Einträge mit dem Tag ‘Asexualität’


Gutmenschen, behinderte Mütter und nicht befragte NSU-Zeugen – kurz verlinkt

13. Januar 2016 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 307 von 362 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

„#ausnahmslos – ein neuer Aufschrei nach Köln“, berichtet die Süddeutsche Zeitung und interviewt dazu Kübra Gümüşay.

„Gutmensch“ ist das Unwort des Jahres 2015, „weil es das Engagement für „Geflüchtete“ diffamiert,“ so tagesschau.de. Ebenso gibt es dort einen Artikel über die Bildung rassistischer, sexistischer „Bürgerwehren“ durch (extrem) rechte Männer nach den sexualisierten Gewaltübergriffen in Köln und anderen Orten an Silvester.

In Neukölln wurden zwei junge Migranten erschossen. Die Familien klagen die Ermittler an, rassistischen Motiven unzureichend nachzugehen,“ schildert die taz.

In einem spannenden Interview der beiden behinderten Mütter Franziska und Mareike geht es um Familienalltag mit Behinderung und professionelle Elternassistenz. (Der Artikel ist auch als Hörversion hinterlegt.)

Das lesbische Stadtmagazin „weird“ hat Julia Maria Zimmermann aus Luxemburg ausführlich zum Thema „Asexualität“ interviewt.

Lioba Hirsch, Jamie C. Schearer und Sinthujan Varatharajah haben das Institute of Contemporary Diasporas gegründet. Auf ihrer Webseite könnt ihr nachlesen, was sie vorhaben. Außerdem könnt ihr ihnen bei Twitter und Facebook folgen. (Einen ersten Text des Instituts durften wir diese Woche auch bei der Mädchenmannschaft crossposten: „Zur Medienreaktion auf die sexuellen Übergriffe am Kölner Hauptbahnhof in der Nacht auf den 1. Januar 2016„.)

„Mit Informationen des V-Manns “Tarif” hätte sich womöglich die NSU-Serie verhindern lassen. Seine Akte wurde geschreddert. Nun verzichtet das Gericht auf die Möglichkeit, den Mann selbst zu befragen.“, berichtet die ZEIT.

Des weiteren zu rechtsextremer Gewalt in Deutschland: Der Tagespiegel schreibt über aktuelle Statistiken und vermeldet, dass die „Zahl rechter Gewalttaten um 40 Prozent gestiegen“ sei. Unterdessen heißt es beim Spiegel: „Hunderte Neonazis wurden im vergangenen Jahr per Haftbefehl gesucht – aber nicht verhaftet. Offenbar verschwinden immer mehr rechte Straftäter im Untergrund.“ und bei neues deutschland geht es um extreme Rechte in Hessen, die sich immer mehr bewaffnen.

englischsprachige Links

Bei The Feminist Wire erklärt Christine Asseta, warum der sogenannte „All Lives Matter Act“ in Missouri, der auf die Illegalisierung von Abtreibungen zielt, vor allem ein Angriff auf Schwarze Frauen dieses Bundesstaates ist.

Das Unternehmen Intel verspricht, sich stärker gegen Online-Belästigung zu engagieren als Teil seines Diversitäts-Programms für die Technologie-Branche, schreibt Venture Beat.

Über kalifornische Heimkinder, die aus teilweise hahnebüchenen Gründen (und den üblichen Gründen wie Rassismus und all jenen anderen *ismen, denen bedürftige junge Menschen ausgesetzt sind) über Jahre hinweg mit Medikamenten „behandelt“ wurden, gibt es ein sehr lesenswertes Longread bei mecurynews.

Termine in Weinheim und Berlin

15.01. 2016 in Weinheim: Die Amadeu-Antonio-Stiftung veranstaltet die Fachtagung „Rechtspopulistischen und rechtsextremen Mobilisierungen entgegentreten, Willkommenskultur für Flüchtlinge und Asylsuchende etablieren.“ Hier könnt ihr euch anmelden und findet ebenso das Programm.

18.01. bis 22.01.2016 in Berlin: Die Alice Salomon Hochschule veranstaltet eine Fokuswoche zu Flucht, Migration, Rassismus und Inklusion mit Diskussionen, Wokshops, Filmen und mehr.

24.01. 2016 in Berlin: „Lust auf Regler schieben und Technik verkabeln? Hier lernt ihr wie ein Mischpult funktioniert, ihr Bands abmischt und Technik für ein Konzert aufbaut!“ FLTI* Tontechnikworkshop für Einsteiger_innen – zur Anmeldung geht es hier entlang.


