Einträge mit dem Tag ‘Antifaschismus’


Fette Superheldinnen, geschlechtliche Identitäten und ein Offener Brief geflüchteter Frauen – die Blogschau

27. Februar 2016 von accalmie
Dieser Text ist Teil 2 von 295 der Serie Die Blogschau

[Inhaltshinweis: Beschreibung sexualisierter Gewalt] „Wir, Frauen aus der Flüchtlingsunterkunft Westerwaldstraße 92a in Köln Humboldt-Gremberg, sehen die Notwendigkeit, neben dem offenen Brief über die Zustände in der Flüchtlingsunterkunft, zu dem wir unsere Zustimmung erklären, eine weitere Erklärung an die Öffentlichkeit zu verfassen. […] Die Security-Crew der Unterkunft organisiert seit ihrer Ankunft in der Turnhalle sexuellen Missbrauch und Belästigungen gegen Frauen unter uns.“ Den Offenen Brief bezüglich der sexualisierten Gewalt gegen Frauen in der Westerwaldstraße findet ihr hier.

Ein Minizine zum Thema geschlechtliche Identität zum Runterladen und Selbstausdrucken gibt es bei j_kieselstein: „Ducks – Real or Not? Kleiner Wegweiser geschlechtliche Identität.“

„Wenn unbedingt fotografiert werden muss, sollte das im Vorfeld kommuniziert werden. Es muss Möglichkeiten geben, dem zu „entkommen“, etwa durch „No Photo“-Stickers,“ schreibt antiprodukt in „Eventfotografie- Bocklos im Blitzlicht.“

„GNTM 2016 – Warum? Warum? Warum? Warum? #warum“ – techno candy rezensiert die dritte Folge der neuen Germany’s Next Top Model-Staffel.

Alex stellt bei Some girls* are bigger than others den Comic „Faith“ und die gleichnamige Protagonistin vor, ihre „neue fette Lieblings-Superheldin.“

Am kommenden Montag, den 29. Februar, plant die NPD einen Aufmarsch in Berlin-Hohenschönhausen. Berlin gegen Nazis informiert über geplante Gegenaktionen.

Den Artikel „‚Schlepper‘, ‚Schleuser‘, ‚Menschenschmuggler‘: Über die Kriminalisierung der Fluchthilfe und Strategien der Justiz“ des Antifaschistischen Infoblatts kann man nun auch online lesen.

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Antifeminismus, Abwesenheit von Vätern und Ausübung von Kritik (nur wie?) – die Blogschau

30. Januar 2016 von accalmie
Dieser Text ist Teil 292 von 295 der Serie Die Blogschau

„»Deutschland Schwarz Weiß« zu schreiben, war mein Trick.“ Noah Sow gibt einen Einblick in ihre persönlichen Motive, acht Jahre nach Veröffentlichung des Buchs (…übrigens immer noch ein dringender Lektüretipp!).

Über die Nähe des zeitgenössischen Antifeminismus zu Antisemitismus schreibt החול והים (Sand und Meer).

Bei Ringelmiez berichtet Ella von ihren Erfahrungen, für ihr Kind ein Kleid zu nähen, und gibt in einem FAQ Antwort auf (potenzielle) geschlechteressentialistische, cissexistische und heterosexistische Einsprüche.

JJ bei den Leckmuscheln kritisiert den „Riots Not Diets“-Pullover von „Monki“: „Den Pullover gibt es in den Größen S-L. Nice try Monki, aber welcher Sinn steckt dahinter einen Fett-Positiven Pullover herzustellen, welchen dann nur schlanke Menschen tragen können, die sowieso ständig von Thin Privilige profitieren, gerade wenn es um Mode geht.“

„30. Januar in Büdingen: Naziaufmarsch verhindern! Rechten Kommunalwahlkampf stören!“: Antifa Kritik und Klassenkampf ruft zum antifaschistischen und antisexistischen Protest auf. Treffpunkt: Heute, 13:40 Uhr, Hauptbahnhof Frankfurt am Main, Gleis 13.

„Aber brauchen Kinder wirklich ihren Vater/ eine männliche Bezugsperson? Zu welchem Preis? Brauchen Kinder nicht viel eher eine Möglichkeit zu lernen mit der Situation und dem Menschen, der sie mitgezeugt hat, umzugehen; ob dieser nun real präsent ist oder nur in Erzählungen?“ Me, Myself and Child startet mit „Ohne Väter: Prolog“ die Artikel-Reihe „Ohne Väter,“ zu der Beiträge „alle Elter_Mütter*, die ihre Kinder (zum größten Teil) ohne Cis-Väter betreuen“, eingeladen sind.

