Einträge mit dem Tag ‘Arbeitsleben’


Rechtsextremismus, Musliminnen, Transmasculinity, Arbeitswelt und Kritik an Kristina Schröder

7. Oktober 2010 von der Mädchenmannschaft

Die Rosa Luxemburg Stiftung stellt eine neue Publikation vor “Was ein rechter Mann ist … Männlichkeiten im Rechtsextremismus.” von Robert Claus, Esther Lehnert, Yves Müller (Hrsg.) – inklusive PDF zum Runterladen.

Der neue TRANSMASCULINITIES 2011 Kalender ist gerade erschienen!

Auf Philibuster führte Nadia Shehadeh ein Interview mit Sineb El Masrar über ihr neu erschienenes Buch “Muslim Girls“, in dem  El Masrar die „Klischeewelten, die nicht existieren“ thematisiert und eine heterogene mediale Darstellung von Musliminnen fordert.

Passend dazu ein Artikel in der taz über die Chancen von muslimischen Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt: “Ob mit oder ohne Kopftuch – muslimische und türkischstämmige Frauen werden im Arbeitsleben stark benachteiligt, unabhängig davon, wie sehr sie sich bilden.”

Outside the Box, die Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik hat ihre erste Ausgabe als PDF online gestellt.

Auf GenderAcrossBorders wird diskutiert, ob die oft zitierte Doppelbelastung von Frauen nur noch ein Mythos sei.

Auf Derangierte Einsichten schreibt Patrick zum Thema Privilegien.

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders, der vor der “Islamisierung Europas” und vor der “Zerstörung der deutschen Idenität” warnt, rechtfertigt dies – na klar! – mit Verweis auf Frauenrechte.

Ein Deutschland voller Moscheen und voller verschleierter Frauen ist nicht mehr das Deutschland Schillers und Heines, Bachs und Mendelssohns.

Die österreichische Grünen Frauensprecherin Judith Schwentner kritisiert im Gespräch mit dieStandard.at, dass sich unter den anerkannten Berufskrankheiten viele Beispiele finden, die lediglich auf männerdominierende Branchen zugeschnitten sind.

In einem offenen Brief an Bundesfrauenministerin Kristina Schröder (CDU) kritisiert das Netzwerk Internationaler Gender Mainstreaming-Expertinnen (GMEI) die mangelnden Gleichstellungsbemühungen und stellt ihre fünf Forderungen an Frau Schröder vor.

Die New York Times resümiert 20 Jahre nach dem Mauerfall den Status quo der Frauen in Ost und West.


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Sarah Haskins, Uni, Toiletten, Twitter, Protest in Saudi Arabien, HipHop und Alltagssexismen

8. September 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 51 von 152 der Serie Kurz notiert

Sarah Haskins is back! Und schwanger! Über ihre Schwangerschaft berichtet sie auch im verlinkten Clip.

Der Tagesspiegel stellt ein Buch über die Pionierinnen an der Uni vor und berichtet darüber, wie mühsam Frauen sich den Zugang zur Hochschule erkämpfen mussten: “Die über 500 Seiten sind Aufarbeitung deutscher Wissenschaftsgeschichte, Kompendium, Nachschlagewerk für Forschung und Lehre.”

Die Zeit hat einen Artikel mit dem Titel “Die Methode Frau“: Eine Revolution kündigt sich an: Sie wird verändern, wie wir morgen Arbeit und Leben einrichten.

Toilettenschilder

Toilettenschilder

Toiletten – einer der letzten gender-segregierten Orte. HystericalMarissa hat eine beeindruckende Sammlung von Toilettenschildern (auch gesehen im Genderblog).

My Fault, I’m Female hat die besten Anekdoten zu Alltagssexismen: Diesmal über einen verwirrten Kunden in einem Elektronik-Geschäft.

Dass es bei Twitter auch um gesellschaftliche Veränderungen geht, beweist die abortion gang. Sie stellt die spannendsten pro-choice Twitterer_innen vor und erklärt, warum soziale Netzwerke für Aktivist_innen immer wichtiger werden.

