Einträge mit dem Tag ‘Alice Schwarzer’


#emmaistfürmich oder: Deutschland, dein Netzfeminismus.

5. November 2014 von Nadine

Das “feministische” Magazin Emma wollte wohl auch mal bei diesem Netzaktivismus mitspielen und rief unter #emmaistfürmich ihre Leser_innen dazu auf, Videobotschaften, Emails, Selfies, Tweets usw an die Redaktion zu senden. Auf Twitter kam der Hashtag besonders gut an und erfreut sich derzeit großer Beliebtheit, damit alle ™ endlich ™ mal sagen können, was vom Zentralorgan Alice Schwarzers zu halten ist. Nun sollte es nicht wirklich verwundern, dass an diesem Heft kein gutes Haar gelassen wird und der überwiegende Teil der Emma-Fans offenbar Twitter selten bis gar nicht benutzt.

Allerdings ist ja nicht erst seit gestern bekannt, dass die Emma so ziemlich alles ist, nur nicht feministisch. Bereits die fast zeitgleich gegründete, oft als “Gegenmagazin” gewertete, Courage, und viele andere feministische, lesbische und frauenbewegte gedruckte Publikationen, die heute nicht mehr existieren (wen wundert’s?), verfolgten andere Strategien feministische Bewegungen und Debatten abzubilden und zu diskutieren als Paternalismus pur, auch wenn sie es oft genug nicht schafften, über den eigenen weißen, christlich geprägten, deutschen, frau=feminismus Tellerrand hinauszublicken. Alice Schwarzers Meinungen, die im übrigen keine Erfindung von Alice Schwarzer selbst sind, sondern gerade hierzulande auf fruchtbaren, anschlussfähigen Boden fallen, wurden, seitdem sie das erste Mal den Stift und öffentlich Reden geschwungen hat, als mindestens unzureichend und verkürzt kritisiert – so wie es die gesamte weißdeutsche FrauenLesbenbewegung wurde. Festgehalten in unzähligen Schriftstücken, archiviert und auffindbar mit ein bisschen Recherche. Im Allgemeinwissen haften geblieben dürften lediglich wenige “Interventionen” (eher Inszenierungen) sein, z.B. das gruselige Gespräch mit Antifeministin Esther Vilar und Verona (damals noch) Feldbusch. Aktivist_innen erinnern sich auch gern an die großzügigen Geldspenden der ehemaligen Frauenministerin Kristina Schröder für das Schwarzer-Imperium.

Sich von der Emma und Alice Schwarzer zu distanzieren ist leicht, dienten beide doch schon immer als perfekte Projektionsfläche für antifeministische Diskurse und Schuldzuweisungen, dass der Feminismus(tm) so einen schlechten Ruf hat. Beides hängt leider miteinander zusammen. Schuldzuweisungen werden erteilt, weil Antifeminismus (auch) auf dem Rücken von Emma/Alice Schwarzer ausgetragten wird, allerdings wäre dann die Verantwortung eher in einer durch und durch antifeministischen Gesellschaft zu suchen. Solange Antifeminismus als Abwehr von Gleichstellungsbestrebungen verstanden wird. Dass auch letztere antifeministisch wirken, weil sie in dem Sinne nur eine marginale Gruppe von lediglich Frauen überhaupt im Blick haben und ein sehr eindimensionales Verständnis von Feminismus besitzen, ja das Gleichstellungsbestrebungen in Deutschland auf anderen Diskriminierungen aufbauen, wird gar nicht erst gesehen oder kritisiert. Intersektionale Praxis bedeutet auch im hiesigen Netzfeminismus oft: Erst ich (also weiß, middle-class, hetero) und (wenn überhaupt) dann alle anderen.

Im Grunde wird hier mal wieder eine Scheindebatte initiiert, um sich selbst als die_der bessere Feminist_in zu fühlen, die_der alles richtig_er macht. Nun ja, höchst problematische Personen und ihre Werke (aktuelles Beispiel: Lena Dunham, Emma Watson) werden solange abgefeiert, bis eine andere Schwarze Feminist_in, die nicht in Europa lebt und in den Augen der hiesigen weiß dominierten feministischen Gemeinde genügend Credibility und Famefaktor besitzt, sie kritisiert. Dann wird entweder mitkritisiert oder stillschweigend vergessen, was mal für gut und richtig befunden wurde. Das ist dann intersektional. Street Harassment, sexualisierte und häusliche Gewalt gilt solange als Bürde weißer Heteras, bis zu eben jenen mal vorgedrungen ist, dass weder alle Typen gleichermaßen Gewalt im öffentlichen Raum ausüben oder vom Patriarchat profitieren noch weiße Heteras der enormen Gewaltrealität ausgesetzt sind, die z.B. Schwarze Trans* Frauen und Trans* Frauen of Color erleben. Hauptsache #aufschrei lässt sich gut kapitalisieren. Über “die Migrantinnen und Transgender” kann ja nicht auch noch gesprochen werden. Mein Körper gehört mir, solange er weiß, dünn, normschön ist und der deutsche Staat an seiner Reproduktion interessiert. Aber mitdenken, das tun wir. Irgendwie. Das ist nämlich intersektional. Und die Alice macht das nicht, deswegen ist die auch voll doof. Außerdem hat sie Queen Bey als Schlampe betitelt.

