Neues aus den Blogs
24. Juli 2010 von BarbaraEine kleine Auswahl dessen, was mir aufgefallen ist in dieser Woche in den Blogs: Ein Ende von “kreuzritterlicher Homophobie” fordert diestandard.at. Anlass ist der Christopher Street Day, deren Teilnehmende mit “ultrakatholischen und nationalistischen Gruppierungen” zusammenstießen. Und deren bekloppten Gehirnen. Kaum zu glauben – Mittelalter im Jahr 2010!
Über ein Vernetzungstreffen von Online-Frauen, das inzwischen ein feministisches Mainstream-Thema geworden ist, hat annalist geschrieben. “An sich sind Fragen zur Abwesenheit von Frauen im Netz, an Computern, in den Medien ja nicht wirklich innovativ, müssen aber wohl weiterhin gestellt werden.” Ja. Leider.
Seit 2009 ist es gleichgeschlechtlichen Paaren in Schottland möglich Kinder zu adoptieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, Großeltern protestierten gegen die vorgesehenen Adoptiveltern, wendet sich die größte Adoptionsvermittlungsagentur nun direkt an Schwule und Lesben. Sie sollten sich von der negativen Presse nicht beindrucken lassen, so queernews.at.
Ich hatte auf den Artikel in der Jungle World von Antje Schrupp über das Reizthema Burka-Verbot bereits verlinkt. In ihrem Blog hat sie zu diesem Artikel noch etwas mehr geschrieben, nämlich über etwas, was von der Redaktion der Jungle World redigiert wurde in ihrem Artikel und aus einem Gedanken einen anderen gemacht hat. “In der ursprünglichen Fassung hatte ich geschrieben, dass Burka und Niqab (also Ganzkörperverhüllungen, die auch das Gesicht verdecken) – anders als das Kopftuch – „die Welt der körperlichen Präsenz weiblicher Individuen“ berauben. Das war meine Begründung dafür, warum ich finde, dass es sich dabei durchaus um eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse handelt und nicht nur um eine Privatangelegenheit der Frauen, die solche Kleidung tragen. (Anschließend begründe ich dann, warum ich ein gesetzliches Verbot trotzdem falsch finde). In der veröffentlichen Version heißt dieser Satz nun, dass Burka und Niqab „weibliche Individuen ihrer körperlichen Präsenz berauben“. Diejenigen, denen etwas „fehlt“ (nämlich die körperliche Präsenz) sind nun also die Frauen selbst und nicht mehr die Welt.”
Über die unangenehmen Dinge, die derzeit passieren in Hamburg (Schul-Volksbegehren) und Berlin (Elternzeit-Einsparung) hat sich i heart digital life geärgert. Mit Recht!
Termine:
Wer Lust auf “Poetische Experimente und Erfahrungsaustausch” hat, dem sei die Veranstaltung des Literaturbüros Ruhr e.V. und der Autorinnenvereinigung e.V. mit dem Frauenkulturbüro NRW e.V. am 16.Oktober 2010 in der Kulturfabrik Heeder in Krefeld ans Herz gelegt. Autorinnen sind herzlich eingeladen, sich mit biografischen Angaben und einer Projektskizze mit Textprobe (insgesamt 2 Normseiten) zu bewerben. Anmeldungen per Mail an Elisabeth.roters-ullrich(at) stadt-gladbeck.de bzw. unter www.literaturbuero-ruhr.de.
Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.
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