Einträge mit dem Tag ‘Eheglück’


Pornos, Piraten und Quotenfeministinnen: Die Blogschau

28. Mai 2011 von Anna
Dieser Text ist Teil 110 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Diese Woche haben wir gleich zwei tolle Podcasts gefunden:
Einmal beim Magazin Ficko ein Gespräch mit Saja Seus (wir haben sie und ihr Projekt hier vorgestellt).
Außerdem sinniert das müslikind mit klugen Menschen bei Weißweinschorle über Feminismus in der Piratinnenpartei.

Vom Honig hat keine Lust mehr, immer die Quotenfeministin zu sein. Wir finden: Recht hat sie!

gluecklichscheitern ist bei eltern.de auf den Artikel “Papa sein von Anfang an” gestoßen. Vorsicht, Schnappatmung garantiert: “Tausche Sex gegen Hausarbeit”. Ebenfalls dort: Eine aktuelle linksammlung zu “Stellen, Stipendien, Calls und co.”

Straßen aus Zucker schreibt differenziert, ausführlich und sehr klug darüber, “warum nicht alle Pornos geil sind”: “PorNo? PorYes? PorHaps…”

anders deutsch über die alltägliche Portion Judith Butler.

zwzora hat das Medienmagazin “Zapp” vom NDR gesehen, in dem es um die besonders sexy Vermarktung der diesjährigen Fußball WM (das obligatorische “Frauen” klemm ich mir jetzt mal) durch den DFB geht. Lesen und angucken bitte.

Karin Koller hat eine kleine Presseschau zum Thema Strauss-Kahn zusammengestellt und kommentiert.

Wo wir gerade dabei sind… Man kann es anscheinend wirklich nicht oft genug sagen, deswegen hat Antje Schrupp es einfach nochmal aufgeschrieben: Vergewaltigung und Sex ist nicht dasselbe.

Die Onlinebefragung „Umfrage zur Situation von Menschen mit Intersexualität“ des deutschen Ethikrats wurde verlängert bis zum 19. Juni. Den link dahin und einige kritische Anmerkungen findet Ihr bei GenderFreeNation.

“Was tun mit sexistischer Kackscheiße?” fragte Anna vor ein paar Wochen. Mögliche Handlungsalternativen zeigt der Mädchenblog. Ebenfalls dort zu lesen: Ein Text über Monika Ebeling, ihres Zeichens Gleichstellungsbeauftragte in Goslar. Diese ist, wir können es kaum glauben, “Schlimmer als Schröder”.

Nach all dem Hirnfutter einfach mal die Gedanken schweifen lassen? Das geht sehr gut mit dem “Sonntag in Bildern” von Alltäglichkeiten.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Salz im Kaffee

6. Januar 2011 von Kübra
Dieser Text ist Teil 5 von 35 der Serie Das Wort zum Freitag

Es war ein sonniger Tag in Istanbul. Eine junge Frau saß allein in einem Café und blickte auf den Bosporus. Ein schöner Anblick. Das fand auch der junge Mann, der sie beobachtete. Er wollte sie ansprechen. Als er sich zögernd zu ihr setzte, schreckte sie hoch.

“Warte!”, bat er. “Trink doch bitte einen Kaffee mit mir.” Er lächelte sie an. Aufmunternd. Und bestellte Kaffee. Sie schaute zurück. Misstrauisch. Und setzte sich.

Der Kaffee wurde serviert. Der junge Mann war ganz aufgeregt. Sein Herz pochte immer schneller. Ganz benommen und zitternd vor Aufregung nahm er sich den Salzstreuer und füllte seine Tasse mit Salz. Irritiert runzelte die junge Frau die Stirn. “Einen interessanten Geschmack hast du”, bemerkte sie. Verdammt. Salz im Kaffee. Er schämte sich. Wie konnte ihm das passieren?

“Ich bin am Meer aufgewachsen”, erklärte er in Not. “Ich liebe den salzigen Geschmack des Meeres. Er erinnert mich an die Menschen, die ich liebe.”

Vierzig Jahre später war der junge Mann inzwischen ein alter, kranker Mann. Seine Frau, die junge Frau von damals aus dem Istanbuler Café, kümmerte sich um ihn und pflegte ihn liebevoll. Wie jeden Morgen brachte sie ihm auch heute einen Kaffee ans Bett. Schön salzig, genau so, wie er es mochte. (weiterlesen …)


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Arte Dossier: “Ehe … es kracht!”