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13 wirklich gruselige Halloween-Kostüme

9. Oktober 2014 von Gastautor_in

Heng ist freie Autorin, bloggt auf Tea-Riffic – wo auch der folgende Text bereits erschienen ist – und twittert unter @sassyheng. Bei der Mädchenmannschaft hat sie zuletzt das aktuelle Buch von Laurie Penny besprochen. 

Bis Halloween sind es zwar noch ein paar Wochen hin, aber die Geschäfte preisen ihre kackscheiszigen Perücken und Kostüme jetzt schon aggressiv an. Dass es rassistisch ist, sich als Schwarze Person, Mexikaner_in, Sinti und Roma, People of First Nations, Inuit, you name it, zu verkleiden, ist bei vielen in Deutschland noch nicht angekommen. Auch sind gegenderte Kostüme in der Regel sexistisch: Als Frauisierte ist es schwer, ein Kostüm zu finden, dass nicht “sexy” ist.

Deshalb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und mir einfach umsetzbare D.I.Y.-Kostüme ausgedacht. Horror habe ich für mich selbst definiert und an alltägliche Dinge gedacht, die mir kalte Schauer von Angstschweiß verpassen. 

1) White Tears

Ob in Flaschen- oder Eimerform, als Raumspray oder einzeln verpackt – scary sind White Tears immer. Gerade an Halloween scheint es Hauptsaison zu sein, wenn weißen Leuten empfohlen wird, lieber keine rassistischen Kostüme zu wählen.

2) Nice Guy™

Kinnbart, Fedora und optional ein T-Shirt mit “witzigem” (sexistischem) Spruch und dein Outfit für den Abend ist fertig: Der Nice Guy™. Wer so richtig auf die Kacke hauen will, wirft mit unangenehmen Aufreißsprüchen um sich und zwinkert dabei immerzu. Netzfeminist_innen und OkCupid-User_innen werden schreiend weglaufen (oder dich beleidigen).

3) FEMEN-Aktivistin

Schlanke, weiße, ableisierte Cisfrauen ziehen in Puncto Last-Minute-Verkleidung mal wieder das längere Streichholz: Einfach den Oberkörper mit einem essentialistischen_rassistischen Spruch bemalen, Blumenkranz auf den Kopf, Gruppengespräche sichten und sie durch zielstrebiges Einrennen zersprengen. Pro-Tipp I: Oberteil erst auf der Party ausziehen. Pro-Tipp II: Am besten auf einer Party mit Sexismus-Awareness tragen, da sonst die Wahrscheinlichkeit auf Übergriffe noch höher ist.

4) Mon Chérie

Das wahrscheinlich ekelhafteste Produkt aus dem Hause Ferrero: Mon Chérie. Werbung hat selten so gelogen. #TeamNonCherie Von rosa-rotem, holographischen Stoff umwickelt, mit Kirsche auf dem Kopf (oder in dir drin), notfalls Label auf den Bauch schreiben. Obacht: Den Anlass, als Schokolade verkleidet zu sein, nicht dazu nutzen, die eigene Haut dunkler zu malen. Wenn dein Kostüm ohne dieses Detail nicht erkennbar ist, hast du es nicht gut genug gebastelt, just deal with it.

5) Alice Schwarzer

Mindestens so beliebt wie die FEMEN-Aktivistin ist die Urform der FEMEN-Aktivistin: Alice Schwarzer. Zumal sie “in den 70ern ja richtig gute Arbeit geleistet hat!!11″™, gibt es Menschen, die das Kostüm als empowernd betrachten werden. Wer aber seit den 70ern weitergedacht hat, wird sich fürchten. Und den Kopf tief in die Hände vergraben.

6) Kläffender Schäferhund

Story of my Middle Eastern Childhood tbh: Wir hatten damals so weißdeutsche Nachbar_innen mit einem großen Schäferhund, den sie nicht unter Kontrolle hatten. Immer, wenn wir ihn auf dem Weg nach draußen im Treppenhaus gehört haben, blieben wir noch einen Moment länger in der Wohnung, um nicht von dem Rex II angesprungen zu werden. Mit den Jahren zeigte sich, dass weiße Deutsche mit aggressiven Schäferhunden ein übliches Ding hier in Schland ist. Help.

