Einträge mit dem Tag ‘Elternzeit’


Glitzer, Elterngeld und Minijobs: Blogschau zum Wochenende

19. November 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 134 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau


Auf dass die Lektüre der Blogschau euch den (wahrscheinlich ja) trüben Novembertag etwas aufhellen möge:

Bei Miss Tilly liefert Bärbel Kerber Gedanken und Zahlenlinks zu den Effekten des Elterngelds auf Gleichberechtigung.

Bei infemme geht’s noch mal ums Elternbashing oder vielmehr dagegen weil sinnlos: „Arschlöcher gibt es nun mal in jeder Gruppierung, unter Eltern ebenso wie unter BademeisterInnen oder Menschen mit Sommersprossen.“

Lantzschi verlinkt bei Medienelite einen gemeinsamen Podcast mit Leah, Teil eins einer geplanten Reihe über Heterosexualität.

Für den Streit-wert-Blog der Böll-Stiftung schreibt Malathi de Alwis über internationale/transnationale feministische Bündnisse.

„Mini-Jobs abschaffen“ weil „Karrierefalle“ – ein Juso-Plädoyer dazu gibt’s beim Rheinsalon.

Die Missys stellen die neue Gastbloggerin vor – es sind gleich viele, nämlich 30 Studierende der Uni Münster, die im Rahmen eines von der Missy-Redaktion geleiteten Workshops zu „Gendersensiblem journalistischem Schreiben“ bloggen werden. Einige Texte sind schon online.

Urmila verlinkt bei andersdeutsch ein Interview mit einem FDP-Mann zu „Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben … bei männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund“ – die Gedanken dazu stehen dann im Kommentar, nämlich warum das eine nutzlose kategorie ist (also „männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund“, nicht „FDP-Mann“)

Ninia LaGrande wünscht sich Glitzer im Gesicht, aber wie ist es mit dem Älterwerden? Und der Rente? Schwierige Fragen.

Und dann hätten wir noch einen Termin:
Die Heinrich-Böll-Stiftung Hessen macht ihren 9. Ladies Lunch on tour – FOR WOMEN ONLY in Frankfurt am Main. Das Thema: „BARBIE, BITCH ODER SCHLAMPE ? Sexualität, Sexualisierung und Sexismus im öffentlichen Diskurs“. Eingeladen sind Clara Licht und Rosa Plüsch von der SlutWalk-Gruppe Frankfurt, Andrea Roedig, Philosophin, Autorin und Journalistin aus Wien und Ariadne von Schirach, Philosophin, Autorin und Journalistin aus Berlin.
Wann: Freitag, 2. Dezember 2011, 19.00 Uhr im Atelier Frankfurt, Hohenstaufenstr. 13–25, 60327 Frankfurt am Main (Nähe Platz der Republik), Anmeldungen/Infos (bitte bis zum 28.11.2011): Heinrich-Böll-Stiftung Hessen , Tel.: 069/23 10 90. E-Mail: krannich@hbs-hessen.de


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Auf Mutti ist kein Verlass

10. Januar 2011 von Erna
Dieser Text ist Teil 28 von 35 der Serie Muttiblog

Ich bin untröstlich: Am 3. März 2010 schrieb ich meinen letzten Mutti-Blog-Beitrag. So war das nicht geplant. Aber so ist es gekommen. Auf Mutti Erna ist leider kein Verlass.
Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Wenn ich heute hier sitze und darüber nachdenke, was los war, bin ich nicht ganz sicher. Es war eine Anhäufung mehrer Faktoren, die ineinander spielten.

1. Die Themen. Auf einem feministischem Blog über das Muttisein zu schreiben impliziert immer, über das Muttisein irgendwie auch aus einer feministischen Perspektive schreiben zu wollen. Nicht, dass mir das schwer gefallen wäre. Ich hatte eine Liste, auf der ich viele Themen gesammelt hatte, die ich ansprechen wollte. Zum Beispiel die Rolle des Vaters. Oder die geschlechtsspezifische Codierung von Babys, damit man auch auf 100m Entfernung sieht, ob es sich um einen Jungen oder um ein Mädchen handelt. Ich wollte aber auch und vor allem über das Thema “Zufriedenheit und Mutterglück oder Bitterfotze?” schreiben. Dieses Thema wühlte mich aber innerlich so sehr auf, dass ich es nicht fertig brachte, darüber zu schreiben. Ich habe es stattdessen einfach verdrängt.

