Einträge mit dem Tag ‘Berlin’


Der Papst in Deutschland? What the Fuck!

8. Juli 2011 von Magda

Vom 22. bis 25. September 2011 wird der Papst, Joseph Aloisius Ratzinger, in Deutschland zu Besuch sein. Anlässlich des Besuches haben sich in Berlin, Freiburg und Erfurt Bündnisse gebildet, die neben Gegen-Aktionen am Tag des Papstbesuches im Vorfeld auch Veranstaltungen zum Thema organisieren. Im Aufruf des Berliner Bündnisses “Der Papst in Berlin? What the Fuck!“ schreiben die Organisator_innen:

Wir nehmen den Besuch dieses Menschen zum Anlass, unsere grundsätzliche Kritik an Religion, an der Katholischen Kirche im Speziellen und an diesem Papst im Besonderen Ausdruck zu verleihen und rufen hiermit dazu auf, diese Kritik auf der Straße und bei den verschiedenen Veranstaltungen zu verdeutlichen. Denn Joseph Ratzinger ist ein Mensch, dessen Denken und Äußerungen sich großzügig aus dem Pool reaktionärer Ideologien speisen. Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus sind die tragenden Pfeiler seines erzreaktionären Weltbildes.


Mobilisierungsvideo des Berliner Bündnisses “Der Papst in Berlin? What the Fuck!
Es gibt noch zwei weitere Berliner Gruppen, die gegen den Papstbesuch mobilisieren: Der Papst kommt! (auch auf Facebook) und Not welcome! Papst Bündnis aus Berlin.


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Schlampenmärsche gegen Vergewaltigungsmythen

16. Juni 2011 von Magda

Als ein kanadischer Polizist in Toronto vor einer Gruppe Jura-Student_innen im Rah­men seines Vor­trags zu Campus-Sicherheit dazu riet, dass Frauen ver­meiden sollten, “sich als Schlampen zu kleiden, um nicht Opfer von sexueller Gewalt zu werden“, folgte erst Ent­rüstung und dann Gegen­wehr: Weil viele die Schnauze voll von opfer­­be­­schuldigendem Ver­halten (engl: Victim Blaming) und Ver­ge­waltigungs­mythen hatten, gingen im April rund 2000 Demonstrant_innen in Toronto für ihr Recht auf die Straße, sich kleiden zu dürfen, wie sie wollen, ohne für sexuelle Über­griffe ver­antwortlich gemacht zu werden. Der erste SlutWalk (zu dt: “Schlampenmarsch”) wurde ins Leben gerufen. Viele Städte folgten; auch in Deutschland formieren sich nun die ersten Gruppen, die in ihrer jeweiligen Stadt einen SlutWalk organisieren. Das Problematische am Transfer US-amerikanischer Konzepte und Begrifflichkeiten wie rape culture, Victim Blaming oder der im kanadischen Toronto organisierte SlutWalk ist, dass es hierzulande (noch) keine Äquivalente gibt, die diese konzeptionell und sprachlich fassen. Die Organisation der SlutWalks im deutschsprachigen Raum eröffnet daher die Möglichkeit, Begriffe und Konzepte herauszuarbeiten.

SlutWalk Manchester

SlutWalk Manchester (Quelle: Flickr, unter CC BY-NC-ND Lizenz)

Warum demonstrieren?

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Eine Handvoll Blogs: @engl

9. Juni 2011 von Helga
Dieser Text ist Teil 71 von 102 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr(e) Weblog(s) vor. Heute:

engl@absurdum
Hauptstadtblog
Zendura
Common Reader

Wie heißt du?
Susanne Englmayer

Seit wann bloggst du?
Online seit Juni 2002, offline schon viel länger.

Drei Bloggerinnen mit weißen Laptops auf denen der Venusspiegel prangt, darum der Slogan - Feminists of the WWW: unite

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ende der 90er habe ich zusammen mit einem Freund an einem literarischen Projekt gearbeitet. In dem Zusammenhang haben wir unsere Hintergrundarbeit und -erfahrung per Mail ausgetauscht. Etwas Ähnliches wie diese Protokolle wollte ich dann öffentlich weiterführen. Was ein Blog ist wusste ich damals aber noch nicht, deshalb habe ich eine ziemlich scheußliche, mit MS Publisher selbstgestrickte Webseite konstruiert.

