Einträge mit dem Tag ‘Arbeit’


Eine Lanze für „13 Reasons Why“ und Anti-Diät-Tag forever – kurz verlinkt

11. Mai 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 348 von 358 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

In der ZEIT erschien ein Interview mit der Holocaust-Überlebenden Renate Lasker-Harpprecht.

„13 Reasons Why“ geguckt und noch nicht so sicher was Ihr damit anfangen wollt? Dann empfehlen wir Euch diesen superguten Beitrag von Steinmädchen. Wer die Serie noch nicht geguckt hat: Achtung, Spoiler!

Ausbildung als Privileg? Hannah veröffentlichte einen sehr lesenswerten Text auf ihrem Blog: in einem anderen Kampf.

Warum jeder Tag Anti-Diät-Tag sein sollte: Dazu sagt Hengameh ein paar Takte.

Geflüchteten Redakteur_innen von Freien Radios im deutschsprachigen Raum soll es ermöglicht werden, sich beim jährlichen Radiocamp am Bodensee auszutauschen und gemeinsam und voneinander zu lernen. Zur Kampagne geht es: Hier.

Das feministische Ökonominnennetzwerk efas vergibt den jährlichen Nachwuchsförderpreis, honoriert werden Diplomarbeiten, Bachelor- und Masterarbeiten oder Dissertationen. Bewerbungsunterlagen können bis Ende Juli gesendet werden. Weitere Infos: Hier.

In Duisburg wurde am 3. Mai eine Café-Inhaberin erschossen. Die Initiative NSU-Watch fordert die Sicherheitsbehörden auf, insbesondere in Richtung Rechtsextremismus zu ermitteln – dazu erschien ein Text im migazin.

englischsprachige Links

Die Mitgründerin des Blogs Women Are Boring, Grace McDermott, ist im Alter von 26 Jahren überraschend verstorben. Neben einem Nachruf wurde auf dem Blog zu einer Spendenaktion aufgerufen: „Charity Donations in Honour of Grace Mcdermott (1990-2017)„.

Wer vergewaltigt wurde, läuft in den USA Gefahr keine Krankenversicherung mehr zu erhalten. Mehr dazu nachlesen könnt Ihr hier.

Termine in Berlin, Heidelberg, Kiel und Potsdam

Vom 11. bis 14. Mai findet in Berlin das XPOSED International Queer Film Festival statt.

Vom 12. bis 14. Mai in Potsdam könnt Ihr den F_antifa-Kongress beehren.

Ebenfalls bis einschließlich Anfang Juni gibt es in Magdeburg eine F-Antifa-Veranstaltungsreihe, alle Termine findet Ihr hier.

13. Mai in Berlin: Das Queer Zine Fest Berlin steht wieder an. Table können noch angemeldet werden.

Dann waren da noch:

2. – 5. Juni in Kiel: Lesbenfrühlingstreffen 2017.

9. – 11. Juni in Kiel: Save the Date! LaDIYfest Kiel.

15. – 18. Juni in Heidelberg: Das Lady*fest Heidelberg findet statt!

14. bis 16. Juli in Berlin: Festival für ein offenes und solidarisches Neukölln. (Es werden noch Leute zum Mitmachen gesucht!)

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?


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Work it! – Feministische Gedanken zu Arbeit

1. Mai 2017 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 16 von 16 der Serie Ökonomie_Kritik

Was bedeutet eigentlich Arbeit? (Wie) Wollen wir arbeiten? Welche Arbeitskämpfe gilt es auszutragen/ zu unterstützen? Wir nehmen den revolutionären 1. Mai zum Anlass, um einige unserer Erfahrungen, Gedanken und Forderungen rund um Arbeit zu teilen.

Zum Weiterlesen empfiehlt sich auch unsere Leseliste vom Equal Pay Day: Ökonimiekritik für jeden Tag.

Kuchen Backen für den Verkauf im Laden: Arbeit? Kuchen Backen für den Kindergeburtstag: Care-Arbeit? Kuchen Backen, weil Kuchen lecker ist: ?

für meine Zukunft (Hannah)

Seit 6 Monaten bin ich Auszubildende. In unvergüteter Vollzeit an einem Berufskolleg.
Ich habe viele neue Dinge gelernt und viele alte Dinge auf eine „Was ich am Wochenende tun könnte“-Liste geschrieben, um sie nie zu tun. Meine Wochenenden haben sich von der einzigen Möglichkeit meine berufstätigen Freund_innen zu treffen, zu den einzigen Tagen mit genug Schlaf, Ruhe und Option zur Haushaltsführung entwickelt.

Arbeit war und ist für mich ein gekauftes Privileg.
Ich kaufe die Möglichkeit neue Fertigkeiten zu erlernen und Dinge zu erschaffen, die vielen Menschen nützlich sind.
Und bezahle aus dem eigenen Vermögen zu sprechen, sozial zu interagieren, körperlich fit und funktional zu sein, mich selbst zu spüren und (kreativ) auszudrücken. Ich bezahle mit den Fähig- und Fertigkeiten, die ich brauche um m.eine Behinderung.en zu kompensieren.

