Einträge mit dem Tag ‘Blogs’


Ans Licht mit dem Wolkenkuckucksblog! Ein Aufruf.

31. Januar 2012 von Verschiedenen
Dieser Text ist Teil 23 von 23 der Serie Der Kommentar

Jana hat gerade ihren Wolkenkuckucksblog gestartet und wir veröffentlichen mit freundlicher Genehmigung Ihren Blogpost zu Lurker_innen. Sie sucht außerdem Kontakt zu anderen Lurker_innen, die sich unter wolkenkuckucksblog@gmail.com bei ihr melden können.

Seit mindestens vier Jahren habe ich ein imaginäres Blog. Ich befülle es allwöchentlich mit virtuellen Einträgen. Wenn ich in Stimmung bin, denke ich mir virtuelle Kommentare dazu aus. Ich habe sogar schon diverse Domains registriert, WordPress-Themes angepasst und About-Seiten verfasst. Doch freigeschaltet habe ich sie nie. Und einen tatsächlichen Blogeintrag habe ich noch nie geschrieben, auch wenn ich es mir jeden Monat aufs Neue vornehme.

Ich habe das immer für meine persönliche Wahnsinnigkeit gehalten. Doch seit einiger Zeit frage ich mich, ob das wirklich stimmt. Ob es nicht doch noch viele andere Wolkenkuckucksblogger*innen wie mich gibt – und ob es nicht tatsächlich vornehmlich Wolkenkuckucksbloggerinnen sind. Denn plötzlich fielen mir Parallelen auf: Diese existentielle Angst, wenn ich mal einen Blogkommentar (zweimal in meinem Leben habe ich mich das – unter Pseudonym! – getraut) oder ein Mailinglistenposting geschrieben habe – irgendwie fühlte sie sich doch sehr ähnlich an wie der Fluchtimpuls, der mich regelmäßig in platzhirschdominierten Gesprächsrunden ergreift. Dieser Drang, bloß unsichtbar zu bleiben. Diese Stimme, die mir einredete, ich habe nichts Sinnvolles beizutragen: War das nicht vielleicht der „innere Patriarch“, vor dem mich eine wohlwollende ältere Kollegin immer gewarnt hatte? Diese ständigen Gedankenschleifen: Ich blogge unter meinem richtigen Namen, ist doch Quatsch sich zu verstecken. Aber was, wenn ein wahnsinniger Internettroll mich aufspürt? Also doch ein Pseudonym? Aber das ist doch feige! Und da capo. War diese Angst vor „dem bedrohlichen Internet“ nicht sehr vergleichbar mit der Angst vor dem gefährlichen Park / der unheimlichen Seitenstraße / dem finsteren Hinterhof / der einsamen Haltestelle in der Dämmerung? (weiterlesen …)


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rp11 – Machtverhältnisse im Internet

12. April 2011 von Nadine

hellblauer Hintergrund auf dem oben 'Meet me @' (das letzte Zeichen ist eine Mischung aus @ und ♀, dem Frauenzeichen) steht, darunter bunte Stickereien, darunter re:publica XI 13. - 15. April 2011, BerlinBereits vor 25 Jahren entwirft die feministische Theoretikerin Donna Haraway in ihrem Cyborg Manifesto die Utopie einer freieren, ge­rechteren Ge­sell­schaft, die sich gegen Re­pressionen und Dominanz auflehnt. Neue Kommunikations­techniken sind die Waffen, mit de­nen die Aktivist_innen und mar­ginalisierten Subjekte für Frei­heit kämpfen. Heute scheint Haraways Utopie Wirk­lichkeit geworden zu sein: Re­volutionen, Soziale Be­wegungen und politisches Han­deln passieren im Netz selbst­verständlich und global. Oder?