2. Die Abwechslungsthematik. Wenn frau den lieben langen Tag nichts anderes im Kopf hat, als Kümmern und Muttisein, dann ist es schwer erträglich, dass auch noch die Schreiberei sich mit diesem Thema befassen soll. Irgendwie hatte ich vom Muttisein einfach ein bisschen den Overkill, wollte wenn schon, dann ein bisschen Abwechslung reinbringen. Fand es deprimierend, diese Rolle auf nahezu allen Ebenen meines Daseins einnehmen zu sollen. Das hatte ich mir vor der Geburt auch anders vorgestellt. In meiner Vision von einem Muttiblog war ich selbstbewusst und zufrieden mit dem Leben als feministische Mutter. Das war ich aber nicht. Zu sehr bestimmte nur das Muttersein mein Leben. Mir dürstete es nach “echter” Abwechslung. Natürlich kam ich mir deswegen auch noch schlecht vor.

3. Der Frust. Die Bitterfotze war unerwartet oft Bestandteil meines Mutterlebens. Ein halbes Jahr war ich einfach “nur zuhause”. Denn leider musste mein Liebster sich einen neuen Job suchen und wie das so ist: keine Möglichkeit Elterzeit zu nehmen im ersten halben Jahr. Freie Wirtschaft eben. Dafür bin ich nicht gemacht! Ich lenkte mich mit allerhand Aktivitäten ab, angefangen beim Sport (zwei Mal pro Woche), über das Kochen (jeden Tag ein neues leckeres Gericht ausprobieren) bis hin zu einem unstillbaren Bedürfnis viel Zeit im Freien zu verbringen, da es dort dem Baby viel besser ging als drinnen – und damit eben auch mir. Der Frust war irgendwann so groß, dass ich noch während ich stillte wieder anfing mit Rauchen (natürlich nur abends, nach der “letzten Brust”), da ich unbedingt ein Laster als “Ventil” für meinen Frust brauchte! Das Gefühl, dass alle Leute um mich herum einfach sorgenlos ihr Leben weiterlebten, während ich auf dem Abstellgleis geparkt mit meinem Baby an der Brust stand, es bereitete mir keine Freude. Ich bekam eine Migräne und zwischen dem Liebsten und mir entspann sich der klassische postnatale Beziehungsstress. (weiterlesen …)


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Väter ohne Zeit

28. September 2010 von Adele
Dieser Text ist Teil 17 von 35 der Serie Muttiblog

Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

60% der Männer geben laut Familienreport des Familienministeriums an in Elternzeit gehen zu wollen, wenn sie Kinder haben. 18,5% tun es wirklich, ¾ davon nur die minimal notwendigen 2 Monate um Elterngeld zu beziehen. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie es Väter gibt. Irgendwo müssen die 67% der elternzeitwilligen aber nicht-Elternzeit-nehmenden Männer ja abbleiben.
Ich habe mich in meinem Umfeld mal Ursachenforschung betrieben und festgestellt, dass es immer wieder individuell sehr nachvollziehbare Argumente gab, die die Absprachen, die vor der Zeugung/Geburt bezüglich Vätermonaten getroffen wurden, plötzlich obsolet machten.

Und auch ich musste feststellen, dass meine klaren Vorstellungen von der 50/50 Aufteilung der Elternzeit durch äußere Umstände auf 90/10 verschoben wurde. Nach 7 Monaten Mutterzeit hatte ich leider noch keinen Job, so dass die Vätermonate immer weniger wurden. Kann mein Mann nichts dafür und er war es auch, der mich dann gedrängt hat, deutschlandweit nach Jobs zu schauen. Im Endeffekt bin ich 13 Monate nach der Geburt zu Hause geblieben, mein Mann macht 2 Monate Elternzeit. allerdings kann ich ihm aber zu Gute halten, dass er seit September alleinerziehend ist, während ich 5 Tage in der Woche 400 km weit weg arbeite. Man kann aber auch die Frage stellen, warum er nicht genauso ein Jahr Elternzeit nimmt und wir gemeinsam in einer Stadt leben, finanziell wäre das sogar möglich. Ihr erratet sicher, mit welchem Argument diese Möglichkeit verworfen wurde: „In meinem Job kann ich es mir nicht leisten, ein Jahr auszusteigen.“