In Anna Hegers Mini-Comic, „Kritik von weißen Schafen an weißen Schafen“, geht es um Kritikausübung innerhalb einer Gruppe ähnlich privilegierter Menschen.

„Nimm deine Kippa ab, Junge!“ – Was das mediale Interesse an Antisemitismus mit den Geflüchteten zu tun hat“, analysiert Levi bei kleinerdrei.

Die Femgeeks stellen das Hacker*innenmagazin The Recompiler vor, das im letzten Jahr durch eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen wurde.

Die 71-jährige „Schluss-Strich-Debatte“ um (die Erinnerung an) den Holocaust kommentiert Anja Reschke:

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Kerngeschäft Feminismus: Nicki Minaj und weiße Solidarität

22. Juli 2015 von accalmie

Ganz ehrlich: Ich persönlich bin kein großer Nicki-Minaj-Fan. Es gibt ein, zwei Lieder, die ich nicht schlecht finde, und ansonsten wundere ich mich (nicht) darüber, dass andere Rapperinnen – Rapsody, Jean Grae, Sa-Roc, Rah Digga, Dai Burger, um nur ein paar Namen zu nennen – nicht halb so viel Aufmerksamkeit genießen. Das hat mit Minajs besonderem Flow, genreübergreifenden Stil und Vermarktungsgeschick zu tun, aber auch mit Minajs konventioneller(er) Schönheit und der einfachen Reduzierung ihrer sex-positiven Self-Empowerment-Message auf „Sexbombe“ für einen male gaze. In jedem Fall ist Nicki Minaj eine der erfolgreichsten Rapperinnen aller Zeiten und versteht – im Gegensatz zu Iggy Azalea, zum Beispiel – nicht nur ihr Handwerk, sondern auch die Geschichte des Rap/Hip Hop.

Ihr letztjähriger Hit, „Anaconda“, war nicht nur ein Charterfolg, sondern Minaj brach mit dem Video Rekorde. Etwas über eine Woche nach der Veröffentlichung hatte „Anaconda“ bereits 100 Millionen Zuschauer_innen; es war eines der erfolgreichsten Videos des Jahres. Auch ihr und Beyoncés „Feeling Myself“, das zwei der aktuell bekanntesten und erfolgreichsten Hip Hop- und Pop- Künstler_innen vereinte, resultierte in einem sehr beliebten Video, dessen Regie beide maßgeblich führten. „Anaconda“ wurde in diesem Jahr für einen MTV „Video Music Award“ (VMA) in den Kategorien „Best Female Video“ und „Best Hip Hop Video“ nominiert. „Feeling Myself“ ging leer aus, und „Anaconda“ wurde ebenfalls nicht in der wichtigen „Video of the Year“-Kategorie nominiert (wenngleich Beyoncés „7/11“ eine Nominierung erhielt). Bei Twitter hat Nicki Minaj dies kritisiert.

[Übersetzung: 1. „Wäre ich eine andere „Art“ von Künstlerin, wäre Anaconda nominiert für Beste Choreographie und auch für Video des Jahres.“ 2. „Wenn die „anderen“ Mädels Videos veröffentlichen, die Rekorde brechen und Auswirkungen auf Kultur haben, werden sie nominiert.“ 3. „Wenn dein Video Frauen mit sehr schlanken Körpern zelebriert, wirst du für „Video des Jahres“ nominiert.“ 4. „Ich bin nicht immer selbstbewusst. Nur müde. Schwarze Frauen beeinflussen Popkultur so sehr, aber werden selten dafür belohnt.“]

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Angela Davis, Rachel Dolezal, Miriam Schapiro – kurz verlinkt

24. Juni 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 285 von 349 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links
Angela Davis war in Berlin und hat sich u.a. mit Aktivist_innen über die aktuelle Situation von Geflüchteten und dem Aktivismus Schwarzer Frauen unterhalten. Beim Missy Magazine berichten Birke Carolin Resch und Tai Linhares über das Zusammentreffen.

Tupoka Ogette sprach beim Deutschlandradio Kultur über den Fall Rachel Dolezal.

englischsprachige Links
„The Charleston shooter killed mostly black women. This wasn’t about ‚rape'“, schreibt Rebecca Carroll beim Guardian und analysiert zum einen, wie weiße Frauen als besonders schützenswert konstruiert werden und Schwarze Frauen wegwerfbar.

