Einträge mit dem Tag ‘Abtreibung’


Abtreibungsverbot tötet und (tödliche) Polizeigewalt – kurz verlinkt

28. Oktober 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 299 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Vor drei Jahren, am 28. Oktober 2012, verstarb Sa­vita Ha­lap­pa­na­var im Universitäts­klinikum Gal­way in Ir­land. Savita Halappanavar erlag einer Sepsis, nachdem das Personal des Kranken­hauses einen Schwanger­schafts­ab­bruch ver­wei­gerte, der aller Wahr­schein­lich­keit nach ihr Leben hätte retten können. Sie wurde 31 Jahre alt, schrieb accalmie vor drei Jahren: Abtreibungsverbot tötet.

Der aktuelle Newsletter von Women in Exile & Friends (PDF) ist draußen.

In der Wirtschaftswoche diskutiert Levi Israel Ufferfilge zu der in den letzten Wochen von konservativen Medien oft diskutierten Frage: Bringen Geflüchtete Antisemitismus nach Deutschland? Seine Sicht: „Möglich. Aber in Deutschland gibt es so oder so genug judenfeindliche Stimmung. Die bürgerliche Mitte gebraucht den Begriff Antisemitismus, wie es ihr passt.“

Gestern präsentierten internationale Gutachter bei der Pressekonferenz der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh ihre Belege für den Brandmord an Oury Jalloh. Zehn Jahre nach dem gewaltvollen Tod titelt nun z.B. die taz: „Mord doch möglich„.

Englischsprachige Links

Am 26. Oktober war der Internationale Intersex Awareness Day und passend dazu hat Astraea den Start des ersten Intersex Human Rights Fund verkündet. Dazu heißt es: „[T]he Intersex Human Rights Fund supports organizations, projects and campaigns led by intersex activists working to ensure the human rights, bodily autonomy, physical integrity and self-determination of intersex people worldwide.“ Anlässlich des Awareness Tags wurde auf Twitter auch viel lesenswertes unter dem Hashtag #intersexstories geschrieben.

11 Lesben, die du kennen solltest (inklusive Interview zu lesbischer Geschichte).

Nach der Gewaltausübung eines Polizisten in Columbia, South Carolina, gegen ein Schwarzes Mädchen in einem Klassenraum, titelt das Bitch Magazine: „For Black Students, Putting More Police in Schools Leads to Alarming Arrests„. Black Central listet zu dem „6 Things That Should Enrage You!„.

Eine Gruppe Geflüchteter in Berlin hat eine Karte mit Ressourcen für neuankommende Geflüchtete erstellt. Diese ist auf Englisch, Arabisch und Farsi nutzbar.

Termine in Berlin

28. Oktober in Berlin: Gedenkveranstaltung (facebook-Link) für Sa­vita Ha­lap­pa­na­var, die vor drei Jahren auf Grund des irischen Abtreibungsverbots gestorben ist.

DAb 29. Oktober in Berlin: Das Theater X startet mit seinen Eröffnungswochen, die vom 29. Oktober bis 12. Dezember stattfinden: Eintritt auf Spendenbasis, Reservierungen über das Reservierungsformular.


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Selbstbestimmung, Hacker_innenspace und #Dropthetowel – kurz verlinkt

23. September 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 295 von 358 der Serie Kurz notiert

deutschsprachige Links

Frisch aus der Druckerpresse: ein Buch zu Abtreibung und Pränataldiagnostik, zur feministischen Behindertenbewegung, zu „Lebensschützern“, zur Geschichte der Eugenik und zum Selbstbestimmungsbegriff: „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“ von Kirsten Achtelik, erschienen im Verbrecher Verlag.

Ein Hackerinnenspace in Berlin ist neu in der Entstehung und richtet sich an „alle PyLadies, und RailsGirls, JavaLassies und 3D-Feen, Gamerinnen, Arduinas, NetzwerkNixen, LötGören, RaspberryRabaukinnen und alle anderen Frauen* mit Interesse an Bits, Bytes und Basteln“ (english on page)

Der Dortmunder Verein VIVE ŽENE e. V. möchte einen Zufluchtsort für unbegleitet geflüchtete minderjährige Mädchen realisieren – damit das klappt, wird um Spenden zur Anschubfinanzierung gebeten. Alle Informationen finden sich im Flyer.

