Einträge mit dem Tag ‘Fett Aktivismus’


Fetter Queerer Aktivismus

14. August 2017 von Magda
Dieser Text ist Teil 44 von 44 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Fette Selbstbestimmung und queere Politiken sind unzertrennlich miteinander verbunden: Dicke Queers sprengen Begehrens-, Körper- und Gesundheitsnormen, stellen diese in Frage, oder auf den Kopf. In diesem Gespräch treffen Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aufeinander, die sich kritisch und mehrdimensional mit der gesellschaftlichen Rezeption dicker, queerer Körper in der politischen Bildungsarbeit, in der Kunst, Körperarbeit und in der Wissenschaft auseinandersetzen. Mit folgenden Fragen wollen wir uns beschäftigen: Wie beeinflussen Kapitalismus, Rassismus, Heteronormativität und Gesundheitsnormen die Erfahrungswelten und Ressourcen von dicken Menschen? Und welche (politischen, kulturellen, alltäglichen) Strategien des Widerstands verfolgen die Eingeladenen?

Die Veranstaltung findet am 23. August 2017 von 18 bis 20 Uhr im Aquarium (Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin, hinter dem Südblock am Kottbusser Tor) statt. Alle, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Normen auseinandersetzen, sind herzlich eingeladen!

+ Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden.
+ Die englischen Beiträge werden ins Deutsche übersetzt.
+ Der Veranstaltungsraum und die Toiletten sind rollstuhlgerecht und nicht binär gegendert.

Referent*innen:

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Anstand reicht nicht, Stonewall war ein Aufstand und jetzt Ehe für alle? – kurz verlinkt

28. Juni 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 352 von 357 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Der Rechtsausschuss hat heute mit Mehrheit dem Bundestag die Annahme des Gesetzentwurfes des Bundesrates zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare (so die offizielle Formulierung) empfohlen – ein erster von vielen Schritten im parlamentarischen Prozess. Hanhaiwen analysiert wie je nach Gesetzestext intersexuelle Menschen ausgeschlossen werden, die in Deutschland nicht mehr zwangsläufig ein Geschlecht zugewiesen bekommen. Aus unserem Archiv empfehlen sich zum aktuellen Anlass auch noch einmal Magdas Text „„Homo-Ehe“? Ja. Heteronormativität hinterfragen? Nee.“ von 2013 und Nadines Text „Ehe abschaffen! Und bis dahin: Eheprivilegien umverteilen“ von 2015 (inkl. vieler weiterer verlinkter Artikel).

Anstand reicht nicht“ – Josephine Apraku von Black Lives Matter Berlin spricht in der ZEIT über Rassismus in Deutschland, Straßenumbenennungen und anti-rassistischen Aktivismus.

Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen sowie Mitglieder* (genannt Mitfrauen) der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES haben einen offenen Brief an eben jene Organisation verfasst, in dem sie undemokratische Tendenzen im Verein benennen und sich gegen rassistische Ressentiments stellen.

Schriftstellerinnen kommen in Deutschbüchern nur selten vor. Warum lernen wir nichts über Mascha Kaléko und andere tolle schreibende Frauen, fragt Silvana Schmidt bei Feminismus im Pott.

Nicola Hinz von Das Lied der Dicken Damen ist zu Gast bei Frau TV und spricht über Fett Aktivismus (FB-Link). Einen Blogpost zu den TV-Erfahrungen gibt es auch schon.

Englischsprachige Links

Virgie Tovar schreibt über vier fehlerhafte/ fragwürdige Annahmen zum Trauma-führt-zum-Dicksein-Narrativ.

Nächsten Monat findet das Cutie.BPoC Festival (ein Festival von und für Queer_Trans*_Inter*_Black_and_People_of_Color) in Kopenhagen statt. Spendet Geld für diese wichtige Veranstaltung!

Bei Mild & Wonderful gibt es diesen super Post: Stonewall Riot + 5 Names to Know. Denn wie wir bereits auf unserer Facebook-Seite schrieben: Kenne deine Geschichte und Vorkämpfer_innen! Stonewall war ein Aufstand!

