Einträge mit dem Tag ‘Dick sein’


Geflüchteten-Proteste in Berlin, Feminist Frequency und Female Rap – Kurz Verlinkt (Teil 2)

4. September 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 246 von 252 der Serie Kurz notiert

In unserer Sommerpause haben sich einige Links angesammelt, darum gibt es diese Woche “kurz verlinkt” in zwei Teilen. Der erste Teil erschien gestern.

Deutschsprachrige Texte

“Die NSU-Morde hätten verhindert werden können, wenn der Landesverfassungsschutz das nicht verhindert hätte. Der Verfassungsschutz hat es ermöglicht, dass gesuchte und flüchtige Neonazis im Untergrund bleiben konnten. Er hat die Neonazi-Szene vor Ermittlungen der Polizei gewarnt.” – Heribert Prantl schreibt bei der Süddeutschen Zeitung zu den Erkenntnissen des Thüringer Ermittlungsausschusses.

In den Feuilleton-Debatten um Inklusion wird gern von “Gleichmacherei der 1970er” geschrieben, dass Kinder mit Behinderungen aber auch Rechte haben, würde gern vergessen, schreibt der Freitag: “Die UN-Konvention, auf der die Inklusion fußt, wird häufig nicht einmal genannt.” [Inhaltshinweis: ableistische Sprache/ Aussagen]

Katrin Gottschalk berichtet auf SPIEGEL ONLINE über Sexismus in Videospielen und die Drohungen gegenüber Anita Sarkeesian von Feminist Frequency.

Seit über einer Woche besetzen Geflüchtete aus dem Hostel in der Gürtelstraße in Berlin das dortige Dach. Unterstützung wird dringend benötigt. Alle Infos findet ihr auf dem Blog guertelstrasse.wordpress.com.

Englischsprachige Texte

Miriam Zoila Pérez hat bei Colorlines Texte (und Videos) Schwarzer Feministinnen zusammengestellt, die sich zum Mord an Michael Brown durch einen Polizisten in Ferguson äußern.

MsAfropolitan schreibt, warum sie in Zeiten von Ferguson Assata Shakur als passende Lektüre empfiehlt.

Sara Ahmed nimmt Audre Lordes Schreiben als Ausgangspunkt für ausführliche  Gedanken zu  “Self Care” und Fragen wie: Wer hat überhaupt Zugang zu bestimmten Unterstützungsmechanismen (und sei es “nur” Trost)? Welche Personen gelten als sorgenswert? Was bedeuten Privilegien in diesem Zusammenhang?

Einen längeren Text über Trans*, Dicksein und Transitionsprozesse hat Wiktor Dynarski geschrieben.

Die Kunststudentin Emma Sulkowicz erlebte an ihrer Universität sexualisierte Gewalt und hat sich für ihre Abschlussarbeit folgendes Projekt ausgedacht: Sie wird solange eine Matratze auf dem Campus rumtragen und auf die Tat aufmerksam machen, bis der Täter von der Uni geworfen wird oder von alleine geht.

Ludovic Foster schreibt darüber, was es es für ihn bedeutet, ein non-binary Trans*-Mann of Color zu sein.

Termine in Berlin, Kiel und Salzburg nach dem Klick  (mehr …)


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Fett am Strand. Ist das nicht voll ungesund?!

2. September 2014 von Magda
Dieser Text ist Teil 28 von 30 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Jedes Mal, wenn ich mich zu Themen wie der Stigmatisierung von dicken Körpern oder Fat Aktivismus äußere, muss ich mit einer Frage auf jeden Fall rechnen: “Ist das nicht voll ungesund?” Interessant ist, dass dieses “das” häufig gar nicht benannt wird, so dass ich nur raten kann, was die Kommentierenden meinen: Ist es ungesund, wenn dicke Menschen sprechen? Am Strand im Bikini posen? Atmen?

Dick und ungesund?!

fatkinijazz

© Jazz von jazzylicious-curves.com

In der Regel geht es um folgende Fragen: Ist Dicksein un­gesund? Und ist der positive Verweis auf Dick­­sein gefährlich, weil etwas angeblich “Un­gesundes” propagiert wird? (Eingefügt werden könnte hier außerdem noch ein ganzes Bingo mit Feldern wie “Diabetes!”, “McDonalds!” oder “Die Armen Kinder!”).

Gewiss ist: Dicke Körper werden häufig als Epidemie, Krankheit oder Folge­erscheinung von (Ess)sucht gerahmt und fälschlicher­­weise in einen kausalen Zusammen­­hang mit Diabetes, hohen Cholesterin­­werten oder Blut­­hoch­druck gestellt.

Was nicht erzählt wird, ist, dass Stress auch solche körperlichen Gegeben­heiten fördert. Ständig mit Abwertungen und Botschaften konfrontiert zu werden, dass eine_r zu dick sei und doch mal abnehmen sollte, verursacht übrigens enormen Stress.

