Einträge mit dem Tag ‘Brustkrebs’


Asylpolitiken, Ada Lovelace Day und Archive – Kurz notiert

16. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 210 von 260 der Serie Kurz notiert

Beiträge auf Deutsch

Jamie Schearer erklärt im Interview der Süddeutschen Zeitung, was hinter der Aktion von #schauhin steckt und wie es weiter gehen soll.

Seit Mittwoch, dem 9. Oktober befinden sich wieder Refugees in Berlin im Hungerstreik. Statements der Streikenden gibt es online. Auch der Freitag schreibt über den Protest und die Hintergründe.

“Mehr als 1.000 Menschen haben am Wochenende in Hamburg gegen die gezielte Personenkontrolle von afrikanischen Flüchtlingen durch die Polizei protestiert.”, berichtet der NDR.

Bei den an.schlägen schreibt Veronika Zwing über feministischen Aktivismus in Kirgistan.

Beiträge auf Englisch

Accalmie schreibt bei Stop! Talking. unter anderem über Blogfrust: “Overestimating social progress (and/or people’s willingness to evolve past… uh, the social ideals of the Fifties, really?) was pretty much my crucial mistake.”

Gender Across Border möchte von Menschen weltweit wissen, ob/ sie sich als Feminist_innen sehen und welche Themen wichtig erscheinen.

Nachdem die Wissenschaftlerin Danielle N. Lee eine Anfrage von Biology-Online.org für diese ohne Honorar zu schreiben ablehnte, erhielt sie eine sexistische, beleidigende Mail zurück. Als sie dann über diese auf ihrem Blog bei SciAm berichtete, wurde der Blog gelöscht. Nun hat sich SciAm entschuldigt, schreibt Jezebel.

Native Appropriations erinnert daran, auf wen wirklich der Fokus beim “Columbus Day” gerichtet werden sollte.

Mal wieder ein neues Kapitel im Buch “(weiße) Stars feiern sich als Retter_innen in Afrika ™”: Christina Aguilera.

Renee Martin schreibt bei xojane über die “electronic pen pal conversation from hell” (gemeint sind all die offenen Briefe an und zu Miley Cyrus) und versucht den Fokus auf eine wirkliche intersektionale Kritik zu lenken.

Gestern war Ada Lovelace Day. Mother Jones nahm dies zum Anlass um über acht Erfindungen zu sprechen, die häufig – falscherweise- Männern zugeschrieben werden.

Sam Holmesschreibt beim SPARK Movement über die Anti-Abtreibungskampagne “The Most Dangerous Place for an African American is in the Womb.”.

Es gab einen “Go Braless for Breast Cancer”-Tag (Ist ja schließlich Brustkrebs-Awareness-Monat). s.e.smith hat bei xojane ihre Kritiken an dieser und ähnlich gelagerten “Aufklärungskampagnen” zu Brustkrebs veröffentlicht. Jezebel präsentiert dazu passend Fun Breast Cancer® Awareness™ Products That Can Cause Breast Cancer®, kann dabei aber leider nicht auf fatshaming verzichten.

Dann doch lieber bei feministing ein Video zu “Seeing the beauty in fat” und bei der Huffington Post wird Illustratorin Collen Clark vorgestellt, die sich auch mit fatshaming auseinandersetzt.

Einen ausführlichen Artikel zur Rapperin Angel Haze gibt es bei The Telegraph, wenn auch mit etwas gezwungenem Eminem-Bezug.

Und zu guter Letzt eine Petition: Publish Delia Derbyshire’s music from the BBC Sound Archive!

Termine in Berlin, Büren, Leipzig :

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Bedingungsloses Grundeinkommen, heimlicher Abbau einer Gedenkstätte für Sinti und Roma – kurz verlinkt

22. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 191 von 260 der Serie Kurz notiert

Aus Protest gegen die Homo-Ehe hat sich ein Nazi in Frankreich öffentlich erschossen.

Die Empörung nimmt ab, der Rassismus nicht. Auf jetzt.de erzählen fünf Studierende von ihren alltäglichen Rassismuserfahrungen.

