Brüste! Eine kleine Lektion im BH-Kaufen
5. Mai 2011 von VerschiedenenUnsere Gastautorin ist unter dem Namen “Paula” und “puzzlestuecke” im Internet unterwegs und betreibt seit Dezember 2010 ihr privates Blog “Puzzlestücke“, in welchem sie ihre Gedanken - vorrangig zu den Themen Gender, Sexualität und Identität – niederschreibt.
Brüste kommen in den vielfältigsten Form vor – groß, klein, straff, weich, spitz, rund, hängend… es lässt sich in der Regel wenig daran ändern, zumindest nicht ohne chirurgische Eingriffe. Das von den Medien und Wissenschaftler_innen zelebrierte Bild der »perfekten Brust« ist daher eher lästig, denn sie ist nur eine von vielen Brustformen, lässt aber (vor allem junge) Frauen oft an ihren eigenen Brüsten zweifeln.
Mir selbst ging es jahrelang genauso. Als Jugendliche bzw. Fast-noch-Kind war es mir super-peinlich, dass mein Körper plötzlich damit begann, vorher nicht dagewesene Dinge wie Brüste und Schamhaare wachsen zu lassen (zumal meine Mutter ständig darauf hinweisen musste, auch in Gegenwart von anderen). Da ich in diesem Alter bereits ein nicht gerade positives Körpergefühl hatte, war dies natürlich der absolute Horror! Ich fing an, nur noch weite Hemden zu tragen und ging zwischenzeitlich sogar so weit, mir die Brüste abzubinden; letzteres hatte ich allerdings schnell wieder aufgegeben, weil es unbequem war und ich das in der Sportumkleide kaum hätte rechtfertigen können. In dieser wurde übrigens nicht selten über die Brüste aller Mädchen getuschelt, und gerade bei größeren Brüsten fielen schnell Begriffe wie »Hängetitten« oder »Pornomöpse« – letzterer vor allem, wenn jemand einen Schalen-BH oder gar Push-Up trug. Dazu später noch mal was.
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