Deadline 15. September: CfP: International Workshop „Demographic Change, Women’s Emancipation and Public Policy: Interrogating a Divisive Nexus ­ Gender and Intersectional Perspectives“ , 18-20 April, 2018, Bochum (Germany).

Termine in Berlin, Bremen, Gersdorf, Köln, Mannheim, Wien, Wuppertal, Würzburg :

Den ganzen Juni über finden Veranstaltungen in Berlin im Rahmen des Black Lives Matter Monats statt. Das gesamte Programm findet ihr auf der Webseite von Black Lives Matter Berlin.

28. Juni in Wuppertal: Heute nachmittag hält Magda zum letzten Mal ihren Vortrag (Mein) Fett ist politisch.

29. Juni in Berlin: Afrofeminismen – Wer ist da mitgedacht? Ab 19 Uhr diskutieren Jasmin Eding (Mitbegründerin von ADEFRA e.V., arbeitet in einem Projekt für geflüchtete Menschen), anouchK ibacka valiente (Gender-Aktivistin, Autorin) und Stefanie-Lahya Aukongo (Autorin, Poetin, Kuratorin, Fotografin, Aktivistin, Workshop-Teamerin und Sängerin). (FB-Link)

6. Juli in Köln: Die Queer Roma Initiative hat eine Diskussion zu „Zwischen Intersektionalität & Asyl“ organisiert. (FB-Link)

6. Juli in Wien: Rechtliche Infos und praktische Tipps rund ums Plakatieren, Stickern und Sprayen gibt es ab 16 Uhr.

8./ 9. Juli in Mannheim: SPOKEN WORD Empowerment-Workshop für trans* Jugendliche und junge Erwachsene von 14-26.

11. Juli in Berlin: Ab 14 Uhr beginnt eine Informationsveranstaltung zum Hochschulzugang. Anmeldung per Email bis zum 2. Juli 2017 bei Yasmin Yassinat (yassinat(at)htw-berlin.de) (PDF)

14. bis 16. Juli in Berlin: Festival für ein offenes und solidarisches Neukölln.

14. bis 21. Juli in Würzburg: Aktionswoche Queere Kämpfe verbinden.

2. bis 9. August: Das Wer lebt mit wem? Camp lädt zu Diskussionen und Austausch rund um verschiedenste Zusammenlebensformen. http://www.wer-lebt-mit-wem.de/

7. bis 25. August in Bremen: Im August finden gleichzeitig die 20. Informatica Feminale und 9. Ingenieurinnen-Sommeruni statt.

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Fat Studies in Deutschland: Von Diskriminierung, Dickenaktivismus und kreativen Gegenstrategien

6. Mai 2017 von Magda
Dieser Text ist Teil 43 von 44 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Pünktlich zum Internationalen Antidiät-Tag ist vor wenigen Wochen der wissenschaftliche Sammelband „Fat Studies in Deutschland. Hohes Körpergewicht zwischen Diskriminierung und Anerkennung“ im Beltz Verlag erschienen.

Neben WissenschaftlerInnen kommen zu diesem Thema erstmals auch Sozialpädagoginnen, Expertinnen aus der Mädchenarbeit, Künstlerinnen und Fat Aktivistinnen zu Wort, was sich in der Themenvielfalt, der Sprache und den Perspektiven niederschlägt und die Lesefreude (für mich) erheblich erhöhte.

Nach einer Annäherung an das akademische und eher im englischsprachigen Raum angesiedelte Feld der Fat Studies thematisieren die AutorInnen Dicksein und Gewichtsdiskriminierung (in einem deutschen Kontext) und nehmen ökonomische und politische Verhältnisse, das (Antidiskriminierungs-)Recht, mediale Bilder oder die soziale Arbeit in den Blick. Auch zu finden sind Themen wie fette Kunst und Theater oder Sex. Die Beiträge stellen einen exzellenten Ausgangspunkt für weitere (intersektionale) politische, kulturelle und wissenschaftliche Analysen und Debatten dar.