Ihr Mann wurde ein Fernsehstar in Großbritannien, aus seiner Angetrauten, Gia Milinovich, wurde „Frau Brian Cox”. Im Guardian beschreibt sie ihr Leben zwischen verliebten Fans, ignoranten TV-Produzent_innen und der Waschküche als „unsichtbare Ehefrau. Ihr einziger Ausweg bisher: Endlich im Dschungelcamp mitspielen und ein Fitnessvideo drehen. Dann doch lieber Hosen waschen.

In Saudi-Arabien sollte es erstmal Kassierinnen an den Supermarktkassen der Firma Panda geben. Nach Protesten, Boykottdrohungen und Fatwas hat Panda seinen Vorstoß dann doch wieder abgebrochen, berichtet die ZEIT. Die Kassiererinnen hätten erstmals auch mit Familien gearbeitet – aufgrund der Geschlechtertrennung bleibt es aber weiter bei wenigen reinen Frauenläden.

Termine nach dem Sprung! (weiterlesen …)


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Punk, Kiana Ferouz, Burkinis&Bikinis, Eva Herman, Abtreibung, Geeks, Experimente und Niedriglöhne

28. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 53 von 152 der Serie Kurz notiert

The F-Word hat eine bisher 4-teilige Serie über Frauen in der Punkmusik.

Der Asylantrag der iranischen Schauspielerin Kiana Ferouz wurde nun doch angenommen. Obwohl Homosexualität im Iran verfolgt wird, bedurfte es erst einer Online-Petition, damit die britischen Behörden ihre Ablehnung überdachten (s.a. Artikel und Kommentar).

Mehr Burka-Neuigkeiten: Der Telegraph berichtet über den Rauswurf zweier Burkini tragenden Frauen aus einem französischen Schwimmbad. Und: In syrischen Schulen ist die Burka bzw. der Nikab nun auch verboten.

Frau Herman: Sie  nerven! Gnurpsnewoel kommentiert Hermans letzten Totalausfall mit den Worten: ”Ich will in Eva Hermans Welt nicht leben müssen.“ Auch auf Philibuster schreibt Nadia Shehadeh über den geistigen Absturz der Eva Herman.

Der Freitag über den Bikini, “Alptraum in zwei Teilen“: “Im Namen quasi atomar belastet, stand er zunächst für sexuelle Befreiung. Heute ist er Instrument weiblicher Selbstkontrolle.”

Sechs Frauen bekamen in Guanajuato in Mexiko 25 – 30jährige Haftstrafen, weil sie Abtreibungen vornehmen ließen. Schuldig gesprochen wurden sie wegen Totschlag, wie feministing berichtet.

Jamie Keiles ist eine High School Absolventin in Pennsylvania in den USA, die mit ihrem Blog TheSeventeenMagazineProject ein interessantes Experiment startete: Wie sieht das Leben aus, wenn frau nach den Regeln des Seventeen Magazine lebt?

DieStandard konstatiert, dass jede_r Fünfte in Deutschland im Niedriglohnsektor arbeitet: “Besonders stark von Niedriglöhnen betroffen sind junge Beschäftigte unter 25 Jahren, AusländerInnen, gering Qualifizierte, befristet Beschäftigte und Frauen.”

Geekfeminism hat einen interessanten Artikel über Computer Geeks und Privilegien: “If you were hacking since age 8, it means you were privileged.


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Antidiskriminierung sagen – Rekrutierung meinen

1. Juni 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 26 von 48 der Serie Meine Meinung

Letzten Donnerstag hat sich das US-amerikanische Repräsentantenhaus und der Streitkräfte-Ausschuss des Senats für die Aufhebung des 1993 unter Bill Clinton initiierten Gesetzes “Don’t Ask Don’t Tell” (DADT) ausgesprochen. Die Initiative, die unter anderem auch vom US-Verteidigungsminister Robert Gates unterstützt wird, soll noch im Juni dem gesamten Senat zur Abstimmung vorgelegt werden.