Dass die hegemoniale Erzählung vom dicken Körper als “kranker” Körper durchaus umstritten und nicht erwiesen ist, wird häufig verschwiegen. Es lohnt sich, kritisch zu recherchieren, wenn es um das Thema Dicksein und Gesund­heit geht. Lest doch zum Beispiel “Big Deal: You Can Be Fat and Fit” auf CNN; Our Absurd Fear of Fat” in der New York Times; I Don’t Care if You’re Healthy” von Radically Visible; Warum der BMI scheiße ist” auf der Mädchenmannschaft; “Dick, doof und arm: Die große Lüge vom Übergewicht und wer von ihr profitiert” von Friedrich Schorb oder den Fat Studies Reader” von Esther Rothblum & Sondra Solovay.

Ich hab selten Lust Diskussionen darüber zu führen, ob Dicksein eine Körperform unter vielen sei oder Resultat eines bestimmten Lebenswandels, sprich: Hat da jemand zu viel gefressen und zu wenig Sport gemacht? Ich frage mich, was eine definitive Antwort bringen soll. Wäre es legitim dicke Menschen abzuwerten, wenn sie “selbst schuld” an ihrem Körpergewicht wären? Ist das Beschämen von dicken Körpern nur dann verwerflich, wenn Menschen nichts für ihre Körper können? (Nein und nein.)

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“Ich bin es leid, möglichst viel von meinem Körper zu verstecken”

13. Mai 2014 von Magda
Dieser Text ist Teil 25 von 30 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Alex kommt aus dem Ruhrgebiet, lebt zur Zeit in Heidelberg und besucht seit März eine Modeschule in Mannheim, um Mode­designerin zu werden. Nebenbei bloggt sie auf ihrem Blog Some Girls Are Bigger Than Others, auf dem es um Plus Size Fashion und Fat Acceptance geht. Auf der Mädchenmannschaft durften wir im letzten Jahr ihren kritischen Artikel zu der Mode-Fernseh­sendung Shopping Queen veröffentlichen. Mit Alex sprach ich über Plus Size Mode, mangelnde Repräsentation von dicken Menschen in der Mode­industrie und inspirierende dicke Bloggerinnen.

Zu Mode und Shopping fallen mir als Modefan mit Größe 46/48 so einige Anekdoten ein – viele davon ganz schön nervig. Wie sieht’s bei dir aus?

miss templeMode hat für mich lange Zeit vor allem eines bedeutet: Frust. Als dicker Teenager in den 90ern gab es praktisch nichts, was mir wirklich gefallen hat. Ich habe oft zu schlabberigen Shirts und Jeans gegriffen. Eine Weile habe ich praktisch in einem riesigen schwarzen Kapuzen­pulli gelebt. Erst im Netz fand ich Dinge, die mir gefallen haben. In die Stadt zu fahren und dort zu stöbern, etwas anzuprobieren und es dann zu kaufen, ist fast nicht möglich. Hier in der Innenstadt gibt es nur drei Geschäfte, die in größerem Umfang meine Größe führen. Deprimierend, oder?

Mittlerweile heißt Klamotten zu shoppen zum Glück nicht mehr nur Frust. Online sieht es mittler­weile wesentlich besser aus. Es gibt ein paar aus­gesuchte Shops, die teil­weise richtig aktuelle Mode anbieten, wenn auch für meinen Geschmack oft nicht zeitnah genug und häufig (vor allem in Deutschland) werden Trends zwar auf­gegriffen und beworben, aber sind in der Umsetzung so zahm und angepasst, dass sie eigentlich nichts mehr mit dem ursprüng­lichen Thema zu tun haben. Es ist schon besser geworden, aber wir haben immer noch einen weiten Weg vor uns.

Dank des jahrelangen Darbens bin ich übrigens mittler­weile zu einer Art Kleider­drachen mutiert und sitze auf vielen geliebten Kleidungs­stücken, die ich wie einen Schatz horte.

Deine Liebe zu Mode hat dich und andere Bloggerinnen dazu veranlasst, die Fatty Fashion Fun Challenge ins Leben zu rufen, wo Menschen ab Größe 46 jeden Monat zu einem anderen Thema Fotos von sich und ihren Lieblings­outfits online stellen können. Ich verstehe solche Aktionen auch als Reaktion auf eine Modeindustrie, die sich nur für bestimmte Körper interessiert. Getreu dem Motto: Wenn die Mode­industrie uns nicht repräsentiert, machen wir das einfach selbst. Was hat dich dazu bewegt, dich trotzdem in das Feld Mode zu bewegen, obwohl wir oft nicht mit­gedacht werden?

FFFC_HeaderIch glaube, ich war es irgend­wann einfach leid, dass ich kaum schöne Kleidung gefunden habe und dass von mir als dicke Frau erwartet wird in Sack und Asche zu gehen und möglichst viel von meinem Körper zu verstecken. Oder mich zumindest möglichst “vorteilhaft” zu kleiden.

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Einfach ignorieren? Selbst wenn ich könnte, würde ich nicht.