Ich berufsausbilde mich derzeit für einen Beruf, den ich später sowohl in selbstständiger als auch angestellter Form ausüben kann. Realistisch jedoch ist, dass die gesetzlichen Regelungen für berufstätige behinderte Menschen weder die eine, noch die andere Form für mich in Frage kommen lassen.
Am Tag der Arbeit fordere ich, dass sich das ändert.
Ich würde gerne auch für meine eigene Zukunft als autarke und selbstbestimmte behinderte Person arbeiten.

Stressfaktor Heten (Nadine)

Ich hatte die Festanstellung zwischenzeitlich auch deshalb aufgegeben, weil ich mich der latenten bis aggressiven Homophobie und den heterosexistischen Strukturen in der Arbeitswelt nicht mehr aussetzen wollte. Ein paar Jahre und Erkenntnisse später wagte ich aus verschiedenen Gründen einen neuen Versuch. Und schon die ersten Wochen wühlten in der Gefühlswelt meiner inneren 16-Jährigen, die weiß, dass sie keine Hete ist und weit und breit keine Gleichgesinnten zur Seite hat. Das hat mich zugegebenermaßen überrascht, bin ich doch mittlerweile doppelt so alt und mindestens so reich an Le(s)benserfahrung. Ich kam von Arbeit nach Hause und weinte, badete mich im Selbsthass meiner Jugend und fragte mich: WHY IS THIS MY LIFE? Bin ich tatsächlich die einzige in einem Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeiter_innen? Gibt es einen geheimen Lesbenzirkel und wenn ja, wann finden die Meetings statt?

3.500 Arbeitsstunden später habe ich noch immer keine Lesbe gefunden und mittlerweile akzeptiert, dass ich 40h pro Woche von Menschen umgeben bin, deren Wahrnehmung, Interpretation und Erfahrung mit und in der Welt um sie herum sich wesentlich von meiner unterscheidet. Flexible Arbeitsmodelle und Präsenzzeiten gibt es nur für Heten und nur dann, wenn frau neben der Lohn- auch noch Sorgearbeit für andere tun muss, nicht aber zur Schaffung einer Möglichkeit ohne Diäten-Talk, Boyfriends/Ehemänner, „Frauen sind so…und Männer besser“ und Spitzen gegen Kolleginnen seine_ihre Arbeit tun zu können. Meistens sind Orte, an denen sich Heten ungestört ausbreiten können, nicht besonders feministische, so dass ich auch darüber wenig Verbindungspunkte zu anderen finde. Mein Interventions- und Widerstandsradius, den ich aus meinen politischen Kontexten gewohnt bin, minimiert sich in der Arbeitswelt häufig auf das Ausleveln meiner eigenen kognitiven Dissonanz: An einem Ort nicht wirklich anwesend sein zu können bei gleichzeitigem Druck sich der normalisierten Gedankens- und Verhaltenswelt der dominanten Mehrheit anzupassen, hat enorme Konsequenzen für den eigenen Energie- und Emotionshaushalt.

Deshalb meine Forderungen für den 1. Mai für lesbische Arbeitnehmer_innen:

  • Arbeitszeitverkürzung auf maximal 30h/Woche bei vollem Lohnausgleich
  • Sonderurlaub von bis zu zehn Arbeitstagen
  • Lesbenquoten in allen Hierarchiebenen und Verantwortungsbereichen
  • Steuer- und abzugsfreie Prämien in Höhe von zwei Monatsgehältern
  • Lesbenfreundliche Arbeitsplatzgestaltung in Form hetenfreier Büros oder Homo…ääh… Homeoffice
  • Lohnfortzahlung im heterosexistischen Krankheitsfall für 12 Wochen

Choose your Arbeitsplatz.

Tag der Care Arbeit (Melanie)

Während ich mir eigentlich mein cooles Online Business aufbauen will, damit ich das mit dieser Vereinbarkeit von Lohn- und Carearbeit hinkriege ist eines meiner beiden Kleinkinder krank geworden. Nichts Wildes, eine Bindehautentzündung, höchstens lästig für alle Beteiligten. Aber eben auch ansteckend und somit fällt Kindergarten die komplette Woche aus. Der dazugehörige Kindsvater ist auf Dienstreise, denn er macht anständige Lohnarbeit. Er wird gebraucht beim Kunden. Ich werde…naja, auch gebraucht. Aber nicht bezahlt. Und während heute Angestellte und Arbeiter_innen – die immer seltener vollzeit- und unbefristet lohnarbeiten können – protestieren, wischen andere weiter (unbezahlt) Popos sauber. Denn bei denen ist jeder Tag Tag der Care Arbeit.

