keinen festen Ablauf und/oder lediglich grobe Themen, alles wird spontan und vor Ort von allen geplant und durchgeführt.

In der Tat waren die drei Tage äußerst kreativ: Die Ergebnisse unserer geistigen und handwerklichen Ergüsse können auf dem Sammelblog des Gendercamps bewundert und weitergedacht werden. In den kommenden Monaten sollen spannende (und witzige und nerdige und queere und hackige und subversive) Projekte entstehen, mitwirkende Hände und Köpfe sind herzlich willkommen. In der Mixxt-Community sind ebenfalls alle Interessierten eingeladen, sich auszutauschen oder an der Planung des Gendercamps im kommenden Jahr zu beteiligen! Mitorganisator des diesjährigen Gendercamps Henning hat außerdem auf seinem Twitteraccount (@plastikstuhl) alle twitternden Gendercamper_innen gesammelt.

Ein dickes Lob noch einmal an die Veranstalter_innen und an das ABC in Hüll. Die Location war ein Traum (siehe Foto), Essen und Betreuung spitzenmäßig und selbst die leidige W-LAN-Thematik wurde besser gelöst als auf der re:publica. Was fehlt noch? Das Menschliche. Ich hätte mich gern herzzerreißend über alle Teilnehmenden geäußert, doch Leahs Worten ist nichts hinzuzufügen.


Drucken Drucken |


Gefunden in den Blogs

24. April 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 56 von 69 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Langsam wird das Wetter besser, die Blogger_innen waren trotzdem fleißig:

Liebe Österreicher_innen, morgen geht es an die Wahlurnen. Wer der oder die nächste Bundespräsident_in wird, liegt in Euren Händen, so queernews.at.

Svenja-and-the-City berichtet diesmal aus dem Krankenhaus.

Piratinnen gibt es nicht? Denkste, meint engl@absurdum.

Wie sie ihre Ehe gerettet hat, erzählt frau stricktier im DENKDING.

Gedanken zum Männermanifest der Grünen hat sich Dorothee Markert gemacht.

Plakat in Englisch des Gedichts "For Every Woman" von Nancy R. Smith, Schrift in rosa und schwarz, oben rechts steht ein Kind, dass auf der linken Seite ein Kleid und lange Haare und rechts Hose, T-Shirt und Stoppeln trägt.
Dieses schöne Plakat hat die Denkwerkstatt gefunden.

Karnele weist darauf hin, dass „Don’t feed the trolls” manchmal leichter gesagt als getan ist. Besonders wenn Trolle zu Stalkern werden.

Auch die nrrrdz reden noch einmal über Seximus im Netz und haben natürlich auch wieder den Facepalm des Monats.

In den Geschichten von der honigsüßen Welt ging es diese Woche um die Funktion von Geschlechterbildern in der Berichterstattung über den 11. September und Abu Ghraib.

Das Genderblog hat den ultimativen Beweis, dass Frauen einparken können.

Das mädchenblog berichtet über den Fall einer 10-jährigen Mexikanerin, die von ihrem Stiefvater vergewaltigt wurde und keine Abtreibung mehr vornehmen lassen darf.

Ebenfalls im mädchenblog ist der Call for Papers für die Hinterland-Ausgabe 14. Für das Thema „Alter” werden u.a. Berichte über Migrant_innen, Gastarbeiter_innen und Unterstützer_innen gesucht.

Fleißige Mensabesucher_innen kennen längst die Promotüten. Auch die Zahlenzauberin hat welche bekommen – eine für Ihn, eine für Sie?! Von ihr kommt auch der erste Veranstaltungstipp, direkt nach dem Klick. (weiterlesen…)


Drucken Drucken |


Die Panels auf der re:publica verpasst?

23. April 2010 von Helga

Das könnt ihr nachholen. Die Audioaufnahmen der re:publica sind nun von Netzpolitik.org hochgeladen worden. Die Panels mit unserer Beteiligung könnt ihr auch hier anhören:

Feministische Netzkultur 2.0:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Das andere Geschlecht – Seximus im Internet:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Zumindest ersteres ist inzwischen auch schon als Video verfügbar:

Nachtrag:
Und auch die zweite Veranstaltung kann man sich jetzt ansehen.
Ganz ohne störende Kommentare!


Drucken Drucken |


Brüste-Wackeln mal anders

21. April 2010 von Meredith

Gestern haben wir hier - eher kurz – schon über die geologischen Erkenntnisse eines iranischen Geistlichen zum Zusammenhang zwischen Sexyklamotten und Erdbeben nachgedacht, heute fordert die US-amerikanische Bloggerin Jen McCreight die Frauen der Welt dazu auf, die Theorie doch mal im Experiment zu testen.

Im Namen der Wissenschaft will sie am Montag, den 26. April ihr weitestes Dekolleté tragen – und wenn genügend Frauen mitmachen, wackelt vielleicht die Erde:

Time for a Boobquake.

