Einträge mit dem Tag ‘Audre Lorde’


Wer “macht” Elliot Rodger, warum soll die USA Reparationen zahlen – kurz verlinkt

30. Mai 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 236 von 242 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Wie viel Reform lässt der reformorientierte Papst Franziskus zu? Die Exkommunikation von Martha Heizer, Vorsitzende der österreichischen Initative von “Wir sind Kirche”, zeigt die Grenze auf. Die Initative gründete sich nach Bekanntwerden des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche, in dem auch ein österreichischer Erzbischof involviert war.

Das nigeriansiche Militär will die entführten Schülerinnen geortet haben.

Neonazis überfallen am Sonntagaben die Wahlparty im Dortmunder Rathaus. Die Polzei soll “überrascht” gewesen sein, sogar abgehauen, als die Neonazis mit Pfefferspray drohten, scheibt der Linken-Abgeordnete Utz Kowalewski. Hier ein Video.

Ihr einziges “Verbrechen” sei, dass sie Feministin ist, schreibt das schwedische Blatt “Dagens Nyheter” über ihre Wahl. Mit Soraya Post von der schwedischen “Feministischen Initative” zieht eine Romni in das EU-Parlament ein. Sie hat nichts zu verlieren und keine Angst “pain in the ass” im politischen Establishment zu sein. Post will bewegen, verändern und sich einsetzen. Erfahrung als Mensch “zweiter Klasse” habe sie oft gemacht.

englischsprachige Beiträge

Fünf Punkte, die wir am besten nicht verwenden, wenn wir über Trans* of Color schreiben.

Was passiert, wenn Audre Lorde und James Baldwin diskutieren? Sie sprechen über alles Denkbare, schonungslos und revolutionär. Sie schaffen damit Raum für Differenz.

Warum Amerika Reparationen zahlen sollte, dies argumentiert Ta-Nehisi Coates in seinem viel diskutierten Artikel in The Atlantic.

“Ich wachse mehr und mehr in die Isolation hinein.” Eine Trans* Jugendliche wird für fünf Wochen in Einzelhaft in ein Gefängnis für Erwachsene eingeliefert. Ohne eine Anklage, aber mit Retraumatsierungen.

Im Kontext der misogynen Morde durch Elliot Rodger arbeitet ein interessanter Artikel die Diskurse um Sexualität, Maskulinitäten und Zuschreibungen, insbesondere für Asian-Americans in den USA, heraus.

“Wir werden in der Welt weiterleben, welche Elliot Rodger produzierte.” Dabei müssen zwei zentrale Fragen gestellt werden.

Schauspielerin, TV-Produzentin und LGBTI-Aktivistin Laverne Cox schreibt Geschichte: Sie ist als erste Trans* Person auf dem Cover der Times abgebildet. Es geht um Bürger_innenrechte in den USA.

Termine

Am 3. Juli findet an der Ruhr-Universität in Bochum eine Tagung zu Gender und Pop statt.

“Fehl am Platz? Grenzen queer-aktivistischer Räume” unter diesem Motto wird im Insitut für Wissenschaft und Kunst am 4. Juni in Wien diskutiert.

In Jena gibt es am  2. Juni in der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Möglichkeit, mit der Regisseurin Dagmar Schultz wie der Adefra-Aktivistin Ika-Hügel Marshall den Film über Audre Lorde und ihre Berliner Jahre anzuschauen und darüber zu sprechen.


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Antisemitische Briefe, “Unterdrückte Mehrheit” und Ausschlüsse – kurz verlinkt

19. Februar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 223 von 242 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Im Juli 2013 fand  in der Roten Flora in Hamburg der Kongress smash it all_smash sexism zum Themenkomplex Sexismus und sexualisierte Gewalt statt. Jetzt ist beim Feministischen Institut Hamburg ein Kongressbericht erschienen.

“Christiane Taubira vertritt eine Politik, die Privilegien in Frage stellt.”, schreibt Lena Müller bei der FAZ und zeigt auf mit welchen Anwürfen sich die französische Justizministerin auseinandersetzen muss.

