Einträge mit dem Tag ‘die Pille’


Aus für die Verhütungsspritze

2. August 2011 von Helga

Vor einem Jahr war die „Spritze für den Mann“ hier bereits Thema, der Forscher Michael Zitzmann gab sich positiv. Erst letzte Woche ging es beim Deutschlandradio Kultur noch einmal darum (wir berichteten kurz).

Gestern wurde nun der Abbruch der WHO-Studie verkündet, die eigentlich im nächsten Jahr abgeschlossen werden sollte. Die Nebenwirkungen (die im Übrigen auch etliche Männer nach der Einnahme von Placebos beklagten) waren wohl zu schlimm. Wir empfehlen dazu den Kommentar von Julia Seeliger für die taz:

Depressionen, Gewichtszunahme und Libidoveränderungen – woher kennen wir das nochmal? Ach, ja, die Antibabypille. In den 60ern, als die Medikamente noch sehr hoch und ungenau dosiert waren, war das alles noch viel schlimmer. Aber auch heutzutage gibt es solche Nebenwirkungen. Interessiert sich da eigentlich jemand dafür?

PS: Inzwischen gibt es auf Julias Blog noch eine spannende Diskussion zum Kondomgebrauch, bzw. dem leider immer populärer werdenden Nichtgebrauch.


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Männergesundheit und andere “Frauensachen” – die Woche im Überblick

18. Mai 2011 von der Mädchenmannschaft

Die US-Außenministerin Hillary Clinton wurde auf einem Bild, das in der jüdisch-orthodoxen Zeitung Di Tzeitung veröffentlicht wurde, einfach weg retuschiert. Die Erklärung laut taz: ”[D]as Blatt aus Brooklyn druckt niemals Frauen ab, da ihre Abbildung die männliche Leserschaft sexuell zu verführen droht.”

Die Journalistin Pumza Fihlani wird demnächst heiraten und stößt als moderne Frau in Südafrika auf traditionelle Rollenbilder. Bei der BBC erzählt sie von ihrem Versuch, die inneren und äußeren Konflikte zu lösen.

Mit Quoten beschäftigt sich im Migazin Martin Hyun. Denn in den Führungsetagen geht es seit Jahren sowohl für Deutsche mit Migrationshintergrund, als auch für Frauen nicht voran.

Aus Karachi nach Berlin – die pakistanische Journalistin Hani Yousuf ist derzeit bei der Welt. Sie fragt sich, wo in Deutschland (etwa in der morgendlichen Redaktionskonferenz) eigentlich die Frauen seien und warum „westliche Frauen alle anderen Frauen nach ihren Standards” beurteilen.

Über Vergewaltigung als Kriegstaktik sprach Barbara Unmüßig aus Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung im Deutschlandradio Kultur.

Endlich! Das Video zum re:publica 2011-Panel „Guck mal wer da spricht“ ist online:

re:publica XI: Guck mal, wer da spricht from Philip Steffan on Vimeo.

Gleich vier Tage am Stück ist eine saudische Hausfrau in Jeddah unfallfrei Auto gefahren. Und hat damit die Debatte um das Fahrverbot für saudische Frauen noch einmal angeheizt, berichtet das Time Magazine. Auf Facebook sind unter dem Titel “I will drive starting June 17” inzwischen 3.000 Frauen und Unterstützer versammelt.

Männergesundheit ist Frauensache! Zumindest in Österreich. Dort startete kürzlich die Kampagne “Ich schau auf meinen Mann” target=”_blank”. Heteronormativ, sexistisch und ein Rollenbild, das an die 1950er erinnert, verpackt in ein schickes Design mit Schlüpfern. dieStandard.at vergibt gleich mal eine ihrer berühmten Zitronen für diesen Fehlversuch, Stereotype mit Stereotypen zu bekämpen.

Roseanne Barr, bekannt aus der gleichnamigen Sitcom der 1990er Jahre, schreibt in einem sehr persönlichen Text über ihre Rolle als feministische Ikone, über ihr Serien-Alter-Ego, die Fernsehbranche und den ganzen Rest.

