Einträge mit dem Tag ‘arte’


Heute auf ARTE: Protest im Netz und auf der Straße

11. August 2012 von Magda

Heute Abend um 21:50 22:30 Uhr läuft auf arte der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation Rebel Yelleine Doppelfolge über aktuelle Protestformen im Netz und auf der Straße. Die erste Folge befasst sich mit Aktivismus im Netz, denn “für die aktuelle Protestkultur ist das World Wide Web längst das vernetzende und allem übergeordnete Medium [geworden], um Missstände zu thematisieren, zu Protest aufzufordern und ihn sofort in Bildern zu präsentieren – schnell, effektiv, weltweit.”

Nächsten Samstag geht es um 21:30 weiter mit Fokus auf Demonstrationen und Aktionen auf der Straße:

“Im zweiten Teil von Rebel Yell begleiten die Autoren (sic!) Demonstrationen und Aktionen, lässt Initiatoren (sic!) und Unterstützer (sic!), Wagenplatzbewohner (sic!), Hausbesetzer (sic!) oder “Occupy”-Aktivisten (sic!) zu Wort kommen und zeigt die Vielfalt ihres Protests.”

Mensch könnte meinen, dass in den Beiträgen nur Männer zu Wort kommen, aber weit gefehlt: Auch Aktivist_innen wie Nadine Lantzsch von der Mädchenmannschaft oder die Rapperin Sookee wurden zu feministischen Protest auf der Straße und im Netz befragt. Auf der arte-Seite gibt es mehrere Teaser für die Doku. Hier ist die zu Feminismus und Gender:

Nachtrag: Der erste Teil war leider enttäuschend. Es sprachen überwiegend Männer, allen voran die Gruppe ‘Anonymous’, die zu allen Themen ihren Senf hinzugeben durften und gleich am Anfang postulierten: “Geschlecht und Hautfarbe spielen im Netz ja keine Rolle”. (Wenn das Menschen sagen, die weder von Rassismus noch von Sexismus betroffen sind, klingeln da selbstverständlich alle Alarmglocken.) Auch Assange bekam (unkommentiert) seinen Platz in der Doku, was wirklich absurd_ironisch_ekelhaft ist, denn fünf Minuten vorher erzählte Nadine Lantzsch bereits vom Fall DSK und in einer anderen Szene berichtete eine Aktivistin von der Initiative hollaback, welche sexualisierte Belästigungen auf der Straße anprangert. Es bleibt zu hoffen, dass der zweite Teil nächsten Samstag besser wird. Aktuelle Tweets zur Sendung könnt ihr unter dem Hashtag rebelyell nachlesen.


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Film, Fernsehen, feministische Forschung – kurz verlinkt

25. Januar 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 136 von 194 der Serie Kurz notiert

In Computerspielen ist der Standardcharakter meist … standard. Weiß, männlich, durchtrainiert. Aber genau wie Gamerinnen die Nase voll haben von leicht bekleideten Busenwundern, sind auch Computerspieler langsam angenervt vom 08/15-Helden. The Mary Sue über Vorlieben bei der Wahl von Spielcharakteren.

Nach Korruptions- und Manipulationsskandalen ist die südkoreanische Parteienlandschaft in Bewegung geraten, berichtet Bikya Masr. Gleich drei Parteien werden nun von Frauen geführt, die zusammen 262 der 299 Sitze der Nationalversammlung kontrollieren. Trotz enormer Fortschritte in den letzten Jahren ist der Anteil von Politikerinnen in Süd-Korea noch relativ niedrig.

Zehn Autoren, die mal so richtig gegen das Literaturestablishment rebelliert hätten, stellte neulich Flavorwire vor. Ob man wen vergessen habe, fragte man immerhin auch. Hatte man: Keine einzige Autorin erschien in der Liste! Aufgrund der Kritik zog die Seite dann nach und stellte zehn „Bad Girls“ der Literaturgeschichte vor.

Nichts wirklich Neues bei Disney: Jungs sind clever, Mädchen werden nach ihrem Aussehen beurteilt, zumindest wenn es nach einer neuen T-Shirt-Kollektion geht. Goofy, Micky und Donald werden nach ihrem Charakter dargestellt, Minnie ist einfach nur “hot”, so Shine.

Sexuelle Belästigung ist, trotz Gesetzen, in Indien weiter ein großes Problem. Care2 berichtet von einem Vater, dessen Sohn erstochen wurde, als er Frauen schützen wollte. Er appelliert an die Regierung, endlich entschlossen gegen Belästigung vorzugehen.

Wahrscheinlich klettern die meisten von uns nicht unbedingt voller Vorfreude auf den gynäkologischen Stuhl. Aber für Frauen, die eine Vergewaltigung erlebt haben, sind diese Untersuchungen nicht selten einfach nur der blanke Horror. Bei Jezebel gibt es  einen Erfahrungsbericht über die  nötigen Vorbereitungen, damit die Untersuchung dennoch so erträglich wie möglich verläuft.

Der Jahresreader 2011 vom Feministischen Institut in Hamburg ist da.