In der Radiosendung Zeitpunkte des rbb gab es einen schönen Beitrag zur Ausstellung und dem Buch “Daima. Images of Women of Color in Germany”. Der Beitrag kann noch bis Sonntag angehört werden.

Monika Schwarz-Friesel und ihr Team haben über 14.000 antisemitische Briefe an den Zentralrat der Juden und Israels Botschaft in Berlin analysiert. Die Jüdische Allgemeine interviewt sie zu den Ergebnissen und der emotional aufreibenden Arbeit.

Moch bis zum 15. März kann die “Kieler Erklärung” unterschrieben werden, die dazu auffordert “umgehend eine bundeseinheitliche Lösung zur Übernahme der Kosten ärztlich verordneter Verhütungsmittel für Frauen und Männer mit geringem Einkommen zu finden”.  Die Erklärung soll im März 2014, 20 Jahre nach der Anerkennung des Menschenrechts auf Familienplanung durch die Internationale Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung in Kairo, der Bundesregierung übergeben werden. (Mehr zur Bevölkerungskonferenz in Kairo und reproduktive Rechte erfahrt ihr in unserem Podcast.)

Der Tagesspiegel berichtet über Einstiegs- (und auch Auststiegs-)Beratungen für Sexarbeiter_innen. Neben dem verwirrenden Benutzen der maskulinen Formen gibt es auch einiges anderes Kritikwürdiges am Artikel; dennoch gibt er einen Einblick.

englischsprachige Links

In den letzten zwei Wochen ging der Film Majorité Opprimée (Unterdrückte Mehrheit) durch das Internet und erfreute sich großer Beliebtheit, wurde zig-Mal geteilt und als “augenöffnend” hinsichtlich von Sexismus-Erfahrungen gefeiert. Dabei reproduziert der Film in erster Linie Rassismus, Klassismus und auch Misogynie, schreibt der Guardian. Worauf weder dieser kritische Text, noch die meisten anderen eingehen: Filmfigur Pierre klagt am Ende nicht etwa eine sexistische Gesellschaft an, sondern sagt, “I can’t take this fucking feminist society anymore”, und gibt damit dem ganzen Film auch noch eine ziemlich explizite anti-feministische Wendung.

Julia Jordan-Zachery schrieb bei For Harriet: “For the Tribe of Black Mothers Who Bury Their Murdered Children“.

We have come together as black feminists to commemorate Stuart Hall who died on 10 February, 2014.“, heißt es bei Media Diversified. Sara Ahmed, Gargi Bhattacharyya, Yasmin Gunaratnam,Vera Jocelyn, Patricia Noxolo, Pratibha Parmar, Ann Phoenix, Nirmal Puwar und Suzanne Scafe schreiben dort über ihre Erinnerungen an Hall und seine Einflüsse als Denker.

Zwar ein etwas älterer Artikel, aber die Informationen werden ja nicht alt. Bei Feminspire also gibt es Antworten auf die uralte Frage: Wie finden Menschen mit Brüsten, die einen BH tragen wollen, am einfachsten die richtige Größe heraus?

Gestern wäre Audre Lorde 80 Jahre alt geworden (wir berichteten). Bei Colorlines wurden Zitate von ihr zusammengetragen.

Für das Bitch Magazine hat Tina Vasquez eine ausführlichen (aber in erster Linie US-zentrischen) Text über cissexistische Ausschlüsse in bestimmten feministischen Strömungen, Akteur_innen, und deren Einflüsse geschrieben. (Hinweis: Beschreibung von Zwangs-Outings und Hass-Nachrichten – und beware of the comments…)

Bis zum 9. März werden künstlerische Werke jeglicher Art für eine Ausstellung mit dem Titel “WHAT IS QUEER TODAY IS NOT QUEER TOMORROW” unter der folgenden Prämisse gesucht: “We are seeking creative work aiming at contextualizing, destabilizing, criticizing, enhancing, beautifying and in any way engaging with given trajectories of »queerness« in brave, playful, funny, loving, disturbing, nauseating or any other number of ways.” Mehr Informationen gibt es bei Facebook.