Die DADT Richtlinien untersagen dem Militär einerseits, Soldaten und Soldatinnen nach ihrer sexuellen Orientierung zu fragen („Don’t ask“), verbieten homo- bzw. bisexuellen Soldat_innen allerdings auch, ihre sexuelle Identität während des Dienstes öffentlich zu machen (“Don’t Tell”). Damit befindet sich die USA momentan noch in “guter” Gesellschaft mit u.a. Nordkorea, dem Iran und der Türkei. Die geplante Aufhebung dieses Gesetzes wird insbesondere von Demokrat_innen und Homosexuellenverbänden begrüßt.

Angesichts der Tatsache, dass die US-Armee durch die Kriege im Irak und in Afghanistan nicht nur unter einem zunehmend schlechteren Ruf sondern auch unter enormen Rekrutierungsmangel leidet, liegt die Annahme nahe, dass die Aufhebung von DADT auch einem anderen Zweck dient: Das Militär braucht Nachwuchs und sieht sich somit gezwungen, ein attraktiverer Arbeitsplatz zu werden.

Lockerungen von Bestimmungen zum Dienst an der Waffe sind keinesfalls neu in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Wie viele andere Länder litt auch die USA unter sinkenden Rekrutierungszahlen, woraufhin immer mehr Bereiche für Frauen geöffnet wurden - obwohl diese bis heute nicht in direkten Kampfhandlungen (direct combat) erlaubt sind. Besonders seit der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht für Männer 1973 stieg die Anzahl der Soldatinnen stetig.

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Neues aus den Forschungslaboren

24. Mai 2010 von Helga

Bereits vor einiger Zeit brachte EurekAlert eine Studie, die die Doktorandin Youngjoo Cha der Cornell University durchführte. Sie verglich die Arbeitszeiten von Paaren mit zwei Einkommen. Danach garantieren Überstunden, bzw. Stellen mit über 60 Stunden Arbeitszeit pro Woche für den Ehemann fast, dass Frauen ihren Job aufgeben. Arbeitet die Ehefrau dagegen lange, gibt es kaum einen Effekt auf den Partner. Hinter dieser Entscheidung steckten immer noch die alten Rollenbilder, so Cha.

Dass die Aufteilung in bezahlte Männerarbeit und unbezahlte Hausfrauenarbeit aber kein Garant für eine glückliche Ehe ist, ergab nun eine Studie der London School of Economics. So berichtete der VÄTER Blog, dass Paare sich seltener scheiden lassen, wenn der Ehemann sich an der Hausarbeit und Kindererziehung beteiligt. Anders als häufig gedacht, ist dieser Faktor wichtiger als die Berufstätigkeit von Frauen.

Schließlich gibt es auch Neues von den Forscherinnen, die herausfanden, dass Frauen mit negativen Konsequenzen zu rechnen haben, wenn sie bei Vorstellungsgesprächen mehr Geld heraushandeln wollen. Diesmal haben sie sich den Einfluß von Bescheidenheit im Vorstellungsgespräch angeschaut und festgestellt, dass weder Frauen noch Männer bescheidene Bewerber wollten. Für die bescheidenen Bewerberinnen ergaben sich dagegen keine Nachteile, so The Chronicle of Higher Education.


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Samstagabendbeat

15. Mai 2010 von Magda

Der heutige Samstagabendbeat ist einem Flashmob vom 8.Mai in San Francisco gewidmet, der zu einem Boykott einiger Hotels aufrief, um auf die prekäre Situation vieler Hotel-Angestellten mit schlechten Verträgen und ohne Krankenversicherung aufmerksam zu machen; unterstützt von SleepWithTheRightPeople, einer Koalition von LGBT-Aktivist_innen und UNITE HERE, einer Gewerkschaft, die über 300.000 Arbeiter_innen u.a. im Dienstleistungsgewerbe repräsentiert. Lady Gaga inspirierte Melodie und Text, eine Marschkapelle lieferte den Beat, et voilà:

“Don’t Get Caught in a Bad Hotel”

Via feministing.


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Rundumschlag

30. März 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 74 von 152 der Serie Kurz notiert

Auf feministing macht Chloe sich darüber Gedanken, wie wir die Rollen “Mann” und “Frau” in Alltagssituationen spielen und somit reproduzieren, auch genannt: Gender Performance.