Auf Colorlines kritisiert Schauspielerin Lucy Liu die Rollenvergabe nach rassifizierten Kriterien. (englisch)

David Jay porträtiert auf The Scar Project Brustkrebs-Überlebende. (englisch)

In Wiesbaden lässt eine Schule eine Gedenkstätte für Sinti und Roma still und heimlich abbauen. Nach Protesten wird behauptet, sie habe nie existiert, schreibt die taz.

Unterstützer_innenInfo hat ein neues Heft herausgebracht. In “Kompass” geht es um Mythen und Realität im Bezug auf sexualisierte Gewalt.

DieStandard.at hat ein Interview mit Ina Praetorius zur Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen geführt.

Sharon Dodua Otoo schreibt im Nachgang zum taz-Panel über Aktivismus und Ally sein. (englisch)

Die Süddeutsche hat Geschlechterforscherin Melanie Groß zu Geschlechterrollen, dem Barbie Dream House in Berlin und der Farbe Pink interviewt.

Red No. 3 nimmt sich der typischen Aussage an, die (auch) Feminist_innen oft als “Kritik” zu hören bekommen: “Du möchtest nur mit Menschen reden, mit denen du einer Meinung bist“. (englisch)

Nachdem eine Jobcenter-Mitarbeiterin einen Mann trotz schwerwiegender Herzerkrankung zur Arbeit gezwungen hatte und dieser daraufhin einen Herzstillstand erlitt, droht ihr nun eine Strafanzeige.

Neonazi-Experte Bernd Wagner bestätigt bei einem Gespräch anlässlich des NSU-Prozesses in der Heinrich-Böll-Stiftung: Rassismus ist in deutschen Behörden strukturell verankert.

Seit in München der NSU-Prozess läuft, sind mehrere Einrichtungen Zielscheibe von Einschüchterungsversuchen vermutlich aus der rechten Szene geworden. Besonders heftig traf es eine Rechtsanwaltskanzlei, die vor Gericht die Angehörige eines Mordopfers vertritt, so sueddeutsche.de.

Die EU-Grundrechteagentur veröffentlichte am vergangenen Freitag, dem Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie Ergebnisse ihrer Online-Befragung, an der 93.000 Menschen teilnahmen: Gewalt, Isolation und Angst gehören zum Alltag vieler LGBT.

Raise Our Story teilt Erfahrungen von Menschen, die im Kindes- und Jugendlichenalter als sogenannte “undokumentierte Einwander_innen” in die USA einreisten.

In Irland soll die rigide Gesetzgebung zu Abtreibungen reformiert werden. Frei entscheiden dürfen Schwangere weiterhin nicht, schreibt die Jungle World.

Nadine hat mit der taz über das Buch “queer_feminismus. label & lebensrealität” gesprochen, das sie zusammen mit Leah Bretz geschrieben hat.

Termine in Aachen, Berlin, Braunschweig, Düsseldorf, Hamburg, Kiel und Wien findet ihr nach dem Klick:  (mehr …)


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Blumen, Brüste, Bullshit – die Blogschau

18. Mai 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 202 von 265 der Serie Die Blogschau

Vergangenen Sonntag war Muttertag. Katharina von Sich mit Worten bevorraten will nicht nur zu diesem Anlass mehr als Blumen.  Auch Melanie ist kein Fan dieses Begängnisses, reflektiert aber zu diesem Anlass ihre Sicht auf Dankbarkeit für  Mütter.

Gleich ein bunter Strauß an Berichten darüber, wie wenig mensch sich selbst in vermeintlich alternativen,  emanzipatorischen Umfeldern auf Pausen vom *istischen Alltag verlassen kann:

Kotzwürg-Sexismus galore beim BarCamp Graz.  Und mehr als genug Kackscheiße auch beim Workers Youth Festival in Dortmund.  Das erfolgreiche Modelabel American Apparel geriert sich als hipper Awareness-Laden, kommt aber seit jeher nicht ohne Sexismus aus.  An der Heidelberger Uni lacht man über NSU-Verharmlosung in Tateinheit mit Plumpsexismus von vorvorgestern. An der Düsseldorfer Uni soll ein antifeministisch dominiertes  Männerreferat gegründet werden. Und angesichts der von großem Pressetamtam begleiteten Proteste gegen die “Barbie Dreamhouse Experience” konnte mensch sich auch nur noch an den Kopf packen.

