Einträge mit dem Tag ‘Bielefeld’


Aktionstage Gesellschaft_Macht_Geschlecht in Bielefeld

24. November 2015 von Charlott

10472590_1669848116629235_1989364635885224439_o Bereits seit gestern laufen in Bielefeld die Aktionstage Gesellschaft_Macht_Geschlecht. Noch bis einschließlich Samstag werden Workshops, Vorträge, Filmvorführungen und eine Gender Trouble Party geboten. Nich nur decken die Filme (Kairo 678, Hêvî, Vessel) unterschiedliche feministische Fragestellungen ab, auch in den Workshops und Voträgen geht es um diverse Perspektiven, Analysen und Ansätze. Die Organisator_innen hoffen mit dem Programm „Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen, Zwänge aufzubrechen und selbstbestimmtes Leben zu fördern“. Am Freitag habt ihr die Möglichkeit gleich zwei Mädchenmannschafts-Autorinnen zu Gehör zu bekommen:

Von 14 bis 16 Uhr wird Magda den Workshop „Do It The Fat Way! Handlungsstrategien entwickeln, Kraft tanken“ leiten (Achtung, neuer Titel!). Dazu heißt es in der Ankündigung:

Die Diskriminierung und die Abwertung von Menschen, deren Körper nicht den gesellschaftlichen Normen entsprechen, erfährt (wieder) etwas mehr Aufmerksamkeit in linken und queer-feministischen Kreisen. Eine Reihe von Aktivist_innen geben Workshops, halten Vorträge, bloggen, twittern, basteln Zines oder diskutieren unermüdlich über Dickenfeindlichkeit und andere damit verknüpfte Diskriminierungen. Wir diskutieren was Dickendiskriminierung im Alltag, in der Arbeitswelt, beim Sport oder im Gesundheitsbereich für Auswirkungen hat. Das kann überwältigend sein und Kraft kosten. Das kann traurig und wütend machen. Und manchmal fühlt mensch sich machtlos. Deshalb wollen wir uns in diesem Workshop auf unsere Möglichkeiten besinnen. Wie können wir uns selbst und andere unterstützen? In welchen Momenten fühlst du dich stark, was spendet Kraft? Das Ziel des Kurzworkshops ist es erste Handlungsstrategien zu entwickeln und uns unserer Handlungsmacht bewusster zu werden. Auf Grund der Kürze der Zeit setzen wir gemeinsam erste Impulse, die im Alltag selbst weiterentwickelt werden können.

Von 18 bis 20 Uhr spricht Hannah dann zu „Inklusion und Gender„:

Häufig wird Inklusion zum Thema von Behinderten gemacht, ohne den Inklusionsbegriff als einen Zustand zu benennen, der alle Personen_Gruppen meint. Was für eine Rolle dabei Gender und Sichtbarkeit spielen, und wie sich neben Sichtbarkeit auch Gefahr finden lässt, beschreibt Hannah C. Rosenblatt.

Ein Programmheft für die gesamte Woche kann auf der Webseite des AStA der Universität Bielfeld runtergeladne werden.


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Nazi-Drill im Kindercamp, kein Raum für Trauer – kurz verlinkt

5. November 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 300 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Heidi Benneckenstein stammt aus einer Familie von treuen Nazis, als Kind wurde sie in geheimen Lagern gedrillt. Ihre früheren Kameraden zündeln heute bei NPD und Pegida. Heidi Benneckenstein hat sich anders entschieden und stieg aus. Eine Reportage der ZEIT berichtet über ihren Werdegang und Nazi-Strukturen in Deutschland (Hinweis: Der Beitrag enthält rassistische Begriffe.)

Das Bielefelder Magazin weird wird dieser Tage 8 – genauso wie übrigens die Mädchenmannschaft, juchu! Zu diesem Anlass erschien eine Jubiläumsausgabe. Happy Birthday!

In DieStandard schreibt Brigitte Theissl über Fat Aktivismus im deutschsprachigen Raum – mit dabei sind auch Hengameh und Magda sowie die in Wien lebende Künstlerin Julischka Stengele.

