Einträge mit dem Tag ‘Dichterin’


Einweihung der Gedenktafel am May-Ayim-Ufer

26. August 2011 von Magda
Bild: blog.derbraunemob.info

Bild: blog.derbraunemob.info

Der Schwarze Blog weist da­rauf hin, dass am 29. August 2011 in Ber­lin die offizielle Ein­weihung der Gedenk­tafel am May-Ayim-Ufer stattfinden wird. May Ayim war eine afro­deutsche Dichterin und Aktivistin (siehe “Wer war… May Ayim?“).

Im Februar 2010 wurde das bis dato nach dem branden­bur­gischen Kolonialisten Otto Friedrich von der Gröben be­­nannte Gröbe­n­ufer im Ber­liner Be­zirk Friedrichshain-Kreuzberg in May-Ayim-Ufer umbenannt.

Auf der Seite vom BER (Berliner Entwicklungs­politische Rat­schlag e.V.) heißt es:

„Zum ersten Mal in Deutsch­land wurde der Name eines Akteurs des Kolonialismus auf einem Straßen­­schild er­­setzt durch den Na­men einer Per­son, die sich kritisch mit Kolonialismus und Rassismus aus­­einander­­ge­setzt und gegen deren Fol­gen ge­­kämpft hat.“


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Samstagabendbeat with the fabulous Ani DiFranco

5. Juni 2010 von Magda

Ani DiFranco schreibt auch beeindruckende Gedichte – einfach mal ein paar Minuten zurücklehnen und staunen: “Self Evident

Songtext nach dem Klick. (weiterlesen …)


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Wer war… May Ayim?

3. Mai 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 13 von 28 der Serie Wer war eigentlich …

May Ayim, eigentlich Sylvia Brigitte Gertrud Opitz, wurde am 3. Mai 1960 als Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers Hamburg geboren. Sie lebte zunächst in einem Heim und wurde dann von einer Pflegefamilie in Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Sie studierte Pädagogik und ließ sich in Berlin zur Logopädin ausbilden, war Dichterin, Schriftstellerin, Aktivistin in der anti-rassistischen und anti-sexistischen Bewegung in Deutschland und gilt als eine der Begründer_innen der kritischen Weißseinsforschung in Deutschland. Ihre Gedichte und Texte erzählen u.a. von ihren Kindheitserlebnissen als Schwarzes Mädchen und ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus und Sexismus in Deutschland.

Quelle: homestorydeutschland. blogspot.com/

Die 1984 im Rahmen ihres Studiums der Pädagogik verfasste Diplomarbeit gilt als eine der ersten Forschungsarbeiten, die sich intensiv mit der Geschichte von Afro-Deutschen befasst und zum Grundlagenwerk in Deutschland und auch den USA wurde. Ihre Arbeit wurde im Buch “Farbe bekennen – Afro-Deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte” veröffentlicht.

Ayim war 1985 eine der Gründer_innen der inzwischen bundesweiten Initiative Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland und 1989 des LiteraturFrauen e.V., ein Verein von und für Schriftstellerinnen in Berlin. Außerdem arbeitete sie jahrelang als Lehrbeauftragte, Sprachtherapeutin und Studienberaterin an verschiedenen Berliner Hochschulen. Ayim unternahm im Laufe ihres Lebens mehrere Reisen nach Ghana, in die USA, sprach auf verschiedenen Konferenzen u.a. in London oder in Toronto und hielt eine enge Freundschaft mit der Dichterin Audre Lorde. In dieser Zeit wählte sie den Namen ihres Vaters und nannte sich fortan May Ayim.

Kurz nach ihrer Diagnose der Multiple Sklerose wählte Ayim am 9. August 1996 den Freitod. May Ayim wäre heute 50 Jahre alt geworden.

Im Februar 2010 wurde das bis dato nach dem brandenburgischen Kolonialherren Otto Friedrich von der Gröben benannte Gröbenufer im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in May-Ayim-Ufer umbenannt.

May Ayim: “exotik” (1985)

nachdem sie mich erst anschwärzten
zogen sie mich dann durch den kakao
um mir schließlich weiß machen zu wollen
es sei vollkommen unangebracht
- schwarz zu sehen

(“Blues in Schwarz Weiss”, Orlanda Frauenverlag)

Weiterführende Lesetipps:


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Wer war… Audre Lorde?