14. November 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 21 von 30 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Wir veröffentlichen mit freundlicher Genehmigung der Autorin eine Übersetzung des Textes “I Wouldn’t Even if I Could“, den die großartige Melissa McEwan im vergangenen Monat auf ihrem Blog Shakesville gepostet hat. Eine Anmerkung zum Adjektiv “dick_fett”: Das Wort wird in der Fat-Acceptance-Bewegung als Selbstbezeichnung und politischer Begriff verwendet – eine objektive Beschreibung dafür, was “dick” oder “dünn” ist, gibt es nicht.

(Content note: Abwertung von dicken_fetten Körpern, sexualisierte Gewalt)

„Ignorier es doch einfach.“

Das ist der Rat, den ich zu zahllosen Gelegenheiten bekommen habe, wenn es um den grenzenlosen Hass gegen dicke_fette Menschen ging, der jeden Aspekt, jede Ritze unserer Kultur durchdringt.

Ich bekomme ihn von Menschen, die mich lieben und die nicht wollen, dass mich all jene Botschaften verletzen, die mir sagen, dass ich “weniger als” bin, dass ich schwach und faul und grotesk und wertlos bin, und ich bekomme ihn von Menschen, die mich hassen und die Leute, die so aussehen wie ich, ungehindert mit ihrer Feindseligkeit bespucken möchten, die versuchen mich dazu zu zwingen, ihnen nicht den Spaß an ihrer Bigotterie zu nehmen.

Ich bekomme diesen Rat von Menschen, die glauben, die Tatsache, dass ich auf Herabwürdigung reagiere, dass ich überhaupt irgendwie darauf reagiere, sei ein Beweis für meine Überempfindlichkeit. Niemals ist es der Beweis dafür, dass jemand, der sich in Hass gegen dicke_fette Menschen ergeht, nicht empfindsam genug ist.

Ich bekomme ihn von Menschen, die mir sagen, dass ich nicht verletzt sein sollte oder kein Recht habe, es zu sein – Menschen, die etwas für Beleidigtsein halten, was eigentlich Geringschätzung ist.

Ich bekommen ihn von Menschen, die glauben, dass sie mich beschützen, wenn sie mich dazu drängen, die Abwertung dicker_fetter Menschen zu ignorieren, obwohl „ignorieren“ faktisch einfach bedeutet „nicht öffentlich sichtbar reagieren“. Bestätige es nicht. Führe deine Gefühle nicht weiter aus. Sprich nicht laut aus, auf keinen Fall laut, dass so etwas falsch ist. Das würde nur allen unangenehm sein.

Besser, dass ich mich stattdessen alleine unbehaglich fühle.

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Fettcast #1: Ein Podcast über dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag

15. Juli 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 19 von 30 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Konfetti! Es gibt einen neuen Podcast! Ragni und ich sprechen im FettCast über ein dickes Leben, dicke Politik und dicken Alltag. Dabei wollen wir nur über unsere Erfahrungen sprechen, aber gleichzeitig unsere Sichtweisen teilen, um uns mit anderen austauschen zu können. Wir sind auch sehr neugierig auf eure dicken und fetten Gedanken und Erfahrungen. Auf Soundcloud findet ihr eine ausführliche Beschreibung zu dem Podcast und warum wir die politischen Begriffe ‘dick’ und ‘fett’ (als Selbstbezeichnungen) nutzen.

Episode 1

Vorstellung & Erfahrungen mit Fat Shaming
Wer sind wir und wann haben wir angefangen, Körpernormierungen und Diäten in Frage zu stellen? Wir sprechen über Anziehsachen kaufen und tragen, Erfahrungen in der Kindheit mit Fat Shaming, Sport (z.B. im Schwimmbad und im Fitnessstudio) und diskutieren dann, was Fat Empowerment für uns bedeutet.

Fat Empowerment
Fat positive Aktionen oder Tätigkeiten, die eine Alternative zu einer Gesellschaft anbieten, in der Dicke_Fette stigmatisiert werden und in der Fat Shaming normalisiert und unhinterfragt ist. Fat Empowerment bezieht sich also auf alle Aktionen, die diskriminierende Logiken in Frage stellen und unterwandern. Dabei verwenden wir bewusst einen weiten Aktivismus-Begriff: fat positive Bücher lesen, Modeblogs schreiben und lesen, essen, sich was gutes tun (“self-care”), Kleidertausch, Dinge selber machen (nähen), Kleiderkreisel und “fette Banden bilden” (dies ist ein Zitat aus dem Spoken Word von Maxi*: “Kotzen: Ein Blick über den Fettrand der Gesellschaft – Challenging Thin Privileges from a Fat Perspective”)

Wir arbeiten gegen die irrtümliche Annahme, dass “Dick”- oder “Fett”-sein etwas Schlechtes ist, und dulden deshalb auch keine diskriminierenden Kommentare.


