Einträge mit dem Tag ‘Do it Yourself’


Mach’s Selbst – Do it Yourself für Mädchen

7. September 2012 von Magda
Dieser Text ist Teil 64 von 129 der Serie Die Feministische Bibliothek

Beim Lesen des Buches habe ich eine Menge Beiß­reflexe ent­wickelt: Als ich es bestellte, dachte ich mir, dass das ja ein tolles Buch zum Weiter­ver­schenken sei. Nun muss ich leider sagen: Nee, das gebe ich nicht mehr her!

Das gerade bei Beltz erschienene Buch „Mach’s Selbst – Do it Yourself für Mädchen“ der Missy Magazine-Macherinnen Sonja Eismann und Chris Köver gibt nicht nur die Grund­lagen für’s Selber­machen zur Hand, sondern be­sticht auch durch die liebe­volle Ge­staltung der Grafikerin Daniela Burger.

Die neun Kategorien „Musik Machen“, „Senden und Schreiben“, „Crafting“, „Protestieren und Organisieren“, „Ver­­kabeln und Sichern“,  „Kochen“, „Reparieren und Bauen“, „Pflanzen“ und „Reagieren und Analysieren“ be­handeln die ganze Band­breite des Selber­machens. Ob mit grünem Daumen aus­ge­stattet, technisch interessiert oder politisch en­gagiert, in diesem Buch ist für fast jede etwas dabei: Hier lernst du, wie du ein WLAN sicher machst, eine Milch­karton-Vase bastelt, im Alltag gegen Rassismus kämpfst oder Ohrringe aus Computer­teilen baust. Dahinter steckt die einfache Idee, durch das Selber­machen ein Stückchen Autonomie zu be­wahren.

In ihrer Rezension fasst Anna von different needs diese Idee sehr schön zusammen:

Die DIY-Kultur wird hier wieder in einen politischen Zusammen­hang gerückt, der bei bloßen Etsy- und DaWanda-Einkäufen wohl eher außen vor bleibt, wenn auch da oft mit einem DIY-Begriff hantiert wird. Chris Köver und Sonja Eismann ver­suchen, gemeinsam mit Daniela Burger und all den Beiträger_innen, ein Bewusst­sein für gestalterische und letzt­lich eben auch politische Autonomie zu schaffen. All das nie mit dem berühmten er­hobenen Zeige­finger, sondern ermutigend und kooperativ.

Auch wenn der Titel es suggeriert: Für dieses Buch gibt es weder eine Altersbeschränkung noch eine Eingrenzung hinsichtlich des Genders. Strengstens empfohlen zum Selberschmökern und Verschenken.


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Schmökern, basteln und tauschen bei Zinefesten in Berlin und Hamburg

18. November 2011 von Magda

Am 26. und 27. November 2011 findet ein Zinefest in Berlin statt und am 3. und 4. Dezember könnt ihr beim Feminist Zine Action Day in Hamburg teilnehmen.

Was sind Zines? Zines sind (selbst-)gemachte kleine Heftchen, die auch von Feminst_innen gerne zur kreativen Verbreitung von Geschichten, Zeichnungen, Collagen etc. genutzt und i.d.R. in einer kleineren Stückzahl unter Freund_innen und/oder Gleichgesinnten verteilt werden. Fanzines waren z.B. in der Riot Grrrl Bewegung ein beliebtes Medium.

Zinefest Berlin

Was ist das Zinefest Berlin?

Das Zine Fest Berlin ist ein Wochenende, an dem wir die DIY-Kultur von Zines* feiern. Wir wollen Zinemacher_innen, Zinefans & -freaks aus der ganzen Welt einen Ort bieten, an dem Ideen, Skills, Informationen und Zines ausgetauscht werden können. Das Zine Fest Berlin will dazu inspirieren, Zines zu lesen, zu machen und kennen zu lernen.

