Einträge mit dem Tag ‘Behinderung’


#Ohlauer, der Wunsch nach einem Fettcamp und Fußball-WM – die Blogschau

28. Juni 2014 von Nadine

#Ohlauer: Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Schule in der Ohlauer Straße in Berlin nach wie vor von den übrig gebliebenen Bewohner_innen und deren Unterstützer_innen besetzt und akut räumungsbedroht. Es wird um jede Unterstützung gebeten, vor allen Dingen ist Präsenz von Personen vor Ort wichtig – schreibt auch Sharon Dodua Otoo in einem Gedicht – als Zeichen der Solidarität mit den Geflüchteten und deren Forderungen und als Protest gegen die drohende Zwangsräumung, die massive Einschränkung der Pressefreiheit, das gewaltvolle Vorgehen der Polizei gegen Bewohner_innen und Protestierende, die menschenrechtswidrige, rassistische (Asyl-)Politik von Bezirk und Senat.

Aktuelle Infos bekommt vor allem über den Infopoint in der Reichenberger Str. 63a, die auch per Mail [ ohlauerinfopoint@gmx.de ] und telefonisch unter  0176 975 284 14 erreichbar ist. Auf Twitter, ihrem Blog und über Facebook posten die Aktivist_innen des Infopoints Statements der verbliebenen Bewohner_innen, Neuigkeiten zur Lage in und rund um die Schule, Aufrufe, Spendengesuche und etliches mehr. Im Infopoint könnt ihr außerdem eure Spenden abgeben, Schlafplätze für die ehemaligen, teilweise mittlerweile obdachlosen Bewohner_innen der Schule anbieten oder eure Unterstützung für Schichten anbieten oder was auch immer gerade gebraucht wird.

Heute Nachmittag gibt es um 16 Uhr eine Soli-Demo vom Hermannplatz über den Oranienplatz zur Schule. Am kommenden Dienstag sind bundesweit alle Schulen und Hochschulen dazu aufgerufen, sich am Refugee Schul Streik zu beteiligen, um sich mit den Geflüchteten in Deutschland und europaweit zu solidarisieren und gegen die rassistische Asylpolitik der BRD und Europa zu demonstrieren. Los geht’s für Berlin um 10 Uhr am Roten Rathaus.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD Bund e.V.) hat eine Pressemitteilung zur Situation an der #Ohlauer veröffentlicht, in der sie kritisiert, dass das derzeitige Vorgehen von Bezirk und Senat bewusste Täuschungen und Zermürbungstaktiken sind, um die Geflüchteten zur Aufgabe zu zwingen und ihre Forderungen nach z.B. dauerhaftem Bleiberecht als unerfüllbar darzustellen.

Das Bündnis “Zwangsräumung verhindern!” analysiert in ihrer Zusammenfassung des gestrigen Tages ebenfalls das Vorgehen der Berliner Politik und weist auf die Wichtigkeit der Besetzung der Schule hin für die Geflüchtetenproteste in Deutschland hin.

Sharon Dodua Otoo weist in einem sehr lesenswerten englischsprachigen Beitrag auf die bisher nicht stattfindende Berichterstattung bundesweiter und internationaler Medien (nicht nur) im Fall der besetzten Schule in Kreuzberg hin, verdeutlicht noch einmal die prekäre Lage von Geflüchteten in Deutschland, resümiert deren Proteste seit dem Jahr 2000 und appelliert an die Verantwortlichkeit der Presse.

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Essen, Fußball, Horrortussis – kurz verlinkt

25. Juni 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 239 von 252 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die behindert und verrückt feiern Pride Parade Berlin ist nicht parteien- oder institutionsgebunden. Wir benötigen daher Unterstützung finanzieller Art, um die Parade und die begleitende Kampagne durchzuführen.” – so der Aufruf der Organisierenden.

Die politischen Dimensionen des Essens werden derzeit an der Uni Erfurt im Projekt „Das Essende Subjekt“ erforscht. Radio F.R.E.I. hat mit der Amerikanistin Nina Mackert über die politischen Dimensionen von Körper und Essen und den damit verbundenen gesellschaftlichen Vorstellungen gesprochen.

