Einträge mit dem Tag ‘Feminismus!’


„Ich habe noch gar nicht alles im Internet entdeckt“

15. Dezember 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 90 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Rummotzen

Wie heißt du?
Bäumchen

Seit wann bloggst du?
Seit November 2010.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Es gibt in der kleinen Stadt, in der ich wohne, keine ausreichend feministische Vernetzung, und das, obwohl ich so begierig drauf war, endlich politisch aktiv zu werden. Ich habe mich politisieren lassen durch eine Tierrechtsgruppe hier vor Ort und spürte bald, dass ich umfassender werden musste. Feministin bin ich schon seit jüngeren Jahren, aber eher abgeschottet und für mich, da ich nie eine andere kennengelernt habe (außer natürlich in den Klassikern, aber die sind ja alle schon tot). Das Schreiben war für mich eine Möglichkeit, herauszukommen, den vielen Gedanken in meinem Kopf Geburtshilfe zu leisten und mich selber auch in dem zu finden, was ich schrieb. Fast zur gleichen Zeit entdeckte ich auch den Mädchenblog und schrieb dort meinen ersten Post. Es war alles sehr spannend, auch weil ich noch recht unbedarft war.

Worüber schreibst du?
Grundsätzlich ist mein Blog feministisch und links ausgerichtet und ich beschäftige mich mit vielen Gedanken, tagesaktuellen Themen, Medienbildern. Wichtig ist mir dabei die Verbindung mit anderen Themen, die eine Bedeutung in meinem Leben haben. Darum musste ich in meinen letzten Postings das eine oder andere Mal sehr persönlich werden, etwas, was mir ehrlich gesagt, zuerst sehr schwer fiel. Tierbefreiung, Religiösität, mein Leben als „Frau mit Migrationshintergrund“ (sehr hintergründig), Lesbisch-sein – all das sind Aspekte von mir, die zur Sprache kommen wollen und die ich nicht ausschließen kann aus meiner Betrachtung der Welt. (weiterlesen …)


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Kweens, Klangfarben und Katholiken – die Blogschau

3. Dezember 2011 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 136 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die Kweens waren beim “26. Treffen junger Autoren” (bemerkenswerter Titel übrigens, bei einem Mädchen-Jungen-Verhältnis von 17 zu 3) und waren schockiert von all den frauen- und generell menschenfeindlichen Texten, die sie dort zu hören bekamen.

momorulez berichtet, warum die Anwesenheit eines Vertreters der katholischen Kirche bei einer Veranstaltung zur Frage „Warum gehe ich zu St. Pauli?“  für ihn unzumutbar ist und erläutert dabei noch mal die Konzepte trigger und safe space/Schutzraum.

Wie Argumente gegen die kürzlich beschlossene “Herdprämie” rassistisch instrumentalisiert werden, gibt es bei anders deutsch zu lesen.

Lipstick Terrorist beschäftigt sich mit der Hypersexualisierung, die sie  innerhalb der queeren Szene wahrnimmt (in englischer Sprache).

Kürzlich erschienen: die Publikation Frauenin/transFormation. Im Anschluss an die FrauenFrühlingsUni in Graz 2009 greifen Mitwirkende die Inhalte, Themen und Erkenntnisse der Veranstaltung noch einmal auf und lassen sie Revue passieren.

Regina Frey berichtet über Männergedenk- und -feiertage im vergangenen Monat. (weiterlesen …)


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Kreativ sein gegen Sexismus und Rassismus im Netz

23. November 2011 von Magda

Oft werde ich auf Veranstaltungen gefragt, wo denn „die Feminist_innen von heute“ sind. Ich antworte dann für gewöhnlich, dass wir z.B. Ladyfeste organisieren, Diskussionsveranstaltungen und Demos planen, Work­shops und Konzerte geben, uns in der Uni mit Gender und Feminismus be­fassen – und darüber hinaus sehr stark im Netz ver­treten sind.