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Fat Underground – Aktivismus gegen Dickenhass in den 1970ern

26. August 2016 von Magda
Dieser Text ist Teil 41 von 44 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Als Aktivist_in ist es hin und wieder hilfreich, sich mit Geschichte zu befassen: Wir sind nicht die ersten, die auf gesellschaftliche Missstände hinweisen und andere vor uns haben analysiert, diskutiert und gekämpft.

Eine der Aktivist_innen im Bereich dicker Diskriminierung und Empowerment, die unermüdlich auf aktivistische Geschichte aufmerksam macht, ist die britische Therapeutin und Aktivistin Dr. Charlotte Cooper. Mit ihrer Serie „100 Fat Activists“ stellt sie Akteur_innen, Gruppen, mediale Erzeugnisse etc. vor, um dickenaktivistische Geschichte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Kürzlich veröffentlichte sie einen Beitrag über die Gruppe Fat Underground, eine Gruppe von dicken_fetten feministischen Aktivist_innen, die sich Anfang der 1970er Jahren in Kalifornien, USA, gründete. Nun hat Charlotte Cooper ein Video entdeckt und auf YouTube hochgeladen, was hoffentlich nicht so schnell verschwindet.

In dem Video sehen und hören wir die Aktivistinnen von Fat Underground, die u.a. Themen besprechen, die auch heute noch dringlich und aktuell, teilweise verschärft sind: Angesprochen werden Diskriminierung und Ignoranz von Ärzt_innen und engsten Verwandten sowie die US-amerikanische Diätindustrie, die damals nach Aussage einer Aktivistin ein Umsatzvolumen von 16-21 Milliarden Euro pro Jahr hatte (heute bereits über 65 Milliarden).

Spannend am Video sind die Erzählungen der von den Aktivistinnen durchlaufenden Prozesse: Alle berichten von diskriminierenden und demütigenden Erlebnissen (hier auch der Hinweis, dass im Video über den katastrophalen Umgang mit Betroffenen sexualisierter Gewalt berichtet wird). Daraufhin begannen die Aktivistinnen, sich über Körpergewicht, Gesundheit, möglichen Krankheiten und Diäten zu informieren und fanden Studien und Texte, die das ärztliche (Un-)Wissen zu Dicksein in Frage stellte: Die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden sind nicht zwangsläufig vom Gewicht abhängig und Diäten sind weder eine Lösung, noch der Gesundheit besonders zuträglich. So begannen die Frauen Unterstützungsgruppen zu bilden, um sich Wissen anzueignen und sich gegenseitig zu bestärken. Außerdem planten sie Aktionen, zum Beispiel anlässlich des Todes von Cass Elliott, die nach Sicht der Aktivistinnen eines der bekanntesten Opfer der Diätindustrie gewesen sein soll.

Die Aktivistinnen präsentieren Analysen zu den Verschränkungen von Dickendiskriminierung, Kapitalismus und Sexismus. Ein gutes Stück aktivistische Geschichte!

Screenshot Fat Underground

Screenshot des englischsprachigen Films „Fat Underground“ (1979) über die gleichnamige fettpositive und feministische Gruppe. Ein Film von Marge Dean, gefilmt in Los Angeles inklusive einiger Szenen von Shirl Buss von 1975. Mit einem Klick auf’s Bild gelangst du zum YouTube-Video: Dean, M. and Buss, S. (1979). Fat Underground

 


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Queere Adventskalender, faule Frauen auf Achse und Kinderbücher-Tipps – die Blogschau

5. Dezember 2015 von accalmie
Dieser Text ist Teil 289 von 295 der Serie Die Blogschau

„Kinder of Color in der Hauptrolle“:  umstandslos – das Magazin für feministische Mutterschaft stellt empfehlenswerte Kinderbücher vor.

Arge Dicke Weiber diskutiert, warum Dickenaktivismus/Fat-Activism wichtig ist.

Tolle Überraschungen findet ihr beim Queeren Adventskalender 2015 von SugarBox.

Der Startschuss mit einer Vorstellungsrunde ertönt bei den Leckmuscheln, einem neuen intersektionalen, queer-feministischen Blog-Kollektiv.

