Einträge mit dem Tag ‘Anne Frank’


Militär, Google, Elterngeld, Caster Semenya, Rosa Taxis, UN Women, Bäuche und Anne Frank als Comic

8. Juli 2010 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 85 von 153 der Serie Kurz notiert

In Österreich haben die Hälfte der Frauen, die seit 1998 im Bundesheer aufgenommen wurden, den Dienst quittiert. DieStandard.at berichtet

Mögliche Gründe dafür sind das dreifach höhere Mobbingrisiko, dem Soldatinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen ausgesetzt sind und die “maskulinen” Werte beim Militär, die (unbewusst) die Ablehnung von Frauen fördern.

Der Jahreszeitenverlag strukturiert seine Redaktionen um, berichtet die taz. Dabei müssen vor allem Alleinerziehende, Mütter in Elternzeit und Behinderte gehen – dabei richten sich die meisten der Zeitschriften an Frauen und Familien.

Partner_innen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften haben in den USA eine Steuer zu tragen, die für verheiratete heterosexuelle Personen nicht anfällt. Laut FAZ zahlt Google diese Steuer für seine homosexuellen Mitarbeiter_innen.

Spiegel berichtet, wie Besserverdienende das Elterngeld für Langzeiturlaube nutzen, während das Elterngeld Hartz-IV-Familien vom schwarz-gelben Sparpaket künftig gestrichen wird.

Die United Nations Vollversammlung beschloss am Freitagabend in New York, ein neues Ressort zur Unterstützung von Frauenpolitik einzurichten. Die neue Einheit, die aus vier kleineren Organisationen zusammengschloßen wird, heißt UN Women.

Wie der internationale Leichtathletikverband IAAF entschied, darf die Weltmeisterin über 800 m, Caster Semenya, nach einjähriger Sperre nun wieder starten – “als Frau” bei den Frauen.

Die Anne-Frank-Stiftung reagiert auf “veränderte Lesegewohnheiten bei Kindern und Jugendlichen” und veröffentlicht die Lebensgeschichte von Anne Frank nun auch als Comic.

Jessica Valenti von feministing ist schwanger und genervt von “gut gemeinten” Ratschlägen und Bauchgrabscher_innen.

Eine interessante Dokumentation namens “Die Rosa Taxis von Dubai” findet ihr auf ARTE.

Auf Dubais Straßen sieht man immer häufiger rosafarbene Taxis mit weiblichen Fahrern. Dass Frauen hinter dem Steuer von nicht für rein private Fahrten genutzten Fahrzeugen sitzen, ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine echte Revolution – und gleichzeitig eine große Errungenschaft für islamische Frauen.


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Wer war… Anne Frank?

12. Juni 2010 von Magda
Dieser Text ist Teil 16 von 31 der Serie Wer war eigentlich …

Am 12. Juni 1929 wird Anne Frank in Frankfurt/Main als Kind jüdischer Eltern geboren. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialist_innen 1933 emigriert ihr Vater Otto Frank nach Amsterdam, wo er Direktor der holländischen Niederlassung der Firma Opekta wird. Ein Jahr später folgt die Familie – Mutter Edith und die Töchter Anne und Margot – dem Vater nach Amsterdam. 1940 marschieren die deutschen Truppen in den Niederlanden ein, woraufhin sich die Situation der niederländischen Juden und Jüdinnen drastisch verschlechtert. Auch im Exil ist die Familie Frank nun nicht mehr sicher. Aus Angst vor Deportation entschlieߟt die Familie unterzutauchen.

Bereits ein paar Wochen vor dem Untertauchen bekommt Anne zu ihrem 13. Geburtstag 1942 ein Tagebuch geschenkt, welches von da an bis zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung durch die Gestapo im August 1944 zur ständigen Begleiterin wird. Das Tagebuch führt sie in Briefform adressiert an ihre fiktive Brieffreundin “Kitty”.

Drei Wochen später, am 6. Juli, versteckt sich die Familie Frank mit vier weiteren Menschen im Hinterhaus des väterlichen Geschäfts in der Prinsengracht 263. Dort werden sie von den holländischen Angestellten der Firma – u.a. Miep Gies – versorgt. In ihrem Tagebuch berichtet Anne über das Zusammenleben von acht Menschen auf engstem Raum und ihren Wunsch Schriftstellerin zu werden. Darüber hinaus gibt sie Einblicke in ihre persönlichen Krisen beim Erwachsenwerden und führt philosophische Debatten z.B. über Gott.

Im Sommer 1944 beginnt Anne eine Reinschrift ihres Tagebuchs anzufertigen, um es nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Buch mit dem Titel “Het Achterhuis” (“Das Hinterhaus”) zu veröffentlichen. Ihr letzter Eintrag ist auf den 1. August 1944 datiert, drei Tage später werden die acht Untergetauchten von der Sicherheitspolizei verhaftet und deportiert. Es ist bis heute unklar, wer das Versteck verraten hatte.

Zunächst werden alle acht in das Arbeitslager Westerbork deportiert, von wo sie in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht werden. Anne und ihre Schwester Margot werden letztendlich in das Konzentrationslager Bergen-Belsen überführt. Im März 1945, einige Wochen vor der Befreiung, stirbt Anne an Typhus.

Einziger Überlebender aller Untergetauchten ist der Vater Otto Frank, der das Tagebuch seiner Tochter nach Kriegsende von Miep Gies überreicht bekommt. 1947 wird es erstmals veröffentlicht und seitdem in mehr als 55 Sprachen übersetzt. Es gibt mehrere Verfilmungen und Theaterstücke. 2009 wird das Tagebuch von der UNESCO in die Liste des Welterbes der Dokumente von “universellem Interesse” aufgenommen.

Anne Frank wurde 15 Jahre alt.


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