Wir bloggen, twittern, facebooken, hängen in Foren rum – kurz: wir schreiben uns die Finger wund. Neben kritischen, klugen, er­hellenden und manchmal auch nervigen An­merkungen und Kommentaren zu unseren feministischen Ergüssen gibt es eine nicht zu unter­schätzende Wucht an Sexismen, Beleidi­gungen und manchmal sogar Drohungen in diesem virtuellen Wohn­zimmer, in dem wir es uns so halbwegs gemüt­lich gemacht haben. Oft­mals ist es aber nicht so gemütlich, denn diese Sexismen können ganz schön ätzend und zer­mürbend sein. Feminist_innen, die viel online unterwegs sind, haben aller­dings ihre Mittel und Wege gefunden, mal mehr und mal weniger erfol­greich mit Sexismen im Netz umzugehen.

Besonders aus der US-amerikanischen Blogosphäre kommen öfter tolle Ideen und Projekte, die auch die hiesigen feministischen Netz­begeisterten inspirieren. Da wäre zum Bei­spiel das nach US-Vorbild inspirierte hatr.org, welches eine Plattform ist, auf der diskriminierende und hass­erfüllte Kommentare gesammelt werden, die tag­täglich auf gesell­schafts­kritischen Blogs einlaufen. Mit den auf hatr.org ver­öffentlichten Kommentaren wird mittels geschalteter Werbung Geld für coole, emanzipatorische Projekte verdient. Hass wird somit zu Geld, hooray!

Weitere Projekte und Aktionen aus der US-amerikanischen Netz­gemeinschaft stelle ich euch heute mal vor:

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Sookee, schwule Pinguine und Spice Girls – kurz verlinkt

17. November 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 129 von 138 der Serie Kurz notiert

Die Jungle World stellt Umweltbewegungen verschiedener afrikanischer Länder vor – und die Frauen, die sie gegründet haben.

Wikileaks-Gründer Julian Assange soll endlich nach Schweden ausgeliefert werden und sich den Vergewaltigungsanklagen stellen. Ein Assange-Vertrauter wittert eine Verschwörung zur „Feminisierung der Männer“ berichtet der Freitag. Dahinter steckt anscheinend, wieder einmal, großer Hass auf Frauen.

Im Zoo von Toronto soll ein schwules Pinguinpärchen getrennt werden – damit beide sich endlich fortpflanzen, berichtet stern.de.

In den franzözischen Kinos ist gerade „La Source des femmes“ von Radu Mihaileanu angelaufen. Arte hatte den Film bereits zur Premiere in Cannes besprochen:

Die Schauspielerin Viola Davis ist es leid, ständig Komplimente zu hören, die auch als Beleidigung aufzufassen sind. Wer lobe, dass sie als Schwarze Frau ganz schön “dignified” (würdevoll) oder “soulful” (seelenvoll) sei, impliziere damit, dass Schwarze Frauen ansonsten würde- und seelenlos seien. Buh meint auch TheGrio.

Die feministische Rapperin Sookee (Interview mit der Mädchenmannschaft) veröffentlicht am 2. Dezember ihr neues Album “Bitches, Butches, Dykes and Divas”. Hier gibt’s das Snippet zum Reinhören!
Sookee /// Bitches Butches Dykes & Divas /// Snippet by Springstoff

Das Rookie Magazine entdeckt Feministisches bei den Spice Girls!

Neues aus den Untiefen der rape culture: Auf “Is rape funny?” bekommen Fragende klare Antworten und die Huffington Post gibt Autorin Eve Ensler Platz für klare Ansagen.  

Warum es viel Geld kostet, Frauen in die Hausfrauenrolle zu drängen, erklärt die taz.

Über ihre Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus schreibt Cigdem Akyol, ebenfalls in der taz.

Sexismus als ständiger Klotz am Bein von Frauen im Wettbewerbssport: Kleidungsvorschriften richten sich nach dem Prinzip Sex sells, nachzulesen bei dieStandard.

Auf The Genderist sprechen “Männer mit Männern über Männer und Frauen, für eine bessere Welt für Männer und Frauen“.

Bei Good können sich Menschen über Abtreibungsrechte und -möglichkeiten rund um den Globus informieren.