Dich erwarten mehr als 40 Stände von Zine-Machern_innen, Künstler_innen, und Distros, die ihre Zines, Comics, Bücher und Kunst ausstellen und verkaufen. Du kannst dich in der Zine-Wanderbibliothek ausruhen und hunderte von Zines einer persönlichen Sammlung durchstöbern. Es gibt sogar einen Mach-dein-eigenes-Zine Basteltisch und viele Workshops.

Am 26. November findet abends im Rahmen des Zinefestival in der Werkstatt der Kulturen die Spoken Word und Poetry Veranstaltung „Shut up and Speak“ statt, bei der es auch ein Open Mic für Frauen/Lesben/Trans* geben wird. Im Publikum sind alle willkommen.

Was erwartet dich beim Zine Action Day in Hamburg? (Beschreibung leider nur auf Englisch)

Blogosphere and small press, zines and comics – it all comes together at the Hamburg Zine Action Day! The event is non-profit, with an aim to provide a place for artists, activists and art enthusiasts to meet, network and swap ideas.

Das Kollektiv Bildwechsel wird ihr Zine-Archiv der letzten 30 Jahren zum Angucken bereitstellen.


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Muslimische Feministinnen und Tipps für frischgebackene Mütter – kurz verlinkt

25. August 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 126 von 355 der Serie Kurz notiert

Wenig erfreuliches bieten die neuen US-amerikanischen Fernsehserien, so der Tagesspiegel. Sie seien klischeebehaftet, feige und apolitisch häuslich. Genauso schlimm das „männliche Gegenprogramm: breitbeinige Steak-Sitcoms, in denen Männer von hysterischen Frauen schikaniert werden.“

Wo wir gerade beim US-Fernsehen sind: Laut dem Ms Magazine Blog sind Frauen im Fernsehen weiter unterrepräsentiert. Die Zahl der Schreiberinnen hinter dem Bildschirm ist in diesem Jahr sogar dramatisch gesunken.

Infografik zum Anteil der Frauen im US-TV. 2011 ist der Anteil der Schreiberinnen auf nur noch 15% gefallen

Infografik von Sarah Richardson/Ms Magazine, mit freundlicher Genehmigung

Seit ein paar Tagen gibt es auf SpiegelOnline vermehrt Artikel zu Frauen und Karriere (ob das Sommerloch dran schuld ist?). Vom Umgang mit Schwangerschaften bis hin zum Interview mit der „streitbaren“ Ex-Gleichstellungsbeauftragten Monika Ebeling. Titel des Dossiers dazu: Weiberwirtschaft. Ahja.

In Nordrhein-Westfalen wird in geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung und Chancengleichheit investiert, berichtet die Ärztezeitung. Was das Landes­gesund­heits­minis­terium damit konkret meint, wird leider nicht erläutert.

Auf dem Chaos Communication Camp trafen sich vor zwei Wochen eine Menge Hacker_innen, um Vorträge zu hören, coole Dinge wie Palatschinkenmaschinen vorzustellen oder sich zu unterhalten. Im Hackerspaces Podcast Signal ging es etwa um Queer Geeks:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Ein wenig hängen sie zwischen allen Stühlen – muslimische Feministinnen. In der taz erzählt Amina Wadud von der Entwicklung der Frauenbewegung im Islam. Zwischen der Einordnung als Islamistinnen oder zum säkulären Feminismus legt sie den Fokus auf feministische Lesarten des Korans und gleichezeitig den Kampf für Gleichberechtigung im privaten, wie öffentlichen Leben.

„Putzen wie ein Mann“ und „nicht schlecht über andere Mütter reden“ sind zwei der praktischen kleinen Baby-Tipps für junge Mütter von Henriette Kuhrt.

Die ukrainische Frauenbewegung Femen macht mit nackten Tatsachen weiter Schlagzeilen. Und sind damit laut der FAZ fast die einzigen, die öffentliche Kritik noch anbringen können. Ein Artikel übrigens, der Sexismus nicht nur beschreibt, sondern auch als solchen benennt und kritisiert.

