Unter der Überschrift “Mädchen Top - Jungen Flop” veröffentlicht telepolis.de ein Artikel zum Thema Bildung. Werden Jungs in deutschen Schulen benachteiligt? Sind sie die Verlierer des deutschen Bildungssystems? Statistisch schneiden sie derzeit schlechter ab als Mädchen. Als einer der Gründe für diese gar nicht so guten Zahlen im Bereich der Schulabschlüsse und -abbrüche wurde der falsche Umgang mit der Freiheit genannt:
Viele meinen, sie könnten tun und lassen, was ihnen gefällt. Sie sehen das Leben deshalb nur als wunschgemäßes Vergnügen – da haben Anstrengung, intensive Lernarbeit, solidarisches Verhalten und Einordnung in eine Gruppe keinen Platz mehr.
Das ist aber ein Problem, das sowohl Mädchen als auch Jungs hätten. Doch ein wirkliches Problem sei, dass den Jungs die Väter fehlen:
Sie versuchen das fehlende “Alpha-Tier” durch Null-Bock, Aggression und Gewalt, Alkohol, Kriminalität, Desinteresse und Rückzug in eine eigene Welt zu kompensieren.
Und ein Aufwachsen nur mit Mama, Erzieherinnen und Lehrerinnen bringt die Jungs in Identitätsschwierigkeiten:
“Männer” identifizieren sich über Männer, ansonsten gelten sie als Weichei. Welcher Schüler möchte das schon?
Obwohl um Gleichberechtigung gekämpft wird, werden besonders im Bildungsbereich Stellen hauptsächlich von Frauen besetzt. Das alte Spiel: Mädchen werden Lehrerin, Jungs Ingenieure. Und das ist nicht immer gut so:
Die eingangs gestellte Frage, wer nun die wirklichen VerliererInnen unseres zu reformierenden Bildungsystems sind, ist einfach beantwortet. Es sind nicht vordergründig DIE Mädchen oder DIE Jungen – es ist unser Land und damit wir alle.