Termine nach dem Klick! (weiterlesen …)


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Applaus für: 40 Jahre Ms. Magazine!

17. November 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 21 von 21 der Serie Applaus für

Letzte Woche feierte das US-amerikanische Magazin Ms. Magazine seinen 40. Geburtstag. Das New York Magazine blickt zurück und präsentiert eine Oral History über das erfolgreiche feministische Magazin, welches versucht ohne Werbung auszukommen.

Gloria Steinem, eine der Gründerinnen des feministischen Magazins, arbeitete Anfang der 1970er Jahre in der Redaktion des New York Magazine, welches sich 1971 bereit erklärte, die erste Ausgabe des Ms. Magazine als Beilage ins Magazin zu nehmen. Im Interview mit der Today Show spricht Steinem über ihre damalige Überraschung, dass die Ausgabe innerhalb von acht Tagen ausverkauft war. Für Steinem und ihre Kolleginnen war das Ms. Magazin ein Risiko, weil sie die sehr lebendige Frauenbewegung zu der Zeit nicht mit einem möglicherweise erfolglosen Magazin schaden wollten.

Ein schöne Aussage von Steinem ist ihre Antwort auf die Frage der Moderatorin, ob es gut oder schlecht sei, feministische Erfolge als selbstverständlich anzusehen:

“Es ist gut, die feministische Geschichte zu kennen (…). Aber Dankbarkeit hat noch niemanden radikalisiert. Ich bin ja auch nicht rumgelaufen und habe mich dafür bedankt, dass ich wählen ‘durfte’. (…) Ich bin eher dafür, in die Zukunft zu schauen und nicht genügsam und dankbar zu sein.”

Visit msnbc.com for breaking news, world news, and news about the economy


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Queer/feministische Partys und Konzerte

16. November 2011 von Magda

Um sich die kommenden kalten Tage warmzurocken, empfehle ich Tanz, Spaß und/oder laute Gitarren­musik. Wärmstens empfehlen kann ich euch dem­nach folgende Partys, Konzerte und Tanz­veranstaltungen (und freue mich auf weitere Hinweise in den Kommentaren, die ich dann im Posting gerne ergänze). Bitte verzeiht die häufigen Verlinkungen auf facebook, aber viele Ver­anstaltungen werden leider nur dort be­worben, sind aber auch ohne Anmeldung einsehbar.

16. November

Berlin: Queer Geeks and Naughty Nerds Treffen im Silverfuture: “‘Queer Geeks and Naughty Nerds’ ist ein monatliches Treffen für queere, gender­bender, LGBT und andere perverse Nerds und Hacker.”

Darmstadt: Nach einer Pause gibt es neue Ladyfest-Treffen in Darmstadt in der Alexanderstr. 2 ab 19 Uhr. Alle sind willkommen. (Infos via facebook)

17. November

Berlin: Die queer-o-matik Party ”proudly unprofessional” findet frei nach dem Do it Yourself Prinzip statt, denn an diesem Abend sind nur DJ_anes an den Turntables, die vorher noch nie aufgelegt haben. Ort: xb-liebig (Liebigstr 34) ab 22:30 Uhr. (Infos via facebook).

18. November

Ruby Tuesday Soli Party

Berlin: Soli Konzert für das “Ruby Tuesday – Rock Camp for Girls” im Jugend­club Liebig 19 (Liebigstraße 19) ab 20 Uhr. (Infos via facebook)

Hamburg: Einladung zum “Wegtanzen der Druck­kosten von KRASS” – Kritische Assoziationen #2 (queer-feministische Kunst-/Spektakel-/Theoriezeitschrift) in der Roten Flora ab 21 Uhr.

Wien (Österreich): “Hol’ Deine Platten aus dem Keller:” Plattenabend im November im Frauencafé ab 18 Uhr. Frauen­Lesben­Transgender­personen­Intersex­personen willkommen.

