Einträge mit dem Tag ‘Burka’


Hebammen, Sport, Burka, Sarah Palin, Models

15. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 69 von 152 der Serie Kurz notiert

Die Zukunft der Hebammen als Geburtshelferinnen ist noch ungeklärt – ein Artikel in der ZEIT macht derweilen klar, dass es Geburtshelfer_innen heißen muss. Sie berichtet über Deutschlands derzeit einzigen Entbindungspfleger.

Frauensportarten werden immer beliebter – bei Frauen. Beim Fernsehen eher nicht, sagt eine Studie des Center for Feminist Research der University of Southern California. Im Fokus steht die Berichterstattung des US-amerikanischen Senders ESPN.

Die ZEIT schreibt in einem Kommentar über das aktuelle Burka Verbot in Frankreich: “Ein Burka-Verbot beendet die Unterdrückung von Frauen nicht.”

Im Interview mit Zeit online erklärt der Vorstandvorsitzende von Nestlé, Gerhard Berssenbrügge, warum er nichts von einer Frauenquote hält. Schließlich müsste es doch darum gehen, “die besten Köpfe ins Top-Management zu holen – unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt”. Soso…

Laut Spiegel Online spricht einiges dafür, dass Sarah Palin sich 2012 als US-Präsidentschaftskandidatin der Republikanischen Partei bewerben will.

Und noch mal Spiegel Online: Hier scheint die Tatsache, dass NRW nun von einer Ministerpräsidentin regiert wird, die auch noch weitere Frauen in Kabinett holt, von besonderer Bedeutung zu sein. Oder wie lassen sich Artikel-Überschriften wie diese erklären: Frauen-Doppelpack vor Machtübernahme in NRW, Angriff der Power-Frauen, Kraft holt fünf Frauen ins Kabinett

TransGriot beklagt den immer noch anherrschenden Mangel an schwarzen Models und verlinkt einen thematisch passenden Film “The Colour Of Beauty” .


Facebook | |


Lady Gaga, Konvertitinnen, Disney, Abtreibung, Rassismus, Menschenrechte, Burka und Persönliches

2. Juni 2010 von der Mädchenmannschaft

Die Times stellt Britinnen vor, die zum Islam konvertierten.

Ebenfalls in der Times: Lady Gaga über Feminismus. Noch nicht genug? Noch mehr Lady Gaga.

Es gibt eine Petition des Bundesverbandes deutscher Psycholog_innen, die auf den Weg bringen soll, “dass im Einwanderungsland Deutschland Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund muttersprachliche, kultur- und gendersensible Psychotherapie als Sozialleistung – insbesondere auch als Regelleistung im Krankenversicherungssystem – finanziert bekommen” (via).

Zwei Bilder, die uns etwas über Frauen und Männer lehren - Disney sei Dank.

Bikyamasr berichtet über eine Abtreibungskonferenz in Marokko, wo Abtreibung generell verboten ist, es sei denn, das Leben der Mutter ist in Gefahr.

Human Rights and Homosexuality – Past, Present, Future“ heißt die Konferenz, die die Hirschfeld-Eddy-Stiftung zusammen mit der lettischen LGBT-Organisation Mozaika und dem Latvian Human Rights Centre am 4. und 5. Juni 2010 in Riga veranstaltet.

Es geht ein Gespenst um in Europa: Als erste Stadt Spaniens hat nun auch das katalanische Lleida (Lerida) am Freitag ein Verbot von Vollschleiern beschlossen.

Die taz meldet sich laut DerBrauneMob mal wieder mit satirisch gemeintem Rassismus zu Wort.

“The Personal is Political”: Courtney von feministing berichtet über ihren neuen Freund, der ordentlicher ist als sie und gerne bei ihr putzt. Ein wenig schlechtes Gewissen inklusive.

„filia.die frauenstiftung“ gibt eine Projektparty, auf der die serbischen Menschenrechtlerinnen Biljana Stankovic von der Novi Sad Lesbian Organisation und Tijana Popivoda vom Autonomen Frauenzentrum zu Gast sind. Anmeldung für die Projektparty in Hamburg bis 5. Juni. Mehr Infos gibt es hier (PDF).


Facebook | |


Keine Burka in Frankreich

20. Mai 2010 von Barbara

Gestern hat die französische Regierung nun den Gesetzesentwurf für ein Burka-Verbot auf den Weg gebracht. Nach Belgien ist Frankreich das zweite Land mit einem solchen Verbot. Sein Land begebe sich damit auf einen ”schwierigen, aber richtigen Weg”, wird Staatschef Nicolas Sarkozy etwa in der SZ zitiert. Die Vollverschleierung passe nicht zu Frankreich als “alter Nation”, erklärte er seine Entscheidung, und so auch nicht zu den französischen Vorstellungen von der Menschenwürde, der Würde der Frau und dem Zusammenleben der Gemeinschaft.