Der Deutschlandfunk sendete einen Beitrag über den zunehmenden Antisemitismus deutscher Intellektueller.

[Inhaltshinweis: Antisemitismus, Rassismus] Erst vor kurzem schrieb Charlott unter anderem über den Zusammenhang von Fussball und Nationalismus; beim WM-Spiel der deutschen gegen die ghanaische Mannschaft gab es dann kein Halten mehr: “Sixt” schaltete eine rassistische Werbeanzeige, deutsche Fußballfans zeigten sich in Blackface, und auf Twitter gab es einige rassistische Äußerungen. Der DFB überklebte währenddessen lieber erneut ein Anti-Rassismus-Plakat in einem Stadion. Das Time Magazine kontextualisiert die Vorfälle (auf Englisch).

Die lesbische Künstlerin und visuelle Aktivistin Zanele Muholi aus Südafrika spricht im Interview mit dem Freitag über ihren Aktivismus, ihre Kunst und über rassistische und hetero_sexistische Gewalt.

Meredith Haaf analysiert in ihrem Essay sehr treffend die verfehlte Feminismusdebatte (TM) und die Erfindung der “Horrortussi“. Den feministischen Debatten in der Öffentlichkeit fehlt es an Radikalität.

Die aktuelle Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung Mittelweg 36 ist draussen – mit einem Schwerpunkt zu der 2012 verstorbenen Feministin Sulamith Firestone, inklusive eines Nachrufs von Susan Faludi.

Im Tagesspiegel wird Maria Wersigs Buch zum Ehegattensplitting besprochen, und einige der sich um eben jenes rankenden Mythen (wie beispielsweise, dass es bei der Einführung eben dem Zeitgeist entsprochen hätte) werden als eben solche entlarvt.

Die Frankfurter Rundschau berichtet über die Flüchtlingsfrauenkonferenz und die Probleme, vor die geflüchtete Frauen oftmals gestellt sind.

englischsprachige Links

Warum die Darstellung unterschiedlicher Körper(formen) in den Medien wichtig ist – und Orange Is The New Black vorbildlich voran geht, wird in der Huffington Post besprochen.

Lindsey Dennis ärgert sich bei Feminspire über die heteronormativ-androzentrisch verengte Perspektive, die sehr oft auf das Thema Safe(r) Sex gerichtet wird.

[Inhaltswarnung: Cis-Sexismus, Gewalt, Folter, Mord] Es gab wieder einen Mord an einer trans* Frau of Color.

“Hör auf mich zu unterbrechen.” “Das habe ich gerade gesagt.” “Das braucht keine Erklärung”: Diese drei Sätze sollten alle Frauen lernen, schreibt Role Reboot.

Eine Studie hat herausgefunden, dass Richter, die mindestens eine Tochter haben, häufiger dazu tendieren ihre Entscheidungen an Frauenrechten zu orientieren. Es gibt viele Erklärungsfaktoren für diese Wahl, aber am plausibelsten erscheint, das sich die Lebensrealitäten von Frauen, den eigenen Töchtern, und der gesellschaftlichen Ungleichbehandlung ihre Wahrnehmungen prägen.

Discover Football organisiert die international Kampagne Moving Perspectives zu Frauenfußball und Empowerment zur WM in Brasilien. Sie werden im Zeitraum vom 25. Juni- 13. Juli in Rio de Janeiro vor Ort sein und vom 3.Juli bis 7. Juli von Fußball- und Menschenrechtaktivistinnen, sowie Journalistinnen aus Argentinien, Brasilien, Ghana, Iran, Kamerun, Kanada, Mexiko, Nigeria und Uruguay unterstützt. Dazu gibt es auch ein Blog.

#BringBackOurGirls: Boko Haram entführte nun dutzende weitere junge Frauen – Al Jazeera berichtet.

Termine in Berlin, Freiburg, Münster, Wien

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Conchita Wurst, Inklusionsmärchen und alternative Umgänge mit Kritik – die Blogschau

24. Mai 2014 von Nadine
Dieser Text ist Teil 246 von 259 der Serie Die Blogschau

Jayrôme toleriert Eurovision Song Contest Gewinnerin Conchita Wurst nicht und begründet ausführlich, warum.