Geht es nach dem Willen der Jugendorganisation von Südafrikas Regierungspartei, wird die Anti-Baby-Pille schon für Zwölfjährige ein Muss, berichtet die taz.

Die Ceiberweiber haben die unsägliche Debatte um die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn noch mal zusammengefasst und kritisch kommentiert.

Zum Schluss noch der Hinweis auf unsere Terminliste für Mai, die ihr gern in den Kommentaren weiter ergänzen könnt.


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Nicht schuld an allem: die Pille

10. November 2010 von Helga

Seit ihrer Erfindung vor 50 Jahren ist die Pille für vieles verantwortlich gemacht worden, in letzter Zeit auch für die Verweiblichung von Fischen (s.a. Wikipedia). Schließlich nutzen inzwischen weltweit Millionen Frauen die Möglichkeit, Schwangerschaften zu verhindern. Die nicht-abgebauten Bestandteile werden dann mit dem Urin in den Wasserkreislauf und damit auch irgendwann wieder in unsere Wasserhähne geleitet, wo sie erneut zu möglichen Fortpflanzungsproblemen führen können, dann auch ungeplant. Eine Entwicklung, die in den USA bereits Aktivist_innen veranlasste, Frauen vom Gebrauch der Pille abzuraten.

An der University of California, San Francisco, hat sich Forscherin Amber Wise nun angeschaut, aus welchen Quellen die Hormone in unserem Wasser kommen und gibt Entwarnung. Tatsächlich machen die unverbrauchten Östrogene aus der Pille weniger als 1 Prozent aus, viel mehr stammt dagegen aus Tierfarmen, Sojamilch- und Biodieselfabriken. Deren Abwasser werden in den USA auch nicht behandelt, bevor sie in den Wasserkreislauf zurückkehren. Auch Hormonersatztherapien, die noch weiter verbreitet sind als die Pille, oder Krebsbehandlungen sorgen für den Anstieg an Hormonen im Wasser. Außerdem weisen Wise und ihre Kolleg_innen darauf hin, dass viele Wechselwirkungen mit anderen Chemikalien nicht bekannt sind, vermutlich aber zu den Problemen beitragen.

Ob die Rufe nach mehr Regulierung der Landwirtschaft und medizinschen Therapien nun genauso schnell kommen wie die Verurteilung der Pillennutzerinnen, bleibt abzuwarten.


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Gekommen, um zu bloggen

28. August 2010 von Verena
Dieser Text ist Teil 57 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Einen kritischen Blick auf die Errungenschaft Pille werfen Bettina Enzenhofer und Irmi Wutscher in an.schläge, hier über linksnet verlinkt.

Beim Missy Magazine gibt es seit der aktuellen Ausgabe eine neue Rubrik: Inspiriert von der New Yorker Künstlerin Miranda July, sind die LeserInnen aufgefordert in “Bake a Cake, Build a Bomb”, selber aktiv kreativ zu werden und vielleicht einen der tollen Preise zu gewinnen.  Worum es dieses Mal geht, lest ihr hier.

Außerdem bloggt diesen Monat Modebloggerin Mary Scherpe von StilinBerlin bei Missy. Dabei wird  nicht nur Fashion bebildert sondern auch leckere Sachen, mit denen das Outfit bekleckert werden kann.

So sieht "Sonntags" bei Missy-Gastbloggerin Mary Scherpe aus

Girls can blog weist auf die Online Petition der Reporter ohne Grenzen zur Freilassung der iranischen Bloggerin Shiva Nazar Ahari hin.

Bloggen Frauen anders? Dieser mittlerweile häufiger kursierenden Frage geht Antje Schrupp mal von einer anderen Seite auf den Grund. Anders als wer?

Im Heimathafen Neukölln stehen am Donnerstag, 3. September, prügelnde und boxende Mädchen im Mittelpunkt des Theaterstücks “Sisters” und der anschließenden Podiumsdiskussion – mit Mädchen-Boxen und Mädchen-Rap.