Noch mehr Sexismus berichtet diepresse.com, diesmal aus Indonesien. Angehende Stewardessen müssen sich bei der Fluglinie Garuda Indonesia ausziehen. Wer Tattoos hat oder Brustimplantate wird abgelehnt. Die Begründung: Andere Fluggesellschaften machen das auch. Und Brustimplantate können im Flugzeug gefährlich sein. Passagierinnen werden bisher aber nicht auf Implantate kontrolliert.

Auch ein Fan von @feministhulk? Nun wissen wir, wer dahinter steckt!

Nach dem Klick noch ein Termin und Call for Papers: (mehr …)


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Ladies, Grrrls and Queers: Ladyfeste in deiner Stadt!

5. Mai 2011 von Magda

Feministisch, queer, unkommerziell, DIY (Do it yourself) – so oder so ähnlich be­schreiben sich die meisten der Lady­feste, die im deutsch­sprachigen Raum or­ganisiert werden.

Ladyfeste sind queer/­feministische Festivals, die seit 2000 haupt­säch­lich in Nord­amerika, Australien und Europa ver­anstaltet wer­den. Seit 2003 gibt es sie auch in Deutschland, wo sie erstmals in Hamburg, Berlin und Leipzig stattfanden. Die Wur­zeln der Ladyfeste sind in der sub­kulturellen und feminis­tischen Riot Grrrl-Be­wegung der 1990er Jahre zu finden. Das erste Lady­fest fand in Olympia (WA, USA) statt.

Im Zentrum der Lady­feste stehen nicht-kommerzielle Kon­zerte, DIY Work­shops, po­litische Vor­träge, selbst­ge­machte Kunst und Filme sowie Dis­kussions­run­den. Sie werden meist von jüngeren FLT (Frauen, Lesben, Trans*) und Queers or­ganisiert, die in Politik, Kunst und Mu­sik be­kanntlich unter­repräsentiert sind und durch solche Ver­anstaltungen ei­nen Raum für ihre politischen und kul­turellen Praxen be­kom­men. Die­ser Raum ent­steht nicht mittels eines „bio­logischen Ge­schlechts“, son­dern durch die vielfältige Thematisierung von in­einander sich ver­schränken­den Unter­drückungs­formen wie Sexismus, Rassismus, Trans­phobie, Homo­phobie und Körper­normierun­gen.

Ladyfeste haben kein festes Format und sind Mit­mach­festivals, die von den Men­schen leben, die ihre indivi­duellen Fähig­kei­ten und Interessen in die Or­ganisation und Durch­führung der oft mehr­tägigen Festivals einbringen. Bei der Pla­nung geht es weniger um bereits vor­handene Professionali­tät, sondern um das gemein­same Or­ganisieren und Er­leben von Kon­zerten, Diskussionen und politisch-kreativem Han­deln. Lady­feste haben sich ohne die Unter­stützung von klassischen Main­stream Medien in den letzten zehn Jahren meist in größeren Städten etabliert und sind dank sozialer Netz­werke und Blogs inter­national gut ver­netzt.

Für Literaturtipps und Links zu Ladyfesten in deiner Nähe, bitte klicken:  (mehr …)


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Jetzt anmelden: Girls Rock Camp 2011

11. April 2011 von Magda
3 Mädchen mit Instrumenten springen auf einer Bühne in die Luft

Foto: Rock Camp 2010 - mit freundlicher Genehmigung von Ruby Tuesday e.V.

Die Anmeldephase für das dritte Ruby Tuesday Rock Camp, das vom 5. bis 13. August 2011 in Cottbus statt­finden wird, hat be­gonnen.

Das erste Rockcamp für Mädchen* fand 2001 in Portland, Oregon (USA) statt und wur­de in den fol­genden Jahr­en auch in an­deren Län­dern wie Schwe­den oder Deutsch­land um­ge­setzt. Die ehren­amtlichen Or­ganisa­tor_innen wollen Mädchen und jun­gen Frauen* einen Raum zum mu­sikalischen Aus­­probieren und Ler­­nen zur Ver­­fügung stellen, da sie in vielen Be­­reichen der männ­lich do­minierten (Rock-)­Musik unter­­repräsentiert sind.