On Monday, April 26th, I will wear the most cleavage-showing shirt I own. Yes, the one usually reserved for a night on the town. I encourage other female skeptics to join me and embrace the supposed supernatural power of their breasts. Or short shorts, if that’s your preferred form of immodesty. With the power of our scandalous bodies combined, we should surely produce an earthquake. If not, I’m sure Sedighi can come up with a rational explanation for why the ground didn’t rumble. And if we really get through to him, maybe it’ll be one involving plate tectonics.

So, who’s with me? I may be a D cup, but that will probably only produce a slight tremor on its own. If you’ll be joining me on twitter, use the tag #boobquake! Or join the facebook event!

Toll wäre es natürlich, wenn Frauen im Iran auch die Möglichkeit hätten, mitzumachen oder dem Herrn Sedighi wenigstens den nackten Mittelfinger zeigen könnten, ohne Angst vor Repressionen zu haben, siehe unten. Tatsächlich kann ja eine Masse von Miniröcken in Deutschland oder den USA nicht mal zehn Prozent der Empörung und Unruhe auslösen, die ein halbnackter Frauenarm im Iran und anderen streng-islamischen Ländern erzeugt.

Das ist ein paar Gedanken wert – die Aktion ist aber trotzdem ganz schön lustig. Und vielleicht blitzen ja ein paar Teheranerinnen mit der Fußsohle oder dem Handgelenk.


Drucken Drucken |


Feministische Fotoreihe

19. April 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 35 von 36 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt
Ein Mann mit rotem Bart und schwarzer Mütze hält ein weißes Plakat auf dem handgeschrieben "Feminism is: Treating a lady as well as you'd like to be treated. RAD YO!" zu deutsch "Feminismus: eine Frau so zu behandeln, wie du behandelt werden willst. Bombig, yo!" steht

"Feminismus: eine Frau so zu behandeln, wie du behandelt werden willst. Bombig, yo!"

Caseface123 hat auf flickr für einen Uni-Kurs zu kontemporären gesellschaftlichen Themen eine Fotoreihe zum Thema “Feminismus” zusammengestellt. In dieser Reihe sind Freund_innen und Verwandte von Caseface123 zu sehen, mehr Fotos sollen folgen (via).


Drucken Drucken |


Das re:sümee zur #rp10

19. April 2010 von Helga

Nach den ersten Gedanken und für den Blog- bzw. Medienspiegel hier noch mal das re:sümee, mit (fast) allen Links zu unseren Panels.

„Letztes Jahr hat jede Veranstaltung zu spät angefangen und das WLAN war auch die ganze Zeit off.” – So gewappnet machte ich mich auf zur re:publica 2010. An dieser Stelle schon mal ein Lob an die Organisatoren und Helfer, denn die Veranstaltungen begannen und endeten sehr pünktlich. Das WLAN war allerdings am Mittwoch erst wieder nutzbar nachdem alles vorbei war, an den späteren Tagen wurde es aber deutlich besser.

Am Mittwoch traf ich mich zunächst mit meinen Mitpanelist_innen zum Kennenlernen, bevor es dann aufs Podium von Feministische Netzkultur 2.0 ging. Wie bereits erwähnt kannten wir uns vorher nicht und hatten auch nicht die Zeit, die wir uns erhofft hatten. So dauerte es eine Weile, bis wir uns richtig akklimatisiert hatten und für die Publikumsfragen blieb leider wenig Zeit, wie auch Franziska Bluhm (sie hat auch ein nettes Foto gemacht) und Anke Groener feststellen. Bei der Diskussion stellte sich dann auch heraus, dass viele eher eine inhaltliche Diskussion erwartet hatten, während das Panel eher eine Metabetrachtung war. Meiner Meinung nach ist die re:publica als Blogger(_innen)konferenz dafür auch nicht der richtige Ort. Auch nicht (explizit) feministische Menschen sollten etwas über die Entwicklung der feministischen Blogosphäre erfahren, die im Übrigen so divers ist, dass mögliche Themen oder Kampagnen einzeln ausgehandelt werden müssen. Ein besserer Ort für konkrete Themen wird sicher z.B. das GenderCamp sein. Weitere Berichte haben news.de und die ZEITjUNG.

Danach habe ich es erst wieder zum Vortrag Sex and the Internet von Melissa Gira Grant geschafft. Ehemals Sexarbeiterin und heute feministische Aktivistin wandte sie sich vor allem an Webseiten- und Shopbetreiber. Diese sollten ihre Einstellung zu potentiell obszönen Inhalten sehr genau prüfen, denn meist wären Helmut Newtons Bücher mit Aktfotos (trotz Nacktheit auf dem Titel) wie auch Hardcore-Pornos á la Deep Throat (allerdings ohne Nacktheit auf dem Titel) weiter frei verkäuflich, während Jessica Valentis „Full Frontal Feminism” (mit nacktem Bauch auf dem Titel) leicht auf der schwarzen Liste lande. Viele Zuschauer_innen hatten sich wohl eher Informationen über youporn und Konsorten versprochen, Grant beschäftigte sich dagegen mit emanzipatorisch-feministischen Seiten wie scarleteen und Where is your line? . Mit der anschließenden Runde Chatroulette, anzusehen in ihrem Tumbler, war dann ein Trend geboren.

