Einträge mit dem Tag ‘Altersarmut’


Zurück in die Zukunft und Gegenwart in Altersarmut – kurz verlinkt

21. Oktober 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 298 von 362 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Das neue an.schläge-Magazin ist gerade erschienen und widmet sich im Hauptthema der Musikindustrie. So schreibt dort beispielsweise Caren Miesenberger über die feministische, brasilianische Musikerin MC Carol, die sich in ihren Songs mit Sexismus, dem Leben im Favela aber auch dominanter Geschichtsschreibung auseinandersetzt.

Der Polizist der 2012 wegen Fahrlässiger Tötung Oury Jallohs veruteilt wurde, soll nun auch die Prozesskosten übernehmen. Doch muss er diese nicht einmal allein stemmen. Oder überhaupt. Die Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt übernimmt stattdessen, berichtet neues deutschland.

Bei ZeitOnline schreibt Annett Gröschner über die Diskriminierung geschiedener Frauen, die in der DDR gelebt haben. Aufgrund bestimmter Rentenberechnungsansätzen leben viele von diesen heute in Altersarmut: „Das Problem war den Architekten des Einigungsvertrages bekannt, es ist ihnen nicht aus Versehen passiert. Im Gegenteil, man könnte ihnen nach Lage der Akten sogar Vorsätzlichkeit unterstellen, denn sie wurden noch vor Abschluss des Vertrages darauf hingewiesen.“

In der letzten Woche fand die Konferenz Dare the im_possible/ Wage das Un_Mögliche statt. Über ihre Diskussion zu möglichen generationsübergreifenden Bündnissen hat Magda Albrecht bereits hier geschrieben. Weitere Panel wurden auf einem Veranstaltungsblog dokumentiert. Dort schreibt zum Beispiel Hengameh Yaghoobifarah über Diversität und Repräsentation im Kulturbetrieb – und warum es nicht nur reicht ‚mehr Frauen‘ zu fordern.


englischsprachige Links

Egal ob eine jemals den Film gesehen hat, wenn man im Internet unterwegs ist, ist es kaum möglich nicht drauf hingewiesen zu werden: Heute ist der Tag an dem Marty McFly aus Back to the Future in der Zukunft ankommt. Ein lesenswerter Text von Jamil Smith bei New Republic, wenn auch schon aus dem Juli, widmet sich der Darstellung sexualisierter Übergriffe und race.

„My first reaction was, no way can I take that job, since I knew all about Homeland and its problems. But then I contacted many artists, just in case anyone wants or needs that job. Whoever I asked, the answer was always “no way!”. Then Caram Kapp and I, who have worked together on some graffiti projects and on the book Walls of Freedom met up with Heba Amin. She said “why not put our own messages in”?“, Muftah schreibt über die Graffiti-Künstler_innen, die in der Serie Homeland ganz unbemerkt (da offensichtlich keine andere Person am set arabisch lesen konnte) kritische Kommentare unterbrachten.

Einen tollen Podcast-Tipp gibt es außerdem:

Termin in Münster

25.10. in Münster: Salon fèministe Vol.X: Nadine Lantzsch liest aus „Queer_feminismus. Label&Lebensrealität“. (FB-Link)


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Feministische Netzpolitik, #occupygezi und ungefragte Diättipps – Kurz Notiert

19. Juni 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 201 von 362 der Serie Kurz notiert

Die Wissenschaftlerinnen Sabine Hark und Paula-Irene Villa haben in der taz eine Antwort auf den ZEIT-Text von Harald Martenstein geschrieben, welcher in seinem Artikel – mal wieder – Erkenntnisse aus den Gender Studies diskreditierte.

Beim Missy Magazine gibt es eine neue Serie zu #occupygezi von Didem Ozan. Folgende Fragen werden in nächster Zeit diskutiert: Warum sind türkische Frauen so wütend auf Erdoğan? Welche Rolle spielen Feministinnen? Und welche Frauen unterstützen das autoritäre Auftreten des Regierungschefs?