Queer_Einsteigen hat einen Aufruf zum Erhalt der MONAliesA Frauenbibliothek in Halle Leipzig veröffentlicht. Die Einrichtung musste Ende letzten Jahres wegen finanzieller Schwierigkeiten ihren Betrieb einstellen. Es wird um Spenden gebeten, um die personelle und finanzielle Infrastruktur wieder herzustellen.

Jay schreibt im Virtual Retreat Center über alternative Umgänge mit Kritik jenseits von Zurückweisung und Selbstabwertung.

Anna Heger erklärt in einem neuen Minicomic, was ein Barcamp ist. Der Comic ist anlässlich des bald stattfindenden FemCamps in Wien entstanden.

“Ich will nicht in eine Gesellschaft inkludiert werden, die mich in seine Mitte lässt, weil sie in mir etwas sieht, was sie nutzen kann und mir ebenjenen Platz nur im Tausch anbietet”, argumentiert Hannah C. Rosenblatt, wenn es um Inklusion und Behinderung geht und kritisiert damit die Verwertungslogiken hinter vielen (vorgeblichen) Antidiskriminierungspolitiken.

Vor einer Woche schrieb ich einen sehr persönlichen Text zum Internationalen Tag gegen Homo- und Trans*diskriminierung (IDAHOT) auf meinem privaten Blog.


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“Weißgewaschene” Reproduktionsrechte und Pionierinnen elektronischer Musik – Kurz Verlinkt

12. März 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 226 von 252 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Queerblick.TV hat die 18-jährige Franziska zu ihrer Coming-Out-Geschichte interviewt.

Migazin wirft noch mal einen Blick auf #terrorthilo, die auf rechtspopulistischer Seite oft so abgefeierten demokratischen Grundrechte und wem sie in Sachen Widerstand eigentlich versagt werden.

Das Projekt “GrenzWerte” will Kinder gegen sexuelle Grenzüberschreitungen sensibilisieren. Die Taz stellt das Projekt vor.

Die Münstersche Zeitung berichtet von den Aktionen zum Frauenkampftag in Münster, es geht u.a. um die Unsichtbarmachung von Lesben.

Der Tagesspiegel schreibt über die Versäumnisse, auch Behinderte, die als Kinder in Heimen untergebracht waren, angemessen zu entschädigen.

Die Zeit stellt Tanja vor, die als @rollifraeulein auf Twitter unterwegs ist. Tanja berichtet von ihrem Alltag in einer ableistischen Gesellschaft.

Der diesjährige Clara-Zetkin-Frauenpreis geht an Women in Exile, ein selbstorganisiertes Flüchtlingsfrauenprojekt in Potsdam. Herzlichen Glückwunsch. Auf der Parteiseite der Linken gibt es mehr über die Veranstaltung.

Wir haben Fotostrecken zur Frauenkampftags-Demo in Berlin gesammelt: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

englischsprachige Links

Salon.com schreibt über das “Whitewashing”, wenn es um reproduktive Rechte geht. Aktivist_innen sowie die Anliegen Schwarzer Menschen und People of Color werden bei diesem Thema regelmäßig an den Rand gedrängt oder gar nicht erst mitgedacht. Die Mädchenmannschaft hat zu reproduktiven Rechten Anfang des Jahres einen Podcast veröffentlicht.

Championupnorth stellt sieben visionäre Frauen vor, die den Weg für elektronische Musik geebnet haben, mit beeindrucken Video- und Tonaufnahmen.

Auf Neutrois.me werden fünf Mythen über genderqueere Transitionserfahrungen auseinander genommen, unter anderem geht es auch darum, wer unter welchen Umständen “richtig” und “weniger” Trans* ist.

Auf Index on Censorship werden acht Frauen vorgestellt, die 2013 für Meinungsfreiheit gekämpft haben. Denn – oh Wunder – sie wird oft denjenigen aberkannt, die sich gegen Diskriminierungen zur Wehr setzen.

The Great Swedish Unknown berichtet über die gewaltvollen Übergriffe auf Aktivist_innen einer Demonstration zum 8. März in Malmö.

