Einträge mit dem Tag ‘Behinderung’


“Weißgewaschene” Reproduktionsrechte und Pionierinnen elektronischer Musik – Kurz Verlinkt

12. März 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 226 von 231 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Queerblick.TV hat die 18-jährige Franziska zu ihrer Coming-Out-Geschichte interviewt.

Migazin wirft noch mal einen Blick auf #terrorthilo, die auf rechtspopulistischer Seite oft so abgefeierten demokratischen Grundrechte und wem sie in Sachen Widerstand eigentlich versagt werden.

Das Projekt “GrenzWerte” will Kinder gegen sexuelle Grenzüberschreitungen sensibilisieren. Die Taz stellt das Projekt vor.

Die Münstersche Zeitung berichtet von den Aktionen zum Frauenkampftag in Münster, es geht u.a. um die Unsichtbarmachung von Lesben.

Der Tagesspiegel schreibt über die Versäumnisse, auch Behinderte, die als Kinder in Heimen untergebracht waren, angemessen zu entschädigen.

Die Zeit stellt Tanja vor, die als @rollifraeulein auf Twitter unterwegs ist. Tanja berichtet von ihrem Alltag in einer ableistischen Gesellschaft.

Der diesjährige Clara-Zetkin-Frauenpreis geht an Women in Exile, ein selbstorganisiertes Flüchtlingsfrauenprojekt in Potsdam. Herzlichen Glückwunsch. Auf der Parteiseite der Linken gibt es mehr über die Veranstaltung.

Wir haben Fotostrecken zur Frauenkampftags-Demo in Berlin gesammelt: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

englischsprachige Links

Salon.com schreibt über das “Whitewashing”, wenn es um reproduktive Rechte geht. Aktivist_innen sowie die Anliegen Schwarzer Menschen und People of Color werden bei diesem Thema regelmäßig an den Rand gedrängt oder gar nicht erst mitgedacht. Die Mädchenmannschaft hat zu reproduktiven Rechten Anfang des Jahres einen Podcast veröffentlicht.

Championupnorth stellt sieben visionäre Frauen vor, die den Weg für elektronische Musik geebnet haben, mit beeindrucken Video- und Tonaufnahmen.

Auf Neutrois.me werden fünf Mythen über genderqueere Transitionserfahrungen auseinander genommen, unter anderem geht es auch darum, wer unter welchen Umständen “richtig” und “weniger” Trans* ist.

Auf Index on Censorship werden acht Frauen vorgestellt, die 2013 für Meinungsfreiheit gekämpft haben. Denn – oh Wunder – sie wird oft denjenigen aberkannt, die sich gegen Diskriminierungen zur Wehr setzen.

The Great Swedish Unknown berichtet über die gewaltvollen Übergriffe auf Aktivist_innen einer Demonstration zum 8. März in Malmö.

Colorlines stellt einen Film vor, der die Geschichte einer Muslima nacherzählt, die für Großbritannien im Zweiten Weltkrieg in Frankreich stationiert war.

Jay The Nerdkid schreibt über sich: Muslim_a, queer und Feminist_in – es ist so kompliziert, wie es klingt.

spanischsprachige Links

Der Gallardón-Effekt: Alerta Feminista!” Ein Bericht zu feministischen Protesten gegen die geplante Illegalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Spanien. Falls ihr Übersetzungsschwierigkeiten habt, hilft evtl. Google Translator weiter! / If you struggle with the translation, maybe Google Translator can help you.

Termine

Am 30. März beginnt die internationale Anti-Street-Harassment-Woche.

Die ISD ruft für diesen Samstag zum antirassistischen Protest gegen die M-Straße auf und fordert die Umbenennung in Nelson-Mandela-Straße. Danach gibt es Programm zu Ehren Mandelas im Betahaus.


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Schwarzers Geld und Geiz, Klassismus und Körperbehaarung – die Blogschau

8. Februar 2014 von Nadia
Dieser Text ist Teil 233 von 242 der Serie Die Blogschau

Alice Schwarzer s Geld, oder: “Feminismus, reich und geizig” – einen guten Text zur Causa Alice gibt es auf L-talk.