Edward von Twidgeridoo! berichtet unter dem bitter sarkatischen Titel “Meine erste Internierung” über erfahrene(n) Rassismus und Polizeigewalt. Mehr (Grundlagenarbeit für) rassistische Kackscheiße ist zu erwarten bei der Innenminister*innenkonferenz (IMK), die vom 22.-24. Mai in Hannover stattfindet und wo auch Asyl- und Migrationspolitik auf dem Programm steht – Protest wird bereits organisiert.

Die ständige Erwartung, verfügbar zu sein – für Diskussionen, Erklärungen oder den Wohlfühlfaktor: Frau Dingens hat genug davon. A propos Erwartungshaltung: Seitdem ich auf meinem Profilbild Tatyana Fazlalizadehs Anti-Street-Harrassment-Shirt trage, wird immer wieder gefragt, wo es dieses großartige Shirt den gebe – und auch High on Clichés kennt den Ärger über die ständige Aufforderung “Lächel doch mal!”.

Die Brust-OP von Angelina Jolie ist nicht nur ein Knaller für die Boulevardmedien, sondern auch ein Politikum. Mel gibt Kontext und findet:  “Well done, Angelina Jolie”.  Merle Stöver möchte Jolie für ihre Entscheidung respektiert sehen – gerade von Feministinnen. Und weil (gerade auch Frauen*-)Gesundheit immer ein politisches Thema ist, berichtet my myself & child über ihren “Gebärmutterschnupfen” und lädt zur Vernetzung ein.

Und wo wir schon bei Körper und Selbstbestimmung sind: Grrrlghost hat anlässlich der Debatte um die “Pille danach” noch ein Video beizusteuern.

Shopping ist nicht für alle ein Vergnügen – die Suche nach passenden BHs auch nicht, wie Ryuu berichtet. Außerdem ist Ryuu aus Berlin – nach wie vor Sehnsuchtsort für viele – weggezogen und erzählt, warum. Und dass auch in anderen Städten mit B am Anfang ordentlich was los sein kann, lässt sich Helgas umfangreicher Terminliste für Braunschweig entnehmen.

Außerdem hat Helga ein Buch über Pionierinnen der Archäologie gelesen und rezensiert.

Ninia LaGrande interviewt Jasmin Mittag,  Initiatorin der Kampagne “Wer braucht Feminismus?” in Deutschland.

Nele Tabler schaut die  TV-Serie Call the Midwife (Ruf die Hebamme) und findet schwangere Heldinnen.

Anne Roth sammelt Beispiele von Fällen, bei denen feministischen Medien, Blogs, Zeitschriften, Fernseh- oder Radiosendungen von Zensur betroffen waren (oder sind).

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Bionade, feministische “Humorlosigkeit” und die nächste Löschdebatte bei Wikipedia – kurz verlinkt

15. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 190 von 260 der Serie Kurz notiert

Wir berichteten letzte Woche über den trans*feindlichen Werbespot von Bionade. Durch eure vielen Beschwerden reagierte Bionade mit einem Statement (Facebook-Link), welches weder eine Auseinandersetzung mit den Kritiken, noch eine Entschuldigung beinhaltet (sondern sogar behauptet, bei Bionade gäbe es gar keine Diskriminierung!). Falls ihr noch die Kraft habt, lasst Bionade weiterhin wissen, dass Diskriminierung kein Verkaufsschlager sein darf. Für die Zukunft kann folgendes gelten: Das schöne an (trans*feindlicher) Bionade – mensch kann sie auch weglassen!