Wenn das Gesetz greift, müssen Frauen, die einen Ganzkörperschleier tragen, mit einem Bußgeld von etwa 150 Euro und Nachsitzen in Staatsbürgerkunde rechnen. Männer, die ihre weiblichen Verwandten zur Verschleierung zwingen, können mit einem Jahr Haft und einer Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro bestraft werden, wie die taz berichtet.

Dass das Zusammenleben in der französischen Gesellschaft für Frauen leichter wird, wenn ihnen per Gesetz verboten wird, eine Burka zu tragen, glaube ich nicht. Und dass die Frauen, die nun nicht mehr rausgehen dürfen in ihrer Burka nun ein gleichberechtigteres, freieres Leben führen dank Papa Staat, bezweifle ich auch. Leichter wird es aber für Menschen, die den Konflikt bei der Integration von Muslima in die Gesellschaft lieber wegschieben als austragen wollen. Aus den Augen aus dem Sinn.


Facebook | |


Burka-Verbot in Belgien: Wer profitiert eigentlich?

5. Mai 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 7 von 10 der Serie Frauen & Religion

Ich weiß: Die Verschleierung von Frauen ist ein ungemütliches Thema. Es ist noch nicht so lange her, da konnte ich mir kaum vorstellen, dass eine Frau ein Kopftuch oder gar die Burka freiwillig trägt, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass muslimische Frauen mit Kopf- bzw. Körperbedeckung in westlichen Medien häufig ausschließlich als Opfer eines unbeugsamen Patriarchats, als homogene Masse schwarzer Laken, und weniger als frei denkende Subjekte konstruiert werden. Da das freiwillige Tragen eines Kopftuches oder einer Burka in der Vorstellung vieler Menschen nicht vorhanden ist, fällt diese Möglichkeit von vornherein weg. Verschleierung ist und bleibt mit der Unterdrückung des weiblichen Geschlechts verknüpft.

So überrascht es vielleicht nicht, dass das belgische Parlament letzte Woche ohne Gegenstimmen und mit zwei Enthaltungen als erste Volksvertretung in Europa ”das Tragen jedes Kleidungsstücks, welches das Gesicht ganz oder hauptsächlich verhüllt” beschloss verbot, welches nun noch vom Senat bestätigt werden muss. Dies betrifft die Burka und den Niqab, welche beide jeweils nur ein Stoffgitter bzw. einen Sehschlitz haben. Nach Gesetzesbeschluß drohen in Belgien bei Nichteinhaltung Geldstrafen von 140 Euro oder bis zu sieben Tage Gefängnis. Offiziell als Vermummungsverbot konzipiert, wird aber auch auf die Würde der Frau verwiesen, welche durch das Tragen einer Burka eindeutig verletzt scheint. Dass das gesetzliche Abarbeiten an geschlechtlich codierten Kleidungsstücken als Schritt in eine geschlechtergerechte Zukunft nur Symbolik sei, verdeutlicht Abgeordneter Georges Dallemagne (Cdh) mit seinem Ausspruch, dass Kleidungsstücke wie die Burka oder Niqab “den sichtbarsten Angriff auf die Rechte der Frau darstellen”. Sichtbar: ja. Aber wer profitiert eigentlich von diesem Verbot und wer wird bestraft?

Wenn eine Frau eine Burka freiwillig trägt, wird ihr Recht auf Religionsausübung oder freie Kleiderwahl eingeschränkt. Wenn sie gezwungen ist, diese zu tragen, wird sie doppelt bestraft – von ihrer Familie und dem Staat. Es ist wohl stark anzuzweifeln, dass ein Verbot automatisch zum Ablegen der Burka oder der Niqab führt, sonderen eher zur Folge hat, dass jene Frauen, die gezwungen sind, sich voll zu verschleieren, ihr Haus einfach nicht mehr verlassen (dürfen). Hier entpuppt sich der auf den ersten Blick kaum vereinbar scheinende Zwang zum Tragen der Burka aus Tradition und die staatlich verordnete Enthüllung als zwei Seiten ein und der selben totalitären Methodik: Beides sind Zwänge, die an der Situation der Frauen kaum etwas ändert.

