Einträge mit dem Tag ‘Ach ja’

Der Herr zahlt

Monday, September 1st, 2008 von Anna
Dieser Text ist Teil 9 von 9 der Serie Auf einen Kaffee mit Anna

Liebe Leserinnen, liebe Leser, da ich derzeit sehr viel arbeite, muss die Kolumne heute ein wenig kürzer ausfallen.

Ich dachte, ich erzähle Euch mal von einem Erlebnis, das ich neulich hatte und das irgendwie auch einer der Gründe ist, warum ich viel arbeiten gehe…

(C) Eva Hillreiner, www.evahillreiner.de

Es war so:
Ich hatte das Projekt „neue Schuhe“ mal wieder in Angriff genommen. Da die Auswahl an Schuhen ohne rosa Glitzer ja recht begrenzt gewesen war, fand mich nun doch im Adidas-Store wieder. Und nach einer Weile anprobieren, Sohlen einlegen und hin und her, hatte ich mich entschieden. Nachdem der nette Verkäufer meine alten Treter in der neuen Kiste verstaut hatte („ich behalte die neuen gleich an“), fragte er folgendes: „Und jetzt, ist es wie üblich? Sie tragen, der Herr zahlt?“ Ich war einigermaßen sprachlos, hatte mich aber so weit im Griff um „nein, danke, ich zahle meine Schuhe selbst“ zu antworten. Der Verkäufer grinste weiter vor sich hin, in seinen Augen hatte er wohl einen sehr guten Witz gemacht.

Im Nachhinein habe ich mich total geärgert. Darüber nicht schlagfertiger gewesen zu sein, aber noch mehr natürlich über diesen dummen Spruch. Ich gehe los um ein paar Turnschuhe zu kaufen, ich habe bestimmt keinen Sugar-Daddy an meiner Seite und werde so etwas gefragt???

Meine Kollegin, der ich am nächsten Tag davon erzählte, konnte meinen Ärger zwar verstehen, meinte aber auch: „Na, überleg doch mal, letztendlich hat der wahrscheinlich nur das geschildert, was er dort täglich erlebt…“

Hat sie recht? Sind Frauen die ihre Schuhe oder vielleicht auch die DVD-Box ihrer Lieblingsserie selber zahlen wirklich so selten? Und warum? Wegen Sugar-Daddy, wegen wirtschaftlicher (ungewollter) Abhängigkeit vom Mann (die Theorie meiner Kollegin), wegen … ?

Was sagt Ihr?

Winehouse pfeift uns eins

Wednesday, August 13th, 2008 von Meredith

Amy Winehouse, die nach wie vor größte und wildeste aller Kerletten, hat wieder einmal gezeigt, wer hier die dicksten Cojones hat. Die Sängerin hätte ja ursprünglich den Titelsong zum neuen Bond “Quantum of Solace” gemeinsam mit Mark Ronson einspielen sollen. Wegen ihres, tja, ähm, unzuverlässigen, trinksüchtigen, aggressiven, willkürlichen Verhaltens wurde sie aber von den Produzenten wieder entlassen. Geplant ist stattdessen ein Duett von Alicia Keys und Jack White.

Jetzt hat Amy in einem Interview die Welt darauf aufmerksam gemacht, was sie verpasst.

“I guess they are going for clean-cut and boring,” she sneered to New magazine. “[They] made a big mistake. If they want a worldwide hit, I have them all up here [pointing to her head].”

Was für eine Vorstellung, wie die kleine, dünne Amy lungert, raunzt und machomäßig auf ihren Haarturm zeigt. Stellt sich allerdings (bei all meiner offenkundigen Zuneigung zu Ms. W.) doch die Frage - wird sie jetzt von allen anderen unterschätzt, oder ist sie einer groß angelegten Selbstverarschung aufgesessen?

Freche Frauen

Wednesday, June 4th, 2008 von Anna

In der ein oder anderen Diskussion im Blog kamen ja schon mal die “Frechen Frauen” zur Sprache. Deswegen soll heute auf die in meinen Augen sehr treffende Folge der Brigitte- (jaja) Kolumne von Julia Karnick zu diesem Thema verwiesen werden:

“Solange es in Buchläden “Freche Frauen” gibt, verlange ich ein weiteres Regal: “Ungezogene Männer”.”