Um das Ruby Tuesday Rockcamp zu unter­stützen, findet am 23. April ein Soli­­konzert in Ber­lin statt, das GRRRLPUNXBASH (leider nur ein Facebook-Event), wel­ches mit ei­nem Input-­Vortrag von Nadine Lantzsch zu queer/­feministischen Blogs ein­ge­leitet wird. Das Konzert findet im Klub Linse, Parkaue 25, 10367 Berlin statt.

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*Teilnehmen kann, wer zum Zeitpunkt des Rock Camps zwischen 12 und 18 Jahre alt ist und sich als Mädchen, trans*- oder inter­ge­schlechtlich* definiert. Der Teil-nehmer_innenbeitrag ist einkommensabhängig, ein Fahrtkostenzuschuss kann gewährt werden. Wer die Arbeit des Vereins unter­stützen möchte, kann dies in Form von Geld- oder Sach­spenden (Instrumente o.ä.) tun.


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Emanzenkram zur Weihnachtszeit

15. Dezember 2010 von der Mädchenmannschaft

Obwohl ein selbstgebackener Kuchen und eine herzliche Umarmung wohl kaum zu schlagen sind, um den liebsten Freund_innen oder der Familie eine Freude zu bereiten, findet die eine oder der andere bestimmt Gefallen an folgenden Geschenkideen von und für Feminist_innen. Nicht nur zur Weihnachtszeit lassen die kleinen bis großen Aufmerksamkeiten sicherlich einige Herzen höher schlagen:

Der queerfeministische Kalender wird von der den RIOT SKIRTS herausgegeben und ist ein Schmuckstück für Ladiez of all genders.

Auch der im DIY-Stil gehaltene Slingshot Kalender, der unter anderem einen Menstruationskalender enthält, begleitet dich gespickt mit einer Sammlung an nützlichen politischen Informationen durch das ganze Jahr.

Ebenfalls eine über das ganze Jahr verteilte Liebesbekundung könnt ihr mir einem Jahresabo des Missy Magazins verschenken (wer noch vor Weihnachten bestellt, bekommt ein kleine Überraschung!).

Genauso toll: ein Abo der österreichischen Kolleginnen von fiber. werkstoff für feminismus und popkultur.

Eine ganze Reihe an feministischen Geschenkideen findet ihr auf der britischen Seite Cafe Press.

Mannschaftskollektion

Mannschaftskollektion

Ein Blick in unsere Mannschaftskollektion lohnt sich, wenn ihr auf der Suche nach einem Täschchen oder einem Beutel seid.

Noch mehr Taschen hat Annina von Girls Can Blog.

Oxfam Unverpackt bietet die Möglichkeit, eine Schulbildung für ein Mädchen, eine sichere Geburt, Kondome oder eine Ziege zu verschenken – all diese Sachen (und noch viele mehr!) werden im Namen des/der Beschenkten gespendet.

Rezensionen zu Büchern, die sich wunderbar unter dem Weihnachtsbaum machen, könnt ihr in unserer Feministischen Bibliothek nachlesen. Wer mit dem Bücherkauf linke und feministische Projekte unterstützen möchte, kann dies mit links lesen tun.

Auch dieses Jahr könnt ihr wieder einen Geschenkgutschein (PDF) von Rubinia Djanes verschenken, die weltweit erste Djane Schule für Mädchen und Frauen in Basel in der Schweiz.

Auf der US-amerikanischen Seite FCKH8 („Fuck Hate“) könnt ihr T-Shirts, Buttons, Kalender, Sticker etc. mit der Aufschrift „FCKH8“, „Some dudes marry dudes“ oder „Some chicks marry chicks“ bestellen. Teile der Gewinne gehen an Gruppen, die sich für die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare einsetzen (wir berichteten über die Aktion).