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„Asexualität scheint nicht zu existieren“: Weder Trauma noch fehlt der*die Richtig*e im Bett

19. April 2013 von Gastautor_in

Unsere Gastautorin Theresia lebt und arbeitet in Berlin und versucht heteronormative Diskurse zu durchbrechen. Sie arbeitet ehrenamtlich für das alternative und unabhängige Magazin „Kontext TV“ und schreibt meistens teils-fiktive Kurzprosa auf zitterart.wordpress.com.

Eigentlich schreibe ich keine Blogposts über privat-politische Themen. Ich diskutiere darüber verbal, aber halte mir somit auch ein Hintertürchen offen, denn Meinungsänderung durch Überzeugung seitens Dritter ist einfacher, wenn es nicht irgendwo schwarz auf weiß steht. Und ja, ich habe manchmal Angst vor der Kritik, schriftlich, ausformuliert, weil mir oft die Kraft ausgeht, auf halber Strecke sozusagen. Aber ich versuche es jetzt dennoch, weil ein mir wichtiges Thema oft im gesellschaftlichen Diskurs egal welcher „Art“ keine Beachtung findet.

Asexualität wird nicht totgeschwiegen, sondern scheint einfach nicht zu existieren. In den Köpfen der meisten Menschen geht es um sexuelles Begehren. Es wird an allen Ecken über Hetero-, Bi-, Homosexualität und Queer gesprochen, geschrieben, positiv sowie negativ reagiert, aber Asexualität? Mmh. Nö. Is‘ nich‘. Wenn überhaupt, wird Asexualität oft pathologisiert und abgesprochen. Sie wird mit Unlust, Prüderie, einfach „noch nicht die*den Richtige*n im Bett gehabt“ oder gar Traumata gleichgesetzt.

Unsere Zeit ist übersexualisiert. Kommerzialisierter, pornifizierter Sex begegnet uns überall und ständig. Sexuelles Begehren wird überall produziert, wir definieren uns darüber, sprechen darüber, schreiben darüber, definieren uns darüber. Fakt ist, wir sind eigentlich sexuelle Wesen. Darüber reproduzieren wir uns. Punkt. Das muss nicht weiter erklärt werden. Fakt ist auch, dass viele Menschen keinen Spaß am Sex haben. Nicht so richtig. Warum auch immer.
Fakt ist ebenfalls, dass „Sex“ überall ist, überall und ständig und immer werden wir dem ausgesetzt. Also scheint es normal zu sein. Nein, es ist die Norm. (mehr …)


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Leben auf Diät, Hunger nach Wörtern – die Blogschau

10. November 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 183 von 295 der Serie Die Blogschau

Ist es eine Kunst, eine feministische, gleichberechtigte Beziehung/Partner*innenschaft zu führen? Ist es schwer? Ist es möglich? Khaos.kind teilt Erfahrungen aus dem eigenen Beziehungsalltag.

Am 19. Oktober 2012 lud die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „10 Jahre Prostitutionsgesetz“ ins Jakob-Kaiser-Haus ein. Menschenhandel heute berichtet über die Veranstaltung.

Einen weiteren Veranstaltungsbericht gibt es bei der Denkwerkstatt: Brigitte war bei der zweiten Enquete der 20000frauen. Frauen.Körper.Politik lautete diesmal der Titel.

Wie es so sein kann, wenn frau relativ klein ist, berichtet Ryuu.

Yay: ein sexpositives Zine über A_sexualität! Ja, sowas gibt’s. Denn wer A sagt, muss noch lange nicht B sagen.

Heute und hier gleich zweimal Karnele: Fassungslos über die Unsichtbarkeit der Millionen von Geschichten sexualisierter Gewalt an Frauen aus der Generation „unserer“ Großmütter, nicht minder wütend über den Umgang der ARD mit Kritik an homophoben, heterosexistischen TV-Darstellungen.

Über sprachliche Sichtbarkeit durch begriffliche Vielfalt schreibt Somlu und findet: „Allein die Existenz dieser Begriffe erzeugt ein Klima des Infrage stellens. Und das ist richtig klasse. Diese Begriffe brechen althergebrachte Selbstverständlichkeiten auf.

Noah Sow benennt die alltäglichen Erfahrungen, die sie als Musikerin macht – „als Künstlerin in Deutschland durchweg rassifiziert, nicht als Person gesehen zu werden, sondern als Körper, an dem sich die weißdeutsche Fantasie abspulen dürfen soll“. Hoffnung, dass es jemals anders werden könnte? Eher nicht.