21. Dezember 2010 von Katrin

Bedeutet Ehe gleiches Recht für Mann und Frau?

Das ist nur der Vorspann eines Ehe-Dossiers bei Arte, das ganz spannend und unterhaltsam zu werden verspricht. Start ist heute, 21.12.2010, um 20.15 Uhr. Die Online-Beiträge sind auch lesenswert:


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Jubel in Argentinien: Homo-Ehe künftig erlaubt

16. Juli 2010 von Magda

Gestern hat der Senat in Argentinien mit einer Mehrheit von 33 zu 27 Stimmen bei drei Enthaltungen für die Zulassung der Ehe für Homosexuelle gestimmt. So wird Argentinien zukünftig der erste Staat Lateinamerikas sein, in dem Homo-Ehen möglich sind. Die Reform gewährt schwulen und lesbischen Paaren die gleichen Rechte wie heterosexuellen Paaren, z.B. bei der Sozialversicherung oder der Elternzeit. Und: Auch das Bürgerliche Gesetzbuch wird nun geändert und die Bezeichnung “Mann und Frau” durch “die Vertragspartner[innen]” ersetzt.

Et voilà, zum Mitjubeln:

Spiegel Online fasst die weltweite Lage bezüglich der Homo-Ehe zusammen:

Weltweit ist Argentinien neben Belgien, den Niederlanden, Spanien, Portugal, Kanada, Südafrika sowie Norwegen, Schweden und Island das zehnte Land, das die Homo-Ehe einführt.


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Arschlecken!

24. Juni 2010 von Susanne
Dieser Text ist Teil 2 von 11 der Serie Die Farbe Lila

Zurzeit öffne ich meinen Briefkasten sehr vorsichtig. Ich linse erst mal hinein. Sehe ich nur Werbeprospekte und Rechnungen, greife ich erleichtert zu. Klemmt aber zwischen den weiß-nüchternen Umschlägen von Banken und Behörden wieder einmal ein großes Kuvert aus Büttenpapier, atme ich tief ein und noch tiefer aus. Aber es hilft ja nichts, ich nehme den feinen Umschlag heraus. Also, wer zur Hölle stellt sich als nächstes in den sommerlichen nie enden wollenden Reigen der Heiratswilligen?

Brauner Hintergrund mit 2 Bäumen und 3 Pilzen. Ein Wolf liegt blutend auf dem Boden. Im Vordergrund steht ein Mädchen mit lila Käppchen und einem blutigen Messer in der Hand. Es sagt: I don't need to be saved. I can do that myself.

(c) Frl. Zucker

Nie hätte ich gedacht, schon mit Anfang 30 erste Alterserscheinungen zu bekommen, aber dass ich sommers meine Wochenenden auf Hochzeiten verbringe, ist genau eine solche altersbedingte Erscheinung. Und fast so lästig wie Akne in der Pubertät.

Anfangs dachte ich noch, mein einziges Problem mit Hochzeiten sei das Ding Ehe an sich – so ganz von dieser Einrichtung überzeugt bin ich immer noch nicht. Die Ehe als staatlich legitimierte und finanziell geförderte Form des Zusammenlebens: Was bitte ist daran romantisch? Und die Eheschließung als Moment, bei dem die Frau sich vom Vater an den Zukünftigen übergeben lässt und seinen Namen annimmt – weibliche Selbstbestimmung sieht anders aus. Aber je öfter ich den Wandel der Braut zwischen Einladung und Ja-Wort mitbekomme, desto mehr sehe ich noch ein anderes Problem: dass Hochzeiten für Frauen zur konsumfixierten Leistungsschau geworden sind.

Und zwar jetzt gar nicht einfach so: Wer hat die geilere Location, das bessere Geschirr, das schönere Kleid vom bekannteren Designer. Nein, viel subtiler, denn natürlich orientiert sich niemand an anderen Menschen, Stichwort Individualität und so. Der Wettbewerb läuft eher unter dem Motto: Wer schafft es, seinem Traum einer perfekten Hochzeit so nahe wie möglich zu kommen? Egal ob dieser Traum im Landhaus-, Mittelalter-, Romantik- oder irgendeinem anderen Stil gehalten ist. Die Hochzeitsindustrie ist auf jeden Geschmack vorbereitet und setzt mit der Realisierung dieser Träume jedes Jahr fast zwei Milliarden Euro um.