Wir berichteten bereits über eine lesbischen Schülerin, Constance McMillen, deren High School ihr verbot, an ihrem Abschlussball teilzunehmen, weil sie mit ihrer Freundin und im Frack kommen wollte. Ein Bundesrichter hat nun entschieden, dass die Schule damit die Grundrechte der Schülerin verletzt hat und ihr die Teilnahme am Ball hätte erlauben müssen.

Auf geekfeminism fragt man sich, wie man mit dem Phänomen “Quotenfrau” umgeht – wenn man selbst eine ist, eine andere verdächtigt oder sich als solche fühlt.

Sport am Internationalen Frauentag? Sollten Frauen nicht erst einmal Ungleichheiten in Beruf und Wirtschaft angehen? Nein, meint Dieter Baumann in der taz, denn die „männerdominierte Sportmedienwelt zeigt, was Männer interessiert, und eine männerdominierte Wirtschaft unterstützt das, was Männer schauen, um dort die Produkte zu zeigen, die Männer kaufen sollen.”

Cicero stellt Lubna Ahmed al Hussein vor, die im Sudan verurteilt wurde, weil sie Hosen trug – dagegen klagte und dem Auspeitschen entgang (wir berichteten). Inzwischen ist sie aus dem Sudan geflohen und hat ein Buch über das Leben sudanesischer Frauen geschrieben.

Karrieretrainer Peter Modler erklärt im Interview auf Spiegel Online, mit welchen Arroganz-Prinzipien Frauen im Job Männer-Methoden kopieren. Ellenbogen raus!

Und immer noch brandaktuell: Leena Simon zur Pirat_innen-Debatte auf Spreeblick.


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Wir sind kein Mädchenverein

29. März 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 41 von 60 der Serie Die Feministische Bibliothek

Liebe zartbesaitete Seelen, Kriegsdienstverweigerer oder Pazifist_innen: Dieses Buch ist keine zerschmetternde Kritik an der Institution Bundeswehr. Dem Reflex, die Bundeswehr als Ganzes zu kritisieren oder gar deren Abschaffung zu fordern, wird hier nicht nachgegeben. Es ist vielmehr eine Mischung aus persönlichen Erlebnisberichten, Hintergrundfakten und in gewisser Weise auch ein Plädoyer an die Männer und Frauen, die laut der Autorin “nicht nur von Gerechtigkeit reden, sondern auch handeln”. Durchatmen und abtauchen in die Welt der Bundeswehr:

Mit ihrem Buch Wir sind kein Mädchenverein – Frauen in der Bundeswehr stellt Andrea Jeske die erste Generation der Frauen vor, die in der Bundeswehr einen lukrativen Arbeitsplatz fanden, nachdem der Europäische Gerichtshof vor zehn Jahren beschloss, alle Laufbahnen der Bundeswehr uneingeschränkt für Frauen zu öffnen. Mittels Interviews und gründlicher Hintergrundrecherche erforscht Jeske, was Frauen dazu bringt, den Dienst an der Waffe aufzunehmen und welche Rollen die Soldatinnen in der Bundeswehr spielen.

Zum einen wird deutlich, dass die Entscheidung, Frauen in alle Bereiche der Bundeswehr zuzulassen, zwar einerseits aus der Erkenntnis erwuchs, sie sollten gleichberechtigt neben Männern kämpfen dürfen (dürfen, nicht müssen). Andererseits wurden Frauen aber auch als neue Zielgruppe entdeckt, um die Nachwuchsprobleme der Bundeswehr zu lösen. Wenn die jungen Männer ausgemustert werden oder sich in den sozialen Dienst retten, kommen die in diesem Buch dargestellten Frauen gerade recht: Auf der Suche nach Gemeinschaftsgefühl, Disziplin, Abenteuer und nicht zuletzt einen sicheren Arbeitsplatz nehmen Soldatinnen ihren Platz in der Bundeswehr ein – als Stabsärztin, im ABC-Abwehrregiment, bei der Marine, in der elektronischen Kampfführung, beim Transporthubschrauberregiment oder gar als Kompaniechefin. Viele von ihnen waren oder sind im Ausland stationiert – in Afghanistan, Djibouti oder im Kosovo.