Gezeichnete Sexbomben

Wednesday, May 28th, 2008 von Barbara

Zwei Drittel männlich, ein Drittel weiblich, mit langen Beinen, Wespentaille und dickem Busen. So lautet das Ergebnis einer Studie des Internationalen Zentralinstituts für Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und der Stiftung Prix Jeunesse, die mehr als 30.000 Charaktere in Trickfilmen und -serien für Kinder aus 24 Ländern untersucht hat.

Geht man davon aus, dass das Fernsehen auch die Entwicklung von Identität beeinflusst, eine traurige Bilanz. Aber selbst in meiner eigenen Kindheit war das schon so: Die Freunde von Biene Maja heißen Willi und Flip, Puck, Max und Alexander. Freundinnen hatte sie wenige; und die anderen Frauenfiguren waren Lehrerin Kassandra oder Spinne Thekla. Doch wenigstens sieht Maja mehr aus wie ein Kind und nicht wie eine sexy Barbiepuppe.

Das Bild hat Claudia Kaiser gezeichnet.

Joghurt unser, der du uns regulierest

Friday, May 16th, 2008 von Meredith

Preisfrage: Wer von euch kennt einen Mann, der regelmäßig Milchprodukte konsumiert?

Es ist schon so: Wenn es ein Produkt gibt, das offenbar ausschließlich für Frauen hergestellt wird und nichts mit primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen zu tun hat, dann ist das:

DER JOGHURT!

Wenn man fernsieht und bei der Werbung nicht wegzappt, könnte man glatt auf den Gedanken kommen, dass Joghurt nur für Frauen hergestellt und auch ausschließlich von ihnen konsumiert wird.

Vor allem das Danone-Produkt “Activia” hat im letzten Jahr einen Siegeszug durch den weiblichen Verdauungstrakt angetreten. Ihr wisst schon: Einmal mit einer kreisförmigen Begwegung das Wämpli gestreichelt und alle im Chor: Hilft, die Verdauung auf natürliche Weise zu regulieren.

In Joghurtwerbungen kommen nur Frauen vor, meistens sind sie über dreißig, machen irgendwie Diät und klagen über ihre Verdauungsprobleme. Laut Werbung (und den Einkaufswägen der Frauen vor mir an der Kasse) sind wir das Quark-Sahne-Joghurt-Geschlecht. Und da komme ich zu Preisfrage Nummero 2:

Seit wann haben Männer eine bessere Verdauung als Frauen?? Mir persönlich ist ja noch nie eine Lady begegnet, die mit den Boys in Sachen Stundenlang-aufm-Klositzen-und-die-unausgewogene-Ernährung-rausdrücken mithalten konnte.

Dazu ein höchstamüsantes Video von unseren immer wieder witzigen Freunden auf der anderen Seite des Atlantiks, das sich leider nicht einbauen ließ. Aber wirklich: Anschauen, liebe Leserinnen und Leser!

(Bild über fotos.g2ar.net)

Le Rausch, c’est nur für Jungs

Saturday, May 3rd, 2008 von Meredith

In Großbritannien ist die Rate des Alkoholexzesses unter Frauen in den letzten fünf Jahren drastisch angestiegen. Die britische Polizei hat 50 Prozent mehr hackedichte Ladys verhaftet als Anfang des Jahrzehnts. Deswegen forden Politiker dort eine Verschärfung der Gesetze zum Alkohol: Ab einer bestimmten Uhrzeit und Prozenthaltigkeit sollen Schnäpse nicht mehr ausgeschenkt werden. Interessanterweise wird als Argument dafür aber eben nur der weibliche Konsum angeführt.

The chief executive of Alcohol Concern, Don Shenker, said: “There’s no doubt that the number of women binge-drinking has gone up - they are following the example of young men. The trouble is that women’s bodies cannot handle these large amounts of alcohol.”

Es ist doch immer wieder interessant zu beobachten, wie Verhalten, das für Männer scheinbar ganz normal und akzeptabel ist, automatisch den Erziehungsreflex hervorruft, wenn es von Frauen an den Tag gelegt wird.

Sex sells, die Millionste

Monday, April 14th, 2008 von Susanne

Och ja, mal wieder ‘ne richtig lahme Werbung:

Männer und Frauen sind vor allem dann witzig, wenn sie lange Schwänze oder dicke Titten haben, schon verstanden.

Ich meine: Hä?

