Einträge mit dem Tag ‘Aktivismus’


Historische Drag Kings, safere Sextipps, eindimensionale Medienschablonen – die Blogschau

29. März 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 240 von 242 der Serie Die Blogschau

Wichtige Geschichte(n): Das ButchBlog über “historische Drag Kings in den USA“.

Was an der verharmlosenden Berichterstattung über die Hebammenkrise falsch und problematisch ist, fasst Anja bei Von guten Eltern zusammen. Dazu auch noch passend: Auf der Seite selbstgeboren.de werden Geburtsberichte von Personen gesucht, die eine “kraftvolle und selbstbestimmte Geburt erlebt haben” haben. Nicole analysiert auf literatier, welche fraglichen Bilder durch diesen Aufruf (und dem Diskurs um “selbstbestimmte, natürliche Geburten”) transportiert und verstärkt werden.

Über Safer Sex für Trans*-Menschen (und andere) gibt es viel zu lesen und verlinkt bei wunder2welt.

Auf unregelmäßige Gedankensplitter wird dargestellt, warum (queer_)feministisches Wissen gespeichert werden sollte. Der Artikel ist Teil einer längeren (geplanten) Serie zum warum und wie des Archivierens von feministischen Wissen.

Einen Mangel an sexueller Bildung und was partriarchale Strukturen und die Pille danach damit zu tun haben, beschreiben Franziska Barth und Anna Wegricht bei wildwuchsutopien.

Steinmädchen schreibt über das beklemmende Gefühl des Kontrollverlusts, wenn das Geld nicht reicht.

Bloggerin Katrin (Reizende Rundungen) hat dekaderei ein Interview gegeben – “über den persönlichen als auch kollektiven Kampf gegen Fatshaming, das von “Frauenzeitschriften” propagierte Schönheitsideal, die Zerschlagung von Mode und Körperregime und ihren Umgang mit anonymer Hate-Speech”.

“Warum wir auf diese Art Bezeugungen verzichten können, bei denen sich weiße Hetero-Männer für möglichst viel Publicity gegenseitig dafür auf die Schultern klopfen, wie unfaßbar fucking tolerant sie sind, ja, ganz von sich selber gerührt, ohne zu checken, dass genau diese Kultur das Problem stärkt, vom dem sie sich so stolz abheben wollen” erklärt Eve Massacre auf Breaking The Waves.

Hilfreiche Tipps wanted: Das FemCamp Wien braucht eine Location! 120 Leute sollen sich am 20. und 21. Juni in Wien zur feminstischen Vernetzung treffen können.

Die österreichische feministische Online-Zeitschrift diestandard (von der Mädchenmannschaft sowohl häufig verlinkt als auch kritisiert) steht angesichts drohenden Ressourcen-Entzugs vor dem Aus. Was das bedeutet, erklärt Lea Susemichel in der an.schläge.

(Post-)Schwangere Körper in den Medien – aufZehenspitzen bietet eine gruselige Zitatezusammenstellung.

Über “Neues zu schädlichen Arbeitsumfeldern in der IT-Branche” anhand der Beispiele GitHub und Mozilla schreibt Melanie bei femgeeks.

Kurzfristiger Demo-Tipp: Eine Kneipe im Wrangelkiez in Berlin hat Schwarzen Menschen Hausverbot erteilt. Dagegen wird am Sonntag (morgen) um 17 Uhr demonstriert: Hier das Facebook-Event und der Demo-Aufruf der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (auf Englisch).

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Leben in der Opposition, Leseperspektiven und Fettpositives – Die Blogschau

22. März 2014 von Charlott
Dieser Text ist Teil 239 von 242 der Serie Die Blogschau

Auf ihrem Blog ein fremdwörterbuch veröffentlicht Kübra jeden Freitag einen Gedanken. In der letzten Woche ging es um “die Lethargie, die mit dem Leben in der Opposition, als kritische Beobachterin der Gesellschaft, als Aktivistin einhergeht”.

Die Jugendorganisation der AfD hat eine “Ich bin kein Feminist, weil…”-”Kampagne” gestartet. Darüber berichtet de:bug (mit etwas drastischer_gewaltvoller Sprache).