Karneval der Privilegierten (Nadia)

Ich arbeite seit ich 18 bin, habe während meiner Ausbildung jeden möglichen (Callcenter) und unmöglichen Job (Flötenlehrerin) gemacht und damit mein Studium komplett selbst finanziert. Produktionshelferin, Kasse am Supermarkt, Kellnern, Hilfskraft an der Uni, Interviewerin, Aushilfsredakteurin bei einem Stadtmagazin: Manchmal machte ich neben Seminaren und Vorlesungen drei Jobs gleichzeitig und wachte morgens mit einem nervösen Zwinkern am rechten Auge auf – weil ich erstmal sortieren musste wo es als nächstes hingeht. Dementsprechend schmerzbefreit fing ich nach der Uni meinen ersten „richtigen“ Job an, das war vor ziemlich genau zehn Jahren. Eine Kultur, die ich persönlich auf Jammern und Sesselpupserei basierend identifizierte, umarmte mich, und das war nach Jahren des harten Malochens ein ziemlicher Schock für mich. An manchen Tagen gefühlt nur für die reine Anwesenheit (zwar nicht hammergut, aber solide) bezahlt zu werden, war undenkbar. Das führte dazu, dass ich mir selbst jeden Tag ohne Ende Arbeit suchte und so in die immerwährende „Arbeit geht dahin wo sie gemacht wird“-Falle tappte – das passiert mir auch heute noch ganz gerne. Das Entitlement, fürs Rumsitzen und Mist labern Geld einzustreichen, das muss man sich erstmal hart angewöhnen, vor allem als Frau, vor allem als Kanakin – ich arbeite noch dran und schaffe es wahrscheinlich niemals.

Befördert wurde ich auch irgendwann – natürlich zu Migrationsthemen (harhar)! Einmal war ich als bundesweit verantwortliche Fachbereichskoordinatorin für einen Träger tätig und staunte nicht schlecht als ich feststellte, dass ich in der Führungsriege auf einmal hauptsächlich mit weißen Cis-Männern zu tun hatte – die arbeiteten sonst im Unternehmen nämlich (zumindest an der Basis) nur zu etwa 25 Prozent. Weiß sein, Cis-Mann und ohne Behinderung sein: In jedem Führungstreffen wurde es mir vor den Latz geknallt, Männern im Anzug unterstellte man immer sofort Substanz und Kompetenz, während ich ganz oft die lustige Migrantin war (wobei ich sowieso nicht immer lustig und außerdem auch keine Migrantin war, da von nirgendwoher her-migriert). Nach zwei Jahren hatte ich dann aber zusätzlich auch begriffen, dass ich Scheiße lieher nach oben als nach unten werfe, und beschloss von sämtlichen Obermotzfritzangela-Jobs zukünftig die Finger zu lassen. Seitdem ist für mich Lohnarbeit primär Mittel zum Zweck. Im Moment aber habe ich das Glück einen richtig tollen Job machen zu können – ein wirkliches Privileg, das ich jeden Tag schätze.

Was immer gleich bleibt: All die (Alltags-)Rassismen, die an allen Arbeitsplätzen reproduziert wurden und werden, habe ich niemals mitgezählt – das wäre ein Fass ohne Boden. Lustigerweise ging mir meistens eher bei gefühlten Lappalien die Pumpe, zum Beispiel wenn bei irgendwelchen Meetings vor allem Herkunftsdeutsche über „Diversität“ und „Interkulturalität“ verhandelten – auch Schnaps im Kaffee hätte diese Hirnschmerzen niemals verbannen können. Amüsant war auch, als ich während meiner Freiberuflichkeit mal für eine Institution tätig war, deren Geschäftsfelder unter anderem Diversity und Geschlechtergerechtigkeit waren – und irgendwann rauskam dass der weiße, alte Cis-Kollege natürlich wesentlich mehr Tageshonorar kassierte als ich. Der schlimmste Lohnjob den ich gemacht habe war übrigens für ein feministisches Zentrum – die Erfahrung hat sich mir als sehr frustrierend im Hirn eingebrannt. Politische Überzeugungen im Rahmen von Lohnabhängigkeit und halbgarer Zusammenarbeitsharmonie mit weißen Frauen auszuhandeln war das Spaßbefreiteste was ich mir vorstellen konnte. Da gehe ich lieber weiter wie Kafka zur Versicherung ins Büro!

Supergirl statt Superproduktivität.

Mal liegen bleiben (Charlott)

Vor acht oder neun Jahren habe ich ein Uniseminar besucht, in dem es unter anderem um Arbeit ging. Bis dahin hatte ich mich schon häufiger mit Arbeiter_innenkämpfen auseinandergesetzt, aber nie intensiv darüber nachgedacht, was Arbeit eigentlich für mich bedeutet. Dann sollten wir zwei Seiten zu genau diesem Thema schreiben. Beim Schreiben dieses Texts hier habe ich das alte Uni-Dokument nochmals herausgekramt und war positiv überrascht über die vielen Facetten, die ich damals so aufmachte (Arbeit in- und außerhalb von „Wertschöpfungsketten“, Care-Arbeit, erzwungene Arbeit, Arbeit als Teil alltäglicher geflügelter Worte und Popkultur, Arbeit als zielgerichtete Tätigkeiten (oder auch nicht), Arbeit als identitätsstiftend und politischer Raum). Mein Fazit war (und ist es auch heute noch): Es ist kompliziert.