We proudly present: the (glaub ich) First German Anti-Feminist-Bingo

Tuesday, April 8th, 2008 von Katrin

Anti-Feminist-Bingo

Feministische Blogs gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt. Und wie das im Internet so “üblich” ist: Wo es ein ernsthaftes Anliegen gibt, da gibt es auch Trolle. Diese mögen es, mit ihren immer gleichen Sprüchen die Diskussionen zu sabotieren.

Kolleginnen aus anderen Ländern haben aus der Not eine Tugend gemacht, die Sprüche gesammelt und in sogenannten “Anti-Feminist-Bingos” verewigt. Und nun haben wir auch unser eigenes kreiert.

Na, kommt euch der eine oder andere Spruch bekannt vor?

Die Regeln sind ganz einfach: wer fünf Aussprüche in einer Reihe notiert hat (weil ein Troll sie (hier) mal wieder um sich warf), schreit laut: “Bingo!

Weitere nette Bingos finden sich in Hoyden’s Blog (hier gibt es wegen der Fülle der Sprüche sogar schon einen zweiten Teil) und bei Girl-Wonder.org. Have fun playing!

Sind Männer ein bisschen beschränkt?

Wednesday, April 2nd, 2008 von Katrin

Oder sind es die Wissenschaften? Oder die Medien?

Flirt als Holzschnitt
Frauen glauben gerne, dass Männer Freundlichkeit und sexuelles Interesse oft nicht auseinander halten können – im Gegensatz zu ihnen, natürlich. US-ForscherInnen haben dieses Problem in einer psychologischen Studie mit 280 StudentInnen untersucht. Die Seite wissenschaft.de berichtet davon und fragt nach dem Ursprung dieses Phänomens:

„Entweder liegt bei Männern die Schwelle, ab der eine Verhaltensweise als eindeutig sexuell eingestuft wird, tatsächlich niedriger als bei Frauen, oder aber Männer sind grundsätzlich nicht so sensibel für die Art der Signale, die eine Frau aussendet und können demnach sexuelle Hinweise nicht gut von anderen unterscheiden.“

Das Thema an sich ist ganz interessant und spannend, doch so richtig gefallen will mir der Artikel von Ilka Lehnen-Beyel nicht. JedeR der/die sich ein bisschen mit empirischer Sozialforschung auskennt, weiß, dass 280 Personen noch keine Basis für eine repräsentative Studie bilden können, zudem handelte es sich nur um StudentInnen – ein ausgewählter Personenkreis. Über die Rückschlüsse auf alle Menschen kann (muss) man wirklich streiten. Außerdem liegen die Unterschiede bei den verschiedenen Tests sehr nah beieinander:
So

„interpretierten die Männer eine freundliche Frau in 12,1 Prozent der Fälle fälschlich als sexuell interessiert, während die weiblichen Probanden nur bei 8,6 Prozent falsch lagen.“

Und

„umgekehrt übersahen die Männer auch immerhin in 38 Prozent der Fälle ein echtes sexuelles Interesse, wohingegen die Frauen nur etwa 32 Prozent fehlinterpretierten“

Bei so einer kleinen Zahl von untersuchten Personen sind Unterschiede von 4-6 Prozent kein eindeutiger Hinweis auf einen signifikanten Trend. Das sollte vielleicht erwähnt und dann noch einmal gründlich über den Titel: „Warum Männer Frauen so häufig missverstehen“ nachgedacht werden. Der Einleitende Teaser ist auch nicht gerade nett:

„Männer seien schlicht und einfach weniger sensibel gegenüber Gefühlen und können sie schlechter allein anhand der Körpersprache unterscheiden als Frauen.“

Sind Grips und Macht unsexy?

Friday, March 28th, 2008 von Susanne

Das Männermagazin FHM kürte die “100 Unsexiest Women In The World” - heraus kam eine höchst erstaunliche Liste. Denn es befinden sich Damen wie Britney Spears, Lindsay Lohan, Anne Will, Sarah Jessica Parker oder Charlotte Roche darauf, aber auch - natürlich? - Hillary Clinton, Alice Schwarzer und Angela Merkel. sueddeutsche.de kommentierte (in einer recht witzigen Bildergalerie) knapp: “Bleibt die Erkenntnis: Grips und Macht sind unsexy.”

(Foto über sueddeutsche.de)