7) Lesbian Drama

Die Ex der Ex daten? Tegan and Sara CD-Kollektion ausgeliehen und nie wiederbekommen? Bei der Trennung der große Streit um das Adoptionsrecht der gemeinsamen Katze? Der Flüsterfunk ist außer Kontrolle geraten? Das Ex-Dreieck-aus-der-Hölle sitzt beim Sonntagsbrunch zwei Tische weiter? Das Lesbian Drama kennt kein Erbarmen. Einfach sämtlich Szenarios auf kleine Zettel schreiben und an die Klamotten pinnen, tadaaaa: Gruseloutfit.

8) BHs und Binder

Zu eng, zu groß, gerissen, der Bügel bohrt sich in die Brust, die Preise schießen in den Himmel: HELP! HELP! (Umsetzbarkeit: Sämtliche BHs_Binder, gerne mit kaputtem Bügel u.Ä., an die Kleidung hängen. Vielleicht sogar mit überteuerten Preisschildern.)

9) PMS

Aufgequollene Leak-Tampons, vollgerotzte Tempos und Uterus-Rage-From-Hell: Still not loving PMS. Dank zahlreicher Synonyme lässt sich das ganze gut verbildlichen, zum Beispiel als hungriger Hai (#SharkWeek), als Erdbeerstrauß (#ErdbeerWoche) oder als der altbekannte Homie Tante Rosa.

10) Gitarren-Dude

Lerne Wonderwall, Let It Be und Seven Nation Army auf Gitarre und spiele die Songs ungefragt vor der Crowd. Sobald sich andere Leute um dich herum scharen und mitsingen, hast du dein Ziel erreicht. Wenn ein_e wütende_r Feminist_in auf dich zukommt und die Gitarre zerschmettert, hat er_sie ihr_sein Ziel erreicht.

11) Barista mit Bart

Klebe dir einen langen Bart an (am besten rotblond), träge ein Jeanshemd mit einem weißen T-Shirt darunter und lasse die oberen drei Knöpfe offen. Dazu eine enge Hose und Chelsea-Boots, ein Sack Kaffeebohnen und triviales Wissen über den Café-Betrieb – schon bist du genau richtig dafür ausgestattet, Leute ungefragt mit Kaffee-Fun-Facts zu versorgen. Denn viele von uns kennen zu gut diese Situation, in der sie einfach eine Tasse Filterkaffee auf drei Stunden strecken um in der Zeit Wifi zu schnorren und einen auf Public Office zu machen, aber ständig vom nervigen Barista-Dude und seiner Wertschätzung für guten Kaffee genervt werden. NO ONE CARES ABOUT IT.

12) Extra-Gebühr für Soßen

Das schlimmste Imbisserlebnis ist, wenn Soßen extra berechnet werden. Und dann bestenfalls noch in geizigen Portionen herausgerückt werden. Ein Pappkarton kann hier gut zu einer Tafel umfunktioniert werden. Wichtig ist, dass gut zu erkennen ist, dass Soßen 30-50 Cent kosten. Wer so richtig auf die Kacke hauen will, schreibt vielleicht sogar 1€.

13) Kürbis

Mag vielleicht ausgelutscht klingen, vielleicht auch unlogisch, weil Kürbisse superlecker sind. Der Horror beginnt allerdings beim Aushöhlen, Schälen und Schneiden.

Habt ihr noch mehr Ideen für gruselige Halloween-Kostüme? Dann raus mit der Sprache!


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Schwarzers Geld und Geiz, Klassismus und Körperbehaarung – die Blogschau

8. Februar 2014 von Nadia
Dieser Text ist Teil 233 von 265 der Serie Die Blogschau

Alice Schwarzer s Geld, oder: “Feminismus, reich und geizig” – einen guten Text zur Causa Alice gibt es auf L-talk.

Um Frauen mit Behinderung und häusliche Gewalt geht es auf Behindertenparkplatz – ein sehr wichtiger Text, mit Inhaltswarnung.

Heterokultur, Klassismus, Sisterhood und malochen unter *Männern: Auf techno candy könnt Ihr einen superguten Text dazu lesen.

Um Adipositaschirurgie und Fat Shaming geht es auf Arge Dicke Weiber.

“Mit dem Er­werb einer so ge­nann­ten „hö­he­ren Bil­dung“ habe ich mir die­sen Dia­lekt ab­trai­niert” – und zwar: Ruhrplatt. Wie das kam und noch mehr zu Wor­king­ Class und Po­ver­ty­ Class könnt Ihr auf clararosa nachlesen.