Um Frauen mit Behinderung und häusliche Gewalt geht es auf Behindertenparkplatz – ein sehr wichtiger Text, mit Inhaltswarnung.

Heterokultur, Klassismus, Sisterhood und malochen unter *Männern: Auf techno candy könnt Ihr einen superguten Text dazu lesen.

Um Adipositaschirurgie und Fat Shaming geht es auf Arge Dicke Weiber.

“Mit dem Er­werb einer so ge­nann­ten „hö­he­ren Bil­dung“ habe ich mir die­sen Dia­lekt ab­trai­niert” – und zwar: Ruhrplatt. Wie das kam und noch mehr zu Wor­king­ Class und Po­ver­ty­ Class könnt Ihr auf clararosa nachlesen.

Letzte Woche jährte sich der Todestag von Hatun Sürücü, wir verweisen nochmal auf einen Text von Sakine aus dem letzten Jahr.

Take your hair back: Heng schrieb über Körperbehaarungs-Trollerei (mit Viraleffekt) und über Solidarität.

Geteilte Ansichten beschäftigte sich mit Opferentschädigungsverfahren.

Dangerbananas veröffentlichte den offenen Brief an den Heimatfhafen Neukölln. Anlass: Anti-asiatischer Rassismus.

Außerdem gab es einen offenen Brief an die SPD, die ein Integrationszentrum Zentrum der Ausgrenzung für mehrere Millionen Euronen plant: Hier der Brief, hier ein weiterer Text von Noah Sow.

Queerulantin sucht Artikel zu (Nicht)Beziehungen und Musik.

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Reproduktive Rechte im Kontext – der Winterpodcast

4. Februar 2014 von der Mädchenmannschaft

Winterzeit, Podcastzeit: Diesmal geht es um reproduktive Rechte und feministsche Debatten um jene.  Dazu gehören zum Beispiel Fragen wie: Für wen sind die “Pille danach” oder Abtreibung relevante Themen? Nicht nur Frauen können schwanger werden, und nicht für alle Frauen ist schwanger werden können ein großes Thema – aus verschiedenen Gründen. An welche Personen werden überhaupt Anrufungen “eine Familie zu gründen” gerichtet? Wem wird es eigentlich verunmöglicht?

Vor einer Woche haben sich accalmie, Anna-Sarah, Charlott und Nadia zusammengefunden und überlegt, was uns an dem Thema Reprorechte wichtig ist und welche Leerstellen sich in Debatten darum oft ausmachen lassen. Spoiler alert: Reproduktionsrechte betreffen den gesamten Lebenszyklus (na, wer hätte das gedacht ;) ).

Unten findet ihr einige vertiefende Links zu Dingen, über die wir gesprochen haben; mehr noch, wenn ihr zum Beispiel “reproduktive Rechte” ins Suchfeld hier auf der Seite eingebt. Wie immer freuen wir uns über Feedback und besonders über Hinweise auf eigene Beiträge und auf Facetten, die wir nicht im Blick hatten.

[Download: 131 MB, 57 Minuten, 9 Sekunden].

Die Weltbevölkerungskonferenz Kairo 1994:

Abtreibung(srechte):

“Pille danach”:

Familienpolitik in der BRD:

Cissexistische Rechtslagen in Deutschland:

Behinderung und Sexualität:

Familienbilder und -mythen:

 


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Gratis-Entwicklungshilfe, goldene Facepalmen und siruptriefende Pfannkuchen – die Blogschau

11. Januar 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 231 von 242 der Serie Die Blogschau

“Wir sind gekommen, um euch eine helfende Hand zu reichen und kostenlos Nachhilfe zu geben, man könnte es auch Entwicklungshilfe nennen”- das Bündnis Mind The Trap intervenierte eindrucksvoll bei einer fragwürdigen Tagung über Zugangsbarrieren zu Kulturproduktionen. Es gibt auch ein Video von der Aktion zu sehen.