Auch am Donnerstag, dem 3. September, rocken unter anderem Frau Kraushaar und DJ Patex das Ladyfest in Darmstadt. Unter dem Motto “Pretty Girls Play Faves” darf im Weststadtcafé gefeiert werden. 

Und vor den Terminen noch ein Blogtipp: Sie kam und blieb - unter dem Namen bloggt seit einigen Wochen ein feministisches Kollektiv aus Bern über die linke, feministische und queere Szene. Einfach mal vorbei gucken.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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50 Jahre Pille – nicht für den Mann

18. August 2010 von Barbara

Am 18. August 2010  jährt sich zum 50. Mal die Einführung der Pille. Frauen können seit 50 Jahren durch die Einnahme von Hormonen verhüten. Sie bekamen die Freiheit geschenkt, erinnern sich viele Frauen an die frühen Sechziger; 1961 erschien Anovlar, die erste deutsche Pille, in Westdeutschland auf dem Markt, ab 1965 konnten Frauen Ovosiston in Ostdeutschland kaufen. 50 Jahre hormonelle Verhütung – und immer nehmen die Frauen die Hormone. Warum gibt es eigentlich keine Pille für den Mann?

Gleichberechtigung im Schlafzimmer bedeutet, dass Mann und Frau Freude an der Sexualität haben. Sie bedeutet aber auch, dass Mann und Frau Verantwortung für die Empfängnisverhütung übernehmen. Verhütung ist keineswegs Frauensache – das hatten auch zwei Pharmakonzerne verstanden. Bis 2006 erforschte die Berliner Schering AG gemeinsam mit dem niederländischen Pillen-Produzenten Organon Möglichkeiten der Empfängnisverhütung, bei denen der Mann die Hormone kriegt. Dann übernahm Bayer Pharma die Schering AG und das Projekt kam auf den Prüfstand. Friederike Lorenzen ist die zuständige Pressesprecherin des Pharma-Riesen und erinnert sich:

(weiterlesen …)


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Kurz und knapp zum Wochenanfang

22. Februar 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 16 von 153 der Serie Kurz notiert

Die Islamdebatte geht weiter. Hilal Szezgin kommentiert in der Taz:

“So unterschiedliche AutorInnen wie die Islamwissenschaftler Katajun Amirpur und Navid Kermani, die Migrationsforscherin Yasemin Karakasoglu, die Journalistin Mely Kiyak, der Schriftsteller Feridun Zaimoglu und ich haben bereits unzählige Male unser Unbehagen an einer Islam-Debatte dargelegt, die falsch verallgemeinert, unzumutbar polemisiert und ein wohlfeiles Ventil für jene Ressentiments bietet, die man früher Ausländerfeindlichkeit nannte und heute oft die Form von Islamfeindlichkeit annehmen.”

Matthias Franz, Organisator des Kongresses “Neue Männer – muss das sein?” hat der Taz ein Interview gegeben, in dem er über die Probleme spricht, die die Auflösung des traditionellen männlichen Rollenmodells mit sich bringt.

Wie dieStandard.at berichtet, wird die im März stattfindende Parlamentswahl im Irak wahrscheinlich die letzte Chance auf eine echte Beteiligung von Frauen am politischen Prozess sein. Diese Wahl wird die letzte sein, bei der es eine Frauenquote von 25% gibt.

Ebenfalls auf dieStandard.at fragt sich Ina Freudenschuss, was der Kampf um Frauenrechte mit Homosexuellen-Aktivismus zu tun hat? Sie findet: Eine ganze Menge!

An US-amerikanischen Universitäten kämpfen junge Frauen gegen Sex vor der Ehe und befinden: Das ist “echter” Feminismus! Und wenn man doch mal “sündige Gedanken” hat? Die Abstinenz-Aktivistinnen raten: Einfach mal einen tüchtigen Spaziergang einlegen, wie der Spiegel.de berichtet.

Happy Birthday: Die Pille wird 50!

Und: This is what a feminist looks like (via)- Feminismus Österreich-Style:


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