Auf der re:publica 2011 wollen Helga, Magda und ich analysieren, welche globalen Macht­verhältnisse sich in Zei­ten un­auf­haltsamer Digi­talisierung und Demo­kratisierung wei­ter fort­schreiben. Ist das Inter­net der freie und partizi­pative Raum, für den er oft genug gehalten wird? Bietet das Netz für alle die Möglich­keit an politischen Ideen- und Entscheidungsfindungen teilzunehmen? Und wer schafft die kommunikativen Struk­turen, in denen wir uns bewegen und auf deren Grund­lage wir täglich politisch theoretisieren und han­deln?

Am gleichen Tag diskutieren Verena und Meredith Ein- und Aus­schlüsse inner­halb der deutschsprachigen Blogosphäre. Eine zentrale These: Die Blog­landschaft agiert in einer weißen, west­lichen und hetero­normativen Matrix ist, die Pluralismus unsichtbar macht oder gänzlich ver­hindert. Mit dabei sind u.a. Urmila Goel und unsere Kolumnistin Kübra Gümüsay.

Wer_welche von feministischem Aktivismus im Netz nicht genug be­kommen kann, dem_der seien auch folgende Panels wärmstens empfohlen: Social Media Hacking mit Helga und Kathrin Ganz sowie das Gespräch mit Cyberfeministinnen, moderiert von Anne Roth.


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Was trennt den Troll von Diskutierenden?

9. Februar 2011 von Helga

Kommentare im Internet – das leidige alte Thema. Courtney Stanton hat sich nach einer explodierten Diskussion auf ihrem Blog durch über 1000 Kommentare gelesen und diese untersucht. Hintergrund war die Kontroverse um einen der ältesten Online Comics, Penny Arcade, und einen Witz über Vergewaltigungen.

Stanton schrieb dabei auch über ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle als Opfer/Überlebende einer Vergewaltigung. Außerdem ging sie auf die Schnittmengen von rape culture und der Games-Szene Die daran anschließenden Kommentare unterteilte sie nun nach verschiedenen Kriterien: Zunächst teilte sie unterstützende Kommentare und Gegenmeinungen auf. Als zweites unterschied sie passive von aggressiven Beiträgen, die unbedingt nach einer Antwort gierten. Schließlich ging es um die Frage, ob Informationen geteilt wurden oder persönliche Angriffe vorgetragen wurden.

Speziell ging sie in ihrer Untersuchung auf die unvermeidlichen Trolle ein. In diesem Zusammenhang definierte sie diese als Kommentator_innen, die nichts produktives zur Debatte beitrugen, dafür aber meist aggressiv und persönlich wurden. An den entstandenen Diskussionszweigen beteiligten sie sich selten – während 67 % aller „normalen“ Kommentare Antworten auf andere Kommentare waren, war es bei Trollbeiträgen nur zu 17 % der Fall. Sie richteten sich stattdessen gern gegen die Autorin selbst.

Wolke der meistbenutzten Wörter der normalen Diskussionen

Das sagen die Diskutierenden - Folie via kirbybits.wordpress.com

Wolke der meistbenutzten Wörter der Trolle

Das sagen die Trolle - Folie via kirbybits.wordpress.com

Erstaunliche Unterschiede zeigten sich bei den Inhalten. Trollen ging es fast ausschließlich um rape – Vergewaltigung. Dazu noch ein paar hoffnungsvolle Drohungen (“I hope you get raped” – Ich hoffe, du wirst vergewaltigt) und erstaunlich oft das Wort fat – fett. In den weiteren Diskussionen ging es dagegen deutlich ausgewogener und näher am Thema zu. Stanton lässt die Kommentare unter den entsprechenden Beiträgen inzwischen allerdings nach zwei Wochen schließen. Am Ende seien es immer wieder die gleichen Argumente und das sei einfach ermüdend.

Wer sich von Beleidigungen, ekligen Angeboten und Todesdrohungen gegen Video- und Computerspieler_innen ein Bild machen will: Den alltäglichen Sexismus sammelt inzwischen das neue Blog Fat, Ugly or Slutty.


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Neues aus den Blogs

29. Mai 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 90 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Los geht’s mit 15 Thesen zu Feminismus und Post-Gender, notiert und erdacht von Antje Schrupp. Meine Lieblings-These ist die: “Weibliche Freiheit lässt sich nicht dadurch erreichen, dass Frauen abgeschafft werden.”

