Einträge mit dem Tag ‘Berufsleben’


Schminke, Kekse, Schmierereien – die Blogschau

21. Januar 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 141 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Schminktipps mal anders: Lucie von klirrr macht sich Gedanken über die ver­meintlichen Unterschiede zwischen “natürlichem” und “künstlichem” Look und die Auswirkungen auf unser Schönheitsempfinden.

“Heldin des Alltags”: eigentlich ein irgendwie komischer Begriff, aber auf Irmela Mensah-Schramm, die seit 25 (!) Jahren unermüdlich in und um Berlin geklebte und gekritzelte Naziparolen wegkratzt, übermalt und entfernt und dafür nicht selten Ärger mit offiziellen und selbsternannten Ordnungshüter_innen bekommt, passt er dann doch ganz schön gut. Eine kleine Hommage gibt es bei laaleeluu.

Über den Umgang mit von gängigen Normen vermeintlich abweichenden sexuellen Identitäten bei Kindern inklusive krasser Pathologisierung ärgert sich das Mädchenblog. Zu Recht. Eine verstörende Geschichte dazu, erzählt im Interview einer betroffen(gemacht)en Familie, gibt es auch bei ATME e.V. – Aktion Transsexualität und Menschenrecht.

Immer wieder Kackscheiße in der Werbung – hier aufgespießt von kulturindustrie und wahnsinn. (weiterlesen …)


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Rocken, Lieben, Arbeiten – kurz verlinkt

15. Dezember 2011 von der Mädchenmannschaft

Die Haftpflichtbeiträge der Hebammen sind in den vergangenen Jahren bekanntlich deutlich gestiegen, 2012 werden sie fast das doppelte im Vergleich zu 2009 betragen. Bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen sieht es dabei düster aus, so der Hebammenverband: Für Geburten im Geburtshaus bleibt alles wie es ist, für alle anderen Leistungen soll es nicht einmal 2 Prozent mehr Geld geben. Protestbriefe gibt es auf www.hebammenverband.de.

Das Ruby Tuesday Rock Camp 2012, ein einwöchiges Musik- Ferienlager in Berlin für 35 Mädchen von 12 bis 18 Jahren, zu supporten geht auch, ohne fragwürdige Banken und deren Anliegen zu bewerben –  hier der Spendenaufruf inklusive handlichem Spendenbutton.

Anlässlich der Veröffentlichung des Abschlussberichts des Runden Tisches Kindesmissbrauch hat der Verband alleinerziehender Mütter und Väter eine Pressemeldung (PDF) herausgegeben und zieht ein durchwachsenes Fazit.

Die Lausitzer Rundschau berichtet: “Ostdeutsche Frauen streben bei ihrer Rückkehr ins Berufsleben weitaus häufiger eine Vollzeitstelle an als westdeutsche Frauen. Während 80 Prozent der Frauen aus Ostdeutschland bei der Wiederaufnahme ihres Berufes eine Vollzeitstelle wollen, sind es in Westdeutschland weniger als 30 Prozent, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht.”

Väter arbeiten offenbar im Durchschnitt wesentlich länger als kinderlose Männer.

Das ist doch voll schwul“ heißt eine Reportage in der ZDF Mediathek, in der drei Jugendliche über ihr Coming-Out berichten. (weiterlesen …)


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Wie Firmen “unauffällig Chefinnen verhindern”