Letzte Woche jährte sich der Todestag von Hatun Sürücü, wir verweisen nochmal auf einen Text von Sakine aus dem letzten Jahr.

Take your hair back: Heng schrieb über Körperbehaarungs-Trollerei (mit Viraleffekt) und über Solidarität.

Geteilte Ansichten beschäftigte sich mit Opferentschädigungsverfahren.

Dangerbananas veröffentlichte den offenen Brief an den Heimatfhafen Neukölln. Anlass: Anti-asiatischer Rassismus.

Außerdem gab es einen offenen Brief an die SPD, die ein Integrationszentrum Zentrum der Ausgrenzung für mehrere Millionen Euronen plant: Hier der Brief, hier ein weiterer Text von Noah Sow.

Queerulantin sucht Artikel zu (Nicht)Beziehungen und Musik.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Bildungsbenachteiligung, Hartz-IV-Schikanen und vorhersehbarer Sexismus – kurz verlinkt

20. November 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 214 von 260 der Serie Kurz notiert

Beiträge auf Deutsch

Mädchen mit Migrationshintergrund sind bei der Ausbildung mehrfach benachteiligt. Migazin berichtete.

Wir berichteten bereits in unserem Social Media-Bereich: Die FFBIZ-Bibliothek ist ab sofort heute online recherchierbar. Toller Service, unbedingt reinschauen!

Doña Carmen leitet rechtliche Schritte gegen Alice Schwarzers Antiprostitutions-Buch ein. Ein weiterer interessanter Artikel zur ganzen Debatte erschien bei der FAZ.

Sexistische Verhaltensweisen sind vorhersehbar: Die Uni Osnabrück (Bereich Sozialpsychologie) forscht dazu.

Die Trendblogger befassen sich in diesem Monat mit Feminismus und haben schon einige Texte hochgeladen. Sehr lesenswert!

Es gibt eine Petition zur Erhaltung des Archivs Frau und Musik durch Frankfurt am Main. Zum zeichnen geht es hier entlang.

Kinder von Hartz-IV-Empfänger_innen werden regelmentiert und unter Druck gesetzt: Dazu erschien unter anderem ein Artikel auf SPON.

Hier ein Hinweis auf ein zwar kommerzielles Angebot (Thema: Menstruation), aber mit interessanten Infos: Zack.

Das LGBTI-Referat der HU Berlin beschwert sich wegen gestrichener Förderung bei der (verantwortlichen) Leiterin des Präsidialbereichs und Beauftragte für Beschwerden nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

Und ein Musikvideo, zack:

Beiträge auf Englisch

Fünf Oscar-qualifizierte Filme, die von Schwarzen Frauen gedreht wurden: Hier entlang. (mehr …)


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Lesben und Schwule in Ostberlin, Rassismus zu Halloween, Klage gegen Karl Lagerfeld – kurz verlinkt

30. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft

Beiträge auf Deutsch

Jeder sechste Mensch in Deutschland ist armutsgefährdet. Besonders betroffen sind Frauen und Alleinerziehende.

Filiz Demirova, eine Romni, berichtet bei radioeins über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus.

Auch ein Leben mit einer schweren Erkrankung kann glücklich, lebenswert sein. Ein besonderes Beispiel hierfür ist Hannelore Setter gewesen, die am 10. Oktober im Alter von 79 Jahren in ihrem Krankenhausbett gestorben ist. 60 Jahre hatte sie dort verbracht.

Wie viel zählt das Leben eines geflüchteten Kindes in einem Asylbewerber*innenheim in Deutschland? Für viele anscheinend erschütternd wenig, wie Familie Petrovic auf bittere weise feststellen musste. Ihr Sohn Leonardo wäre vor zwei Jahren aufgrund der unterlassenen Hilfeleistung mehrerer Personen beinahe gestorben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage eingereicht.

In der Schweiz wird gerade ein diskriminierender Rückschritt diskutiert: ein explizites Ehe-Verbot für homosexuelle Paare.

Ein Mann zeigt Angestellten der Deutschen Bahn gegenüber Zivilcourage – und wird dafür von ihnen rassistisch beleidigt, weil er Schwarz ist. Später stellt sich heraus: Der Mann ist der Landtagsabgeordnete Daniel Mack. Und plötzlich tut der DB alles furchtbar leid.

“Out in Eastberlin” – ein neuer Kinofilm berichtet über das Leben homosexueller Personen in der DDR. Hier findet ihr den Trailer.

Ein blondes Kind lebt bei einer Roma-Familie – und sofort schreiben große europäische Medien von Kindesraub. Keno Verseck berichtet auf SPON von der Geschichte dieses antiromaistischen Ressentiments (siehe auch die englischsprachigen Links weiter unten).