Illustration von einem Fluss, in dem der Papst weggetrieben wird.

Gut gefällt uns diese Illu vom Papst, der abtreibt ... Danke an den Mädchenblog!

Gegen ein generisches Maskulinum bzw. die Pauschal-Anrede “Hallo Jungs” bei einem Verteiler von 200 Leuten spricht sich lena aus. Mit was? Mit Recht!

Um eine Veranstaltung in Köln zum Thema “Women and Geek Culture: What seems to be the problem guys?” geht es bei i heart digital life. Und natürlich wurden die feministischen Positionen stark angegriffen.

Gerda bloggt über sexistische Werbung im öffentlichen Raum bzw. über BVG-Straßenbahnen, die mit Bannern für ein Bordell werben. Sie schreibt: “Ich bin der Meinung, solch eine Reklame hat im öffentlichen Raum nichts zu suchen. Sie suggeriert vor allem Kinder und Jugendlichen, dass Frauen Ware sind und Prostitution ‘normal’.”

Entschleierung in Usbekistan ist das Thema von Afrika Wissen Schaft. Ein wissenschaftlicher, höchst interessanter Text – auf Englisch: “The public unveiling showed how public and private sphere belong together.”

Die Neue Presse aus Hannover ärgert Ninia – wegen einer Bildunterschrift, in der Frauen im Gegensatz zu den auch abgebildeten Männern zur mit Eigenschaften wie “die Schlagfertige” im Gegensatz zu “der Kapitän” genannt werden, hat sie einen Brief an die Redaktion geschrieben.

Ryus Hort beschreibt ihre Gefühle auf schwullesbischen Veranstaltungen: “Ohnehin kann ich mit dem modernen ‘Gay’ als Lifestyle wenig anfangen.”

Und dann wurden noch ein paar Termine gebloggt:
Im Missy-Blog geht es um das Rock Camp for Girls Mitte August in Cottbus, für das jetzt die Anmeldefrist begonnen hat.

Um die Genderdebatte im Islam geht es bei einer Berliner Uni-Veranstaltung am 31. Mai.

Der 2. Juni ist internationaler Hurentag, Frankfurter Einrichtungen haben Veranstaltungen geplant.

Auch am 2. Juni findet eine Veranstaltung in Berlin über das Tabu Homosexualität und Fußball statt.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter post(at)maedchenmannschaft.net Bescheid.


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Die Blogschau

17. April 2010 von Barbara
Dieser Text ist Teil 72 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Ganz viel ging es in dieser Woche um die re:publica. Dazu wurde natürlich auch viel gebloggt. Einen ersten Zwischenstand über die Veranstaltungen, an denen wir beteiligt waren, haben wir selbst notiert; über den Sexismus im Chatstream während der Veranstaltung mit Anna Berg, Anne Roth und Klaus Schönberger über eben das berichtet Piratenweib. Darüber schreibt auch Anke Gröner und findet eine gute Zusammenfassung dazu: “Es ist wichtig, das Thema immer wieder auf die Tagesordnung zu bringen. Es ist wichtig klarzumachen, dass dieses Thema eben nicht irgendeine Randgruppenbefindlichkeit ist, sondern uns alle betrifft, nicht nur Frauen, sondern auch Männer.” Mehr über die re:publica hier bei uns.

Um political correctness geht es lantzschi, die lieber von “politische Korrektheit” spricht. Warum das so ist, erklärt sie in ihrem Text. Wunderbar ihr Resumee: “Ich habe in den vergangenen Tagen über Rentner geschimpft und dafür Kritik geerntet. Ich habe über eine alte Wessi-Katholikin geschimpft und dafür Kritik geerntet. In beiden Fällen habe ich also nicht auf meine eigene politische Korrektheit geachtet. In beiden Fällen hatten die Kritiker vielleicht nicht ganz unrecht. In beiden Fällen aber wurde ich kritisiert, weil ich doch dieses Dings da studiere und es besser wissen müsste. Ich bin nicht dieses Dings. Ich bin anders.”