Termine in Berlin

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Linkliste zu Audre Lordes 80. Geburtstag

18. Februar 2014 von Nadia
Quelle: womanizerblog.com

Quelle: womanizerblog.com

Die Aktivistin, Dichterin und Schriftstellerin Audre Lorde wäre heute 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gibt es hier nochmal für Euch eine fixe Linkliste mit lesens- und ansehenswerten Beiträgen:

Magda schrieb bereits 2012 einen Beitrag in unserer Reihe “Wer war…?”

An der Freien Universität Berlin gibt es einen umfangreichen Nachlass, der Lordes Tätigkeit in der Abteilung für Literatur Nordamerikas des Zentralinstituts John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien (1984-1992) dokumentiert. (mehr …)


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Veranstaltungshinweise: Schwarze deutsche Geschichte in Berlin

14. November 2012 von Gastautor_in

Unsere Leserin Kristin hat ein paar spannende Veranstaltungshinweise für die nächsten Wochen in Berlin zusammen getragen. Vielen Dank dafür!

In den nächsten Wochen gibt es in Berlin eine ganze Reihe an interessanten (empowernden) Veranstaltungen für/von/mit/über Schwarze Menschen in Deutschland. Sie finden zum Teil unabhängig voneinander statt, obwohl sie vieles verbindet, weshalb sie imho zumindest einen gemeinsamen Blogpost verdienen. Besonders die Geschichte(n) Schwarzer Frauen bekommen durch diese Veranstaltungen wunderbar viel Raum und sie bieten die Möglichkeit sich (noch) einmal mit nicht-weißen Perspektiven auf deutsche Geschichte und Feminismus auseinander zu setzen. Außerdem geben sie Gelegenheit für Eltern und/oder Bezugspersonen etc. sich auszutauschen und sich selbst und die nächste Generation zu stärken.

Termin eins ist am Donnerstag, 15.11.: Die Frauenkreise Berlin zeigen um 19 Uhr den Film “Hoffnung im Herzen. Mündliche Poesie – May Ayim” mit anschließender Lesung von Ika Hügel-Marschall – hier der Link zum Facebook-Event.

Samstag darauf (17.11.) gibt es an selber Stelle von 11-15 Uhr einen Empowerment Workshop für Schwarz – Weiße Familien mit Jamie da Silva (bitte anmelden)

Praktisch im Anschluss daran (aber mit genug Zeit dazwischen um von einem Ort zum anderen zu kommen und noch was zu essen o. ä.) zeigt das Frauenzentrum Schokofabrik um 17 Uhr, in der Alten Feuerwache Kreuzberg, den Dokumentarfilm “Audre Lorde – The Berlin Years 1984 – 1992″ von Dagmar Schultz, die ebenfalls anwesend sein wird.

Nächste Woche Mittwoch, den 21.11. stellen ADEFRA e.V. und der Orlanda Verlag das neue Buch “‘Euer Schweigen schützt Euch nicht’ – Audre Lorde und die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland” vor. Es lesen und diskutieren mit der Herausgeberin Peggy Piesche: Katharina Oguntoye, Prof. Dr. Maisha Eggers sowie Raja Lubinetzki, Dr. Marion Kraft und Noah Sow. Beginn 20 Uhr im Grünen Salon.

Zum brasilianischen “Tag des Schwarzen Bewusstseins” am 24.11. feiern die Frauenkreise Berlin in Kooperation mit der Academia Jangada von 14.30 – 16 Uhr ein Kinderfest mit Mini-Workshops zu afrobrasilianischer Kultur & Geschichte, zum Zuschauen und Mitmachen.

Und am ersten Dezemberwochenende dann bietet ManuEla Ritz ein zwei-tägiges Empowerment Training für Eltern nicht-weißer Kinder an – Anmeldung hier.

(Leider) nicht in Berlin aber bis März 2013 in verschiedenen Deutschen Städten zu sehen, ist die Ausstellung Homestory Deutschland – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart.