In der New York Times schreibt Roxane Gay darüber, wie schnell medial ein Narrativ von Vergebung (des Anschlags von Charleston durch die Angehörigen der Opfer) aufgegriffen wurde, wie schnell für weiße Täter_innen Entschuldigungen gesucht werden und warum ihnen nicht vergeben wird.

Weitere Texte rund um den Anschlag in Charleston, z.B. zur Geschichte der Emanuel African Methodist Episcopal Church, weiteren Terrortaten weißer, christlicher Männer und der langen Tradition der Instrumentalisierung von (vermeintlichen) Vergewaltigungsbedrohungen, hat Feministing zusammengetragen.

Über Tim Hunts sexistische Bemerkungen zu Frauen in Laboren haben wir berichtet. Ms. Magazine ergriff den Anlass und stellt „5 “Disruptive” Women Scientists Who Broke the Mold“ vor.

Die feministische Künstlerin Miriam Schapiro ist verstorben. Mira Schor erinnert an sie bei Hyperallergic.

Durch ein 2013 verabschiedetes Gesetz (einem diesbezüglichen Gerichtsurteil folgend) haben zehntausende Menschen mit haitianischen Vorfahren in der dominikanischen Republik über Nacht ihre Staatsbürgerschaft verloren. Die Deportationen sollen diese Woche beginnen. Vox berichtet über die Hintergründe.

Alok Vaid-Menon (von Darkmatter) spricht in diesem Video über „The Pain & Empowerment of Choosing Your Own Gender“:

Und bei Everyday Feminism schreibt Sam Dylan Finch: „Is Your Trans Allyship Half-Baked? Here Are 6 Mistakes That Trans Allies Are Still Making“ und geht dabei Themen nach wie den Fokus auf’s Aussehen und dem „Born This Way“-Narrativ.

Termine in Berlin

26.06. in Berlin: Ab 18 Uhr findet der nächste Next Generation Adefra Stammtisch in der Begine statt. (FB-Link)

02.07. in Berlin: Konferenz in der Topographie des Terrors: „Antisemitismus heute: Erfassen, erforschen, bekämpfen“. (FB-Link)


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Plus-Size-(Role)-Models, Anti-Terror-Kämpferinnen und Ghostbusters-Panik – kurz verlinkt

4. Februar 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 271 von 349 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Der Februar ist Black History Month (Monat der Schwarzen Geschichte). Black History Month Hamburg hat ein Veranstaltungsprogramm zusammengestellt, von (Kinder-)Parties über Lesungen/Poetry Slams hin zu Diskussionsveranstaltungen. Auch die Werkstatt der Kulturen in Berlin bietet ein abwechslungsreiches Black-History-Month-2015-Programm für Menschen jeden Alters.

„Hier findet gerade eine humanitäre Krise statt, die von der Aussenwelt nicht beachtet wird“: tagesschau.de zeigt einen kurzen Videobericht zum Leiden der Menschen, die in Borno, Nigeria, vor Boko Harams Terror flüchten mussten.

FrauTV veröffentlichte eine Online-Multimedia-Reportage zum Thema „Die neue Familie“.

„Richard von Weizsäckers Rede kam damals spät, war aber richtig. Bedrückend bleibt, dass sie zum Anfang des deutschen Sündenstolzes wurde, der sich zwar zu den Verbrechen bekennt, daraus jedoch Selbstgefälligkeit ableitet“: Annetta Kahane schreibt in der Berliner Zeitung zum 30-jährigen Jubliäum der „Befreiungs“-Rede des kürzlich verstorbenen Bundespräsidenten a.D., Richard von Weizsäcker.

Fluss e.V. Freiburg, die ehrenamtlich Bildungsarbeit zu Geschlecht und sexueller Vielfalt leisten, braucht Unterstützung: Bis heute Abend könnt ihr dem Verein eure Stimme geben bei der Online-Abstimmung im Rahmen des Freiburger Beteiligungshaushalts. Dafür muss man sich registrieren, aber nicht in Freiburg wohnen. Fluss e.V. ist der Vorschag Nr. 144 und freut sich über ein virtuelles „Daumen hoch“.

Die alleinerziehende Suzana S. und ihre fünf Kinder wurden in Deutschland geboren. Nun will sie der Landkreis Emsland in Niedersachsen abschieben,“ nach 28 Jahren – die taz berichtet.