Früher zahlte der Vater der Braut die Hochzeit, wobei „früher“ relativ ist, auch auf so einer Hochzeit war ich im letzten Jahr. Heute jedenfalls zahlen viele Brautleute selbst, und da auch Frauen ganz selbstverständlich Geld verdienen, darf es gern etwas teurer werden. Dann leistet man sich bestickte Platzkärtchen, weiße Tauben und eine mehrstöckige Torte mit Marzipanrosen als absolute Basics für „den schönsten Tag im Leben“, „den man schließlich nur einmal feiert.“ Also gleich noch den spitzenumrangten Torbogen für die Freiluft-Hochzeit gemietet und das – heute wieder zwingend weiße – Kleid doch maßanfertigen lassen.

Freundin P. jedenfalls, die in diesem Sommer ebenfalls heiratet, beschwerte sich bereits, dass es allein schon ziemliche Überwindung koste, eine einfache, handgeschriebene Einladungskarte zu verschicken. „Sogar meine Mutter redete mir ein, ich solle ins Grafikstudio gehen. Meine Mutter, die barfuß auf einem Acker geheiratet hat! Im Studio bekomme man auch das allertollste Papier, sogar parfümiertes“, erzählte sie augenverdrehend. „Arschlecken!“ schloss sie auf ihre von mir sehr geschätzte direkte Art, „ich klopp doch nicht mein sauer verdientes Geld für so einen reaktionären Scheiß raus.“

Ihre Parole Arschlecken! will ich seit unserem Gespräch jeder Braut zurufen, deren Einladung mich erreicht. Leider bin ich nicht abgebrüht genug, diejenige zu sein, die ihnen „den schönsten Tag im Leben“ versaut. Also gehe ich am Wochenende auf die nächste Hochzeit. Der schöne Sommer.

(Dieser Text erschien ursprünglich als Kolumne in der Taz)


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Neues aus den Forschungslaboren

24. Mai 2010 von Helga

Bereits vor einiger Zeit brachte EurekAlert eine Studie, die die Doktorandin Youngjoo Cha der Cornell University durchführte. Sie verglich die Arbeitszeiten von Paaren mit zwei Einkommen. Danach garantieren Überstunden, bzw. Stellen mit über 60 Stunden Arbeitszeit pro Woche für den Ehemann fast, dass Frauen ihren Job aufgeben. Arbeitet die Ehefrau dagegen lange, gibt es kaum einen Effekt auf den Partner. Hinter dieser Entscheidung steckten immer noch die alten Rollenbilder, so Cha.

Dass die Aufteilung in bezahlte Männerarbeit und unbezahlte Hausfrauenarbeit aber kein Garant für eine glückliche Ehe ist, ergab nun eine Studie der London School of Economics. So berichtete der VÄTER Blog, dass Paare sich seltener scheiden lassen, wenn der Ehemann sich an der Hausarbeit und Kindererziehung beteiligt. Anders als häufig gedacht, ist dieser Faktor wichtiger als die Berufstätigkeit von Frauen.

Schließlich gibt es auch Neues von den Forscherinnen, die herausfanden, dass Frauen mit negativen Konsequenzen zu rechnen haben, wenn sie bei Vorstellungsgesprächen mehr Geld heraushandeln wollen. Diesmal haben sie sich den Einfluß von Bescheidenheit im Vorstellungsgespräch angeschaut und festgestellt, dass weder Frauen noch Männer bescheidene Bewerber wollten. Für die bescheidenen Bewerberinnen ergaben sich dagegen keine Nachteile, so The Chronicle of Higher Education.