Colorlines stellt einen Film vor, der die Geschichte einer Muslima nacherzählt, die für Großbritannien im Zweiten Weltkrieg in Frankreich stationiert war.

Jay The Nerdkid schreibt über sich: Muslim_a, queer und Feminist_in – es ist so kompliziert, wie es klingt.

spanischsprachige Links

Der Gallardón-Effekt: Alerta Feminista!” Ein Bericht zu feministischen Protesten gegen die geplante Illegalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Spanien. Falls ihr Übersetzungsschwierigkeiten habt, hilft evtl. Google Translator weiter! / If you struggle with the translation, maybe Google Translator can help you.

Termine

Am 30. März beginnt die internationale Anti-Street-Harassment-Woche.

Die ISD ruft für diesen Samstag zum antirassistischen Protest gegen die M-Straße auf und fordert die Umbenennung in Nelson-Mandela-Straße. Danach gibt es Programm zu Ehren Mandelas im Betahaus.


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Schwarzers Geld und Geiz, Klassismus und Körperbehaarung – die Blogschau

8. Februar 2014 von Nadia
Dieser Text ist Teil 233 von 259 der Serie Die Blogschau

Alice Schwarzer s Geld, oder: “Feminismus, reich und geizig” – einen guten Text zur Causa Alice gibt es auf L-talk.

Um Frauen mit Behinderung und häusliche Gewalt geht es auf Behindertenparkplatz – ein sehr wichtiger Text, mit Inhaltswarnung.

Heterokultur, Klassismus, Sisterhood und malochen unter *Männern: Auf techno candy könnt Ihr einen superguten Text dazu lesen.

Um Adipositaschirurgie und Fat Shaming geht es auf Arge Dicke Weiber.

“Mit dem Er­werb einer so ge­nann­ten „hö­he­ren Bil­dung“ habe ich mir die­sen Dia­lekt ab­trai­niert” – und zwar: Ruhrplatt. Wie das kam und noch mehr zu Wor­king­ Class und Po­ver­ty­ Class könnt Ihr auf clararosa nachlesen.

Letzte Woche jährte sich der Todestag von Hatun Sürücü, wir verweisen nochmal auf einen Text von Sakine aus dem letzten Jahr.

Take your hair back: Heng schrieb über Körperbehaarungs-Trollerei (mit Viraleffekt) und über Solidarität.

Geteilte Ansichten beschäftigte sich mit Opferentschädigungsverfahren.

Dangerbananas veröffentlichte den offenen Brief an den Heimatfhafen Neukölln. Anlass: Anti-asiatischer Rassismus.

Außerdem gab es einen offenen Brief an die SPD, die ein Integrationszentrum Zentrum der Ausgrenzung für mehrere Millionen Euronen plant: Hier der Brief, hier ein weiterer Text von Noah Sow.

Queerulantin sucht Artikel zu (Nicht)Beziehungen und Musik.

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Reproduktive Rechte im Kontext – der Winterpodcast

4. Februar 2014 von der Mädchenmannschaft

Winterzeit, Podcastzeit: Diesmal geht es um reproduktive Rechte und feministsche Debatten um jene.  Dazu gehören zum Beispiel Fragen wie: Für wen sind die “Pille danach” oder Abtreibung relevante Themen? Nicht nur Frauen können schwanger werden, und nicht für alle Frauen ist schwanger werden können ein großes Thema – aus verschiedenen Gründen. An welche Personen werden überhaupt Anrufungen “eine Familie zu gründen” gerichtet? Wem wird es eigentlich verunmöglicht?

Vor einer Woche haben sich accalmie, Anna-Sarah, Charlott und Nadia zusammengefunden und überlegt, was uns an dem Thema Reprorechte wichtig ist und welche Leerstellen sich in Debatten darum oft ausmachen lassen. Spoiler alert: Reproduktionsrechte betreffen den gesamten Lebenszyklus (na, wer hätte das gedacht ;) ).