Das Missy Magazine berichtet von ihrer „Faule-Frauen-Tour“ zwischen Leipzig, München, Wien und Basel:  „Wir haben von Leipzig bis Wien gechillt: im Auto, an der Raststätte, auf der Bühne, im Backstage. Vom Frühstück bis zum Abendbrot. Neun Tage lang.“

„Meine kulturellen Wurzeln sind mehr als eine Sprache, ein bisschen Essen und seltsame Musik, die Menschen wie Sie auf Instragram posten können, um Ihrem Freundeskreis Ihre Internationalität und Entspanntheit demonstrieren zu können.“ Almost Dancing antwortet auf den ZEIT-Kommentar zur „Generation Y und Terrorismus“.

Der neue EDEKA-Werbespot rührt zu Tränen? Draußen nur Kännchen stellt zwölf alternative Erklärungsmodelle vor.

Habt ihr diese Woche etwas geschrieben, gezeichnet oder aufgenommen, das hier nicht verlinkt wurde? Kennen wir eure tolle Webseite/tollen Blog etwa noch gar nicht? Dann ab damit in die Kommentare. Regelmäßig verlinken wir Text_Wissens_Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum.


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Nazi-Drill im Kindercamp, kein Raum für Trauer – kurz verlinkt

5. November 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 300 von 357 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Heidi Benneckenstein stammt aus einer Familie von treuen Nazis, als Kind wurde sie in geheimen Lagern gedrillt. Ihre früheren Kameraden zündeln heute bei NPD und Pegida. Heidi Benneckenstein hat sich anders entschieden und stieg aus. Eine Reportage der ZEIT berichtet über ihren Werdegang und Nazi-Strukturen in Deutschland (Hinweis: Der Beitrag enthält rassistische Begriffe.)

Das Bielefelder Magazin weird wird dieser Tage 8 – genauso wie übrigens die Mädchenmannschaft, juchu! Zu diesem Anlass erschien eine Jubiläumsausgabe. Happy Birthday!

In DieStandard schreibt Brigitte Theissl über Fat Aktivismus im deutschsprachigen Raum – mit dabei sind auch Hengameh und Magda sowie die in Wien lebende Künstlerin Julischka Stengele.

Dr. Yasemin Shooman ist Historikerin und leitet die Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin und verantwortet dabei die Programme »Migration und Diversität« sowie das Jüdisch-Islamische Forum der Akademie. Auf ufuq.de kann mensch ihren Kommentar zur Diskussion um das Tragen des Kopftuchs im öffentlichen Dienst lesen: “Mein Kopf gehört mir.”

Englischsprachige Links

Nach dem Tod einer nahen Person erwartet das Umfeld oft ein „schnelles Vorankommen“, ein Weiterleben. Kiran Sidhu spricht im The Guardian über den Tod ihrer Mutter: „Our inability to talk about death has left us ill-equipped to talk about grief.“

Das neue kanadische Kabinett wurde vorgestellt und es besteht aus 15 Ministern und 15 Ministerinnen. Huffington Post stellt die Ministerinnen vor, u.a. Jody Wilson-Raybould, die erste indigene Justizministerin Kanadas.

Termine in Berlin, Bremen, Karslruhe, Recklinghausen:

7. November, Berlin: Veranstaltung zu Repressionen von Aktivist_innen, die an den Gegenprotesten zum „Marsch für das Leben“ teilgenommen haben.

Ebenfalls 7. November, Recklinghausen: Feminismus im Pott feiert Geburtstag und sammelt gleichzeitig Spenden für gute Zwecke.

Am 8. November in Karlsruhe: Vortrag des Vereins „Dritte Option“ , der aktuell für einen dritten Geschlechtseintrag „inter/divers“ klagt. Die Veranstaltung in Karlsruhe wird von 20 bis 22 Uhr live im  Querfunk übertragen.

