Einträge mit dem Tag ‘FAZ’


Traumatisierte geflüchtete Frauen, Problemlehrer_innen und Mansplaining – kurz verlinkt

23. März 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 343 von 344 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Druckfrisch aus der Presse im Unrast Verlag: „exit RACISM. rassismuskritisch denken lernen“ von Tupoka Ogette.

Die aep informationen ist die älteste feministische Zeitschrift Österreichs und wird von abwechselnden Herausgeber_innen betreut. Im aktuellen Heft findest du Beiträge über Body Shaming, trans Frauen in Haft oder Street Harassement.

Für traumatisierte geflüchtete Frauen gibt es zu wenig psychologische und therapeutische Hilfe, berichtet die Süddeutsche anlässlich einer Studie der Charité Berlin.

Auch das neue an.schläge-Magazin ist raus. Das Thema dieses Mal: Geld & Geschlecht – Was Finanzen mit Feminismus zu tun haben. Wie immer gibt es auch einige Texte online zu lesen.

Ständig wird über Brennpunktschulen (und den implizierten Problemschüler_innen) gesprochen, doch sollten wir nicht einmal über Problemlehrer_innen sprechen? Eine Lehrerin schreibt im Tagesspiegel über fehlende Reflexion rassistischer und klassistischer Denkmuster.

Die FAZ glänzt mal wieder mit rassistischer Karikatur. Die ISD hat eine Stellungnahme verfasst.

Noah Sow zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz: „10 Jahre AGG – Eine Entwicklungshilfe„.

Englischsprachige Links

Falls ihr ein paar Euros übrig habt, unterstützt doch das vorbildliche Jugendprojekt Sadaka-Reut Arab Jewish Youth Partnership in Jaffa (Israel): „Community in Action is a volunteering and leadership development project that brings together young Palestinian and Jewish high school graduates and university students in Tel Aviv-Jaffa.“

women, what’s the most infuriating thing you’ve had mansplained to you?„, fragte Tracy Clayton auf Twitter und oh die Antworten waren vielfältig vom eigenen Fachgebiet bis dazu, wie richtig aus einer Wasserflasche zu trinken sei.

Termine in Berlin, Dortmund, Kiel, Leipzig, Marburg und Wiesbaden 

23. März in Berlin: Rechtsextreme Frauen werden mit ihren Einstellungen und ihrem Handeln oft übersehen und unterschätzt. Heike Radvan und Esther Lehnert sprechen über ihr Buch. (FB-Link)

25. März in Leipzig: Perspectives on Genitals in (queer) feminist Comics (fb-Link).

29. März in Marburg: Lesung: „Feministische Psychatriekritik“ von Peet Thesing (fb-Link)

4.-9. April in Dortmund: Erneut findet das Internationale FrauenFilmfestival statt.

27.- 30. April in Wiesbaden: Symposium mit dem Titel: Feministisch wider Willen – Filmemacherinnen aus Mittel- und Osteuropa. (fb-Link)

2. – 5. Juni in Kiel: Lesbenfrühlingstreffen 2017.

9. – 11. Juni in Kiel: Save the Date! LaDIYfest Kiel.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Feminist Fun Friday: Die „Reiche Leute sind auch arm dran!“-Edition

16. Januar 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 10 von 14 der Serie Feminist Fun Friday

Manche Dinge kann Geld nicht kaufen. Was Mastercard schon lange weiss, beklagt nun auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in einem gestrigen Artikel, der uns „Robert Neunkirch“ (ein Pseudonym) vorstellt, einen „Spitzenverdiener,“ der es doch nie aus dem „guten Vorort von Frankfurt“ rein in die Millionenvillen des Taunus schaffen wird. Ab wann ist man reich?, fragt die FAZ, und sie und Neunkirch resümieren gleich, dass 10.000 Euro brutto im Monat schon nicht schlecht sind, da aber noch viel Luft nach oben bleibt, schließlich trifft uns dieser Kapitalismus letztlich ja alle. Neunkirch ist kein Bootsbesitzer und geht auch nicht jedes Jahr Skifahren, aber Steuern müssen er und andere trotzdem zahlen – es ist wie ein Fluch, der sich über Besserverdiener_innen gelegt hat.

Dass 60 Prozent des Vermögens in Deutschland auf zehn Prozent der Bevölkerung versammelt ist, bleibt bei solchen Qualen natürlich Nebensache. Der Artikel entlarvt den „Durch harte Arbeit zum_zur Millionär_in werden kann jede_r!“-Mythos einer vermeintlichen „Leistungsgesellschaft“, und doch wird Neunkirch, stellvertretend für gutverdienende (aber nicht tatsächlich speerspitzenverdienende, menno…) Menschen, als ein hart getroffenes Opfer des Systems und als eigentlich wohlmeinender Sündenbock für missgünstige, da ärmere Menschen dargestellt, als das schwer gegängelte Fundament der Gesellschaft. Kapitalismuskritik? Fehlanzeige. Wenn, dann ein Hauch von „schaffendem“ gegen „raffendes“ Kapital, dem latent antisemitischen Argumentationsmuster derjenigen, die Kapitalismus dann kritisch sehen, wenn sie selbst zu wenig erben; wenn sie dann doch nicht bei dem einen Prozent, dem wiederum fast ein Viertel des Gesamtvermögens gehört, dabei sind.