Call for Papers: Die HerausgeberInnenschaft der Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien ruft zur Einreichung von Beiträgen auf, die Körper, Körpersprache, Macht und Geschlecht aus unterschiedlichen Perspektiven behandeln.

Irgendwie sind immer alle auf Diät. Merle Stöver nicht. Doch auch sie weiß bereits: „Frau sein [heißt] auch immer ein Stück weit, sich scheiße zu finden.“

Viruletta macht sich Gedanken über die Funktion(en) ihres Studiums: „Ich will mir keinen Platz in einem System erkämpfen, das auf Ungerechtigkeiten aufgebaut ist und in dem Ausschlüsse von vornherein vorgesehen sind. Aber die Werkzeuge, die will ich sammeln und behalten. Ich will sie teilen und zweckentfremden.“

Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Feiern, Fußball, facepalmen – kurz verlinkt

20. September 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 175 von 362 der Serie Kurz notiert

Wir können bei unserem 5. Jubiläum am kommenden Samstag eine Kinderbetreuung von 13 bis 19 Uhr anbieten und suchen noch nach Freiwilligen, die bei der Schicht 17-19 Uhr aushelfen möchten – meldet euch einfach unter veranstaltung[at]maedchenmannschaft.net. Falls ihr Kinderbetreuung benötigt, meldet euch am Tag der Party einfach am Mädchenmannschaft-Infostand, dort bekommt ihr alle Infos! Ihr könnt uns auch schon vorher eine E-Mail schreiben, wenn ihr Fragen habt: veranstaltung[at]maedchenmannschaft.net.

Wow: L-Talk hat zu Ehren unseres Jubiläums gleich mal eine ganze Mäd­chen­mann­schafts-Woche ausgerufen. Wir freuen uns auf spannende, solidarisch-kritische Beiträge!

Lineare Fortschrittserzählungen sind stets mit Vorsicht zu genießen, so auch in Sachen Sexismus. Wie dieser von Generation zu Generation weitergegeben wird, steht im Independent (auf Englisch).

Der Spiegel Online befasst sich mit Asexualität – ob sachkundig oder nicht, könnt ihr hier überprüfen.

Eine Gruppe junger Frauen hält ein Plakat hoch: We need feminism because we are NOT your mail order brides, the CURE to your YELLOW fever, your fantasy SEX TOYS or your subservient housewives. We are STRONG, INDEPENDENT and CAPABLE ASIAN AMERICAN WOMEN

Wir brauchen Feminismus, weil wir nicht deine Bräute aus dem Katalog, die Heilung für dein Gelbfieber, deine Sexspielzeuge oder deine unterwürfigen Hausfrauen sind. Wir sind starke, unabhängige und kompetente asiatisch-amerikanische Frauen. (via facebook)

Jessica Valenti, Gründerin von feministing.com, hat kürzlich ein Baby bekommen. Die vordringlichste Frage, die gewisse Medien daraufhin an die profilierte feministische Journalistin hatten: Wie sei sie eigentlich ihr „Schwanger­schafts­ge­wicht“ wieder losgeworden? (auf Englisch)

Julia Niemann rückt in der taz mal ein paar Dinge bezüglich der un­säg­lichen De­batte um früheres Kinderkriegen zurecht. Leider kommt auch ihr Artikel nicht ohne Bezugnahme auf den Mythos, dass Frauen* „früher“ glücklicher gewesen seien, aus (auf Englisch).

Geringes Einkommen, keine Aufstiegsmöglichkeiten, Teilzeit, Diskriminierung: Öster­reich­ische Frauen fühlen sich in der Arbeits­welt nicht wert geschätzt. Außer­dem, die Wissenschaft hat festgestellt: Inter­sektionalität is a thing. Die Huffington Post berichtet über eine Studie, nach der es Schwarzen Frauen beim beruflichen Aufstieg doppelt schwer gemacht wird – denn sie sind weder männlich noch weiß (auf Englisch). (mehr …)


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Grrrl Musik, ein Fischereiverein und heteronormative Lehrbücher – kurz notiert

2. Mai 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 157 von 362 der Serie Kurz notiert

Im Freitag schreibt Ulrike Baureithel über Rollenbilder und Heteronormativität in Lehrbüchern.

Ich musste kurz checken, ob folgende Nachricht wirklich von diesem Jahr ist (und nicht aus dem letzten Jahrhundert), aber es ist wirklich wahr: Der Fischerei­verein Prüfening aus Regensburg beteiligte sich nicht am traditions­reichen Maibaumaufstellen, weil erst­malig Frauen an der Ver­anstaltung teil­nehmen sollten. Ohne Worte.