Bei queer.de gibt es einen ausführlichen Beitrag zu Fat Up, dem queerfeministisches fettpositives Krawallkollektiv, deren Aktivismus, Ideen, Ansätze und dem entstehenden Zine (zu dem ihr bis zum 31.03. auch noch beitragen könnt!).

y-kritiks berichtet von einem Racial Profiling Vorfall.

Nach der Demo ist vor der Demo“, schreibt Katrin Wagner, eine der Organisator_innen der Frauenkampftags-Demo in Berlin, auf beziehungsweise weiterdenken.

Diese Woche könnte auch eine Appreciation-Woche für Blogposts von Heng sein: Auf dem futblog testete sie das Wiener Kaffee “Fett&Zucker” aus und auf ihrem eigenen Blog tea-riffic schrieb sie zum einen über das Empowerment-Potential der Losung “Riots not Diets!” und zum anderen über aktuelle alltägliche fatshaming Erlebnisse.

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Heutigen Kolonialismus im Blick: Indigene Feminismen

11. März 2014 von Charlott
Dieser Text ist Teil 77 von 77 der Serie Die Feministische Bibliothek

Erst gestern twitterte Lauren Chief Elk mal wieder eine Erinnerung, dass “Dekolonisation” (Und auch “Kolonisation”) nicht einfach eine Metapher sei, vor allem keine, die vorwiegend weiße Menschen verwenden sollten in ihren Reden gegen Gentrifikation oder zu anderen sozialen Themen. Das ist kein Phänomen allein im englischsprachigen Raum. Als im letzten Sommer Angela Merkel das Internet als “Neuland” bezeichnete, dauertes es auch nicht lang bis entsprechende Metaphern folgten. Damals schrieb ich:

Neuland (also das Internet) wurde mit Amerika gleichgesetzt. Einige Internet-User_innen (was ich gesehen habe vor allem weiße Typen) sehen sich als Native Americans, wobei natürlich immer der rassistische Begriff verwendet wird, und vergleichen in das Internet eingreifende Politken mit Jahrhunderten kolonialer Gewalt_Unterdrückung. Mit diesem Vergleich wird bis heute andauernde Gewalt verharmlost und das Erleben von rassistischer Gewalt affirmiert. Mit eigenem, hier oftmals auch besonders privilegiertem, Leid gleichgesetzt. Soll das die Ebene sein auf der Netzpolitiken verhandelt werden?

Auseinandersetzungen mit Kolonialismus/Dekolonisation sollten nicht nur als Quelle für Metaphern herhalten, sondern Bestandteil feministischer Gesellschaftschaftsanalysen sein. Indigener Feminismus (oder auch hier gleich besser im Plural “indigene Feminismen”), der dies selbstverständlich tut und Ansätze bietet, ist im deutschsprachigen Raum allerdings kaum Thema. Häufig wird die Relevanz nicht erkannt, die bis heute andauernden kolonialen Strukturen ignoriert oder höchstens weit weg (lies nach Amerika) geschoben (als wäre es dann weniger schlimm und als gäbe es keine Verknüpfungen). Ausgeblendet werden dabei beispielsweise auch die Kämpfe der Sami in Nordeuropa um ihre Rechte. Letzte Woche wurde der @sweden-Twitteraccount, in dem jede Woche eine andere schwedische Person schreibt, von Ylva Maria Pavval befüllt, die diese Möglichkeit nutze um eben über dieses Thema zu berichten.

Auf Deutsch habe ich leider noch keine guten Bücher gefunden, die sich mit feministischem Aktivismus und_oder feministischen Theorien indigener Frauen auseinandersetzen, aber in den letzten Jahren erschienen im englischsprachigen Raum zunehmend solche Werke, vor allem in Kanada. Drei Sammelbände möchte ich heute kurz vorstellen.

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Linkliste zu Audre Lordes 80. Geburtstag

18. Februar 2014 von Nadia
Quelle: womanizerblog.com

Quelle: womanizerblog.com

Die Aktivistin, Dichterin und Schriftstellerin Audre Lorde wäre heute 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gibt es hier nochmal für Euch eine fixe Linkliste mit lesens- und ansehenswerten Beiträgen:

Magda schrieb bereits 2012 einen Beitrag in unserer Reihe “Wer war…?”

