Einträge mit dem Tag ‘Bloggerinnen’


“Ich bin es leid, möglichst viel von meinem Körper zu verstecken”

13. Mai 2014 von Magda
Dieser Text ist Teil 25 von 31 der Serie (Mein) Fett ist politisch

Alex kommt aus dem Ruhrgebiet, lebt zur Zeit in Heidelberg und besucht seit März eine Modeschule in Mannheim, um Mode­designerin zu werden. Nebenbei bloggt sie auf ihrem Blog Some Girls Are Bigger Than Others, auf dem es um Plus Size Fashion und Fat Acceptance geht. Auf der Mädchenmannschaft durften wir im letzten Jahr ihren kritischen Artikel zu der Mode-Fernseh­sendung Shopping Queen veröffentlichen. Mit Alex sprach ich über Plus Size Mode, mangelnde Repräsentation von dicken Menschen in der Mode­industrie und inspirierende dicke Bloggerinnen.

Zu Mode und Shopping fallen mir als Modefan mit Größe 46/48 so einige Anekdoten ein – viele davon ganz schön nervig. Wie sieht’s bei dir aus?

miss templeMode hat für mich lange Zeit vor allem eines bedeutet: Frust. Als dicker Teenager in den 90ern gab es praktisch nichts, was mir wirklich gefallen hat. Ich habe oft zu schlabberigen Shirts und Jeans gegriffen. Eine Weile habe ich praktisch in einem riesigen schwarzen Kapuzen­pulli gelebt. Erst im Netz fand ich Dinge, die mir gefallen haben. In die Stadt zu fahren und dort zu stöbern, etwas anzuprobieren und es dann zu kaufen, ist fast nicht möglich. Hier in der Innenstadt gibt es nur drei Geschäfte, die in größerem Umfang meine Größe führen. Deprimierend, oder?

Mittlerweile heißt Klamotten zu shoppen zum Glück nicht mehr nur Frust. Online sieht es mittler­weile wesentlich besser aus. Es gibt ein paar aus­gesuchte Shops, die teil­weise richtig aktuelle Mode anbieten, wenn auch für meinen Geschmack oft nicht zeitnah genug und häufig (vor allem in Deutschland) werden Trends zwar auf­gegriffen und beworben, aber sind in der Umsetzung so zahm und angepasst, dass sie eigentlich nichts mehr mit dem ursprüng­lichen Thema zu tun haben. Es ist schon besser geworden, aber wir haben immer noch einen weiten Weg vor uns.

Dank des jahrelangen Darbens bin ich übrigens mittler­weile zu einer Art Kleider­drachen mutiert und sitze auf vielen geliebten Kleidungs­stücken, die ich wie einen Schatz horte.

Deine Liebe zu Mode hat dich und andere Bloggerinnen dazu veranlasst, die Fatty Fashion Fun Challenge ins Leben zu rufen, wo Menschen ab Größe 46 jeden Monat zu einem anderen Thema Fotos von sich und ihren Lieblings­outfits online stellen können. Ich verstehe solche Aktionen auch als Reaktion auf eine Modeindustrie, die sich nur für bestimmte Körper interessiert. Getreu dem Motto: Wenn die Mode­industrie uns nicht repräsentiert, machen wir das einfach selbst. Was hat dich dazu bewegt, dich trotzdem in das Feld Mode zu bewegen, obwohl wir oft nicht mit­gedacht werden?

FFFC_HeaderIch glaube, ich war es irgend­wann einfach leid, dass ich kaum schöne Kleidung gefunden habe und dass von mir als dicke Frau erwartet wird in Sack und Asche zu gehen und möglichst viel von meinem Körper zu verstecken. Oder mich zumindest möglichst “vorteilhaft” zu kleiden.

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Samstagabendsoul und Poetry Slam mit Ninia La Grande

25. Januar 2014 von Magda

Ninia Binias alias Ninia La Grande kann so gut wie alles: schreiben, slammen, singen, social media. Es ist gar nicht so einfach, einen Poetry Slam von ihr auszusuchen, denn auf YouTube gibt’s Dutzende. Der folgende hat’s mir angetan: “Wüsst’ ich’s”.

Mehr über Ninias künstlerische Arbeit und ihre Gedanken erfahrt ihr auf ihrem Blog, auf ihrer Facebookseite oder auf Twitter.