(weiterlesen…)


Drucken Drucken |


Das Grüne Männer-Manifest

15. April 2010 von Verena

Man wird nicht als Mann geboren, man wird dazu gemacht – mit diesem abgewandelten Zitat Simone de Beauvoirs haben mehr als 20 Grünen-Politiker ein Anti-Macho-Manifest veröffentlicht.

Darin fordern sie ein neues Bewusstsein für eine neue Männlichkeit, in der nicht das sozial konstruierte Geschlecht im Vordergrund steht sondern der Mensch – nur so kann Gleichberechtigung für Frauen und Männer erreicht werden.

Einen Makel haben einige feministische Diskurse aber leider gerade in Deutschland bis heute: Männer spielen in ihm nur selten eine Rolle. Dabei ist wirkliche Gleichberechtigung, sind gleiche Rechte und gleiche Pflichten nur mit den Männern zu erreichen – nicht gegen sie. Frauen haben durch den Feminismus ihre Möglichkeiten erweitert, Männern steht dieser Schritt noch bevor.

Die Forderungen richten sich sowohl direkt an Männer – gebt Macht ab! – als auch an die Arbeitswelt, in der die Vorstellung des männlichen Haupternährers nach wie vor dominiert. Neue Zeitmodelle und Unternehmensstrukturen sollen auch Männern Teilzeitphasen und Familienzeiten ermöglichen.

Wir wollen auch hier Gleichberechtigung: Die Aufteilung der Elternzeit muss paritätisch sein. Dies würde nicht nur Männern mehr Verantwortung abverlangen, sondern auch die Unternehmen und Arbeitgeber zum Umdenken zwingen. Zwei Monate ist ein Arbeitnehmer für den Arbeitgeber zu entbehren, sechs Monate oder länger jedoch verlangen neue Zeit- und Jobmodelle, die wir dringend brauchen – hin auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung.

Neue Jungs, neue Väter, ein neues Gesundheitsbewusstsein – das Männermanifest holt zum gelungenen Rundumschlag aus. Spiegel Online hat sich drüber lustig gemacht – wir finden es super!


Drucken Drucken |


Links: Guerrilla Girls, Fett=krank?, Djane-Kurse, sexuelle Identität im Grundgesetz schützen?

13. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 55 von 70 der Serie Kurz notiert

Auf freitag.de findet ihr eine Übersetzung des Textes von Chloe Angyal‘s “You’re not a feminist, but … what?”. Die Hauptaussage: Feminismus – Vollzeit oder gar nicht!

Ebenfalls auf freitag.de wird in der Politikarena die Frage gestellt: Soll Artikel 3 des Grundgesetzes auch vor Benachteiligung wegen sexueller Identität schützen?

Lust auf einen DJanes Kurs? Bei Rubinia gibt es neue Termine!

Fett ist ein feministisches Thema“: Die Korrelation zwischen Fettleibigkeit und Kranksein ist viel schwächer als die meisten Menschen glauben. Auch die JungleWorld hat dazu was zu sagen.

Feministing.com ist knackige sechs Jahre alt geworden und präsentiert den Artikel, der nicht nur die meisten Klicks einbrachte, sondern auch WalMart dazu zwang, ein paar fürchterliche Kinderwäsche-Stücke einzustampfen.

Wer sind eigentlich die Guerrilla Girls? Auf Gender Across Borders gibt es ein Interview.


Drucken Drucken |


Cumshot oder Candlelight

9. April 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 3 von 5 der Serie Sex am Morgen

Romanze oder Porno, pro oder contra Stripclubs, Vagina altern oder verjüngen lassen – die Vulva-Spots dieses Mal mit einigem Für und Wider:

Auf Salon.com überlegt Tracy Clark-Flory, ob romantische Hollywoodkomödien Beziehungen nicht genauso schaden wie Pornos – schließlich werden in beiden unrealistische Vorstellungen geweckt, wie so ein Beziehungsleben auszusehen hat. Und warum eigentlich sollte ein Cumshot weniger wert sein als Candlelight?

Die Junge Welt berichtet über die Por-Yes Veranstaltung der Berliner Reihe reclaim feminism, die übrigens noch bis zum 19. Mai läuft…

Und wieder mal die Frage, ob es Sexarbeiterinnen hilft, ihre Gewerbe zu kriminalisieren. Dieses Mal hat Island vor, Stripclubs zu schließen, was Julie Bindel  im Guardian als frauenfreundliche Maßnahme bewertet. Miriam von feministing sieht das im Gegensatz keineswegs als feministischen Sieg.

Den Trend zur Vaginal-Verjüngung greift Spiegel Online kritisch im Gespräch mit einem Schönheitschirurgen auf und fragt nach Sinn und Risiken der “Designer-Vaginas”

Die Ask-Professor-Foxy-Reihe auf feministing beantwortet Sexfragen. Dieses Mal: Wie man seinen Lover dazu bringt, Geschmack am Oralsex zu finden.


Drucken Drucken |



Anzeige