An der Freien Universität Berlin gibt es einen umfangreichen Nachlass, der Lordes Tätigkeit in der Abteilung für Literatur Nordamerikas des Zentralinstituts John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien (1984-1992) dokumentiert. (mehr…)


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Ausstiege bei Pussy Riot, ‘Pille danach’ rezeptfrei, Valentinstag in Indien – kurz verlinkt

12. Februar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 222 von 231 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachiges

Warum Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa, einst die beiden berühmtesten Pussy-Riot-Mitglieder, mittlerweile nicht mehr Teil des Kollektivs sind, erklärt die Gruppe in einem offenen Brief über radikalen Aktivismus, politische Dilemmata und Grundsatzkonflikte, den der Freitag abgedruckt hat: “Das institutionalisierte Eintreten für andere kann es sich kaum erlauben, die fundamentalen Normen und Regeln zu kritisieren, die der modernen patriarchalen Gesellschaft zugrunde liegen. Als institutioneller Teil der Gesellschaft kann eine solche Interessenvertretung nicht mit dem Regelsystem der Gesellschaft brechen.”

In Chemnitz werden abends die akustischen Signale an Ampelanlagen abgeschaltet – Grund: Lärmschutzbedenken. Die Signale sollten allerdings eigentlich blinden und sehbehinderten Menschen mitteilen, ob eine Ampel auf grün oder auf rot steht. Die sächsische Freie Presse berichtet.

Hallo bundesdeutsche Gesundheitspolitik, es wird Zeit, dem internationalen Konsens nachzuziehen – die “Pille danach” muss rezeptfrei werden. Dies fordert auch eine Petititon an Gesundheitsminister Gröhe: Rezeptfreie „Pille danach” zulassen! Da nicht nur Frauen schwanger werden könne, betrifft Notfallverhütung allerdings nicht nur deren Selbstbestimmung. (Und ich hätte auch unterschrieben, wenn die “Pille danach” Abtreibung wäre.)

Englischsprachiges

Nicht alle der hier vorgestellten Aktionen finden wir gleichermaßen super, aber eine nette Übersicht ist es dennoch: PolicyMic zeigt “23 inspirierende feministische Digitalkampagnen, die die Welt veränderten”.

Valentinstag? Kitsch, Konsum und multinormativer Pärchen-Overkill fällt vielen von uns wohl als erstes (und einziges) dazu ein. Abhängig vom kulturellen Kontext kann man das jedoch auch teilweise anders oder jedenfalls komplexer einordnen, so Deeksha Sivakumar bei Sociological Images: Sie schreibt über die Funktion des Valentinstag als Jugendrebellion in Indien.

A propos Normen: Elternschaft jenseits der Gleichung 1 Vater + 1 Mutter lässt sich nicht nur denken, sondern auch leben, und zwar bisweilen ganz “legal-formal”.  So weist die Geburtsurkunde eine neugeborenen Kanadierin nun drei Eltern aus.

Die Schriftstellerin Zadie Smith beteiligt sich an Protesten gegen den Umgang mit geflüchteten Frauen in Großbritannien, insbesondere gegen ein berüchtigtes Auffang- und Abschiebelager in Bedfordshire. Der Guardian berichtet.

Termine in Berlin, Bonn und anderswo:

Ab 18. Februar 2014 immer dienstags von 18:00 – 19:30 Uhr in der Mädchenberatung, Berlin-Wedding:Körperkreise – in Bewegung den Körper (wieder/ neu) entdecken für junge Frauen* (Alter 17-27 Jahre), die sexuelle Gewalt erlebt haben und Lust haben, sich auf eine Körperreise in Bewegung einzulassen!” Infos gibt es per Mail unter wriezener[at]wildwasser-berlin.de; hier geht es zum Facebook-Event.

Gleich eine ganze Fundgrube von spannenden Terminen gibt es bei Lesbengeschichte – zum Beispiel einen Abend über “Drei zwiespältige homosexuellenemanzipatorische Vorkämpferinnen”, Johanna Elberskirchen, Theo Anna Sprüngli  und Emma Trosse, am 6. März in Berlin oder die montagliche Filreihe “Queer Monday” in Bonn.