Mehr Info zu den jeweiligen Veranstaltungen findet ihr unter den Links. Über Ergänzungen etc. in den Kommentaren freue ich mich natürlich auch sehr.


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Problematische Feiertage und Kampagnen gegen sexualisierte Gewalt – kurz verlinkt

10. Oktober 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 167 von 242 der Serie Kurz notiert

Auf The F Word schreibt Gastautorin Lucy Britton über Feminismus und Behinderung.

Feministing interviewt Laury Penny, die Autorin des Buches Fleischmarkt.

In Schottland ist eine Kampagne gegen sexualisierte Gewalt gestaltet, die sich in erster Linie an (potentielle) Täter richtet.

Sarah J. Jackson schreibt auf Fly Over Feminism, warum sie den US-amerikanischen Kolumbus-Gedenktag boykottiert.

Das Amtsgericht Tiergarten stellt den Prozess gegen einen Uni-Dozenten ein, der einen Trans*-Studenten sexuell belästigt hatte – dieser wertet das trotzdem als Erfolg, so die Siegessäule.

Termine

Heute gibt es um 19 Uhr eine Infoveranstaltung gegen Trans*pathologisierung beim Berliner TriQ e.V.. Morgen findet um 15 Uhr dazu eine Kundgebung vor dem Institut für Sexualwissenschaft & Sexualmedizin der Charité Berlin statt.

Am 12. und 13. Oktober finden in Berlin mehrere Workshops gegen Racial Profiling statt.

Lust auf ein Riot Grrrl Konzert? Dann am Samstag ab nach Gießen! Auf der Bühne stehen Kenny Kenny Oh Oh, Levitations und Zosch. Am Freitag treten zwei der Bands ebenfalls im Chemnitzer Crasspub auf.

Für den 13. Oktober rufen Flüchtlings-Organisationen dazu auf sich an der Solidaritätsdemonstration in Berlin zu beteiligen.

Am 16. Oktober ist wieder Ada Lovelace Day. Unter findingada.com findet ihr Infos zu Aktionen.

Laurie Penny ist mit ihrem Buch auf Deutschlandtour.

Am 19. Oktober zeigen die Frauenkreise in Berlin den Film “Audre Lorde. The Berlin Years. 1984-1992″ von Dagmar Schultz. Die Regisseurin ist zu Gast und steht Rede und Antwort.


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Veranstaltungstipp: “Radical Cross-Currents in Black Berlin”

20. Juli 2012 von Magda

Am nächsten Freitag (27. Juli) wird in Berlin an der Humboldt Universität die englisch­sprachige ein­tägige Konferenz Radical Cross-Currents in Black Berlin (“Radikaler Wider­stand im Schwarzen Berlin”) statt­finden. Zusammenkommen werde Künstler_innen, Aktivist_innen und/­oder Akademiker_innen, um über künstlerischen und politischen Wider­stand in Berlin seit den 1980ern zu diskutieren.

Klick zum Vergrößern

Unter anderem wird es ein Künstler_innengespräch mit Vaginal Davis geben, “Gründer_in der Homo-Core Punk Bewegung und eine gender-queere Kunst und Musik-Ikone”.

Außerdem könnt ihr euch auf einen Künstler_innen-Tisch u.a. mit Noah Sow, Sharon Dodua Otoo und Katharina Oguntoye freuen.

Abgerundet wird das Programm mit der Filmvorführung von “Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992“.

Mehr Infor­mationen gibt’s auf radicalblackberlin.wordpress.com.


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PETA, VIVA und Swingerclubs: die Blogschau

25. Februar 2012 von Anna
Dieser Text ist Teil 149 von 253 der Serie Die Blogschau

Babykram & Kinderkacke erklärt uns, wie wir über die Organisation “Adopt a revolution” Revolutions_patinnen für die Aktivist_innen des Syrischen Frühlings werden können (der im Text verlinkte Beitrag aus der ZDF Mediathek ist dort anscheinend leider nicht mehr verfügbar geht wieder).