Englischsprachige Beiträge

Schwarze Künstler_innen in den USA erklärten den Februar zum Black Future Month: Hier seht ihr eine Zusammenstellung von AfroFuturistic Videos, unter anderem mit Missy Elliott, TLC, Janet Jackson und Kelis.

Tess Munster, die Kleidergröße 54 trägt, wurde letzte Woche offiziell von einer Modelagentur unter Vertrag genommen – ein Affront für Körpernormierungs-Fans. Der dickenfeindliche Hass, der ihr (und anderen dicken_fetten Menschen) entgegenschlägt, und was dieser mit dem eigenen Leben von Dickenhasser_innen zu tun haben könnte, wird bei The Militant Baker analysiert.

Ein sexistischer, dickenfeindicher Nachruf einer australischen Zeitung auf die Schriftstellerin und Wissenschaftlerin Colleen McCullough wurde letzte Woche oft und treffend kritisiert. Die Washington Post hat  im Gegenzug ein paar satirische Nachrufe auf berühmte Männer veröffentlicht.

„Ain’t Afraid Of Ghosts. Terrified of Women.“ Shakesville kommentiert sexistische Reaktionen auf die nun offizielle Nachricht, dass vier Frauen – Leslie Jones, Melissa McCarthy, Kristen Wiig und Kate McKinnon – die Hauptrollen in einem neuen Ghostbusters-Film spielen werden. Auch Jezebel lässt sich diese Satire-Möglichkeit nicht entgehen.

Im Guardian interviewt Mona Mahmood vier kurdische Familien und erinnert an die Frauen, die im Kampf gegen IS in Kobane starben.

Ebenfalls im Guardian schreibt Jessica Valenti dazu, wie Sexismus Frauen körperlich und psychisch krank mache.

Der nigerianische Unternehmer Taofick Okoya hat Schwarze Puppen entwickelt, deren Verkaufszahlen weiße Barbies weit hinter sich lassen, und die Schwarze Kinder empowern sollen: Die „Queens of Africa.“

African Women in Cinema Blog stellt die Filme und Filmemacherinnen des pan-afrikanischen Filmfestivals FESPACO vor, das 2015 das 24. Jubliäum feiert und vom 28. Februar bis 4. März in Burkina Faso stattfindet.

entirely amelia kritisiert Jill Soloway, die noch im Januar für ihre Serie „Transparent“ einen Golden Globe gewann und nun bei Facebook einen cissexistischen Eintrag zu Bruce Jenner veröffentlichte.

Küssen als Protest? Zwei russische Aktivistinnen zeigen wie’s geht.

Termine in Berlin und Halle

Berlin 07.02. 2015, 18:00 Uhr, Baiz (Christinenstr.): Infoveranstaltung des Antifa Recherche-Teams Dresden: „Rassistische Mobilmachung: Eine Analyse zu PEGIDA und anderen Asylgegner_innen in Dresden und Umland“.

Berlin 19.02. 2015, 19:30 Uhr, Humboldt-Universität Berlin, Raum 1115 (Kinosaal): Im Rahmen des Projekttutoriums „Ungewollte Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch und Reproduktive Gerechtigkeit“ wird der Dokumentarfilm „VESSEL“ (im englischen Original) kostenlos aufgeführt. Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Q&A mit Aktivistinnen*.

Halle, 10.02. 2015, 19:00 Uhr, Café Colonne Morris: Der Arbeitskreis qu(e)er_einsteigen stellt sich vor und lädt zum Kennenlernen und Mitmachen ein. Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten findet ihr hier.


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70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

27. Januar 2015 von accalmie

„Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen.“ (Theodor W. Adorno, Erziehung nach Auschwitz, 1966)

Heute vor siebzig Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Auschwitz war nicht nur der größte Ort des, sondern ist auch ein Kollektivsymbol für den industriellen Massenmord des Holocaust. In dem Konzentrationslager-Komplex Auschwitz und Birkenau (Auschwitz II; darüber hinaus existierten weitere „Unterlager“) wurden zwischen 1941 und 1945 über eine Million Juden_Jüdinnen und zehntausende Sinti und Roma, politische und Kriegsgefangene systematisch ermordet. Yad Vashem beschrieb Auschwitz-Birkenau als eine der größten „Fabriken des Massenmords“: Aus ganz Europa wurden Menschentransporte nach Auschwitz, der „zentralen Stelle“ des Holocaust, gebracht. Josef Mengele führte in Auschwitz seine (pseudo-)medizinischen Experimente, also Folter, durch.