Warum der Gebrauch des vermeintlich cool-subversiven Begriffs “tranny” problematisch ist, ist nachzulesen bei funkyfest.

Sex and the City-Star Cynthia Nixon hat für Kontroversen gesorgt, als sie in einem Interview verkündete, ihre eigene Homosexualität sei frei gewählt.

Die Historikerin Yasemin Shooman hat für die Deutsche Islamkonferenz die Stereotypisierung muslimischer Frauen in öffentlichen Diskursen untersucht.

2012 geht der Marburger Kamerapreis an die Französin Agnès Godard. Godard wurde für ihre exzellente Arbeit in den vergangenen 20 Jahren sowie für ihren Einfluss und ihren Beitrag zum europäischen Kino ausgewählt. Am 2. März wird der Preis im Rahmen der 14. Marburger Kameragespräche verliehen. Die Vorreihe zu den Kameragesprächen beginnt am 8. Februar mit der Vorführung von Zusammen ist man weniger allein (Ensemble, c’est tout) im Marburger Filmkunsttheater.

Allerhand wissenswertes über die explizit antifeministische,  gerne mal am äußeren rechten Rand entlanglavierende Männerrechtsbewegung und ihre Aktivitäten hat das Gunda Werner Institut der Heinrich Böll Stiftung in einer umfangreichen Studie  zusammen getragen. Die komplette Publikation ist als pdf gratis herunterzuladen. Auch der österreichische derstandard berichtet und zitiert einen beteiligten Wissenschaftler: “Es geht den Akteuren – und das sind nicht nur Männer – um die Stärkung oder zumindest den Erhalt männlicher Vorrechte und das Zurückdrängen feministischer Argumentationen bzw. Institutionen. Dies gipfelt teilweise in Vernichtungsphantasien gegen den Feminismus und auch gegen einzelne feministische Personen.”

Und noch ein paar Termine: (weiterlesen …)


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Identitäten, Erklärbär_innen und antiqueere Tendenzen – die Blogschau

5. November 2011 von Nadine
Dieser Text ist Teil 133 von 207 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

In ihrem letzten Gastbeitrag für das Missy Magazine macht sich Sideglance ein paar Gedanken zum Netzfeminismus.

Charlott von Afrikawissenschaft echauffiert sich über die vielen Alltagsrassismen, besonders über “lustige” Halloween-Kostüme.

Kiturak ärgert sich über Facebook und die fehlende Anonymität, trotz Pseudonym.

Kathrin Ganz macht die Erklärbärin und erläutert, warum es zu einfach ist, sich immer auf die Existenz von Erklärbär_innen zu verlassen.

Riot Grrrl Hamburg findet klare Worte für die sexistischen und rassistischen Werbeplakate der Biermarke Astra.

Comicblogs sind wohl gerade Trend. Chicks on Comics ist ein Gemeinschaftsblog von neun Comiczeichnerinnen und wechselnden “guest chicks”.

Die Arte-Dokumentation “Meine Seele hat kein Geschlecht” über das Leben von vier Trans*männern hat laufmoos seziert und kommentiert.

Bei High on Clichés kann mensch den erschütternden Alltag von Mareike nachlesen: Rassistischer Normalzustand in Deutschland.

Puzzlestücke hat sich sehr persönlich und ausführlich über Identitäten Gedanken gemacht.

Die neue Podcast-Folge von Previously, dem Magazin zu (nicht nur) us-amerikanischen Qualitäts-TV-Serien mit Ms. Gouldy, Lola Loop und Irmgard Lumpini ist erschienen. Transkripte zu den einzelnen Teilen gibt es auf der Hauptseite.

Auch der Haufen von Heiter Scheitern war wieder fleißig: Die neue Folge widmet sich antiqueeren Erscheinungsformen und begibt sich auf die Suche nach Solidarität. Die Mädchenmannschaft wünscht dem Dreiergespann außerdem alles Gute zum dritten Podcast-Geburtstag!

Zum Schluss ein wichtiger Terminhinweis: Noch heute und morgen Nächste Woche Freitag bis Sonntag könnt ihr in Berlin gegen Genitalverstümmelungen protestieren, berichtet Zwischengeschlecht. Am Donnerstag gibt’s zudem einen Infoabend im Haus der Demokratie und Menschenrechte.


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Arte Dossier: “Ehe … es kracht!”

21. Dezember 2010 von Katrin

Bedeutet Ehe gleiches Recht für Mann und Frau?

Das ist nur der Vorspann eines Ehe-Dossiers bei Arte, das ganz spannend und unterhaltsam zu werden verspricht. Start ist heute, 21.12.2010, um 20.15 Uhr. Die Online-Beiträge sind auch lesenswert:


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Rapper verachten Frauen

3. September 2010 von Verena

… unter dem Titel kann noch bis Anfang nächster Woche in der arte-Mediathek eine Dokumentation über den Sexismus im us-amerikanischen Rap geguckt werden. Neben einem Besuch in Atlantas HipHop-Szene, wird gezeigt, mit welchen Mitteln und Erfolgen die afro-amerikanische Community gegen Gangsta-Rap vorgeht.


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