18. Februar 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 7 von 28 der Serie Wer war eigentlich …

Audre Geraldine Lorde wurde heute vor 76 Jahren am 18. Februar 1934 in Harlem, New York City, geboren und verstarb am 17. November 1992 an Krebs. Die US-amerikanische Schriftstellerin, Dichterin und Aktivistin bezeichnete sich selbst als “black lesbian feminist mother poet warrior (schwarz, lesbisch, feministisch, Mutter, Dichterin, Kriegerin).

Quelle: womanizerblog.com

Quelle: womanizerblog.com

Lorde veröffentlichte über 20 Bücher mit Gedichten und Prosa. Eines ihrer bekanntesten Bücher ist Sisters Outsiders, welches sich mittels Essays und Reden mit den Interdependenzen von Geschlecht, race und Klasse beschäftigt. In diesem Buch findet man auch ihren berühmten Ausspruch

The Master’s Tools Will Never Dismantle the Master’s House”

(zu deutsch: “Die Werkzeuge des Herrn werden niemals das Haus des Herrn niederreißen”), welches vielseitig interpretiert werden kann. Die gängigste Interpretation dieses Zitats lautet, dass Praktiken und Strategien, die kritiklos in patriarchale/rassistische Institutionen eingebettet sind, niemals zur so genannten Frauenbefreiung und/oder Befreiung von people of color beitragen können.

Lorde betonte Zeit ihres Lebens, dass die Verbindung von feministischen und anti-rassistischen Kämpfen von größter Notwendigkeit sei und inspirierte auch die afrodeutsche Frauenbewegung mittels Workshops und Seminaren, die sie in den 1980ern in Berlin hielt.

“I am a Black Feminist. I mean I recognize that my power as well as my primary oppressions come as a result of my blackness as well as my womaness, and therefore my struggles on both of these fronts are inseparable.”

(Zu deutsch: “Ich bin eine schwarze Feministin. Ich verstehe, dass meine Macht und meine primären Unterdrückungserfahrungen die Konsequenzen meiner Hautfarbe sowie meines Geschlechts sind und meine Kämpfe an beiden dieser Fronten untrennbar voneinander sind.”)


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Wer war… Else Lasker-Schüler?

23. Januar 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 4 von 28 der Serie Wer war eigentlich …

Gestern war der 65. Todestag von Else Lasker-Schüler, die 1869 in Elberfeld (Wuppertal) geboren wurde und 1945 in Jerusalem verstarb.

Else Lasker-Schüler, Quelle: zeit.de

Die deutsch-jüdische Schriftstellerin veröffentlichte um 1899 ihre ersten Gedichte, schrieb Zeit ihres Lebens außerdem noch Dramen, kürzere Erzählungen, Briefe und fertigte ebenfalls Zeichnungen an. Sie lebte lange Jahre in Berlin und liebte das Diskutieren und den Austausch mit anderen KünstlerInnen und DichterInnen in den literarischen Cafés Berlins.

Kurz bevor sie 1933 auf Grund des aufkeimenden Nationalsozialismus emigrierte, erst in die Schweiz, dann nach Jerusalem, erhielt sie 1932 den Kleistpreis.

Auf fembio.org wird ihre Person und ihr Werk wie folgt beschrieben

In ihren Werken schuf sie eine “exotisch” gefärbte, von intensiven Bildern und Gefühlen bestimmte Welt, in der das jüdisch-bürgerliche Elternhaus, die unbefriedigenden Beziehungen zu Männern und eine tiefe Sehnsucht nach Erlösung zu Legenden verwoben wurden, die Schönheit, Sinn und Versöhnung stiften und das Ungenügen des Lebens in der Dichtung aufheben sollten. So exzentrisch ihre Erscheinung, so kindlich-naiv ihre Haltung wirken mochte, so konsequent suchte sich Lasker-Schüler nach zwei geschiedenen Ehen als unabhängige Dichterin und alleinerziehende Mutter ihres geliebten, früh verstorbenen Sohnes Paul mit Leseauftritten und Veröffentlichungen durchzubringen.

Neben der Thematisierung der Judenverfolgung befasste sich Lasker-Schüler in ihren Werken insbesondere mit Liebe, Tod und Schmerz. Hier ist eines meiner Lieblingsgedichte von ihr:

(weiterlesen …)


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