Seit 1996 ist der 27. Januar der offizielle Gedenktag in Deutschland für die Opfer des Nationalsozialismus. Die UN erklärte den Tag 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

Weitere Informationen findet ihr zum Beispiel hier:

Gedenkveranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz:

Phoenix-Sendung, 27. Januar, 9:00 Uhr: Übertragung der Gedenkveranstaltung des Bundestags; anschließend Dokumentationen.

Berlin

  • 27. Januar, 13:00 Uhr, Ebertstraße Höhe Hannah-Arendt-Straße, Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen: Gedenkfeier.
  • 27. Januar, 19:00 Uhr, Topographie des Terrors, Auditorium: „Mahnort Güterbahnhof Moabit“, Buchpräsentation und Diskussion.
  • 27. Januar, 19:00 Uhr, Jüdisches Museum Berlin: Buchvorstellung und Podiumsgespräch zur Neuausrichtung der „Erziehung nach Auschwitz“ in der Einwanderungsgesellschaft, mit Rosa Farva.
  • 30. Januar, 21:00 Uhr, La Casa Hellersdorf: Filmvorstellung (Facebook-Link).
  • 05. – 10. April: „Never Forget, Never Again“ – Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz, organisiert von den Falken Berlin. Anmeldung bis zum 2. Februar, und weitere Infos hier. (Facebook-Link)

Bochum, 27. Januar, 11:00 Uhr, Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte: Gedenkmatinee.

Bremen, 27. Januar, 19:30 Uhr, Obere Halle des Bremer Rathauses: Zentrale Gedenkveranstaltung.

Celle, 27. Januar, 19:00 Uhr, Synagoge Celle: Gedenkkonzert.

Cottbus, 27. Januar, Zeremoniebeginn um 17:00 Uhr (Treffpunkt für den Umzug: 16:45 Uhr, Stadtbrunnen, Buchhandlung „Hugendubel“): Eröffnung der neuen Synagoge in Cottbus. Die historische Synagoge der Stadt wurde in den November-Pogromen 1938 zerstört.

Dresden, 27. Januar, 12:00 – 15:30 Uhr, Gedenktafel an der Kreuzkirche: Namenslesung der in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten oder verschollenen Dresdner Juden sowie Sinti und Roma. (Facebook-Link)

Düsseldorf, 27. Januar, 18:30 Uhr, Universität Düsseldorf, Esther-Betz-Hörsaal: Filmvorstellung „Der Zug des Lebens“ mit anschließender Diskussion. (Facebook-Link)

Frankenthal

  • 27. Januar, 19:00 Uhr, Dathenushaus: Filmvorstellung „Am Ende kommen Touristen“ (Eintritt frei).
  • 28. Januar, 19:00 Uhr, Dathenushaus: Filmvorstellung „Im Himmel, unter der Erde“ (Eintritt frei).

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Gemeinsames Sorgerecht, ‚Passing‘ und Vorsätze für 2015 – kurz verlinkt

8. Januar 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 267 von 349 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Beiträge

Das Portal Filmlöwin ist gelauncht: „Mit einer ausschließlich feministischen Perspektive will FILMLÖWIN Filmen von und über Frauen nicht nur zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen, sondern auch einen entscheidenden Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern in der Filmproduktion leisten und für die Themen Sexismus und Diskriminierung von Frauen im Spielfilm sensibilisieren.“

Gemeinsames Sorgerecht per default? Klingt erst mal gut und nach geteilter Verantwortung. Was das praktisch jedoch bedeuten kann, beschreibt Sarah Jäggi in der ZEIT anhand eines Beispiels aus der Schweiz.

Die antifaschistische Zeitung LOTTA hat einen Sonderdruck zum Schwerpunktthema Antifeminismus heraus gegeben.

In Stuttgart findet ein Gynäkologe, der ambulante Schwangerschaftsabbrüche vornimmt, keine neuen Klinikräume. Fundamentale ChristInnen schüchtern potentielle Vermieter_innen ein, berichtet die taz.

Vanja wurde in der taz zur Kampagne für eine dritte Option interviewt: „Ich bin weder Mann noch Frau“.

englischsprachige Beiträge

„Don’t change, just because your body does.“ ist das Motto von butchbaby. Nach eigenen Angaben: „The first androgynous alternity pregnancy wear for queer individuals.

[Inhaltshinweis: Cissexismus, Suizid] Zu Leelah Alcorn, einer siebzehnjährigen Trans*frau, die sich Ende Dezember das Leben nahm, und den Reaktionen auf ihren Tod, schrieb A Cunt Of One’s Own.