Dr. Yasemin Shooman ist Historikerin und leitet die Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin und verantwortet dabei die Programme »Migration und Diversität« sowie das Jüdisch-Islamische Forum der Akademie. Auf ufuq.de kann mensch ihren Kommentar zur Diskussion um das Tragen des Kopftuchs im öffentlichen Dienst lesen: “Mein Kopf gehört mir.”

Englischsprachige Links

Nach dem Tod einer nahen Person erwartet das Umfeld oft ein „schnelles Vorankommen“, ein Weiterleben. Kiran Sidhu spricht im The Guardian über den Tod ihrer Mutter: „Our inability to talk about death has left us ill-equipped to talk about grief.“

Das neue kanadische Kabinett wurde vorgestellt und es besteht aus 15 Ministern und 15 Ministerinnen. Huffington Post stellt die Ministerinnen vor, u.a. Jody Wilson-Raybould, die erste indigene Justizministerin Kanadas.

Termine in Berlin, Bremen, Karslruhe, Recklinghausen:

7. November, Berlin: Veranstaltung zu Repressionen von Aktivist_innen, die an den Gegenprotesten zum „Marsch für das Leben“ teilgenommen haben.

Ebenfalls 7. November, Recklinghausen: Feminismus im Pott feiert Geburtstag und sammelt gleichzeitig Spenden für gute Zwecke.

Am 8. November in Karlsruhe: Vortrag des Vereins „Dritte Option“ , der aktuell für einen dritten Geschlechtseintrag „inter/divers“ klagt. Die Veranstaltung in Karlsruhe wird von 20 bis 22 Uhr live im  Querfunk übertragen.

14. und 15. November, Bremen: Workshop zu „Was tun gegen rassistische Polizeikontrollen?“ für Zeug_innen und (potenziell) Betroffene von rassistischen Kontrollen (Facebook-Link)

16. November, BerlinStolpersteinverlegung (PDF) im Gedenken an Elli Smula (1914–1943). Die Berliner Straßenbahnschaffnerin Elli Smula wurde 1940 als lesbisch denunziert, verhaftet und ins KZ Ravensbrück deportiert, wo sie 1943 ermordet wurde.

26. November, Berlin: Buchpremiere von AnouchK Ibacka Valiente (Hg.) „Vertrauen, Kraft & Widerstand. Kurze Texte von Audre Lorde“ in der Begine, gelesen von Anges Lampkin, Schauspielerin.


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Gedenken an Pogrome, feministische Kämpfe in der DDR – kurz verlinkt

12. November 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 261 von 358 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Bei der Jüdischen Allgemeinen beschreibt Margot Friedländer, wie sie als 17-jährige die antisemitischen Pogrome am 9. November 1938 und deren Nachwirkungen in Berlin erlebte: „Hitler müsste eines Tages gehen, dachten wir. Irgendwann würden die Deutschen nicht mehr hinnehmen, was man uns Juden antat. Doch dieser Tag kam nicht. Nach der »Reichskristallnacht« wurde uns unmissverständlich klar: Niemand würde uns helfen.“

Feminismus-Geschichte in Deutschland wird immer wieder sehr perspektivisch sehr beschränkt erzählt, z.B. auch als eine vor allem west-deutsche Geschichte. Katrin Gottschalk schreibt in der Frankfurter Rundschau über feministische Auseinandersetzungen in der DDR und Wende-Enttäuschungen.

Das maiz, das Autonome Zentrum von & für Migrantinnen in Linz, wird zwanzig Jahre alt. migrazine spricht mit den drei Gründerinnen Tania Araujo, Luzenir Caixeta und Rubia Salgado über die Geschichte des Zentrums, Reflexionen und die Zukunft, die u.a. die Gründung der „Universität der Ignorant_innen“ bereithält.

Und noch ein Geburtstag: Das Bielefelder Online-Magazin weird feiert 7-jähriges Bestehen:

englischsprachge Links

Nach wie vor ist Kunst eine sehr männlich dominierte Domäne. Und auch im Rückblick werden meistens jene Frauen, die tätig wurden, nicht in den Kanon aufgenommen, bleiben ganz unerwähnt oder Männer eignen sich die Werke an. Flavorwire stellt dafür 10 abstrakte Künstlerinnen.