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I Started A Blog And All I Got Was This Lousy T-Shirt

19. August 2013 von Anna-Sarah

Shirts mit irgendwelchen Sprüchen und Slogans drauf können ja eine prima Sache sein. Ich kann damit etwas, das mich bewegt, zum Ausdruck bringen, mich der Welt als Person mit bestimmten Vorlieben oder Ansichten präsentieren, kann zeigen was ich wichtig finde und wer ich bin. Wenn ich also z.B. mit jemandem aus der Digital Bohème romantisch involviert bin, kann ich das – sofern ich irgendwas zwischen Größe 34 und 42 trage – mit dem passenden C&A-Oberteil zeigen. Top.

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Screenshot vom C&A-Onlineshop

An der Aussage “I’m in love with a blogger” ist ja auch so erstmal nichts Schlimmes dran. Verliebt in eine_n Blogger_in, why not? Ich selbst kenne so einige Bloggerinnen, die zu den hinreißendsten Menschen gehören die ich je getroffen habe. Und was ich so wichtig finde, dass ich es der Welt qua T-Shirt-Aufdruck über mich mitteilen möchte, ist ja auch erstmal meine Sache.

Es überrascht wenig, dass man bei C&A dasselbe Motiv in der Männerabteilung vergebens sucht. Denn es ist weder sonderlich spannend noch identitätsstiftend, in wen so ein Typ verliebt ist, da interessieren mehr Musikgeschmack oder bevorzugte Sportart, das sagt doch viel mehr über den Menschen als solchen aus. Außerdem zeigen heterosexuelle Männer – alle anderen sind ja nunmal Minderheit und daher marketingtechnisch vernachlässigbar – bekanntlich ihre Gefühle  nicht  gern so direkt – die machen das eher  subtil, mittels objektifizierter Frauenkörper(teile), das ist aber wertschätzend gemeint. Und weil Frauen sich für Computer nicht so interessieren,  gibt es bestimmt eh nur ganz wenige Bloggerinnen, geschweigedenn solche, in die man(n) sich verlieben könnte…

Außerdem, mal ehrlich: Also klar, “Blogger”, im Englischen ist das geschlechterübergreifend, und außerdem generisches Maskulinum – aber so’n bisschen missverständlich ist das vielleicht doch, wenn so ein Typ sich “I’m in love with a blogger” auf die Brust schreibt, hihi, und das lassen wir dann vielleicht lieber mal, das kommt bei der Kundschaft wohl nicht so gut an.  Androzentrisch und heterosexistisch ist das Shirt und die Tatsache, an wen es (nicht) vermarktet wird, allerdings null, denn wie gesagt, “Blogger” kann ja auch Bloggerin heißen, also da sind keinesfalls nur heterosexuelle Frauen mitgedacht!

Frauen, klar, die definieren sich schon viel über ihre Männerbeziehungen – Tochter des, Freundin von und so. Und wenn der Lover einen coolen Job hat oder ein Hobby, das was hermacht, das ist ja auch ein Statussymbol und sagt etwas über den Wert seiner Partnerin aus.  Und natürlich sind Blogger cool! Und natürlich ist für Frauen Liebe ganz ganz wichtig.

Übrigens im C&A-Frauensortiment nicht auffindbar: ein Shirt mit der Aufschrift “I’m a blogger” oder meinetwegen “I’m in love with my blog”. Aber ich versteh das schon, Frauen bloggen eben kaum, und es ist natürlich auch wesentlich interessanter, in wen eine Frau verknallt ist als was sie selbst so macht – und außerdem, was, über das eine Frau bloggt, sollte wohl so spannend sein, dass sie damit auf einem Shirt hausieren gehen wollen würde? Das ist jetzt einfach eine Beobachtung, mit Sexismus hat das nichts zu tun .

Ich persönlich habe eigentlich – abgesehen von den vermutlich skandalösen Produktionsbedingungen – gar nichts einzuwenden gegen dieses Shirt, im Gegenteil: Ich überlege, es meinem Boyfriend zu schenken.


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Was ist eigentlich “normal” – am Beispiel von #609060 und Brigitte

5. September 2012 von Helga

Neuer Chef und alte Leier: Die Brigitte könnte demnächst wieder zu Profi-Models zurückkehren. Von der 2009 angekündigten “Revolution” war bereits nach wenigen Wochen Schluss, als Leserinnen empfohlen bekamen, Weihnachten möglichst spaßfrei zu verbringen. Um bloß nicht zuzunehmen. Soviel zu mehr Vielfalt, aber von der war sowieso nicht viel zu sehen. Profis waren eure Models nicht, aber immer noch weiß, jung, schlank, etwas sportlich, aber nicht zu sehr. Ihr nanntet das “normal”.