Yippie, der dritte Riot Grrrl Sampler ist nun zum Downloaden verfügbar! Und: Wer eine Liste mit Frauen- und Grrrlbands sucht, wird auf grrrlish fündig – ideal für Veranstalter_innen, die nicht immer nur Typen auf der Bühne haben wollen.

Leider immer noch schlechte Nachrichten aus Russland: Die Musikerinnen von Pussy Riot sind noch immer in Haft. Nun setzt sich auch Amnesty International für deren Freilassung ein und veröffentlichte Adressen von russischen Behörden, an die ihr eure Protestbriefe schreiben könnt.

Eine neue Folge aus der beliebten Reihe „Wie werden Geschlechter konstruiert“. Cracked.com hat fünf Geschlechterstereotype gesammelt, die vor nicht allzu kurzer Zeit noch völlig anders bewertet wurden – oder gar nicht existierten. Wie Hetero­sexualität erfunden wurde, hat gerade erst Salon.com ausführlich beleuchtet.

Ein Interview mit der US-amerikanischen feministischen und anti­rassistischen Professorin bell hooks über Intersektionalität findet ihr auf anarchylibrary.

Eigentlich liegt das Heirats-Mindestalter in Indien bereits seit 1929 bei 18 Jahren für Mädchen und 21 für Jungen. Dennoch sind Kinder­hochzeiten in einigen Teilen weiter üblich. Den Betroffenen können die Ehe allerdings annullieren lassen – was jetzt erstmals passiert sei, so Jezebel.

Um die Ehegesetze in Indien geht es auch bei der New York Times, allerdings um das Personal­statutgesetz, dass für Muslim_innen gilt. Seit über zehn Jahren versuchen Frauen­rechts­organisationen, das Gesetz zu reformieren – leider bisher noch ohne Erfolg.

Bei Autostraddle gibt es 19 Tips zum Umgang mit transgender Kids. Gleich den ersten sollten sich Eltern überall zu Herzen nehmen: Zeigen, dass Trans­menschen existieren und ganz normal sind.

Und im Guardian gab es vor einiger Zeit einen ausführlichen Artikel über Asexualität.

Termine: (mehr …)


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Körper(teile) und Kampagnen – die Blogschau

11. März 2012 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 154 von 295 der Serie Die Blogschau

Warum sie sich in letzter Zeit so selten auf die Waage gestellt hat und das auch weiterhin so handhaben wird, erzählt Mademoiselle Nocturne.

Trotz aller gelegentlichen Freude an sogenannter Trivialliteratur befindet Wort­wolke: Die bekannte Romanfigur Bridget Jones räkelt sich auf einem „Eisberg aus Homophobie, Sexismus, Rassismus und Rape Culture„. Herzlich Willkommen in der Blogosphäre!

Das Autonome FrauenLesben-Referat der Uni Frankfurt nimmt Stellung zum Ver­kauf des Instituts für vergleichende Irrelevanz an einen privaten Investor und ruft auf zur Unterstützung, damit die bisherige erfolgreiche Nutzung für die queer­femi­nistische, anti­sexistische Arbeit auch weiterhin möglich ist.
Privatisierung und Kommerzialisierung olé: Der Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf will das Unternehmerinnenzentrum und Atelierhaus Sigmaringer1 ver­kaufen. Dort herrscht nicht zuletzt Ärger darüber, dass im Zuge des Kampfes gegen den Verkaufs die Gründerinnen, Unternehmerinnen, Investorinnen und Mieterinnen in ihrer Leistungs­fähigkeit nicht ernst genommen und abgewertet würden: „Wir arbeiten vernetzt, kooperativ, hierarchiefrei – wir sind die Zukunft des Arbeitens. Und ich finde es deshalb hochgradig ärgerlich, dass man uns seitens des Bezirks behandelt, als wären wir Transfer­leistungs­empfängerinnen, die auf Wohltätigkeiten des Bezirks angewiesen ist.“

Ist nicht die ganze Welt ein Stillraum? Darf und soll frau überall stillen? Und wenn ja, will sie das überhaupt? Fragt feministmum sich und euch. (mehr …)


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“Bi-asexuell”? Wie geht das denn?

8. September 2011 von Gastautor_in

Unsere Gastautorin ist unter dem Namen »Paula«oder @puzzlestuecke im Internet unterwegs und betreibt seit Dezember 2010 ihr privates Blog “Puzzlestücke“, in welchem sie ihre Gedanken – vorrangig zu den Themen Gender, Sexualität und Identität – niederschreibt. Außerdem bloggt sie auf bisexualität.org, wo auch ihr neuester Beitrag veröffentlicht wurde: „‚Bi-asexuell‘? Wie geht das denn?