Rund 110 Gäste waren in die Erlanger Stadtbibliothek gekommen, um unter dem Motto „Die Vergessenen der Geschichte – Afrodeutsche Zeitzeugen des Dritten Reiches“ aus dem Leben zweier Männer und einer Frau zu hören: Gert Schramm, Marie Nejar und Theodor Michael.

 

englischsprachige Links

The great team behind „Disability in Kidlit“ is seeking for a new team member. They have a strong preference for a person of color. All informations on their website.

Fat Positivity in Action: #DropTheTowel Intersectional Feminist Finale!

 

Termine

Die Landesarbeitsgemeinschaft der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten in Schleswig-Holstein spricht am 06. Oktober 2015 unter dem Thema „Das Ende der Unschuld – Feminismus im Umbruch? Von Werten, Visionen und Allianzen“ in Kiel. Alle Infos auf der Webseite.

Es ist wieder soweit: das „international human rights filmfestival“ in Nürnberg findet von 30. 9. bis 7. 10. 2015
Die Themenschwerpunkte sind diesmal #untragbar  und „Flucht und Migration“.


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Antifeminismus sabotieren! Für körperliche Selbstbestimmung in Berlin demonstrieren

7. September 2015 von Magda

Seit Beginn der feministischen (Gegen-)Demonstrationen gegen die so genannten »Märsche für das Leben« oder »1.000 Kreuze für das Leben« berichtet die Mädchenmannschaft über die jährlich stattfinden Ansammlungen so genannter „Lebensschützer“, die mit ihren rechtskonservativ-völkischen und heteronormativen Parolen immer mehr öffentlichen Raum einnehmen. Im letzten Jahr schrieb accalmie einen bilderreichen Bericht zur Demo 2014 und fasste zusammen:

Ei­nes der Pla­ka­te, das „Le­bens­schützer_innen“ [sic] am ver­gangenen Sams­tag mit sich trugen, fasste die Zielsetzung jener Bewegung prägnant zusammen: „Selbstbestimmung hat Grenzen“ – prak­ti­scher­wei­se genau dort, wo die „Le­bens­schützer_innen“ über die Kör­per an­der­er Men­schen verfügen wollen.

Auch in der Berliner Politik kommen die Demonstrationen zunehmend auf die Agenda. Auf der diesjährigen Festveranstaltung von DIE LINKE anlässlich des Internationalen Frauenkampftages hielt ich einen Redebeitrag zu den queer-feministischen Gegendemonstrationen und ihren politischen Botschaften.

Am 19. September 2015 ist es wieder so weit.

Auch in diesem Jahr rufen antifaschistische und queer-feministische Gruppen in Berlin zum Gegenprotest auf. Mit dabei ist das WHAT THE FUCK?!-Bündnis, das im Vorfeld spannende Veranstaltungen und Konzerte z.B. in Berlin, Frankfurt/Main, Bremen oder Leipzig organisiert. Treffpunkt: 19. September, 11 Uhr, S Anhalter Bahnhof.

Auch das Bündnis für Sexuelle Selbstbestimmung ruft unter dem Motto „Leben und Lieben ohne Bevormundung“ am Brandenburger Tor und Umgebung zu Gegenprotesten auf.

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Plakat auf der feministischen Gegendemo 2014: „Lesbenschutz statt Lebensschutz!“

Weiterführende Links und Ressourcen aus unserem Archiv:


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Brennende Flüchtlingsunterkünfte, #SandraBland, Genderalarm in Mexico – kurz verlinkt

29. Juli 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 290 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge

„Der Fall einer schwangeren Zehnjährigen erregte in Paraguay die Öffentlichkeit. Dem Kind wurde eine Abtreibung verwehrt. Dass Vergewaltigungsopfer oder Schwerkranke zum Gebären gezwungen werden,“ passiert aber auch „bei uns, mitten in der EU“. Bei tagesschau.de geben Anna-Mareike Krause und Friederike Ott einen Überblick über strikte Abtreibungsgesetze in Europa und deren Konsequenzen.

„Überall im Land werden Flüchtlingsunterkünfte angezündet. Es reicht nicht, solche Straftaten härter zu sanktionieren. Es muss aktiv für die Sicherheit der Geflüchteten gesorgt werden“, schreibt Christina Lee in The European.