Nicht anders, sondern woanders ist Antje Schrupp. Auch sie nimmt die re:publica zum Ausgang ihrer Überlegungen, und fasst zusammen “Ich interessiere mich generell weniger dafür, was Frauen nicht tun, sondern mehr dafür, was sie tun.”

Einen Eintrag über den Film “Training Rules: No Drinking, No Drugs, No Lesbians.”, der sich mit dem erfolgreichen Frauen-Basketballteam der Pennsylvania State University beschäftigt, gibt es auf queernews.at, deren Trainerin klarmachte: “… dass sie jede Spielerin, die sie für lesbisch hielt oder die mit Lesben befreundet war, sofort aus dem Team eliminieren würde.”

Um Zwangsoperationen in Zusammenhang mit dem gerne provokanten Radio-Moderator Howard Stern und seinem Kleiner-Penis-Contest geht es auf zwischengeschlecht.info.

Dem leidigen Thema Hausarbeit und Partnerschaft hat sich die denkwerkstatt angenommen. Und erinnert sich an das: “‘Du lässt deinen Mann mit ungebügeltem Hemd am Sonntag in die Kirche gehen?’, fällt mir da ein. Das hat eine ehemalige Nachbarin einst meine Mutter gefragt. Im Zustand vollkommen geistiger Klarheit.”

Zwei schöne Fundstücke zum Reizthema “Frauen und Humor, yeah!” gibt es hier: Einmal über die Kabarettistin Anny Hartmann, die auch bei Abtreibung Lacher kriegt. Auch gut ist ihre Nummer “Dicke Frauen im TV“.

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Genderissimi: News from the blogs

27. Februar 2010 von Barbara
Dieser Text ist Teil 49 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Willkommen in der Fastenzeit – aber gebloggt wurde dennoch fleißig.

Der Rücktritt von Bischöfin Margot Käßmann nach der Alkohol-am-Steuer-Tat hat Antje Schrupp zum Nachdenken gebracht: “Die Synode der EKD könnte Käßmann ja einfach wieder wählen.” Um die Frau, die die Evangelische Kirche dringend braucht, zurückzukriegen.

Andere Stimmen von anderen Feministinnen zum Rücktritt von Käßmann hat der Mädchenblog eingesammelt.

Im Missy-Blog geht es um Erinnerungen an das Ruby Tuesday Rock Camp for Girls, das hilft. Damit Mädels nicht nur Flöte spielen. Sondern auch mal Schlagzeug.

Auf dem Väterblog geht nelles einer Frage nach, die vielen auf den Nägeln brennt: “Was einen guten Vater ausmacht”. Da gab es nämlich einen Text auf dem Mütter-Portal NetMoms, mit dem er so seine Schwierigkeiten hat. “Hier wird die Widersprüchlichkeit des Wunschdenkens deutlich: Der Vater muss, die Mutter kann arbeiten, wenn sie möchte. So geht es nicht, meine Damen. Dass auch die Netmoms sehen, dass sie zu hoch gestapelt haben, wird in ihrem Resümee deutlich”.

F.A.Z.-Bloggerin Andrea Diener schreibt in ihrem Blog “Ding und Dinglichkeit” über Frauenzeitschriften, die sie als “Popcorn fürs Hirn” bezeichnet.

Bloggerin sideglance schreibt über ihr erstes Semester im Informatik-Studium – Frau? Informatik? Sie ist ganz guter Dinge und hat gar nicht mal so viele schlechte Erinnerungen: “Das erste Semester hat mich äußerst selten an meinen Exotinnenstatus erinnert.”

Einen queer-feministischen Blick auf Vorratsdatenspeicherung hat iheartdigitallife gebloggt. Genaue Überschrift zum Thema: “Netzpolitik und soziale Gerechtigkeit. Ein queer-feministisch-intersektional inspirierter Blick auf die Themen der digitalen Bürgerrechtsbewegung”.