Passend dazu: GLADT e.V. sammelt Spenden für den LSBT-Block, der die Widerstands­bewegung im Gezi Park mitorganisiert. Auf Facebook findet ihr den Aufruf.

In der 3-Sat-Mediathek findet ihr einen Beitrag zu Sexismus: „Bei Sexismus geht es um Hierachien und Macht.“

Offenbar hat in von der Firma Haasenburg betriebenen Kinderheimen krasse Gewalt gegen Kinder stattgefunden – eine Petition tritt nun für deren sofortige Schließung ein. 20.000 Unterstützer_innen müssen in den nächsten 60 Tagen gefunden werden, damit sich der Brandenburger Landtag mit der Petition beschäftigt, berichtet die taz.

Auf Dances with Fat gibt es einen sehr lesens­werten englisch­sprachigen Artikel über die „gut-gemeinten“ aber leider einfach nur respektlosen Tipps, die dicke_fette Menschen andauernd ungefragt hören.

Dürfen Journalistinnen für eine Frauenquote in Medien werben? Die Kommunikations­wissen­schaftlerin Elisabeth Klaus meint im Interview mit dieStandard.at: Na klar!

Im Mai fand die vom Missy Magazine initiierte Diskussions­runde zu #Aufschrei statt. Einige Autorinnen der Mädchenmannschaft waren damals dabei und berichteten. Nun ist eine Aufnahme der Veranstaltung online verfügbar.

Du liebst Fussball und findest es toll, wenn andere Mädchen und Frauen ihre spielerische Leidenschaft ausleben können? Dann unterstütze Discover Football mit einer kleinen Spende!

Auf The F-Bomb gibt es einen englisch­sprachigen Artikel: „What If I AM Like The Feminist Stereotype?“

Petition: „Bildung auf See braucht Schiffe in Fahrt! Für den Erhalt von Traditions­schiffen wie der Lovis„. Das Aus würde auch ein Ende für Frauen*Lesben*Trans*-Segeltouren bedeuten.

In der sogenannten Vereinbarkeitsdebatte fehlt oftmals der Blick auf jene, die dazu beitragen sollen, vor allem Müttern eine Berufstätigkeit zu ermöglichen: Erzieher_innen und Kinderpfleger_innen. Diese haben oftmals selbst Vereinbarkeitsprobleme, verdienen oft wenig und viele von ihnen sind im Alter von Armut bedroht.  Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, erläutert dies in einem Interview mit dem Portal ErzieherIn (irgendwie schade nur, dass am Ende des Interviews das Paradigma „Wir brauchen unbedingt mehr Männer in den KiTas“  unhinterfragt/kontextlos übernommen zu werden scheint).

Termine in Bad Malente, Berlin, Frankfurt am Main und Hildesheim nach dem Klick

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Zum Tode von Rosemarie F.

12. April 2013 von Nadia

rosemarieDie 67 Jahre alte und schwerbehinderte Rosemarie F. wurde am 9. April aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt und starb zwei Tage später in der Wärmestube der Kälte Nothilfe. Zuvor wurde gegen diese Zwangsräumung harsch protestiert.

Auch hatte wenige Tage zuvor ein Gericht durch ein fachärtztliches Attest bestätigt, dass der schwerbehinderten und schwer kranken Rosemarie F. eine Wohnungsräumung nicht zuzumuten ist. Die Mietzahlungen für Rosemarie F. wurden nicht bezahlt, da vermutlich beim Amt für Grundsicherung formale Fehler vorlagen. Allerdings geht es hier nicht nur darum, dass aufgrund von Paragraphenkackerei ein Menschenleben aufs Spiel gesetzt wurde. Und es geht eigentlich nicht ums Versagen. Es geht vielmehr um den Erfolg eines ganzen Systems, das mit hoher Wirkkraft diejenigen Personen Gewalt aussetzt, die für die Verwertungsprozesse unserer kapitalistischen Zusammenhänge nicht mehr zu verwenden sind. Und obschon der Eigentümerin des Hauses, in dem Rosemarie F. bis zuletzt lebte, die schriftliche Zusage der Mietübernahme von Aktivist_innen überbracht wurde, kam es zu keinem Gespräch. (mehr …)