Schon allein, wenn ich mir meinen Alltag angucke, kommt da vieles zusammen: Lohnarbeit (die aber auch irgendwie fließende Grenzen hat, da sie das Schreiben meiner Doktorarbeit mitfasst), Arbeiten rund um dieses Blog (die im gesellschaftlichen Mainstream kaum als Arbeit wahrgenommen würden), Sorgearbeiten (wie im letzten Jahr als ich wochenlang täglich im Krankenhaus bei meiner Großmutter war). Seit über einem halben Jahrzehnt bin ich Frauenbeauftragte in einem Institut und versuche meinen Lohnarbeitsraum etwas gerechter zu gestalten – das ist häufig vor allem eins: frustrierend und/ oder kräfteaufreibend. Was ist eigentlich mit der ganzen emotionalen Arbeit von all denen, die gegen die Normen von bestimmten Räumen ankämpfen – oder wie Sara Ahmed feststellt, allein durch ihre Anwesenheit in Frage stellen?

Heute freue ich mich, dass ich schon einmal irgendwas geschrieben habe, was ich jetzt paraphrasieren kann. Weniger Arbeit! Die ewigen Produktivitätsanrufungen – die sich von Lohnarbeit, Care-Arbeit zur Freizeitgestaltung ausbreiten – nerven nämlich gewaltig. Damit meine ich nicht nur Produktivitätsanrufungen von außen, sondern auch die tief internalisierten. Ich habe in den letzten Jahren eher schmerzhaft gelernt, mich ab und an von hehren Produktivitätszielen zu distanzieren. An manchen Tagen verbuche ich – als chronisch Kranke – es als Erfolg, wenn ich gut aus dem Bett komme.


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do it yourself – just for fun?

4. März 2016 von Hannah C.

Vor Kurzem lernte ich an der Nähmaschine zu nähen und wie immer, wenn sich neue Handlungsoptionen ergeben, kam es mir vor wie der Übertritt in eine neue Welt.
Kleidung, die wirklich passt nähen! Stoffdinge nähen, die mir gut tun! Stofftiere nähen, die andere Menschen erfreuen! Yeay!

Und dann kam, was kommen musste: die Kostenfrage
Nicht nur “die Geldfrage” – an Material kommt man immer irgendwie und auch an verschiedenes Spezialwissen.
Wenn man einen Internetanschluss hat.
Und den bezahlen kann.

Für mich gab es im Stoffladen einen Moment, in dem ich mich fragte: “Okay – ist es das jetzt wirklich wert?”, nachdem ich als Frau kategorisiert und mit einer Kinderwunschunterstellung konfrontiert wurde. Dann gab es das Moment, nachdem ich frustriert und den Tränen nah vor meinem Projekt saß und merkte, wie viel Arbeit, Zeit, Kraft es bis zu seiner Fertigstellung von mir abverlangen wird. Und dann gab es das Moment, in dem mir sehr bewusst wurde, dass ich mir gerade etwas selbst mache, was an anderer Stelle als therapeutisches Hilfsmittel gilt und entsprechend teuer auch verkauft wird. Weshalb ich es mir ja selbst machen wollte. Weil ich kann mir ja selbst helfen. Ich bin ja superautonom selbstbestimmt Powermenschwesen Rosenblatt.

“Do it yourself” ist seit Jahren ein Schlagwort für Eigeninitiative, kreatives und eigenverantwortliches Selbermachen.
Geht es in Sachen „Heimwerk(en)“ nachwievor überwiegend darum (cis) Männern ihre Erfolgserlebnisse bei der Materialverarbeitung im Zuge von Badezimmersanierung und Garagendämmung zu verkaufen, geht es in Sachen „Handarbeit“ nachwievor überwiegend darum (cis) Frauen Spaß und Freude bei der Materialverarbeitung für eher gestaltend-dekorierend bis praktisch-schönem Allerlei anzudrehen.

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Goodbye Gender, Frauen in der Computergeschichte, Hot Girls – kurz verlinkt

9. September 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 292 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Tanja Parr schrieb in diestandard eine Buchrezension zum „Goodbye Gender“ von Ivan E. Coyote und Rae Spoon.

Seit letzter Woche ist im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum die große Sonderausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte“ geöffnet. Sie zeigt auf 700 Quadratmetern nicht nur Leben und Leistung der ersten Programmiererin der Geschichte Ada Lovelace (1815-1852), sondern würdigt auch die Arbeiten zahlreicher anderer Frauen in der Computerentwicklung bis in die Gegenwart.

Englischsprachige Beiträge

Anna Merlan bespricht auf Jezebel den Film „Hot Girls Wanted“, der über ausbeuterische Praktiken der Porno-Industrie aufklären will, und einige seiner Hintergründe.

Im Guardian äußert sich Doris Akrap skeptisch zur aktuell gefeierten „Willkommenskultur“ in Deutschland.

Auf Many Voices berichtet die CeCe McDonald über ihre Perspektive auf Religion und Spiritualität.