Theoriehappen gefällig? autotrans* & w.i.r. schreibt über Gewalt durch Sprache und “Verbindungen von Rassismus und Transphobie in LSBTI- Zusammenhängen”.

Ich kann mich denkwerkstatt nur aus vollstem Herzen anschließen: Bitte alle die Golden Girls schauen!

feministisches Bild aus Bügelperlen

Puzzlestücke zeigt, was Bügelperlen auch können

Afrikawissenschaft schreibt über die Dokumentation “Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992″, der dieses Jahr bei der Berlinale gezeigt wurde.

Nochmal Berlinale: Ingeborg Boxhammer berichtet in einem Gastbeitrag bei l-talk über die Filme, die sie gesehen hat.

Lena Schimmel analysiert die Frauenfeindlichkeit im neuen PETA Werbespot.

Die 2. Riot Grrrl Compilation zum freien Download verfügbar! Bitte einmal hier entlang.

“Ich sehe was, was du nicht siehst” heißt ein “Lightfaden”, der in Zusammenarbeit mit dem Genderkompetenzzentrum entstanden ist. In diesem werden unter anderem folgende Fragen geklärt: “Wie werden Diversitäten und Machtverschränkungen im Bild hergestellt? Warum ist eine Strichfigur automatisch ein Strichmännchen?” Mehr erfahren und den Comic bestellen könnt ihr bei 123comics

““Schwul” ist keine Beleidigung und sollte als solche auch nicht verwendet werden”, so das Statement vom Musiksender VIVA, nachdem dieser auf der zugehörigen facebook Fanpage hunderte entsprechender Kommentare gelöscht hat. Alexander von Beyme meint “Bravo, Viva”.

Katrin Schuster schreibt auf VOCER anlässlich des Falles eines Münchner Ehepaares, das in einer Sendung über Swingerclubs unverpixelt gezeigt wurde über die im Fernsehen allgegenwärtigen Kuppeleiformate und Sex-”Dokumentationen”.

Die Gitarre als Phallussymbol? Jap! Beweisfotos gibt’s bei ProChange.

milenskaya schreibt über eine etwas seltsame Printkampagne (“get noticed”) und Postfeminismus. Wie das zusammenhängt erfahrt ihr hier.

Termine haben wir wie immer nach dem Klick gesammelt: (mehr …)


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Väterhype, Saudi-Arabien und Weltfrauentag – kurz verlinkt

8. Februar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 138 von 242 der Serie Kurz notiert

Über Frau Liebe wurden wir auf eine Aktion von Amnesty International anlässlich des kommenden Weltfrauentags aufmerksam: Nähen für die Rechte von Frauen. Achtung, der Einsendeschluss ist schon in der nächsten Woche, also schnell ab an die Nadeln!

Eigentlich wollen sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen und landen doch nur wieder im Büro – die neuen Väter. Dass es trotzdem einen Väterhype gibt, läge eher an geschickter Selbstinszenierung, so Jeanne Rubner in der Süddeutschen.

Apropos Büro:

Frauen sollen verpflichtet werden, vor einer Abtreibung einen Ultraschall auf eigene Kosten vornehmen zu lassen? Okay, aber dann sollten aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit Männer bevor sie Medikamente gegen Erektionsstörungen verschrieben bekommen sowohl rektal untersucht werden, als auch sich einem kardiologischen Belastungstest unterziehen. Das zumindest findet US Senatorin Janet Howell. Mehr dazu in der Huffington Post.

Neues von der Revolution: Letztes Jahr noch wurde Manal Al-Sharif verhaftet, weil sie in Saudi-Arabien Auto gefahren war. Nun verklagt sie mit einer weiteren Aktivistin die Regierung, da sie für Frauenfahrverbot keine rechtliche Grundlage sieht, wie Muslim Women News berichtet. Ein ausführliches Portrait von ihr gibt es bei der Global Mail.

