Einträge mit dem Tag ‘Alphamädchen’


Ellenbogenkapitalismus im Schlafzimmer

30. November 2010 von Adele
Dieser Text ist Teil 27 von 35 der Serie Muttiblog

In seiner Focus-Kolumne erklärt uns Uli Dönch, warum die Frauen-Quote feige und falsch ist:
Wer das Phänomen verstehen wolle, müsse tiefer graben. Das dann folgende ist tatsächlich auf einem Niveau unterhalb der Grasnarbe… Natürlich sind die Frauen man wieder selbst schuld, wenn sie nicht bereit sind 65 bis 70 Stunden in der Woche zu arbeiten, dann wird das halt nix mit dem Vorstandsposten. Was schließen wir daraus? Man muss nur 70 Stunden in der Woche arbeiten, und übermorgen ist man im Vorstand eines DAX-30-Unternehmen, ist also ganz einfach.
Frau in High Heels und Bluse, Minirock und Leggins, die eine Aktentasche, Pfanne und Staubwedel mit drei Armen hält, sowie ein Baby in einem kleinen Wagen hinter sich herzieht

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Der Aufsichtsratschef der Commerzbank Klaus-Peter Müller fragt im Interview zu Recht, wieviel Frauen tatsächlich für solche Posten zur Verfügung stünden. Die Schlüsse, die Dönch daraus zieht, sind natürlich Quatsch.

Zuerst einmal sind ein paar Vorstandsposten, die mit Frauen besetzt sind, zwar ein nettes Symbol, aber sind nur für einen verschwindend geringen Teil der weiblichen Bevölkerung erreichbar oder erstrebenswert. Das gilt im übrigen ebenso für den männlichen Teil der ArbeitnehmerInnen. Auch die wenigsten Männer haben einen Posten im Vorstand (70 Stunden die Woche zu arbeiten, scheint also doch nicht zu reichen…). (weiterlesen …)


Facebook | |


Netzwerktreffen in Marburg

20. Juli 2010 von Barbara

Am 28. August 2010 findet das Netzwerktreffen junger Feministinnen in der Mädchenarbeit in Marburg statt. Die Initiatorin, Linda Kagerbauer, schreibt uns dazu:

Als Initiatorin diese Treffen ist es mir ein Anliegen, den Status der Einzelkämpferin einer jungen Feministin um einen kollegialen Austausch sowie eine Denk- und Diskussionskultur zu erweitern. Aus eigener Erfahrung weiß ich darum, dass die individualisierte Praxis der Mädchenarbeit oft wenig Zeit für die Auseinandersetzung und Diskussion um Selbstverständnisse, Haltungen, Methoden oder feministische Ideen lässt. Es gilt das Spannungsfeld zwischen der oft gefühlten und formulierten Haltung älterer Kolleginnen: „Du warst ja damals nicht dabei!“ und dem postfeministischen „Alphamädchentum“ zu nutzen und zu diskutieren.

Wer an dem Treffen teilnehmen möchte, hier und hier gibt es mehr Informationen dazu. Und Fragen kann man an Linda Kagerbauer direkt stellen unter dieser E-Mail.


Facebook | |



Anzeige