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CeCe McDonald kommt frei! – Kurz verlinkt

10. Januar 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 217 von 231 der Serie Kurz notiert

Da sich über unsere Pause einiges an Links angesammelt hat, gibt es hier für diese Woche zwei Teile unserer Zusammenstellung:

Deutschsprachige Artikel

Im Tagesspiegel gibt es ein wirklich lesenswertes Interview mit der Autorin Zadie Smith über ihre Literatur, weißsein als unbenannter Standard und Klasse.

“Weil er sich das Leben nehmen wollte, saß der Asylbewerber Ettayebi Bouzalmate in der Psychiatrie – bis ihn die Polizei zur Abschiebung abholte.”, schreibt die Süddeutsche.

Englischsprachige Artikel

Worker’s World berichtet, dass Mitte Januar CeCe McDonald aus dem Gefängnis entlassen werden soll! McDonald war verurteilt worden, nachdem sie sich bei einem rassistisch und trans*feindlichen Übergriff zur Wehr gesetzt hatte. Sie wurde in ein Männergefägnis interniert. Laverne Cox ist gerade dabei eine Dokumentation über sie zu drehen.

Wie kannst du einer dir nahe­stehenden Person Unterstützung geben, wenn diese eine Panik­attacke oder einen Flash­back hat bzw. durch etwas getriggert wurde? Sometimesmagical hat ein paar hilfreiche Tipps zusammengetragen.

“Besides Harriet Tubman and Rosa Parks, Black women do not get as much praise when it comes to the history of Black people.” schreibt Kimberly Foster in ihrem Artikel und wünscht sich, dass Aktivistinnen der Schwarzen Bürger_innenrechts- und Black Panther-Bewegungen mehr in den Blick genommen werden.

Auf colorlines.com gibt es einen sehr lesens­werten Artikel über die rassistische und hetero_sexistische Rezeption des Schwarzen weiblichen Körpers als “gefährlich” und “unkontrolliert”.

Eve Ensler, Initiatorin von One Billion Rising, reagierte auf die Kritiken im letzten Jahr und verkündete, dass One Billion Rising nun auch vermehrt Staatsgewalt in den Blick nehmen möchte. Ziemlich halb­herzig und ohne wirkliche politische Konsequenz, findet die Autorin von Prison Culture.

Es gibt Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Behinderungen… Falsch! Diese Dichotomie nimmt That Crazy Crippled Chick aus­einander und thematisiert den Ableismus dieser Annahme.

Charlott Cooper veröffentlicht bei Obesity Timebomb ein wissenschaftliches Paper zum Umgang von Fat-Aktivist_innen und Medien. Cooper stellt dem voran:

It’s research by and about fat people. This pretty much never happens.

It’s a research paper that’s underpinned by Research Justice values, which are about recognising and drawing on community expertise, and creating research that benefits those communities directly. This pretty much never happens either.

Termine in Hamburg, Köln und Wien


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Formen der Transphobie, ideologische Regenbögen, erfolgreiches Wehren – die Blogschau

4. Januar 2014 von Anna-Sarah
Dieser Text ist Teil 230 von 242 der Serie Die Blogschau

Fleischhauerfail Teil 567 - Jayrôme C. Robinet zeigt zu diesem Anlass noch mal auf, was es mit dem Begriff und der Lebensrealität Transphobie auf sich hat.

Bestürzende Nachrichten aus der deutschen Bildungspolitik: Weit über 40.000 (!) Menschen haben bereits die menschenverachtende Petition „Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ unterschrieben. Karnele macht aufmerksam, informiert über Hintergründe und fordert zu Interventionen auf.

L-talk berichtet über das neue Anti-Homosexualitäts-Gesetz in Uganda: “Das neue Gesetz stellt nicht nur Homosexualität unter Strafe bis zu lebenslanger Haft. Es bedroht auch Menschen, die von homosexuellen Handlungen “wissen” oder sie “unterstützen” und dies nicht den Behörden anzeigen. Dieser Straftatbestand gefährdet eine ganz neue Gruppe von Menschen und setzt Verwandte und das gesamte soziale Umfeld massiv unter Druck.”

