Einträge mit dem Tag ‘Diskussion’


Fetter Queerer Aktivismus

14. August 2017 von Magda
Dieser Text ist Teil 44 von 44 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Fette Selbstbestimmung und queere Politiken sind unzertrennlich miteinander verbunden: Dicke Queers sprengen Begehrens-, Körper- und Gesundheitsnormen, stellen diese in Frage, oder auf den Kopf. In diesem Gespräch treffen Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aufeinander, die sich kritisch und mehrdimensional mit der gesellschaftlichen Rezeption dicker, queerer Körper in der politischen Bildungsarbeit, in der Kunst, Körperarbeit und in der Wissenschaft auseinandersetzen. Mit folgenden Fragen wollen wir uns beschäftigen: Wie beeinflussen Kapitalismus, Rassismus, Heteronormativität und Gesundheitsnormen die Erfahrungswelten und Ressourcen von dicken Menschen? Und welche (politischen, kulturellen, alltäglichen) Strategien des Widerstands verfolgen die Eingeladenen?

Die Veranstaltung findet am 23. August 2017 von 18 bis 20 Uhr im Aquarium (Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin, hinter dem Südblock am Kottbusser Tor) statt. Alle, die sich kritisch mit gesellschaftlichen Normen auseinandersetzen, sind herzlich eingeladen!

+ Die Veranstaltung wird auf Deutsch stattfinden.
+ Die englischen Beiträge werden ins Deutsche übersetzt.
+ Der Veranstaltungsraum und die Toiletten sind rollstuhlgerecht und nicht binär gegendert.

Referent*innen:

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Über die Befreiung der Körper Schwarzer Frauen – Eine Diskussion

7. Mai 2014 von Charlott

Derzeitig ist ist die Autorin und Aktivistin bell hooks „scholar-in-residence“ an The New School. In diesem Rahmen finden eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen statt – und dankenswerterweise werden diese zum einen live gestreamt und zum anderen auch später online gestellt. Gestern nun fand die Veranstaltung „Are You Still a Slave?: Liberating the Black Female Body“ statt.

bell hooks und Marci Blackman während der Diskussion (Screenshot)

bell hooks und Marci Blackman während der Diskussion (Screenshot)

bell hooks sprach mit Janet Mock (Autorin von „Redefining Realness. My Path to Womenhood, Identity, Loven & So Much More„), Shola Lynch (Filmemacherin, u.a. „Free Angela and All Political Prisoners„), und Marci Blackman (u.a. American Library Association’s Stonewall award for Best LBGT Fiction).

Ausgehend von der Darstellung Schwarzer Frauen im Film „12 Years A Slave“ setzen sich die vier mit der Bedeutung von Geschichte und Geschichten, Vorbilder, Gewalt in ihren unterschiedlichen Formen, die Rolle von Medien, Empowerment und Gemeinschaft auseinander. Shola Lynch berichtet wie ihre Tochter den Trailer zu „Free Angela“ immer wieder und wieder ansah, Marci Blackmann spricht über Roman-Figuren, die eine_r sonst selten sieht und bell hooks erklärt, warum ihr die Arbeit an Kinderbüchern besonders wichtig war. Und dann diskutieren bell hooks und Janet Mock über das Time-Cover, auf dem Beyoncé abgebildet war. (Und das alles nur in den ersten 40 Minuten)

Die gesamte Diskussion von fast zwei Stunden kann auf der Seite der New School angeguckt werden.


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14jähriger schlägt vor: „Sag doch einfach ‚N-Wort'“, Deniz Yücel flippt aus: Impressionen vom tazlab

22. April 2013 von Gastautor_in

Auf dem tazlab-Panel „Meine Damen und Herren, liebe N-Wörter und Innen!“ wollten die Publizistin und Schriftstellerin Sharon Dodua Otoo, Publizistin und Kolumnistin Mely Kiyak sowie Leo Fischer, Chefredakteur des Satiremagazins Titanic, unter der Moderation von taz-Redakteur Deniz Yücel über den Zusammenhang von Diskriminierung und Sprache diskutieren.  Daraus wurde jedoch nichts. Da aus der taz-Nachlese eigentlich nochmal ziemlich klar hervor geht, wo diese das Problem (nicht) sieht, freuen wir uns über die Erlaubnis zur Veröffentlichung des folgenden Artikels:  Sula war auch bei der Veranstaltung und berichtet darüber aus ihrer Perspektive.  