Profitieren wird in diesem Falle insbesondere die Mehrheitsgesellschaft, welche den angeblichen “Feind” klar ausgemacht zu haben scheint, sich zwar der sichtbaren Problematik annimmt, aber tieferliegende Unterdrückungsmechanismen und eigene, ernstzunehmende Ressentiments gegenüber dem Islam kaum hinterfragt.

In seinem Kommentar fasst Felix Neumann treffend zusammen:

Vordergründig geht es um die Burka, hintergründig um »den« Islam. Vordergründig geht es um die Würde der Frau, hintergründig um eine abendländische Leitkultur. Vordergründig um liberale Werte – hintergründig um konservative Ausschlußmechanismen. Um die burkatragenden Frauen geht es zuletzt.


Facebook | |


Bloggen und blockieren – die Blogschau am 1. Mai

1. Mai 2010 von Anna
Dieser Text ist Teil 74 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Müde vom Nazis blockieren und Sonne genießen? Zeit für ein bisschen feministische Lektüre zum fröhlichen Feiertagsausklang:

Antje Schrupp denkt über das Burka-Verbot nach und bewertet es eher kritisch. Frau Emanze hingegen würde ein solches Verbot eher begrüßen.

Der Genderblog* veröffentlicht einen Aufruf, “bei dem es um ein Blog geht, das sich mit dem Abtreibungsrecht im Europäischen Kontext beschäftigen wird”.

alternat text

Und wieder fragen wir uns: Warum muss diese Frau nackt sein?

diestandard.at hat mal wieder eine Zitrone vergeben. Völlig zu recht. Wer genaueres wissen will, liest hier nach.

Im Mädchenblog zu lesen: “Wie man Frauen das Leben schwer macht” – es geht um die Verschärfung der Abtreibungsgesetze in Oklahoma.

“Das Panel „Identitäts-Kriege im Internet“ auf der letzten re:publica ließ mich nachdenken, über Identitäten und deren Bildung/Herausformung im Internet.” Weiter lesen kann man bei queer-o-mat.

Und ach ja, re:publica, da war ja noch das Thema mit den Frauen und die Frage, ob das jetzt wirklich mehr waren als letztes Jahr und über was sie gesprochen haben. Nachdem dazu viel geredet wurde, hat dadasophin.de sich die Mühe gemacht und mal ausgezählt. Danke!

Und dann noch Termine, Termine, Termine:

Der Asta Bochum lädt im Sommer zu bisher vier geplanten Veranstaltungen ein.

Hier gehts zum Programm der FrauenFrühlingsUni.

Zahlenzauberin empfiehlt einen Workshop an der TU Dresden mit dem Thema “Liebe Macht Blind” (Anmeldung bis 7. Mai).

Der Väterblog** weist hin auf eine Tagung in der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit dem Titel: “Auf leisen Sohlen – Konservative Familien- und Geschlechterbilder auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft?” (Anmeldung bis 4. Mai!).

Wer übrigens an weiteren Veranstaltungen der FES zum Thema “Männer – Frauen – Gender” interessiert ist, kann hier mal schauen.

*ja, ich sage “der”, Protestmails deswegen bitte direkt an mich
**der sich selber so nennt, ich bitte in diesem Fall von Protestmails abzusehen

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


Facebook | |


Aus der feministischen Blogger_innen-Sphäre

10. April 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 76 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

DieStandard.at berichtet, dass die Burka in Quebec, Kanada, laut Gesetzesvorlage nicht mehr in öffentlichen Einrichtungen getragen werden soll. Kommt das Gesetz durch, müssen Frauen künftig in Schulen, Spitälern, Kinderkrippen, Regierungsbüros, Universitäten oder bei Ärzten ihre Burka oder den Niqab ablegen.

Auf karnele.de kommentiert Nele Tabler die aktuelle Diskussion um das Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, bei der es um die Frage geht, ob Lesben auf diesem Denkmal erscheinen sollen.

Annalist hat sich mit ihrem Sohn über Datenschutz und Facebook unterhalten.

Auf Geschichten von der honigsüßen Welt ist Lori von den immer gleichen Sprüchen genervt: “Hast du deine Tage?!”. Und außerdem applaudiert sie einer mutigen Oma, die sich in ihrem Dorf gegen Nazis stellt.

Auf Drop The Thought macht Helga darauf aufmerksam, dass man bei der Studie zur Orgasmushäufigkeit chinesischer Frauen lieber mal zweimal hätte hinschauen sollen. Denn: Die Daten sind falsch ausgewertet worden.

