Einträge mit dem Tag ‘Brustkrebs’


Brustkrebs: Austauschen, vernetzen, gegen Körpernormen kämpfen

5. Dezember 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 88 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

Lebensrest

Wie heißt du?
In meinem Ausweis steht Susanne und ich bestehe, wenn schon gekürzt werden muß, auf Sue und wer mich Susi nennt hat echt schlechte Karten. Susi darf mich nur mein Sohn nennen.

Seit wann bloggst du?
Seit 2006.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich bekam die Diagnose Brustkrebs und mußte mir anfangs vieles einfach von der Seele schreiben. In der ersten Zeit war das eher ein Tagebuch, inzwischen ist es ein Blog auf eigener Homepage.

Worüber schreibst du?
Viel darüber was ich mit und durch die Krebserkrankung erlebe, aber auch über alles was mir sonst so durch den Kopf geht oder was ich erlebe. Manchmal provoziere ich auch ganz gerne. Da sehr viele Frauen im Laufe ihres Lebens mit dem Thema Brustkrebs konfrontiert werden, halte ich
Erfahrungsberichte und Vernetzung für sehr wichtig. Duch den Informationsaustausch kann viel erreicht, geholfen und aufgeklärt werden. Ich bin bekennende Amazone und kämpfe gegen den Druck den einige brustamputierten Frauen verspüren und sich nur wegen oberflächlichen Äußerlichkeiten einer (oder mehr) Brustaufbauoperation unterziehen. Ich rege mich fürchterlich über Verknüpfungen zwischen Brüsten, Gebärmutter, etc. und Frausein / Fraufühlen auf.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Eine spezielle Anekdote kann ich nicht erzählen, aber ich habe durch das Netz viele tolle und auch wertvolle Kontakte geknüpft.

Wovon braucht das Internet mehr:
Mehr sinnvolle Vernetzungen und Bündelungen von Wissen.

Frauen* im Web sind
…taff, offen, modern und oft sehr gut informiert.

Deine tägliche Web-Lektüre:
dreamsandme.wordpress.com, vergangenundzukunft.wordpress.com,
katerwolf.wordpress.com (ich liebe ihre Joschi Geschichten), Konsequenzen eines Gentests, www.wissen-hilft-weiter.info

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an post(at)maedchenmannschaft.net.


Facebook | |


“Weg mit der rosa Augenbinde!”

17. Oktober 2011 von Verschiedenen

Der folgende Artikel erschien kürzlich im Infoportal Breast Cancer Action Germany. eine andere sicht auf brustkrebs – a critical view of breast cancer . Die Autorin Gudrun Kemper (Jg. 1959), Mitglied im Vorstand des Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. , arbeitet seit rund 10 Jahren aus der Perspektive von Betroffenen am Thema Brustkrebs.  Sie sagt: Die meisten Selbsthilfegruppen werden heute zum Teil in erheblichem Umfang industriell gesponsert, insbesondere von global agierenden Pharmakonzernen. Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Frauen aus dem Projekt Breast Cancer Action Germany, die sich zum Ziel gesetzt haben, eine Alternative zu industriell finanzierten Gruppen zu entwickeln.

 Brustkrebsmonat – Weg mit der rosa Augenbinde!

Schwarzweißporträt einer ernst blickenden Frau, die sich eine rosafarben kolorierte Augenbinde abnimmt, so dass ein Auge bereits zu sehen ist

Abbildung: Aktion The Big See! - UNISON und Women Environmental Network (WEN) 2005 - Copyright Mark Chilvers, Großbritannien, mit freundlicher Genehmigung

„Krebs ist Scheiße“ (CANCER SUCKS) steht auf einem bekannten Button von Breast Cancer Action. Das ist zumindest aus der Perspektive von Betroffenen treffend formuliert, auch wenn das Bild der Krankheit Brustkrebs besonders in Deutschland in der Öffentlichkeit heute rosa verpackt und von Fort­schritt geprägt zu sein scheint. Ob Staubsau­ger, Lockenstab, Mode­schmuck, Nagellack oder Bekleidung: mehr und mehr Firmen, aber auch „Selbsthilfe“ und „Charities“ benutzen die Krankheit, diverse Produkte geschäftstüchtig im Schlepptau ihres „Engagements“. Brust­krebs erweckt Aufmerksamkeit im Marketing, um sich selbst ins Gespräch zu bringen und vorgeblich human­istische Ansätze zu demonstrieren.

