Einträge mit dem Tag ‘BDSM’


Grüße aus der Blogosphäre

3. Oktober 2009 von Helga
Dieser Text ist Teil 11 von 158 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Die stadtpiratin hat “Bitterfotze” gelesen und macht sich äußerst lesenswerte Gedanken dazu.

Im VÄTER Blog geht es um die Fragen nach Vaterteilzeit. Wie gehen die Firmen, die Freunde, die Frauen mit Männern um, die sich mehr um ihre Kinder kümmern wollen?

Erinnert Ihr Euch noch an die Dove-Kampagne mit echten Frauen und dass wir mit den kleinen Mädchen über echte Schönheit sprechen sollen? What’s wrong with the zoo hat ein schönes Video gefunden: Talk to your daughter before Unilever does. (Vielen Dank an Sabine für den Link.)

Im maedchenblog entbrannte eine große Diskussion um die Frage, ob Feminismus und BDSM bzw. Sadomasochismus vereinbar seien.

Transsexuell oder transgender, lesbisch oder gynophil? Sexuelle Orientierung und Identität sind nicht das gleiche, werden aber oft verwechselt. Svenja-and-the-City klärt auf.

DieStandard.at berichtet über eine neue Studie, nach der der Gender Pay Gap ab dem ersten Job besteht. 60 Prozent des Unterschiedes lassen sich durch unterschiedliche Qualifikationen, Auszeiten etc erklären, der Rest lasse auf Diskriminierung schließen.

Die Blase drückt und keine Toilette in Sicht? Abhilfe schafft erstaunlicherweise der Griff in den Schritt. Luise Pusch über den Crotch Grab.

Zum Schluss noch ein TV-Hinweis: Morgen geht es in Mona Lisa (18 Uhr, ZDF) um Intersexualität, ein Thema, dass zuletzt durch Caster Semenya wieder in den Fokus der Öffentlichkeit geriet. Mehr Informationen auf Zwischengeschlecht.info.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Für sexuelles Selbstbewusstsein

7. Juli 2009 von Susanne
Dieser Text ist Teil 10 von 103 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

LES-PETITS-PLAISIRS.blogspot.com

Wie heißt Du?
Viktoria.

Seit wann bloggst du?
Seit Februar 2008.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?

In der Zeit vor dem Abi war ich schlichtweg nicht ausgelastet und hatte entdeckt, dass Bloggen wirklich eine fabelhafte Methode ist, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen und ihnen Ausdruck zu verleihen. Es gab zu viel, was mich annervte: Geschlechterstereotypen, Frauenzeitschriften, Mager-Trends – die Liste ist lang. Mittlerweile habe ich meine Nische in der Auseinandersetzung mit erotischen Themen gefunden. Erotik und Sexualität werden zu häufig nicht richtig gewürdigt. Die Auseinandersetzung mit ihnen ist oft an Geschlechterbilder gekoppelt, oft verschämt und oft stark moralisch geprägt. Zudem gibt es im Internet ein Überangebot an Pornografie – Erotik sucht man häufig vergebens.

Worüber schreibst du?

Über Erotik, Sinnlichkeit, Ästhetik und Sexualität. Wichtig ist es mir, dabei viele verschiedene Aspekte zu beleuchten. Da ich mich aus selbst in der BDSM- und Fetischszene herumtreibe greife ich auch diese Themen auf. Wichtig ist mir zudem aber auch, für partnerschaftliche Kommunikation einzutreten – vor allem in Bezug auf Sex und ein gestärktes weibliches sexuelles Selbstbewusstsein. Dieses ist meiner Erfahrung nach oft noch viel zu gehemmt und wird von Medien, von Pornografie und moralischen Vorstellungen geprägt, was in meinen Augen keine gute Kombination ist. Weitere Themen sind erotische Moden, Kunst, Literatur sowie Sexspielzeug.

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ohne das Internet hätte ich meinen wunderbaren Partner wahrscheinlich nie kennen gelernt und ich hätte nicht die Möglichkeit gehabt, mir meiner Neigungen bewusst zu werden, mich über sie auszutauschen und wegen ihnen kein schlechtes Gewissen mehr zu haben.

Wovon braucht das Internet mehr?

Das Internet braucht mehr Eigeninitiative. Noch haben wir das großartige Glück, uns im Internet frei über Meinungen, Politik und Gesellschaft auszutauschen. Die Frage ist, wie lange dies ohne Zensur noch möglich ist. Ich halte es für sehr wichtig, alternative Ansätze diskutieren zu können, von Mainstream-Medien unabhängig zu sein und Gegenstände von verschiedenen Seiten beleuchten zu können. Es wäre schön, wenn dies so bliebe und mehr Menschen Interesse daran hätten, für die Freiheit im Internet einzustehen und Zensurvorhaben von Seiten der Bundesregierung entgegenzuwirken. Zudem braucht das Internet mehr Frauen, die über wissenschaftliche, politische und kulturelle Themen bloggen. Ich weiß zwar nicht genau, wie das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Bloggern im Allgemeinen so steht, aber besonders viele seriöse Blogs von Frauenseite gibt es nicht.

Frauen im Web sind…
leider noch unterrepräsentiert.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Heise Telepolis und Infokrieg.tv

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an mannschaftspost(at)web.de.


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