Bei einer anderen Familie gab es pünktlich, als das Kind 9 Monate alt war, ein Jobangebot, welches der Vater auf keinen Fall ablehnen konnte und sofort annehmen musste, weshalb die vereinbarten 2 Vätermonate, die dazu dienen sollten, dass die Frau stressfrei wieder in ihren Job einsteigen kann, natürlich auf keinen Fall drin sind. Stattdessen kann er sich voll auf seine Einarbeitung konzentrieren und die Frau steigt nun in Halbzeit wieder ein. Das perfide an der Situation: Ihr fehlen noch ein paar wenige Arbeiten, um eine bestimmte Qualifikation zu erlangen, die notwendig ist, um in ihrem Job weiterzukommen. Er hat diese Qualifikation bereits, weshalb er auch diesen neuen tollen Job angeboten bekommen hat. Einfach nur, weil er ein bisschen weiter in der Ausbildung und nicht schwanger war (während der Schwangerschaft darf man diese Arbeiten, die noch fehlen, nicht machen) ist er jetzt in der Lage, ihr die berufliche Laufbahn noch schwerer zu machen. Die Verantwortung eine Kinderbetreuung zu finden, liegt natürlich zu 100% bei ihr, schließlich will sie wieder anfangen zu arbeiten.

Beides individuelle Beispiele, die zeigen, dass es IMMER gute Gründe geben wird, warum die Männer weniger Elternzeit nehmen als die Frauen


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Absurdes aus dem täglichen K(r)ampf

3. Juli 2010 von Nadine
Dieser Text ist Teil 87 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Es ist Sommer, es ist heiß, jede_r müsste draußen sein und sich auf Wiesen suhlen, doch einige schreiben lieber tolle Blogs. Eine kurze und subjektive Zusammenfassung der vergangenen Woche:

Anne Roth berichtet von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit der Bundespräsidentenwahl und ihre Tochter bewertet die Situation mit kindlichem Pragmatismus. Love it!

Zum CSD und Judith Butler haben wir auf Mädchenmannschaft bereits alles gesagt. Der CSD Berlin e.V. nimmt zu ihren Vorwürfen Stellung. Genderini reagiert zu Recht empört (ein bisschen nach unten scrollen bis “Update”). Neben reichlich Dampf hat selbige noch jede Menge interessante Links zum Thema Queer, Rassismus und Feminismus in petto.

Der Transgeniale CSD war meine ganz persönliche Queer-Premiere in diesem Jahr. Auf Genderbefreit gibt es Fotos zu sehen und das Mädchenblog berichtet von sexistischen Übergriffen auf der Veranstaltung.

Das antirassistische Watchblog Der Braune Mob sollte eigentlich in alles RSS-Readern seinen Platz haben. Nicht nur, dass die Autor_innen nicht müde werden, der rassistischen Taz auf die Finger zu schauen… diese Woche macht sich die Autovermietung SIXT einen Namen als White Supremacist. Traurige Erkenntnis: Rassismus hat während der WM Hochkonjunktur. Das weiß auch Adrian Lang und schreibt seine ganz persönlichen Eindrücke von der grassierenden Fankultur auf.

Das Väterblog gibt Hoffnung: Männer profitieren von der Elternzeit, indem sie mit einer höheren Lebenserwartung rechnen dürfen. Na wenn das Mal nicht Vorzeigeobjekt jeder Gleichstellungsarbeit sein sollte! Werft die Gesundheitsberichte für Männer über Bord und den Schnuller in die Hand!

Sexistische Werbung geizt selten mit visuellen Reizen. Noch perfider finde ich allerdings, wenn es nackte Haut gar nicht braucht, um Chauvinismus zu reproduzieren. A Blog of One’s Own ärgert sich über glanzlose Frauen und glänzendes Gold. Wer Zeit und Muse hat, kann gleich eine Mail an den Werberat verfassen. Mal sehen, ob der sich wieder so blamiert wie nach der AXE-Kampagne.