Till Westermayer hat sich durch die “500 wichtigsten deutschen Intellektuellen”, gekürt vom Magazin Cicero, geklickt und macht ein paar Beobachtungen darüber, was dieses Ranking “über den deutschen Diskurs verrät”.

“Aber was mir fehlt sind diese anderen Geschichten. Diese Geschichten, in denen wir uns erfolgreich wehren, und dass gar nicht so wahrnehmen können”, schreibt Steinmädchen: “Es fehlt mir, dass wir gegenseitig wahrnehmen, was wir eh schon tun und was wir tun könnten. (…) Ich möchte hören, wie ihr es schafft, scheiß Situationen zu verändern.”

Und noch eine Leseempfehlung vom Steinmädchen: Bei can I say no…? gibt es seit letztem Herbst “feminismus. antikapitalismusdingens. befindlichkeiten. essen.”

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Asylpolitiken, Ada Lovelace Day und Archive – Kurz notiert

16. Oktober 2013 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 209 von 231 der Serie Kurz notiert

Beiträge auf Deutsch

Jamie Schearer erklärt im Interview der Süddeutschen Zeitung, was hinter der Aktion von #schauhin steckt und wie es weiter gehen soll.

Seit Mittwoch, dem 9. Oktober befinden sich wieder Refugees in Berlin im Hungerstreik. Statements der Streikenden gibt es online. Auch der Freitag schreibt über den Protest und die Hintergründe.

“Mehr als 1.000 Menschen haben am Wochenende in Hamburg gegen die gezielte Personenkontrolle von afrikanischen Flüchtlingen durch die Polizei protestiert.”, berichtet der NDR.

Bei den an.schlägen schreibt Veronika Zwing über feministischen Aktivismus in Kirgistan.

Beiträge auf Englisch

Accalmie schreibt bei Stop! Talking. unter anderem über Blogfrust: “Overestimating social progress (and/or people’s willingness to evolve past… uh, the social ideals of the Fifties, really?) was pretty much my crucial mistake.”

Gender Across Border möchte von Menschen weltweit wissen, ob/ sie sich als Feminist_innen sehen und welche Themen wichtig erscheinen.

Nachdem die Wissenschaftlerin Danielle N. Lee eine Anfrage von Biology-Online.org für diese ohne Honorar zu schreiben ablehnte, erhielt sie eine sexistische, beleidigende Mail zurück. Als sie dann über diese auf ihrem Blog bei SciAm berichtete, wurde der Blog gelöscht. Nun hat sich SciAm entschuldigt, schreibt Jezebel.

Native Appropriations erinnert daran, auf wen wirklich der Fokus beim “Columbus Day” gerichtet werden sollte.

Mal wieder ein neues Kapitel im Buch “(weiße) Stars feiern sich als Retter_innen in Afrika ™”: Christina Aguilera.

Renee Martin schreibt bei xojane über die “electronic pen pal conversation from hell” (gemeint sind all die offenen Briefe an und zu Miley Cyrus) und versucht den Fokus auf eine wirkliche intersektionale Kritik zu lenken.

Gestern war Ada Lovelace Day. Mother Jones nahm dies zum Anlass um über acht Erfindungen zu sprechen, die häufig – falscherweise- Männern zugeschrieben werden.

Sam Holmesschreibt beim SPARK Movement über die Anti-Abtreibungskampagne “The Most Dangerous Place for an African American is in the Womb.”.

Es gab einen “Go Braless for Breast Cancer”-Tag (Ist ja schließlich Brustkrebs-Awareness-Monat). s.e.smith hat bei xojane ihre Kritiken an dieser und ähnlich gelagerten “Aufklärungskampagnen” zu Brustkrebs veröffentlicht. Jezebel präsentiert dazu passend Fun Breast Cancer® Awareness™ Products That Can Cause Breast Cancer®, kann dabei aber leider nicht auf fatshaming verzichten.