13. Dezember 2011 von Anna-Sarah

Ich hatte hier ja mal ein bisschen an Heide Oestreichs Schreibtonfall rumgemäkelt. Letzte Woche hat Oestreich dann in der taz einen Beitrag über die Frauenquote bzw. über die äußerst, nun ja, flexible Handhabung dieses Instruments seitens der Politik gebracht, und den finde ich dann doch ziemlich lesenswert: Unter dem Titel “Erfolgreich Chefinnen verhindern” legt sie auf originelle Weise dar, welche Mechanismen mit dazu beitragen, dass Frauen im Job oftmals weitgehend von bestimmten Positionen ausgeschlossen bleiben – obwohl es doch immer heißt, auf den so genannten Führungsebenen gelte einzig das Leistungsprinzip und Frauen hätten strukturell doch die gleichen Möglichkeiten, dort “etwas zu werden”, wie Männer; wenn ihnen keine glanzvolle Karriere gelänge, wollten oder könnten sie wohl halt einfach nicht so recht. (Anmerkung: Ich persönlich lese aus Gründen selten Kommentare in bestimmten öffentlichen Foren, jedenfalls nicht gründlich, auch nicht in der taz online, deshalb kann ich den “Härtegrad” diesmal nicht vollständig einschätzen – ich vermute jedoch aufgrund bisheriger Erfahrungen mit (Anti-)Diskriminierungsthemen dort, dass eine Triggerwarnung für die Kommentarsektion möglicherweise angebracht sein könnte. Die üblichen Nazivergleiche sind jedenfalls auch am Start.) Anhand von zehn To-do-Punkten gibt sie (fiktiven?) Personalverantwortlichen eine Liste von sarkastisch-satirischen Ratschlägen an die Hand, durch deren Befolgung sich der berufliche “Aufstieg” von Frauen wie erwünscht  verhindern lasse. Zum Beispiel:

4. Allgemeine Abwehr von weiblichen Führungskräften

Untersuchen Sie, ob die Bewerberin beim ersten Wind schon umfällt: Seien Sie aggressiv: “Warum um Himmels willen sollen wir Sie einstellen? Sie haben doch nichts zu bieten.” So sieben Sie junge Talente ohne Sozialkompentenz aus. Tritt eine Frau anders auf, als Sie erwartet haben, nämlich forsch und selbstbewusst, müssen die Alarmglocken klingeln: Wollen Sie einen so schwierigen Charakter in der Abteilung haben?

Denken Sie auch an die Kunden: Würden die wirklich diese (oder eine) Frau akzeptieren?

Machen Sie neumodischen Quatsch nicht mit: keine Präsentation oder gar ein Konfliktgespräch als Aufnahmetest. Da schneiden Frauen oft besser ab als im Gespräch, in dem Männer gern ihren allgemeinen Durchblick präsentieren.

Wenn Frauen schnell zum Punkt kommen und konkret Lösungen anbieten: Bedenken Sie, dass das für eine Führungsaufgabe irrelevant ist. Hat diese Frau den großen Überblick, den es für den Chefposten braucht?

Unterschätzen Sie keinesfalls Qualifikationen, die eher Menschen ohne Familienpflichten vorweisen können: Auslandsaufenthalte, lange Publikationsliste, Kongresse. Leider sind Frauen da ja oft schwächer bestückt.

Ich behaupte einfach mal: In dieser “Bedienungsanleitung” ist fieserweise garantiert für jede berufstätige Frau was dabei, das ihr irgendwie bekannt vorkommt…


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Die radikalfeministische Grundschule und Weiße Integrationsverweigerung – kurz notiert

1. Dezember 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 131 von 138 der Serie Kurz notiert

Eine Online-Umfrage der Frauenseiten Bremen hat ergeben, dass “fast 50 Prozent aller befragten Frauen und Mädchen negative Erfahrungen im Internet gemacht und Belästigungen, Anmache und Sexismus erlebt” haben.

In Kairo wurde die äygyptisch-amerikanische Journalistin Mona Eltahawy von der Polizei misshandelt und sexuell belästigt, berichtet derStandard. Sie war während der neuen Proteste gegen das Militärregime auf dem Tahrirplatz gewesen.

In den 1990ern gab es eine radikalfeministische Grundschule für Mädchen in Wien. DieStandard führte ebenfalls ein Interview mit einer ehemaligen Schülerin.

Wenn über Musik von Frauen* geredet wird, fällt immer auch der Begriff “Riot Grrrl” im gleichen Atemzug. Ganz so, als gäbe es EIN Label für Musik von Frauen*, während für die selbstgemachte Musik von Männern* stets viele Labels zur Hand sind. Kritik an dieser Vereinnahmung gibt es bei Pitchfork zu lesen.