 


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Regelverstöße bei der Bespitzelung, Diskriminierung in der Klimaschutzbewegung, Ausbeutung im Nagelstudio – kurz verlinkt

13. Mai 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 4 von 358 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Foodwatch hat eine dickenfeindliche Kampagne gestartet, die Sophie Schimmerohn in ihrem Kommentar bei uns bereits ausführlich kritisierte (den Text gibt es auch als PDF). Foodwatch ist bestimmt auch an eurem Feedback zur Kampagne interessiert, schreibt sie an: auf twitter @foodwatch_de und Facebook.

Für eine Abschlussarbeit in Psychologie zu Auswirkungen von Mehrfachdiskriminierung auf die (psychische) Gesundheit untersucht die Marburger Uni „insbesondere Wechselwirkungen von Rassismus und Homo-⁠/⁠Biphobie auf die Gesundheit von Frauen*“.

„Im Skandal um die Polizistin, die von 2001 bis 2006 verdeckt in der linken und feministischen Szene in Hamburg ermittelt hat, mehren sich die Hinweise auf massive Regelverstöße beim Vorgehen der Polizei“, berichtet die Frankfurter Rundschau.

englischsprachige Links

Wie queere und trans Personen of Colour in der Klimaschutzbewegung unsichtbar gemacht werden und warum das gefährlich ist, beschreibt das bluestockings magazine.

Sich mal selbst was Gutes tun mit einer schönen Maniküre? Mag verlockend klingen, wenn die Ausbeutung und Misshandlungen, denen die Mitarbeiterinnen von Nagelstudios oftmals ausgesetzt sind, unsichtbar bleiben. Die New York Times berichtet.

Über die Überwachung von und ständige Verfügbarkeitserwartung an Arbeitnehmer_innen durch Arbeitgeber_innen schreibt Melissa McEwan auf Shakesville:

Termine in Hidesheim, Kiel, Berlin und Oldenburg

14. – 16. Mai, Hildesheim: Performing Back – eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Kontinuität deutscher kolonialer Vergangenheit von und mit Simone Dede Ayivi. Später im Monat auch in Oldenburg, siehe unten

15. – 17. Mai, Kiel: laDIYfest – Magda ist auch mit einem Workshop dabei!

29. Mai, Berlin: Lowkick Soli-Party. Die Einnahmen ermöglichen FrauenTrans* und Mädchen eine Woche im vom Lowkick e.V. organisierten Camp Selbstverteidigung/Thai_Kickboxen zu trainieren – auch wenn sie es sich finanziell nicht leisten können.

29. – 30. Mai, Oldenburg: weitere Aufführungen von Performing Back


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Armutsbericht: Einkommenskluft und Armut trotz Lohnarbeit

27. Februar 2015 von Charlott

In der letzten Woche stellte der Paritätische Wohlfahrtsverband seinen aktuellen Armutsbericht „Die zerklüftete Republik“ für Deutschland vor. In diesem wurden die Zahlen für 2013 ausgewertet und eine weiter auseinandergehende Einkommensschere konstatiert: Die Armutsquote von 15,5 Prozent ist die höchste seit dem Beginn der regelmäßigen Berichte (2006). Auch wurden erstmals in dem Bericht besondere ‚Risikogruppen‘ identifiziert.

Was bedeutet Armut?

Der Armutsbericht arbeitet bei seiner Auswertung mit relativen Werten. Als arm gilt in diesem, wer unter 60% des bundesdeutschen durchschnittlichen Netto-Einkommens zur Verfügung hat. In Zahlenwerten bedeutet das z.B. weniger als 892 Euro als Einzelpersonen-Haushalt. Diese Art der Feststellung hat natürlich auch ihre Tücken, weil sie nur begrenzt etwas über den Lebensstandard betroffener Personen aussagt – da je nach Region Lebenserhaltungskosten beispielsweise unterschiedlich sind und Strukturen (z.B. Zugang zu Kinderbetreuung und deren Kosten) erst einmal keine Rolle spielen. Auf der anderen Seite ist aber der Vergleich mit einem bundesdeutschen Durchschnitt auch sinnvoll, da Einkommen ja auch etwas darüber aussagt, wer in welchem Rahmen Altersvorsorge treffen kann. Selbst wenn eine Person in eine andere Region zieht, bleibt ja diese vorherige „Erwerbsgeschichte“ mit Einfluss. Und auch macht diese Art der Betrachtung vor allem eins deutlich: Wie stark die Kluft zwischen verschiedenen Einkommensgruppen ansteigt.