Handlungsmöglichkeiten gegen rassistische Gewalt und rassistischen Alltag diskutiert auch der Freitag: „Was tun, damit’s nicht mehr brennt?“ Einen aktualisierten Leitfaden, „Was tun, damits nicht brennt?“, zusammengestellt von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Berlin (MBR) für Gruppen und Einzelpersonen, kann man hier kostenlos herunterladen oder bestellen.

„80 Jahre nachdem alle jüdischen Sportler von den Olympischen Spielen in Berlin ausgeschlossen wurden“, findet „mit den European Maccabi Games die größte jüdische Sportveranstaltung der europäischen Nachkriegsgeschichte im Berliner Olympiapark statt. Mehr als 2.300 Athleten aus 35 Ländern sind dazu angereist. Sorge bereiten den Veranstaltern jetzt zahlreiche Drohungen aus der rechtsextremen Szene“, berichtet der ZEIT Störungsmelder.

Bente Varleman, bekannt durch ihren Spoken Word Text „Was ich habe,  spricht in der taz über Sexismus und die Poetry Slam Szene.

Die ZEIT analysiert, wie der Begriff „Asylkritiker“ Gewalt zu einer Meinungsverschiedenheit deklariert: „Die Maskerade des „Asylkritikers“ ist der Versuch, Ausländerfeindlichkeit zur legitimen Diskursposition zu erheben, eine Position in die Öffentlichkeit einzuführen und ihre Ideologie zu camouflieren. Eine Art Du-darfst-Rassismus. “

Unterstützenswert: Die queere Bloggerin und Autorin SchwarzRund schreibt an einem Roman (Arbeitstitel: „Schwarzer Frost“) und ihr könnt den Schaffensprozess finanziell unterstützen (und euch schon einmal das Buch sichern).

Englischsprachige Beiträge

#JusticeForSandraBland: In der New York Times stellt Charles Blow offene Fragen zur Festnahme und dem Tod Sandra Blands in Polizeigewahrsam, und Roxane Gay analysiert die Verletzlichkeit Schwarzer Körper: „She was treated as less than human. She protested her treatment. She knew and stated her rights but it did not matter. Her black life and her black body did not matter.“ Attiya Latif richtet in der Huffington Post einen Offenen Brief an weiße Verbündete: „Fordert Gerechtigkeit für Sandra Bland“.

Al Jazeera berichtet über den Protest weiblicher Abgeordneter und Aktivist_innen gegen Gewalt gegen Frauen in Mexiko. Die Aktion #AlertaDeGenero (Gender-Alarm) möchte darauf hinweisen, dass in Mexiko jeden Tag sechs Frauen ermordet werden, aber nur 1.6% der Taten gerichtlich verurteilt.

Im Guardian schrieb Naomi Wolf, dass junge Frauen mit „destructive speech patterns“ aufhören sollten. Debbie Cameron antwortet auf dies: „People may claim that their judgments are purely about the speech, but really they’re judgments of the speakers.“

New York Magazine
: „‘I’m No Longer Afraid’: 35 Women Tell Their Stories About Being Assaulted by Bill Cosby, and the Culture That Wouldn’t Listen“.

technocandy war beim Stream Radical Transfeminism bei der LCCT 2015 in London und stellte ein Paper zu Germany’s Next Topmodel vor, in dem es um „Girl Hate, neoliberale Eingliederungen, Normalisierungszwang, trans, Pinkstinks und Lush“ geht.

„I Am a Native American Woman With White Privilege“: Misty Ellingburg thematisiert Fragen von Identität, sozialer Positionierung und (kontextbedingten) Privilegien.

Termine in Kassel und Karlsruhe

31. Juli bis 2. August: Lady*fest in Kassel, u.a. mit Workshops von Hengameh und Magda.

7. bis 9. August: Lady*fest in Karlsruhe.