Rambling Rose wagt die Prognose: “Der Trend zur Definitionshoheit weisser (Medien-)mac_h_ker hält an. Sie wollen auch 2014 entscheiden, was rassistisch und/oder sexistisch ist.” Ganz vorne mit dabei in Sachen Nichtrassismus und -sexismus: Comedy mit natürlich besten Absichten.

In der TV-Talkshow Beckmann ging es vorgestern unter dem Titel “Was ist schon normal? Leben mit behinderten Menschen” um Inklusion. Während und nach der Sendung wurde heftig auf Twitter über die Gäste und Inhalte diskutiert. Die Leidmedien haben ein paar Meinungen zusammengetragen.

mara vom Futblog erzählt darüber, wie anders in ihrem Umfeld mit der Liebesbeziehung ihres Bruders umgegangen wird als mit ihren eigenen: “heute weiss ich, dass meine sexualität kein thema war weil es etwas ungewisses ist, etwas womit sie keine erfahrung haben, weil ich schlicht und ergreifend nicht heterosexuell bin.”

Warum “sich jetzt einmal alle (egal welcher Sexualpräferenz) in einer Schlange anstellen und die güldene Facepalme an Norbert Blüm überreichen” dürfen, sagt C. Rosenblatt beim Ein Blog von Vielen.

“‘Wenn unsere Kinder homosexuell werden, sterben wir alle aus” ist das neue “wenn die Erde keine Scheibe mehr ist, fallen wir alle runter’.”- Fabienne Vesper über #idpet und das Klima, in dem diese Petition stattfindet.

“Danke, dass ich deine Wichsvorlage sein darf, nicht wahr?” – Naekubi hat sich mit den Rassisten und Sexisten von Amy & Pink rumgeschlagen. Auf dass ihr die Löffel niemals ausgehen mögen!

Bei Don’t degrade Debs, darling! berichtet die Auorin: “Es ist nun über 6 Monate her, dass ich bei der Polizei meine Anzeige gemacht habe. Seit dem warte ich. Ich bin geübt, aber nicht besonders gut im Warten und ich merke, wie dieses scheinbare EsGeschiehtNichts an mir nagt.

Steinmädchen betrachtet das neue Projekt Heimwegtelefon kritisch: “Das Heimwegtelefon reproduziert viele Mythen und die Arbeit, die Frauen seit Jahrzehnten in Gruppen und Institutionen gegen Diskriminierung und Gewalt leisten wird völlig übergangen. Es wird nicht auf Wissen zurückgegriffen, das Feministinnen mühsam angeeignet haben und immer immer wieder wiederholen.”

Katrin erklärt in ihrem Blog Reizende Rundungen zunächst in englischer, dann in deutscher Sprache, warum in der Aufforderung, Menschen nicht nach ihrem Äußeren zu beurteilen, oftmals eine Riesenportion Fatshaming enthalten ist: “Denn ja, natürlich sollte man niemals nur nach dem Aussehen beurteilen, weder wegen dem Stil, den Haaren, den Klamotten oder dem Körper eines Menschen. Aber, und hier kommt ein sehr großes aber, man sollte das nicht nur nicht tun, weil sich unter dem „hässlichen“ ein schönes Inneres verbergen könnte. Sondern man sollte das generell nicht tun, egal was man darunter zu erwarten hat!”

Warum Jay vom Virtual Rereat Center einen Sonntag im Monat in der Küche verbringt und einen haufen zusätzliche Teller angeschafft hat: “Ich lade eine Runde feministischer Spaßverderber_innen ein, um gemeinsam Spaß haben zu können. Wir achten gemeinsam darauf, eine Stimmung zu schaffen, mit der sich alle wohl fühlen, statt von anderen als diejenigen wahrgenommen zu werden, die schlechte Stimmung verbreiten. Wir versuchen füreinander Platz zu schaffen, um miteinander Platz nehmen zu können.”