Unten findet ihr einige vertiefende Links zu Dingen, über die wir gesprochen haben; mehr noch, wenn ihr zum Beispiel “reproduktive Rechte” ins Suchfeld hier auf der Seite eingebt. Wie immer freuen wir uns über Feedback und besonders über Hinweise auf eigene Beiträge und auf Facetten, die wir nicht im Blick hatten.

Die Weltbevölkerungskonferenz Kairo 1994:

Abtreibung(srechte):

“Pille danach”:

Familienpolitik in der BRD:

Cissexistische Rechtslagen in Deutschland:

Behinderung und Sexualität:

Familienbilder und -mythen:

 


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Gratis-Entwicklungshilfe, goldene Facepalmen und siruptriefende Pfannkuchen – die Blogschau

11. Januar 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 231 von 259 der Serie Die Blogschau

“Wir sind gekommen, um euch eine helfende Hand zu reichen und kostenlos Nachhilfe zu geben, man könnte es auch Entwicklungshilfe nennen”- das Bündnis Mind The Trap intervenierte eindrucksvoll bei einer fragwürdigen Tagung über Zugangsbarrieren zu Kulturproduktionen. Es gibt auch ein Video von der Aktion zu sehen.

Rambling Rose wagt die Prognose: “Der Trend zur Definitionshoheit weisser (Medien-)mac_h_ker hält an. Sie wollen auch 2014 entscheiden, was rassistisch und/oder sexistisch ist.” Ganz vorne mit dabei in Sachen Nichtrassismus und -sexismus: Comedy mit natürlich besten Absichten.

In der TV-Talkshow Beckmann ging es vorgestern unter dem Titel “Was ist schon normal? Leben mit behinderten Menschen” um Inklusion. Während und nach der Sendung wurde heftig auf Twitter über die Gäste und Inhalte diskutiert. Die Leidmedien haben ein paar Meinungen zusammengetragen.

mara vom Futblog erzählt darüber, wie anders in ihrem Umfeld mit der Liebesbeziehung ihres Bruders umgegangen wird als mit ihren eigenen: “heute weiss ich, dass meine sexualität kein thema war weil es etwas ungewisses ist, etwas womit sie keine erfahrung haben, weil ich schlicht und ergreifend nicht heterosexuell bin.”

Warum “sich jetzt einmal alle (egal welcher Sexualpräferenz) in einer Schlange anstellen und die güldene Facepalme an Norbert Blüm überreichen” dürfen, sagt C. Rosenblatt beim Ein Blog von Vielen.

“‘Wenn unsere Kinder homosexuell werden, sterben wir alle aus” ist das neue “wenn die Erde keine Scheibe mehr ist, fallen wir alle runter’.”- Fabienne Vesper über #idpet und das Klima, in dem diese Petition stattfindet.

“Danke, dass ich deine Wichsvorlage sein darf, nicht wahr?” – Naekubi hat sich mit den Rassisten und Sexisten von Amy & Pink rumgeschlagen. Auf dass ihr die Löffel niemals ausgehen mögen!

Bei Don’t degrade Debs, darling! berichtet die Auorin: “Es ist nun über 6 Monate her, dass ich bei der Polizei meine Anzeige gemacht habe. Seit dem warte ich. Ich bin geübt, aber nicht besonders gut im Warten und ich merke, wie dieses scheinbare EsGeschiehtNichts an mir nagt.

Steinmädchen betrachtet das neue Projekt Heimwegtelefon kritisch: “Das Heimwegtelefon reproduziert viele Mythen und die Arbeit, die Frauen seit Jahrzehnten in Gruppen und Institutionen gegen Diskriminierung und Gewalt leisten wird völlig übergangen. Es wird nicht auf Wissen zurückgegriffen, das Feministinnen mühsam angeeignet haben und immer immer wieder wiederholen.”

Katrin erklärt in ihrem Blog Reizende Rundungen zunächst in englischer, dann in deutscher Sprache, warum in der Aufforderung, Menschen nicht nach ihrem Äußeren zu beurteilen, oftmals eine Riesenportion Fatshaming enthalten ist: “Denn ja, natürlich sollte man niemals nur nach dem Aussehen beurteilen, weder wegen dem Stil, den Haaren, den Klamotten oder dem Körper eines Menschen. Aber, und hier kommt ein sehr großes aber, man sollte das nicht nur nicht tun, weil sich unter dem „hässlichen“ ein schönes Inneres verbergen könnte. Sondern man sollte das generell nicht tun, egal was man darunter zu erwarten hat!”