Doch „Bewusstsein für Brustkrebs“ gibt es inzwischen im Überfluss. Die an Bord solcher Kampagnen mitgeführten Botschaften sind häufig irreführend oder unzulässige Vereinfachungen, die mehr schaden als nützen. Die versprochenen Spenden sind selten transparent und erreichen betroffene Frauen oder medizinische Behand­lungszentren höchstens im Ausnahmefall in nennens­wertem Umfang.

(weiterlesen …)


Facebook | |


Frauen- und Gendernews im Überblick

29. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 58 von 153 der Serie Kurz notiert

Ein Schritt vor und zwei zurück? Nachdem HartzIV-Empfänger_innen kein Elterngeld mehr bekommen, sollen auch die Besserverdienenden davon ausgenommen werden, stand bei SpiegelOnline. Ein klitzekleines Bißchen mehr Gerechtigkeit, noch deutlicheres Eingreifen in die familiäre Selbstbestimmung oder Abwertung des Elterngeldes?

Außerdem auf der Agenda der Regierung stehen Zwangsverheiratung als neue, eigenständige Straftat und die gleichzeitige Erhöhung der Wartefrist zum eigenständigen Bleiberecht bei nachgezogenen Ehegatt_innen. Terre des Femmes kritisiert den „Kuhhandel“, die angestrebte Härtefallregelung werde wirkungslos bleiben, weil Gewalt in der Ehe kaum zu beweisen sei.

Mitten in der Integrationsdebatte erschien das neue Buch von Alice Schwarzer „Die große Verschleierung.“ Für die taz hat es sich Heide Oestreich durchgelesen und befindet: Keine praktischen Lösungen, sondern nur allgemeiner Alarm.

High Tech-Firmen werden selten von Frauen gegründet. Alle High Tech-Firmen? Nein, eine Branche widersetzt sich dem Trend. Slate erklärt, warum es in der Biotechnologie mehr Gründerinnen als in den anderen Zweigen gibt.

Aus der medizinischen Forschung gibt es dagegen schlechte Nachrichten. So berichtet die New York Times, dass die Hormontherapie für Frauen in der Menopause nicht nur das Brustkrebrisiko allgemein erhöht, sondern auch die Symptome erschwert und das Todesrisiko leicht ansteigen lässt.


Video October Trans 2010 (english) von Stop Trans Pathologization auf VimeoNoch ein Aktionstag, der leider schon letztes Wochenende war: Der Internationale Aktionstag gegen Trans*Pathologisierung. Mehr Informationen auf www.stp2012.info.

Die neuere Geschichte der Modelgrößentrends hat Mercedes Lauenstein auf jetzt.de zusammengetragen und beschreibt dabei auch ihre eigene Entwicklung. Vom „Heroin-Chic“ und Körperkomplexen weg, hin zu bunter Lebensfreude.

Um den „Feminismus des 21. Jahrhunderts“ geht es in dem zweisprachig englisch-französischen Magazin FEM 21 (pdf) der European Women’s Lobby. Mit dabei die Gewinner_innenfotos der EWL Photo Competition 2010, Mutterschaft und Behinderung und „Ich bin kein_e Feminst_in, aber…“.

Noch bis morgen läuft die Konferenz „Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden“ des Gunda-Werner-Instituts und wer nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, einige der Veranstaltungen im Livestream anzuschauen.

Die Sendung queerblick tritt beim Bürgermedienpreis der Landesanstalt für Medien NRW an. Deutschlands erstes TV-Magazin für schwule, lesbische, bisexuelle und transidente Jugendliche ist für den Publikumspreis nominiert. Noch bis Sonntag 24 Uhr habt ihr Zeit, das einzige queere Format im Wettbewerb an die Spitze zu voten!

Zum Schluss noch etwas Polemik: Auf babyzimmer.de beschreibt Userin Eva den Zustand deutscher Damentoiletten (katastrophal) und die Sozialisation des Toilettengangs (furchtbar kompliziert).


Facebook | |


Samstagabendbeat

12. Dezember 2009 von Magda

Dieses tolle Video zeigt den Pink Glove Dance (“pinker Handschuh-Tanz”), der auf kreative Weise auf die Notwendigkeit von Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam macht. Laut Medline Industries Inc., die die im Video zu sehenden pinken Synthetik-Handschuhe herstellt und das Video in Auftrag gab, sollen ein Teil der Einnahmen der Handschuhe, die die MitarbeiterInnen des St. Vincent Hospital in Portland (Oregon, USA) tragen, unversicherten Frauen zu Gute kommen, die für die Kosten einer Mammographie nicht aufkommen können.

via portlandtribune.com.


Facebook | |



Anzeige