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Feste, Filme, Fails und Forschung – kurz notiert

6. Dezember 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 182 von 362 der Serie Kurz notiert

Das Missy Magazine hat letztens ein fulminantes Fest gefeiert. Die Musik dazu kam von Jolly Goods und Peaches. Hier ein paar Impressionen.

Ebenfalls zum Gucken und Hören: Im Film Familie trans*formieren erzählen mehrere Trans*leute davon, wie sie Elternschaft (er)leben.

Viel zu lesen haben wir mal wieder in der österreichischen diestandard gefunden:

So betrachtet sie den medialen Umgang mit den Musikstars Rihanna und Chris Brown und sieht Rihanna in der Kritik wegen ihrer Weigerung, das „perfekte Opfer“ zu geben  (Hinweis: Beschreibung körperlicher Gewalt).

Welche_r noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist, wird von diestandard  mit  Buchtipps versorgt.

Einer Studie nach sind in Deutschland Frauen vom Pflegerisiko und der damit zusammenhängenden Altersarmut deutlich stärker betroffen als Männer.

„Die Kriminalisierung von Aufenthaltsehen ist für die Fremdenpolizei ein mächtiges Mittel, um binationale Ehen und deren Lebensumfeld zu kontrollieren“, sagt die Politkwissenschaftlerin Irene Messinger.

Die Einführung der „anonymen Entbindung“ in Österreich war offenbar eine sinnvolle Maßnahme: Kindestötungen in Österreich nach der Geburt im letzten Jahrzehnt um die Hälfte gesunken, Babyklappen werden viel seltener in Anspruch genommen.

Mehr aus Österreich: Mitte Oktober wurde im brut Wien das Stück „Assassinate Assange“ aufgeführt, das Julian Assange als Opfer einer Verschwörung darstellt. Agate S. kommt in der Malmoe zu einem klaren Urteil:  „Die Aufregung um Angela Richters Assange-Stück förderte abermals die üblichen Abwehrmechanismen und Verharmlosungsstrategien [bezüglich sexualisierter Gewalt] zu Tage und soll hier als Beispiel für die Widerwärtigkeit des gesamtgesellschaftlichen Verharmlosungsdiskurses dienen.“

Spektakuläre Aktion *gegen* rape culture: Facebook-User_innen kaperten die Social Media-Auftritte der bekannten  Unterwäschefirma Victoria’s Secret, um für das Konsenskonzept zu werben und damit Vergewaltigungen entgegen zu treten.  Quintessenz der Aktion:  „While we can’t expect a message that is empowering for women to come from a brand like Victoria’s Secret, we can make it come from their hashtag. This campaign has only begun.“

Jutta Hartmann erklärt am Beispiel Schule, wie Heteronormativität wirkt_hergestellt wird.

Stellenausschreibung: Das FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB) sucht eine Systemadminstratorin!

Termine:

Am kommenden Samstag in Berlin: Lookism & fat Empowerment Tagesworkshop (flt* only). Los geht es um 12 Uhr im Projektraum H48,  Hermannstr.48 Berlin Neukölln, 2.Hinterhof 2.Stock (barrierefrei). Anmelden könnt ihr euch unter sabberglibberflutsch@googlemail.com. Hier der Link zum Facebook-Event.

Damit es nicht still wird um die inhaftierten russischen Aktivistinnen: Am 12.12. soll eine weltweite Lesung für Pussy Riot stattfinden.