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Politik mit ‚Bereuen‘ – Von Schwangerschaftsabbrüchen und komplexen Leben

27. Juli 2015 von Charlott

Vor ein paar Wochen wurde eine neue Studie von Wissenschaftler_innen der University of California veröffentlicht, deren Ergebnisse auch schnell den Weg in viele (gerade auch feministische) Medien fand. Im Kern sagt die Studie, dass die über drei Jahre lang befragten Teilnehmer_innen zu 95% ihre Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch nicht bereuen. In erster Linie interveniert die Untersuchung also in das Narrativ des vermeintlichen „Post-Abtreibungssyndroms“: Ihre Ergebnisse setzen der Legende, die meisten Personen würden vorgenommene Abtreibungen lebenslang bereuen, deutlich etwas entgegen. Doch stellt sich mir die Frage, ob es langfristig sinnvoll ist, sich überhaupt auf die Debatte rund ums ‚Bereuen‘ einzulassen.

Faktoren für ‚Reue‘ – Stigmata und wenig Unterstützung

Die Studie hat einige Kernpunkte, die sie präsentiert: Die Proband_innen empfanden mit überwältigender Mehrheit ihren Schwangerschaftsabruch als die richtige Entscheidung – auch unabhängig davon, ob die Abtreibung früh oder später im Schwangerschaftsverlauf stattgefunden hat. Diejenigen, denen eine Entscheidung schwerer gefallen war, sind auch diejenigen, die sich unsicherer sind über die Richtigkeit der Entscheidung. Im Allgemeinen aber nehmen über die Zeit sämtliche Gefühle, positive sowie negative, hinsichtlich der Abtreibung ab. Und während nach sechs Monaten die Teilnehmer_innen noch ‚manchmal‘ an den Abbruch denken, dann denken sie nach drei Jahren ‚kaum‘ daran. Die Studie traf auch eine Aussage darüber, was eigentlich weitere Faktoren dafür sind, dass die Befragten von Reuegefühlen berichteten. Zwei Dinge zeichneten sich dabei ab: Negative Gefühle wurde häufiger von denjenigen berichtet, die ein stärkeres Stigma von Abtreibungen in ihrer Gemeinschaft wahrnehmen und von denjenigen, die wenig soziale Unterstützung erfuhren.

Zu den Leerstellen der Studie, schreiben die Wissenschaftler_innen selbst (alle Übersetzungen von mir):

Erleichterung und Fröhlichkeit mögen die relevantesten Gefühle direkt nach der Abtreibung sein und weniger relevant über die Jahre hinaus. Untersuchungen haben insbesondere herausgefunden, dass zu den positven Empfindungen, die Frauen mit der Zeit nach einer Abtreibung rückmelden, Reife, tiefere Selbstkenntniss und gesteigertes Selbstvertrauen gehören. Zusätzlich kann es sein, dass die sozialen Erwartungen, dass Abtreibungen ein etwas emotional Schwieriges sein sollten, dazu geführt haben, dass vermehrt negative Post-Abtreibungs-Gefühle rückgemeldet wurden. Die Teilnehmer_innen zweimal im Jahr über ihre Emotionen zu befragen und darüber, wie häufig sie an ihre Abtreibung denken, kann auch zu einer erhöhten Rückmeldung zu allen Leveln der Ergebnisse geführt haben.

Auch weitere Einschränkungen bei der Aussagekraft der Daten diskutiert das Paper zur Studie bereits, mir aber geht es hier in diesem Text nicht konkret um die Durchführung der Studie, sondern darum, wie mit dem Argument der ‚Reue‘ in der Politik, der Medizin und den Medien gearbeitet wird. Denn dass so viele feministische Publikationen voller Enthusiasmus darüber berichteten, hat ja ebenfalls gute Gründe.

Politiken mit antizipierter Reue

„Argumente, dass Abtreibungen emotionalen Schaden bei Frauen verursachen, werden genutzt um Abtreibungen, inbesondere spätere Eingriffe, in den USA zu regulieren. Doch existierende Untersuchungen sind nicht beweiskräftig,“ heißt es bereits im Abstract zur Studie. Post-Abtreibungssyndrom, welches unter anderem Gefühle von Reue und Schuld, Depressionen sowie Alkhol- und Drogenmissbrauch umfasst, ist das Stichwort.