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Heroische Frauen, mieser Journalismus – kurz verlinkt

10. Juli 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 197 von 252 der Serie Kurz notiert

Minna Salami schreibt auf Ms. Afropolitan über afrikanische Feminismen und ihre Geschichte (englischsprachig)

Der neue Wegbereiterinnen Kalender ist da! Der Wandkalender im Format DIN A 3 präsentiert auch in diesem Jahr zwölf aktive Frauen aus der Geschichte (PDF).

Zwei Musikerinnen des Pussy Riot-Kollektivs sind inkognito auf Tour. Die taz hat sie interviewt.

Laut dem Handelsblatt haben auch konservative Regierungsabgeordnete in Costa Rica für ein neues Ehe-Gesetz gestimmt – allerdings offenbar ohne sich den Text vorher genau durchzulesen, denn das Gesetz erlaubt auch lesbische und schwule Ehen.

Auch im deutschen Bundesrat standen dieser Tage spannende Themen auf der Agenda: erleichterter Zugang zur “Pille danach”, die Gleichbehandlung schwuler und lesbischer Ehen im Einkommenssteuerrecht und die Möglichkeit der vertraulichen Geburt.

Die Filmindustrie schließt Frauen systematisch aus, stellt nun auch die Süddeutsche Zeitung fest.

Der Sportjournalismus ist nicht viel besser: Angesichts des Wimbledon-Erfolgs von Tennisspieler Andy Murray war vielfach zu hören und zu lesen, dass dieser “seit 77 Jahren der erste britische Sieg” sei – was allerdings nur dann stimmt, wenn man die vier Tennisspielerinnen nicht mitzählt, die in dieser Zeit in Wimbledon gewonnen haben (englischsprachig).

Das superbe US-amerikanische Bitch Magazine macht auch diesmal wieder einige Artikel aus der Print-Ausgabe online zugänglich – darunter eine Kulturgeschichte des Phänomens Junggesellinnenabschied, eine Analyse der Diskussionen um den Feminismus von Popstar Beyoncé und der Erklärung, warum Fett ein queeres und feministisches Thema ist. Welche_r es sich leisten kann: große Abo-Empfehlung!

In ihrem Spoken-Word-Vortrag “Embarrassed” wendet sich Hollie McNish gegen die doppelmoralischen Einschränkungen, denen sie sich als stillende Mutter im öffntlichen Raum ausgesetzt sah (englischsprachig).

Die New York Times erinnert daran, dass “Rasse” keine biologische, sondern eine soziale Kategorie ist (englischsprachig).

In Deutschland geht die Kampagne gegen racial profiling in die zweite Runde: “Es handelt sich dabei um eine von der Kampagne Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) initiierte Beschwerdebrief-Aktion an die Bundespolizei, die Menschen auf einem niedrigschwelligen Niveau handlungsfähig machen und das strukturelle Problem des Racial Profiling sichtbar machen soll”.

Vor 20 Jahren wurde die feministische Musikikone Mia Zapata ermordet; ByteFM erinnert.

s.e. smith schreibt bei XOJane: “Ob es euch passt oder nicht – der westliche Yoga-Hype ist ein Paradebeispiel für kulturelle Aneignung” (englischsprachig).

Über heroische Leistungen von Piloten wird bisweilen viel gesprochen – was aber ist mit dem Kabinenpersonal, deren Fähigkeiten und Einsatz bei Notfällen, fragt Lisa Wade bei Sociological Images (englischsprachig)?

In vielen Regionen hat heute der Ramadan begonnen. Zu diesem Anlass gibt Muslimah Media Watch sechs Tipps für das Schreiben und Sprechen über  muslimische Frauen (englischsprachig). Ramadan Mubarak!

Termine in Berlin, Mainz, Halle/Saale und Hamburg nach dem Klick: (mehr …)


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Fat Empowerment und internationale LGBT-News – kurz verlinkt

28. Juni 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 195 von 252 der Serie Kurz notiert

Wortwörtlich rape culture wie sie im Buche steht, powered by Kickstarter (Contentwarnung) – nach massiven Protesten gegen ein dort finanziertes “Pick-Up”-Buch hat die Crowdfunding-Platform sich entschuldigt und Maßnahmen der Wiedergutmachung angekündigt (verlinkte Texte auf Englisch).

Die American Medical Association hat “Übergewicht” (sic) zur Krankheit erklärt. Fat Aktivist_innen wie Fat Heffalump und Virgie Tovar stellen klar, dass dick_fett nicht gleich auch krank bedeutet und befürchten, dass solche Pathologisierungen in der Praxis zu noch mehr Fat Shaming und Stigmatisierung von dicken_fetten Menschen führt. Es gibt eine Petition, die ihr unterschreiben könnt (englischsprachig). Und auf La Respuesta gibt es ein hinreißenedes empowerndes E-Zine: “A Resource Guide To Fatphobia”

“Sprache ordnet die Welt, konstruiert und kategorisiert. Deshalb ist die Auseinandersetzung um abwertende Begriffe wichtig”, stellt Hadija Haruna in der taz klar.