“Abseits von cismännlichem Technik-Expertenmackertum Probleme mit Rechnern, Computern, Maschinen bequatschen, Erfahrungen austauschen, Fragen beantworten und die sprichwörtliche “Hilfe zur Selbsthilfe” anbieten” – das gibt’s am 17.1. und ab dann jeden dritten Freitag im Monat, erzählt riot_nrrrd. Denn dann findet bei TrIQ (Glogauerstraße 19, Hinterhof, 10999 Berlin) eine Computersprechstunde für alle interessierten Trans*, Inter*, Lesben und Frauen* statt.

Und auch das hier bitte schon mal fett im Kalender anmarkern: Am 19. Januar 2014 im FAQ Infoladen (barrierearm), ab 15:30: Vortrag und Spoken Word der Aktivist*innengruppe FatUp!

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CeCe McDonald kommt frei! – Kurz verlinkt

10. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 217 von 231 der Serie Kurz notiert

Da sich über unsere Pause einiges an Links angesammelt hat, gibt es hier für diese Woche zwei Teile unserer Zusammenstellung:

Deutschsprachige Artikel

Im Tagesspiegel gibt es ein wirklich lesenswertes Interview mit der Autorin Zadie Smith über ihre Literatur, weißsein als unbenannter Standard und Klasse.

“Weil er sich das Leben nehmen wollte, saß der Asylbewerber Ettayebi Bouzalmate in der Psychiatrie – bis ihn die Polizei zur Abschiebung abholte.”, schreibt die Süddeutsche.

Englischsprachige Artikel

Worker’s World berichtet, dass Mitte Januar CeCe McDonald aus dem Gefängnis entlassen werden soll! McDonald war verurteilt worden, nachdem sie sich bei einem rassistisch und trans*feindlichen Übergriff zur Wehr gesetzt hatte. Sie wurde in ein Männergefägnis interniert. Laverne Cox ist gerade dabei eine Dokumentation über sie zu drehen.

Wie kannst du einer dir nahe­stehenden Person Unterstützung geben, wenn diese eine Panik­attacke oder einen Flash­back hat bzw. durch etwas getriggert wurde? Sometimesmagical hat ein paar hilfreiche Tipps zusammengetragen.

“Besides Harriet Tubman and Rosa Parks, Black women do not get as much praise when it comes to the history of Black people.” schreibt Kimberly Foster in ihrem Artikel und wünscht sich, dass Aktivistinnen der Schwarzen Bürger_innenrechts- und Black Panther-Bewegungen mehr in den Blick genommen werden.

Auf colorlines.com gibt es einen sehr lesens­werten Artikel über die rassistische und hetero_sexistische Rezeption des Schwarzen weiblichen Körpers als “gefährlich” und “unkontrolliert”.

Eve Ensler, Initiatorin von One Billion Rising, reagierte auf die Kritiken im letzten Jahr und verkündete, dass One Billion Rising nun auch vermehrt Staatsgewalt in den Blick nehmen möchte. Ziemlich halb­herzig und ohne wirkliche politische Konsequenz, findet die Autorin von Prison Culture.

Es gibt Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Behinderungen… Falsch! Diese Dichotomie nimmt That Crazy Crippled Chick aus­einander und thematisiert den Ableismus dieser Annahme.

Charlott Cooper veröffentlicht bei Obesity Timebomb ein wissenschaftliches Paper zum Umgang von Fat-Aktivist_innen und Medien. Cooper stellt dem voran:

It’s research by and about fat people. This pretty much never happens.

It’s a research paper that’s underpinned by Research Justice values, which are about recognising and drawing on community expertise, and creating research that benefits those communities directly. This pretty much never happens either.