Diese Frage stellen sich seit einiger Zeit im Internet auch viele Menschen. Im August begann Journelle, Fotos von sich in Oberbekleidung bei Instagram und Facebook hochzuladen – als Gegenentwurf zu den photogeshoppten Bildern, die tagtäglich auf uns einprasseln. Andere Bloggerinnen und ein Blogger “machten mit” (eine konkrete Aufforderung zum Auffordern gab es nicht) und markieren die Bilder und Tweets mit dem Zahlendreher #609060. Inzwischen ist daraus eine breite Diskussion geworden, die sich leider auf die Verwendung des Wortes “normal” konzentriert. Denn die meisten, die mitmachen, sind immer noch recht nah dran an Schönheitsidealen.

Dabei kommt schon quasi gebetsmühlenartig: Anders als bei Brigitte, bei denen eine Moderedaktion Models und Kleidung aussucht, könne hier jede_r einfach so mitmachen. Tun aber viele nicht. Die Frage nach dem “Warum” stieß birtona schon einmal an, die Antworten waren leider übersichtlich. Anke Gröner verwies darauf, dass Bilder dicker Menschen auch auf Seiten landen, die sich in Haß und Lästerei ergießen. Nur weil es außer einer Kamera und Internetzugang keine offensichtlichen Hürden gibt mitzumachen, heißt es noch lange nicht, dass keine da sind.

Denn je weiter entfernt Menschen vom Schönheitsideal sind, umso mehr Kritik müssen sie einstecken, wenn sie sich der Öffentlichkeit aussetzen. Allein die Erwähnung eines Modeblogs für Kopftuchträgerinnen reicht aus, eine generelle Debatte auszulösen, ob alle muslimischen Frauen unterdrückt sind. Alte und behinderte Menschen gelten immer noch als “eklig“, wie der Haspa-Skandal zeigte. Wundert es da wirklich jemanden, wenn eine Kopftuchträgerin sich das nicht nur einmal, sondern zehnmal überlegt und am Ende doch nicht mitmacht? Weil ihr vermutlich gleich noch eine Debatte über “den Islam an sich” aufgedrückt würde und sie vielleicht sogar beschimpft und bedroht werden würde? Weil ihr Foto nicht einfach das einer “normalen Frau” wäre.

Deswegen greift “macht doch einfach mit” zu kurz. Was es braucht, ist die Anerkennung möglicher Probleme, Bedenken und Zugangshürden. Und die Versicherung, dem vorzubeugen und zu helfen. Ganz verhindern lassen sich Anschuldigungen und Beleidigungen leider nicht, aber man kann zumindest vorher signalisieren, den Betroffenen beizustehen. Wenn dann immer noch Menschen nicht mitmachen wollen, zeigt es vor allem eins: Das noch lange nicht alle “normal” sind.

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Kommentarhinweis: Auch hier gilt natürlich, beim Thema zu bleiben und das ist weder die Frage ob alle muslimischen Frauen unterdrückt werden oder behinderte Menschen doch eklig sind. Derartige Kommentare werden nicht freigeschaltet.


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Mitschreiben auf der Mädchenmannschaft

12. Juni 2012 von der Mädchenmannschaft

Die Mädchenmannschaft ist in den letzten Jahren immer mehr gewachsen und vereint eine Vielzahl an Blogger_innen, die das Blog als Redaktionsmitglied, Kolumnist_in oder Gastautor_in seit nunmehr fast fünf Jahren zu einem lebendigen Ort der Diskussion, des Austauschs und der Kritik machen.

Damit wir weiterhin bloggen können, dass die Socken qualmen, suchen wir nun schreibwütige und kritische Blogger_innen, die Lust haben, bei uns mitzuschreiben. Denn: Mehr flinke Finger und kluge Köpfe heisst auch noch interessanterer Inhalt und kritischer Austausch.

Was uns wichtig ist, wenn du bei uns mitschreibst, haben wir unter “Mitschreiben?” aufgeschrieben. Was wünschen wir uns außerdem von dir?