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Mütter, Kinder, Feminismus

14. November 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 87 von 94 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

fuckermothers
(auch auf Facebook)

Wie heißt ihr?
Wir sind momentan zwei Personen, unser Blog heißt „Fuckermothers“. Unter dem Namen stellt eine von uns auch die eher sachlichen Texte ins Netz, die andere schreibt als „Unter den Haaren“ Geschichten und Glossen.

Seit wann bloggt ihr?
Wir bloggen seit Mai 2011.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum habt ihr damit angefangen?
Fuckermothers: Ich habe damit angefangen weil ich wissenschaftlich schon länger zum Thema Elternschaft arbeite und irgendwann sehr genervt war, was in vielen Medien und Ratgebern über Mütter geschrieben wird. Zudem bin ich immer wieder überrascht, wie wenig sich politisch in diesem Gebiet vorwärts entwickelt. Außerdem denke ich bereits länger selbst über Kinder nach, es ist also auch eine Art persönliche – wenn auch eher theoretische – Auseinandersetzung mit dem Thema.

Unter den Haaren: Ich bin wütend gewesen, seit ich Kinder habe, dass ich mich in den meisten Texten von Müttern im Netz nicht wiederfinden kann. Mir fehlt da immer eine übergeordnete Perspektive, die Rollen-Probleme in der Partnerschaft die durch die Geburt der Kinder entstehen werden mir da immer zu persönlich behandelt und der rote Faden höchstens im lamentieren gefunden. Da gibt es eine Lücke zu füllen.

Worüber schreibt ihr?
Fuckermothers: Über Mutterschaft, Elternschaft und Feminismus in verschiedenen Variationen.
Unter den Haaren: Ich hoffe, ich tue das selbe, nur ziemlich untheoretisch.

Was euch ohne Internet nicht passiert wäre:
Fuckermothers: Ich hätte nicht mit dem Bloggen angefangen. Ich wuerde sehr viel weniger TV-Serien schauen. Wahrscheinlich wäre ich aber auch nicht so sehr unter ständigen Zeitdruck.

Unter den Haaren: Ich könnte nicht ohne weiteres die Online Ausgaben griechischer Zeitungen lesen. Denn dann gäbe es den Google-Translator nicht.

Wovon braucht das Internet mehr:
Fuckermothers: Manchmal denke ich, es bräuchte eher weniger. Vielleicht mehr direkte Auswirkungen auf Politik?
Unter den Haaren: Auf jeden Fall weniger! Aber mehr Anstand vielleicht auch. Die Leute beschimpfen sich so schnell und kommen vom Thema ab. Ich finde auch alles zu User-generated, ich will auch Dinge erfahren, die ich nicht kenne.

Frauen* im Web sind
Fuckermothers: unterschiedlich.
Unter den Haaren: …wie Frauen zu Land und auf der See.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Fuckermothers: Täglich schaffe ich leider eigentlich nichts (außer Facebook). So oft es geht: Die SZ, Bitch Magazine, die Mädchenmannschaft, Unter den Haaren, Unsichtbares, und was sonst so auf der Blogroll steht.

Unter den Haaren:
Kommt total darauf an, wie hysterisch ich mit einem Thema bin. Wenn die Wirtschaft abschmiert, dann gehe ich auf andere Seiten, als wenn in Fukushima eine Kernschmelze beginnt. Also täglich gehe ich eher politisch gucken.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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Facebook löscht gewaltverherrlichende Seiten

9. November 2011 von Magda

Seit einigen Monaten ist facebook stark in feministische Kritik geraten, weil sich das soziale Netz­werk weigert(e), Seiten zu löschen, die Ver­ge­waltigungen oder Ge­walt (gegen Frauen) ver­harmlosen oder gar dazu animieren. Bereits im August schrieb ich über eine englisch­sprachige facebook-Seite, die über­setzt so viel heißt wie “Du weißt, dass sie sich ziert, wenn du ihr bis in die Gasse hinter­herjagen musst”, die nun – endlich! – nicht mehr er­reichbar ist.