Karl Lagerfeld äußerte sich mal wieder diskriminierend über dicke Menschen und insbesondere dicke Models und hat dafür nun – yeah! – eine Klage am Hals.

Hier könnt ihr für die Kampagne “Dritte Option” spenden.

Beiträge auf Englisch

Eine vermeintliche Kindesentführung durch ein Roma-Paar fand medial große Beachtung und Anteilnahme – anders als die  Fälle, in denen Kinder aus rassistischen Gründen gewaltsam von ihren Familien getrennt werden. Discipline and Anarchy schreibt über den rassistischen Bias in Entführungsdiskursen (siehe auch die deutschsprachigen Links weiter oben).

Sexualisierte Ausbeutung und Gewalt stellten einen Grundpfeiler des Systems der Sklaverei in den Staaten der heutigen USA (und sicher genauso anderswo) dar. Akiba Solomon bespricht für Colorlines, in wiefern der Film “12 Years A Slave”  einen wichtigen, oftmals vernachlässigten Teil der Geschichte der  rape culture offen legt.

Wäre es nicht so ernst im echten Leben, könnte man inzwischen von einem regelrechten Krimi sprechen:  Ein Gericht hat das geradezu gewaltsam durchgesetze Anti-Abtreibungsrechte-Gesetz in Texas für verfassungswidrig erklärt.

Vitamin W berichtet über das Fotoprojekt “Alone Time” von JJ Levine: Indem gezeigt wird, dass ein und derselbe Körper jegliches Geschlecht überzeugend verkörpern kann,  sollen herrschende Normvorstellungen über die zweigeschlechtliche Rollenverteilung in Frage gestellt werden.

Halloween steht vor der Tür und damit leider auch immer wieder Leute in Blackface oder Redface – wer nach wie vor nicht mitbekommen hat, das sowas rassistische Kackscheiße ist, geht ziemlich ignorant durchs Leben, hält Awesomely Luvvy fest. Inklusive praktischer Entscheidungsgrafik!

Queer-Gerechtigkeit bedeutet mehr als schwule weiße Männer, die mit ihren Beziehungen an die Öffentlichkeit gehen, erklärt Audrey bei Autostraddle.

Termine in Berlin, Mülheim an der Ruhr, Bochum und Bielefeld (mehr …)


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Ich werde keine Tränen weinen, Kristina!

1. Oktober 2013 von Charlott

Im Jahr 2002 ist sie das erste mal in den Bundestag eingezogen: Kristina Schröder. Vor vier Jahren übernahm sie das Amt als Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Auch dieses Mal wurde sie als Bundestagsabgeordnete wiedergewählt. Am Wahlsonntag bestätigte sie nochmals das, was schon länger zu hören war: Für das Amt als Ministerin steht sie nicht mehr zur Verfügung. Aus familiären Gründen. Bei dieStandard heißt es dazu:

Schröder hat sich gegen den Job entschieden. Und persönlich ist ihr das auch gar nicht vorzuwerfen. Doch angesichts ihrer politischen Agenda der vergangenen Jahre liegt die Vermutung nahe, dass sie mit ihrer “persönlichen Entscheidung” einfach nur ihre politische Agenda bestätigt.

Es ist es natürlich ein sehr starkes Zeichen, wenn gerade eine Politikerin in einem Spitzenamt (und dann auch noch gerade dem, wo genau solche Thematiken eine besondere Rolle spielen sollten) eben dieses Amt aufgibt, um sich mehr um die Familie zu kümmern. Doch auch etwas anderes ist sicher: Um Kristina Schröders Ausrichtung des BMFSFJ werde ich keine Träne weinen – nicht um ihren Antifeminismus, Jungenförderungsträume, Reden von “umgekehrtem Rassismus” und der Extremismusklausel. Wir erinnern uns:

Kristina Schröder und Feminismus

Wie Kristina Schröder zu Feminismus steht, hat sie von Anfang an sehr klar gemacht. Anfang November 2010 gab sie dem Spiegel ein Interview (welches auch von der Führung her kritisiert werden kann), in dem nochmals deutlich wurde, dass sie ein sehr eingeschränktes Verständnis von feministischen Ideen hat, Feminusmus für ein Ding der Vergangenheit und Jungenförderung für das größte vernachlässigte Thema hält. In Erinnerung blieb die Frage: “Schreiben wir genug Diktate mit Fußballgeschichten?”. (Darüber hinaus war das Gespräch gespickt von Heterosexismus, Klassismus, antifeministischen Klischees jeglicher Art etc.)