14. und 15. November, Bremen: Workshop zu „Was tun gegen rassistische Polizeikontrollen?“ für Zeug_innen und (potenziell) Betroffene von rassistischen Kontrollen (Facebook-Link)

16. November, BerlinStolpersteinverlegung (PDF) im Gedenken an Elli Smula (1914–1943). Die Berliner Straßenbahnschaffnerin Elli Smula wurde 1940 als lesbisch denunziert, verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert, wo sie 1943 ermordet wurde.

26. November, Berlin: Buchpremiere von AnouchK Ibacka Valiente (Hg.) „Vertrauen, Kraft & Widerstand. Kurze Texte von Audre Lorde“ in der Begine, gelesen von Anges Lampkin, Schauspielerin.


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Kampf gegen Ausbeutung, neue Vorbilder und unabhängige Prinzessinnen – kurz verlinkt

8. Juli 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 287 von 357 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

„Am 2. Juli 2015 hat der Bundestag das Gesetz zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung verabschiedet“: Über die drohende Ausweitung von Abschiebehaft und erneute Verschärfung der Einreisebestimmung schreibt Pro Asyl.

Die Bloggerin Katrin von Reizende Rundungen ist aktuelles roleUP Vorbild:

Englischsprachige Beiträge

(K)eine typische Prinzessin: A Mighty Girl stellt ungewöhnliche Bücher mit und über unabhängige Prinzessinnen für Kinder und Jugendliche vor.

„My grandmother was born Black and poor in Trujillo’s Dominican Republic. She was only five years old when the state-sanctioned killings of thousands of Haitian migrants widely known as „the Parsley Massacre“ occurred.“ Im Ebony Magazine reflektiert Claudia de la Cruz rassistische Praxen in der Dominkanischen Republik, Haiti und den „Global War on Blackness.“

„Sick and Tired“: Über den Kampf gegen Ausbeutung, Gewalt und für Bürger_innenrechte durch verschiedene Gewerkschaften und Frauengruppen in Sri Lanka berichtet Open Democracy.

Im Fahrwasser der Rachel-Dolezal-Geschichte wurde auch nochmals der Blick auf die Wissenschaftlerin Andrea Smith gerichtet, die sich jahrzehnte lang als Native American präsentierte. Colorlines fasst die wichtigsten Diskussionssträge zusammen und verlinkt auf eine Reihe von Artikeln, z.B. die Liste „cool indigenous feminist scholars to check out“ auf dem Tumblr mé’êško’áe.

Bill Cosby Shows Once Again, We Listen to the Wrong People When It Comes to Sexual Assault„, schreibt Jamilah King bei Mic.

Termine in Berlin

Berlin, am 11. Juli: „Behindert und verrückt feiern“ – die Pride Parade. Start: 16 Uhr, Hermannplatz.

Berlin, 17. – 19. Juli: Female Focus Festivals mit Musik, Podiumsdiskussion und Workshops.

Berlin, bis 16. Juli: Ausstellung queerfeministische Malerei: material matters – bewegte und widerspenstige Körper von Deborah Schmidt. Artist Talk am 11. Juli 2015.


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Die Definition von Krawall, Trolle verfüttern und Kristen Stewarts neue Kumpeline – kurz verlinkt

30. April 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 5 von 357 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

queer.de berichtet über eine neue Resolution des Europarats, in der dieser fordert gegen Trans*-Diskriminierung vorzugehen. So sollte beispielsweise die Änderung des Geschlechtseintrags und des Namens in amtlichen Dokumenten ohne den Zwang zu medizinischen Behandlungen oder psychologischen Begutachtungen erfolgen könnnen.

Anlässlich von 200 Verhandlungstagen und fast zwei Jahren im NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, André Eminger, Holger Gerlach und Carsten Schultze vor dem OLG München zieht NSU Watch eine kurze Zwischenbilanz zum Prozess und stellt unter anderem heraus: „Die These vom NSU als isolierter Zelle mit nur einem kleinem Umfeld an Unterstützer/innen ist so nicht haltbar.“

Von der Broschüre „Was tun? Sprachhandeln – aber wie? W_Ortungen statt Tatenlosigkeit.“ ist die zweite, überarbeite Auflage erschienen. Die Druckvorlage kann kostenfrei per Mail bestellt werden und auf der Seite feministisch-sprachhandeln.org lässt sie sich als PDF herunterladen.

englischsprachige Links

Pajiba nimmt die heterosexistische Beharrlichkeit aufs Korn, mit der Kristen Stewarts aktuelle offensichtliche/vermeintliche Liebesbeziehung von den Medien als „Mädchenfreundschaft“ gelabelt wird.