“Wann hat es das schon einmal gegeben in unserer nach wie vor verklemmten Vereinbarkeitsrepublik? Eine Frau bekommt einen Führungsjob, nicht obwohl, sondern weil sie Kinder hat!”, schreibt die Berliner Zeitung.

Mutlu Ergün berichtet bei Philibuster über die Ergebnisse neuester Studien: Millionen Weiße Deutsche verweigern die Integration!

In der neuen Ausgabe der feministischen Zeitschrift Anschläge, hat Autorin Leonie einen Kommentar zu konsensualem Sex geschrieben. Lesenswert!

Radio Corax Halle interviewte Gesa Mayer und Robin Bauer zu Monogamie als gesellschaftlicher Norm, nachzuhören bei Freie Radios. Die beiden halten heute im Rahmen der Ringvorlesung “que(e)r_einsteigen” einen Vortrag zum gleichen Thema.

Das Männer-Fußballteam von Amerikanisch-Samoa gewinnt sein erstes offizielles Länderspiel – 2:1 gegen Tonga. Nach dem Sportlichen zur Geschlechterpolitik: Auf dem Platz stand mit Johnny Saelua eine Fa’afafine, die in der Kultur Polynesiens “als Mann geboren … als Frau aufgezogen” werden, wie queer.de berichtet.

Eine aktuelle Kampagne gegen institutionalisierten Rassismus seht ihr hier:

Mann hat nette Ratschläge an Frauen, dieses Mal in der Süddeutschen: Um im Job voranzukommen und sich männlicher Raumnahme zu entziehen, sollen sie einfach die gleichen Verhaltensweisen an den Tag legen. Tipp 1: Nicht mehr lächeln!

Terminhinweise nach dem Klick

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Lieber lesen oder schlank sein? Die Blogschau zum Wochenende

17. September 2011 von Nicole
Dieser Text ist Teil 125 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Heute in der Blogschau: Reflektionen über Äußerlichkeiten, saudische Autorinnen, Kinder und Führungsstile. Genießt das Wochenende!

Dani von consume. be silent. die. betreibt Gender Studies auf dem Kinderspielplatz und wundert sich, wie irgendjemand auf die Idee kommen könnte, Geschlecht sei nicht kulturell und sozial bestimmt.

Noch mehr Kinderkram: Bei fuckermothers geht’s um Käffchen trinken und den Kitaplatz und wie mann wieder reinkommt in den Job nach der Kinderpause … aber lest selbst.

Der Gastblog Recht und Geschlecht bei den Missys informiert über das Recht auf Abtreibung aus juristischer Perspektive.

Tessa von flannel apparel zitiert eine Passage aus Lisa Blooms Think über die Wahl zwischen der Fähigkeit lesen können oder schlank sein.

Bei Nilsole finden wir statistische Daten über die Repräsentation von Frauen in Onlineredaktionen. Was soll ich sagen, es ist nicht überraschend. Ebenso wenig wie die Kommentare.

Weiter im Berufsleben: Beim rheinsalon ist ein Interview von/mit Psychologin Katharina Oerder über männlichen und weiblichen Führungsstil zu lesen.

Historische Maskus hat das Mädchenblog ausgegraben.

Bei anarchieundlihbe geht’s um äußerst unschöne Erlebnisse beim Kellnern, ugh.

Kathrin von drüberleben denkt schreibend über die Bedeutung des guten oder schlechten Aussehens nach, über Perfektion auf Facebook-Fotos und zu kleine Zara-Kleidchen.

Die westöstliche Diva rasha h. khayat berichtet von einer Lesung mit der saudischen Schriftstellerin Raja Alem.

Und abschließend gilt es, eine Blogeröffnung zu feiern: feminsism rocks. Musik, feminismus und bastelei.