Termine in Hamburg, Köln und Wien


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LGBT-Aktivismus in Jamaika, Pussy Riot und bald eine Nelson-Mandela-Straße in Berlin? – Kurz Notiert

8. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 216 von 231 der Serie Kurz notiert

Englischsprachige Artikel:

Am Ende eines Jahres kommen immer die obligatorischen Jahres­rück­blicke: Die Mädchenmannschaft blickte auf das Jahr 2013 mit einem Debatten­rückblick in zwei Teilen zurück (Teil 1 und Teil 2). Feministing trug die “besten feministischen Musikvideos 2013” zusammen. For Harriet präsentiert zehn Bücher von Schwarzen Autorinnen, die 2013 veröffentlicht wurden. PolicyMic bennent die “28 Iconic Feminist Moments” und Ms Magazine trug die “Feministischen Held_innen 2013” zusammen. Eine Liste von 14 jüdischen Frauen, die 2014 noch mehr Aufmerksam­keit verdienen, hat The Jewish Daily Forward zusammengetragen. Einen Jahresrückblick, der den Fokus auf die rassistischen Ausschlüsse durch weiße Feminist_innen legt, hat The Colored Fountain geschrieben.

Bim Adewunmi schrieb die rassistischen Erfahrungen auf, die sie in Berlin machte – eine Stadt, die oft als multi­kulturell und inter­national beschrieben wird: “The everyday microaggressions I experience as a black woman in Berlin”.

Der jamaikanische Professor und Autor Thomas Glave resümiert die letzten 15 Jahre von LGBT-Aktivismus in Jamaika und stellt die Organisation vor, die er mit gegründet hat: J-FLAG.

In Uganda wurde kurz vor Weihnachten ein “Anti-Homosexualitäts-Gesetz” verabschiedet. Eine Petition fordert den Präsidenten auf, das Gesetz zu stoppen: Tell the Ugandan President to Abolish Anti-Homosexuality Bill.

Dances With Fat nimmt fünf diskriminierende (und falsche!) Argumente auseinander, die Aktivist_innen, die sich für Körper­vielfalt und Health At Every Size (“Gesundheit bei jedem Gewicht”) einsetzen, ziemlich oft hören.

Können Feminist_innen die Musik von R. Kelly genießen? Kurz und knapp: Nein. (Inhalts­warnung: Beschreibung von sexualisierter Gewalt und Miss­brauch)

Ein unglaubliches Interview mussten die beiden aus der Haft entlassenen Pussy Riot Mitglieder über sich ergehen lassen. Gut, dass die beiden die lächer­lichen Fragen mit den coolsten Antworten entgegneten.

Deutschsprachige Artikel:

Auf glokal gibt es einen interessanten Bericht über Spendenwerbung, welche fast aus­schließlich auf problematischen Erzählungen über Länder des Globalen Südens beruhen.

“Zwei Mil­lio­nen Men­schen gehö­ren in Deutsch­land zu den soge­nann­ten Working Poor. Men­schen, die arm sind, obwohl sie arbei­ten. (…) Inzwi­schen arbei­tet jedeR fünfte Lohn­­ab­hän­gige — unter Frauen und Jun­gen jedeR Dritte — nicht in einem unbe­fris­te­ten und sozi­al­­ver­si­cher­ten Job. Das bedeu­tet nicht mehr und nicht weni­ger, als dass die Men­schen nicht trotz Arbeit arm sind, son­dern auf­grund von Arbeit.” schreibt Ingo Stützle in seinem Beitrag “Arm Dank Arbeit“.

In Berlin gibt es die “Mohrenstraße”, deren kolonial-rassistischer Name endlich abgeschafft gehört. Die dazu­gehörige Presse­mitteilung des NGO-Bündnisses „No Humboldt 21! Moratorium für das Humboldt- Forum im Berliner Schloss“ und des Global Afrikan Congress findet ihr als PDF online: “Berliner Mohrenstraße soll in Nelson-Mandela-Straße umbenannt werden“.

Joliba – Das interkulturelle Netzwerk in Berlin e.V. ist der einzige anerkannte freie Träger in der Stadt, der für Menschen afrikanischer Herkunft, afro-deutschen Familien und anderen Schwarzen Menschen vielfältige Unterstützungs­angebote schafft. Gerade wurde dem Verein von der Senats­verwaltung für Integration und Migration eine Förderung abgelehnt. Joliba freut sich über öffentliche Unterstützung und Spenden.