Ragen Chastain fast auf Dances With Fat noch mal kompakt ein paar Dinge zusammen, die du niemandem schuldest – wie Schönheit, Gesundheit oder Sexiness.

Die siebenjährige Natalie McGriff hat für ihr Comicbuch The Adventures of Moxie Girl, einer Superheldinnengeschichte über ein Schwarzes Mädchen, einen Crowdfundingpreis gewonnen, berichtet Feministing.

Loretta Lynch wurde zur ersten Schwarzen Generalstaatsanwältin der USA ernannt. For Harriet berichtet.

„Do Feed the Trolls—to People Who Will Hold Them Accountable“: Andrea Grimes teilt bei RH Reality Check ihre Erfahrungen mit der Praxis, bei Angriffen, die sie in sozialen Medien erlebt,  Leute aus dem Umfeld des „Trolls“ in die Konversation einzubeziehen.

Medien vermitteln ein ganz bestimmtes Bild von Menschen, die sogenannte Essstörungen haben: schlanke, weiße, wohlhabende Frauen, die wie Models in Magazinen aussehen wollen. Raquel Reichard erklärt, warum das irreführend ist.

Derzeitig wird ein neuer Film für Netflix gedreht: „The Ridiculous Six“. In der letzten Woche verließen eine Reihe von Native American Schauspieler_innen das Set aufgrund der im Film dargestellten rassistischen Stereotype. Racialicious berichtet über den Protest. Außerdem interviewten sie die Aktivistin Megan Red-Shirt Shaw zur #NotYourHollywoodIndian- Kampagne.

Egal wie viele Schwarze Menschen von Polizist_innen getötet werden, die Proteste, die darauf aufmerksam machen, sollen doch bitte ‚friedlich‘ bleiben. Beim Atlantic schreibt Ta-Nehisi Coates über diese Forderung: „When nonviolence begins halfway through the war with the aggressor calling time out, it exposes itself as a ruse. When nonviolence is preached by the representatives of the state, while the state doles out heaps of violence to its citizens, it reveals itself to be a con.“

Elle South Africa interviewt die südafrikanische Performance-Künstlerin Sethembile Msezane über The Public Holiday Series, Post-Apartheid und Frauenkörper.

Termine in Berlin und Linz

2. Mai, Berlin: Far, far away? Podiumsdiskussion zu Kolonialrassismus im Unterricht.

6. Mai, Berlin: Vortrag von Magda Albrecht: “(Mein) Fett ist Politisch” um 16:30 Uhr an der ASH Berlin (Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin), Raum 225.

6. bis 8. Mai, Linz (Österreich): Die Tagung „Kicking Images. Bilderpolitiken/sexualisierte Gewalt/Interventionen“ vereint zum Thema Wissenschaftler_innen, Künstler_innen und Aktivist_innen.

7. Mai, Berlin: „Themenabend zu Intersektionalität“ mit Emilia Roig und der Initiative intersektionale Pädagogik(i-Päd) und 9. Mai: Die dritte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Widerstandsbewegungen von geflüchtetenFrauen* in Berlin und Deutschland„.


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Das Jahr 2014 – Ein Feministisches Lexikon

19. Dezember 2014 von Charlott

Welche Themen standen auf unserer feministischen Agenda 2014? Welche Ereignisse haben das Jahr geprägt? Welche Personen und ihren Aktivismus haben wir bewundert? Zum Abschluss des Jahres gibt es dieses Mal ein Lexikon. Zu jedem Buchstaben könnte es natürlich noch zig weitere Einträge geben – ergänzt doch eure in den Kommentaren!