Noch mehr Künstlerinnen stellt Hyperallergic vor: „The Women Tagging and Painting the Streets of Bogotá„.

Die Naturwissenschaften sind gar nicht männlich dominiert?! Das zumindest behauptete ein Artikel in der New York Times, der sich auf eine aktuelle wissenschaftliche Studie bezieht. Ein Beitrag auf slate.com nimmt diesen Quatsch super auseinander und erklärt noch einmal, was das Problem an der Auswertung der Studie sei.

Termin

Am 21. und 22. November in Berlin, Ballhaus Naunynstraße: „Performing Back“ (Facebook-Link), eine künstlerische Auseinandersetzung von Simone Dede Ayivi mit der Kontinuität deutscher kolonialer Vergangenheit.


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Handlungs(spiel)räume – Eine Veranstaltungsreihe in Bielefeld

9. Mai 2014 von Charlott

In diesem Sommer gibt es die Veranstaltungsreihe „Handlungs(spiel)räume“ zum Thema Queer Theory an der Universität Bielefeld. Die Macher_innen schreiben zu ihrem Anliegen und den Ansätzen:

Konkret ist es eine Kombination aus Vorträgen und Workshops, um queere Theorie und queere Praxis miteinander zu verbinden. Es geht uns darum, kritische Positionen des Widerstands sichtbar zu machen und allgemein für queere Themen zu sensibilisieren. Wir wollen aufzeigen, dass es mehr gibt, als weiß, heterosexuell, männlich und weiblich. Queer beinhaltet für uns auch mehr, als homo-, bi-, pan-, bzw. generell mehr als eine eine ‚andere‘ Sexualität. Weiter meint es für uns auch mehr als die Berücksichtigung von trans* oder inter* Personen. Queer bedeutet eine herrschafts-, norm- und institutionskritische, so wie auch eine identitätskritische Perspektive einzunehmen.

Der erste Vortrag zu „Doing Inter*. Über die Lebenssituation offen lebender inter* Kinder.“ von Anike Krämer fand bereits am 06. Mai statt. Die restlichen Veranstaltungen haben folgende Themen:

  • 20.05.2014, 18.00 Uhr, D2-136: Von der VerUneindeutigung zur Politik der Paradoxie Queere kulturelle Politiken im Neoliberalismus (Antke Engel)
  • 03.06.2014, 18.00 Uhr, D2-136: Das „A“ in Queer – ein sexpositiver Blick auf Asexualität* (Andrzej Profus)
  • 17.06.2014, 16.00 Uhr, X-E0-215: „Fürchte dich nicht, Bleichgesicht“ (May Ayim) – Workshop zu Critical Whiteness und Rassismuskritik (Alexandra Cato Schirmer und Miriam Friz Trzeciak) (Hinweis: Hier handelt es sich um einen Workshop mit begrenzter Teilnehmer_innen-Zahl. Anmeldung unter handlungsspiel(at)live.de)
  • 01.07.2014, 18.00 Uhr, D2-136: Heteronormative Hegemonie im Neoliberalismus – neue Freiheiten, alte Machtverhältnisse? (Gundula Ludwig)

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Samstagabendbeat mit einem Julia Engelmann-Remix

18. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft

Seit einigen Tagen explodiert das Internetz wegen Julia Engelmanns „One Day/Reckoning„-Poetry-Slam-Beitrags aus dem letzten Sommer. Wir haben es uns nicht nehmen lassen den Beitrag einmal umzudichten (Nadia) und einzulesen (Charlott).

Und der Text:

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Lesben und Schwule in Ostberlin, Rassismus zu Halloween, Klage gegen Karl Lagerfeld – kurz verlinkt

30. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft

Beiträge auf Deutsch

Jeder sechste Mensch in Deutschland ist armutsgefährdet. Besonders betroffen sind Frauen und Alleinerziehende.

Filiz Demirova, eine Romni, berichtet bei radioeins über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus.

Auch ein Leben mit einer schweren Erkrankung kann glücklich, lebenswert sein. Ein besonderes Beispiel hierfür ist Hannelore Setter gewesen, die am 10. Oktober im Alter von 79 Jahren in ihrem Krankenhausbett gestorben ist. 60 Jahre hatte sie dort verbracht.