Ums Schreiben geht es bei mir auch heute noch, es ist aber nicht mehr so offensichtlich. Inzwischen komme ich vermutlich mehr als Tagebuchbloggerin rüber. Das macht mir aber nix, für mich sind das sowieso oft die interessantesten Blogs.

Worüber schreibst du?
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Mitmachen beim LaDIYfest in Berlin

19. Mai 2011 von Magda

LaDIYs, Grrrls, Trans* & Queers!
[English version: see below]

Auch in diesem Jahr freuen wir uns über eure Vorschläge für das Berliner LaDIYfest 2011, welches vom 07. bis 14. August 2011 stattfinden wird. Ladyfeste sind Mitmachfestivals und leben von den Ideen aller Beteiligten. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Workshops, (politische) Vorträge, Kunstausstellungen, Musik (Chor, Band, Tanz, Percussion…), Diskussionsrunden, Performances, Basteln, Technikkram und, und, und! Worauf wir keine Lust haben: Auf sexistischen, rassistischen, heteronormativen, transphoben und sonstwie diskriminierenden und ausschließenden Bockmist.

Wenn du Lust auf ein DIY feministisches Event hast und etwas anbieten, vorführen oder kreieren möchtest, schreib uns bis zum 15. Juni 2011. Das LaDIYfest sucht Menschen, die im Rahmen des selbst organisierten feministischen DIY-Events ihre Fertigkeiten und Talente mit anderen teilen.

Schreib‘ einfach eine Mail an:

workshop[at]ladyfest[dot]net
music[at]ladyfest[dot]net
film[at]ladyfest[dot]net
art[at]ladyfest[dot]net

oder komm’ zu unseren wöchentlichen Treffen jeden Mittwoch um 20 Uhr im f.a.q. Laden (Jonasstr. 40, Berlin – Neukölln; zwischen Hausnummer 40 und Tierfutterkrippe). Wir suchen auch noch Leute, die uns beim Organisieren helfen möchten. Mehr Infos gibt es unter Ladyfest.net. Bei generellen Fragen schreib‘ einfach an: info[at]ladyfest[dot]net.

English Version >>  (weiterlesen …)


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“Hey Baby” ist nicht mein Name!

6. April 2011 von Magda

Berlin Hollaback! ist eine recht junge Initiative zweier feministischer Aktivistinnen aus Berlin, die dummen Anmachen und Belästigungen den Kampf ansagen. Mit ihrer Platt­form möchten sie sexistische, sexuali­sierte, rassistische, homo­phobe, trans­phobe und/oder beHindernde Be­lästigungen öffent­lich machen, um sie aus der un­sichtbaren Ecke zu holen: Be­lästigung ist weder Einzel­fall noch das alleinige Problem des_r Belästigten. Mehr Infor­mationen gibt es auf der Homepage, auf Tumblr, auf Twitter oder Facebook.

Mit eurer Initiave Hollaback Berlin setzt ihr euch gegen street harassment (Belästigungen auf der Straße) ein. Wie seid ihr auf das Thema gekommen?

Letztes Jahr im September haben wir die Londoner Hollaback! Seite entdeckt. Weil wir die Idee so gut fanden, haben wir die Admins der Seite gleich kontaktiert und gefragt, ob es mö­glich wäre, das auch für Berlin zu machen. Wenig spä­ter hat sich dann die Direk­torin von HollaBack!, Emily May, bei uns gemeldet. Weil die Seite in den USA so erfolg­reich ist, haben sie und die anderen Gründer_innen entschieden, HollaBack! als NGO zu betreiben und weltweit neue Seiten auf­zubauen.

So eine Website hat uns gefehlt: eine, die erstens über street harassment (also jede Form sexualisierter Be­lästigung in öffent­lichen Räu­men) informiert und zweitens genau uns, die Leid­tragenden dieser Praxis ermutigt, das nicht länger einfach nur hin­zu­nehmen. Wir fanden, es war höchste Zeit, das auch für Deutsch­land in Angriff zu nehmen. Die Tat­sache zum Beispiel, dass keine wirklich an­gemessene Über­setzung für street harassment existiert, gibt schon Auskunft darüber, welchen Stellen­wert diese Form der Dis­kriminierung (immer noch) ein­nimmt. Das wollen wir ändern: dieses ewige Nach­gepfeife, angemacht werden, Grabschen, Glotzen und dann be­schimpft werden, weil der Kerl nicht zum Zug kommt, muss einfach pro­blematisiert und ins öffent­liche Be­wusstsein gerückt werden.

