Einträge mit dem Tag ‘Charité’


Straßenumbenennungen, (nb)-Transfeindlichkeit und Arbeitskämpfe von Reinigungskräften – kurz verlinkt

1. Juni 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 350 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

KlasseGegenKlasse hat zwei Reinigungskräfte interviewt, die am Streik am Krankenhaus Charité in Berlin, beteiligt sind. Sie sprechen über desaströse Arbeitsbedingungen, Rassismuserfahrungen und ihre Forderungen.

Morgen ist Internationaler Hurentag. Hydra e.V. lädt zu einer Pressekonferenz, auf welcher die Kampagne „Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!“ vorgestellt wird und einer soäteren Diskussionsveranstaltung ein. (FB-Link)

In Berlin-Mitte sollen nun endlich einige Straßen, die immer noch die Namen von Mitbegründern der deutschen Kolonien tragen, umbenannt werden. In der Pressemitteilung von ISD e.V. und Berlin Postkolonial e.V. heißt es zu den erarbeiteten Vorschlägen: „Mit Ana Nzinga (1583-1663), Yaa Asantewaa (ca.1840-1921) und Martin Dibobe (1876-ca.1921) sind dabei drei herausragende Persönlichkeiten des afrikanischen Widerstandes gegen die koloniale Unrechtsherrschaft Portugals in Angola, Groß Britanniens in Ghana bzw. Deutschlands in Kamerun in die erste Wahl genommen worden.“

Das neue an.schläge Magazin steht ganz unter dem Thema „Feminismus& Behinderung„. Online lässt sich bereits Katharina Payks Text Behinderung als queeres Anliegen und Brigitte Theißls Vorstellung einiger deutschsprachigen behinderten Blogger_innen.

„Im NSU-Umfeld waren mehr als 40 V-Leute der Sicherheitsbehörden aktiv. Doch der Verfassungsschutz behauptet, erst mit der Selbstenttarnung des NSU 2011 von dessen Existenz erfahren zu haben.“, schreibt die Frankfurter Rundschau zum NSU-Komplex.

Im Artikel „Deserteur_innen im Geschlechterkampf“ schreibt Brrrte auf Medium über (nb-)Transfeindlichkeit in feministischen Räumen/ Diskussionen.

Interview mit Berliner Kulturanthropolog_in Francis Seeck über ordnungsbehördliche Bestattungen und ein Recht auf Trauer: „Tote ohne Angehörige werden vom Staat entsorgt.“ Francis Seecks Buch „Recht auf Trauer“ erscheint voraussichtlich im Juli 2017.

Das kollektiv getragenes Seminarhaus „QUECKE! in Brandenburg wird von Menschen aus mehrheitlich queerfeministischen Zusammenhängen selbstorganisiert und ist ein Ort an dem Gruppen sich politisch & kulturell organisieren/ausruhen können. Derzeitig wird es renoviert und es wird noch Geld benötigt!

Ab sofort sind alle Ausgaben der feministischen studien von 1982 bis einschließlich 2015 frei beim Verlag de Gruyter verfügbar.

Vom 14./15. Mai 2018 findet in Heilbronn im Rahmen des Projekts „Gender. Wissen. Informatik. Netzwerk zum Forschungstransfer des interdisziplinären Wissens zu Gender und Informatik (GEWINN)“ eine Konferenz zum Thema Gender & IT statt. Frist der Einreichungen für Artikel und Poster ist der 31. Oktober.

Debora Antmann ist neue Kolumnistin beim Missy Magazine. Ihre Kolumn trägt den super Titel „Not Your Goy*Toy“ und in der ersten Auflage dreht sich alles um wc-deutschen Feminismus.

Bei einem bundesweiten Netzwerktreffen hat der Careleaver e.V. eine Stellungnahme zum Regierungsentwurf für das „Kinder‐ und Jugendstärkungsgesetz“ (KJSG) verfasst.

LSBTTIQ* werden in Brasilien zu Feinden erklärt.“ Caren Miesenberger interviewt für die Heinrich-Böll-Stiftung Indianara Siqueira zu Rechten von trans Menschen, den Rechtsruck in der Regierung, den kleiner werdenden Handlungsspielräumen der Zivilgesellschaft sowie alltägliche und strukturelle Diskriminierung von LSBTTIQ* in Brasilien.

Eine Vielzahl an Anti-Diskriminierungsverbänden, wie zum Beispiel TransInterQueer e.V., die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland oder die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung e.V., planen in Vorbereitung auf die Bundestagswahl im September eine Bündelung der Wahlprüfsteine zum Thema Diskriminierungsschutz. Einen ersten Überblick bekommt ihr auf die-wahlpruefsteine.de.