Unter der Prämisse, dass die betroffenen Personen den Eingriff eventuell bereuen könnten (und dann in Sucht und Depression ‚abstürzen‘), werden immer wieder Gesetze erlassen, die den Zugang zu Abtreibungen ehrblich erschweren – und das natürlich nicht nur in den USA. In Deutschland müssen Menschen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen wollen, zu einer Pflichtberatung. Zwischen Eingriff und Beratung müssen dann nochmals mindestens drei Tage verstreichen. So soll sich die Person auch ganz genau sicher sein. Doch diese vorgeschobene ‚Sorge‘ ist natürlich vor allem eins: Schikane.

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Fat-Acceptance-Grundlagen, Mono-Kultur-Landschaft und Sex mit Frauen – die Blogschau

30. Mai 2015 von accalmie
Dieser Text ist Teil 279 von 295 der Serie Die Blogschau

Ein neuer Monat, eine neue Fatty Fun Fashion Challenge, in der dicke_fette Modebegeisterte Fotos von ihren Outfits teilen: Im Mai ist das Motto ganz frühlingsgerecht „Grün“.

„Es ist ja so, als dicke Frau, die sich weigert sich verschämt ganz unten in die Hierarchie von Körpern und Schönheit einzuordnen, die kein Interesse daran hat ihr Gewicht zu reduzieren, die sich nicht verstecken will, da passe ich einigen Leuten nicht in den Kram.“ Alex kommentiert bei Some girls* are bigger than others dickenfeindliche Debatten, die unter dem Mantel plötzlich verspürter Gesundheitsbedenken (anderer, unbekannter Leute) daherkommen, und erklärt in einem weiteren Beitrag auch noch einmal ein paar Fat Acceptance-Grundlagen.

Auch Katrin von Reizende Rundungen stellt noch einmal eine Fat Acceptance-101-Service-Leistung zur Verfügung: „Fat Acceptance möchte dicke_fette Menschen dabei unterstützen wieder selbstständige Entscheidungen für sich und ihre Körper treffen zu können.

Zwischengeschlecht kritisiert die „Unsichtbarmachung der realen, zwangsoperierten Zwitter und ihrer spezifischen Anliegen“, unter anderem im Zuge des #IDAHOT.

Über den Umgang mit chronischen Krankheiten, die Frage, was es überhaupt bedeutet „krank“ zu sein und die (Re-)Aktion von und auf Mitmenschen schreibt samchills.

Merle Stöver analysiert die oft von Panik und_oder Wut gezeichneten Debatten um Lust und Begehren bei Frauen*, lesbischen Sex und Sexarbeiterinnen.

umstandslos, magazin für feministische mutterschaft, diskutiert „Der Staat im Uterus. 40 Jahre Fristenlösung in Österreich“.

Im Blog In_Frage_Stellen: Musik findet ihr eine tolle Übersicht über Musik_Kunst-Veranstaltungen im Mai und Juni 2015, und weitere Tipps können gerne gegeben werden, um die Liste noch zu vergrößern.

„Ein Paradigmenwechsel mit Hindernissen“: Zum (Mangel an) Diversität in der deutschen Kulturlandschaft machen Lisa Scheibner und Bahareh Sharifi vom Bündnis kritischer Kulturpraktiker*innen eine Bestandsaufnahme bei Mind The Trap.

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Tolerante Heten, weißer Terror und das Atomwaffenpotenzial von Trans* – die Blogschau

21. Februar 2015 von Nadine
Dieser Text ist Teil 272 von 295 der Serie Die Blogschau

Conservatory Girl hat einen Tipp für heiße Tage und aufgeriebene Oberschenkelinnenseiten.

„Als dicker/fetter Mensch braucht es viel Kraft und Mut Dickendiskriminierung, Dickenhass, Spott, Hohn und Ausgrenzung zu begegnen. Es braucht mehr Courage damit wir Dicken, das Leben mit Freude genießen können. Aber all dies braucht es nicht weil wir dick oder fett sind“, schreibt Melanie auf dem Blog der Arge Dicke Weiber.

Kulturelle Aneignung und rassistische Stereotype haben auch im Fasching oder Karneval Hochkonjunktur. Ringelmiez gibt eine Argumentationshilfe, warum nicht nur Eltern bei der Kostümwahl für ihre Kinder diskriminierungssensibel agieren sollten.

Der Zaunfink wendet sich an tolerante Heten, die sich zwar stets bemühen, letztlich doch an vielen entscheidenen Stellen scheitern mit ihrer Solidarität.