Terminkalender rausgeholt, hier sind die Termine der Woche:

15. April bis 7. Mai 2010: Homestory Deutschland: Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart. Mit der Zusammenschau von 27 visuell aufbereiteten Biografien von in Deutschland lebenden Frauen und Männern afrikanischer Herkunft aus drei Jahrhunderten ist ein kollektives Selbstporträt entstanden, das Schwarzen Perspektiven und Reflexionen, Beiträgen und Verdiensten eine spezielle Würdigung zuteil werden lässt. Ausstellung und Rahmenprogramm (via DerBrauneMob).

30. Juni 2010 (Einsendeschluß): Die Europäische Frauenlobby hat einen Fotowettbewerb zum Thema “Meine Welt: Visionen für einen Feminismus des 21. Jahrhunderts” ausgeschrieben. Er ist offen für alle Frauen zwischen 15 und 40 Jahren, die ihren Wohnsitz in einem EU-Mitgliedsstaat oder in einem Beitrittskandidatenland (Kroatien, Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, Türkei) haben (via Genderblog).

29. Juli bis 31. Juli 2010: Das QueerFilmFest wird in Rostock im Peter-Weiss-Haus stattfinden, einem linken Raum für freie Bildung und Kultur. Dafür gibt es einen Call for Films:

Jeder queere Film ist uns willkommen, gerne zu Themen wie Intersexualität, Trans*, Gender- nicht-konform und queer in Verbindung mit Migration, Illegalität, Klasse…

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


Facebook | |


Kurz und knapp

2. April 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 70 von 152 der Serie Kurz notiert

Ein Parade-Beispiel für Gender-Sozialisation:

Weniger Alkohol, weniger Marihuana und weniger Verstöße gegen das Gesetz – alles eine Folge des Kinderkriegens?Telepolis berichtet von einer Studie, nach der Frauen in sozial schwachen Stadtteilen von einer Geburt mehr profitieren, als etwa vom Heiraten.

Die großartige Rachel Maddow hatte gestern Geburtstag! Sie wurde knackige 37 Jahre alt.

Hier gibt’s die Top13 besten weiblichen MC’s.

Auf feministing ärgert man sich über Lady Gaga, die gesagt haben soll: “Popstars sollten nichts essen!”

Das Bitch Magazine stellt die deutsche Hildegard von Bingen vor.

In Belgien könnte es zu einem Verbot der Vollverschleierung kommen. Der Innenausschuss des Parlaments in Brüssel hat einstimmig einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, wie auf tagesschau.de berichtet wird.

Auf fudder.de wird stolz verkündet: “Ich stehe dazu: Ich studiere Gender Studies!”.

Und zu guter Letzt:

Auf Sociological Images wundert sich Mathestudent Ian über das Geschenk seiner Freundin, die in einer Kinderabteilung folgendes T-Shirt aufgabelte, welches von den Hersteller_innen wohl eher für kleine Mädchen gedacht war: Too pretty to do Math (“Zu hübsch, um Mathe zu lernen”).


Facebook | |


Blog, Blogger, Bloggigst…

9. Januar 2010 von Helga
Dieser Text ist Teil 19 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Anke Domscheit war gerade in Indien unterwegs und dokumentierte diese Reise in ihrem neuen Blog. So war sie z.B. in einer Nightschool, die es Mädchen ermöglicht, abends in die Schule zu gehen, wenn sie tagsüber arbeiten oder ihre Geschwister betreuen müssen.

Im mädchenblog fragt dodo “Ab wann ist Werbung eigentlich sexistisch?” und leonie schreibt über den französischen Streit um die Burka.

Dass die „Zeitschriftenrevolution” der Brigitte, keine Models mehr abzubilden, den Schlankheitswahn nur noch weiter anheizt, findet der Hobbyweltverbesserer(in)-Blog. Die neue Strategie besticht bisher durch Laienmodels die locker als echte Models arbeiten könnten und die Nach-Weihnachten-Diät. Auch A Blog Of One’s Own ist nicht begeistert.

Ein etwas anderer Rückblick: Auf Svenja-And-The-City beschreibt Svenja die letzten zehn Jahre und ihre Verwandlung vom Mann zur Frau.

Neues gibt’s beim Missy Magazine: Dort bereichert ab sofort jeden Monat eine Gastbloggerin das Geschehen. Den Anfang macht die Stadtpiratin. Kostprobe:

In einem neuen abgeklärten und lässigen Jahrzehnt hat an der Oberfläche niemand ein Problem mit nichts. Schon gar nicht mit Sex, egal in welcher Form. Das Schulterklopfen für den Platzhirsch und die ungläubigen Blicke auf die leichte Barschnecke passieren dabei wesentlich subtiler und sind mit Sicherheit Teil der Ursache für die scheinbare Unsterblichkeit der Masche.