Was heißt “hollaback” und in welchem Kontext steht es zu Belästigung auf der Straße?

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Black History Month 2011 in Hamburg und Berlin

29. Januar 2011 von Magda

Der braune mob und Missy Magazine machen auf den diesjährigen Black History Month aufmerksam, der im Februar und März in Hamburg gefeiert wird. Ein doppelter Grund zum Feiern, denn in diesem Jahr findet er zum 15. Mal in Folge statt. Auf der Eröffnungs-Party, die heute Abend ab 22:00 Uhr im Café “Schöne Aussichten” steigen wird, heizt u.a. die Sängerin Oceana ein. Informationen zu den Veranstaltungen in Hamburg und zur Geschichte des Black History Month findet ihr auf der Homepage:

Großansicht nach Klick

Im Februar wird in den U.S.A. und in zahlreichen anderen Ländern mit Schwarzer Gemeinschaft alljährlich der “Black History Month” mit verschiedenen Veranstaltungen zu Schwarzer Kultur und Geschichte zelebriert. Diese Tradition geht bis ins Jahr 1926 zurück als der Historiker Carter G. Woodson die NEGRO HISTORY WEEK initiierte um über Errungenschaften Schwarzer Geschichte zu unterrichten. (…) Mit einem reichhaltigen Programm aus künstlerischen Darbietungen diverser musikalischer Stilrichtungen, Tanzvorführungen, Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen, Filmbeiträgen, Poetry, Lesungen, Workshops, Talkshows, kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk und einem speziellen Jugendprogramm erreichte der BHM in Hamburg ein stetig wachsendes Publikum.

Genau wie Afrika Wissen Schaft hoffen wir, dass auch in anderen Städten Veranstaltungen stattfinden. Für Veranstaltungshinweise sind wir sehr dankbar. Zumindest in Berlin sind (voraussichtlich) diese beiden Events geplant:

17. Februar: Soul and Music Black History Month Special im Südblock, u.a. mit der Sängerin und Gitarristin Adwoa Hackman. Weitere Informationen gibt es in der Zitty oder im Facebook-Event.

25. Februar: Kottywood – Black History Month Celebration Urban Art Ensemble im Südblock. Informationen bisher leider nur auf Facebook.


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Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen

22. November 2010 von Helga

In drei Tagen ist es wieder soweit: der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen weist auf all die Missstände hin, mit denen Frauen in aller Welt tagtäglich zu kämpfen haben:

Zwangsprostitution, Sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen, Häusliche Gewalt, Zwangsheirat, vorgeburtliche Geschlechtsselektion, weibliche Armut, Femizid etc. Außerdem sollen Programme unterstützt werden, die sich ausdrücklich für eine Gleichstellung von Frauen gegenüber Männern einsetzen; etwa im Bereich Erbrecht, Bildung, Privateigentum, aktives und passives Wahlrecht, Kreditwürdigkeit, Rechtsfähigkeit und das Sichtbarmachen von unbezahlter Arbeitsleistung.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es dazu wieder Veranstaltungen. Weitere Hinweise nehmen wir gerne in den Kommentaren entgegen.

Gleich eine Reihe von Events gibt es in Berlin – ob Theaterstück, Vorträge und Infostände, von Charlottenburg über Pankow bis Friedrichshain ist alles dabei.

Die Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau hat eine Online-Umfrage zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ gestartet.

Ab 18 Uhr gibt es in Köln einen Protestmarsch (PDF). Beginn ist die Eigelsteintorburg, veranstaltet von Lila in Köln.

Auch in Osnabrück gibt es über den ganzen November hinweg Veranstaltungen, darunter zum Thema Frauenhandel und Zivilcourage (PDF). Neben Lesungen und Diskussionsrunden wird auch ein ökumenischer Gottesdienst begangen.

Selbstschutz wird am 24. den Mädchen in Quedlinburg vermittelt. Ab 10 Uhr im Jugendclub „Am Kleers“.