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Scheiden lassen kann sich nicht jede_r

3. April 2010 von Helga

Aus Amerika kommt das nächste Beispiel, wie Föderalismus und fehlende gemeinsame Regelungen und Vereinbarungen Menschen das Leben auch im 21. Jahrhundert unnötig schwer machen können. Dort hatte letztes Jahr ein Lesbenpaar in Massachusetts geheiratet, wie queernews.at berichtet. Da die Ehe nach kurzer Zeit zerrüttet war, reichten sie die Scheidung ein – allerdings in der Heimatstadt einer der Frauen in Pennsylvania. Denn in Massachusetts können nur Paare geschieden werden, die bereits ein Jahr dort wohnen. In Pennsylvania aber ist durch den „DOMA” (“Defense of Marriage Act”) die Ehe auf heterosexuelle Paare beschränkt. Der zuständige Richter lehnte nun den Scheidungsantrag ab:

Die Nichtigkeitsklausel in der DOMA bezeichnete er als “angemessenen Schutz und legitime Ausübung der staatlichen Polizeigewalt, die dazu dient, die öffentliche Gesundheit, Sicherheit, Wohlfahrt und Moral der Bürger_innen zu erhalten.” Das Argument, dass die Verfassung auch das Recht gleichgeschlechtlich empfindender Menschen, eine Ehe zu schließen, schützt, bezeichnete er als “unhaltbar”.

Statt einer Scheidung könne die Ehe aber annulliert werden – freilich mit anderen Konsequenzen als eine Scheidung. Ob es wirklich einer einzigen (heterosexuellen) Familie hilft, wenn homosexuelle Paare und Familien in ein Wirrwarr aus Ehen und Partnerschaften, lokalen und internationalen Anerkennungsproblemen und unsicherer Rechtslagen verstrickt werden?


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Hochzeit in Washington DC

10. März 2010 von Helga

In Washington DC haben gestern Sinjoyla Townsend und Angelisa Young ihre zwölf Jahre Partnerschaft gefeiert und als erstes gleichgeschlechtliches Paar geheiratet. Ergreifender als in jedem Hollywoodfilm, also schon mal die Taschentücher auspacken:


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Die Homo-Ehe in den USA

19. Januar 2010 von Magda

Seit über einer Woche findet vor einem US-Bundesgericht in San Francisco, Kalifornien, ein Verfahren statt, welches die Rechtmäßigkeit von Proposition 8 unter anderem mit der Begründung anficht, dass jene im November 2008 gefällte Entscheidung der kalifornischen BürgerInnen, die Homo-Ehe zu verbieten, die in der amerikanischen Verfassung festgeschriebenen Grundrechte von Homosexuellen verletze. Das Urteil könnte richtungsweisend für die gleichgeschlechtliche Ehe nicht nur in Kalifornien sondern für die ganze USA sein. Falls das Bundesgericht Schwule und Lesben vor dem Gesetz mit Heterosexuellen und ihrem Recht auf Heirat gleichstellt und diese Entscheidung durch alle Instanzen hindurch bis an den Supreme Court (US-amerikanischer Oberster Gerichtshof) weitergereicht wird, kann es fast unmöglich werden, irgendwo in den USA Gesetze aufrecht zu erhalten, die Menschen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren.

Die beiden Advokaten von Homosexuellen-Rechten sind der konservative Ted Olson, der schon für Ronald Reagan und George W. Bush arbeitete, und der liberale David Boies. Als nicht gerade typisch wirkende Befürworter der Homosexuellen-Ehe planen die beiden mit einer einfachen aber möglicherweise wirkungsvollen Argumentation einen historischen Zug durch die gerichtlichen Instanzen.

In seiner Eröffnungsrede am 11. Januar 2010 betonte Olsen drei besonders wichtige Punkte:

1. Die Möglichkeit heiraten zu können sei ein fundamentales Recht der US-BürgerInnen. Die Ehe wird als eine der wichtigsten Institutionen in den USA verstanden und korrespondiert mit amerikanischen Grundwerten wie das Recht auf Freiheit, Privatheit und das individuelle Ausleben der eigenen Identität - Werte, die sich alle in der amerikanischen Verfassung wiederfinden (via).

(weiterlesen …)


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Wenn zur Abwechslung mal Papa füttert…

10. November 2009 von Anna
Dieser Text ist Teil 34 von 54 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

... freut sich nicht nur Mama.
(Quelle: Ökotest. Kompakt Kinder & Eltern Nr. 13. Thema Kinderernährung. 2008)



Vielen Dank an BM für’s Scannen und Schicken!


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