„Ich möchte Politiker*innen und Medienmacher*innen fragen: Was macht ihr gegen euren Terror, den ihr mit euren unreflektierten Reden und Beiträgen in diese Gesellschaften gesät habt? Wann fangt ihr an uns Rede und Antwort zu stehen?“ – Diaspora Reflektionen mit einem eindringlichen Beitrag über die rassistischen Morde der vergangenen Monate und den Rassismus der weißen Mehrheitsgesellschaft.

Trans* Personen seien wie nukleare Waffen, hatte Papst Franziskus neulich behauptet. Für Pussy Bear Anlass genug für einen Comic.

Hannah C. Rosenblatt schreibt über die Ungleichwertigkeit von Gefühlen, wenn es um die Wahrnehmung und Beschreibung von Gewalterfahrungen geht.

Musikerinnen des Teeny Music Treff
in Berlin haben einen Song geschrieben und ein Video dazu produziert.


Eine Gruppe von Queer_Trans*_Black_People_of_Color
(QTBPOC) plant für Juli 2015 ein dreitägiges Fest von und für QTBPOC und sucht noch Mitstreiter_innen.

Die trans*geniale f_antifa ruft zu einem Inter- und Trans*-Block auf der Demo zum Frauenkampftag in Berlin auf.

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ruft zusammen mit der Frauenkampftag – AG sexuelle Selbstbestimmung, Berlin Irish Pro Choice Solidarity und Feminismos 15M Berlin für den 7. März zu einem bundesweiten Vorbereitungs- und Vernetzungstreffen auf. Es geht um die Vorbereitung der Gegenaktionen der christlichen Fundamentalisten und Abtreibungsgegner, die jährlich im September in Berlin aufmarschieren.

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Fashionweek, nationalistischer Rap und reproduktive Rechte – kurz verlinkt

21. Januar 2015 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 269 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Beiträge
Tick Tick Boom haben eine Broschüre über „deutsch-patriotischen Rap“, Nationalismus, Hetero_Sexismus und Kapitalismus-Verherrlichung veröffentlicht, die nicht nur informieren, sondern auch zu eigenem Aktivismus anregen möchte.

Der Frankfurter Gemeinderabbiner Julian-Chaim Soussan spricht in der Jüdischen Allgemeinen über die mangelnde Solidarität mit #JeSuisJuif.

„‚Je suis Charlie‘ und die Folgen: Warum ich kein Satiriker mehr bin“, schreibt Oliver Maria Schmitt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Einen kritischen Beitrag zur Fashion Week, zur Plus Size Messe Curvy Is Sexy und zur mangelnden Körpervielfalt auf den Laufstegen gibt es beim Deutschlandfunk.

Es gibt eine neue politische Gruppe in Berlin [Korrektur: nicht nur Berlin, Treffen sind bundesweit geplant, siehe Kommentar] : Black Quiltbag*, die sich im Rahmen der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) gegründet hat. Die Gruppe richtet sich an Schwarze Menschen, die sich folgenden oder ähnlichen Identitäten bzw. Konzepten zugehörig fühlen: Queer /Questioning, Undefined /Undecided, Inter, Lesbisch, Trans*, Bi, Asexual, Gay/Genderqueer.

„Behinderte Menschen haben es in Deutschland extrem schwer, Gynäkolog[_innen]en zu finden. Ganze fünf Spezialangebote gibt es bundesweit„, berichtet Spiegel Online.

Beim Tagesspiegel zeigt man sich überrascht, dass Lutz Bachmann, einer der führenden Pegida-Organisator_innen, tatsächlich Rassist ist.

Englischsprachige Beiträge

Im Ebony Magazine berichtet Tasha Fierce über ihren Schwangerschaftsabbruch, im Kontext von Anti-Abtreibungskampagnen, die sich in den USA besonders an Schwarze Communities wenden.

HerZimbabwe analysiert die negativen Vorannahmen geforderter „Ehrbarkeit/Seriosität“ für den Aktivismus simbabweischer Frauen und den aktivismuseinschränkenden Effekt einer solchen Politik.

Der US-Senator und Schwarze Bürger_innenrechtsaktivist John Lewis kommentierte in der Los Angeles Times sowohl den Film als auch Kritiken an „Selma“. Er selbst war an der Organisation und Durchführung der Protestmärsche beteiligt.