A wie Aktivismus, Ausschlüsse und Ablasshandel
Ein Thema, welches sich eigentlich durch jedes Jahr zieht/ ziehen sollte: Wie wollen wir unseren Aktivismus gestalten? Wie können dabei unterschiedliche Positionen bedacht und genutzt werden? Welche Taktiken und Praxen haben sich bewährt? Nadine machte sich darum einmal Gedanken darüber, wer wann auf Podien sitzt, wo Absagen vielleicht Sinn machen und wo nicht (und was das mit unterschiedlichen sozialen Positionierungen zu tun hat) und über Geldspenden als Art der ökonomischen Umverteilung.

B wie #BlackLivesMatter und #BringBackOurGirls
Am 09. August dieses Jahres wurde der Schwarze Jugendliche Michael Brown von dem weißen Polizisten Darren Wilson in Ferguson, Missouri, erschossen. Gegen den Polizisten wurde nicht mal ein Verfahren eingeleitet. Es handelt sich dabei natürlich nicht um einen Einzelfall, sondern es ist ein Beispiel für die anhaltende rassistische Polizeigewalt – die keinerlei Konsequenzen hat. In ihrem Text „Wenn Schwarzer Menschen nicht lächeln…“ verlinkt Sharon eine ganze Reihe von weiteren Beispiel aus den USA und Deutschland. Von Ferguson ausgehend und durch weitere publik werdende Taten (die ebenfalls kaum Konsequenzen nach sich zogen) entwickelte sich in diesem Jahr eine Protestbewegung, die im Internet unter anderem unter dem Hashtag #BlackLivesMatter und auf den Straßen vieler Städte anzufinden war. In Berlin versammelten sich am 29. November Aktivist_innen am Brandenburger Tor, um den Opfern zu Gedenken und darauf zu verweisen, dass es stimmt: #FergusonIsEverywhere, Ferguson (d.h. rassistische Strukturen, die Gewalt legitimieren) sind kein rein us-amerikanisches Phänomen. So wird sich am 07. Januar zum bereits zehnten Mal der Tod von Oury Jalloh jähren. Derzeitig sammelt die Initiative im Gedenken an Oury Jalloh Geld um ein weiteres Gutachten zur Brand- und Todesursache anfertigen zu können.

Außerdem sollten nicht die 200 Mädchen, die am 14. April in Nigeria entführt wurden, vergessen werden.

C wie Chancengleichheit
Chancengleichheit, Chancengerechtigkeit, Teilhabe, Akzeptanz, > Toleranz, Inklusion – ein Wörtersalat, der häufig eher das „gut gemeint“ als das „gut gemacht“ abdeckt, wenn es um die Rechte von Menschen mit Behinderung geht. Hannah hat sich im November die Anhörung des Ausschusses “Arbeit und Soziales” zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen angehört und aufgezeigt, welche Diskussionen rund um das Bundesteilhabegesetz (nicht) geführt werden. Außerdem erklärte sie in einem weiteren Text, was der Begriff Inklusion eigentlich umfassen sollte und wie er häufig stattdessen ausgehöhlt wird.

D wie Diskurspolizei
Sprachdebatten zwischen „Darf man denn hier gar nichts mehr sagen!“ und „Diese Gender-Leute drängen ja immer einen Sprachgebrauch auf!“ begleiteten auch das Jahr 2014. Am prominentesten ist sicher die medial breit geführte „Debatte“ um Lann Hornscheidts Sprachinterventionen. Auf einen öffentlichen Brief von WissenschaftlerInnen antwortete hier Jayrôme mit „Es ist Zeit, Realität als real zu betrachten„. Im Juli hatte außerdem accalmie die Verwendung diskriminierender Begriffe, die Verteidung dieser Praxis und das Umwerten als die echte Diskriminierung (TM) von Begriffen, die sonst unmarkierte Normen benennen, seziert.