Wie viel zählt das Leben eines geflüchteten Kindes in einem Asylbewerber*innenheim in Deutschland? Für viele anscheinend erschütternd wenig, wie Familie Petrovic auf bittere weise feststellen musste. Ihr Sohn Leonardo wäre vor zwei Jahren aufgrund der unterlassenen Hilfeleistung mehrerer Personen beinahe gestorben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage eingereicht.

In der Schweiz wird gerade ein diskriminierender Rückschritt diskutiert: ein explizites Ehe-Verbot für homosexuelle Paare.

Ein Mann zeigt Angestellten der Deutschen Bahn gegenüber Zivilcourage – und wird dafür von ihnen rassistisch beleidigt, weil er Schwarz ist. Später stellt sich heraus: Der Mann ist der Landtagsabgeordnete Daniel Mack. Und plötzlich tut der DB alles furchtbar leid.

„Out in Eastberlin“ – ein neuer Kinofilm berichtet über das Leben homosexueller Personen in der DDR. Hier findet ihr den Trailer.

Ein blondes Kind lebt bei einer Roma-Familie – und sofort schreiben große europäische Medien von Kindesraub. Keno Verseck berichtet auf SPON von der Geschichte dieses antiromaistischen Ressentiments (siehe auch die englischsprachigen Links weiter unten).

Karl Lagerfeld äußerte sich mal wieder diskriminierend über dicke Menschen und insbesondere dicke Models und hat dafür nun – yeah! – eine Klage am Hals.

Hier könnt ihr für die Kampagne „Dritte Option“ spenden.

Beiträge auf Englisch

Eine vermeintliche Kindesentführung durch ein Roma-Paar fand medial große Beachtung und Anteilnahme – anders als die  Fälle, in denen Kinder aus rassistischen Gründen gewaltsam von ihren Familien getrennt werden. Discipline and Anarchy schreibt über den rassistischen Bias in Entführungsdiskursen (siehe auch die deutschsprachigen Links weiter oben).

Sexualisierte Ausbeutung und Gewalt stellten einen Grundpfeiler des Systems der Sklaverei in den Staaten der heutigen USA (und sicher genauso anderswo) dar. Akiba Solomon bespricht für Colorlines, in wiefern der Film „12 Years A Slave“  einen wichtigen, oftmals vernachlässigten Teil der Geschichte der  rape culture offen legt.

Wäre es nicht so ernst im echten Leben, könnte man inzwischen von einem regelrechten Krimi sprechen:  Ein Gericht hat das geradezu gewaltsam durchgesetze Anti-Abtreibungsrechte-Gesetz in Texas für verfassungswidrig erklärt.

Vitamin W berichtet über das Fotoprojekt „Alone Time“ von JJ Levine: Indem gezeigt wird, dass ein und derselbe Körper jegliches Geschlecht überzeugend verkörpern kann,  sollen herrschende Normvorstellungen über die zweigeschlechtliche Rollenverteilung in Frage gestellt werden.

Halloween steht vor der Tür und damit leider auch immer wieder Leute in Blackface oder Redface – wer nach wie vor nicht mitbekommen hat, das sowas rassistische Kackscheiße ist, geht ziemlich ignorant durchs Leben, hält Awesomely Luvvy fest. Inklusive praktischer Entscheidungsgrafik!

Queer-Gerechtigkeit bedeutet mehr als schwule weiße Männer, die mit ihren Beziehungen an die Öffentlichkeit gehen, erklärt Audrey bei Autostraddle.

Termine in Berlin, Mülheim an der Ruhr, Bochum und Bielefeld (mehr …)


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Slutwalks gehen weiter: In Bielefeld, Leipzig und Münster

26. September 2011 von Magda

Gerade erholt von den ersten SlutWalks im August geht es im Oktober endlich weiter, und zwar am 15. Oktober in Bielefeld und Leipzig und am 29. Oktober in Münster:

  • SlutWalk Bielefeld: BlogFacebook und E-Mail: slutwalkbielefeld[at]yahoo.de
  • SlutWalk Leipzig: BlogFacebook und E-Mail: slutwalkleipzig[at]web.de
  • SlutWalk Münster: Blog und Facebook


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