Die folgenden Soundtracks eignen sich prima zum Verschenken und Selberhören.

Best Coast: „Crazy For You“
Zola Jesus: „Stridulum II“
Sophie Hunger: „1983“
Janelle Monáe: „The Arch Android“
Kate Nash: „My Best Friend is you“
Laura Lopéz Castro: „Optativo“
Sookee mit Kobito (Deine Elstern)
Beach House: „Teen Dream“
Janelle Monáe: „The Arch Android“
Robyn: Die „Body Talk“-Reihe
Misnomer(S): „American I(s)“

Noch mehr Geschenkideen? Dann ab damit in die Kommentare!


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Do it yourself: Feminist_innen teilen ihr Wissen

4. November 2010 von Magda

Annina von Girls Can Blog hat sich eine neue Serie ausgedacht, „OH, REALLY?“, in der sie Grundbegriffe des Bloggens erläutern möchte (und zwar auf Englisch und Deutsch). Wie sie auf die Idee gekommen ist, erklärt sie selbst:

„Oh, wirklich, das geht?“ ist die Standardantwort, die ich erhalte, wenn ich befreundeten Bloggerinnen von meinem Lieblings-RSS-Reader, Twitterfeed oder geplanten Blogposts erzähle. Viel lieber würde ich „Na klar, ich weiß, und noch viel besser ist…“ hören. Daher habe ich mir eine neue Serie ausgedacht, in deren Rahmen ich einige Grundbegriffe des Bloggens erläutern möchte: OH, REALLY?

Mal davon abgesehen, dass ich erstauntes Nachfragen zu Web 2.0-Grundbegriffen geschlechtsübergreifend erlebe, finde ich es toll, das Annina ihr Wissen weitergeben möchte und so Licht in den Web 2.0 Dschungel bringt. Vorschläge könnt ihr im Kommentarfeld des Blogposts oder auch per E-Mail einreichen.

Ich bin gespannt!


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Nein, ich knete keine Vulva

18. August 2010 von Susanne

Es gibt ein paar Dinge, die ich nicht wissen muss. Zum Beispiel, wie man einen Uterus strickt.

Das entscheide ich, als ich in einem Blog das Bild einer faustgroßen rosa-plüschigen Gebärmutter sehe. Mit zwei Eileitern als Armen sieht sie ganz witzig aus, aber irritiert mich sehr.

Nun könnte man sagen: Schau dir halt solche Blogs nicht an.

Aber ich bin gern dort, wo sich Feminismus und Do it yourself treffen. Feministisches Selbermachen hat nämlich einen vermeintlichen Widerspruch gelöst: Ich bin Feministin. Und ich nähe, stricke, koche, gärtnere gern. „Trotzdem“ habe ich immer gesagt, wenn das Gespräch darauf kam. „Ich bin trotzdem Feministin.“ Oder andersherum: „Ich backe trotzdem gern.“ Ich schämte mich ein bisschen für meine Hobbys. Ich fand, ich erfüllte damit ein altmodisches Frauenbild. Und jeden Schwiegermuttertraum – von einer haushaltlich begabten Schwiegertochter. Das Einzige, worauf ich mich immer herausreden konnte: dass ich nicht nur die Nähmaschine bedienen kann, sondern auch einen Schlagbohrhammer – dass ich einfach gern mit meinen Händen arbeite.

Brauner Hintergrund mit 2 Bäumen und 3 Pilzen. Ein Wolf liegt blutend auf dem Boden. Im Vordergrund steht ein Mädchen mit lila Käppchen und einem blutigen Messer in der Hand. Es sagt: I don't need to be saved. I can do that myself.