Herzlich gelacht habe ich bei dieser Anekdote aus dem betrieblichen Alltag von dyfustifications: Frauen und Technik (Schublade auf). Frauen im Umgang mit Frauen und Technik (Schublade zu).

Ein Aufreger ist dagegen wert, dass das Erzbistum Köln weiterhin darauf Einfluss hat, welche medizinischen Leistungen das Krankenhaus St. Birgida auch nach der Übergabe an die städtische Trägerschaft Aachen für Frauen anbieten darf. Ginge es nach dem Willen der Geistlichen, darf dort keine Abtreibung durchgeführt und keine Spirale eingesetzt werden, auch die Pille danach soll untersagt sein, schreibt 100 Kreuze in die Spree.

Auf Buchentdeckungen gibt es ein tolles Portrait über die afrodeutsche Schriftstellerin May Ayim zu lesen – mit Auszügen aus ihren Gedichten. Weiteren Lesestoff hat dieStandard.at: “Die unsichtbaren Kämpferinnen” erzählt die Geschichten von kolumbianischen Frauen, die im bewaffneten Konflikt zur Waffe griffen.

Last but not least: Am kommenden Montag gibt es im Café Tristeza in Berlin-Neukölln eine Book-Release-Party zu “Rassismus auf gut Deutsch” von Adibeli Nduka-Agwu und Antje L. Hornscheidt.

Die Beiträge dieses Bandes tragen dazu bei, unbewussten oder »gut gemeinten« Rassismus in alltäglichen Sprachpraktiken mit konkreten Beispielen aufzudecken, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie und wodurch Sprache rassistisch aufgeladen wird und welche Alternativen es gibt.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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Drei Jahre Elternzeit – Fluch oder Segen?

16. März 2010 von Adele
Dieser Text ist Teil 25 von 35 der Serie Muttiblog

In Deutschland haben Eltern einen gesetzlichen Anspruch auf drei Jahre Elternzeit. Ein Elternteil kann sich also maximal drei Jahre im Beruf für die Pflege und Erziehung eines Kindes freistellen lassen ohne den Arbeitsvertrag kündigen zu müssen. Diese Möglichkeit haben Väter ebenso wie Mütter. Ab dem Moment, ab dem eine Frau schwanger ist genießt sie außerdem einen besonderen Kündigungsschutz. Diesen Schutz gibt es für werdende Väter aber nicht. Das ist wohl ein Grund dafür, dass es sich meistens von selbst versteht, dass die Mutter den gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit zum größten Teil in Anspruch nimmt. Klar, gerne wird auch mit dem geringeren Verdienst der Mutter im Vergleich zum Vater argumentiert, aber oft genug passiert es, dass selbst die Väter, die bereit wären in Elternzeit zu gehen, daran scheitern, dass ihrE VorgesetzteR ein Ass im Ärmel haben: die Drohung mit der Kündigung.

Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Erst kürzlich wieder ereignete sich in meinem Freundeskreis folgendes: Einem Erzieher wurde von der Kindergartenleitung zugesagt, dass der befristete Arbeitsvertrag selbstverständlich verlängert werde. Dieser Mann war nun so nett, seinen Wunsch nach Elternzeit vor der Verlängerung seine Vertrages vorzutragen. Konsequenz war, dass sein Vertrag nicht verlängert wurde. Dieser Gastbeitrag im Missy-Blog berichtet ähnliches. (weiterlesen …)


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Bloggeritis

23. Januar 2010 von Anna
Dieser Text ist Teil 14 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die opalkatze denkt weiter über die Frage nach, warum es so wenig Alphabloggerinnen gibt und kommt beim Betrachten ihrer eigenen Biografie zu dem Schluss: Frauen drängeln sich einfach nicht so gern nach vorn.

Bloggerinnen mit einer Schwäche für Tetris, Pixelwitze und handgeschriebenen HTML-Code sucht die zauberhafte elv. Unter dem Motto „Ja, ich bekenne, ich bin ein Geekgirl” soll eine Collage geekiger Bilder entstehen.