In Ägypten stehe den Frauen ebenfalls ein langer Kampf bevor, schreibt Al Jazeera. Trotz ihres Einsatzes in der Revolution sind ihre Rechte weiter gefährdet – von der Militärregierung und den islamistischen Parteien.

Déjà vu dann in Syrien: Thelma Etim beantwortet in der Huffington Post die Frage, warum der Einsatz der syrischen Frauen medial nicht gewürdigt wird.

An-Sofie Dewinter, Tochter des belgischen Rechtspopulisten Filip Dewinter, möchte ein politisches Statement abgeben. Das tut sie bekleidet mit Bikini und Niqab. Die Fragezeichen in den Gesichtern können hier aufgelöst werden.

Zum Anhören:
Bei DRadio Wissen gibt’s ein Interview mit Hinrich Rosenbrock. Rosenbrock hat im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung Männerrechtler im Netz untersucht. Seine Ergebnisse sind in der Studie “Die antifeministische Männerrechtsbewegung. Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung” veröffentlicht worden.

Zum Anschauen:
Ein Video bei tagesschau.de über eine Besserungsanstalt bei Baltimore. Dort entspannen die Insassen beim therapeutischen stricken. Schade nur, dass tagesschau.de im begleitenden Text gleich mehrmals von “Mädchenkram” schreibt…

Termine gibts nach dem Klick!
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Integrationsdebatten und Menstruationsmaschinen – Neues aus den Blogs

29. Januar 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 97 von 253 der Serie Die Blogschau

Auf Amelia, dem Blog der Autorinnenvereinigung e.V., fragt sich Manja Präkels “Was ist nur mit uns Weibern los?” und wundert sich über den schönen Schein, der sich allzu oft klebrig, süß und unhinterfragt über gesellschaftliche Verhältnisse legt.

Anne Roth stellt die Arbeiten von drei Frauen vor, die nicht nur grandiose Interventionen im öffentlichen Raum inszenieren, sondern mit ihren Installationen zugleich Überwachungsmechanismen und -techniken entlarven.

Pia Ziefle leistet ihren Beitrag zur Integrationsdebatte: “Nach Herrn S[arrazins] Theorie hätte ich mich im Kindergarten prügeln müssen (gut, das habe ich reichlich), in der Grundschule verhaltensauffällig sein (das gelang streckenweise) und letztlich als Koptuchmädchen frühverheiratet und mit abgebrochener neunter Klasse enden. Warum nur geschah das nicht?”

Steffi von “A Blog of one’s own” macht ihrem Ärger über Altherrenhumor, Chauvinismus und Objektivierung Luft.

Annina Schmid hat auf Girls Can Blog Stipendien und Summer Schools zusammengetragen, für die ihr euch bewerben könnt. Einige Call for Paper sind auch dabei.

Elke Brüns sinniert über den “Begriff der Arbeit als Zwangsregime gesellschaftlicher Integration“.

Die AG Queer Studies der Uni Hamburg hat eine neue Folge ihres Podcasts veröffentlicht. Dieses Mal spricht Cornelia Möser über die Erfindung des Gleichheits- und Differenzfeminismus.

Jule gibt auf ihrem Blog “Augenschmaus” einen sehr privaten Einblick in ihren Alltag als Gehörlose und stellt die Integrationsfrage anhand von Dis/Ability dezidiert an die hörende Mehrheitsgesellschaft.

Nachdem Medien tagelang versucht haben, alle Welt über Kristina Schröders Schwangerschaft zu informieren und der Mantel der Mystifizierung sich aufmachte, einmal mehr Frau und Mutter gleichzeitig zu wärmen, ist zum Glück wieder Ruhe eingekehrt. Grund genug für die Zahlenzauberin, nach all dem Trubel von ihren ersten Schwangerschaftsmonaten zu berichten. Wir wünschen weiterhin alles Gute und viel Gesundheit!

Kathrin Ganz stellt die Menstruationsmaschine vor!