Kürzlich las ich im bijou-Magazin (Nr. 24, S. 35) den Beitrag einer Frau, die sich als bi-asexuell bezeichnet. Im ersten Moment fand ich das verwirrend und dann sehr interessant. Ich habe seitdem viel darüber nachgedacht (vor allem, weil es auch meine eigenen Beziehungen plötzlich in ein anderes Licht getaucht hat) und mich dazu ein wenig belesen; nun möchte ich dies gern mit euch teilen.

Meiner bisherigen Erfahrung nach gibt es an “gängigen” Sexualitätskonzepten (also jene, unter denen sich die meisten Menschen auf Anhieb etwas vorstellen können) die Hetero-, die Homo-, die Bi- und die Asexualität, die alle getrennt voneinander stehen und, profan ausgedrückt, wie folgt aussehen: der_die eine will nur das gegenteilige Geschlecht, der_die andere das gleiche, manche wollen beide Geschlechter und manche eben gar keines.

Alles darüber hinaus erfordert meist ein wenig gedankliche Auseinandersetzung mit der Materie, glaube ich – wenn mensch sich z. B. nicht definieren will, wenn die gängigen Konzepte nicht passen, nicht gefallen, grundsätzlich hinterfragt werden etc.; daraus resultieren dann neue Bezeichnungen wie pan-/omnisexuell, bicurious, homo-/heteroflexibel, queer oder einfach der komplette Verzicht auf solche Kategorien. (Ich selbst bevorzuge den Begriff pansexuell eigentlich auch, habe aber bei den meisten Leuten keinen Bock auf einen Rattenschwanz an Erklärungen und gebe mich daher in der Regel mit bisexuell zufrieden, außer bei Leuten, die mir wichtig sind und/oder die es tatsächlich interessiert.)

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Kurz verlinkt: Wal Mart, Lesben in den Medien und queerer Hip Hop

22. Juni 2011 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 117 von 362 der Serie Kurz notiert

Die größte Sammelklage der USA ist gestoppt: Wal-Mart sollte wegen systematischer Diskriminierung von Frauen Schadenersatz zahlen. Der Oberste Gerichtshof wies die Klage wegen „Überdimensionierung“ zurück, berichtet dieStandard.at. Bei der taz gibt es noch mehr Informationen.

Die sudanische Schriftstellerin Leila Aboulela stellt auf altmuslimah ihr neues Buch Lyrics Alley vor.

Feministing ärgert sich über die Quasi-Nachfolgerin von Sarah Palin, Michelle Bachman, die ebenfalls mit repressiven wie konservativen Forderungen glänzt. Passend dazu nimmt das Crunk Feminist Collective den falsch verstandenen Feminismus der beiden unter die Lupe.

Der Freitag stellt in einem Artikel aus dem Guardian Jill Abramson vor, die erste Chefredakteurin der New York Times. Ein Portrait, das leider stark in der Klischeekiste wühlt, wie ChefredakteurInnen auszusehen und was sie zu sagen haben.

Lina Ben Mhenni, Dozentin der Universität Tunis, gilt als eine der Schlüsselfiguren der tunesischen „Jasminrevolution“. In ihrem Erfahrungsbericht schildert die couragierte Bloggerin und Polit-Aktivistin die gegenwärtige Situation der Frauen in dem Maghrebstaat.

Dorothea ist 28 Jahre alt und lebt asexuell. Für fudder.de hat sie aufgeschrieben, welche Akzeptanzprobleme und Ausgrenzungen es mit sich bringt, sexuelle Interaktionen teilweise oder gänzlich aus Desinteresse abzulehnen.

The Mary Sue portraitiert acht Frauen, die ihren eigenen Actionfilm verdient hätten.

DieStandard.at berichtet über die Homosexuellen-Paraden in Kroatien und Österreich.

Die Kommunikationswissenschaftlerin Elke Amberg spricht mit der taz über die kaum vorhandene Präsenz von Lesben in den Medien, die Vorteile der Schwulen und die Reduktion auf Mutterrollen und gutes Aussehen.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter hat ein Positionspapier zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik (PDF) veröffentlicht. Unter anderem soll das Ehegattensplitting abgeschafft sowie eine paritätische Aufteilung der Elternzeit verpflichtend eingeführt werden.

Colorlines stellen queere Rapper_innen vor.

Termine nach dem Klick! (mehr …)


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