  • Zeit

Wir recherchieren, bloggen, moderieren, planen und diskutieren. Auch wenn wir dies ehrenamtlich tun: Ein paar Stunden Zeit in der Woche sollten wir alle mitbringen. Aber keine Angst: Du wirst nicht gleich in die Redaktionsarbeit reingeworfen. Beschnupper-Zeit ist genug vorhanden und wie viel du arbeiten kannst, entscheidest ja letztendlich du!

  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit

Da wir jeden Tag Texte publizieren und in einem internen E-Mail-Verteiler kommunizieren, wäre es gut, wenn du mehrmals in der Woche deine E-Mails checkst und viel Lust auf Arbeit in einer (virtuell organisierten) Gruppe mitbringst.

  • Lust auf Austausch und Kritik

Diskutieren, Argumente austauschen, kritisieren und kritisiert werden gehören zum Bloggen dazu. Du solltest also etwas Lust für Diskussionen mitbringen, denn die Blogger_innen sind zunächst einmal für die Moderation ihrer eigenen Texte verantwortlich.

  • Ideen und Interessen

Cool ist es, wenn du bereits weißt, über welche Themen du bloggen möchtest, sehr gerne insbesondere über Themen und Perspektiven, die bisher auf der Mädchenmannschaft zu kurz kommen. Ob zu tagesaktueller Politik in Deutschland, Sexarbeit, Trans*politik, die Verschränkungen von Geschlecht und Alter(sdiskriminierung), Behinderungen, Rassismus, Ökonomie(kritik) oder, oder, oder… – wir sind gepannt auf deine Vorschläge!

Da die meisten der Blogger_innen der Mädchenmannschaft zwischen 25 und 35 sind, freuen wir uns insbesondere über Zuschriften von Menschen, die jünger sind (auch wenn du noch nicht so viel Schreiberfahrung hast) oder älter als 35 sind.

Falls du Lust auf Mitarbeit oder Fragen an uns hast, schreib’ an post(at)maedchenmannschaft.net. Bitte erzähle kurz etwas über dich, deine Interessenschwerpunkte und wie du dir die Mitarbeit bei uns vorstellst.

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Gesucht: Blogger_innen für ein Geekfeministisches Blog

28. März 2012 von Gastautor_in

Melanie studiert technische Informatik und füllt seit mittlerweile drei Jahren ihr Blog side-glance mit Erfahrungen und Gedanken zum Thema Frauen in der IT/Informatik. In dieser Zeit hat sie sich mal mehr und mal weniger intensiv mit feministischen Themen auseinandergesetzt. Sie hat bereits eine Ausbildung absolviert und mehrere Jahre sowohl in der IT-Branche, als auch als Systemadministratorin gearbeitet. Nun sucht Melanie Interessierte, die mit ihr an einem geekfeministischen Blog arbeiten möchten.

Über Twitter habe ich letzte Woche spontan verkündet, dass ich vor habe ein geekfeministisches Blog zu gründen, da mir mein eigenes Blog nicht mehr reicht und ich mich gerne auf dem Gebiet weiter entwickeln möchte. Seit einiger Zeit gibt es Geekfeminism.org und ich wünsche mir mehr deutschsprachige Blogs zu diesem Thema.

Hierzu suche ich derzeit Mitsteiter_innen die es sich vorstellen könnten, im Team oder als (ggf. anonym) Gastblogger_in mitzumachen. Außerdem nehme ich gerne zahlreichen Ideen für Namen, Hosting, Sponsoring, Inhalte, Design und und und entgegen. Ihr könnt euch daher gerne hier in Form von Kommentaren äußern, mir eine Mail schreiben oder euch auf die Mailingliste eintragen und euch dort mit Ideen vorstellen. Derzeit befinden sich inklusive mir bereits 16 interessierte Menschen auf der Liste. Da es mir aber darum geht, möglichst viele einzufangen die sich mit dem Thema auseinandersetzen, kommt bitte dazu und nennt mir am Besten möglichst konkret:

  • was ihr euch inhaltlich vorstellt
  • in welcher Art/warum ihr euch als Geek-Feminist_in versteht
  • welche Form der Mitarbeit euch vorschwebt (ob ihr euch vorstellen könntet in einem Kernteam mitzumachen, ob ihr Gastbeiträge liefern wollt, erstmal zuschauen und später dazukommen, Ideengeber_in sein, optisch was (mit)gestalten oder oder oder…)

Meinen Beitrag dazu könnt ihr nach dem Registrieren auf der Liste im Archiv (https://netzguerilla.net/mailman/private/femgeeks/) nachlesen.