Die Technik_Kultur-Kritikerin Shanley Kane thematisierte Sexismus und Misogynie in der Linux-Community. Von den angsteinflössenden Reaktionen darauf berichtet sie hier.

Termine in Berlin, Kiel, Köln, Lüneburg

Berlin, 29.01. – 30.01. 2015: „Susan Sontag Revisited“ – ein Symposium am ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry zu Sontags kulturell-politischen Wirken. Alle Vorträge werden auf Deutsch und Englisch zugänglich sein. (Facebook-Link)

Kiel, für Kurzentschlossene, da heute Abend um 19:30 Uhr: „Schau, eine Frau schießt!“ – Jüdischer Widerstand in Osteuropa“, ein Vortrag und anschließende Diskussion im Literaturhaus Schleswig-Holstein.

Köln, 22.01. 2015, 18:00 Uhr: Der Ausländerlesekreis Köln und #SchauHin laden zu dem Story Salon „Afro & Hijab: Voll das Politkum?!“ ein. (Facebook-Link)

Lüneburg: Save the Date: lady*fest Lüneburg! vom 6. – 8. März 2015.


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Weiße Wut, Körpernormierungen und geduldete Gewalt – kurz verlinkt

27. November 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 263 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Artikel

Magda hat in Leipzig ihren Vortrag „Mein Fett ist Politisch“ gehalten. Dazu hat der Leipziger Studi-Radiosender mephisto 97.6 einen kurzen Radiobeitrag gemacht.

Das Migazin interviewte Dr. Yasemin Shooman zur wissenschaftlichen Untersuchung der Repräsentation migratisierter Menschen in den Medien.

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh ruft unter dem Motto „900 x 10 Euro“ zu Spenden auf für pathologische und toxikologische Nachuntersuchungen, um die Brand- und Todesursache von Oury Jalloh aufzuklären.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass bei der aktuellen SGB II-Reform Kürzungen zu Lasten der Kinder von Alleinerziehenden drohen. So heißt es: „Die geplante ‚Klarstellung‘ führt unterm Strich dazu, dass die Existenz des Kindes nicht gedeckt wäre.“

Noch/ schon auf der Suche nach einem Kalender für das Jahr 2015? Die Mädchengruppe um den Mädchenjahreskalender gibt nun im zweiten Jahr ihren politisch-feministischen Taschenkalender heraus.

Englischsprachige Artikel

Bei der Washington Post erklärt Carol Anderson, warum es in Ferguson nicht um Schwarzen Ärger gegen Polizeibeamt_innen geht, sondern um weiße Wut und einen Backlash gegen antirassistische Fortschritte.

Auch Mia McKenzie bei Black Girl Dangerous schreibt über Ferguson, die Ausschreitungen, und was Gewalt in diesem Zusammenhang wirklich bedeutet.

Absolut lesenswert: „So You Can Fuck Us; What’s Next? Going Beyond Sex With Trans Women„.

Roxane Gray kommentiert beim Guardian die Debatte um Bill Cosby und rape culture und fordert auf endlich Betroffenen zu glauben.

Bei The Daily Beast erinnert Asawin Suebsaeng daran, wie viele Film- und Popstars bereits Übergriffe und sexualisierte Gewalt verübt haben – was ihrer allgemeinen Beliebtheit aber keinen Abbruch tut.

„A really bad month“: Einen kurzen Bericht über eine ungeplante und dann beendete Schwangerschaft in gezeichneter Form gibt es bei The Hairpin.

Termine in Berlin und Frankfurt am Main nach dem Klick:
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Lena Dunham, Street Harassment und eine verdeckte Ermittlerin in Hamburgs linken und queeren Szenen – Kurz Verlinkt

6. November 2014 von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 7 von 358 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Letzte Woche fand am Brandenburger Tor in Berlin eine Protestaktion gegen das Abtreibungsverbot in Irland anlässlich des zweiten Todestages von Savita Halappanavar (wir berichteten) statt, die in Folge des Abtreibungsverbots starb. Organisiert von Berlin-Irish Pro Choice Solidarity (Facebook-Seite). Bei der Aktion wurden auch Fotos geschossen.