Arm mit Lohnarbeit

Der Paritätische Wohlfahrtsverband stellt außerdem heraus, dass sich Erwerbslosenquote und Armutsquote voneinander entkoppelt haben. Das heißt: Auch bei sinkender Erwerbslosenzahl ist die Armutsquote weiter gestiegen, somit gebe es also eine Verstärkung des Phänomens der working poor: Menschen, die trotz Lohnarbeit unter die Armutsgrenze fallen. Wird der Mindestlohn, der ab 01. Januar dieses Jahres – in Teilen – greift, dort Abhilfe schaffen? Der Paritätische Wohlfahrtsverband jedenfalls verlangt erst einmal eine Anhebung des Mindestlohns, da dieser mit 8,50€ immer noch sehr niedrig ist. Aber selbst die 8,50€ werden nicht alle lohnarbeitenden Menschen erhalten. Menschen, die unter 18 Jahre alt sind und noch keinen Berufsabschluss haben, sind da ausgenommen (und während der Ausbildung bekommen sie auch keinen), aber auch Personen, die 12 Monate erwerbslos waren haben die ersten 6 Monate in einer neuen Anstellung kein Recht auf den Mindestlohn. Für eine Reihe von Branchen befürchten Gewerkschaften zu dem, dass durch Zeitabrechnungen und ähnliche Papiertrickserein, de facto der Mindestlohn umgangen wird. Besonders hart trifft es auch Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten für behinderte Menschen, arbeiten. Diese sind ganz und gar von der Mindestlohnregelung ausgenommen, stattdessen wir hier von einem „arbeitnehmerähnlichen“ Verhältnis gesprochen. (Menschen mit Behinderungen, die eine Assistenz in Anspruch nehmen, dürfen zu dem auch kaum Geld sparen.)

Nicht alle Personengruppen sind gleich gefährdet
Im Armutsberricht wird auch deutlich, dass nicht alle Gruppen gleichermaßen armutsgefährdet sind. In den Altersegmenten trifft es besonders junge Menschen und Rentner_innen. Bei der Auffächerung nach „Haushaltstyp“ wird sofort ersichtlich, dass die am stärksten betroffenen Haushalte jene sind, in denen eine erwachsene Person mit einem Kind oder mehreren Kindern lebt. Haushalte, die natürlich auch nicht gleichermaßen verteilt sind: In erster Linie sind hier alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern betroffen. Außerdem stärker als andere Haushalte betroffen: Haushalte mit zwei Erwachsenen und drei oder mehr Kindern. Außerdem identifizierte der Bericht Menschen mit ’niedrigen‘ Berufsabschlüssen und migrantisierte Personen zu den Risikogruppen. Die Zugehöhrigkeit zu den verschiedenen Gruppierungen überlappt sich natürlich auch häufig – aufgrund sexistischer, rassistischer und klassistischer Strukturen. Auf Menschen mit Behinderungen geht der Bericht allerdings nicht gesondert ein und auch andere Diskriminierungsfaktoren werden gar nicht erst gezielt verfolgt.


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Das Geschlecht der Rente mit 63

7. März 2014 von Maria
Dieser Text ist Teil 17 von 20 der Serie Feminismus im Recht

Werbeplakat an einem Bahnhof für das Rentenpaket. Groé Überschrift: "Nicht verschenkt, sondern verdient."

„Nicht geschenkt, sondern verdient“ – so bewirbt derzeit die Bundesregierung den Gesetzentwurf für Änderungen in der Gesetzlichen Rentenversicherung, der bis zum Sommer beschlossen werden soll. Demnach soll unter anderem ein weiteres Erziehungsjahr (sogenannte Mütterrente) für Kinder der Jahrgänge vor 1992 eingeführt werden, sowie die Möglichkeit für besonders langjährig Versicherte bestimmter Jahrgänge, vorzeitig abschlagsfrei in Rente zu gehen.

Was zunächst fair klingt – nach einem langen und vermutlich auch anstrengenden Berufsleben in den verdienten Ruhestand zu gehen – ist beim näheren Hinsehen eine Regelung, von der überwiegend Männer profitieren. Die angekündigten Regeln der sogenannten Rente mit 63 sind für die Mehrzahl der Frauen dieser Generation nicht erfüllbar. Frauen verfügen seltener über die erforderlichen 45 Beitragsjahre. Nach Informationen der Deutschen Rentenversicherung Bund waren rund 86 Prozent der Versicherten, die im Jahr 2012 die Möglichkeit der Altersrente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch genommen haben, Männer. Das liegt unter anderem daran, dass politische und rechtliche Rahmenbedingungen in Westdeutschland vom Alleinernährermodell ausgingen und die klassische Frauenbiographie durchbrochen ist von Kinderbetreuungszeiten und Teilzeitarbeit. Hinzu kommt, dass die Versicherten, die vorzeitig in den Ruhestand gehen, ohnehin bereits über überdurchschnittliche Rentenansprüche verfügen. Frauen finden sich aber häufiger als langjährig versicherte Männer unter den Geringverdienenden, die sich einen vorzeitigen Ruhestand nicht leisten können – also möglichst lange weiterarbeiten sollten, um die Rente zu steigern.

Die Berücksichtigung von Kinderbetreuung in der Rente ist für die nun besserzustellenden älteren Jahrgänge von Frauen sinnvoll und bricht die starke Orientierung der Rente an der Erwerbstätigkeit etwas auf, die die klassische Frauenbiografie eher benachteiligt. Das weitere Erziehungsjahr kann aber die Benachteiligung von Frauen bei den angekündigten Regeln der sogenannten Rente mit 63 nicht annähernd kompensieren.

In der aktuellen Diskussion fällt auf, dass viele politische Akteure dieses geschlechterpolitische Problem auch benennen. Schlussfolgerungen werden daraus aber nicht gezogen. Der Gesetzentwurf sieht „keine Hinweise“ auf unterschiedliche Auswirkungen auf Frauen und Männer. Grund genug für Frauen, zum 8. März darüber öffentlich zu diskutieren, was sie verdient haben – und was sie angeblich geschenkt bekommen.