In dem Band “Aufstand aus der Küche” von Silvia Federici wird neben zwei neuen Beiträgen auch die bereits 1974 verfasste feministisch-marxistische Ökonomiekritik „Counter-Planning from the Kitchen“ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die US-amerikanische Satirezeitschrift The Onion ist mal wieder vorn mit dabei, was sexistische Gewalt angeht. (englisch)

The New Yorker berichtet über einen Fall in Cleveland, nach dem drei Frauen, die ein Jahrzehnt als vermisst galten und zum Teil bereits für tot erklärt wurden, aus dem Haus, in dem sie festgehalten worden waren, befreit werden konnten. Ein Mann hatte eine der Frauen dabei beobachtet, wie sie vergeblich versuchte, die Tür von innen aufzubrechen. Er ordnete das Gesehene sofort als häusliche Gewalt ein und half ihr die Tür zu zerstören. (englisch)

Bei Shakesville erklärt Melissa McEwan noch einmal, was es mit feministischer “Humorlosigkeit” bezüglich *istischer “Comedy” auf sich hat (englisch).

CosmoTV berichtet über einen Dokumentarfilm von Mirza Odabaşi zum rassistischen Brandanschlag auf ein Solinger Wohnhaus vor 20 Jahren, bei dem fünf Menschen getötet worden sind. Der Film wird Ende Mai in Solingen uraufgeführt.

DieStandard.at würdigt die kürzlich verstorbene Frauenrechtlerin Hannelore Mabry.

The feminist wire analysiert die Karrieren und Selbst_Repräsentationen von Beyoncé und Lauryn Hill und entdeckt trotz der Unterschiede nicht wenige Gemeinsamkeiten. (englisch)

Ms.Magazine veröffentlicht einen Nachruf auf Brustkrebsaktivistin Barbara Brenner (englisch)

Angelina Jolie hat sich angesichts ihres genetisch stark erhöhten Brustkrebsrisikos für eine präventive Mastektomie entschieden. In der NY Times berichtet sie darüber – politisch brisante Punkte wie die Debatte um körperliche Selbstbestimmung, Gesundheitsrisiken, Gesundheitsindustrie und damit in Verbindung stehende finanzielle Faktoren werden zwar lediglich angerissen, dennoch ist das Öffentlichmachen dieser Entscheidung per se bereits als politischer Akt zu werten. (englisch)

der verein xart splitta gestaltet raum_rahmen für trans_x_ende, trans_xend empowernde kreative anwesende konkrete visionäre künstlxsche aktionen_ideen_politiken. aktuell gibt es zwei aufrufe für spoken word, kurzfilme, performances, tanz, musikstücke,… für einen performanceabend sowie fotos, gemaltes, collagen, gezeichnetes, geschriebenes … für ein printprojekt.

La Voix du Yemen interviewt Alaa Al-Eryani, die kürzlich die Initiative The Yemeni Feminist Movement startete.

with WINGS and ROOTS, ein Dokumentarfilmprojekt, das die Geschichten und Visionen fünf junger Menschen in Berlin und in New York erzählt, braucht eure Unterstützung!

Rassistischer Polizei-Alltag in Deutschland: Weil eine Frau, die auf offener Straße zusammengebrochen war, sich nicht ausweisen konnte und kein für die Beamten verständliches Deutsch sprach, wurde sie in Gewahrsam genommen, anstatt notärztliche Versorgung einzuleiten. Erst als ihr Mann sie als vermisst meldete und wenig später schließlich vor Ort war, reagierte die Polizei.

Der aktuelle Löschantrag für den Begriff “Femizid” heizt die Debatte über die Macht der Maskulisten auf der Wissensplattform an, schreibt dieStandard.at.

Termine in Berlin, Bochum, Göttingen, Braunschweig und deutschlandweit anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie gibt es nach dem Klick!

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Kampf um weibliche Körper und Teenager, die was bewegen – kurz verlinkt

1. August 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 162 von 260 der Serie Kurz notiert

Am 22. September feiern wir in Berlin unseren 5. Geburtstag! Wenn ihr nicht aus Berlin seid, könnt ihr euch gerne Mit­fahr­gelegen­heiten oder Unter­künfte organisieren – entweder im Facebook-Event (die ersten Anfragen und Unter­kunfts­angebote gibt es schon) oder hier in den Kommentaren. Falls euch das zu öffentlich ist, könnt ihr uns auch eine E-Mail schreiben mit “Biete” oder “Suche” an veranstaltung[at]maedchenmannschaft.net.