I AM (HEAR) ist ein Videoprojekt von Olympia Perez für Black Girl Dangerous im Rahmen des „MagniFLY! A Video Visibility Project For Trans Women of Color“:

Vor dem Büro der Schwarzen Bürger_innenrechtsorganisation NAACP in Colorado Springs explodierte am Dienstag eine Bombe.

Zum gestrigen Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris schreibt Richard Seymor bei Jacobin.

Auf ravishley schreibt Jetta Rae über das Konzept von „passing“ in einem bestimmten Geschlecht („We want to live our truth, but that requires “living,” which may necessitate mimicry. Some women get their hair cut like Tina Fey to look attractive—others to avoid harassment when outside of their homes.“), über Frauenbilder, die eh nur für wenige erfüllbar sind, und warum sie nicht mehr (ständig) trotzdem versucht diese zu erreichen.

Vor 80 Jahren veröffentlichte National Geographic einen Artikel mit dem Titel „Manless Alpine Climbing: The First Woman to Scale the Grépon, the Matterhorn and Other Famous Peaks Without Masculine Support“ – das Bitch Magazine nimmt u.a. das Jubiläum zum Anlass, um in die Geschichte von Bergsteigerinnen und Klettererinnen zurück zu schauen.

Ein Schwarzer James Bond? Zeter! Mordio! Kulturverfall! Zu den rassistischen Reaktionen auf den Vorschlag, Idris Elba als den neuen 007 zu besetzen, berichtete Shakesville.

Und zu guter Letzt: Bei der Washington Post erzählen feministische Aktivist_innen, was sie in 2015 zu erreichen hoffen.

Termine Berlin und Halle

15.01. 2015 in Halle: Mädchenmannschafts-Autorin Sabine Mohamed spricht zu  „Schwarzer Feminismus in Deutschland – Black Feminism is not white feminism in Black face„.

30. und 31.1. 2015 Berlin: Fachtagung „Audre Lorde’s Germany„.


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Zum „Kampf gegen Genderismus“: Die neue LOTTA

7. November 2014 von accalmie
Dieser Text ist Teil 8 von 10 der Serie Gender und Rechts(extremismus)

LOTTA ist eine antifaschistische Zeitung eines ehrenamtlich arbeitenden Redaktionskollektivs aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen, die alle drei Monate erscheint. Die LOTTA berichtet von Aktivitäten und Hintergründen zur extremen Rechten sowie gesamtgesellschaftlichen Anschlüssen an (extrem) rechte Weltbilder. In der neuesten Ausgabe, die am ersten November erschien, wird der Schwerpunkt auf das Thema „‚Kampf dem Genderismus‘ – Antifeminismus als Scharnier zwischen extremer Rechter, Konservativismus und bürgerlichem Mainstream“ gelegt. Mehr dazu aus dem Editorial der Ausgabe #57:

Im Kampf gegen einen angeblichen „Genderismus“ sind Allianzen entstanden, die vom konservativen Feuilleton über christlich-fundamentalistische Gruppierungen, die „Alternative für Deutschland“ und mit ihr verbundene Netzwerke und die „Neue Rechte“ bis zur Neonazi-Szene reichen. Die Agitationsfelder sind vielfältig, „Frühsexualisierung“, „Väterrechte“, Gender Mainstreaming, Homosexuellen-Ehe sind nur einige prominente Beispiele. Im Internet ist ein breites Netz an Organisationen, Initiativen und Foren entstanden.

Mittlerweile hat sich diese Bewegung auch auf der Straße formiert und zeigt sich bei den jährlichen „1000 Kreuze Märsche“ fundamentalistischer AbtreibungsgegnerInnen in Münster, Berlin, Fulda und München oder den Demonstrationen der „Initiative Besorgte Eltern“. Antifeminismus und eine binäre Geschlechterordnung stellen zum einen die Grundlage konservativer bis extrem rechter, völkischer Weltbilder dar, sind aber darüber hinaus fest im gesellschaftlichen Mainstream verankert. Die gegenwärtigen Auseinandersetzungen zeigen einmal mehr, wie wichtig feministische Positionierung und Praxis sowie deren Verknüpfung zur antifaschistischen Arbeit ist. Also … still loving feminism!