Eine Petition auf change.org, zahlreiche Blogposts und ein wahrer feministischer Shitstorm* auf dem sozialen Netzwerk twitter, in dem angemeldete Twitter-User_innen @facebook direkt mit dem hashtag #notfunnyfacebook anschrieben und mitteilten, dass sie die gewalt­ver­herr­lichenden Seiten nicht lustig (“not funny”) finden, bewirkten letzt­endlich, dass facebook einige der widerlichen Seiten löschte, z.B. auch folgende: What’s 10 inches and gets girls to have sex with me? My knife (zu deutsch: “Was ist 30cm lang und bringt Mädels dazu, mit mir zu schlafen? Mein Messer”). Auf zdnet.com finden sich noch weitere ekel­hafte Bei­spiele von Seiten, die nun endlich ent­fernt wurden. MsMagazine mahnt allerdings an, dass facebook bis heute noch kein offizielles Statement ver­lauten ließ und hat eine Liste an For­derungen an facebook auf­geschrieben.

Noch immer sind zahlreiche gewalt­ver­herr­lichende Seiten auf facebook für alle an­gemeldeten Nutzer_innen zu­gänglich, so wie auch diese englischsprachige Seite. Solch einen menschenverachtenden Mist könnt ihr aber melden, in dem ihr auf die Seite klickt, runterscrollt und links auf “Seite melden” bzw. “Report Page” klickt. So könnt ihr facebook mitteilen, dass die Seite gegen ihre eigenen (!) Richt­linien verstößt (z.B.: Abschnitt 3: Sicher­heits­punkt 7).

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* Was ein feministischer Shitstorm ist, hatte Helga Hansen mit Kathrin Ganz auf der dies­jährigen re:publica erklärt.


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“Es gehört wohl zur Geschichte des Feminismus, dass das Wort für manche ein Schimpfwort ist”

7. November 2011 von Anna

In der Sonntagsausgabe der taz, der sonntaz, gab es ein spannendes Interview mit der Sozialwissenschaftlerin und ehemaligen Vorsitzenden von “Pro Familia” Gisela Notz zu lesen, das nun auch online verfügbar ist. Hier ein paar prägnante Auszüge, die aber keinesfalls ein Ersatz für die Lektüre des ganzen Interviews sein sollten.

Was ist Feminismus genau?
In erster Linie ein historischer Begriff, der Ende des 19. Jahrhunderts auf einem Frauenkongress in Paris aufkam. Feminismus wurde Maskulinismus gegenübergestellt. Von dort soll der Begriff wie ein Lauffeuer durch die Frauenrechtsbewegung gezogen sein. Feminismus ist also kein Wort, das erst um 1970 aufkam.

Was ist Maskulinismus?
Die Vorstellung, dass Männer naturbedingt den Frauen überlegen sind. So wird männliche Dominanz legitimiert.

Kann man dann Feminismus als Gegenteil von Maskulinismus deuten?
Ich deute es nicht so.

Wie dann?
Es gibt keine einheitliche Definition. Ich sage mal so: Feminismus heißt, dass ich Kenntnis davon habe, dass Frauen in dieser Gesellschaft – neben ihrer sozialen Schicht, Herkunft, körperlichen Besonderheiten – auch aufgrund ihres Geschlechts Diskriminierungen ausgesetzt sind. Eine Feministin erkennt das, belässt es aber nicht dabei, sondern überlegt, wie dieses Unrecht geändert werden kann. Übrigens kann auch ein Mann Feminist sein, wenn er das Unrecht, das Frauen aufgrund ihres Geschlechts erfahren, erkennt und versucht, es zu ändern.

[...]

Es gibt, schreiben Sie, auch heute viele Facetten von Feminismus. Welche?
Ökofeminismus etwa. Oder schwarzen Feminismus. Ich habe lange bei den Beiträgen zur feministischen Theorie und Praxis gearbeitet. Wir waren die führende Publikation für Feminismus, und dann kamen Frauen, die eine anderer Herkunft oder eine andere Hautfarbe hatten, und sagten: Ihr habt einen eurozentristischen Blick, was ist mit unseren Problemen? Die hatten wir wirklich zu wenig wahrgenommen. Mich hat die Auseinandersetzung mit den schwarzen Frauen nachhaltig beeindruckt.

