Straßenumbenennungen, (nb)-Transfeindlichkeit und Arbeitskämpfe von Reinigungskräften – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 350 von 355 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

KlasseGegenKlasse hat zwei Reinigungskräfte interviewt, die am Streik am Krankenhaus Charité in Berlin, beteiligt sind. Sie sprechen über desaströse Arbeitsbedingungen, Rassismuserfahrungen und ihre Forderungen.

Morgen ist Internationaler Hurentag. Hydra e.V. lädt zu einer Pressekonferenz, auf welcher die Kampagne „Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!“ vorgestellt wird und einer soäteren Diskussionsveranstaltung ein. (FB-Link)

In Berlin-Mitte sollen nun endlich einige Straßen, die immer noch die Namen von Mitbegründern der deutschen Kolonien tragen, umbenannt werden. In der Pressemitteilung von ISD e.V. und Berlin Postkolonial e.V. heißt es zu den erarbeiteten Vorschlägen: „Mit Ana Nzinga (1583-1663), Yaa Asantewaa (ca.1840-1921) und Martin Dibobe (1876-ca.1921) sind dabei drei herausragende Persönlichkeiten des afrikanischen Widerstandes gegen die koloniale Unrechtsherrschaft Portugals in Angola, Groß Britanniens in Ghana bzw. Deutschlands in Kamerun in die erste Wahl genommen worden.“

Das neue an.schläge Magazin steht ganz unter dem Thema „Feminismus& Behinderung„. Online lässt sich bereits Katharina Payks Text Behinderung als queeres Anliegen und Brigitte Theißls Vorstellung einiger deutschsprachigen behinderten Blogger_innen.

„Im NSU-Umfeld waren mehr als 40 V-Leute der Sicherheitsbehörden aktiv. Doch der Verfassungsschutz behauptet, erst mit der Selbstenttarnung des NSU 2011 von dessen Existenz erfahren zu haben.“, schreibt die Frankfurter Rundschau zum NSU-Komplex.

Im Artikel „Deserteur_innen im Geschlechterkampf“ schreibt Brrrte auf Medium über (nb-)Transfeindlichkeit in feministischen Räumen/ Diskussionen.

Interview mit Berliner Kulturanthropolog_in Francis Seeck über ordnungsbehördliche Bestattungen und ein Recht auf Trauer: „Tote ohne Angehörige werden vom Staat entsorgt.“ Francis Seecks Buch „Recht auf Trauer“ erscheint voraussichtlich im Juli 2017.

Das kollektiv getragenes Seminarhaus „QUECKE! in Brandenburg wird von Menschen aus mehrheitlich queerfeministischen Zusammenhängen selbstorganisiert und ist ein Ort an dem Gruppen sich politisch & kulturell organisieren/ausruhen können. Derzeitig wird es renoviert und es wird noch Geld benötigt!

Ab sofort sind alle Ausgaben der feministischen studien von 1982 bis einschließlich 2015 frei beim Verlag de Gruyter verfügbar.

Vom 14./15. Mai 2018 findet in Heilbronn im Rahmen des Projekts „Gender. Wissen. Informatik. Netzwerk zum Forschungstransfer des interdisziplinären Wissens zu Gender und Informatik (GEWINN)“ eine Konferenz zum Thema Gender & IT statt. Frist der Einreichungen für Artikel und Poster ist der 31. Oktober.

Debora Antmann ist neue Kolumnistin beim Missy Magazine. Ihre Kolumn trägt den super Titel „Not Your Goy*Toy“ und in der ersten Auflage dreht sich alles um wc-deutschen Feminismus.

Bei einem bundesweiten Netzwerktreffen hat der Careleaver e.V. eine Stellungnahme zum Regierungsentwurf für das „Kinder‐ und Jugendstärkungsgesetz“ (KJSG) verfasst.

LSBTTIQ* werden in Brasilien zu Feinden erklärt.“ Caren Miesenberger interviewt für die Heinrich-Böll-Stiftung Indianara Siqueira zu Rechten von trans Menschen, den Rechtsruck in der Regierung, den kleiner werdenden Handlungsspielräumen der Zivilgesellschaft sowie alltägliche und strukturelle Diskriminierung von LSBTTIQ* in Brasilien.