Anstatt sich ernsthaft mit einer Debatte auseinanderzusetzen, die Ernsthaftigkeit verdient hätte, entschieden sich die Organisatorinnen des tazlab, ausgerechnet Deniz Yücel, der bereits im Vorfeld durch seinen  unsensiblen Umgang [CW für den Link : rassistische Begriffe] mit dem Thema aufgefallen war, das Podium für die von ihm moderierte Diskussionsrunde  „Meine Damen und Herren, liebe N-Wörter und Innen“  zu überlassen. Erschreckend schnell wurde deutlich, dass Yücel sich selbst anlässlich seiner Rolle als Moderator nicht zu einer tieferen inhaltlichen Auseinandersetzung hatte hinreißen lassen. So war er unfähig, den Titel des Buches der einzigen eingeladenen Schwarzen Frau, der Autorin und politischen Aktivistin Sharon Dodua Otoo, korrekt vorzulesen, was er notdürftig durch Ironie zu überbügeln versuchte. Dies sollte im Verlauf des Abends, abgesehen von zunächst ebenfalls als humoristische Einlagen (miss-)verstandenen Wutausbrüchen, dann auch seine einzige Strategie bleiben. Geladen waren außerdem die Kolumnistin Mely Kiyak und der Titanic-Chefredakteur Leo Fischer. Eine Einführung in die verschiedenen Positionen des Diskurses – oder auch nur eine Erläuterung der Forderung nach inkludierender, nicht diskriminierender Sprache – seitens Yücels blieb aus. Stattdessen wurden durch die Diskutant_innen und einen Zuschauer kurze, in geschlechtergerechter Sprache verfasste Texte vorgelesen, vermutlich, um zu demonstrieren, wie unmöglich zu verstehen diese seien oder wie absurd sie klängen. Da die taz mit Philip Möcklinghoffs Artikel  [CW für den Link: rassistische Sprache] den Hergang der Diskussion zumindest inhaltlich bereits recht gut abgedeckt hat, möchte ich hier nur auf das eingehen, was dort unterschlagen wird. (mehr …)


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Eltahawy: „Für ein Burka-Verbot!“

20. Juli 2010 von Magda

Mit großer Mehrheit hat das französische Parlament letzten Dienstag ein Vermummungsverbot verabschiedet, in dem die Worte Burka und Niqab zwar gar nicht vorkommen, das aber recht eindeutig auf Ganzkörperverhüllungen abzielt. Im September wird die Entscheidung mit höchster Wahrscheinlichkeit vom französischen Senat bestätigt und somit in Kraft treten (wir berichteten).

Frankreich hat die größte muslimische Bevölkerung Europas (Schätzungen zufolge fünf bis sechs Millionen), wovon ca. 2.000 Frauen die Niqab oder die Burka tragen und somit direkt von dem neuen Gesetz betroffen sind.

Bereits als in Belgien über ein ähnliches Gesetz entschieden wurde, diskutieren wir über dessen Sinn oder Unsinn. Während ein Burka-Verbot in vielen europäischen Ländern Zustimmung findet (Deutschland: 71%, Frankreich: <80%), plädieren zwei Drittel der US-Amerikaner_innen für ein Recht auf Vollverschleierung. Aus den USA kommen aber auch Stimmen, die die neuen Gesetze in Belgien und Frankreich gutheißen: Mona Eltahawy, eine ägyptisch-amerikanische Journalistin, die sich als „liberale, muslimische Feministin“ beschreibt, erklärt in einem Interview mit Broadsheet@Salon, warum sie ein Burka-Verbot befürwortet.

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