Buchpremiere von „Frauenkörper neu gesehen“ am 14.12. um 19.30 Uhr in der Urania, Berlin: Laura Méritt und Autorinnen reden und diskutieren über Weiblichkeit, Geschlechtervielfalt, Körpernormierungen und mehr.


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Protest gegen Residenzpflicht und andere menschenunwürdige Asylpraxen- Kurz verlinkt

17. Oktober 2012 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 176 von 362 der Serie Kurz notiert

Unter dem Motto „Willkommen in Berlin! Für einen menschenwürdigen Aufenthaltsstatus in Deutschland! Asyl und Bewegungsfreiheit sind keine Privilegien, sondern Menschenrechte!“ fand am 13.10. in Berlin eine Demonstration statt. Ausgangspunkt war das Refugee Tent Camp, welches es seit dem 6. Oktober gibt. Alle Informationen über das Camp und den Protest findet ihr auf der Seite des Camps. Dort gibt es auch einen Pressespiegel, der die bisherigen erschienen Artikel auflistet.

Am 15. Oktober wurde dann die Botschaft Nigerias besetzt. Das „Warum“ wird in einer Pressemitteilung erläutert. Die taz berichtete auch über die Besetzung und das folgende massive Eingreifen der Polizei. Es kam zu einer Reihe von Festnahmen und gewaltvollen Übergriffen durch die Polizei und es gab eine spontane Protestdemo.

[Triggerwarnung: Im Text Thematisierung von sexualisierter Gewalt] re-empowerment, das Forum von und für Frauen gegen Partnerschaftsgewalt, hat eine Stellungnahme zum aktuellen Gebahren von Jörg K. geschrieben.

DieStandard berichtet über die umstrittene Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs.

Elektronische Musik, wie so viele Musikrichtungen, wird oftmals mit dem Schaffen von Männern verbunden. Flavorwire aber stellt zehn Pionierinnen dieser Musikrichtung vor. (Englisch)

Die Initiatve „Fußballfans gegen Homophobie“ möchte sich weiterentwickeln und die taz berichtet darüber.

Es gibt ein großartiges neues Tumblr, in dem Frauen, die sich in Wissenschaftskreisen bewegen (ob als Doktorandinnen, Dozentinnen oder Professorinnen) von ihren Erlebnissen mit mansplaining aka herrklären berichten. (Englisch)

[Triggerwarnung: Im Text Thematisierung von sexualisierter Gewalt] DieStandard schreibt über eine aktuelle Aktion der feministischen Aktivistinnengruppe Femen.

Ellen Draxel zeigt in ihrem Artikel für die Süddeutsche, was Altersarmut bedeutet und warum diese besonders oft Frauen betrifft.

Die Afrikanische Union hat mit Nkozosana Dlamini-Zuma erstmals eine Frau im höchsten Amt als Komissionschefin.

[Triggerwarnung: fatshaming, und auch entsprechendes Vokabular] Frauen, die nicht bestimmten Körpernormen entsprechen, haben es schwer in Hollywood. Auf Jezebel wird gezeigt, wie zwar mittlerweile mehr Frauen, die nicht dieser Norm entsprechen, Rollen bekommen, diese aber oftmals mit Klischees belegt sind und_oder die entsprechenden Schauspielerinnen oft diskriminiert werden. (Englisch)

Die taz schreibt über eine Studie, die drei Jahre lang Ursachen der niedrigen Geburtenzahlen in Deutschland, Österreich und der Schweiz analysiert hatte.

Skateistan ist eine NGO, die in Kabul gegründet wurde und Skateboarden, Bildung und Empowerment zusammenbringt. Zur Zeit sind 40% der Teilnehmenden in Afghanistan Mädchen. Aber mehr in diesem Video:

Nach dem Klick gibt es noch allerhand an Terminen in Aschaffenburg, Berlin, Bochum, Hamburg und Oberhausen:

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