Am 7. Juni 2013 fand in Österreich die 3. Frauenenquete der Frauenministerin in Kooperation mit der Plattform 20000frauen statt. Die Keynote sprach Elisabeth Klaus: “Zwischen Antifeminismus und Elitefeminismus: Der Geschlechterdiskurs im medialen Mainstream”.

Die European Women’s Lobby (EWL), größte Dachorganisation für Frauenvereinigungen in den Europäischen Union, stellt sich hier online vor (Englisch).

Spektakulär: Die christlich-konservative Organisation Exodus, die u.a. “Konversionstherapien gegen Schwulsein” durchgeführt hat, hat sich bei der LGBT-Community für ihr “unbliblisches und unehrerbietiges Weltbild” entschuldigt (Englisch).

Die NGO Pink Armenia berichtet über die Menschenrechtssituation für LGBT in Armenien (Englisch).

In der Türkei endet an diesem Wochenende die Istanbul Pride Week – Thema dieses Jahr: “Widerstand” (Englisch).

Wie Engagement für das Recht auf lesbische und schwule Ehen aus wertkonservativer Perspektive aussieht, lässt sich bei queer.de nachlesen.

Eine in Schweden asylsuchende Trans*frau und LGBT-Aktivistin soll nach Russland abgeschoben werden. Eine Petition wendet sich dagegen (Englisch).

Auf Jezebel erklärt Dodai Stewart anhand des neuen Videos von Miley Cyrus, wo Inspiration zu kultureller Aneignung wird und was daran problematisch ist (Englisch).

Es hat sich immer noch nicht zu allen durchgesprochen: Seriöser Journalismus kommt nicht nur aus der Feder von weißen Männern – xojane erinnert daran (Englisch).

Die 17jährige Jinan Younis wollte an ihrer Schule eine feministische Gruppe gründen – was dann passierte, berichtet sie im Guardian (Englisch).

Der FOCUS berichtet über die massiv hohen Zahlen von Gewalt gegen Frauen – die WHO hat die Zahlen nun veröffentlicht, nachdem sie bereits bei anderen UN-Organisationen/Abteilungen und NGOs zu erfahren waren und  u.a. die Aktion One Billion Rising im Februar ageregt hatten.

Die in den USA sehr populäre Fernsehköchin Paula Deen steht  wegen wiederholter rassistischer Handlungen in der Kritik. Daraus ging nun das Hashtag #paulasbestdishes (Paulas beste Rezepte) hervor, welches satirisch auf Deens aktuelle Ausfälle Bezug nimmt (Englisch).

In der Münchner Innenstadt ist eine Gruppe Geflüchteter in den Hungerstreik getreten. Mit einer Erklärung zu ihren Forderungen wenden sie sich an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichtes.

In Berlin läuft derzeit und noch bis zum 18. August die Veranstaltung re.act.feminism #2, die sich um feministische Performancekunst dreht – unter anderem mit Ausstellungen, Workshops, Performances und Vorträgen.

Heute Abend in Wien, als Startveranstaltung zur Frauen-Fußball-EM: Diskussion und Party bei Frauen. Fussball. Medien.


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Mein Fett ist politisch

20. Juni 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 16 von 30 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Virgie Tovar lebt in San Francisco und ist eine der führenden US-amerikanischen Expert_innen in den Bereichen Diskriminierung von dicken_fetten Menschen und Körperbilder. Sie hat einen Bachelor in Politikwissenschaften und einen Master in Human Sexuality mit Fokus auf Gender, Race und Körper. Sie ist Herausgeberin der 2012 erschienenen Anthologie Hot & Heavy: Fierce Fat Girls on Life, Love and Fashion (Seal Press). Über E-Mail sprachen wir in diesem ersten Teil des Interviews über ihr aktuelles Buch und den politischen Backlash gegen Fat Positivity. Das ungekürzte englische Originalinterview findet ihr unten. Ihr findet Virgie auf Facebook und Twitter.

Virgie Tovar, mit freundlicher Genehmigung vom San Francisco Chronicle

Virgie Tovar, mit freundlicher Genehmigung vom San Francisco Chronicle

Letztes Jahr kam dein aktuelles Buch “Hot & Heavy. Fierce Fat Girls on Life, Love & Fashion” raus, eine Sammlung von 31 Essays von fabelhaften Frauen, die sich als dick_fett identifizieren. Wie bist du auf die drei Aspekte “Leben, Liebe und Mode” gekommen?

Diese drei Aspekte repräsentieren definitiv ziemlich wichtige Themen innerhalb fat positiver Communities und spiegelten auch die Einsendungen wider, die ich für mein Buch bekam.

“Leben” ist der erste Aspekt, weil fat shaming und Dickenfeindlichkeit dazu beitragen, uns unser Recht auf Leben abzusprechen – und wir fordern dieses Recht zurück.