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Jetzt vorschlagen: Die Bloggerin des Jahres 2011!

30. November 2011 von Maedchenmannschaft e.V.

Bloggermädchen 2011 Auch in diesem Jahr haben wieder viele tolle Bloggerinnen “im Netz” gegen all den Kram, der auch das nichtvirtuelle Leben manchmal ganz schön schwer macht, angeschrieben und auf ganz verschiedene Art und Weise digitale Räume geschaffen, in denen wir uns gern aufhalten, uns austauschen, vernetzen oder unterstützen, in denen wir Spaß haben, auf gute Ideen kommen, schöne Dinge entdecken oder praktische Tipps finden. Einige solcher Blogs stellen wir hier immer mal wieder vor, z.B. in unserer Rubrik WWW Girls. Ihr kennt aber garantiert noch viel mehr tolle Bloggerinnen. Und so suchen wir auch in diesem Jahr wieder das

Bloggermädchen des Jahres!

2009 machte Frau Liebe knapp vor Anne Roth das Rennen, den dritten Platz teilten sich Das Mädchenblog und Frl. Zucker.  2010 verlieht ihr die Auszeichnung an Kathrin von Drüberleben, auf dem zweiten und dritten Platz landeten Anke Gröner und Antje Schrupp.

Und 2011? Wie in den vergangenen zwei Jahren seid jetzt ihr gefragt, liebe Leser_innen: Welche Blogs aus dem deutschsprachigen Raum lest ihr gerne und regelmäßig? Welche ist eure Bloggerin des Jahres? Ab sofort und bis zum 31. Dezember, 12:00 Uhr könnt ihr sie hier in den Kommentaren vorschlagen (bitte nur 1x) und begründen, warum sie nominiert werden sollte. Die Abstimmung folgt dann im Januar 2012.

Viel Spaß!

Eure Mädchenmannschaft


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Feministinnen von der Web-Stange: Blogschau zum Wochenende

18. Juni 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 116 von 260 der Serie Die Blogschau

Zum Blogthema der Woche, dem „Amina-Hoax“, schreiben Nadia Shehadeh bei Philibuster und Katharina beim Schafott.

Der „Elektrische Reporter“ beschäftigt sich mit dem Thema Männer und Frauen im Netz … na ja oder fast. Quoten braucht es nicht, die Mädchenmannschaft landet an der Kleiderstange und sonst ist auch alles super. Antje Schrupp, Annalist und liva2lox verdrehen die Augen. Das ungeschnittene Interview mit Anke Domscheit-Berg, die in dem Beitrag zu Wort kommt, gibt es übrigens hier zu sehen.

Gerda knows ít better hat in der Berliner Zeitung über die „Macht der Frauen“ gelesen und ist entsetzt.

Kopfweh statt Rausch hat „Between the Lines“ gesehen, einen Film über Hjira, das „dritte Geschlecht Indiens“.

Bei Jens Scholz gibt es eine kleine Lingustiklektion zu “Polyamory”.

Über eine Veranstaltung der Jusos Bonn mit einer Delegation von jungen Frauen aus Israel und Palästina im Frauenmuseum Bonn berichtet der Rheinsalon.

Das Missy Magazine erinnert an die Courage, ein feministisches Zeitungskollektivprojekt: Die erste Nummer erschien vor 35 Jahren, am 17. Juni 1976. 1984 wurde die Courage wieder eingestellt.

Abschließend noch ein Veranstaltungshinweis, ebenfalls bei den Missys, die auf das Sommercamp des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) für Schülerinnen hinweisen: Handy-App selbstgemacht!