Alice Schwarzer, die anlässlich dieses Interviews Schröder noch sämtliche Qualifikation absprach und dafür mal wieder in antimuslimischen Rassismus verfiel, ließ sich schon wenige Monate später besänftigen als Schröder den FrauenMedienTurm quasi rettete. Die Mädchenmannschaft fragte: “Schwarzer und Schröder: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft?“. Natürlich hielt das nicht lange, denn Schröders Position war in dieser Hinsicht immer sehr klar und so strafte sie 2012 auf einem Männerkongress (ja…) wieder Schwarzer ab. Auffällig und bezeichnend bleibt ebenfalls, dass die einizigen feministischem Positionen, an denen sich Schröder überhaupt abarbeitete, jene von Schwarzer und der EMMA waren.

Die Angst vor der Quote

Auch zur Quote hatte sich Schröder im besagten Spiegel-Interview geäußert. Die Freiheit der Wirtschaft stand dort ganz oben und wenn überhaupt, dann würde sie eine Mütter-Quote wollen. Auf jeden Fall gibt es einiges daran zu kritisieren, wie derzeit Quotenvorhaben diskutiert werden, aber eine wirklich tiefgehende Auseinandersetzung mit Mehrfachdiskriminierungen und Kapitalismus liegt Kristina Schröder natürlich äußerst fern. Stattdessen Ablehnung oder das Wischi-Waschi-Konzept der “Flexiquote”. Wieder und wieder. Im Januar dieses Jahres protestierte sie gar auf dem Cover des Magazins Focus gegen eine Quote.

An den Herd

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Blumen, Brüste, Bullshit – die Blogschau

18. Mai 2013 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 202 von 265 der Serie Die Blogschau

Vergangenen Sonntag war Muttertag. Katharina von Sich mit Worten bevorraten will nicht nur zu diesem Anlass mehr als Blumen.  Auch Melanie ist kein Fan dieses Begängnisses, reflektiert aber zu diesem Anlass ihre Sicht auf Dankbarkeit für  Mütter.

Gleich ein bunter Strauß an Berichten darüber, wie wenig mensch sich selbst in vermeintlich alternativen,  emanzipatorischen Umfeldern auf Pausen vom *istischen Alltag verlassen kann:

Kotzwürg-Sexismus galore beim BarCamp Graz.  Und mehr als genug Kackscheiße auch beim Workers Youth Festival in Dortmund.  Das erfolgreiche Modelabel American Apparel geriert sich als hipper Awareness-Laden, kommt aber seit jeher nicht ohne Sexismus aus.  An der Heidelberger Uni lacht man über NSU-Verharmlosung in Tateinheit mit Plumpsexismus von vorvorgestern. An der Düsseldorfer Uni soll ein antifeministisch dominiertes  Männerreferat gegründet werden. Und angesichts der von großem Pressetamtam begleiteten Proteste gegen die “Barbie Dreamhouse Experience” konnte mensch sich auch nur noch an den Kopf packen.

Edward von Twidgeridoo! berichtet unter dem bitter sarkatischen Titel “Meine erste Internierung” über erfahrene(n) Rassismus und Polizeigewalt. Mehr (Grundlagenarbeit für) rassistische Kackscheiße ist zu erwarten bei der Innenminister*innenkonferenz (IMK), die vom 22.-24. Mai in Hannover stattfindet und wo auch Asyl- und Migrationspolitik auf dem Programm steht – Protest wird bereits organisiert.

Die ständige Erwartung, verfügbar zu sein – für Diskussionen, Erklärungen oder den Wohlfühlfaktor: Frau Dingens hat genug davon. A propos Erwartungshaltung: Seitdem ich auf meinem Profilbild Tatyana Fazlalizadehs Anti-Street-Harrassment-Shirt trage, wird immer wieder gefragt, wo es dieses großartige Shirt den gebe – und auch High on Clichés kennt den Ärger über die ständige Aufforderung “Lächel doch mal!”.

Die Brust-OP von Angelina Jolie ist nicht nur ein Knaller für die Boulevardmedien, sondern auch ein Politikum. Mel gibt Kontext und findet:  “Well done, Angelina Jolie”.  Merle Stöver möchte Jolie für ihre Entscheidung respektiert sehen – gerade von Feministinnen. Und weil (gerade auch Frauen*-)Gesundheit immer ein politisches Thema ist, berichtet my myself & child über ihren “Gebärmutterschnupfen” und lädt zur Vernetzung ein.

Und wo wir schon bei Körper und Selbstbestimmung sind: Grrrlghost hat anlässlich der Debatte um die “Pille danach” noch ein Video beizusteuern.

Shopping ist nicht für alle ein Vergnügen – die Suche nach passenden BHs auch nicht, wie Ryuu berichtet. Außerdem ist Ryuu aus Berlin – nach wie vor Sehnsuchtsort für viele – weggezogen und erzählt, warum. Und dass auch in anderen Städten mit B am Anfang ordentlich was los sein kann, lässt sich Helgas umfangreicher Terminliste für Braunschweig entnehmen.