[...]

Warum hält sich der Eindruck, Feministinnen arbeiten sich auch heute an den Männern ab?
Das wird Feministinnen meiner Generation vorgeworfen, weil wir uns von den Männern separiert haben. Es ging dabei aber eher darum, sich zurückzuziehen, um eigene Thesen zu entwickeln und sich dann mit den Männern auseinanderzusetzen und im Idealfall Strukturen, die allein den Männern dienen, gemeinsam außer Kraft zu setzen.

Und wie sieht es mit jungen Frauen heute aus? Die sind auch mit Geschlechterungerechtigkeit konfrontiert, nur sehen sie die Männer nicht als Gegner.
Das liegt daran, dass viele Probleme heute nicht nur die Frauen, sondern auch Männer betreffen. Wenn ich an prekäre Arbeitsverhältnisse denke – das war lange ein Frauenproblem. Gut, zwei Drittel der Personen in prekären Arbeitsverhältnissen sind immer noch Frauen, aber ein Drittel sind mittlerweile eben Männer. Es gibt heute auch mehr Männer, die Kindererziehung und Beruf nicht unter einen Hut kriegen. Solche Entwicklungen zeigen, dass die Mann-Frau-Polarisierung nicht mehr so greift.

(Vielen Dank an Antje Schrupp für den link.)


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Arschloch-Arzt, Schamhaar-Fotografie und tolle Comics – die Blogschau

29. Oktober 2011 von Magda
Dieser Text ist Teil 131 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Auf unregelmäßige Gedankensplitter könnt ihr ein Interview mit der Fotografin Saja Seus lesen, die ihr Projekt “Der Scheitel” vorstellt: witzige, schöne und interessante Schamhaarvariationen.

Auf dem empfehlenswerten Blog baum der glückseligkeit könnt ihr von der türkischen Wahl-Kindheit der Autorin lesen.

Die denkwerkstatt besuchte die Männertagung in der Steiermark, bei der auch die bekannte Männlichkeitsforscherin Raewyn Connell zu Gast war.

Julia Seeliger berichtet, wann sie zur Feministin wurde – in der Kindheit: “Ich sag euch mal was, Netzfeministinnen!

Kathrin von drüberleben schreibt über ihr Begegnung mit einem Arschloch-Arzt.

Queernews hat gute Neigkeiten: Die dänische Regierung kündigt die Öffnung der Ehe an.

Henrike von discipline and anarchy war auch auf dem Barcamp Frauen und berichtet von ihren Eindrücken.

Ste­pha­nie May­field hat ein neues Blog: Feministische Generationen und schreibt über die Diskussion auf Luise F. Pusch’s Blog zum Gender Gap. Sie stellt fest, dass die Diskutierenden “unfreiwillige Demonstrationsobjekte” für die Konflikte zwischen Feminist_innen unterschiedlichen Alters seien.

Auf Gleisbauarbeiten lest ihr eine Rezension von Marlene Streeruwitz Buch ”Das wird mir nicht passieren…Wie bleibe ich Feministin”, die mit den schönen Worten endet: “Ich bleibe Feministin. Sowieso.”

Antje Schrupp mahnt an: “Hört bitte mal auf, von „Frauenrechten“ zu reden“.

Auf fuckermothers analysiert die Autorin einen Artikel aus der Welt, der kein gutes Haar an Krippen lässt: ”Krippen scheinen gefährlicher als Zigaretten und Gewalt-Computerspiele zusammen.”

Comics, Comics, Comics – YEAH! Wir empfehlen: comic sport (u.a. zu Feminismus, Psychologie und Kunst) und eva & eva (eine Platform für Grrrls and Ladies)

Für alle Film-Fans: Die west-östliche Diva hat bewirbt das ALFILM Filmfestival in Berlin, das am 2. November beginnt. Eine Woche lange werden ca. 70 Filme aus allen Teilen der arabischen Welt gezeigt.


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