Von wegen „keiner kümmert sich um die armen Väter ohne Rechte“. DieStandard.at spricht mit Mariam Irene Tazi-Preve über alleinerziehende Mütter ohne Lobby und eine erstarkende Vaterrechtsbewegung.

Ebefalls auf dieStandard.at: Ein Interview mit der Hebammenausbilderin Barbara Schildberger über den neuen „Stilldruck“ und den Kampf um die Selbst­bestimmung von Schwangeren und frisch-gebackenen Müttern. Dass weibliche Selbst­bestimmung über ihre Körper immer noch nicht selbst­ver­ständ­lich ist, zeigt ein Fall in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Ohne ihre Ein­willi­gung wurden einer Krebs­patientin nicht nur einer, sondern gleich beide Eier­stöcke entfernt.

Welche Probleme Abtreibungsbeschränkungen machen können, zeigt sich derzeit in der Dominikanischen Republik. Einer krebskranken und schwan­geren 16-Jährigen wird bisher die Chemotherapie verweigert. Diese könnte zum (verbotenen) Ende der Schwanger­schaft führen – aus Angst vor möglichen Anklagen zögern die Ärzt_innen deshalb, so CNN.

Gruselalarm: Die taz berichtet über Anti­feminismus im italienisch-sprachigen Teil des Internets.

In Berlin-Kreuzberg geht die Gentrifizierung weiter. Eine die sich wehrt ist Nuriye Cengiz, die gerade erst eine rollstuhlgerechte Wohnung gefunden hat.

Diese Woche hatte außerdem einige ziemlich coole Teenager zu bieten. Die 17-Jährige Brittany Wenger hat ein Analyseprogramm entwickelt, dass die Brustkrebsdiagnose deutlich zuverlässiger macht. Drei Teenager aus New Jersey wollen bei der nächsten Fernsehdebatte der US-Prä­si­dent­schafts­kandidaten mindestens eine Moderatorin dabei haben. Und haben über 117.000 Unterschriften dafür gesammelt.

Seit einigen Jahren schon wurde statt über Larry Wachowski („Matrix“) über Lana Wachowski geschrieben. In der Werbung zu ihrem neuen Film „Cloud Atlas“ grüßt die Regisseurin nun neben ihrem Bruder und Tom Tykwer erst­mals ganz offiziell als Lana, berichtete die Huffington Post.

Noch ein Interview: Das Magazin der Süddeutschen Zeitung sprach mit der KZ-Überlebenden und späteren Professorin Ruth Klüger, die sich auch als „Feministin aus Notwendigkeit“ bezeichnet.

In Berlin hat letzte Woche das Ruby Tuesday Hip Hop und Rock Camp statt­ge­funden – der Tagesspiegel hat’s aufgeschrieben.

Um Frauen in der IT-Branche ging es im Sommerrätsel von Heises Hal Faber. Insgesamt zehn Frauen wurden gesucht – und gefunden.

Durch Waffen im Haus erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen ge­tötet werden (englisch). Besonders, wenn es in der Partner­schaft bereits zu häus­licher Gewalt kam.

Neue, erweiterte Beratungszeiten für Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt wurden, bietet der Verein Trotz Allem in Gütersloh nun an.

Termine und ein Praktikum in Berlin und Wolfenbüttel nach dem Klick: (mehr …)


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Brustkrebs: Austauschen, vernetzen, gegen Körpernormen kämpfen

5. Dezember 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 87 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Lebensrest

Wie heißt du?
In meinem Ausweis steht Susanne und ich bestehe, wenn schon gekürzt werden muß, auf Sue und wer mich Susi nennt hat echt schlechte Karten. Susi darf mich nur mein Sohn nennen.

Seit wann bloggst du?
Seit 2006.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich bekam die Diagnose Brustkrebs und mußte mir anfangs vieles einfach von der Seele schreiben. In der ersten Zeit war das eher ein Tagebuch, inzwischen ist es ein Blog auf eigener Homepage.