Und dann erreichten uns noch zwei Stellenausschreibungen:
Die Lesbenberatung Berlin e.V. sucht ab März 2010 ein/e Mitarbeiter_in zur Verstärkung ihres JuLe-Teams! Mehr Infos gibt es hier.

Selbes Haus, anderer Bereich:  Die Lesbenberatung Berlin e.V. sucht ab 01. April 2010 ein_e Mitarbeiter_in für die psychosoziale Arbeit! Mehr Infos gibt es hier.

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Genderissimi: Aus den Feiertags-Blogs

2. Januar 2010 von Barbara
Dieser Text ist Teil 23 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Es war eine ruhige Woche, die Woche zwischen den Jahren. Und doch wurde auch gebloggt, zum Beispiel zu diesen Themen:

Im Mädchenblog geht es um XL-Frauenparkplätze in China. Die größer sind als die normalen, denn hey, warum Frauen nicht einparken können, das wird dort einfach mit weil sie nicht genügend Platz haben beantwortet.

Zum Nachdenken regt die Geschichte hinter dem Foto der Frau mit Pelzmantel auf anders-anziehen an: Die musste erst ihren Sohn fragen, ob sie einer Online-Publizierung zustimmen soll. Hoffentlich aus technischer Un-Erfahrenheit.

Noch mal über die neue, modellose Brigitte geht es auf dem Moderne Mädchen-Blog:

Auch wenn die Kombi aus saisonal wiederkehrenden Einrichtungstipps, Modestrecken und Betroffenheitsreportagen wenig innovativ ist, setzt “Mode ohne Models” doch immerhin ein Signal im Einheitsbrei der Frauenzeitschriften. Und dass Brigitte plötzlich feministisch und revolutionär wird – nur weil sie nette Damen von nebenan zeigen – war vermutlich nie geplant.

Und ein wenig Zukunftsmusik gibt es hier: Auf der Spielfeldschnitte wird das erste Fußball-Begleitalbum für Frauen präsentiert. Mit nicht abgedroschenen Hits. Hört hört!

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Gut gebloggt, Löwinnen und Löwen!

26. September 2009 von Barbara
Dieser Text ist Teil 10 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

In der Woche vor dem Wahlsonntag wird besonders und hauptsächlich und viel über die Piratenpartei gebloggt. Dazu hatten wir ja auch schon berichtet, inkl. einiger interessanten Diskussionen könnt ihr hier dazu weiterlesen. Auch i heart digital life hat darüber gebloggt, alle Fragen rund um die Piratenpartei noch mal zusammengestellt.

“Indirekt hatten Sie zu Millionen Menschen Sexualkontakt” – darüber hat die diestandard.at geschrieben, die Diskussion haben wir auch weiter verfolgt.

Dass es gar nicht so schön ist, dass Suchmaschinen ihren Blog auch mit Porno und Sex und so verknüpfen, darüber hat die stadtpiratin nachgedacht.

Dass Frauen nicht die besseren Kapitalistinnen sein müssen, das behandelt ein Text auf dem Väterblog. Zitiert wird ein Interview aus dem Standard mit der Sozialogin Christa Wichterich. Die Gretchen-Frage “Wäre der Crash auch gekommen, wenn die Lehman-Brothers Sisters gewesen wären?” ist dabei zentral.

Dass das nicht stimmen muss -  “Barcamps: Nichts für Frauen und Geisteswissenschaftler? – beschreibt Nina Theofel bei beziehungsweise. Sie war auf einem Barcamp – und meint, wer twittert, kann auch auf einer solchen Veranstaltung gut bestehen. Denn: “Auf einem Barcamp geht es darum, in einer offenen Umgebung voneinander zu lernen.”

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Aus den Blogs

12. September 2009 von Barbara
Dieser Text ist Teil 8 von 143 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Eine erschütternde Nachricht bringt dieStandard.at: Fortpflanzung gilt als Todesursache Nummer eins bei Frauen, so eine Studie der Weltgesundheitsorganisation. “Schwangerschaft, Entbindung und Abtreibung (“maternal conditions”) sind weltweit die häufigsten Todesursachen bei jungen Frauen.”