“Liebe” ist meiner Meinung nach der Kern des Radikalen: Selbstliebe und die Liebe, die wir in unserer Community kreieren, lässt uns leben und kämpfen. Ich interpretiere Liebe sehr weit. Das zeigt sich auch im Buch, in dem Erzählungen von platonischer wie auch romantischer und sexueller Liebe ihren Platz finden. Mir kommt es so vor, als würden die Texte über dicke_fette Frauen, die Sex haben, von einigen als sehr empowernd und sexy und von anderen als eher unangenehm eingeordnet werden. Es war sehr wichtig für mich, Erzählungen zu dicker_fetter Sexualität in diesem Buch zu haben. Mein fetter Körper und die Liebe zu meinem Körper wurden in vielerlei Hinsicht von meinen Erfahrungen während des Sex beeinflusst, und ich denke, dass Sexualität ein sehr mächtiges, aber oftmals totgeschwiegenes Thema ist.

Seal Press, 2012

“Mode” ist so etwas wie der Eintrittspunkt, das Schlachtfeld, und das Mittel zum Radikalen für so viele dicke_fette Menschen. Bevor ich überhaupt anfing, das Buch zu bearbeiten, habe ich zu dicken_fetten Frauen in der Universität geforscht. Diese haben sehr oft über Mode gesprochen und wie mittels Kleidung ihr Gender, ihre Identität performt wird. Ich liebe z.B. Kirsty Fives Worte in ihrem Kapital: “… für dich ist es vielleicht nur ein Outfit, aber für mich ist es eine Performance, ein Spiel, Fürsorge, Unterstützung, Widerstand, Überleben und ein Kampf.” Genau das ist es, was Mode für viele dicke_fette Menschen ist. Mode ist eine feierliche und wie ich sagen würde affektierte Art und Weise aktivistisch tätig zu sein. Ich denke, dass fat fashion (“plus size” Mode) einer der interessantesten Dinge sind, die gerade passieren. Ich sehe die Wurzeln von fat fashion in queeren Communities, in femme Communities (und da beziehe ich auch queens mit ein), und in Communities of Color.

Ich bekomme ab und zu die Rückmeldung, dass der Titel meines Buches zu lang ist, aber ich mag das: es ist zu lang, es ist zu viel! Genau so wie die Frauen in diesem Buch, genauso wie die fat positive Bewegung selbst.

Mein Fett ist politisch, weil es Leute so richtig sauer macht, wenn ich es zeige. Mein Fett ist politisch, weil ich es behalte. Mein Fett ist politisch, weil es verdammt sexy ist. Mein Fett ist meine Flagge, mein Anspruch auf Ruhm, meine “Kriegsnarbe”, mein geheimes Fat Girl Club-Abzeichen. (Virgie Tovar: Hot & Heavy: Fierce Fat Girls on Life, Love and Fashion, S. 7. 2012.)

In den USA hat die fat positive-Bewegung und auch die akademische Beschäftigung mit Diskriminierung auf Grund von Körpergewicht eine längere Geschichte – zumindest verglichen mit Deutschland. Glaubst du, dass es heute eine andere Qualität innerhalb fat acceptance-Diskursen in den USA gibt verglichen mit der Zeit, in der du anfingst, dich mit solchen Themen zu beschäftigen? Oder würdest du eher sagen, dass der Backlash gegen Fat Positivity fruchtbare Diskussionen eher verhindern (Beispiele sind der aktuelle Abercrombie & Fitch-Fall oder der auf vielen falschen Informationen beruhende Diskurs zur so genannten “Fettsuchtsepidemie“)?

Ich habe erst ca. 2010 in meinem zweiten Jahr im Masterstudium ernsthaft angefangen mich mit diesen Themen zu beschäftigen. Das war das Jahr, in dem ich dann anfing mich als fat-Aktivistin zu bezeichnen. Ich kann also nur über diesen Zeitraum etwas sagen. Auffällig war, dass mein erster noch als einzelne Autorin konzipierter Buchvorschlag mit dem Titel „Fette auf der Welt vereinigt euch“ damals abgelehnt wurde, weil es seiner Zeit voraus war. Nur zwei Jahre später schlug ich „Hot & Heavy“ als Anthologie vor und mein_e Lektor_in meinte, dass es nun definitiv an der Zeit sei für dieses Buch. Diese Diskurse haben also in einer recht kurzen Zeit an Sichtbarkeit gewonnen.

Seitdem ich anfing im Feld Fat Studies/Poltiken zu recherchieren und mich politisch zu beteiligen habe ich das Gefühl, dass die Debatten viel reichhaltiger geworden sind. Dabei spielen queere, radikale, multi-racial und feministische Fat Communities eine Vorreiter_innenrolle für die Komplexität der Diskussionen (logisch, nicht?).

Meiner Meinung nach trägt ein Backlash gegen fat positivity trotzdem auch zum Wachsen und zur Sichtbarkeit von fat positiven Communities und Diskursen bei. Das hat natürlich seinen Preis. Der Backlash stellt eine enorme emotionale Belastung für die Bewegung und die Menschen dar. Eine der größten Risiken von Backlash-inspiriertem Wachstum ist, dass Menschen auf der Strecke bleiben, für die der Kampf, der Stress und die Sichtbarkeit viel zu viel werden (meist diejenigen mit weniger/keinen Klassen- und race-Privilegien).