E wie Elliot Rodger
Am 23. Mai tötete Elliot Rodger in Isla Vita, Kalifornien, sechs Menschen. Zuvor hatte er in Videos und einer über hundert Seiten langen „Autobiographie“ seine Misogynie verbreitet. In vielen deutschsprachigen Medien wurde die Tat dekontextualisiert und individualisiert. Ich schrieb über die Hintergründe der Tat, wie sie vielleicht verhindert hätte werden können. (mehr …)


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Rassistische Polizeigewalt, Victim Blaming und Bring Back #BringBackOurGirls – kurz verlinkt

17. September 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 254 von 357 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

„Die spanische Regierung nimmt von Plänen für ein neues Gesetz Abstand, das Abtreibung nur in zwei Ausnahmefällen erlaubt hätte“ – mehr dazu bei dieStandard.

Die Polizei in Aachen ermittelt gegen mehrere Polizeibeamte und Azubis, die andere rassistisch mobbten und Hakenkreuze und Neonazi-Parolen verbreiteten, erklärt Der Westen.

„An jedem vierten Tag wird in Deutschland eine Straftat mit Bezug zum NSU begangen,“ berichtet Migazin.

Englischsprachige Links

Der Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt in Ferguson nach der Tötung von Michael Brown hält an, zeigt Buzzfeed.

Bei The Root schreiben Sihame Assbague und Rokhaya Diallo über die Doppelmoral der französischen Presse, die sich über Ferguson empört, aber rassistische Polizeigewalt in Frankreich ignoriert.

Zur extremen Rechten in England berichtete Channel 4: in London hat ein Thor-Steinar-Laden eröffnet, und es formieren sich Proteste.

Wie finanzielle Einschnitte in das Budget der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Armut und mangelnde Unterstützung die Bekämpfung von Ebola erschweren, beschreibt die New York Times.

Bei New Statesman kommentiert Sarah Ditum das Urteil, dass Oscar Pistorius Reeva Steenkamp nicht vorsätzlich ermordete, und setzt dieses in den Kontext einer Normalisierung von Gewalt gegen Frauen und victim blaming.

Daran anschließend thematisiert Feministing den Skandal um Ray Rice und die NFL, und titelt: „Wie du feststellen kannst, dass du Frauen hasst.“

Weiterhin berichtete Feministing von der Gruppe Studierender, die sich zur Unterstützung von Emma Sulkowicz (der Studentin, die gegen den Uni-Verbleib des Mannes, der sie vergewaltigte, protestiert, indem sie ihre Matratze durch den Campus trägt) gründete.

Vor mehr als fünf Monaten wurden hunderte nigerianische Schülerinnen von Boko Haram entführt. Deutsche Welle berichtet darüber, was aus der Aktion #BringBackOurGirls geworden ist und wie Aktivist_innen weiterkämpfen. Auch die Facebook-Seite der Kampagne ist weiterhin aktiv und informiert über Neuigkeiten und Aktionen.

Auf Tutus and Tiny Hats nimmt Laura den Mythos auseinander, die mangelhafte Auswahl an Plus-Size-Kleidung läge an den schlechten Konsumentscheidungen der Käufer_innen.

Termine in Berlin

19. September: in der Schererstr. 8 in Berlin (Facebook-Link) findet eine Veranstaltung gegen den „Marsch für das Leben“ (am 20. September) statt. Dort werden in einem Vortrag, Film und anschließender Diskussion Gesetze und Bewegungen thematisiert, die Frauen davon abhalten, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Anschließend stehen Tall As Trees und Anti-Corpos auf der Bühne. [Siehe Hinweis dazu in den Kommentaren – danke, evam!]

20. September: Die Gegendemo zum „Marsch für das Leben“: Demo für Selbstbestimmungs- und Abtreibungsrechte. Start: 11:30 Uhr, U-Bahnhof Kochstr. (U6/M29) Die Protest-Kundgebung des Bündnis‘ für sexuelle Selbstbestimmung findet um 13 Uhr am Brandenburger Tor statt (Facebook-Link).

25.-26. Oktober: Die Berlin Bombshells veranstalten ein Roller Derby Bootcamp für Anfänger_innen und Fortgeschrittene. Die Teilnahmegebühr beträgt 85 Euro, und anmelden kann man sich hier.


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