Im Mädchenblog macht sich leonie Gedanken über die Piratenpartei und deren Frauenpolitik: “Diese Partei scheint zwar unsere Wünsche nach Anonymität und Datenschutz im Netz zu befriedigen, mit Frauenpolitik ist es aber weit hergeholt.” Auch Antje Schrupp hatte sich dazu Gedanken gemacht.

In Sinamore’s Blog über den Alltag einer Sexarbeiterin wird über Körperempfinden nachgedacht. “Habe ich überhaupt eine Chance gegenüber all den perfekten, dünnen Models? Wird jemand bereit sein, so viel für eine Frau wie mich hinzublättern, die im Gegensatz dazu regelrecht fett ist? Die Antwort kam ziemlich schnell: Ja, und wie!”

Dass man nicht nur online, sondern auch offline feministisch Interessantes findet, erfährt man im Blog vom Missy Magazine: Dort steht der Hinweis, dass Maria Sveland, Autorin von “Bitterfotze“, am 28. September in Hamburg liest.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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The Bobs, not the Boobs

5. Juni 2009 von Barbara

Alle haben einen BOB Award 2008 gewonnen! Foto: Deutsche Welle

Diese Woche fand in Bonn das Global Media Forum der Deutschen Welle statt. Im Rahmen dieser Konferenz nahm ich gestern den BOB Award für die Mädchenmannschaft entgegen – diesen Preis haben wir 2008 in der Kategorie „Best Weblog German“ gewonnen. Die Preisverleihung war sehr beeindruckend, besonders deswegen, weil da wirklich großartige internationale Blogs und die Leute, die sie machen, ausgezeichnet wurden.

Da war etwa die Iranerin Naazli Farokhi, die mit ihrem persischsprachigen Blog über die Frauenrechtsprobleme (die Probleme haben wir auch hier und hier geschildert) im Iran berichtet. Und dabei natürlich Gefahr läuft, verhaftet zu werden. Bei der Verleihung sprach sie von vier ihrer Mitbloggerinnen, die bereits eingesperrt wurden. Auf ihrem Blog findet sich auch eine Petition unter www.we-change.org, über die Stimmen gesammelt werden, um die schwierige Situation für Frauen im Iran zu verbessern.

Aufgrund der politischen Situation in China konnten Liu Xiaoyuan, Anwalt, und Zeng Jinyan, deren Mann aufgrund seines Kampfes für die Menschenrechte im Gefängnis sitzt, nicht kommen. Trotz der internationalen Auszeichnung ihrer Blogs bekamen beide keine Ausreiseerlaubnis und schickten deshalb Videobotschaften. Ebenso Yoani Sanchez aus Kuba. Ihr Weblog ist das „Best Weblog 2008“. Ein einzigartiger Bericht über das Leben ihrer Generation auf Kuba. In ihrer Preisrede wurde übrigens erwähnt, dass online sein auf Kuba gar nicht leicht ist. Es gibt kaum Verbindungen, und eine Stunde im Internetcafé zu surfen kostet etwa ein Drittel eines Monatseinkommens. Yoani Sanchez selbst ist also eine Blogqueen ohne eigenen Internetzugang. Informationen über alle Gewinnerblogs und die Leute dahinter plus ausführliche Informationen finden sich auf der Website der Deutschen Welle.

Ein BOB Award für die Mädchenmannschaft. Foto: Deutsche Welle

Toll sind aber auch alle anderen Blogs, der brasilianische “Dear Reader” von Rosana Herman (von ihr kommt der Schwank, dass sie stolz über die Auszeichnung der Bobs voller Unglauben gefragt wurde, “wieso, deine Brüste – Boobs – sind doch gar nicht so groß”), der US-amerikanische “Party Time” von Nancy Watzman, der spanische, der ägyptische, der indonesische, der russische Podcast, und und und. Ich bin sehr stolz darauf, dass unser Blog einen BOB Award gewonnen hat!


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