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“Sockenstricken ist eine deutsche Spezialität”

19. April 2011 von Anna

Das Wort “Strickblog” hat sich unter Menschen, die bloggen, Blogs lesen und/oder viel über Blogs sprechen in den letzten Jahren zu einem Synonym für vieles entwickelt. Meist soll damit die Irrelevanz eines Themas oder eines ganzen “Bloggenres” ausgedrückt werden. Warum ausgerechnet die Strickblogs zu diesem Symbol wurden lässt sich nicht eindeutig klären. Sicherlich ist ein Grund, dass es sich dabei um so genannte Hobbyblogs handelt. Ein weiterer Grund könnte sein, dass Strickblogs meist von Frauen betrieben werden. Nicht, weil irgendwo ein böser Mann sitzt und beschlossen hat, dass ab heute alle von Frauen betrieben Blogs nicht wichtig seien. Sondern weil auch in der digitalen Welt die gleichen Mechanismen greifen wie im analogen Leben. Wenn man sich klar macht, dass das digitale Leben kein Paralleluniversum sondern eben ein Abbild bzw ein Teil des “richtigen” Lebens ist, ist es auch durchaus logisch, dass hier die gleichen Strukturen greifen. Genauso, wie die meisten der “typischen Frauenberufe” entweder schlechter bezahlt sind und/oder ein geringeres Ansehen in der Gesellschaft genießen, sind es die “typischen Frauenblogs”, die sich zum Synonym für Irrelevanz entwickelt haben. Und nicht die Blogs irgend eines anderen, männlich konnotierten Hobbys.

Aber wer steckt überhaupt hinter den Strickblogs? Diese Frage stellte sich auch dctp.tv und lud im Rahmen der “Meinungsmacher” Reihe eine Strickbloggerin zum Gespräch. Philip Banse spricht eine knappe halbe Stunde lang mit Anne Alter. Sie betreibt als knitting anarchist den Blog My Stash and I – Die Wolle und ich. Die Beiden reden über’s Bloggen, über die Strickerinnenszene, über Stricktreffs, über Wollverarbeitung, über das Image der Strickblogs in Deutschland und in den USA, darüber, ob Frauen anders bloggen als Männer und über stricken im öffentlichen Raum.

Viel Spaß!


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re:publica 2011 – ein feministischer Rückblick

19. April 2011 von Magda

Vom 13. bis 15. April 2011 fand die diesjährige Blogger_innen-Kon­ferenz re:publica statt, für die wir bereits im Vor­feld interessante Teilnehmer­innen und ihre Panels vorstellten. Vielen fiel mehr oder weniger erfreut auf: (Cyber-)Feministische Themen waren auf dieser re:publica präsent.

Ein kurzes Fazit: Ja, der Frauenanteil der Vortragenden auf der re:publica war wohl höher als im letzten Jahr – im­mer wieder schwirrte die Zahl 30% durch den Raum. Anne Roth hat noch einmal nach­gezählt und kam auf rund 27% Speakerinnen-Anteil. Trotzdem hatten viele Besucher_­innen das Ge­fühl, es herrsche ein Über­schuss an “Frauen- und Feminismus“-Themen. Und das, obwohl nur insgesamt 14 Redner­innen dezidiert fe­ministische Themen be­handelten. So wird deutlich: Um Quantität geht es gar nicht. Es nerven die Frauen, die über feministische Themen sprechen.

Inklusion und Pluralismus lassen sich allerdings nicht nur in Zah­len messen: Eine Ver­anstaltung, auf der sich über das Gewicht einer Speakerin lustig gemacht wird, auf der mehrmals die Frage aufkommt, was Shitstorms mit Feminismus zu tun haben und Frauen sich anhören müssen, dass (alle!) ihre Panels einen negativen Eindruck hinterlassen haben, wirkt auf po­tentielle In­teressent­innen, die kritische Beiträge bei der nächsten re:publica an­bieten möchten, viel­leicht nicht wahn­sinnig attraktiv. Eine Blogger_­innen-Konferenz, die für viele unerschwinglich ist und keine (offizielle) Kin­der­be­treuung anbietet, ist auch nicht für alle gleichermaßen zugänglich. Zah­len sind also das eine; an inklusiven Struk­turen muss darüber hi­naus ge­werkelt werden.

Bei aller Kritik ist zu vermerken, dass die Veranstalter_­innen (allen voran wohl Anne Wizorek) sich bemühten, ein paar grandiose Speaker­innen auf die Büh­ne des Frie­d­rich­­stadtpalasts zu bringen – u.a. die US-amerikanische feministische Aktivistin Jaclyn Friedman und die ägyptische Aktivistin Noah Atef.

Nach dem Klick findet ihr eine Reihe an Links zu Blogeinträgen, Videos, Interviews und Live­mit­schnitten von der re:publica 2011. Und obwohl wir so gerne Bullshit Bingo spielen, sehe ich davon ab, auf sexistische oder einfach nur strunz­dumme Blog­einträge zu ver­linken. (mehr …)


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