Termine:

Am 10. Januar findet in Berlin im Other Nature – Alternativer Sexladen die Vernissage-Eröffnung “Glory Pussy” statt (Facebook-Link).

Bis zum 11. Januar kann man sich anmelden für die Fachtagung des Bundesverbandes feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Die Veranstaltung läuft am vorletzten Januarwochenende in Marburg.

In Berlin findet in den nächsten Wochen eine tolle Veranstaltungsreihe mit dem Namen “Feminist Comeback” statt, u.a. gibt es Veranstaltungen zu A_Sexualität, Fat Shaming oder dem queer-feministischen Zeitungsarchiv in Leipzig.


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Doofe Fragen, das echte Leben und rassistische Soße – die Blogschau

14. Dezember 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 229 von 242 der Serie Die Blogschau

riot_nrrrd lässt uns an ein paar Fragen teilhaben, die ihm_ihr immer wieder mal gestellt werden, die er_sie aber niemals ernsthaft beantworten wird. Außerdem sagt riot_nrrrd im Nachgang zum unsäglichen Silke-Burmester-Artikel über “Behindertenwitze” nochmal an, wo es da hakt.

Über psychiatrische Zwangsbehandlung von Hungerstreikenden in Klagenfurt berichtet Der Lindwurm – wenn “Menschen, die sich gegen politische Zustände wehren, für verrückt erklärt werden und man ihnen noch die letzten Menschenrecht aberkennt”.

Franziska Naja ärgert sich über einen Text, der das so verkürzte wie beliebte Argument, Netzfeminismus und Genderstudies hätten mit dem echtem Leben(tm) nix zu tun, bedient.

“Obwohl Supermärkte trivialer kaum sein könnten, spiegeln sie, wie kein anderer Ort, die Alltäglichkeit von Rassismen und Sexismen wider” – zum Beispiel durch penetrantes Affirmieren des Wortes “Zigeuner”, wie Filiz Demirova bei EDEWA analysiert. Den Beitrag gibt es dort auch in englischer Sprache sowie als Audiofassung zum Nachhören im Radio.

Unsichtbarmachung, Wegnennung, Misogynie: Karnele ärgert sich über “Schwulenverehrung und Lesbenhass” in diversen Medien.

Musikhören als Kreativitätsförderung, oder auch: Wie mensch an der Universität intervenieren kann. Mehr NOISEAUX, weniger Richard Wagner - ein Text von Jayrôme C. Robinet.

Es gibt Neuigkeiten von der Petition gegen Sexismus im öffentlich-rechtlichen TV – leider , wenn auch wenig überraschenderweise, keine guten. ARD und ZDF lassen keine Auseinandersetzung mit den Forderungen erkennen und sehen keinen Grund an ihrer Praxis irgendwas zu ändern. Juhu.

Das Fat Up Kollektiv macht ein Zine! Und zwar mit euren Beiträgen: “Gedichten, Texten, Erzählungen aus dem eigenen Leben oder Fiktion, Überlebens_Ratschläge/Guides für fette Feiertage/Familienfeste, Rezensionen, Tipps und Schnipps bis zu Bildern, Gemälden, Collagen oder Comics und noch mehr und mehr und übermehr – schickt uns eure fetten Beiträge an fatup@riseup.de bis Ende Januar (2014) und gestaltet mit uns ein dickes, fett-ziges Zine für alle fett-positiv gelaunten und denkenden Mit_Menschen!”

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Zeitlose Gewalt und Schweigen als Reflexion – kurz verlinkt

28. November 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 214 von 231 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links:

Am Wochenende gab es wieder eine Menge Aufregung im Berliner Protestcamp: Auf Refugee Strike Berlin werdet Ihr auf dem laufenden gehalten.

Die poetic scrrremo Band Locked Out aus Marburg sind letztens aufgetreten.

