Einträge mit dem Tag ‘Beyoncé’


Weiße Männer, Männlichkeiten und Körperkult

1. Juni 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 106 von 153 der Serie Kurz notiert

Die frauenfeindliche und homophobe Partei SGP darf in den Niederlanden mitregieren, schreibt die Welt. Die Partei strebt einen Gottesstaat an, befürwortet die Todesstrafe und lehnt Abtreibung, Sterbehilfe und pränatale Diagnostik ab.

Nadia Shehadeh kritisiert für Philibuster die letzte Kolumne von Sybille Berg auf Spiegel Online: “Autorin Sibylle Berg will Gutes für alle Geschlechtsgenossinen – und muss dabei immer wieder stumpf pauschalisieren und auf verschleierten Frauen rumhacken. Ich will das alles nicht.”

Die neue Anschläge, ein feministisches Magazin aus Österreich, ist draußen. Themen u.a.: Intimrasur und ein Nachruf auf die Riot Grrrl Punk Ikone Poly Styrene.

The F Bomb nimmt die Selbstdisziplinierungstechniken junger Frauen und Mädchen bezüglich ihres eigenen Körpers unter die Lupe.

Auf Gender Across Borders startete kürzlich die Serie “Behind the Mask of Masculinity” (deutsch: Hinter den Masken von Männlichkeit(en) ). In zum Teil wissenschaftlichen, zum Teil sehr persönlichen Artikeln zu kritischen Männlichkeiten diskutieren mehrere Autor_innen deren kulturelle wie soziale Ausprägungen. Unbedingt lesenswert.

Mikki Kendall gibt nützliche Kommunikationstipps für alle, die sich für kritische Perspektiven auf Machtverhältnisse und Diskriminierung interessieren.

In “Lass Papa das mal machen” freuen sich die Leser_innen der Taz zunächst über die Aussage, dass auch Väter Verantwortung in der Erziehungsarbeit übernehmen sollten. Die Argumente hierfür sind allerdings haarsträubend stereotyp und biologistisch.

Warum alle weißen Männer verweigern sollten, auf Veranstaltungen zu sprechen, die nur ihresgleichen beherbergen, begründet Good.

Jezebel nimmt die Geschichte der “Bikini-Figur” auseinander und zeigt auf, warum das Thema nicht nur mit Körpernormierungen, sondern auch mit Geschlechterverhältnissen und speziell dem “männlichen Blick” zusammenhängt.

Die Tagesschau berichtet über die Situation von Frauen in Ägypten während der Revolution: Dort schikanierte das Militär sie mit sogenannten “Jungfrauentests“.

Feministing konstatiert, dass Trans*Personen in den Mainstream-Medien lediglich als schicksalshafte Figuren präsentiert werden.

Der aktuelle Beyoncé-Song “Run the World (Girls)” hat nicht nur für Begeisterungsstürme gesorgt. Auf Colorlines werden die Kritiken an den Aussagen im Song zusammengefasst und entsprechend kommentiert. Auch sehenswert: Diese Kritik in Videoform:

 


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Ist Feminismus das neue Must-Have?

31. August 2010 von Verena

Ob Lady Gaga Feministin ist, oder nicht wird ja immer wieder heiß diskutiert. Aber wer so zielstrebig seine eigene Karriere verfolgt, Gender zum Thema von Videos und Magazintiteln macht und auch sonst eine eigene – vom Mainstream abweichende – Meinung zu formulieren weiß, der muss doch irgendwie dazu gehören. Anders sieht es bei Beyoncé aus, über deren feministisches Potential hier auch schon mal die Meinungen auseinander gingen.
Jetzt hat der Popstar der Dailymail ein Interview gegeben, in dem sich auch folgende Sätze finden:

‘I think I am a feminist in a way. It’s not something I consciously decided I was going to be; perhaps it’s because I grew up in a singing group with other women, and that was so helpful to me. It kept me out of so much trouble and out of bad relationships. My friendships with my girls are just so much a part of me that there are things I am never going to do that would upset that bond. I never want to betray that friendship because I love being a woman and I love being a friend to other women.

(Übersetzung: Ich denke schon, dass ich auf eine bestimmte Art Feministin bin. Das ist nichts, was ich bewusst entschieden haben; vielleicht liegt es daran, dass ich in einer Girlgroup aufgewachsen bin und mir das sehr geholfen hat. Es hat mich vor einer Menge Ärger und schlechten Beziehungen bewahrt. Die Freundschaft zu meinen Mädels ist so sehr ein Teil von mir, dass ich bestimmte Dinge nie tun würde, die diesen Bund gefährden könnten. Ich würde diese Freundschaft niemals hintergehen, denn ich liebe es, eine Frau zu sein und liebe es, die Freundin anderer Frauen zu sein.)

Nun, da scheint es doch mehr um Frauenfreundschaft und Solidarität zu gehen als um Feminismus. Sieht so aus, als würde das F-Wort nicht länger als absolutes No-Go betrachtet sondern als neues Must-Have, mit dem es schick ist, sich zu schmücken. (So wie jüngst Sarah Palin) Nur sollte Mrs. Knowles (oder heißt sie jetzt Mrs. Jay-Z) dann auch wissen, dass es beim Feminismus um mehr geht als bloß darum nice zu anderen girls zu sein und gemeinsam den jüngsten Verlobungsring zu bejubeln.


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