Warum Jay vom Virtual Rereat Center einen Sonntag im Monat in der Küche verbringt und einen haufen zusätzliche Teller angeschafft hat: “Ich lade eine Runde feministischer Spaßverderber_innen ein, um gemeinsam Spaß haben zu können. Wir achten gemeinsam darauf, eine Stimmung zu schaffen, mit der sich alle wohl fühlen, statt von anderen als diejenigen wahrgenommen zu werden, die schlechte Stimmung verbreiten. Wir versuchen füreinander Platz zu schaffen, um miteinander Platz nehmen zu können.”

“Abseits von cismännlichem Technik-Expertenmackertum Probleme mit Rechnern, Computern, Maschinen bequatschen, Erfahrungen austauschen, Fragen beantworten und die sprichwörtliche “Hilfe zur Selbsthilfe” anbieten” – das gibt’s am 17.1. und ab dann jeden dritten Freitag im Monat, erzählt riot_nrrrd. Denn dann findet bei TrIQ (Glogauerstraße 19, Hinterhof, 10999 Berlin) eine Computersprechstunde für alle interessierten Trans*, Inter*, Lesben und Frauen* statt.

Und auch das hier bitte schon mal fett im Kalender anmarkern: Am 19. Januar 2014 im FAQ Infoladen (barrierearm), ab 15:30: Vortrag und Spoken Word der Aktivist*innengruppe FatUp!

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CeCe McDonald kommt frei! – Kurz verlinkt

10. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 217 von 252 der Serie Kurz notiert

Da sich über unsere Pause einiges an Links angesammelt hat, gibt es hier für diese Woche zwei Teile unserer Zusammenstellung:

Deutschsprachige Artikel

Im Tagesspiegel gibt es ein wirklich lesenswertes Interview mit der Autorin Zadie Smith über ihre Literatur, weißsein als unbenannter Standard und Klasse.

“Weil er sich das Leben nehmen wollte, saß der Asylbewerber Ettayebi Bouzalmate in der Psychiatrie – bis ihn die Polizei zur Abschiebung abholte.”, schreibt die Süddeutsche.

Englischsprachige Artikel

Worker’s World berichtet, dass Mitte Januar CeCe McDonald aus dem Gefängnis entlassen werden soll! McDonald war verurteilt worden, nachdem sie sich bei einem rassistisch und trans*feindlichen Übergriff zur Wehr gesetzt hatte. Sie wurde in ein Männergefägnis interniert. Laverne Cox ist gerade dabei eine Dokumentation über sie zu drehen.

Wie kannst du einer dir nahe­stehenden Person Unterstützung geben, wenn diese eine Panik­attacke oder einen Flash­back hat bzw. durch etwas getriggert wurde? Sometimesmagical hat ein paar hilfreiche Tipps zusammengetragen.

“Besides Harriet Tubman and Rosa Parks, Black women do not get as much praise when it comes to the history of Black people.” schreibt Kimberly Foster in ihrem Artikel und wünscht sich, dass Aktivistinnen der Schwarzen Bürger_innenrechts- und Black Panther-Bewegungen mehr in den Blick genommen werden.

Auf colorlines.com gibt es einen sehr lesens­werten Artikel über die rassistische und hetero_sexistische Rezeption des Schwarzen weiblichen Körpers als “gefährlich” und “unkontrolliert”.

Eve Ensler, Initiatorin von One Billion Rising, reagierte auf die Kritiken im letzten Jahr und verkündete, dass One Billion Rising nun auch vermehrt Staatsgewalt in den Blick nehmen möchte. Ziemlich halb­herzig und ohne wirkliche politische Konsequenz, findet die Autorin von Prison Culture.

Es gibt Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Behinderungen… Falsch! Diese Dichotomie nimmt That Crazy Crippled Chick aus­einander und thematisiert den Ableismus dieser Annahme.