Im sech­zehnseitigen Dossier beleuchtet LOT­TA un­ter an­der­em die ge­schlech­ter­po­li­ti­schen Stand­punk­te der „Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land“ (AfD), An­ti­fe­mi­nis­mus der „selbst­er­nan­nten ‚Mas­ku­li­st­en'“, (christ­li­che) Pro­te­ste ge­gen ei­ne „Früh­sexuali­sier­ung von Kin­dern“ und die he­te­ro­se­xist­ische Mas­sen­mo­bi­li­sier­ung in Deutsch­land und Frank­reich. Das kom­plet­te In­halts­ver­zeich­nis der No­vem­ber-LOT­TA fin­det ihr hier.

Die LOTTA ist im Buch­han­del er­hält­lich (ISSN: 1865-9632), in Info­lä­den oder per Post, in­dem ihr ei­ne Be­stel­lung per E-Mail an lotta-vertrieb@nadir.org sendet. Es lohnt sich auch, ei­nen Blick in das Ar­chiv der LOTTA zu wer­fen – ei­ni­ge Ar­ti­kel sind on­line ver­füg­bar.


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Rassistische Gesetze, „gleichgeschlechtliche“ Ehe, Nobelpreisgewinnerinnen – kurz verlinkt

8. Oktober 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 257 von 349 der Serie Kurz notiert

Heute feiern wir die 250. Ausgabe unserer wöchentlichen Reihe „Kurz Verlinkt“ – Glitzerkonfetti :)!!!

deutschsprachige Links

Was machen Frauen auf der Bühne? Ganz klar: lieben! Um dann meistens ruckzuck zu sterben (Drama) oder zu heiraten (Komödie), während es anderen überlassen bleibt, sich an der Welt aufzureiben. Warum eigentlich? Die Debüt-­
Arbeiten von drei Nachwuchsregisseurinnen geben scheppernde Antworten auf die dröhnende Frage, wer warum welche Rolle spielt – nicht nur im Theater. Am 18., 20., 21. und 22. Oktober 2014 in Berlin im Ballhaus Naunynstraße.

Das Rollstuhlfräulein sucht im Bereich Social Media einen Job in einem Unternehmen in Bochum und Umgebung, das barrierefrei ist.

Angsichts der jüngst bekannt gewordenen Gewalttaten gegen Geflüchtete stellt die taz fest: „Das Bürgertum führt die Situationen herbei, in denen Gewalt ausgeübt wird, und zeigt dann auf die, die es zu diesem Zweck rekrutiert“.

Hendrik Cremer legt anhand von Rechtsnormen und Gesetzen in der BRD dar, warum verdachtsunabhängige Personenkontrollen nicht nur rassistische Polizeipraxis nach sich ziehen (racial profiling) und Rassismus gesamtgesellschaftlich stabilisieren, sondern auch bereits ihre festgeschriebene gesetzliche Legitimation im Kern rassistisch ist.

Am 3. Oktober wurden zwei Kneipen und deren Besucher_innen in Bonn von extrem rechten „Fußballfans“ angegriffen.

#FergusonIsEverywhere: Jamie Schearer, Julius Franklin und Tahir Della von der ISD haben mit dem Freitag über Racial Profiling und alltägliche Diskriminierung in Deutschland gesprochen.

Die Süddeutsche berichtet aus den USA: Über­ra­schend hat es der Su­preme Court ab­ge­lehnt, über die Recht­mäßig­keit sog. gleich­ge­schlecht­licher Ehen in fünf US-Bundes­staaten zu ent­scheiden – da­durch blei­ben die Gesetze und somit die bestehenden Ehe(möglichkeite)n dort in Kraft.

Über die ak­tuel­le Aus­stel­lung der süd­afri­kani­schen Foto­grafin_Akti­vi­stin_Profes­sor­in Za­ne­le Mu­ho­li be­rich­tet (in ei­nem mittel­guten Ar­ti­kel) die Augs­bur­ger All­gemei­ne – siehe auch weiter unten unsere Termine.

In der Jungle World stellen Eike Sanders, Ulli Jentsch und Felix Hansen, Mitarbeiter des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin (apabiz), ihr neues Buch „Deutschland treibt sich ab“ vor und geben Antworten zur Bewegung der antifeministischen „Lebensschützer_innen“.