Termine in Berlin, Kiel, Leipzig, Hannover, Heidelberg

Den ganzen Juni über finden Veranstaltungen in Berlin im Rahmen des Black Lives Matter Monats statt. Das gesamte Programm findet ihr auf der Webseite von Black Lives Matter Berlin.

1. Juni in Hannover: Simone Dede Ayivi bringt ihr Stück „First Black Woman in Space“ nach Hannover. Weitere Vorstellungen folgen direkt am 02. und 03. Juni.

2. – 5. Juni in Kiel: Lesbenfrühlingstreffen 2017.

8. Juni in Berlin: „Sexuelle Bildung und sexuelle Rechte: nicht behindern, sondern ermächtigen!“ – Das Podiusmgespräch beginnt um 19 Uhr.

9. – 11. Juni in Kiel: Save the Date! LaDIYfest Kiel.

13. Juni in Leipzig: Alle im Blick?! lgbtiq* Lebenswirklichkeiten in der Jugendhilfe. Der Fachtag richtet sich an interessierte Pädagog*innen, die in der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten und ein Klima vermitteln wollen, welches alle Jugendlichen anspricht und Diskriminierung vermeidet.

15. – 18. Juni in Heidelberg: Das Lady*fest Heidelberg findet statt!

14. bis 16. Juli in Berlin: Festival für ein offenes und solidarisches Neukölln. (Es werden noch Leute zum Mitmachen gesucht!)

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Beyoncé’s Lemonade, May Ayim und die „Trümmerfrauen“ – kurz notiert

30. April 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 315 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Am 3. Mai, dem Geburtstag von May Ayim, findet in Berlin eine Gedenkveranstaltung (Facebook-Veranstaltung) zu ihrem Geburtstag und 20. Todesjahr statt. Vor 6 Jahren stellten wir May Ayim auf unserem Blog vor.

In der taz gibt es ein sehr kluges Interview mit Yasemin Shooman zum Berliner Neutralitätsgesetz, über Religionsfreiheit und gesellschaftliche Ausgrenzung: „Genau wie man aus feministischer Sicht gegen Zwangsverschleierung sein muss, muss man auch gegen Zwangsentschleierung sein.“

Die Charité in Berlin schreibt Tarif-Geschichte: Erstmals wurde in einer Klinik ein Tarifvertrag unterzeichnet, der Mindestbesetzungen auf den Stationen vorschreibt. Die Universitätsklinik wird nun nach heftigem Streit mit den in Verdi organisierten Beschäftigten mehr Pflegekräfte anstellen.

Die eingetragene Partnerschaft gab es in Kolumbien bereits, jetzt ist die Ehe nicht mehr nur Hetenpaaren vorenthalten, hat das Oberste Verfassungsgericht in Kolumbien angeordnet.

In der ARD Mediathek gibt es zur Zeit eine Dokumentation über den Mythos der so genannten „Trümmerfrauen“ , welcher sich als NS-Propaganda entpuppt: „Frauen, die in der NS-Zeit zwangsweise Trümmer räumen mussten, sind jedenfalls nicht gemeint, wenn heute von Trümmerfrauen die Rede ist.“

Gert Schramm, Schwarzer Überlebender von Buchenwald, ist vor wenigen Wochen mit 87 Jahren verstorben.

Folgeempfehlung auf Twitter: @abilitywatch (Selbstvertretung behinderter Menschen in Deutschland), wo aktuell das Bundesteilhabegesetz kritisch besprochen wird.

Der Monokini 2.0! Auf einer Fashion Show in Helsinki im letzten Jahr wurde der Monokini von Brustkrebs-Überlebenden vorgeführt.

Englischsprachige Beiträge

Wer ist die 28-jährige Dichterin, die Beyoncé in Lemonade zitiert? Meet Warsan Shire! Und wer jetzt genervt mit den Augen rollt und sich eher über Beyoncé aufregt: No Lemonade for you! Dafür gibt’s T-Shirts, denn Beyoncé verkauft nun auch „Boycott Beyoncé“ Shirts :)

Termine in Berlin und Hannover

9. Mai bis 4. Juni in Hannover: Feministische Veranstaltungsreihe „Rabatz macht Terz“ u.a. mit einem Vortrag von Hengameh Yaghoobifarah zum Thema „Kulturelle Aneignung“ und einem Vortrag von Magda zum Thema „I’m Fat, Let’s Party! Interventionsmöglichkeiten und fetter Aktivismus“.

10. Mai in Berlin: Fachgespräch zum Thema „Reproduktive Rechte stärken: Queer-feministische Forderungen an ein Fortpflanzungsmedizingesetz“


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