Die Einkommensschere, Hartz-4-Reformen und Ausbreitung des Niedriglohnsektors, Mindestlohn-Ausnahmen, Gender Pay Gap, Quotendiskussionen, besondere Armutsrisiken für Alleinerziehende und der Fakt, dass Asylbewerber_innen bis vor zwei Jahren 225 Euro pro Monat zum Leben zur Verfügung stand, müssen fast gänzlich unerwähnt bleiben in dieser Selbstmitleidsinszenierung einer weißen, deutschen Oberschicht, die keine Yacht besitzt. Natürlich ganz zu schweigen davon, dass man nicht umsonst zum Beispiel zwischen absoluter und relativer Armut unterscheidet und das wiederum Beschwerden über mäßigen bis großen (aber eben tragischerweise nicht größten) Reichtum in Relation setzt.

Trotz der harten Verhältnisse „gönnt“ sich Neunkirch aber auch mal was, sagt er – das beruhigt uns. Wir gönnen es ihm. Und uns gönnen wir eine bebilderte Kommentierung der schönsten Blüten dieses Artikels. Immerhin.

[Übrigens: Falls der Feminist Fun Friday bei euch GIF-Alarm auslöst, findet ihr hier eine Anleitung, um diese zu deaktivieren.]

„Seit Robert  Neunkirch weiß, dass er reich ist, schläft er schlecht. Nachts hört er  es manchmal knacksen im Haus, als stiege ein Einbrecher durchs Fenster  ein. Er streitet sich fast täglich mit seiner Frau, weil sie eine Sauna  im Keller will, er das aber für Geldverschwendung hält. Früher, sagt  Robert Neunkirch, war er eigentlich ganz entspannt. Dann kam vor drei  Jahren mit der neuen Stelle eine Gehaltserhöhung, und seitdem ist  Neunkirch reich, zumindest auf dem Papier.“

     

                                                                                                                 (mehr …)


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Transphobe Limo-Werbung und Anti-Diät-Tipps – die Blogschau

11. Mai 2013 von Nadia
Dieser Text ist Teil 204 von 295 der Serie Die Blogschau

Die Bionade: Jetzt nicht nur in der Plastikflasche, sondern auch transphob. Und deswegen auch bei Helga in der Liste diverser Vermeidungsprodukte.

Textprodüksiyon.net sammelt auf Ihrer Facebook-Präsenz Links zum NSU-Prozess.

Nach schlecht verhohlenem Lob für den Lichtenhagen-Pogrom nun ein opferbeschuldigender NSU-Entlastungsversuch: Publikative.org nimmt sich den Kommentar des FAZ-Redakteurs Jasper von Altenbockum vor.

„Ich sehe, wie in grellem Scheinwerferlicht, zehnfach vergrößert, die täglichen Details meiner Unterdrückung, die täglichen Details des Schmerzes anderer Frauen. Ich habe keine Abwehr mehr dagegen, keine Scheuklappen, ich sitze mittendrin wie ein Muscheltier ohne Schale.“ Viruletta mit einem Zitat von Anja Meulenbelt aus dem Jahre 1976.

Charlott hat “Americanah”, den neusten Roman von Chimamanda Ngozi Adichie, rezensiert.

Vatertag, Geschlechterklischees und andere Schwierigkeiten bezüglich Bollerwagen und Trinkritual: mutterseelenalleinerziehend und Me, Myself and Child erklären nochmal, warum es da eigentlich nix zu feiern gibt.

Keine Diät/Ernährungsumstellung/Bauch-Beine-Po – Geschichten mehr! Fordert Identitätskritik. Und eine passende Anti-Diät gibt es auch noch, und zwar von der Arge Dicke Weiber.

Neuer Podcast bei heiter scheitern, u. a. zur Trans*-Tagung Gießen und zum The Knife-Konzert.

Ein Interview mit Miss Temple von „Some girls are bigger than others“ könnt Ihr hier lesen.

Noch bis heute findet in Würzburg der evangelikale Kongress der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge statt. Das Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religösen Fundamentalismus“ hat nun einen Blog, der diesen Kongress kritisch aufarbeitet und zum Beispiel Reader zur Verfügung stellt und Protest organisiert.

In Wien gibt es seit vorgestern eine feministische Hausbesetzung.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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