Außerdem hat Helga ein Buch über Pionierinnen der Archäologie gelesen und rezensiert.

Ninia LaGrande interviewt Jasmin Mittag,  Initiatorin der Kampagne “Wer braucht Feminismus?” in Deutschland.

Nele Tabler schaut die  TV-Serie Call the Midwife (Ruf die Hebamme) und findet schwangere Heldinnen.

Anne Roth sammelt Beispiele von Fällen, bei denen feministischen Medien, Blogs, Zeitschriften, Fernseh- oder Radiosendungen von Zensur betroffen waren (oder sind).

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!


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Die Sexismusdebatte™ im TV – wo lauter(bacher) Fleischh-, äh, Kalauer mit großer Kelle ausgeschenkt werden

19. April 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 3 von 9 der Serie Feminist Fun Friday

Nach unserer Replik auf Ulmen TV und ein paar “Meinungen aus modern-feministischer Sicht” nun endlich ein neuer Beitrag unserer inoffiziellen Rant-Reihe “Fun Friday” a.k.a. “Feminist Revenge Friday”.

Sabine hat eigentlich schon alles wichtige zur Maischberger-Sendung dieser Woche geschrieben. Aber da wir finden, dass diese Show die perfekte Quintessenz der Sexismusdebatte  im deutschen Fernsehen abgab, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, nochmal die bezeichnendsten Statements in dieser “Diskussion” zu kommentieren. Da die O-Töne eigentlich für sich sprechen, fallen unsere Kommentare jedoch kurz und knapp aus: GIF-Parade!

 

Maischberger: “Wir wollen ein Thema aufgreifen, bei dem man zwischendurch das Gefühl hatte, es gibt ein grundsätzliches Missverständnis zwischen Männern und Frauen.”

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Was hat die Sexismus-Debatte gebracht?

17. April 2013 von Sabine

Das wollte Sandra Maischberger gestern Abend von ihren Gästen nicht wissen. Reingelegt. Die Dramaturgie lag in der Auswahl. Allerdings gab es trotzdem einen Höhepunkt. Nämlich die Analysen und Interventionen von Anna-Katharina Meßmer.

Zu den Menschen bei Maischberger: Da war der Schauspieler Heiner Lauterbach, der außer seinem ehemals Macho-Dasein nicht viel zur Debatte beizutragen hatte. Breitbeinig, Arme ausgeweitet, saß er da auf seinem Sessel und sonnte sich im Status des geläuterten Paulus. Man bekam das Gefühl, dass er die inhaltliche Leere mit körperlicher Präsenz füllen wollte.

Dann war da noch Spiegel-Journalist Jan Fleischhauer, der, seitdem er einen Kollegen um eine statistische Auswertung des Hashtags #Aufschrei auf Twitter gebeten hat, in Talkshows gerne erzählt, es handle sich bei der Sexismus-Debatte nicht um einen Sturm, sondern um ein Stürmchen. Oft überfällt eine das Gefühl, dass dieser weiße, privilegierte Mann sich selbst zu den Talkshows einlädt, aber auch dass er seine Nische gefunden hat. Experte für Sexismus- und Rassismus-Debatten.

Gegenüber sitzt Birgit Kelle, die konservative Journalistin, die sich unentwegt um die Geschichten der Männer sorgt. Etwa wenn sich eine Sekretärin einfach auf den Schoß ihres Chefs setzt: Wo soll er, der Chef, mit seinen Händen hin? Joa mei. Und was die Frauen betrifft, macht einfach die Bluse zu. Ihr Hauptproblem sind Flirts. Sie befürchtet, dass durch diese Debatte die Männer nicht mehr mit Frauen flirten. Die Logik dahinter, sexy und Sexismus sind ein und dieselbe Medaille.

Da passte die Femen-Aktivistin Klara Martens mit ihrer Natürlichkeit super in die Runde. Femen reißen die Blusen nämlich auf und zeigen ihre Brüste. Gegen das Patriarchat, Prostitution und den Islam ähm, die Religion. Also eine zweite Emma-Auflage nur in nackt.

“Die Mutter des deutschen Feminismus” (Zitat: Sandra Maischberger), Alice Schwarzer, findet Femen toll und streichelt Martens bestärkend über den Arm als sie spricht. Und sowieso, schien Schwarzer eigentlich am besten gelaunt. Ihre Rolle als die Vorzeige-Feministin ist in den Mainstream-Medien kaum mehr wegzudenken, so dass Sandra Maischberger fragt, braucht es neben Alice Schwarzer noch eine weitere radikale Feministin? Die Frage geht an Martens, leider nicht mehr an Meßmer, sie sitzt wieder im Publikum.