Charlott Cooper veröffentlicht bei Obesity Timebomb ein wissenschaftliches Paper zum Umgang von Fat-Aktivist_innen und Medien. Cooper stellt dem voran:

It’s research by and about fat people. This pretty much never happens.

It’s a research paper that’s underpinned by Research Justice values, which are about recognising and drawing on community expertise, and creating research that benefits those communities directly. This pretty much never happens either.

Termine in Hamburg, Köln und Wien


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LGBT-Aktivismus in Jamaika, Pussy Riot und bald eine Nelson-Mandela-Straße in Berlin? – Kurz Notiert

8. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 216 von 252 der Serie Kurz notiert

Englischsprachige Artikel:

Am Ende eines Jahres kommen immer die obligatorischen Jahres­rück­blicke: Die Mädchenmannschaft blickte auf das Jahr 2013 mit einem Debatten­rückblick in zwei Teilen zurück (Teil 1 und Teil 2). Feministing trug die “besten feministischen Musikvideos 2013” zusammen. For Harriet präsentiert zehn Bücher von Schwarzen Autorinnen, die 2013 veröffentlicht wurden. PolicyMic bennent die “28 Iconic Feminist Moments” und Ms Magazine trug die “Feministischen Held_innen 2013” zusammen. Eine Liste von 14 jüdischen Frauen, die 2014 noch mehr Aufmerksam­keit verdienen, hat The Jewish Daily Forward zusammengetragen. Einen Jahresrückblick, der den Fokus auf die rassistischen Ausschlüsse durch weiße Feminist_innen legt, hat The Colored Fountain geschrieben.

Bim Adewunmi schrieb die rassistischen Erfahrungen auf, die sie in Berlin machte – eine Stadt, die oft als multi­kulturell und inter­national beschrieben wird: “The everyday microaggressions I experience as a black woman in Berlin”.

Der jamaikanische Professor und Autor Thomas Glave resümiert die letzten 15 Jahre von LGBT-Aktivismus in Jamaika und stellt die Organisation vor, die er mit gegründet hat: J-FLAG.

In Uganda wurde kurz vor Weihnachten ein “Anti-Homosexualitäts-Gesetz” verabschiedet. Eine Petition fordert den Präsidenten auf, das Gesetz zu stoppen: Tell the Ugandan President to Abolish Anti-Homosexuality Bill.

Dances With Fat nimmt fünf diskriminierende (und falsche!) Argumente auseinander, die Aktivist_innen, die sich für Körper­vielfalt und Health At Every Size (“Gesundheit bei jedem Gewicht”) einsetzen, ziemlich oft hören.

Können Feminist_innen die Musik von R. Kelly genießen? Kurz und knapp: Nein. (Inhalts­warnung: Beschreibung von sexualisierter Gewalt und Miss­brauch)

Ein unglaubliches Interview mussten die beiden aus der Haft entlassenen Pussy Riot Mitglieder über sich ergehen lassen. Gut, dass die beiden die lächer­lichen Fragen mit den coolsten Antworten entgegneten.

Deutschsprachige Artikel:

Auf glokal gibt es einen interessanten Bericht über Spendenwerbung, welche fast aus­schließlich auf problematischen Erzählungen über Länder des Globalen Südens beruhen.

“Zwei Mil­lio­nen Men­schen gehö­ren in Deutsch­land zu den soge­nann­ten Working Poor. Men­schen, die arm sind, obwohl sie arbei­ten. (…) Inzwi­schen arbei­tet jedeR fünfte Lohn­­ab­hän­gige — unter Frauen und Jun­gen jedeR Dritte — nicht in einem unbe­fris­te­ten und sozi­al­­ver­si­cher­ten Job. Das bedeu­tet nicht mehr und nicht weni­ger, als dass die Men­schen nicht trotz Arbeit arm sind, son­dern auf­grund von Arbeit.” schreibt Ingo Stützle in seinem Beitrag “Arm Dank Arbeit“.