Eine Vielzahl an Anti-Diskriminierungsverbänden, wie zum Beispiel TransInterQueer e.V., die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland oder die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung e.V., planen in Vorbereitung auf die Bundestagswahl im September eine Bündelung der Wahlprüfsteine zum Thema Diskriminierungsschutz. Einen ersten Überblick bekommt ihr auf die-wahlpruefsteine.de.

Termine in Berlin, Kiel, Leipzig, Hannover, Heidelberg

Den ganzen Juni über finden Veranstaltungen in Berlin im Rahmen des Black Lives Matter Monats statt. Das gesamte Programm findet ihr auf der Webseite von Black Lives Matter Berlin.

1. Juni in Hannover: Simone Dede Ayivi bringt ihr Stück „First Black Woman in Space“ nach Hannover. Weitere Vorstellungen folgen direkt am 02. und 03. Juni.

2. – 5. Juni in Kiel: Lesbenfrühlingstreffen 2017.

8. Juni in Berlin: „Sexuelle Bildung und sexuelle Rechte: nicht behindern, sondern ermächtigen!“ – Das Podiusmgespräch beginnt um 19 Uhr.

9. – 11. Juni in Kiel: Save the Date! LaDIYfest Kiel.

13. Juni in Leipzig: Alle im Blick?! lgbtiq* Lebenswirklichkeiten in der Jugendhilfe. Der Fachtag richtet sich an interessierte Pädagog*innen, die in der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten und ein Klima vermitteln wollen, welches alle Jugendlichen anspricht und Diskriminierung vermeidet.

15. – 18. Juni in Heidelberg: Das Lady*fest Heidelberg findet statt!

14. bis 16. Juli in Berlin: Festival für ein offenes und solidarisches Neukölln. (Es werden noch Leute zum Mitmachen gesucht!)

Zur Mitte der Woche versammeln wir hier regelmäßig Links zu wichtigen Analysen, Berichten und interessanten Veranstaltungen. Was habt ihr in der letzten Woche gelesen/ geschrieben? Welcher Text hätte mehr Aufmerksamkeit verdient? Und was für feministische Workshops, Lesungen oder Vorträge stehen in den nächsten Wochen an?




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 1. Juni 2017 um 16:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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6 Kommentare

  1. lna sagt:

    „Miesenberger interviewt für die Heinrich-Böll-Stiftung Indianara Siqueira zu Rechten von trans“
    trans was? klingt hart nach heftig widerlicher Entmenschlichung um ehrlich zu sein. aber gönnt euch.

  2. Charlott sagt:

    @Ina: Ich habe die Formulierung hier geändert, so wie ich sie auch gewöhnlich nutze, aber beim Übernehmen von der Böll-Stiftung versäumt hatte zu ändern. Bei dem Interview wird sprachlich so agiert, ich halte es aber für ein wichtiges Gespräch, da in diesem eine brasilianische trans Aktivistin zu Wort kommt und ihre Einschätzungen, Erfahrungen und Ziele erläutert.

  3. lna sagt:

    @Charlott
    ah oki. ja die böll stiftung ist ziemlicher Müll ,gerade was so angeht. Oki dann hab ichs verstanden, danke fürs interview finden und danke fürs ändern, das ist lieb <3.

    und ja das interview is super. sie hams nur in der Übersetzung komplett verhunzt, aber naja.

  4. Sophie sagt:

    Hallo, vielen Dank für den Link zum Thema Straßenumbenennungen. Ich finde das Anliegen dahinter sehr wichtig. Nun frage ich mich, ob die konkreten Vorschläge durchweg eine gute Idee sind. Ich bin dabei keine Kennerin der afrikanischen Geschichte. Zu Ana Nzinga lese ich auf Wikipedia, sie habe einen eher macchiavellistischen Herrschaftsstil verfochten und sich massiv am Sklavenhandel beteiligt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Nzinga_von_Ndongo_und_Matamba

    Andererseits wird dort Gustav von Nachtigal eher positiv und als ausgesprochener Feind der Sklaverei dargestellt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Nachtigal

    Wisst Ihr da Näheres?

  5. Sophie sagt:

    Gustav Nachtigal ohne „von“, sorry.

  6. Charlott sagt:

    @Sophie: Ich denke, der bisher beste Artikel zu dieser Debatte, die ja – das muss man schon auch nochmal hervorheben – vor allem von Menschen aufgemacht wurde, die diese Umbenennung eh furchtbar finden, wurde gestern in der taz veröffentlicht.