„Eine gerechte Gesellschaft sollte anders aussehen“: der Bayrische Rundfunk interviewt Anne Wizorek zu ihrem Buch „Weil ein #Aufschrei nicht reicht.“

Frauen helfen Frauen e.V. sammeln in Mecklenburg-Vorpommern gerade Unterschriften für einen „Zugang für alle!“ zum Beratungs- und Hilfenetz in Fällen häuslicher und sexualisierter Gewalt.  3.000 Unterschriften werden noch gebraucht. Am 25.11.2014 ist eine Demo dazu in Schwerin geplant – siehe weiter unten bei den Terminen.

englischsprachige Links

Wie US-Bundes­staats­ge­setze konsti­tu­tio­nel­le Ab­trei­bungs­rech­te aus­he­beln, berichtet Andrew Rosenthal in der New York Times.

Die Sängerin Mary Lambert schreibt auf ihrer Website über grenzüberschreitende Fans und Interviewer_innen, eigene (sexualisierte) Gewalterfahrungen und Retraumatisierung.

„A Her­story of the #BlackLivesMatter Move­ment“ und über die Ver­ein­nah­mung von Theorie­bil­dung und Akti­vis­mus schreibt Ali­cia Gar­za bei The Femi­nist Wire.

Buzzfeed porträtiert die chinesisch-US-amerikanische Schauspielerin Anna May Wong. So fähig sie in ihrem Beruf war, so häufig wurde sie nur als „exotische Lotusblume“ besetzt, und selbst dann konkurrierte sie mit weißen Schauspielerinnen in Yellowface.

Kein Nobelpreis ist für besonders hohe Frauenanteile bekannt, aber um den Nobelpreis für Physik ist es besonders schlecht gestellt. In den letzten 50 Jahren gewann keine einzige Frau. Slate stellt einige vor, die es verdient hätten.

Termine in Berlin, München, Ulm und Schwerin (mehr …)


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Antifa-Sportgruppe, Alison Bechdel, Ärsche – kurz verlinkt

24. September 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 255 von 349 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat im Zuge ihrer Ermittlungen gegen eine vermeintliche „Antifa-Sportgruppe“ über „900.000 Datensätze von Handys erfasst sowie persönliche Daten von mehr als 55.000“ Demonstrant_innen und Anwohner_innen ausgewertet. Nun wurden alle Verfahren ohne Auflagen eingestellt, berichtet Spiegel Online.

Das Archiv für Jugendkulturen sammelt Geld, um das bereits bestehende Zine-Archiv weiterauszubauen. Dafür sollen Hefte mit Themen rund um Feminismus, Queerness und Riot Grrrls aufgekauft werden.

Auch in der Schweiz haben Aktivist_innen am Wochenende gegen selbsternannte „Lebensschützer“ demonstriert.

In Frankfurt blockierten am Montag behinderte Menschen eine Straße, um gegen die 90-prozentige Kürzung ihres Kontingents an Taxifahrten zu demonstrieren. Denn Mobilität, die die Stadt sonst gern groß feiert, gilt eben mal wieder nicht für alle, berichtet auch kobinet.

Englischsprachige Beiträge

Der Telegraph hat die Frage aufgegriffen, ob Gäste im Münchner Hofbräuhaus rassistisch diskriminiert wurden (wir berichteten).

Alison Bechdel hat einen McArthur Genius Grant gewonnen, freut sich Autostraddle und Feministing interviewt die Genius Grant Gewinnern Sarah Deer. Mehr großartige Gewinnerinnen stellt das Ms.Magazine vor.

Black Girl Nerds schreibt zum Schwarzen Cosplayer Darrien Hunt, der von der Polizei erschossen wurde. Auf Twitter thematisiert #BlackLivesMatter diesen und andere Fälle rassistischer (Polizei-)Gewalt.

„Why does a black butt only look good in white skin?“ Yomi Adegoke kommentiert im Guardian Cultural Appropriation und Körpernormierungen durch Künstler_innen und Mainstream-Medien.

Termine in Amsterdam, Bochum, Rostock und Wien

26. und 27. September 2014 in Rostock: Der der grrrlz*DaIY wird 4. Details gibt es hier zum nachlesen.

28. September in Wien: Kundgebung und Demo für sexuelle Selbstbestimmung, Zugang zum legalen und sicheren Schwangerschaftsabbruch und für reproduktive Rechte (Facebook-Link)

8. November 2014 in Amsterdam: „Returning the Gaze: Blackface in Europe„, eine internationale Aktivist_innenkonferenz.

Vom 3. November bis 14. Dezember 2014 wird Prof. Dr. Senay Kara der Universität Istanbul die Marie-Jahoda-Gastprofessur an der Ruhr-Universität Bochum übernehmen und für Vorträge zur Verfügung stehen.


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