Worüber schreibst du?
Viel darüber was ich mit und durch die Krebserkrankung erlebe, aber auch über alles was mir sonst so durch den Kopf geht oder was ich erlebe. Manchmal provoziere ich auch ganz gerne. Da sehr viele Frauen im Laufe ihres Lebens mit dem Thema Brustkrebs konfrontiert werden, halte ich
Erfahrungsberichte und Vernetzung für sehr wichtig. Duch den Informationsaustausch kann viel erreicht, geholfen und aufgeklärt werden. Ich bin bekennende Amazone und kämpfe gegen den Druck den einige brustamputierten Frauen verspüren und sich nur wegen oberflächlichen Äußerlichkeiten einer (oder mehr) Brustaufbauoperation unterziehen. Ich rege mich fürchterlich über Verknüpfungen zwischen Brüsten, Gebärmutter, etc. und Frausein / Fraufühlen auf.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Eine spezielle Anekdote kann ich nicht erzählen, aber ich habe durch das Netz viele tolle und auch wertvolle Kontakte geknüpft.

Wovon braucht das Internet mehr:
Mehr sinnvolle Vernetzungen und Bündelungen von Wissen.

Frauen* im Web sind
…taff, offen, modern und oft sehr gut informiert.

Deine tägliche Web-Lektüre:
dreamsandme.wordpress.com, vergangenundzukunft.wordpress.com,
katerwolf.wordpress.com (ich liebe ihre Joschi Geschichten), Konsequenzen eines Gentests, www.wissen-hilft-weiter.info

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


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“Weg mit der rosa Augenbinde!”

17. Oktober 2011 von Gastautor_in

Der folgende Artikel erschien kürzlich im Infoportal Breast Cancer Action Germany. eine andere sicht auf brustkrebs – a critical view of breast cancer . Die Autorin Gudrun Kemper (Jg. 1959), Mitglied im Vorstand des Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. , arbeitet seit rund 10 Jahren aus der Perspektive von Betroffenen am Thema Brustkrebs.  Sie sagt: Die meisten Selbsthilfegruppen werden heute zum Teil in erheblichem Umfang industriell gesponsert, insbesondere von global agierenden Pharmakonzernen. Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Frauen aus dem Projekt Breast Cancer Action Germany, die sich zum Ziel gesetzt haben, eine Alternative zu industriell finanzierten Gruppen zu entwickeln.

 Brustkrebsmonat – Weg mit der rosa Augenbinde!

Schwarzweißporträt einer ernst blickenden Frau, die sich eine rosafarben kolorierte Augenbinde abnimmt, so dass ein Auge bereits zu sehen ist

Abbildung: Aktion The Big See! - UNISON und Women Environmental Network (WEN) 2005 - Copyright Mark Chilvers, Großbritannien, mit freundlicher Genehmigung

„Krebs ist Scheiße“ (CANCER SUCKS) steht auf einem bekannten Button von Breast Cancer Action. Das ist zumindest aus der Perspektive von Betroffenen treffend formuliert, auch wenn das Bild der Krankheit Brustkrebs besonders in Deutschland in der Öffentlichkeit heute rosa verpackt und von Fort­schritt geprägt zu sein scheint. Ob Staubsau­ger, Lockenstab, Mode­schmuck, Nagellack oder Bekleidung: mehr und mehr Firmen, aber auch „Selbsthilfe“ und „Charities“ benutzen die Krankheit, diverse Produkte geschäftstüchtig im Schlepptau ihres „Engagements“. Brust­krebs erweckt Aufmerksamkeit im Marketing, um sich selbst ins Gespräch zu bringen und vorgeblich human­istische Ansätze zu demonstrieren.

Doch „Bewusstsein für Brustkrebs“ gibt es inzwischen im Überfluss. Die an Bord solcher Kampagnen mitgeführten Botschaften sind häufig irreführend oder unzulässige Vereinfachungen, die mehr schaden als nützen. Die versprochenen Spenden sind selten transparent und erreichen betroffene Frauen oder medizinische Behand­lungszentren höchstens im Ausnahmefall in nennens­wertem Umfang.