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Sexualisierte Gewalt, Männerrechtler und Riot Grrrls

8. Juni 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 107 von 138 der Serie Kurz notiert

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Studie herausgegeben: Unter der Leitung von Soziologin Nina Degele hat ein Forscher_innenteam untersucht, wie offen beziehungsweise ausschließend der Fußballsport in Deutschland ist. Ergebnis: Sexismus, Rassismus und Homophobie sind nach wie vor struktur­gebend und betreffen Geschlechter in ganz unterschiedlicher Weise.

Echo Online hat ein Interview mit Darmstädter Musikerinnen geführt. Die Frauen konstatieren: Um sich durchzusetzen, “muss man ein Macho sein”.

Passend dazu hat die New York Times einen Rückblick auf die Riot Grrrl Bewegung in den USA gewagt und deren internationale Errungenschaften und Einflüsse bis heute nachgezeichnet.

Die Monsters of Göttingen interviewen die Initiator_innen des Antifee Festivals, das dieses Wochenende bereits zum fünften Mal stattfindet. Jedes Jahr trifft hier emanzipatorische Politik auf ein musikalisches Bühnen­programm und theoretische Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in Workshops.

Journalistinnen sind während ihrer Arbeit vermehrt sexualisierter Gewalt ausgesetzt, doch sie schweigen darüber, wie eine Studie herausgefunden hat. Jüngstes Opfer ist CBS-Reporertin Lara Logan, die in einem bewegenden Interview ihr Schweigen gebrochen hat (wir berichteten).

Soziologe Andreas Kemper, Autor des Buches “(r)echte Kerle – Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung”, spricht mit dieStandard.at über seine Einblicke in die deutschsprachige Bewegung. Ähnlich wie Thomas Gesterkamp, der 2010 für die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Expertise zum Thema heraus­ge­geben hatte, kommt er zu dem Ergebnis, dass die antifeministische und frauenfeindliche Männerechtsbewegung offen für Rechtsextremismus ist: “Dazu zähle ich die ideologischen Versatzstücke Nationalismus, Ethno­zentrismus, Rassismus, Sozialdarwinismus, Antisemitismus, Verharmlosung des Nationalsozialismus, Befürwortung einer rechts­autoritären Struktur, Chauvinismus und Sexismus.”

Auf Sociological Images kann nachverfolgt werden, wie das Geschlechter­verhältnis in den akademischen Disziplinen, aufgeschlüsselt nach Dis­ser­tationen, aussieht.

Ende Mai hatte die Beauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in Institutionen und Familien, Christine Bergmann, ihren Bericht abgeliefert. Dieser zeigte auf, dass die Strukturen für Missbrauchsopfer in Deutschland denkbar schlecht sind. Jetzt wurden die Betroffenen an einen runden Tisch geholt, wie die Taz berichtet.

Die Deutsche Welle rezensiert das Buch “Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene“. In der NPD bekleiden immer mehr Frauen Ämter, um der Partei ein geschlechterprogressives, bürgerliches Image zu geben.

Anke Domscheit-Berg, die Unternehmen in Sachen Quote, Aufstiegschancen von Frauen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf berät, wurde vom Fernsehsender MDR zu ihrer Arbeit interviewt.

Die österreichische Gruppe TransX, die sich für die Rechte von Transsexuellen und Transgender einsetzt, macht auf den Fall der türkischen Transsexuellen Yasar aufmerksam, die in ihr Herkunftsland abgeschoben werden soll.

Etwa eine Woche ist es her, dass Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen wurde (wir berichteten). Schon jetzt wird über sein TV-Comeback spekuliert: “vielleicht als Moderator einer Talkshow über persönliche Schicksalsschläge und große Dramen”.

Zum Schluss noch zwei Termine:

Die argentinisch-mexikanische Band Kumbia Queers tritt am 15. Juni im Münchener Kafe Marat auf. Los geht’s ab 20 Uhr, Eintritt sind schlappe vier Euro.