In Berlin gibt es die “Mohrenstraße”, deren kolonial-rassistischer Name endlich abgeschafft gehört. Die dazu­gehörige Presse­mitteilung des NGO-Bündnisses „No Humboldt 21! Moratorium für das Humboldt- Forum im Berliner Schloss“ und des Global Afrikan Congress findet ihr als PDF online: “Berliner Mohrenstraße soll in Nelson-Mandela-Straße umbenannt werden“.

Joliba – Das interkulturelle Netzwerk in Berlin e.V. ist der einzige anerkannte freie Träger in der Stadt, der für Menschen afrikanischer Herkunft, afro-deutschen Familien und anderen Schwarzen Menschen vielfältige Unterstützungs­angebote schafft. Gerade wurde dem Verein von der Senats­verwaltung für Integration und Migration eine Förderung abgelehnt. Joliba freut sich über öffentliche Unterstützung und Spenden.

Termine:

Am 10. Januar findet in Berlin im Other Nature – Alternativer Sexladen die Vernissage-Eröffnung “Glory Pussy” statt (Facebook-Link).

Bis zum 11. Januar kann man sich anmelden für die Fachtagung des Bundesverbandes feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Die Veranstaltung läuft am vorletzten Januarwochenende in Marburg.

In Berlin findet in den nächsten Wochen eine tolle Veranstaltungsreihe mit dem Namen “Feminist Comeback” statt, u.a. gibt es Veranstaltungen zu A_Sexualität, Fat Shaming oder dem queer-feministischen Zeitungsarchiv in Leipzig.


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Doofe Fragen, das echte Leben und rassistische Soße – die Blogschau

14. Dezember 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 229 von 259 der Serie Die Blogschau

riot_nrrrd lässt uns an ein paar Fragen teilhaben, die ihm_ihr immer wieder mal gestellt werden, die er_sie aber niemals ernsthaft beantworten wird. Außerdem sagt riot_nrrrd im Nachgang zum unsäglichen Silke-Burmester-Artikel über “Behindertenwitze” nochmal an, wo es da hakt.

Über psychiatrische Zwangsbehandlung von Hungerstreikenden in Klagenfurt berichtet Der Lindwurm – wenn “Menschen, die sich gegen politische Zustände wehren, für verrückt erklärt werden und man ihnen noch die letzten Menschenrecht aberkennt”.

Franziska Naja ärgert sich über einen Text, der das so verkürzte wie beliebte Argument, Netzfeminismus und Genderstudies hätten mit dem echtem Leben(tm) nix zu tun, bedient.

“Obwohl Supermärkte trivialer kaum sein könnten, spiegeln sie, wie kein anderer Ort, die Alltäglichkeit von Rassismen und Sexismen wider” – zum Beispiel durch penetrantes Affirmieren des Wortes “Zigeuner”, wie Filiz Demirova bei EDEWA analysiert. Den Beitrag gibt es dort auch in englischer Sprache sowie als Audiofassung zum Nachhören im Radio.

Unsichtbarmachung, Wegnennung, Misogynie: Karnele ärgert sich über “Schwulenverehrung und Lesbenhass” in diversen Medien.

Musikhören als Kreativitätsförderung, oder auch: Wie mensch an der Universität intervenieren kann. Mehr NOISEAUX, weniger Richard Wagner – ein Text von Jayrôme C. Robinet.

Es gibt Neuigkeiten von der Petition gegen Sexismus im öffentlich-rechtlichen TV – leider , wenn auch wenig überraschenderweise, keine guten. ARD und ZDF lassen keine Auseinandersetzung mit den Forderungen erkennen und sehen keinen Grund an ihrer Praxis irgendwas zu ändern. Juhu.

Das Fat Up Kollektiv macht ein Zine! Und zwar mit euren Beiträgen: “Gedichten, Texten, Erzählungen aus dem eigenen Leben oder Fiktion, Überlebens_Ratschläge/Guides für fette Feiertage/Familienfeste, Rezensionen, Tipps und Schnipps bis zu Bildern, Gemälden, Collagen oder Comics und noch mehr und mehr und übermehr – schickt uns eure fetten Beiträge an fatup@riseup.de bis Ende Januar (2014) und gestaltet mit uns ein dickes, fett-ziges Zine für alle fett-positiv gelaunten und denkenden Mit_Menschen!”

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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