… Teil 2 des Interviews mit vielen Tipps für gestresste Aktivist_innen kommt nächste Woche. (mehr …)


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Aktionen und Empowerment – kurz verlinkt

13. Juni 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 193 von 252 der Serie Kurz notiert

Nach Frankreich sollen auch in Großbritannien bald lesbisch und schwul lebende Paare heiraten können.

Die Hamburger Inititative Ohren Auf Im Kiez mobilisiert zu gegenseitiger Unterstützung in Notsituationen oder bei Hilfebedürftigkeit – inklusive praktischer Tipps.

Eine 86 Jahre alte Frau hat es geschafft, aus dem Kriegsgebiet in Syrien herauszukommen.  Obwohl ihr Sohn garantiert, für sie finanziell zu sorgen, hat das deutsche Konsulat sie “mangels Kompetenzen” abgewiesen und schickt sie auf eine internationale Bürokratie-Odyssee. 

Das österreichische Online-Medium dieStandard wurde vor kurzem scharf für eine Kolumne zu “feministischem Sex” und nicht weniger für ihren Umgang mit den Einwänden dagegen kritisiert – nun hat das Team der Zeitschrift an.schläge eine Replik auf den Artikel bei dieStandard veröffentlicht, in dem einige der vorgebrachten Kritikpunkte ausgeführt werden.

Auf der weltgrößten Videospielekonferenz Electronic Entertainment Expo, kurz  E3, kam eine Präsentation von Microsoft nicht ohne Vergewaltigungs”witze” aus. Warum sowas ein Problem ist, muss offenbar immer wieder erklärt werden (Artikel auf Englisch; bemerkenswert, dass auf den Bestelllink für die Xbox dort nicht einfach verzichtet wurde).

Michelle Obama, “First Lady” der USA, wurde während einer Rede von einer weißen Aktivistin unterbrochen. Ihre Reaktion darauf  fand in der feministischen US-Blogosphäre einige Beachtung – denn Michelle Obama widersetzte sich damit gängigen Stereotypen über Schwarze Frauen [Englisch].

Es gibt ein Medikament, mit welchem sich Schwangerschaften verhältnismäßig sicher abbrechen lassen: Misoprostol. Dass das wenig bekannt und verfügbar ist, hat Gründe [Englisch].

Über die feministische Beteiligung an den anhaltenden Protesten und Auseinandersetzungen in der Türkei berichtet Frollein Europa [Englisch].

Im Zentrum Berlins soll für mehrere hundert Millionen Euro ein neues Ausstellungsgebäude entstehen: das Humboldt-Forum. Für Berlins „außereuropäische Sammlungen“, wie es so schön heißt. „Das vorliegende Konzept verletzt die Würde und Eigentumsrechte von Menschen in allen Teilen der Welt, ist eurozentrisch und restaurativ“, sagt Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. Zur Petition gegen das Humboldt-Forum geht es hier.

Seit vier Jahrzehnten übersetzt und publiziert der Berliner Orlanda Verlag essenzielle Werke afro-amerikanischer und afro-deutscher Feministinnen. Im Interview mit migrazine.at erzählt Anna Mandalka von den Anfängen und den aktuellen Schwerpunkten bei Orlanda: “Schwarze Frauen sind sichtbar geworden”.

Ragen von Dances With Fat gibt Lebenshilfe – für Blogkommentatoren, die unter Dickenhass leiden [englisch]. Zu Dickenfeindlichkeit und Body Policing in akademischen Diskursen/Praxen schreibt Melonie Fullick [Englisch].

Unter dem Deckmantel des Schutzes wird oftmals der Weg frei gemacht für Repressionen, das gilt nicht zuletzt in Sachen Prostitution. Eine Petition für Respekt und Rechte für Sexarbeiter_innen wendet sich dagegen.

Über Proteste gegen die “Frauen-Nacktfußball-EM” – die eben kein nudistisches Sportereignis, sondern eine kommerzialisierte male-gaze-Erotikshow ist – berichtet die Siegessäule.

Deborah Copaken Kogan, Bestsellerautorin und Kriegsfotografin, geht einen mutigen Schritt und packt über den Sexismus im Literaturbetrieb aus. Sie erzählt von sexistischen Buchtiteln und -covern, die ihr im Laufe ihrer Karriere aufgedrängt worden sind; von der wiederholten Betitelung als “Mutter” und “Barbie”, wo es eigentlich um ihre Arbeit als Schriftstellerin oder Fotografin gehen sollte; von Autorinnen, die aus Gründen nicht unter ihrem weiblichen Vornamen veröffentlichen; davon, dass die meisten Rezensenten Männer sind und auch in erster Linie Bücher von Männern rezensieren; dass genau aus diesem Grund auch fast nur Männer für Literaturpreise nomiert werden. Und dass sie erst jetzt auspackt, wo sie laut eigener Aussage nichts mehr zu verlieren hat, weil ihr immer gesagt worden ist: “Die werden dich fertig machen”. Ein ernüchternder, ein wichtiger Artikel.