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Revolution.

5. Februar 2014 von Lisa
Dieser Text ist Teil 11 von 16 der Serie Ökonomie_Kritik

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Sorge-Arbeit – also sich um Menschen zu kümmern, die Unterstützung benötigen, seien es Kinder, kranke oder alte Menschen – ist grundlegend für menschliches Leben. Trotzdem wird sie gesellschaftlich geringschätzt, abgewertet und meist nicht oder sehr schlecht bezahlt. Im heutigen Kapitalismus findet die Sorge für Menschen nur Berücksichtigung, wenn sie ökonomischen Gewinn bringt. Oft wird die jetzige Situation deswegen als Sorge-Krise bzw. ‚Care-Krise‚ bezeichnet.

Feministische Wissenschaftler_innen wie Gabriele Winkler kritisieren deswegen, dass die aktuelle Familienpolitik im Kern Wirtschaftspolitik sei und fordert seit lange eine Revolution der Sorge-Arbeit. Für Winkler bedeutet die Revolution vor allem den „Ausstieg aus dem Wachstumsfetischismus“, der zu immer größeren sozialen Ungleichheiten führe. Ziel von Politik sollte nicht Profit sein, sondern die Erfüllung gesellschaftlicher Lebensbedürfnisse. Dazu schlägt sie in einem Aufsatz zwei Aspekte vor: 1. Die Kürzung der Erwerbsarbeit mit Lohnausgleich für alle Menschen, Mindestlohn und Existenz sicherndes Grundeinkommen. 2.: Ausbau öffentlicher Bereiche zur Unterstützung von Familien und Sorge-Gemeinschaften; mehr staatliche Dienstleistungen in Gesundheit, Pflege und Bildung; die Aufwertung von Berufsgruppen, die Sorge-Arbeit leisten.

Um weiter über die Möglichkeit von Care-Revolutionen nachzudenken und politische Strategien zu entwickeln findet vom 14.-16. März in Berlin eine Aktionskonferenz mit dem Titel „Care Revolution Her mit dem guten Leben – für alle weltweit!“ statt. Die Konferenz möchte sich mit folgenden Fragen beschäftigen: „Soziale Reproduktion betrifft uns alle – es geht um unser Leben, unseren Alltag: Wie und mit wem wollen wir wohnen? Wie sorgen wir für uns und andere? Wie wollen wir gepflegt werden und wie kann gute Gesundheitsversorgung aussehen? Viele Menschen arbeiten in diesen Bereichen – einige bezahlt, andere unbezahlt. Wir alle sind darauf angewiesen. Wie also können die Lebensverhältnisse so gestaltet werden, dass sie unseren Wünschen und Bedürfnissen entsprechen?“

Ziel der Konferenz ist der Austausch von Perspektiven und Erfahrungen, Vernetzung, die Erhöhung der Sichtbarkeit von Reproduktionsarbeit und die Stärkung bereits bestehender sozialer Kämpfe.

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Winkler, Gabriele (2011): „Care Work als Ausgangspunkt politischen Handelns“. In: Felicita Reuschling/Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien (Hg.), Beyond Re/Production of motherhood?, Berlin: Revolver Publishing, S. 40-46.


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Hartz IV ist scheiße! Weg mit den Sanktionen und Leistungseinschränkungen

2. Dezember 2013 von Magda
Dieser Text ist Teil 10 von 16 der Serie Ökonomie_Kritik

Von mir aus können wir Hartz IV auch ganz abschaffen und ein Bedingungs­loses Grund­einkommen einführen. Ach, was rede ich: Einfach weg mit dem System und eine ganz neue Gesellschaft basteln. Eine Revolution fällt aber nicht vom Himmel, also fangen wir doch etwas kleiner an: Inge Hannemann – bekannteste Kritikerin des Hartz IV-Systems – hat gerade eine Petition in den Bundes­tag eingebracht hat, welche ihr bis zum 18. Dezember 2013 unter­schreiben könnt.

Inge Hannemann

Konkret geht es in der Petition um die Abschaffung der Sanktionen nach dem Sozial­gesetz­buch II und XII. Jobcenter-Mitarbeiter_innen können Sanktionen beispiels­weise bei Ablehnungen von Erwerbs­arbeit, Abbruch einer Bildungs­maßnahme oder Termin­versäumnissen aussprechen. Die Leistungs­kürzung kann je nach „Pflicht­verletzung“ (was für ein Wort!) 10% bis 100% betragen. Das kritisiert Inge Hannemann: „Wem ganz oder teilweise die Grund­sicherungs­leistung gestrichen wird, dessen Existenz und gesell­schaftliche Teil­habe ist bedroht.“