Morgen gibt es in Wuppertal bereits eine Informationsveranstaltung über „Sorge- und Umgangsrecht nach Häuslicher Gewalt“, am 25. werden dann ab 17.00 Uhr auf dem Johannes-Rau-Platz vor dem Rathaus Barmen gemeinsam Kerzen aufgestellt.

Und noch zwei Termine aus Österreich:
Heute gibt es noch mal ein Vorbereitungstreffen in Wien, am Donnerstag dann eine FrauenLesbenMädchenDemonstration, die mit einer Kundgebung um 17 Uhr an der U6-Station Josefstädterstraße beginnt.

In Linz steigt ab 10:30 Uhr ein Pfeifkonzert am Taubenmarkt, bis in den Dezember hinein gibt es dann verschiedene Workshops und Vorträge, etwa zu Stalking und Gewaltprävention.


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Der volle Terminkalender im Oktober

6. Oktober 2010 von Magda

In Berlin läuft im Schwulen Museum vom 5. Oktober bis 22. November täglich (außer Dienstag) die Ausstellung gender_gap.

Vom 8. bis 10. Oktober veranstalten die Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) den WorkshopHomophobie, Devianz und weibliche Homosexualität im Nationalsozialismus. Geschichte und Gedenken“.

Zur Deckung der Kosten für die Trans*tagung 2010 findet am 9. Oktober die Benefizparty „Boobs, Brain & Bollox“ in Berlin statt.

Das Antisexistische Aktionsbündnis München lädt am 12. Oktober im Münchner Kafe Marat zum Workshop „Definitionsmacht und Zustimmungskonzept“ ein.

Vom 12. bis 17. Oktober findet wieder das Bremer Queerfilmfestival im Kino 46 statt. Dort werden neue Filme von lesbischen, schwulen und trans* Filmemacher_innen gezeigt.

Am 16. Oktober findet ab 21h ein Solikonzert für die Aktivist_innen gegen den “1000 Kreuze Marsch” mit Sookee (feminist hiphop) und Krikela (accoustic/folk/lyric) in der Baracke in Münster statt. Eintritt 4-7 Euro.

Am 19. Oktober könnt ihr in Bremen der Veranstaltung “Hoffnungslos Feministisch? 3.0″ (PDF) lauschen – eine Lesung und Diskussion mit Frigga Haug (via femrefbremen).

Dr. Ilse Kokula, Pionierin der Lesbenbewegung und der Lesbenforschung, gibt am 22. Oktober in Berlin eine von der Heinrich Böll Stiftung initiierte Veranstaltung zum Thema “Zeitzeuginnen der Berliner Lesben-/ Frauenbewegung im Dialog der Generationen“. Eintritt: frei.

Vom 28. bis zum 30. Oktober findet in Berlin der von der Bundeszentrale für Politische Bildung initiierte Kongress “Das Flexible Geschlecht” zu Gender in Krisenzeiten in der globalen Ökononmie statt. Unter anderen mit dabei: Susan Pinker, Sonja Eismann, Hilal Sezgin und Heide Oestreich.

Das Berliner Pornfilmfestival feiert in diesem Jahr sein 5jähriges Bestehen und zeigt vom 28. bis 31. Oktober im Kino Moviemento erneut ein vielfältiges Programm rund um Erotik und Sexualität.

Am 30. Oktober findet das Barcamp Frauen in Berlin statt. Die Themenwahl könnt ihr im Barcamp Forum selbst festlegen!

Ebenfalls am 30. Oktober gibt es unter dem Motto “My Body My Choice” die Gegendemonstration zum “1000 Kreuze Marsch” in München.

Wir haben eine Veranstaltung in deiner Nähe vergessen? Schreib uns unter post[at]maedchenmannschaft.net oder poste sie hier in die Kommentare.


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Intersexualität, Kunst in Pakistan, Wir sind Helden, Männerbilder im Hardcore und Selbstverteidigung

22. September 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 48 von 152 der Serie Kurz notiert

Im On The Issues Magazine erzählt Thea Hillman, wieviel Kraft und Bedeutung in Namen liegen. Sie erzählt dabei ihre eigene Geschichte und wie zur gleichen Zeit aus einer Krankheit eine Gemeinschaft wuchs. Inzwischen wird Intersexualität auch als Sexualdifferenzierungsstörung bezeichnet – Abkehr vom Fokus auf sexuelle Orientierung oder Konstruktion als Krankheit?