Claudia Killian ärgert sich über eine Bank, die zwei Menschen mit einer Beeinträchtigung die Eröffnung eines Girokontos verweigerte mit der Begründung, diese würden mehr Aufwand verursachen als normale Kunden. Der letzte Nebensatz gehört Wort für Wort in Anführungszeichen und in die Beschwerdemail an die entsprechende Bank. Bitte weitersagen!

Für den nächsten “Kopf auf Tischplatte”-Moment sorgt das Urlaubsportal Expedia: Terror, Unterdrückung und Auswirkungen deutscher  Kolonialgeschichte in Afrika scheint der zuständigen Redaktion völlig abzugehen, berichtet Charlott von Afrika Wissen Schaft.

Im Blog des Missy Magazine macht sich Gastbloggerin Ann-Kathrin Gedanken zu Frauen im elektronischen Popbusiness und durchleuchtet die weibliche DJ-Kultur, sofern es sie überhaupt gibt.

Das Väter Blog kommentiert den ersten Gleichstellungsstellungsbericht des BMFSFJ (wir berichteten) und unterstützt die Sachverständigenkommission in ihrer Erkenntnis, dass eine lediglich an den Bedürfnissen von Frauen ausgerichtete Gleichstellungspolitik Männern die Veränderung alter Rollenmuster in Bezug auf Reproduktionsarbeit erschwere.

Die Fachschaftsinitiative Gender Studies der Humboldt-Universität Berlin hat einen Aufruf zur Unterstützung eines Filmprojekts über Audre Lorde gestartet. Es wird um Geldspenden gebeten, damit die Dokumentation über die Schwarze Schriftstellerin und Aktivistin abgeschlossen werden kann. Spread the word!


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Wer war… Audre Lorde?

18. Februar 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 7 von 38 der Serie Wer war eigentlich …

Audre Geraldine Lorde wurde heute vor 76 Jahren am 18. Februar 1934 in Harlem, New York City, geboren und verstarb am 17. November 1992 an Krebs. Die US-amerikanische Schrift­stellerin, Dichterin und Aktivistin bezeichnete sich selbst als “black lesbian feminist mother poet warrior (schwarz, lesbisch, feministisch, Mutter, Dichterin, Kriegerin).

Quelle: womanizerblog.com

Quelle: womanizerblog.com

Lorde ver­öffentlichte über 20 Bücher mit Gedichten und Prosa. Eines ihrer bekanntesten Bücher ist Sisters Outsiders, welches sich mittels Essays und Reden mit den Inter­dependenzen von Geschlecht, race und Klasse beschäftigt. In diesem Buch findet man auch ihren berühmten Aus­spruch

The Master’s Tools Will Never Dismantle the Master’s House”

(zu deutsch: “Die Werkzeuge des Herrn werden niemals das Haus des Herrn nieder­reißen”), welches vielseitig inter­pretiert werden kann. Die gängigste Interpretation dieses Zitats lautet, dass feministische Strategien, die sich kritik­los in patriarchal_rassistische Institutionen ein­betten, niemals Sexismen und Rassismen in ihren Ver­strickungen bekämpfen können.

Lorde betonte Zeit ihres Lebens, dass die Ver­bindung von feministischen und anti-rassistischen Kämpfen von größter Not­wendigkeit sei und inspirierte somit die afrodeutsche Frauen­bewegung mittels Work­shops und Seminaren, die sie in den 1980ern in Berlin hielt.

“I am a Black Feminist. I mean I recognize that my power as well as my primary oppressions come as a result of my blackness as well as my womaness, and therefore my struggles on both of these fronts are inseparable.”

(Zu deutsch: “Ich bin eine schwarze Feministin. Ich verstehe, dass meine Macht und meine primären Unter­drückungs­erfahrungen die Konsequenzen meines Schwarz­seins sowie meines Geschlechts sind und meine Kämpfe an beiden dieser Fronten untrennbar voneinander sind.”)

Nachtrag: 2012 erschien die sehens­werte Dokumentation Audre Lorde – The Berlin Years 1984 – 1992 (englisch & deutsch) von Dagmar  Schultz, Ika Hügel-Marshall and Ria Cheatom.


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