Englischsprachige Links:

Über Gewalt und wie “zeitlos” sie leider ist, erschien ein Artikel auf The Feminist Wire.

Der Trans Day of Remembrance und Schweigen als stille Reflexion: Lesenswerter Artikel auf Janet Mock.

Eine Diskussion um Michelle Obama und feministische Alpträume erschien als Video-Session auf MSNBC.

Und Rihanna mal wieder: Dieses Mal geht es um Haare als Widerstand.

Auf dem Gender Blog erschien ein Artikel zu trans*feindlicher Sprache.

Außerdem erschien noch ein guter Artikel zu Lily Allens rassistischem Fail, ebenfalls erschienen auf The Feminist Wire.

Termine nach dem Klick: (mehr…)


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Desiring Disability

21. Oktober 2013 von Gastautor_in

Wir freuen uns über diese Filmrezension zu “The last taboo – in bed, everyone’s able” von Sophie. Sophie arbeitet zur Zeit in der Republik Moldau mit besonderen Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen. Neben Basisarbeit und Russisch lernen bastelt sie auch an einer Dokumentation von/mit/über diese.

In der Dokumentation “The last taboo” (2012) wird über Sex aus behinderter* Perspektive verhandelt. Die sechs Protagonist_innen sprechen über Begehren, Liebe, Partner_innenschaft sowie Identitäts- und Geschlechtsverhandlungen behinderter Körper in einer Gesellschaft, die diese nur durch ein “kann nicht” oder “ist nicht” bestimmen. Neben identitären Strategien und subversiven Potentialen behinderter Körper zeigt der Film auch, was sogenannte “abled poeple” von behindertem Sex lernen können.

Vielleicht doch etwas zu optimistisch gewählt, kündigt der Titel der Dokumentation an, sich mit dem letzten Tabu der (unserer ?) Gesellschaft auseinander zu setzen – der Sexualität von Menschen mit Behinderung. Der Regisseur, Autor und Co-Produzent Alexander Freeman – er lebt mit Zerebralparese – macht dabei seine eigenen sexuellen Erfahrungen zum Ausgangspunkt.

Der Film beginnt mit einem klassischen “Diagnosenouting” der sechs Protagonist_innen. Sie sind Rollstuhlbenutzer_innen, ihre Körper als “körperlich behindert” markiert. Sie sprechen über ihre Schwierigkeiten bei der Partner_innensuche, Normalisierungszwänge, ihr Leben mit Assistenz, über ihren individuellen (sexuellen) Werdegang und kollektive Erfahrungen als Teil einer diskriminierten Gruppe. Unterbrochen werden die Interviews von Alexander Freemans Schilderungen. Er erzählt in einem leeren, schwarzen Raum über seine erste sexuelle Erfahrung mit einer anderen Person – und das sehr bildlich. In dieser ästhetisierten Umgebung, die Kamera auf schwarz-weiß gestellt, sagt er, nüchtern betrachtet, nicht viel Neues. Er spricht darüber, wie gut sich Brüste anfühlen, wie schräg der erste Kuss sein kann und vor allem über Intimität. Das Potential dieser Bilder ist auch gleichzeitig das, was der Film sich zum Thema vornimmt.

Denn es ist ein behinderter Körper mit schwerlesbarer Mimik und unkontrollierten Armbewegungen, durch den über Sex gesprochen wird. Diese Bilder suggerieren dem_der Zuschauer_in Begehren und Behinderung endlich auch mal zusammen zu denken anstatt gegeneinander. In einer ableistischen Gesellschaft ist der behinderte Körper kein sexueller Körper, wie Lauren Heller, eine der Protagonist_innen, hervorhebt: “my hips don’t work, so I don’t want to have sex? I don’t get it” [zu deutsch: "meine Hüften funktionieren nicht, also möchte ich keinen Sex haben? Das verstehe ich nicht"]. Fehlschlüsse wie diese sind auch als eine Strategie der Normgesellschaft zu deuten, mit der versucht wird Distanz aufzubauen – so Laurens Ex-Partnerin Erin Pfeifer, um so der Angst “aus dem Weg zu gehen”, die der unbekannte, behinderte Körper auslösen kann.