Das ist schade, denn sie war mit Abstand diejenige, die eine Differenzierung lieferte und eine kritische Bilanz aus der Sexismus-Debatte zog. Ihr fehlte das Gegenüber. Nein, wir drehen uns nicht im Kreis, was die Debatte beträfe, aber es zeige sich eine Ambivalenz in der Rezeption. In den klassischen Medien würde oftmals mit Sterotypen zum Geschlechterkampf aufgerufen: Frauen gegen Männer. Als Beispiel nennt sie etwa das Fernsehen und die Talkshow selbst. Wo Männer(tm) und Frauen(tm) sogar im Publikum getrennt voneinander säßen. Darum gehe es aber nicht, sondern vielmehr um die Diskriminierungserfahrungen von Betroffenen und eine Sensibilisierung für das Thema, weil es nach wie vor relevant ist. In den Zeitungen und vor allem im Netz, in den Blogs zeige sich ein anderes Bild, wo über parteipolitische Grenzen, Generationen hinweg diskutiert, analysiert und Geschichten sichtbar wurden. Ähnliche wie etwa die sexistischen Erfahrungen, die auch Birgit Schrowange beim Berufseinstieg vor etwa dreißig Jahren als Fernsehansagerin beim ZDF gemacht habe. Da wurde es spannend.

Zu diesem Zeitpunkt meldet sich Jan Fleischhauer wieder zu Wort. Und als er das Weiterleben der schwarz-gelben Koalition als ein Ergebnis dieser Sexismus-Debatte nennt, waren wir wieder dort angelangt, was Meßmer kurz zuvor als Derailing bezeichnete, das Ablenken vom Thema. Sie fragt ihn direkt: „Merken Sie was sie gerade machen? Sie lenken vom Thema ab“.

Die Debatte geht weiter, weg vom Generalverdacht, aber sie verlief sich bei Maischberger in Banalitäten und Fragen des Flirts. „Es geht um Macht, es geht um Macht“, ruft Schrowange noch. Richtig. Aber schon wenige Sekunden später musste auch die Frage gestellt werden, what about the men? Sexismus ist immer eine Machtfrage und zeigt Hierarchien auf. Gerade dann wird es auch mit dem Wehren oder den schlagfertigen Sprüchen schwierig. Es sind einzelne Geschichten, aber alle weisen auf ein kollektives Problem/Phänomen hin, wie Meßmer sagt. Sie haben wenig mit Flirts zu tun.

Was bleibt nach dieser Parodie? Es ist ein schaler Nachgeschmack und die Platzanweisung: hier wird nicht über Sexismus geredet, analysiert, Lösungen angesprochen. Es wird romantisiert, bagatellisiert und ohne Kenntnis baldowert. Lauterbachs Haltung zu den armen Männern, die keine sexuellen Kontakte bekämen und deshalb Bordelle aufsuchen müssten, den Terror, den Frauen in Beziehungen ausüben (Fleischhauer), die vermeintlichen Dating-Regeln in den USA sind nur Beispiele dieser ziellosen anekdotischen Evidenzen.

Die öffentlich-rechtlichen Anstalten versagen wieder in ihrem Auftrag und verweigern eine Debatte über den Heterosexismus in dieser Gesellschaft. Sie sind in diesen Momenten die Glotze, die peinlich berührt.


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Ein lauter #Aufschrei gegen Sexismus

28. Januar 2013 von Magda

Seit mehreren Tagen ist in Deutschland ein #aufschrei zu hören, insbesondere in dem sozialen Netzwerk twitter und in den Mainstream-Medien: Deutschland diskutiert (mal wieder), ob es hier­zulande ein Sexismus-Problem gäbe – wie auch gestern auf ARD bei Günter Jauch. Aber mal von vorn: Um was geht es bei der Aktion #aufschrei? Gibt’s da was zu kritisieren? Und was war bei Jauch gestern Abend so los? Ich versuche mich mal an einer Ein­schätzung:

#aufschrei

Von Donnerstag auf Freitag fingen Frauen* auf twitter an, ihre Erfahrungen mit Sexismus, Grenz­über­schreitungen und sexualisierter Gewalt zu teilen – alles in 140 Zeichen, denn mehr Zeichen sind in einer Twitter­nachricht nicht erlaubt. Alle diese Nach­richten sind ein­sehbar unter dem Schlag­wort #Aufschrei. Zehn­tausende Geschichten mit teils sehr gewalt­vollem Inhalt sprechen eine unmiss­verständliche Sprache: Sexismus, sexualisierte Gewalt und Über­griffe waren und sind Alltag in Deutschland. Wer das leugnet, ist entweder nicht betroffen oder offen antifeministisch.

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