Der VÄTER-Blog titelt: “Noch mehr Väter würden Elternzeit nehmen – wenn das Geld stimmt”.

Allgegenwärtige Klischees sind für Antje Schrupp der Anlass, von “Männer sind so” und “Frauen sind anders” wegzugehen und die politische Ebene dahinter zu betrachten. So stellt sie z.B. fest: wer Kinder betreut, wird benachteiligt. Nun müssen wir uns fragen, ob wir das wirklich wollen.

“Der Untergang der Frauenpolitik hat einen Namen”, nämlich Familienministerin Kristina Köhler, titelt der Mädchenblog.

In Österreich sorgt gerade die Sängerin Christina Stürmer mit einem Song für Furore: Sie steuerte für die PR-Kampagne “Bildungsreform für Österreich” eine Neufassung der Bundeshymne bei – bei ihr ist Österreich nicht nur die Heimat großer Söhne, sondern ebenso großer Töchter.

Die Textänderung

sorgt nun für Unmut beim Sessler-Verlag, der die Interessen der Textdichterin der Hymne, Paula von Preradovic beziehungsweise deren Erben, wahrt. Der Verlag sieht den künstlerischen Wert gefährdet und fordert von Bildungsministerium und Stürmer eine Unterlassungserklärung.

wie dieStandard.at berichtet.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Applaus für… Berliner Väter

30. Oktober 2008 von Anna
Dieser Text ist Teil 4 von 21 der Serie Applaus für

Wie Der Tagesspiegel berichtet nehmen nirgendwo mehr Väter Elternzeit als in Berlin und zwar die meisten mehr als nur die leider oft üblichen zwei Monate:

„Jedes fünfte Berliner Neugeborene hat einen Vater, der Elterngeld bezieht“, sagt Svenja Pfahl vom sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut Sowitra. Sie arbeitet gerade im Auftrag des Senats am Berliner Familienbericht, der das Thema gründlicher beleuchten soll. Nach ihren Erkenntnissen nehmen sehr oft gut verdienende Akademiker Elternzeit. [...] Dass Berliner Väter bundesweit am häufigsten Auszeiten für ihre Kinder nehmen, bestätigte am Mittwoch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei der Vorstellung des Berichtes zum Elterngeld. Das liege vor allem an jungen Männern, die in unteren Führungspositionen in den „innovativen Industrien“ der Hauptstadt arbeiten und sich die Auszeit beruflich leisten können.

Ich persönlich denke, dass diese Entwicklung nicht nur an den „innovativen Industrien“ liegt, sondern auch an der sozialen Akzeptanz der Vätermonate, die mir in einer Stadt wie Berlin überdurchschnittlich hoch erscheint und mit jedem Elternzeitvater größer wird.

Außerdem, auch das berichtet Der Tagesspiegel, bilden sich immer mehr Infrastruktur und soziale Netzwerke für die Väter heraus, wie zum Beispiel ein wöchentlicher „Väterbrunch“. Es bleibt allerdings fraglich (aber auch zu hoffen!), ob sich diese Entwicklung auch außerhalb der hippen Eltern des Prenzlauer Bergs fortsetzen und verbreiten wird.

Trotzdem:
Weiter so, Berliner Väter!


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Wickelvolontariat galore

11. Juli 2008 von Barbara

Gefreut habe ich mich, als unlängst durch die Presse ging, dass Stefan Rößle, CSU-Landrat in Donau-Ries, bekannt gab, zwei Monate Elternzeit anlässlich seines fünften Kindes zu nehmen. Beklatscht wurde sein Entschluss von den beiden Abgeordneten der links-ökologischen “Frauenliste” im Kreistag. Seine eigene Partei schwieg zu seiner Entscheidung, so die Zeit. Rößle ist der erste Landrat in Deutschland, der zuhause bleiben will. In Bayern ein besonderes Novum, erinnern wir uns doch noch an den CSU-Landesgruppenchef, Peter Ramsauer, der meinte, er halte wenig von einem “Wickelvolontariat” für Väter in zwei Monaten. Spiegel Online meldete dann noch, dass nach Rößle zwei andere Landtagsmitglieder auch ihre Elternzeit angemeldet hätten.


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