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Frauen- und Gendernews im Überblick

29. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 60 von 260 der Serie Kurz notiert

Ein Schritt vor und zwei zurück? Nachdem HartzIV-Empfänger_innen kein Elterngeld mehr bekommen, sollen auch die Besserverdienenden davon ausgenommen werden, stand bei SpiegelOnline. Ein klitzekleines Bißchen mehr Gerechtigkeit, noch deutlicheres Eingreifen in die familiäre Selbstbestimmung oder Abwertung des Elterngeldes?

Außerdem auf der Agenda der Regierung stehen Zwangsverheiratung als neue, eigenständige Straftat und die gleichzeitige Erhöhung der Wartefrist zum eigenständigen Bleiberecht bei nachgezogenen Ehegatt_innen. Terre des Femmes kritisiert den „Kuhhandel“, die angestrebte Härtefallregelung werde wirkungslos bleiben, weil Gewalt in der Ehe kaum zu beweisen sei.

Mitten in der Integrationsdebatte erschien das neue Buch von Alice Schwarzer „Die große Verschleierung.“ Für die taz hat es sich Heide Oestreich durchgelesen und befindet: Keine praktischen Lösungen, sondern nur allgemeiner Alarm.

High Tech-Firmen werden selten von Frauen gegründet. Alle High Tech-Firmen? Nein, eine Branche widersetzt sich dem Trend. Slate erklärt, warum es in der Biotechnologie mehr Gründerinnen als in den anderen Zweigen gibt.

Aus der medizinischen Forschung gibt es dagegen schlechte Nachrichten. So berichtet die New York Times, dass die Hormontherapie für Frauen in der Menopause nicht nur das Brustkrebrisiko allgemein erhöht, sondern auch die Symptome erschwert und das Todesrisiko leicht ansteigen lässt.


Video October Trans 2010 (english) von Stop Trans Pathologization auf VimeoNoch ein Aktionstag, der leider schon letztes Wochenende war: Der Internationale Aktionstag gegen Trans*Pathologisierung. Mehr Informationen auf www.stp2012.info.

Die neuere Geschichte der Modelgrößentrends hat Mercedes Lauenstein auf jetzt.de zusammengetragen und beschreibt dabei auch ihre eigene Entwicklung. Vom „Heroin-Chic“ und Körperkomplexen weg, hin zu bunter Lebensfreude.

Um den „Feminismus des 21. Jahrhunderts“ geht es in dem zweisprachig englisch-französischen Magazin FEM 21 (pdf) der European Women’s Lobby. Mit dabei die Gewinner_innenfotos der EWL Photo Competition 2010, Mutterschaft und Behinderung und „Ich bin kein_e Feminst_in, aber…“.

Noch bis morgen läuft die Konferenz „Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden“ des Gunda-Werner-Instituts und wer nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, einige der Veranstaltungen im Livestream anzuschauen.

Die Sendung queerblick tritt beim Bürgermedienpreis der Landesanstalt für Medien NRW an. Deutschlands erstes TV-Magazin für schwule, lesbische, bisexuelle und transidente Jugendliche ist für den Publikumspreis nominiert. Noch bis Sonntag 24 Uhr habt ihr Zeit, das einzige queere Format im Wettbewerb an die Spitze zu voten!

Zum Schluss noch etwas Polemik: Auf babyzimmer.de beschreibt Userin Eva den Zustand deutscher Damentoiletten (katastrophal) und die Sozialisation des Toilettengangs (furchtbar kompliziert).


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Samstagabendbeat

12. Dezember 2009 von Magda

Dieses tolle Video zeigt den Pink Glove Dance (“pinker Handschuh-Tanz”), der auf kreative Weise auf die Notwendigkeit von Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam macht. Laut Medline Industries Inc., die die im Video zu sehenden pinken Synthetik-Handschuhe herstellt und das Video in Auftrag gab, sollen ein Teil der Einnahmen der Handschuhe, die die MitarbeiterInnen des St. Vincent Hospital in Portland (Oregon, USA) tragen, unversicherten Frauen zu Gute kommen, die für die Kosten einer Mammographie nicht aufkommen können.

via portlandtribune.com.


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