Am morgigen Donnerstag stellt Franziska Rauchhut in Berlin ihr neues Buch zur Geschichte der Lesbenbewegung in Deutschland vor. Beginn: 20 Uhr im Silverfuture.


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Über niedliche Karrieristinnen und Vagina-Lovers

20. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 57 von 138 der Serie Kurz notiert

Susanne Frömel kommentiert im Süddeutsche Zeitung Magazin Niedlichkeit als Karrieremittel: “Ganz und gar unerträglich”.

DieStandard.at berichtet über ein Gerichtsurteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Arabischen Emirate gegen einen Mann, der seine Frau und Tochter schlug. Unglaublich: Das Gericht erklärte den Angeklagten zwar für schuldig, wies aber zugleich darauf hin, dass das “islamische Recht die Züchtigung der Ehefrau erlaube, wenn sie keine Spuren hinterlasse”.

Netzpiloten macht auf ein Projekt von der Saudi-Araberin Amira Al Sharif aufmerksam, die gerade in New York Fotografie studiert. In dem am 23. November startenden Projekt möchte Al Sharif das Leben junger amerikanischer Frauen dokumentieren und die so entstandenen Fotografien mit Bildern ihrer “Schwestern” aus Jemen, wo sie aufgewachsen ist, kontrastieren.

ElanTheMag berichtet über die erste LKW-Fahrerin in Gaza-Stadt.

Quelle: twitter.com/danilo

Quelle: twitter.com/danilo

Bitte melden: Die Künstler_innen der Streetartaktion “Ich liebe meine Vagina” werden gesucht.

Weil ein paar High School Schülerinnen im amerikanischen Bundestaat Alabama sich nicht an die Kleiderordnung ihres Abschlussballs gehalten haben, wurden sie teils mit körperlicher Züchtigung bestraft, wie Patrick auf seinem Blog Derangierte Einsichten beschreibt.

Zu Männlichkeit und Performanz bloggt Lisa auf Sociological Images.

Wir schrieben bereits über die Greueltaten im Kongo. Wie SpiegelOnline berichtet, demonstrierten viele Opfer nun offen gegen die sexuelle Gewalt im eigenen Land. Der Protestzug wurde von der First Lady des Landes angeführt.

Zur Integration von Hausfrauen in den Arbeitsmarkt schreibt unsere Barbara für den WDR 5 Politikum (PDF).

Zum Schluß noch ein Termin: Morgen, am Donnerstag den 21. Oktober, wird im Berliner Silverfuture (Weserstr. 206) ein Film im Rahmen der Kampagne „Stop Trans*-Pathologization 2012“ gezeigt. Diagnosing Difference fragt “How does it feel to have your gender identity included in the Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders?”

Mehr aktuelle Termine zu feministischen Ausstellungen, Konferenzen und Workshops haben wir bereits hier aufgelistet. Wenn wir eine Veranstaltung vergessen haben, postet sie einfach in die Kommentare.


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Schwanger, nicht krank

23. August 2010 von Barbara

Die taz meldet heute:

Schwangeren Frauen, die ein Beschäftigungsverbot vom Arzt erhalten, wird das Arbeitslosengeld gestrichen – die Bundesarbeitsagentur will es so. In Schleswig-Holstein klagt jetzt die erste Betroffene. Ihre Chancen, vor Gericht zu gewinnen, stehen nicht schlecht.

Die Geschichte einer 28-Jährigen, die wegen der Gefahr, ihr Kind als Frühgeburt zur Welt zu bringen, von ihrem Gynäkologen ein Beschäftigungsgebot auferlegt hat, ist verstörend. Denn mit diesem Beschäftigungsverbot, das das Leben ihres ungeborenen Kindes und auch ihr eigenes schützen soll, verliert sie den Anspruch auf Arbeitslosengeld. In den Lübecker Nachrichten sagt sie: “Ich habe keinen Anspruch mehr auf Mutterschutz, Kranken- und Elterngeld, muss mich über meinen Mann krankenversichern – rundum ein Ausfall von 10 000 Euro”. Und: “Jede alleinstehende Frau findet sich doch ganz schnell in einer Sozialwohnung wieder.” Auch die Gegenseite sagt etwas, nein, sie beruft sich auf die Vorschriften: “Bei einem generellen Beschäftigungsverbot ist man auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr einsetzbar”, sagt die Arbeitsagentur. So bleibt nur Hartz IV – oder eben eine Klage. Die hoffentlich gewonnen wird, damit das Regelwerk der Arbeitsagentur an dieser Stelle menschlich gemacht wird. Ach ja, und Gesetzgeber, tu etwas!