Die Mädchenmannschaft ist offenbar auch einigen Frauen- und GleichstellungsministerInnen und -senatorInnen der Länder ein Begriff. Auf ihrer jährlichen stattfindenden Konferenz hieß es in diesem Jahr zum Thema „Cybergewalt und Cybermobbing“ (PDF, unter Seite 36, 4. des Beschlusspapieres): „Bemerkenswert ist, dass sich im Netz selbst verschiedene Gegenbewegungen formiert haben. Besonderer Erwähnung bedarf im deutschsprachigen Raum der Blog Mädchenmannschaft, der Impulse für weitere Initiativen gegeben und sich als Knotenpunkt digitaler feministischer Vernetzung etabliert hat.“

Die „Freeugees“ aus Berlin – eine Band aus Geflüchteten, begleitet von einem Filmemacher – suchen einen Proberaum möglichst in Berlin Kreuzberg.

[Inhaltshinweis: Beschreibung sexualisierter Gewalt im Link] Eine Frau wird in ihrem Wohnhaus in München vergewaltigt. Ihre Vermiterin kündigt daraufhin den Mietvertrag, sie hätte schließlich Ärger ins Haus gebracht. Die Süddeutsche berichtet über diesen unglaublichen Fall.

Die Frankfurter Rundschau berichtet über eine LKA-Beamtin, welche sechs Jahre lang als verdeckte Ermittlerin in linken und queeren Kontexten Hamburgs agierte.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) veröffentlichte gemeinsam mit der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP) einen Zwischenbericht zur Verhandlung des Falls von Kläger Derege Wevelsiep am 30. Oktober in Frankfurt/Main. Dort geht es um Körperverletzung und „Racial Profiling“. Der nächste Prozesstag ist heute.

Das neue an.schläge-Magazin ist erschienen und die Novemeberausgabe widmet sich im Schwerpunkt dem Thema Geschlecht und Suizid. Einige Texte gibt es wie immer auch online zu lesen, so das Interview zum Themenschwerpunkt mit Soziologin Eva Eichinger, in der sie über Ungleichheiten im Suizid-Diskurs spricht und ein Interview mit LGBT-Aktivistin Elena Kostyuchenko über kritischen Journalismus in Russland.

Das feministische Monatsmagazin Anschläge feiern ihren 30. Geburtstag! Yay! Wir gratulieren ganz herzlich. Anlässlich des Jubiläums interviewte diestandard.at zwei Macherinnen.

In der neuen Ausgabe der Lotta geht es um aktuelle antifeministische Erscheinungsformen und Diskurse.

Englischsprachige Links

Ein kritischer Artikel zu dem Street Harrassment Video von Hollaback!, welches in den letzten Tagen viel in feministischen Kreisen rumging: On Street Harassment And Classic White Dudery. Ebenfalls lesenswert: „What you NEED to know about street harassment„.

Alok Vaid-Menon veröffentlichte auf Return The Gayze das Gedicht „Transmisogyny„.

Eine Erklärung der geflüchteten Frauen in Berlin-Kreuzberg des Internationalen Frauen-Space an Herr Panhoff und Frau Hermann.

Lena Dunham beschreibt in ihrem Buch „Not that kind of girl“ den Missbrauch an ihrer Schwester als witzig-provokante Sidenote. Zu der Dunham-Geschichte und darüber, was die Veröffentlichung über Dunhams _jetziges_ Verständnis von consent (Einverständnis) aussagt, schreibt Melissa McEwan auf shakesville.

In den USA gab es vorgestern die Midterm Elections. Autostraddle schreibt über die herben Verluste der Demokraten, aber auch über ein paar gute Dinge, die passiert sind.

Termine

Ab dem 7. November wird Magda in verschiedenen Städten in Deutschland ihren Vortrag „Mein Fett ist Politisch“ halten und Fat Empowerment Workshops geben. In Oldenburg am 8. November sind noch Plätze im Workshop frei! Meldet euch unter femref[at]uni-oldenburg.de an.

Am 26. November hält die Selbstorganisation von Geflüchteten, Karawane, einen Vortrag zu flüchtenden Frauen in Bochum.

Ebenfalls in Bochum beginnt heute der Linux/Debian-Kurs für Frauen.


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