(c) Frl. Zucker

Dann entdeckte ich US-amerikanische Feministinnen, die Handarbeit ein neues Image verpassten, sie aus der bürgerlichen Umklammerung befreiten und stattdessen gegen Konsum und Kapitalismus anstrickten. Ich entdeckte auch: „revolutionäre Strickzirkel“ und „bad-ass“-Nähkränzchen und abonniere enthusiastisch all die Do it yourself-Blogs, die mir nicht marthastewartesk auf die Nerven gehen mit Vorschlägen wie, ich müsse mal wieder für meine Sofakissen neue Bezüge nähen, weil es doch da jetzt diese wunderschönen Rosenprints gibt. (mehr …)


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Girls-Rock-Camp feiert Party in Cottbus

23. Juli 2010 von Magda

Am Sonntag findet das Abschlusskonzert des diesjährigen „Ruby Tuesday – Rock Camp für Mädchen“ in Cottbus statt.

Ruby Tuesday Rock Camp AbschlusskonzertDie Veranstalterinnen und Künstlerinnen verkünden:

nach einer woche voller songwritingworkshops, bandcoaching, einüben von bühnenperformance, singen, schreien, skaten und sprühen, stellen vier bands von musikerinnen zwischen 11 und 17 jahren ihre songs der öffentlichkeit vor:

agatha robot (schnell, verzerrt und unabhängig)
black diamonds (mal ruhig, mal geschrien)
crazy rubies (verrückter techno aus cottbus)
kackie kurzsocke feat. die urigen teller (ein kessel buntes)

Wer eine Mitfahrer_innengelegenheit braucht und/oder vom Cottbus Hbf abgeholt werden möchte, schreibe an info[at]rubytuesdaymusic.de.


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LaD.I.Y.fest Berlin sucht DICH!

7. Juni 2010 von Magda

(Please scroll down for English version)

LaD.I.Y.fest Berlin ist ein nicht-kommerzielles ‘Do it yourself’ (D.I.Y.)-Festival, das von feministischen Aktivist_innen, Künstler_innen und Musiker_innen auf freiwilliger Basis organisiert wird. Es bietet diversen Feminist_innen, die sich künstlerisch und politisch engagieren, einen Raum im Rahmen von Konzerten, Kunstausstellungen, Filmvorführungen, Diskussionen und Workshops ihre Fähigkeiten und Talente zu zeigen. Es ist ein Mitmach- und ein Gemeinschaftsfestival!
(homepagefacebook, myspace)

Du spielst/singst/tanzt in einer Grrrl-Combo oder legst deine eigenen Platten auf? Du hast Spaß daran Leuten zu zeigen, wie Fanzines hergestellt, Haikus geschrieben oder Fahrradreifen geflickt werden? Du willst deine Bilder ausstellen, deine Lieblingsfeminist_in vorstellen, eine Lesung oder einen Workshop halten (z.B. über kritische Weißseinsforschung)? Du hast eine Theatergruppe, bist Stand-Up Komiker_in oder willst deinen selbstgedrehten Film vorstellen? Oder hast du gar ein Talent, das wir noch gar nicht kennen und die Welt unbedingt sehen sollte?

Dann bewirb dich bis zum 15. Juli 2010 beim LaD.I.Y.fest Berlin! Das LaD.I.Y.fest sucht kreative Leute, die im Rahmen des selbstorganisierten feministischen DIY-Events vom 16. – 19. September gepflegt abrocken bzw. ihre Fertigkeiten und Talente mit anderen teilen.

Schreib‘ einfach eine Mail an

workshop[at]ladyfest[dot]net
music[at]ladyfest[dot]net
film[at]ladyfest[dot]net
art[at]ladyfest[dot]net

oder komm’ zu unseren wöchentlichen Treffen jeden Mittwoch um 20 Uhr im f.a.q. Laden (Jonasstr. 40, Berlin – Neukölln; zwischen Hausnummer 40 und Tierfutterkrippe). Wir suchen auch noch Leute, die uns beim Organisieren helfen möchten. Mehr Infos gibt es unter www.ladyfest.net. Bei generellen Fragen schreib‘ einfach an: info[at]ladyfest[dot]ne

English version after the jump! (mehr …)


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