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Drei Jahre Elternzeit – Fluch oder Segen?

16. März 2010 von Adele
Dieser Text ist Teil 25 von 35 der Serie Muttiblog

In Deutschland haben Eltern einen gesetzlichen Anspruch auf drei Jahre Elternzeit. Ein Elternteil kann sich also maximal drei Jahre im Beruf für die Pflege und Erziehung eines Kindes freistellen lassen ohne den Arbeitsvertrag kündigen zu müssen. Diese Möglichkeit haben Väter ebenso wie Mütter. Ab dem Moment, ab dem eine Frau schwanger ist genießt sie außerdem einen besonderen Kündigungsschutz. Diesen Schutz gibt es für werdende Väter aber nicht. Das ist wohl ein Grund dafür, dass es sich meistens von selbst versteht, dass die Mutter den gesetzlichen Anspruch auf Elternzeit zum größten Teil in Anspruch nimmt. Klar, gerne wird auch mit dem geringeren Verdienst der Mutter im Vergleich zum Vater argumentiert, aber oft genug passiert es, dass selbst die Väter, die bereit wären in Elternzeit zu gehen, daran scheitern, dass ihrE VorgesetzteR ein Ass im Ärmel haben: die Drohung mit der Kündigung.

Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Erst kürzlich wieder ereignete sich in meinem Freundeskreis folgendes: Einem Erzieher wurde von der Kindergartenleitung zugesagt, dass der befristete Arbeitsvertrag selbstverständlich verlängert werde. Dieser Mann war nun so nett, seinen Wunsch nach Elternzeit vor der Verlängerung seine Vertrages vorzutragen. Konsequenz war, dass sein Vertrag nicht verlängert wurde. Dieser Gastbeitrag im Missy-Blog berichtet ähnliches. (weiterlesen …)


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Was sonst noch so geschah…

12. Februar 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 14 von 138 der Serie Kurz notiert

In Mailand wurden mehrere Eltern von jugendlichen Vergewaltigern wegen ihres Versagens in wichtigen Erziehungsfragen zu einer Strafe verurteilt.

Die Berufswelt teilt sich immer noch in männlich und weiblich. Und das wird sich so bald auch nicht ändern. Weil Jungs “männliche” Berufsausbildungen ergreifen und Mädchen “weibliche”. Dabei würden Unternehmen mit hohem Männeranteil etwas mehr Weiblichkeit gut tun, schreibt der Tagesspiegel.

Carsten Wippemann spricht im Hamburger Abendblatt noch einmal ausführlich über die Ergebnisse seiner Studie, nach denen es Frauen im Job vielen Männern eigentlich nie recht machen können, egal wie sie sich verhalten.

Auf Make Noise for Free Choice kann man eine Petition unterschreiben, um die Verantwortlichen unter Druck zu setzen, Abtreibung in Europa legal und sicher zu machen. Eine Million Unterschriften sind angepeilt.

Frauen in Haiti brauchen neben Kleidung für Schwangere und Neugeborene dringend Hygieneartikel und medizinische Hilfsmittel für insbesondere schwangere Frauen bzw. Frauen, die gerade entbunden haben. Ihr könnt direkt an die Frauenorganisationen Caribbean Association for Feminist Research and Action (CAFRA) and Colectiva Mujers Y Salud (Women’s Health Collective) spenden. Mehr Informationen erfahrt ihr hier.

(weiterlesen …)


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