„Wo sind eigentlich die berühmten Künstlerinnen?“ In Pakistan, meint die Newsweek und stellt etwa Aisha Khalid vor. Denn inzwischen dominieren sie nicht nur die heimische Kunstszene, sondern feiern auch weltweit Erfolge.

In der vergangenen sonntaz erschien ein Interview mit Wir-sind-Helden-Sängerin Judith Holofernes. Online leider nur angeteasert, aber auch schon hier lohnenswert, allein wegen der Umschreibung Ursula von der Leyens als “bestimmt auch im Arsch”.

Patrick kritisiert auf seinem Blog Derangierte Einsichten, dass die australische ThinkUKnow-Kampagne ganz bestimmte stereotype Ansichten über weibliche Sexualität transportiert.

Termine:

Am kommenden Samstag, den 25. September, könnt ihr zwei Workshops mit Andrea Kügler zu Männerbilder im Hardcore und Emo besuchen und abends mit den StattMatratzen abrocken. Die Workshops und das Konzert finden am Tag der Offenen Tür des in Europa einzigartigem Archiv der Jugendkulturen in Berlin statt, das leider von der Schließung bedroht ist.

DieStandard.at hat aktuelle Termine der Wiener Wen Do-Gruppe für feministische Selbstverteidigung. Wen Do ist feministische Selbstverteidigung, die von Feministinnen entwickelt wurde und wird, und ausschließlich an Frauen, Lesben und Mädchen weitergegeben wird. Das Angebot richtet sich an Anfängerinnen und Fortgeschrittene.


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Wer war… Hedwig Dohm?

20. September 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 20 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

“Die Frau soll studieren, weil sie studieren will, weil die uneingschränkte Wahl des Berufs ein Hauptfaktor der individuellen Freiheit, des individuellen Glücks ist.” Hedwig Dohm, 1876

Hedwig Dohm (geborene Schlesinger) wurde am 20. September 1831 als viertes von insgesamt 18 Kindern in eine arme Berliner Familie geboren. Während ihrer Kindheit litt sie unter der prügelnden Mutter und der Tatsache, dass ihr als Mädchen nur eine kurze Ausbildung gewährt wurde.

Hedwig Dohm, um 1870

Hedwig Dohm, um 1870

“Warum mußte ich heimlich, als wär’s ein Verbrechen, lesen? Warum durfte ich nichts lernen? Meine Brüder wollten und mochten nichts lernen und wurden dazu gezwungen.” (fembio)

Dohm, die später Schriftstellerin wurde und Zeit ihres Lebens für die Rechte von Frauen eintrat, ging mit 15 Jahren von der Schule ab und musste sich fortan um den Haushalt kümmern, während ihre Brüder das Gymnasium besuchen durften. Einige Jahre später wurde ihr doch gestattet, eine Ausbildung zur Lehrerin zu absolvieren.

Mit 22 Jahren heiratete sie Ernst Dohm, den Chefredakteureines eines satirischen Wochenblattes. In den nächsten Jahren brachte sie fünf Kinder auf die Welt, einen Jungen und vier Mädchen. Dohm war es wichtig, dass alle ihre Töchter eine Berufsausbildung erhielten, da sie Erziehung und Bildung und nicht die Biologie für die Entwicklung aller Individuen verantwortlich sah.

In der ersten Hälfte der 1870er Jahre erschienen Dohms erste feministische Schriften, unter vielen anderen “Die wissenschaftliche Emancipation der Frau“, in der sie die rechtliche, soziale und ökonomische Gleichberechtigung von Frauen und Männern forderte. Auch war sie zu jener Zeit eine der ersten, die sich für das Frauenwahlrecht einsetzte.

Mehr Informationen zu Dohms Biographie und eine Sammlung ihrer Essays, Romane und Erzählungen findet ihr auf zeno.org. Ein Kurzfilm zu Hedwig Dohm mit Interviews u.a. mit Alice Schwarzer und szenischen Lesungen gibt es auf youtube.
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Für die Reihe “Wer war…” freuen wir uns über eure Vorschläge oder auch Gastblogger_innen, die ihre Lieblingsfeminist_innen vorstellen. Vorschläge/Beiträge einfach an post[at]maedchenmannschaft[dot]net senden.


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