Was den Film auszeichnet, ist vor allem, dass es zwar auch um Begehren “trotz” Behinderung geht, aber dass auch Begehren der Behinderung angesprochen wird, ohne dies auf einen Fetisch zu reduzieren oder gar zu pathologisieren. Während sich der gegenwärtige (und längst überfällige) Diskurs über sexuelle Assistenz für Menschen mit Behinderung eher im ersteren Kontext abspielt, wird in diesen Film Begehren auch als subversive Strategie thematisiert, der den “abled body” dekonstruiert.

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Fruchtbarkeitsmythen, Vorbilder und Habermas’ AfD Ausrutscher – Die Blogschau

30. Juni 2013 von Sabine
Dieser Text ist Teil 208 von 242 der Serie Die Blogschau

Helgas Text hat den Bericht in The Atlantic zum Thema Kinderwunsch und Alter analysiert. Dieser räumt mit einigen Fruchtbarkeitsmythen auf: etwa mit dem Bio-Mythos der „tickenden Uhr bei Frauen ab 35“. Wobei es natürlich auch wichtig zu wissen ist, dass die Fruchtbarkeit des Mannes ja tatsächlich ab dem 35. Lebensalter abnimmt.

„Sei ein Mädchen, verstehe dich als Partnerin, werde Mutter.“ Wie schmerzvoll die Anrufung als Mutter auch in queer-feministischen Kreisen sein kann, steht auf Don’t Degrade Debs Darling.

„Als kleiner Mensch war ich gewohnt, vor größeren auszuweichen und Platz zu machen (…)“ Nina LaGrande erzählt eine Geschichte aus ihrem Alltag, weil Erzählungen von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit kaum sichtbar sind.

Vorbilder, anyone? “… würde ich mich freuen, wenn ihr mir eure Vorbilder zeigt, die grob aus den Bereichen Fat Acceptance, Body Positivity, Feminismus, Fat Fashion, Plus Size kommen.”

Auf Afrikawissenschaft findet ihr spannende Fundstücke aus den Medien von Bono bis hin zu Südafrika – 20 Jahre nach der Apartheid, und wieder zurück nach Deutschland zu Blackface-Diskussionen.

Antje Schrupp spricht mit Elke Brüns über das Bedingungslose Grundeinkommen und darüber wie eine Gesellschaft aussähe, in der jeder Mensch über ein Einkommen verfüge.

Hauptsatz: Habermas schreibt einen Text über die Vereinbarkeit von Demokratie und Kapitalismus. Nebensatz: Der „Alternative für Deutschland“ sei Erfolg zu wünschen, so Habermas. Julia Schramm analysiert diese Aussage und ihre Implikationen. Sehr aufschlussreich.

Als das DHM (Deutsche Historische Museum) die Kolonialgeschichte stahl…

OHA-ranienplatz … Der Kampf für Freiheit ist mehrdimensional. Über Sexismus und Rassismus auf dem O-Platz (Oranienplatz, Berlin).

Ein Briefwechsel auf Undercoverofcolor. „Betreff: Du hast mir nie erzählt das es SO schwer sein wird!“

Auf Denkwerkstatt finden Journalist_innen hilfreiche Tipps und Links, wenn es darum geht in der Berichterstattung nicht in Klischees und Stereotypen zu verfallen.

Und bei Femgeeks fragt Charlott, warum Wissenschaftlichkeit und die Liebe zum kritischen Hinterfragen meist nur so weit reiche, bis ein dicker_fetter Körper in den Fokus kommt.

Morgen ist Juli. Auf Fatty Fashion Challenge gibt es eine neue Herausforderung für diesen Monat: Was ist Eurer Festivaltrend? Lust auf Konzerte in Erfurt und Berlin? Dann schaut mal hier.


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