Einträge mit dem Tag ‘ACTA’


Ein queer-feministisches Teeniemagazin, ACTA und Karneval – die Blogschau

18. Februar 2012 von Nadine
Dieser Text ist Teil 148 von 243 der Serie Die Blogschau

I Heart Digital Life schreibt über ACTA und die Netzbewegung.

Die Danger Bananas geben Karnevalist_innen und deren Gag-Schreiber_innen eine Anleitung an die Hand.

I do give a damn kritisiert den offensiven Sexismus bei der Tierrechtsorganisation Peta.

Blica mault über die PR-Schreiberei in der Bloglandschaft.

Bühnenwatch berichtet von ihrer Intervention gegen rassistische Blackface-Praxis an deutschen Theaterbühnen.

Anders Deutsch stellt Berlinale-Filme vor, die sich mit der Ägyptischen Revolution befassen.

Auf journalizzm.net gibt es Interview über geschlechtergerechte Sprache.

Hurra, ein neues Blog hat das Licht der Welt erblickt. queer_sehen setzt sich mit queeren Identitäten im US-amerikanischen Fernsehen auseinander.

High On Clichés macht ihrem Namen alle Ehre und räumt mit Klischees über Feminist_innen auf.

Das Ich im Social Web – eine argwöhnische Betrachtung des Digital-Klons und die Überlegung: “Wie werde ich die Alte wieder los?”, nachzulesen auf Philibuster.

Mehrere linksradikale Bündnisse und Gruppen haben sich zusammengeschlossen und einen Reader begleitend zu den Aufmärschen von Nazis und Abtreibungsgegner_innen in Münster in diesem Jahr herausgegeben.

Termine, Call for Papers, Promotionsstipendien und mehr nach dem Klick (mehr …)


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Zusammen für ein gerechtes Rumänien

9. Februar 2012 von Silviu
Dieser Text ist Teil 17 von 21 der Serie Im Osten nichts Neues?

In Rumänien wird zum ersten Mal seit der Wende spontan protestiert. Seit mehr als einem Monat sammeln sich BürgerInnen aller sozialen Schichten und Altersgruppen, um gegen drastische Sparmaßnahmen und extreme Ungleichheiten zu demon­strieren. Es fing heftig an. Staatspräsident Traian Basescu und seine rechtsliberale Regierungsmehrheit wollten – unter dem Vorwand der vom IWF (Internationaler Währungsfonds) verlangten Haushaltssanierungen und hinter dem Rücken der Öffentlichkeit – das ganze Gesundheitssystem privatisieren. Es flogen Steine, Schaufenster von Banken und Geschäften gingen zu Bruch, Menschen lieferten sich erstmals seit 20 Jahren handfeste Auseinandersetzungen mit der Gendarmerie.

Die Regierung versuchte, die Wut der BürgerInnen mit Zugeständnissen ab­zu­wenden, doch das funktionierte nicht mehr. Aus einem monothematischen Protest wurde bald eine Bewegung. Trotz Schnee und klirrender Kälte demonstrieren hunderte, manchmal tausende Leute in den Großstädten und vor allem auf dem Universitätsplatz in Bukarest, jenem Ort, wo auch 1989 protestiert wurde. Von Anfang an forderten sie den Rücktritt der Regierung und Anfang der Woche ist diese auch tatsächlich zurückgetreten. Angesichts der katastrophalen Umfragewerte und der anstehenden Wahlen gab es kaum andere Optionen.

Doch den „armen Schluckern“ von der Straße, wie ein Abgeordneter der rechts­liberalen Mehrheit sie nannte, geht es nicht nur um ein arrogantes Kabinett und seinen kläglichen Premier. Sie wollen ein Ende des Wildwest-Kapitalismus, der nach der Wende viele Länder Osteuropas plagt. Und sie kämpfen für viele kleinere, aber wichtige Ziele: Ernstzunehmende Umweltschutzprogramme, ein Ende des umstrittenen Bergbauprojektes von Rosia Montana, eine anständige Finanzierung von Bildung und Gesundheit statt massiver Privatisierungen, eine Diskussion statt einer sofortigen Ratifizierung des ACTA-Abkommens.

Die feministische Gruppe Filia, aber auch viele BloggerInnen und AktivistInnen beteiligen sich täglich an den Protesten und zeigen, dass Gender-Ungleichheiten, Sexismus und Homophobie auf die politische Agenda gehören und kein vermeintlich privates Problem darstellen. Die autistische neoliberale Spar- und Privatisierungspolitik und ihre konkreten Konsequenzen für Frauen als eine der am meisten betroffenen Gruppen werden dadurch endlich problematisiert. Ebenfalls wird der Regierungsmehrheit zu Recht vorgeworfen, dass sie in den letzten Jahren wenig bis nichts für mehr Gleichheit und Gleichberechtigung getan hat. Es werden keine Wunder über Nacht geschehen, doch diese breite Front an Protest ist ein guter Anfang.


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Was ist eigentlich… ACTA?

26. Januar 2012 von Helga

Mittwoch vor einer Woche waren vor allem englisch-sprachige Webseiten schwarz. Hintergrund war das drohende Gesetz SOPA. Wie der Name “Stop Online Piracy Act” verhiess, sollte es Piraterie im Internet eindämmen – es war allerdings so schwammig geschrieben, dass es zur Abschaltung beliebiger Webseiten ohne Gerichtsverfahren geführt hätte. Nach dem massiven Protest schwand aber die Unterstützung im US-Repräsentatenhaus und das Gesetz wird erst einmal überarbeitet. (Schmankerl am Rande: Der Autor des Gesetzes, Lamar Smith, hatte auf seiner Webseite selbst Bilder ohne Genehmigung verwendet.)

Damit allerdings ist das Thema „unliebsame Webseiten einfach abschalten“ noch lange nicht vom Tisch. Denn nun steht das internationale Handelsabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) vor der Tür, wie das Kotzende Einhorn erinnert. Auch ACTA soll verhindern, dass im Internet das Urheberrecht verletzt wird – dies sollen bereits die Internetanbieter_innen machen, die dafür kontrollieren müssten, was ihre Kund_innen im Internet eigentlich machen. Nicht nur würde so massiv die Privatsphäre verletzt, auch die eigenmächtige Kappung von Internetzugängen durch die Provider steht im Raum: Sie würden zu privater Polizei und Richter_innen in einem. So hätte die Kontroverse um den Privilege Denying Dude auch mit der Sperrung des Internetzugangs für die Verantwortliche enden können, statt „nur“ mit einer Abmahnung.


Say no to ACTA von QuadratureDuNet

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