Die interviewten Frauen verdeutlichen, dass der Stereotyp der friedfertigen Frau begraben gehört. „Typisch weibliche“ Eigenschaften oder Attribute sind hier nicht erwünscht, wie die meisten der Soldatinnen betonen. Sie stellen klar, dass “aufgetakelte Tussis“ mit Lippenstift und Handtasche nichts in dieser rauen Welt verloren haben. Frauen haben die patriarchalen Bundeswehrstrukturen also wenig verändert. Ganz im Gegenteil: Gerade diese Strukturen lockten die Soldatinnen in den Dienst. Das Recht des Stärkeren bleibt bewahrt, nur dass Frauen nun an diesen Kämpfen teilnehmen dürfen. Laut Jeske pflegen viele der Soldatinnen einen „männlichen Habitus“ und bejahen die Härte der Ausbildung in der Bundeswehr – vielleicht auch, um gegen die Vorurteile anzukämpfen, die auch heute noch herrschen: Frauen seien generell körperlich ungeeignet und zu weich; sie nehmen Männern nur „ihre“ Jobs weg und können unmöglich dann auch noch ihre Vorgesetzte sein!

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Letters to Our Daughters

12. Mai 2009 von Helga

Mehr junge Frauen und Mädchen für eine Karriere als Naturwissenschaftlerin zu begeistern, ist schon länger ein Thema. Ein Problem dabei ist, dass es nur wenig sichtbare Naturwissenschaftlerinnen gibt, die als Vorbilder fungieren. So berichten auf scienceblogs.com “Dr. Isis” und PZ Myers von den Wissenschaftlern in ihrer eigenen Familie, bzw. der Familie Darwins. Von Wissenschaftlerinnen im Stammbaum ist dabei nie etwas überliefert.

Daher hat Dr. Isis das Projekt “Letters to Our Daughters” gestartet. Erfolgreiche Naturwissenschaftlerinnen schreiben Briefe an die Töchter/Leserinnen/Studentinnen über ihr Leben, ihre Herausforderungen und was sie an ihrer Arbeit so lieben. So schreibt etwa Dr. Janet Stemwedel:

As you pursue an education in science, and perhaps consider a career in science, you will encounter challenges. Do not let these challenges put you off. While science can be beautiful, captivating, and deeply satisfying, it can also be hard. The people around you who seem to find it totally easy did not always (or will not always) find it so. If they did, chances are they were just skimming the surface, missing some of the scientific puzzles worth puzzling over; once you notice them, it’s hard to let go of them.

Hier gehts zu allen Briefen des “Letters to Our Daughters Project”.


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Warum lieb sein nichts bringt

6. Mai 2009 von Helga

Ganze vier Jahre waren sie lieb und nett, geändert hat sich nichts. Nun haben die deutschen Erzieherinnen Nase gestrichen voll und gehen auf die Straße, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Tausende Erzieherinnen und einige Erzieher werden einem Aufruf von ver.di und GEW folgen und in den Warnstreik gehen. Bei gleichbleibender Bezahlung wird das Anforderungsprofil an ihren Beruf wird immer anspruchsvoller. Auf der einen Seite sollen die Kinder schon vor der Schule anfangen zu lernen, auf der anderen Seite erfordern Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten eine differenzierte Betreuung. Mehr arbeitende Mütter werden in Zukunft mehr Kitaplätze brauchen, nicht zuletzt dank der neuen Unterhaltsgesetzgebung.

Erzieherin ist dabei ein “typisch weiblicher” Dienstleistungsberuf: viele Teilzeitkräfte, schlechte Bezahlung, die körperliche Anstrengung wird unterschätzt und die Beschäftigten machen bisher alles mit. Doch Angepassheit hat noch nie weitergeholfen.

Die Erzieherinnen, die jahrzehntelang sehr brav waren, sind inzwischen kämpferisch. Mehrere Tausend traten in den vergangenen zwei Jahren in die Gewerkschaften ein; als einzige DGB-Gewerkschaft verzeichnete die GEW deshalb sogar einen Mitgliederzuwachs.

Die Arbeitgeber beklagen nun, die Streiks kämen überraschend und man hätte sich nicht einmal abstimmen können. Deutlicher kann man kaum zugeben, dass man vier Jahre lang geschlafen hat.


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