Mit mehr Männer- und Jungenförderung will die neue Bundesregierung dem Bildungsnotstand entgegentreten. Medienelite schaut nach, wer wirklich zu den Bildungsverlierern gehört und *SPOILER* von deren Förderung hat Dr. Kristina Köhler bisher nichts gesagt.

Kommentare, die gegen die Netiquette verstoßen, fliegen wieder raus. Doch oft genug gibt es auch hier Kommentare bei denen wir uns nicht sicher sind, ob es eine ernste Nachfrage ist oder direkt aus Derailing for Dummies. Das geht nicht nur uns so: Weiteres bei Aus Liebe zur Freiheit.

Geschlechtsangleichende Operationen, wie die von Amanda Simpson, sind bis heute für einige Leute so spannend, dass jedes Detail beleuchtet werden muss. Selbst wenn die Betroffene nurs ein normales Leben will. Mehr auf Bad hair days.

Die neuesten Ergüsse des Gerhard Amendt über den (verpassten) Kampf gegen den Feminismus hat Ti_Leo ausführlich analysiert.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


Facebook | |


Burka Barbie

8. Dezember 2009 von Magda

Nachdem auf der dailymail.co.uk vor zwei Wochen über eine Auktion im italienischen Florenz berichtet wurde, in der die italienische Designerin Eliana Lorena zum 50. Geburtstag von Barbie 500 Puppen mit verschiedensten Outfits entworfen hatte, um Geld für die Kampagne “Rewrite the Future” von Save the Children zu sammeln, hat besonders eine bestimmte Barbie Aufmerksamkeit erregt:

Die so genannte “Burka-Barbie”, die eine afghanische Frau in “ihrem” kulturellen Gewand zeigt.

http://www.dailymail.co.uk

http://www.dailymail.co.uk

(weiterlesen …)


Facebook | |


Perlen aus der Blogosphäre

10. Oktober 2009 von Susanne
Dieser Text ist Teil 7 von 157 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Top-Thema in dieser Woche war die Nachricht aus der Brigitte-Redaktion, in Zukunft keine Models mehr die Mode und Kosmetikprodukte vorführen zu lassen, sondern “ganz normale” Frauen.

Die Ladys vom Missy Magazine finden die Idee zwar grundsätzlich gut, kritisieren aber, dass es sich hierbei wohl vor allem um eine PR-Aktion handle.

Die Stadtpiratin findet die Entscheidung der Brigitte grundlegend und wichtig, schreibt aber auch, dass das Projekt erst bei der Umsetzung wirklich interessant wird.

Die Kaltmamsell ist gespannt, wie sich dieser Schritt auf die Auflage auswirkt, sagt aber schon mal: “Respekt, Brigitte!”

Das Lifestyle Bunny hofft, dass wir durch den “Trend zur Normalfrau (…) wieder einen Blick fürs Normale erlernen”.

Fundstück der Woche - Tasche: Frl. Zucker

Das Blog Kopf und Herz kommentiert die von Pons angebotenen speziellen Diktatbücher für Mädchen und Jungen: “Gender: Note 5. Setzen.”

Die Queer News dokumentieren das mehrfache Verbot der russischen Pride Parade durch die Behörden. Der Europäische Menschenrechtshof fordert Moskau zu einer Stellungnahme auf.

dieStandard.at wirft einen Blick in die Parlamente dieser Welt und wie hoch deren Frauenanteil ist. Überraschend: Das absolute Vorbild an weiblicher Partizipation ist Ruanda.

Ebenfalls auf dieStandard.at wird über die Pläne der italienischen rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord berichtet, Burkas in der Öffentlichkeit verbieten zu lassen.

Das Antisexistische Aktionsbündis München lädt heute um 11 Uhr zum Stadtteilrundgang durch das Münchner Westend, wo das “Lebenszentrum” radikaler ProLifer seine Räume hat. Der Rundgang ist auch Teil der Vorbereitungen auf die Demonstration “My Body My Chooice” in zwei Wochen.

Antje Schrupp bespricht das Buch “Hammerstein oder Der Eigensinn” von Hans Magnus Enzensberger und macht sich Gedanken über die Frauenfiguren des Buches und wie emanzipiert sie schon vor Zeiten der Frauenbewegung lebten.

Das mädchenblog weist auf einen Artikel im britischen Guardian hin, in dem über “menstrual actvism” berichtet wird, einer Bewegung die das Thema Menstruation enttabuisieren will.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


Facebook | |



Anzeige