Der Verband Alleinerziehender Mütter und Väter hat zehn Forderungen zur Verbesserung der Situation von Ein-Eltern-Familien formuliert.

Über das nach wie vor problematische Verhältnis vom Feminismus(tm) zu Trans*positionen, die Wichtigkeit diese mitzudenken und “Gender” genauer zu analysieren schreibt Jos auf Feministing [Englisch]

Zum Tod der Fotojournalistin  Abigail Heyman gibt es einen Beitrag bei der New York Times [Englisch].

Die indische Filmemacherin Nishtha Jain hat die Mitglieder der Gulabi Gang mit ihrer Kamera begleitet. In der Jungle World spricht über die Revolte indischer Landfrauen, die von häuslicher und polizeilicher Gewalt besonders betroffen sind.

Eine Petition an die öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme fordert: Klärt endlich angemessen über den Sexismus in dieser Gesellschaft auf! Inzwischen gab es von den Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Sender Stellungnahmen zu den  Forderungen – von denen leider keine zufriedenstellend war.   Die Antwort an das ZDF  gibt’s hier. Da eine Behandlung der Beschwerde im Fernsehrat nach § 21 der Beschwerdeordnung gefordert wird, können die Initiatorinnen der Petition weiterhin jede Unterstützung gebrauchen.

Im Nachgang zu der Debatte um Angelina Jolies Brust-OP schreiben Duchess Harris und Christine Ohenewah für the feminist wire über den Zugang zu genetischen Krebsrisikotests – und was Faktoren wie race und class damit zu tun haben [Englisch].

Langzeitstudien verstärken die Zweifel am flächendeckenden Nutzen von Mammographiescreenings in der Brustkrebsvorsorge, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Bei der Heinrich Böll Stiftung ist ein Dossier über antirassistisches Empowerment erschienen, das auch als PDF herunter geladen werden kann.

Am 21. Juni in Berlin: die Fête de la Ruby – queer_feministisches Konzert und Party im Trixxxta, Oberbaumstr. 11 Kreuzberg.  Um 16 Uhr gehen die Konzerte los,  dannach wird aufgelegt.  Hier geht es zum Facebook-Event.


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Lass meinen fetten Körper in Ruhe!

24. Mai 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 15 von 30 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Dieser Text ist eine Übersetzung des Blogposts Back Off My Fat Body“, der kürzlich bei Dances with Fat erschienen ist. Wir danken der Autorin für die Erlaubnis zur Zweitverwertung! Ragen wollte immer eine fette Tänzerin sein und fand heraus, dass sie dazu erstmal Fat Activist werden musste. Jetzt tanzt sie nicht nur, sondern spricht und schreibt auch in Vollzeit über Selbstwertschätzung, Körperbilder und Gesundheit in jeder Größer und freut sich auf eine Welt, in der wir erkannt haben, dass jeder Körper großartig ist.

Eine Anmerkung zum Adjektiv “fett”: Das Wort wird in der Fat-Acceptance-Bewegung als Selbstbezeichnung und politischer Begriff verwendet – eine objektive Beschreibung dafür, was “dick” oder “dünn” ist, gibt es nicht.

Bild: Substantia Jones für adipositivity.com

Jeden Tag vernehme ich Botschaften aus der Gesellschaft über meinen fetten Körper. Mir wird mitgeteilt, dass er ein Zeichen moralischen Versagens ist, ein Zeichen von Faulheit, er ist unzulänglich, unattraktiv, bla bla bla – die negativen Botschaften kommen unablässig und sind allgegenwärtig.

Lange Zeit war ich dermaßen entschlossen meinen Körper dafür zu hassen, dem kulturellen Standard von Schönheit nicht zu genügen, dass ich ihn niemals wertschätzte für das, was er tat. Anstatt diesen fantastischen Körper zu verteidigen, der mir ermöglicht, all das zu tun, was ich jeden Tag, jeden Augenblick tue, fiel ich ein in den Chor der Missbilligung. Ich verriet meinen eigenen Körper, um einer willkürlichen Klischeevorstellung von Schönheit anzuhängen, versehen mit einem Quäntchen missgünstiger Billigung, das bestimmt war von meiner permanenten Selbstabwertung, so dass meine Kritiker_innen sich gar nicht erst darum kümmern mussten das zu tun.

Wenn ich eines gelernt habe auf meiner Reise weg von Selbsthass, gestörtem Essverhalten und zwanghafter sportlicher Betätigung, dann ist es, dass mein Körper nicht weniger verdient als meine bedingungslose Liebe und lautstarke Unterstützung. Deshalb sage ich allen, die meinen, mein Körper sei irgendetwas anderes als großartig: (mehr …)


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