Dann doch lieber bei feministing ein Video zu “Seeing the beauty in fat” und bei der Huffington Post wird Illustratorin Collen Clark vorgestellt, die sich auch mit fatshaming auseinandersetzt.

Einen ausführlichen Artikel zur Rapperin Angel Haze gibt es bei The Telegraph, wenn auch mit etwas gezwungenem Eminem-Bezug.

Und zu guter Letzt eine Petition: Publish Delia Derbyshire’s music from the BBC Sound Archive!

Termine in Berlin, Büren, Leipzig :

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Hallo, ich bin Eva, bitte nehmt Platz – Die Blogschau

12. Oktober 2013 von Sabine
Dieser Text ist Teil 220 von 242 der Serie Die Blogschau

Wenn wir barrierefrei lesen, an was denken wir? Ein wichtiger Text über Barrierefreiheit mit Barrieren. Besonders empfehlenswert auch für diejenigen, die Veranstaltungen organisieren, planen, durchführen.

Wie viel Zeit bleibt in aktivistischen Kontexten für das Selbst und die Selbstfürsorge? Ist die Unterscheidung „Aktivismus oder Selbstfürsorge“ nicht auch schon ein Privileg? Wer kann, und aus welcher Position heraus ein “oder” setzen?

„Metal feiert Nonkonformität. (…) Gothic, wo die Abgrenzung zur Gesellschaft auf eher stille Art zelebriert wird, durch Rückzug und Verweigerung, ist Metal offensiver, geht mehr in die offene Rebellion, und ist von seiner Haltung her oft positiver“ schreibt Ryuu über ihren Musikgeschmack, und warum Metal für sie – trotz berechtigter Kritik – empowerend ist.  (In eigener Sache: mehr Musiktexte!)

International Queer Art + Activism ist das Juli-Thema, die siebte Ausgabe des Germany Zine ist da.

Die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder will immer noch Wahlfreiheit, kein Witz.

„Aber du hättest ja was sagen können“ Bäumchen über raumeinnehmende Kommunikation und das Gefühl des Platz machens. “Platz machen im eigenen Leben für andere Menschen und ihre Möglichkeiten“.

„Wenn ich keine Termine hatte, konnte ich morgens nicht aufstehen. Ich hatte Angst vor der Arbeit. Ich hab morgens in der S-Bahn geheult, und dann kurz vor der Ankunft schnell versucht, alle Spuren davon zu beseitigen.“ Hallo, ich bin Eva und bin depressiv“ beziehungsweise *war* depressiv.

Warum verbringen Menschen eigentlich Stunden, Wochen, ja, Monate damit Serien begeistert zu verfolgen, auch wenn ihr Inhalt manchmal ärgerlich ist und die Logik dessen mangelhaft ist? Heiter Scheitern hat einen Podcast dazu gemacht (inkl. Rechercheaufgabe: es hat etwas mit Feigen zu tun).

Lilja reist gerne innerhalb Europas. In ihrem Blog hat sie ihre sieben Tipps für reisende Frauen* festgehalten.

Vom feministischen Tweet zur Hasskampagne. Ein Paradebeispiel aufgeschrieben und erlebt von Anna Zschokke.

 

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Sommerpausen-Podcast

22. Juli 2013 von der Mädchenmannschaft
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(c) Siguri F

Heute verabschieden wir uns in eine kleine Sommerpause und werden am 12. August wieder zurück sein. Zuvor hat sich aber ein Teil der Mädchenmannschaft zusammengesetzt, um einen Podcast aufzunehmen, in dem wir einige feministische Aktionen und Themen des letzten halben Jahres, wie #Aufschrei oder One Billion Rising, diskutieren. Vor allem fragen wir uns aber: Was bedeutet es für uns, Feminismus (auch) im Internet zu machen? Was ist für uns produktiv, was eher nicht? Weitere Hintergründe zu Aktionen und Debatten, über die wir sprechen, findet ihr mithilfe der untenstehenden Links.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Download (1 Std., 43 Min, 53 Sek., mp3, 47,5 MB)

Zum Weiterlesen:

Debatte um Rassismus in Kinderbüchern und anderen Medien


“Gleichgeschlechtliche” Ehe und Heteronormativität

(mehr…)


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