In der Praxis heisst das: Das Jobcenter kann dich in ätzende Jobs rein­zwingen, von dir verlangen an unsinnigen Maßnahmen teil­zunehmen oder kürzt das wenige Geld, welches dir zur Verfügung steht, einfach weg. Eine warme Mahlzeit gibt’s halt nur gegen Leistung, Leistung, Leistung. Das sind keine bedauerlichen Einzelfälle, das ist die deutsche Realität. Hätte ich nach sechs Monaten Hartz IV keinen Job gefunden, würde ich heute unfrei­willig im Call Center oder in meiner zweiten, dritten oder vierten Maßnahme sitzen. Die andere Option wäre Leistungs­kürzung gewesen. Das Jobcenter hat kaum Interesse daran, seine Kund_innen in Jobs zu vermitteln, von denen sie leben können und/oder die ihnen Spaß machen. Menschen ohne Abschluss oder Berufsausbildung trifft es am härtesten: Sie werden von einem zum nächsten prekären Job vermittelt und landen immer wieder im Amt.

Hartz IV geht uns alle an. Wie Bedürftige, Erwerbs­arbeits­suchende, Arbeits­unfähige oder Erwerbs­arbeits­verweiger_innen behandelt werden, verrät eine Menge darüber, wie das Leben und Arbeiten in Deutschland strukturiert ist: Ein Amt darf deine Grundsicherung kürzen, wenn du Arbeit ablehnst, einen Termin verpasst oder eine Maßnahme unsinnig findest. Damit alle Hartz IV-Bezieher_innen etwas ruhiger schlafen können, bin ich für die Abschaffung der Sanktionen und Leistungs­ein­schränkungen. Die Petition kann jede_r mitzeichnen, unabhängig von Alter, Wohn­sitz oder Nationalität.

Ausführliches Dossier (PDF): »Sanktionen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II, Hartz IV)« von Katja Kipping (30. Juli 2013)


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Lesestoff zum revolutionären 1. Mai

1. Mai 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 194 von 358 der Serie Kurz notiert

Kübra Gümüşay spricht in einem Interview mit dieStandard über Femen und muslimische Feminist_innen.

dieStandard berichtet auch darüber, dass es nun in Wien mehr Beratungsstellen für arbeitslose Frauen geben soll.

Bei Black Girl Dangerous schreibt Mia McKenzie anlässlich des Anschlags in Boston zur Konstruktion von „unschuldigen Kindern“ und welche Kinder dort mitgedacht werden und welche gerade nicht. [Englisch]

Die nigeranische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie hat ein neues Buch („Americanah“) herausgebracht. Beim Independent spricht sie über race, Afrikabilder in den USA und Europa, Darstellungen von WoC und die Verfilmung ihres zweiten Buches. [Englisch]

In Berlin gibt es die Kita „Kwetu“, die vor allem von Schwarzen Kindern besucht wird und wo ein Augenmerk darauf gelegt wird, dass sich alle Kinder auch bei Spielzeug und in Büchern wiederfinden. Migazin war zu Besuch und hat sich mit Eltern u.a. über alltäglichen Rassismus unterhalten.

Ebenfalls beim Migazin schreibt Gabriele Boos-Niazy unter dem wunderbaren Titel „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte die betroffenen Frauen und Mädchen.“ zum Thema Kopftuchverbot.

Letzte Woche wiesen wir bereits auf das deutsche Äquivalent hin, hier aber auch noch die englische Variante: 100 Percent Men. [Englisch]

Das Blog des Zentrums für transdisziplinäre Genderstudien veröffentlicht einen Offenen Brief, der sich aus fem-me-inistischer Perspektive mit der Trans*Tagung Berlin 2012 auseinandersetzt.

Bei konkret geht es um Klassendiskriminierung unter Linken.

White Male Bingo: fasst die letzten Debatten zu Rassismus und Sexismus nochmal schön zusammen. [Englisch]

Claire Horst  hat bei der Jungle World schon vor zwei Wochen zur BarbieDreamHouse-Debatte geschrieben und stellt die größere Frage: „Wie politisch ist Spielzeug?„.

“I’m a 34-year-old NBA center. I’m black. And I’m gay.”, schrieb Jason Collins. Der New Yorker schreibt darüber und kontextualisiert.[Englisch]

Pussy Riot Aktivistin Tolokonnikova stand wieder vor Gericht. Es ging um ihre beantragte Haftauslassung. Dieser wurde – nicht überraschend – nicht zugestimmt. Sie durfte nicht einmal ihr Schlussstatement vortragen. Bei The Russian Reader wurde aber eine Übersetzung veröffentlicht. [Englisch]

In Kiel fand das Transgender Film Festival statt. Auf der Webseite könnt ihr nun auch sehen, an wen Preise vergeben wurden.

Eine neue an.schläge-Ausgabe ist erschienen. Titelthema ist dieses mal „Psychatrie &Geschlecht„. Wie immer gibt es auch eine ganze Reihe von Texten online zu lesen.

Ihr wollt Bücher bestellen? Seit März gibt es nun eine „Internetbuchhandlung für feministische & emanzipatorische Bücher und Medien„, nämlich fembooks.

Die Lesbenberatung in Berlin hat nun eine Facebook-Seite.

Nach dem Klick Termine in Bonn, Marburg, München und Wien:

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